Freiheit für Tiere
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Umfrage: 82% gegen Wildtiere im Zirkus

Neue forsa-Umfrage:

82 % finden Wildtiere im Zirkus nicht artgerecht

Die Deutschen sehen Wildtierhaltung im Zirkus immer kritischer: Laut einer aktuellen Erhebung des renommierten Meinungsforschungsinstituts forsa vertreten mittlerweile 82 Prozent der Deutschen die Auffassung, dass exotische Wildtiere dort nicht artgerecht gehalten werden können. Die Tierrechts­organisation PETA apelliert an die CDU/CSU-Fraktion, ihre Blockadehaltung bezüglich eines Wildtierverbots im Zirkus endlich aufzugeben.

»Eine überwältigende Mehrheit der Deutschen hat das Leid der exotischen Wildtiere im Zirkus erkannt. Enge Käfige, Dressuren mit der Peitsche und der Anblick gebrochener Kreaturen rufen heutzutage nur noch Mitleid hervor«, so Diplom-Zoologe Peter Höffken, Wildtierexperte bei PETA Deutschland e.V.

Mehr als tausend Deutschen wurde im Rahmen der Umfrage folgende Frage von den Meinungsforschern gestellt: »Können exotische Wildtiere Ihrer Einschätzung nach in einem reisenden Zirkusunternehmen artgerecht gehalten werden oder ist das nicht möglich?« 82 Prozent fanden dies nicht möglich.

Deutschland gehört in Europa mittlerweile zu den Schlusslichtern, wenn es um den Schutz von Tieren im Zirkus geht: 17 europäische Länder - darunter unsere Nachbarländer Österreich und Belgien - haben aus Tierschutzgründen bereits alle oder bestimmte Tierarten im Zirkus verboten. Neben PETA spricht sich auch die Bundestierärztekammer für ein Wildtierverbot im reisenden Zirkus aus.

2003 und nochmals Ende November 2011 hatte der Bundesrat in zwei Entschließungsanträgen ein grundsätzliches Verbot von Wildtieren im Zirkus gefordert. Die Bundesregierung hat dies bis heute nicht umgesetzt.

Über 600.000 Unterschriften für ein Verbot von Wildtieren im Zirkus

Mit der reichweitenstarken Kampagne Tyke2014.de hat PETA in den vergangenen 10 Monaten bereits 600.000 Unterschriften für ein Verbot von Wildtieren im Zirkus gesammelt.

Am 20. August, dem 20. Todestag der im Zirkus erschossenen Elefantendame namens Tyke, sollen die Unterschriften der Bundesregierung übergeben werden.