Freiheit für Tiere
Sie sind hier: Startseite » Artikel

Kolumbien verbietet Hobbyjagd

Weißwedelhirsch im Chingaza-Nationalpark

in Kolumbien. · Bild: Shutterstock

Das kolumbianische Verfassungsgericht hat am 6.2.2019 eine wegweisende Entscheidung für den Tierschutz gefällt: Es erklärte die Hobby-Jagd für verfassungswidrig. Auf dieser Grundlage wird nun ein Jahr nach dem richterlichen Beschluss ein Verbot der Hobby-Jagd in Kolumbien in Kraft treten.

Die Anwältin und Tierrechtlerin Laura Santacoloma hatte eine Klage eingereicht, die darauf abzielte, dass die Hobby-Jagd für verfassungswidrig erklärt wird, da dies den kolumbianischen Gesetzen in Bezug auf die Pflege und den Schutz von Wildtieren und der Umwelt widerspreche.

Amtsrichter Antonio Jose Lizarazo stimmte zu und entschied, dass die Hobby-Jagd gegen den in der Verfassung verankerten Umweltschutz verstößt. Auf der anschließenden Pressekonferenz sagte er: »Es ist verfassungsrechtlich nicht zulässig, Tiere nur zum Spaß zu töten oder zu quälen ..., denn das entspricht nicht der Pflicht bzw. dem Verfassungsmandat zum Schutz der Natur ...« Außerdem wies er darauf hin, dass Tiere fühlende Lebewesen seien.

Zuvor hatte bereits das kolumbianische Umweltministerium festgestellt, dass diese Form der Jagd nur der Unterhaltung der Jäger diene und Tierleid verursache.

Kolumbien ist nach Brasilien das Land mit der weltweit größten Artenvielfalt. Um die vielfältige Flora und Fauna zu schützen, hat Kolumbien mehrere Nationalparks gegründet. Außerdem wird zunehmend Wert auf Ökotourismus gelegt.

Quellen:
· Colombia to ban sport hunting.
phys.org/news/2019-02-colombia-sport.html
· Kolumbien verbietet Hobbyjagd: Vorbild für Deutschland?
www.peta.de/hobbyjagdverbot-kolumbien