Freiheit für Tiere
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Ungleiche Freunde

Unglaublich, aber wahr: Ein junger Elefant, der seine Mutter verloren hat, schließt Freundschaft mit einem Schaf und schmust mit ihm. Ein kleiner Rotluchs und ein Hirschkalb schmiegen sich in einem Tierrettungszentrum aneinander. Ein Cockerspaniel schließt Freundschaft mit einem Eulenküken. Ein Tempelaffe adoptiert ein Kätzchen. Die Bilder dieser ungleichen Freunde rühren das Herz - und zeigen klar: Tiere haben Gefühle - und sie sehnen sich ebenso nach Freundschaft wie wir Menschen. In 47 wahren Geschichten beschreibt die Wissenschaftsjournalistin Jennifer S. Holland, auf welche Weise die ungleichen Freunde zueinander fanden.

Beziehungen zwischen Mensch und Tier scheinen uns nicht weiter ungewöhnlich. Artübergreifende Freundschaften verschiedener Tiere aber überraschen uns.

Für einige dieser Verhaltensweisen würde die moderne Verhaltenforschung plausible wissenschaftliche Gründe finden: So nehmen sich erwachsene Tiere mit einem ausgeprägten Mutterinstinkt einem verwaisten Jungtier an - auch artübergreifend. Oft sind artübergreifende Freundschaften in Reservaten oder auf Gnadenhöfen zu beobachten, weil die Notwendigkeit des täglichen Überlebenskampfes aufgehoben ist und die Tiere unter relativ entspannten Lebensbedingungen ihren Gefühlen Ausdruck verleihen können. Andere Freundschaften entziehen sich jeder logischen Erklärung. Weshalb das Flusspferd Owen und die Schildkröte Mzee die dicksten Freunde wurden, wird wohl immer ihr wunderbares Geheimnis bleiben.

Jeder Mensch weiß, wie gut es sich anfühlt, füreinander da zu sein und sich umeinander zu kümmern. »Weshalb sollte es sich für Tiere nicht ebenso gut anfühlen?«, fragt Jennifer S. Holland. »Und genau darum geht es in diesem Buch: um Gefühle, die das Herz erwärmen.«

Jennifer S. Holland ist eine amerikanische Wissenschafts- und Naturjournalistin. Sie arbeitet für das Magazin NATIONAL GEOGRAPHIC, einige ihrer Artikel erscheinen auch in der deutschsprachigen Ausgabe. Ihre Fachgebiete sind Biowissenschaften und Naturgeschichte. Ganz gleich, ob es um Säugetiere, Vögel oder Reptilien geht, sie begeistert sich für jede Spezies. »Unlikely Friendchips« erschien 2011 und wurde ein New York Times Bestseller. Inzwischen ist »Ungleiche Freunde« in sechs Sprachen erschienen.


Jennifer S. Holland: Ungleiche Freunde
Wundersame Geschichten aus dem Tierreich
Hardcover, 288 Seiten · Format 18 x 15,2 cm
Bastei Lübbe, 2012 · 978-3431038637
Preis: 15,- Euro

Stimmen zum Buch

»Ungleiche Freunde ist ein wunderbares Buch. Wenn wir die großartigen Lebewesen, mit denen wir unseren Planeten teilen, mit offenen Augen und Herzen wahrnehmen, erkennen wir, dass Mitgefühl und Empathie universelle und artübergreifende Empfindungen sind.«
Marc Bekoff, Autor von »Das Gefühlsleben der Tiere«

»Tiere sehnen sich ebenso nach Gesellschaft wie Menschen. Dieses Buch enthält bezaubernde
Geschichten über Tiere, die außergewöhnliche, weil artübergreifende Freundschaften schließen.«
Frans de Waal, Autor von »Das Prinzip Empathie«

»Ich glaube, die Menschen lechzen nicht nur nach Niedlichkeit und Toleranzbekundungen, sondern nach aufrichtigem Mitgefühl und dem liebevollen Miteinander, die sich in den Bildern und Geschichten offenbaren.
Die Tiere, die in diesem Buch vorgestellt werden, helfen uns, die schönsten unserer menschlichen Eigenschaften neu zu entdecken.«
Barbara King, Biologin und Primatenforscherin