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Hunde richten sich nach Magnetfeld

Hunde verfügen über eine Magnetwahrnehmung.

Bild: ksuksa - Fotolia.com

Hunde verfügen über eine Magnetwahrnehmung. Das hat ein Wissenschaftlerteam um den Zoologen Hynek Burda an der Universität Duisburg-Essen mit Kollegen der Tschechischen Agraruniversität in Prag herausgefunden.

Die Forscher hatten beobachtet, wie sich Hunde in Nord-Süd-Richtung ausrichten, wenn sie im Freien ihr Geschäft verrichten. Sie dokumentierten in einem Zeitraum von zwei Jahren 70 Hunde von 37 Rassen beim Stuhlgang (1893 Beobachtungen) und Wasserlassen (5582 Beobachtungen).

Das Ergebnis: Die Hunde richteten sich entlang der magnetischen Nord-Südachse aus. Allerdings taten sie das nur, wenn das Erdmagnetfeld ruhig war. »Es ist das erste Mal, dass a) die magnetische Empfindlichkeit bei Hunden und b) eine messbare, vorhersehbare Verhaltensreaktion auf natürliche Schwankungen des Magnetfeldes eindeutig nachgewiesen werden konnte«, schreiben die Wissenschaftler im Fachmagazin Frontiers in Zoology.

Übrigens richten auch Füchse richten ihren »Maussprung« an der Nord-Süd-Achse der magnetischen Pole aus und Huftier­herden grasen in Nord-Süd-Richtung.
Wissenschaftler haben inzwischen bei vielen Tieren die Magnet­wahrnehmung nachgewiesen: Vögel orientieren sich an den Magnetfeldlinien der Erde, aber auch Forellen, Lachse, Wale, Haie, Schnecken, Langusten, Krebse, Fledermäuse und Bienen.
Quellen: »Hunde verfügen über einen sechsten Sinn«. In: WELT, 28.4.2014. · Hart et al.: Dogs are sensitive to small variations of the earth’s magnetic field. In: Frontiers in Zoology 10, 80 (2013)