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Niedersachsen beendet Tradition der Staatsjagden

Karikatur von Bruno Haberzettl

Kein Halali mehr im Saupark: In Niedersachsen wird es nach dem Willen der niedersächsischen Landesregierung keine Staatsjagden mit prominenten Gästen mehr geben.

Seit Anfang der 1980er Jahre - außer von 1990 bis 1998, als Gerhard Schröder Ministerpräsident in Niedersachsen war - luden die niedersächsischen Ministerpräsidenten jedes Jahr Prominente und Honoratioren zu Staatsjagden in den Saupark Springe. Außerdem gab es jährliche Treibjagden auf Einladung der Landwirtschaftsminister.
Der Saupark Springe war schon Hofjagdgebiet der Könige von Hannover und später der deutschen Kaiser gewesen. Das Wildgehege im Deister ist 14 Quadratkilometer groß und von einer zwei Meter hohen Mauer umgeben. Als der vormalige niedersächsische Umweltminister Sander Ende 2011 anlässlich seines offiziellen Abschieds aus der Politik zur Treibjagd auf Hirsche, Rehe und Wildschweine rief, hatte es lautstarke öffentliche Kritik gegeben.

Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) beendete jetzt die Tradition der Staatsjagden: Diese auf »hochherrschaftlichen Riten aus der Kaiserzeit« beruhende Jagd des jeweiligen Landesherrn im Saupark Springe passe nicht mehr in die Zeit.