Freiheit für Tiere
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Weihnachten - Fest der Liebe zu Mensch und Tier

Zu Weihnachten feiern wir die Geburt Jesu Christi. Wir erinnern uns an die Herbergssuche und die Geburt Jesu im Stall zu Bethlehem, mitten unter den Tieren. Im Gedenken daran wird in vielen Wohnungen die Krippe aufgestellt, das Jesuskind im Stroh, umgeben von Ochsen, Eseln und Schafen. Doch neben dieser Krippenidylle steht dann die Festtagstafel, und der Ochse kommt auf den Teller - oder ein Lamm, eine Gans oder eine Ente. Ist das nicht ein Widerspruch? Was wollte Gott den Menschen damit sagen, dass Sein Sohn zwischen Schafen, Rindern, Eseln und Katzen zur Welt kam und nicht in einem Palast oder Fürstenhaus? Kam Jesus auf die Erde, um nur die Menschen zu erlösen?

Jesus kam auch für die Tiere, um sie von ihrem Leiden zu erlösen. Bekannt ist die Szene, wie Jesus von Nazareth die Tierhändler aus dem Tempel hinaustrieb und die Tiere freiließ. Er rief: »Steht nicht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker? Ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht!« (Markus 11,17)

Jesus treibt die Tierhändler aus dem Tempel:

»Steht nicht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker? Ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht!« (Markus 11,17)

Wer zu Weihnachten sein Haus nicht zu einer Mördergrube machen will, sollte ein Festmal bereiten, für das kein Tier leiden und qualvoll sterben musste. So hielten es auch die ersten Christen: Die meisten waren Vegetarier, so wie Jesus von Nazareth und seine Jünger es gewesen waren. Johannes Chrysostomus (er war Erzbischof von Konstantinopel und gilt als einer der größten christlichen Prediger) schrieb im 4. Jahrhundert über eine Gruppe vorbildlicher Christen: »Keine Ströme von Blut fließen bei ihnen; kein Fleisch wird geschlachtet und zerhackt ... - Bei ihnen riecht man nicht den schreck­lichen Dunst des Fleischmahles ... Wünschen sie ein üppiges Mahl, so besteht ihre Schwelgerei aus Früchten, und dabei empfinden sie höheren Genuss als an königlichen Tafeln.« (Homil. 69)

Schwelgen Sie zu Weihnachten also in Früchten und Gemüsen, so wird das größte Schlachtfest des Jahres zumindest in Ihrem Haus zu einem Fest der Liebe - der Liebe zu Menschen und Tieren.

Jesus kam auch für die Tiere

Jesus von Nazareth brachte uns Menschen die Botschaft der Liebe: die Liebe zu Gott, die Nächstenliebe und die Liebe zu den Tieren, ja zur ganzen Schöpfung. »Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan«, lesen wir im Neuen Testament bei Matthäus (25,40b).

Leider lassen die vier etablierten Evangelien der Bibel nur bruch­stück­haft erahnen, was Jesus zu Seiner Erdenzeit tatsächlich alles gesagt und wie Er gewirkt hat. Denn ein Großteil der Urtexte ging verloren - oder wurde »verloren gegangen«, bis zum heutigen Tag.

Doch aus der frühchristlichen Geschichtsschreibung wird deutlich: Jesus war Vegetarier und setzte sich in Seinem Leben für die Tiere ein: »Weh euch, die ihr nicht hört, wie es [das geschlagene Tier] zum Schöpfer im Himmel klagt und um Erbarmen schreit! Dreimal wehe aber über den, über welchen es in seinem Schmerz schreit und klagt.« (Petrusakten 38, zit. nach Skriver, Die Lebensweise Jesu und der ersten Christen, S. 128)

Die Schriften früher Kirchenväter sind Zeugnisse dafür, dass die ersten Generationen von Urchristen meist nur fleischlose Nahrung zu sich nahmen. Die »Goldene Regel« des Jesus von Nazareth galt in ihren Augen auch für die Tiere: »Was du nicht willst, dass man dir tu´, das füg´ auch keinem andern zu.«

Von Kirchenvater Basilius dem Großen (329-379), Bischof von Caesarea, ist folgende Aussage überliefert: »Die Dünste der Fleischspeisen verdunkeln das Licht des Geis­tes. Man kann schwerlich die Tugend lieben, wenn man sich an Fleischgerichten und Festmahlen erfreut. Unser Tisch muss zum Denkmal der Tafel wahrer Chris­ten dienen.«

