Freiheit für Tiere
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Die Wahrheit über Hähnchenmast

Standbilder aus Filmaufnahmen

der Tierrechtsorgansiation PETA in Mastanlagen der Rothkötter-Unternehmensgruppe · Foto: PETA · www.peta.de

Seit vielen Jahren nimmt die Tierrechtorganisation PETA in umfangreichen Undercover-Recherchen die agrarindustrielle Tierproduktion unter die Lupe. Die Ermittler besuchten unter anderem Betriebe der größten deutschen Geflügelwirtschafts-Konzerne. Nach Wiesenhof, Heidemark und Grotelüschen überprüfte das Team nun auch Mastanlagen, die zum Zeitpunkt der Recherche zur Rothkötter-Unternehmensgruppe gehörten.

Die PETA-Filmaufnahmen dokumentieren überwiegend die letzte Hälfte der Mastperiode: Sie zeigen neben toten, teilweise schon verwesten Hühnern, kranke und schwer verletzte Tiere.
Einige der geschwächten Vögel werden von ihren Artgenossen angepickt.

Laut PETA sind die Hühner bei den dokumentierten Rothkötter-Betrieben auf schnelles Wachstum gezüchtet: Sie müssen ihr Schlachtgewicht innerhalb von nur 32 bis 43 Tagen erreichen. Die Tourbomast führt dazu, dass die Beine vieler Hühner unter dem Gewicht zusammenbrechen. Ein Teil der Tiere stirbt noch vor der Schlachtung.

PETA stellt Strafanzeige

»Die Turbomast verstößt nach unserer Auffassung gegen die einschlägigen tierschutzrechtlichen Bestimmungen«, so Dr. Edmund Haferbeck, Agrarwissenschaftler und Leiter der Wissenschafts- und Rechtsabteilung von PETA.

PETA hat bei den Staatsanwaltschaften Osnabrück und Oldenburg Strafanzeige gegen die Mastbetriebe erstattet.

Die Rothkötter-Unternehmensgruppe ist mit einem geschätzten Jahresumsatz von über 800 Millionen Euro einer der umsatzstärksten Geflügelproduzenten Deutschlands, ihre Produkte werden hauptsächlich über Lidl, Aldi-Süd und McDonald’s vermarktet.

Der Rothkötter-Konzern hat 2010 mit 800.000 Euro Fördergeldern des Bundes den wohl größten Hähnchenschlachtbetrieb Europas in Wietze/Niedersachsen bauen lassen: Bei »Vollauslastung« sind hier 27.000 Schlachtungen pro Stunde (!) geplant.

»Ihr Lieferant, die Rothkötter-Unternehmensgruppe,

lässt vor allem in Niedersachsen in einer Vielzahl von Betrieben Hähnchen mästen. (...) Egal, ob es sich um einzelne Tiere handelt, die hier in ihrem Leiden dokumentiert wurden, erscheint diese Turbomast mit den schnellwachsenden Rassen als system­immanente Tierquälerei«, so PETA in einem Aktionsaufruf an die Geschäftsführungen von Aldi Süd, Lidl und Mc Donalds. · Foto: PETA · www.peta.de

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