Freiheit für Tiere
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Eine Wildgans-Freundschaft: Schnatti und Akka

Wildgans Schnatti lebt auf dem Gnadenhof Heimat für Tiere. Eine Tierfreundin hatte die junge Wildgans mit einem gebrochenen Flügel gefunden. Sie nahm sie mit und pflegte Schnatti gesund, doch die Gans konnte seither nicht mehr fliegen. Eine Rückkehr in die freie Natur war deswegen nicht denkbar. Darum fragte die Tierfreundin, ob Heimat für Tiere Schnatti aufnehmen könnte. So kam die Wildgans an den schönen großen Teich auf dem Gnadenhof.

Wildgans Schnatti

kann seit einer Flügelverletzung nicht mehr fliegen. Seither lebt sie an einem schönen großen Teich auf dem Gnadenhof "Heimat für Tiere". Schnatti war zwar immer mit den Hausgänsen und den Enten unterwegs, dennoch schien sie immer etwas allein zu sein. Seit Wildgans Akka auf dem Gnadenhof lebt, sind die beiden unzertrennlich. "Die beiden haben sich gefunden."

Bei Heimat für Tiere lebten bereits viele Wildenten sowie Gänse, die vor dem Schicksal, als Gänsebraten zu enden, bewahrt werden konnten, einige Laufenten und ein Mandarinentenpärchen. Doch Schnatti war die einzige Wildgans. Sie war zwar immer bei den anderen Gänsen und Enten dabei, wirkte jedoch irgendwie, als wäre sie alleine.

Im Juni 2011 rief eine Frau bei Heimat für Tiere an. Sie hatte eine Wildgans mit einer Flügelverletzung gesund gepflegt und suchte nun einen Platz für Akka. Die Tierpfleger dachten sofort an Schnatti: Vielleicht würden die beiden Wildgänse ja zusammenpassen?

Akka kam zunächst für drei Wochen ins Entenhaus, um ihre neue Umgebung kennen zu lernen und damit die Tierpfleger untersuchen konnten, ob sie gesund ist. Das Entenhaus liegt direkt am Teich. So konnte Akka nach draußen - zwar noch in der Voliere, doch sie konnte durch den Drahtzaun Kontakt zu den bereits dort lebenden Enten und Gänsen am Teich aufnehmen.

Nach drei Wochen wurden dann die Türen geöffnet, und Akka durfte an den großen Teich. Sofort war Schnatti da: Die beiden Wildgänse begrüßten sich und sind seither immer zusammen. »Wenn auf dem Teichgelände die eine Wildgans zu sehen ist, ist die andere auch gleich in der Nähe«, berichten die Tierpfleger. »Die beiden haben sich wirklich gefunden.«

Wildgänse beeindrucken durch ihre Treue

Wildgänse gehen lebenslange Freundschaften und Paarbindungen ein. Wildgänsefamilien bleiben ein Leben lang beieinander. Ihre soziale Lebensweise wurde vor allem durch die Verhaltensstudien von Konrad Lorenz bekannt. So erfreuen sich Wildgänse großer Beliebtheit in der Bevölkerung. Dennoch werden Wildgänse in Deutschland immer noch gejagt. Wird eine Gans geschossen, trauert die andere oft monatelang über den Verlust ihres Partners. Hinzu kommt: Wenn Jäger mit ihren Schrotgewehren in einen Gänseschwarm schießen, werden viele Gänse angeschossen und haben in der Folge mit Verletzungen, zum Beispiel zerschossenen Flügeln, zu kämpfen. Mehr als jede fünfte Wildgans hat giftiges Bleischrot im Körper, was oft zu einem qualvollen Siechtum führt.

Was für ein Gegensatz dazu ist der Frieden bei den Gänsen und Enten am großen Teich auf dem Gnadenhof! Möge an jedem Gewässer dieser Frieden einziehen und die Jagd auf Vögel endlich beendet werden!

Informationen

»Heimat für Tiere« ist ein in Deutschland eingetragener Verein mit anerkannter Gemeinnützigkeit.
Seit 1996 wird vielen Tieren eine Heimat gegeben, wo sie bis an ihr natürliches Lebensende leben können.
Derzeit leben auf dem Gnadenhof über 250 Tiere.

Kontakt:
Heimat für Tiere - Der Gnadenhof

Tel.: 09398-998955
e-mail: info@heimat-fuer-tiere.de
Internet: www.heimat-fuer-tiere.de

Spendenkonten:
D: Sparkasse Mainfranken BLZ: 790 500 00 · Kto: 240680876
CH: Raiba, 9536 Schwarzenbach Konto: 24890.01 PC: 90-5247-7
A: Sparda Bank Linz BLZ 49 460 · Konto 00-624.965