Freiheit für Tiere
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Jagdbann in Albanien bleibt bestehen

Ranger überwachen kontinuierlich die Vogelbestände

in Hutovo Blato (Naturpark in Bosnien-Herzegovina – östliche Adria) · Bild: Marinko Dalmatin · EuroNatur

In Albanien besteht seit März 2014 ein landesweiter Jagdbann. Am 9.3.2017 hat das Verfassungsgericht in Tirana die Verfassungsmäßigkeit des Jagdbanns bestätigt. Der Antrag der Jäger auf Aufhebung des Bannes wurde abgelehnt.

Bereits im März 2014 hatte die albanische Regierung erstmals ein zweijähriges Jagdmoratorium über das gesamte Land verhängt. Ausschlaggebend war der massive Rückgang von Wildtieren in Albanien. Im Juni 2016 verlängerte das albanische Parlament den Jagdbann - entgegen aller Proteste der Jägerschaft.

Seitdem hat sich die Situation in dem Land an der Adria verbessert. Der kommerzielle Jagdtourismus ist zurückgegangen, gleichzeitig stieg der Naturtourismus an. So hat die Zahl der »Birdwatcher« in den Vogelbeobachtungsgebieten zugenommen. Dies eröffnet der Bevölkerung neue, nachhaltige Einkommensquellen.

Dennoch berichtet EuroNatur - Stiftung Europäisches Naturerbe: »Die Wildtierbestände Albaniens befinden sich noch immer auf einem extrem niedrigen Niveau, auch weil die illegale Jagd ihren Tribut fordert, insbesondere auch unter den Zugvögeln.«

Quelle: Jagdbann in Albanien bleibt bestehen. Euronatur, 13.3.2017