Johannes Chrysostomus (354-407 n.Chr.), Erzbischof von Konstantinopel, schrieb über eine Gruppe vorbildlicher Christen: »Keine Ströme von Blut fließen bei ihnen; kein Fleisch wird geschlachtet und zerhackt ... - Bei ihnen riecht man nicht den schrecklichen Dunst des Fleischmahles ... Wünschen sie ein üppiges Mahl, so besteht ihre Schwelgerei aus Früchten, und dabei empfinden sie höheren Genuss als an königlichen Tafeln.« (Homil. 69)

Die verheimlichte Tierliebe Jesu

Die Tierliebe Jesu, von der viele antike Texte zeugen, blieb in so genannten apokryphen Schriften verborgen. Die Apokryphen sind Texte über das Leben Jesu, die im Entstehungsprozess der Bibel nicht in deren Kanon aufgenommen wurden.

Im »Evangelium Jesu«, einer apokryphen Schrift, wird unzensiert und ausführlich von der Tierliebe Jesu berichtet.

Zum Thema Tiere und Ernährung sind folgende Jesusworte zu lesen:

»Wahrlich, Ich sage euch, wer Vorteile zieht aus dem Unrecht, das einem Geschöpf Gottes zugefügt wird, der kann nicht rechtschaffen sein. Ebensowenig können die mit heiligen Dingen umgehen oder die Geheimnisse des Himmels lehren, deren Hände mit Blut befleckt sind oder deren Mund durch Fleisch verunreinigt ist.

Gott gibt die Körner und die Früchte der Erde zur Nahrung; und für den rechtschaffenen Menschen gibt es keine andere rechtmäßige Nahrung für den Körper.

Der Räuber, der in ein Haus einbricht, das von Menschen gebaut ist, ist schuldig; aber selbst die geringsten von denen, die in ein Haus einbrechen, das von Gott gebaut ist, sind die größeren Sünder. Deshalb sage Ich zu allen, die Meine Jünger werden wollen, haltet eure Hände frei vom Blutvergießen und lasset kein Fleisch über eure Lippen kommen; denn Gott ist gerecht und gütig und hat befohlen, dass die Menschen leben sollen allein von den Früchten und den Saaten der Erde.

Und was ihr immer tuet dem geringsten Meiner Kinder, das tuet ihr Mir. Denn Ich Bin in ihnen, und sie sind in Mir. Ja, Ich Bin in allen Geschöpfen, und alle Geschöpfe sind in Mir. An allen ihren Freuden erfreue auch Ich Mich, und an allen ihren Schmerzen leide auch Ich. Darum sage Ich euch: Seid gütig miteinander und mit allen Geschöpfen Gottes.«
(Das Evangelium Jesu, Kap. 38, 2-6)

Jesus und der Löwe

Und eines Tages ging Er einen Bergpfad entlang am Rande der Wüste; da traf Er auf einen Löwen, den verfolgte eine Menge Menschen mit Steinen und Wurfspießen und wollte ihn töten.
Aber Jesus schalt sie mit den Worten: »Warum jagt ihr die Geschöpfe Gottes, die edler sind als ihr? Durch die Grausamkeit vieler Generationen wurden sie zu Feinden der Menschen gemacht, die eigentlich ihre Freunde sein sollten.

So wie in ihnen die Macht Gottes sichtbar wird, so zeigt sich auch Seine Geduld und Sein Mitleid. Höret auf, dieses Geschöpf zu verfolgen! Es will euch kein Leid tun. Seht ihr nicht, wie es vor euch flieht und erschreckt ist von eurer Gewalttätigkeit?«

So wie die Macht Gotten sich in ihnen zeigt, so auch Seine lange Duldung und Sein Mitleiden. Höret auf, dieses Geschöpf zu verfolgen, das Euch kein Leid zufügen will. Sehr Ihr denn nicht, wie es vor Euch flieht und von Eurer Wut erschreckt ist?«

Und der Löwe kam herbei und legte sich Jesus zu Füßen und bezeugte Ihm seine Zuneigung. Und das Volk war voller Staunen und sprach: »Sehet, dieser Mensch liebet alle Geschöpfe, und er hat die Macht sogar über die Tiere der Wüste, und sie gehorchen ihm!«
(Das Evangelium Jesu, Kap. 6, 18-21)

Bild: Uwe Lütjohann - Fotolia.com

Jesus heilt ein Pferd

Es geschah, dass der Herr aus der Stadt zog und mit Seinen Jüngern über das Gebirge ging. Und da kamen sie an einen Berg mit sehr steilen Wegen. Dort begegneten sie einem Mann mit einem Lasttier.

