Freiheit für Tiere
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Tierschützer-Protest bei Jagdmesse in Salzburg

Den Abschuss

gefährdeter und geschützter Arten wie Elefant, Nashorn, Löwe, Leopard oder Eisbär bieten auf Jagdreisen spezialisierte Reiseveranstalter an. · Foto: RespekTiere

Zur Messe »Hohe Jagd« in Salzburg, der zweitgrößten Messe dieser Art in Europa, kamen Ende Februar rund 39.000 Jagdbegeisterte. Und wie jedes Jahr war die österreichische Tierrechtsorganisation RespekTiere als Stimme für die Tiere direkt am Messe­gelände vertreten: Mit einer unübersehbaren Kundgebung gegen die Jagd sowie einem Informations­stand genau gegenüber vom Haupteingang machten die Tierschützer auf den Wahnsinn aufmerksam, der sich tagtäglich in unseren Wäldern abspielt - und bei der blutigen Trophäenjagd in anderen Ländern.

Auf der Messe boten einige hundert Aussteller aus mehreren Kontinenten alles rund um die Jagd an. Auf Preislisten konnte je nach Budget der Abschuss von Löwen, Elefanten, Giraffen, Zebras, Geparden, Leoparden oder Bären gewählt werden. So wurde der Abschuss eines Elefanten in Mosambik zum Messepreis von $ 43.000 angeboten - inklusive Trophäengebühr und Flug. Das große Interesse an Jagdtourismus und Trophäen­jagd auf die letzten großen Wildtiere entlarvt ganz offensichtlich die Mär vom Jäger als »Heger«...

Im »Jagdkino« und bei DVD-Vorführungen an den Messeständen wurden Jagdfilme und der verzweifelte Todeskampf angeschossener Tiere gezeigt. In Scharen standen die Jäger davor und ergötzten sich am gezeigten Leid, in der Hand oft eine Flasche Alkohol...

Je nach Geldbeutel

konnte der Abschuss von Löwen, Elefanten, Giraffen, Zebras, Geparden, Leoparden oder Bären gewählt werden. · Foto: RespekTiere

Diese Trophäenwand

wurde bei der Jagdmesse in Salzburg 2013 ausgestellt. Alle anderen Aufnahmen stammen von der Jagdmesse 2014. · Foto: RespekTiere

Demonstration von Tierschützern

Beim Betreten und Verlassen der Messehallen erwarteten die Hobby-Jäger Transparente mit Aufschriften wie »Ehrfurcht vor dem Leben ist Abscheu vor dem Töten«. Oder provokative
Anspielungen auf die vielen Jagdunfälle: »Für Blattschuss und

Trophäenruhm bringen wir uns manchmal sogar selber um!« Das konnte so mancher Waidmann nicht vertragen: Von Sprüchen wie »Eine kleine Granate zwischen euch rein und Ruhe ist« bis »Der Hitler hätt’ euch alle vergast« war so ziemlich alles dabei.

Am Informationsstand konnten aber auch gute Gespräche geführt werden. Nicht wenige Jäger berichteten von traumatischen Erfahrungen bei Jagd: zum Beispiel von Baujagden mit dem Hund, an denen sie angeblich mehr oder weniger ahnungslos teilgenommen hatten und die in ein blutiges Gemetzel ausarteten. Und immer wieder regten sich Jäger über andere Jäger auf. So äußerten sich vor allem Berufsjäger kritisch über Hobbyjäger, die in völliger Unkenntnis von biologischen Zusammenhänge und sozialen Strukturen von Wildtieren nach Lust und Laune schießen, weitgehend unbeobachtet und unsanktioniert.

Nicht nur die Verherrlichung des Tötens schockiert

- selbst den Kleinsten werden völlig ohne Skrupel Schusswaffen in die Hand gegeben. · Fotos: RespekTiere

Informationen:

Verein RespekTiere
Gitzenweg 3 · A-5101 Bergheim
e-mail: info@respektiere.at
www.respektiere.at