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Trend: Deutsche essen immer weniger Fleisch

Während die Nachfrage nach Obst und Gemüse steigt,

sinken die Umsätze bei Fleisch. · Bild: lenets_tan - Fotolia

Die Deutschen konsumieren immer weniger Fleisch. Allerdings wird so viel geschlachtet wie noch nie. Trauriger Rekord: Deutschland entwickelt sich zum größten Fleischexporteur und Billig-Fleischlieferanten der Welt.

Laut einer Marktübersicht der Gesellschaft für Konsumforschung kauften die Deutschen mehr Obst und Gemüse. Fleisch und Wurst verkauften sich um 1,4 Prozent schlechter. Ein Abwärtstrend, der bereits im letzten Jahr begonnen hat: 2015 sank der Fleischkonsum pro Kopf um ein Kilo auf durchschnittlich 59,9 Kilogramm.

In der Gesellschaft wächst der allgemeine Trend zur fleischlosen Ernährung. So klagte der Bundesverband der Deutschen Fleischwarenindustrie gegenüber der DPA: »In bestimmten gesellschaftlichen Schichten und Regionen ist es in Deutschland gegenwärtig offenbar ausgesprochen chic, wenig oder gar kein Fleisch zu essen, während dies in anderen europäischen Ländern erheblich geringer ausgeprägt ist.« Die Fleischindustrie setzt längst auf den Export.

»Die Bedeutung des Exports für die deutsche Fleischindustrie wächst«, so Detlef Stachetzki, Geschäftsführer des Verbandes der Fleischwirtschaft in der Wirtschaftswoche. »Die Nachfrage Chinas nach tierischen Produkten ist im ersten Halbjahr förmlich explodiert.«

Quelle: Deutsche essen immer weniger Fleisch. Wirtschaftswoche, 17.8.2016