Das Pferd aber war zusammengebrochen, denn es war überlastet. Der Mann schlug es, bis das Blut floss. Und Jesus trat zu ihm hin und sprach: "Du Sohn der Grausamkeit, warum schlägst du dein Tier? Siehst du denn nicht, dass es für seine Last viel zu schwach ist, und weißt du nicht, dass es leidet?"

Der Mann aber erwiderte: "Was hast Du damit zu schaffen? Ich kann mein Tier schlagen, so viel es mir gefällt; denn es gehört mir, und ich kaufte es für eine schöne Summe Geldes. Frage die, die bei Dir sind, sie sind aus meiner Nachbarschaft und wissen es."

Und einige von den Jüngern antworteten und sagten: "Ja, Herr, es ist so, wie er sagt, wir waren dabei, als er das Pferd kaufte." Und der Herr erwiderte: "Sehet ihr denn nicht, wie es blutet, und höret ihr nicht, wie es stöhnt und jammert?" Sie aber antworteten und sagten: "Nein, Herr, wir hören nicht, dass es stöhnt und jammert!"

Und der Herr wurde traurig und sprach: "Wehe euch, der Stumpfheit eures Herzens wegen hört ihr nicht, wie es klagt und schreit zu seinem himmlischen Schöpfer um Erbarmen, und dreimal Wehe über den, gegen den es schreit und stöhnt in seiner Qual!"

Und Er schritt weiter und berührte das Pferd, und das Tier erhob sich, und seine Wunden waren geheilt. Aber zu dem Manne sprach Er: "Gehe nun deinen Weg und schlage es künftig nicht mehr, wenn auch du Erbarmen zu finden hoffest."

Und da Er das Volk herankommen sah, sprach Jesus zu Seinen Jüngern: "Des Kranken wegen Bin Ich krank, des Hungrigen wegen leide Ich Hunger, des Durstigen wegen leide Ich Durst."

Und Er sagte auch: "Ich Bin gekommen, die Opfer und die Blutfeste abzuschaffen. Wenn ihr nicht aufhören werdet, Fleisch und Blut der Tiere zu opfern und zu verzehren, so wird der Zorn Gottes nicht aufhören, über euch zu kommen; ebenso wie er über eure Vorfahren in der Wüste gekommen ist, die dem Fleischgenusse frönten und von Fäulnis erfüllt und von Seuchen aufgezehrt wurden. (Das Evangelium Jesu, Kap. 21, 1-8)

Bild: nicola vernizzi Fotolia

Jesus befreit die Tiere

Einen Tag, nachdem Jesus Seine Rede beendet hatte, geschah es an einer Stelle bei Tiberias, wo sieben Quellen sind, dass ein junger Mann Ihm lebende Kaninchen und Tauben brachte, damit Er sie mit Seinen Jüngern verzehre.

Und Jesus blickte den jungen Mann liebevoll an und sprach zu ihm: »Du hast ein gutes Herz, und Gott wird dich erleuchten; aber weißt du nicht, dass Gott am Anfang dem Menschen die Früchte der Erde zur Nahrung gab und ihn dadurch nicht geringer machte als den Affen oder den Ochsen oder das Pferd oder das Schaf, dass er seine Mitgeschöpfe tötet und ihr Fleisch und Blut verzehrt?

Ihr glaubt, dass Moses zu Recht befahl, solche Geschöpfe zu opfern und zu verzehren, und so tut ihr es im Tempel; aber siehe, ein Größerer als Moses ist hier und kommt, die Blutopfer des Gesetzes und die Gelage abzuschaffen und wieder herzustellen die reine Gabe und das unblutige Opfer, wie es im Anfange war, nämlich Körner und Früchte der Erde.

Von dem, was ihr Gott zum Opfer darbringt in Reinheit, sollt ihr essen, aber was ihr nicht opfert in Reinheit, sollt ihr nicht essen, denn es wird die Stunde kommen, da eure blutigen Opfer und Feste aufhören werden und ihr Gott anbeten werdet mit heiliger Verehrung und reiner Opfergabe.

Lasset daher die Geschöpfe frei, dass sie sich in Gott freuen und die Menschen nicht in Schuld bringen.« Und der Jüngling setzte sie frei, und Jesus zerriss ihre Käfige und ihre Fesseln.

Doch, siehe, sie fürchteten, wieder eingefangen zu werden, und wollten nicht weg von Ihm. Aber Er sprach zu ihnen und hieß sie gehen, und sie gehorchten Seinen Worten und enteilten voll Freude.

