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Hunde riechen Krebs

Genauer als Hightech-Geräte

Dass Hunde eine Reihe von Krankheiten erschnüffeln können, wurde immer wieder berichtet. Eine große Studie hat jetzt nachgewiesen, dass gut trainierte Hunde Prostatakrebs mit einer Genauigkeit von 98 Prozent erkennen.

Immer wieder gab es Berichte über Hunde, die Krebs riechen können. Eine italienische Forschergruppe vom Humanitas Research Hospital aus Mailand wollte es am Beispiel von Prostatakrebs genau wissen. Sie ließen trainierte Hunde an Urinproben von 902 Patienten mit und ohne Krebs schnüffeln. In 98 Prozent der Fälle lagen die Hunde richtig - und übertrafen damit die Trefferquote herkömmlicher Diagnoseverfahren. Ihre Ergebnisse stellten die italienischen Forscher im Mai 2014 auf dem Amerikanischen Urologen Kongress in Orlando vor.

»Hunde sind den derzeitigen Hightech-Geräten überlegen«, zitiert DER STANDARD Guiseppe Lippi von der Universität Parma, der ebenfalls auf dem Gebiet forscht. »Hunde riechen den geruchlichen Fingerabdruck des Krebses. Wahrscheinlich sind darunter auch Komponenten, die wir noch gar nicht kennen.«

Krebs verändert den Stoffwechsel im Körper. Dabei werden Chemikalien freigesetzt, die Hunde erschnüffeln können. In einer Hundenase befinden sich 220 Millionen Geruchszellen, beim Menschen sind es nur 50 Millionen.
Quellen: Deutsche Gesundheitsnachrichten, 23.5.2014 · DER STANDARD, 17.6.2014