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Kanton Basel: Hobby-Jagd bald vorbei?

Basel

Bild: JWS - fotolia.com

»Jäger sollen ihr Gewehr an den Nagel hängen«, titelte die Basellandschaftliche Zeitung am 1.10.2013 und schrieb: »Im Kanton Basel-Stadt soll es mit der Jagd als Hobby bald vorbei sein.«

14 Mitglieder des Großen Rats des Kanton Basel-Stadt wollen auf dem Kantonsgebiet die Jagd verbieten. Ihre Begründung: Der Druck auf die Wildtiere durch friedliche Waldnutzer wie Spaziergänger, Sportler oder Kinder sei in einem bevölkerungsreichen Gebiet wie dem Kanton Basel-Stadt groß. Ein Jagdbann würde den Wildtieren einen großen Teil des Stresses nehmen, welcher durch die Angst vor Jagd und Jägern verursacht werde. In der Folge würden die Tiere eine natürliche, viel kürzere Fluchtdistanz übernehmen, was Erfahrungen in Nationalparken und anderen jagdfreien Gebieten bewiesen.

Der Große Rat hat in seiner Septembersitzung den Antrag in Bearbeitung genommen. Nun ist es an der Regierung, sich dazu zu äußern, ob Basel dem Beispiel des Kantons Genf folgen will. In Genf wurde die Jagd 1974 per Volksentscheid verboten.

Genf ist mit Jagdverbot zufrieden

Seit 40 Jahren ist das Genfer Jagdverbot in Kraft, und Genf sei gut gefahren damit. Dies sagte der kantonale Genfer Fauna-Inspektor Gottlieb Dandliker gegenüber dem Regionaljournal Basel von Radio SRF (1.10.2013). »Die Biodiversität ist heute massiv größer als zu Zeiten, als noch gejagt wurde. Wir haben rund 60 Hirsche, Hunderte von Rehen und Wildschweinen, Tausende Enten. Auch seltene Vögel wie das Rebhuhn und der Fasan sind zurück.« In Genf habe das Verbot in der Bevölkerung einen starken Rückhalt. Umfragen zufolge seien zwischen 80 und 90 Prozent der Genfer und Genferinnen gegen die Jagd.