Als sie noch an der mittleren der sieben Quellen saßen, erhob sich Jesus und rief aus: »Lasset jene, die da dürsten, zu Mir kommen und trinken; denn Ich will ihnen vom Wasser des Lebens geben.

Aus den Herzen derer, die an Mich glauben, werden Wasserströme fließen, und was ihnen gegeben ist, das sollen sie mit Vollmacht sprechen, und ihre Lehre wird wie lebendiges Wasser sein. ...

Wer da trinket von dem Wasser, das Ich geben werde, wird niemals dürsten; denn das Wasser, das von Gott kommt, wird in ihnen sein wie eine Quelle, die aufspringt in das ewige Leben.«
(Das Evangelium Jesu, Kap. 28, 1-10)

Warum steht in der Bibel nichts

über die Tierliebe Jesu?

Die Tierliebe Jesu wird in der herkömmlichen Bibel verschwiegen. - Warum eigentlich?

Als Kirchenvater Hieronymus (347-420 n. Chr.) vom Papst Damasus in Rom um das Jahr 382 den Auftrag erhielt, aus den vielen verschiedenen und sich teilweise widersprechenden Überlieferungen des Evangeliums - »Abschriften von Abschriften«, wie der Kirchenhistoriker Karl Heinz Deschner bemerkt - die erste lateinische Bibel (»Vulgata«) zusammenzustellen, stand er unter dem großem Druck der entstehenden Machtkirche und der politischen Kräfte. Die Lehren des Nazareners über einen friedfertigen Umgang des Menschen mit den Tieren durften in der Bibel der römischen Kirche keinen Platz finden. Denn im römischen Reich wurde selbstverständlich viel und gerne Fleisch gegessen, und mit vegetarisch lebenden Pazifisten, die den Kriegsdienst verweigerten, konnten die römischen Machthaber nichts anfangen. Kaiser Kons­tantin (er herrschte von 306 bis 337 n. Chr.) hatte das Christentum zur offiziellen Religion des römischen Reiches gemacht - unter der Bedingung, dass die Christen am Kriegsdienst teilnahmen: So ließ er allen Soldaten das christliche Kreuz auf die Schilde malen - was ein Verrat an der friedfertigen Lehre Jesu war, der bekanntlich gesagt hatte: »Liebet eure Feinde!« Von Kaiser Konstantin ist auch überliefert, dass er Vegetariern flüssiges Blei in den Hals schütten ließ. Bereits auf der Synode von Ancyra im Jahr 314 n. Chr. wurden Kleriker, welche Fleischgenuss prinzipiell ablehnten, verurteilt. Und auch die Synode von Gangra 340/341 n. Chr. verurteilte Vegetarier, welche das Recht auf Fleischgenuss bestritten.

Vor diesem Hintergrund nahm Hieronymus Evangelientexte über die Tierliebe Jesu nicht in die Bibel auf - und das, obwohl Hieronymus selbst Vegetarier und Tierfreund war. Der Legende nach hatte er in der syrischen Wüste einem Löwen einen Dorn aus der Pfote entfernt - der Löwe war fortan sein Freund und lebte bei ihm. Hieronymus hatte alle damals noch vorhandenen Schriften über die Lehren Jesu zur Verfügung. Er wusste sehr wohl, dass Jesus kein Fleisch gegessen hatte, dass er lehrte, die Tiere zu lieben und gebot, sie nicht zu töten, was viele antike Schriften außerhalb der Bibel klar bezeugen. Doch in der Zusammenstellung der Bibel hat Hieronymus diese wichtigen Wahrheiten unterschlagen - möglicherweise, um seine eigene Haut zu retten? Denn seine eigene Überzeugung war eine andere: »Der Genuss des Tierfleisches war bis zur Sintflut unbekannt, aber seit der Sintflut hat man uns die Fasern und die stinkenden Säfte des Tierfleisches in den Mund gestopft... Jesus Christus, welcher erschien, als die Zeit erfüllt war, hat das Ende wieder mit dem Anfang verknüpft, so dass es uns jetzt nicht mehr erlaubt ist, Tierfleisch zu essen.« (Hieronymus, Adversus Jovinanum I,30)

Literatur:
»Die tierfeindliche Bibel des Hieronymus«
Broschüre, 48 S., Preis: 1,50 Euro
Erhältlich im Brennglas-Shop oder als pdf-Download

Die verheimlichte Tierliebe Jesu
Antike Schriften bezeugen: Die Urchristen waren Vegetarier
Broschüre, 48 S., Preis: 1,50 Euro
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