Freiheit für Tiere
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Europameister im Schweineschlachten

Trauriger Rekord

In Deutschland werden jährlich über 58 Millionen Schweine, 630 Millionen Hühner, fast 38 Millionen Puten, über 25 Millionen Enten und 3,2 Millionen Rinder geschlachtet. Dabei essen die Deutschen immer weniger Fleisch. Deutschland ist auf dem Weg, größter Fleischexporteur der Welt zu werden.

Graphik: Fleischatlas 2014 der Heinrich Böll Stiftung · www.boell.de/de/fleischatlas

Der »Fleischatlas 2014« der Heinrich Böll-Stiftung spricht von »Dumping-Schlachten« in Deutschland. Die Schlachtbetriebe werden immer größer und von wenigen Konzernen beherrscht. »Billiglöhne für die Leiharbeiter aus dem Osten der EU begünstigen weitere Inves­titionen der Konzerne«, heißt es im Fleischatlas.

Im Schweineschlachten hat es Deutschland inzwischen zum traurigen Titel »Europameister« gebracht. Rund 66.000 Schweinemastanlagen gibt es in Deutschland. Missstände und Tierquälerei sind in diesen Megaställen systemimmanent.

Die Schweine, die bekanntlich mindestens so intelligent sind wie Hunde, vegetieren in Dunkel­heit, in furchtbarem Gestank und Dreck, es fehlt jede Beschäftigungsmöglichkeit. Viele Tiere werden krank, sterben noch vor der Schlachtung, obwohl regelmäßig Antibiotika verabreicht werden - mit unabsehbaren Gefahren durch Antibiotikaresistenzen.
Immer mehr Menschen werden Vegetarier und Veganer

Kein Wunder, dass angesichts dieser Tatsachen bei immer mehr Menschen ein komplettes Umdenken stattfindet. Die vegane Ernährung liegt absolut im Trend: In vielen Großstädten eröffnet ein veganes Restaurant nach dem anderen, es gibt immer mehr vegetarische und vegane Läden und Supermärkte, immer mehr vegane Produkte auch in konventionellen Märkten und ständig erscheinen neue vegane Kochbücher. Rund 800.000 Menschen leben in Deutschland inzwischen vegan - mit jedem Fleisch- und Nahrungsmittelskandal, mit jeder TV-Dokumentation aus der Massentierhaltung werden es mehr.