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EU-Studie: Das Mittelmeer ist fast leergefischt

Thunfische wurden im Mittelmeer gejagt

bis zur totalen Erschöpfung. Nicht nur im Mittelmeer stehen die Thunfische kurz vor dem Aussterben: Weltweit sind die Bestände um bis zu 90 % zurückgegangen. Gejagt wird mit modernster Technik und riesigen Netzen, so dass die Fische keine Chance haben. In den kilometer­langen Netzen verfangen sich auch Delfine und Meeresschildkröten sowie unzählige andere Meerestiere, die als "Beifang" getötet werden. Das Mittelmeer hat durch die starke Langleinen- und Schleppnetzfischerei eine der höchsten Beifangraten der Welt.· Bild: Richard Care - Fotolia.com

93 Prozent der Fischbestände im Mittelmeer sind bereits überfischt. Einige Arten wie Schwert- oder Thunfisch stehen kurz vor dem Aussterben. Das ist das Ergebnis einer wissenschaftlichen Studie, die die Europäische Union Ende März 2017 vorgestellt hat.

In den letzten 50 Jahren ist mehr als ein Drittel der Fische verschwunden: 41 Prozent der Meeressäuger und 34 Prozent der gesamten Fischbestände im Mittelmeer sind verloren gegangen.

Zwar leben noch bis zu 12.000 unterschiedliche Arten im Mittelmeer, »aber diese außergewöhnliche Vielfalt ist in großer Gefahr«, so die EU-Forschungsstelle. Es existiere ein ernsthaftes Risiko, dass die menschlichen Aktivitäten das Ökosystem Mittelmeer über den »point of no return« hinaus schädigen könnten.

»Die EU-Kommission jedoch hat lange untätig zugesehen und – anstatt Fischbestände zu schützen – immer neue Subventionen für den Aufbau riesiger Trawlerflotten freigegeben«, schreibt dazu Tageszeitung DIE WELT.

Quellen:
·
Überfischung - Das Mittelmeer vor dem „point of no return“. In: DIE WELT, 9.4.2017
· Europäische Kommission – Pressemitteilung vom 30.3.2017