Freiheit für Tiere
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Tierquälerei in der Schweinemast

Bild: PETA

Kranke und verletzte Schweine. Tiere, die in maroden Stalleinrichtungen in ihrem eigenen Kot vegetieren müssen. Ein weiterer Fall aus Brandenburg zeigt einmal mehr: Tiere in der industriellen Massentierhaltung leiden unter den minimalen gesetzlichen Regelungen und der Qualzucht auf immer mehr Fleisch. Zudem sind sie nicht selten Opfer von Vernachlässigung. Die Tierrechtsorganisation PETA hat dramatische Bilder aus einem Schweinemastbetrieb veröffentlicht. Dieser Fall zeigt ganz klar: Das Problem liegt im System.

Das Schwein gehört zu den intelligentesten Säugetieren. Wissenschaftlern zufolge sind Schweine schlauer als Hunde. Sie sind hoch sozial, haben einen ausgeprägten Spieltrieb und sind noch dazu sehr reinlich. Als sei die Haltung in engen Buchten und auf harten Spaltenböden nicht schlimm genug für die intelligenten Tiere, müssen die Schweine in dem Mastbetrieb im brandenburgischen Bärenklau auch auf ihren eigenen Exkrementen leben.

»Die kotverdreckten Buchten bedeuten nicht nur eine erhöhte Krankheitsgefahr für die sensiblen Tiere, sondern stellen eine enorme psychische Belastung dar«, erklärt Dr. Edmund Haferbeck, Leiter der Rechts- und Wissenschaftsabteilung bei PETA. Schweine können extrem gut riechen und würden freiwillig niemals dort liegen oder essen, wo sie Kot und Urin absetzen. In dem brandenburgischen Mastbetrieb wurden stark hustende Tiere dokumentiert, denn das Ammoniak aus den Exkrementen reizt den empfindlichen Atemapparat der Schweine. »Der so genannte Hundesitz ist ein Indiz für die schlechte Stallluft«, so der promovierte Agrarwissenschaftler. »Mit dieser Haltung versuchen die Tiere, besser Luft zu bekommen.«

Gereizte Augen, abgebissene Ohrspitzen:

Die intelligenten und von Natur aus reinlichen Tiere leiden dauerhaft an Langeweile, Stress und der unsauberen Umgebung. · Bild: PETA

Diese Schweine vegetieren

in den eigenen Exkrementen. · Bild: PETA

Darunter sind immer wieder kranke Tiere,

zum Teil mit riesigen Abszessen. · Bild: PETA

Schweine mit abgebissenen Ohrspitzen.

Bild: PETA

"Diese Schweine leiden Tag für Tag

unter den miserablen - aber größtenteils legalen -

Haltungsbedingungen"

Schweine benötigen einen abwechslungsreichen Tagesablauf, um ihr starkes Bedürfnis nach Futtersuche, Wühlen und Bewegung ausleben zu können. »Bei einem Platzangebot von
unter einem Quadratmeter pro Schwein kann dies in den tristen Buchten niemals befriedigt werden. Deshalb beißen sich die völlig gestressten und unterforderten Tiere in diesem Betrieb die kupierten Ringelschwänze und die Ohrspitzen blutig. Ebenfalls wurden Abszesse, Augeninfektionen und verdickte Gelenke dokumentiert«, so Dr. Haferbeck. Dokumentiert wurden auch im Sterben liegende und bereits tote Tiere. Der Agrarwissenschaftler kommt zu dem Schluss: »Diese Schweine leiden Tag für Tag unter den miserablen - aber größtenteils legalen - Haltungsbedingungen.«

Die Tierrechtsorganisation PETA richtet ihren Aufruf an alle Tierfreunde: »Helfen Sie uns, indem Sie unsere Petition an den Ministerpräsidenten von Brandenburg unterzeichnen. Und
helfen Sie den Tieren, indem Sie pflanzliche Produkte wählen.«

Petition an Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke:

Stoppen Sie das Leid in Brandenburg!

Mit einer online-Petition wird Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke aufgefordert, dieses Leid der Schweine in Brandenburg zu beenden.

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,

PETA konnte erneut das massive Tierleid in einem branden­burgischen Schweinemastbetrieb veröffentlichen.

Dieser Fall zeigt ganz klar: Das Problem liegt im System. Empfindsame und intelligente Lebewesen werden einem Konstrukt angepasst, welches rein wirtschaftliche Interessen verfolgt.

Die Bilder verdeutlichen, wie mit Tieren umgegangen wird: marode, stark verkotete Stalleinrichtungen und verdreckte Futter- und Wassertröge. Kranke und sterbende Schweine sind zu sehen, auch tote und verletzte Tiere finden sich im Bestand. Blutige Ohrspitzen und völlig abgenagte Ringelschwänze sind nur ein Hinweis darauf, unter welchem psychischen und physischen Stress die Tiere dauerhaft leiden müssen. Es ist bekannt, wie reinlich und intelligent Schweine sind, weshalb sie in den verkoteten und kargen Buchten nicht annähernd artgerecht gehalten werden können. Zudem machen sie die harten Spaltenböden und die meist mit Ammoniak belastete Luft oftmals krank.

Kontrollen scheinen wieder einmal zu versagen - oder sind solche Zustände in Brandenburg aus wirtschaftlichem Interesse gewollt?

Ich fordere Sie deshalb nachdrücklich auf, das Leid der Schweine in diesem Betrieb zu beenden und Maßnahmen zu ergreifen, damit die Qualen aller Schweine in Brandenburg ein Ende haben.

Weitere Informationen, Film ansehen & Petition unterzeichnen:
www.peta.de/Schweinemast-Brandenburg