Freiheit für Tiere
Sie sind hier: Startseite » Bücher, Filme, Musik » Der Tierleichen-Fresser

Als Vegetarier in bester Gesellschaft

Was sagen Große Geister

... über das Essen von Fleisch?

Zu allen Zeiten gab es Große Geister, welche die Tiere als unsere Mitgeschöpfe erkannten, die das gleiche Recht auf Leben haben wie wir.

Der vegetarische Gedanke im Altertum

Bereits im Altertum tauchte der vegetarische Gedanke bei den großen Philosophen auf - aus ethischen Überlegungen: Zarathustra im Iran (ca. 600 v. Chr.), in Griechenland bei den Philosophen Pythagoras (592-493 v. Chr.), Sokrates (469-399 v. Chr.) und Plutarch (125-46 v. Chr.) sowie bei den Römern Ovid, Seneca, Vergil und Horaz. Wer ein ethisches Leben führen will, darf keine Tiere töten.

»Ich für meinen Teil frage mich, unter welchen Umständen und in welchem Geisteszustand es ein Mensch das erste Mal über sich brachte, mit seinem Mund Blut zu berühren, seine Lippen zum Fleisch eines Kadavers zu führen und seinen Tisch mit toten, verwesenden Körpern zu zieren, und es sich dann noch erlaubt hat, die Teile, die kurz zuvor noch gebrüllt,geschrieen, sich bewegt und gelebt haben, Nahrung zu nennen?«
Plutarch, griech. Philosoph und Schriftsteller (125-46 v. Chr.) »Über das Fleischessen«

»Alles, was der Mensch den Tieren antut, kommt auf den Menschen wieder zurück.
Wer mit dem Messer die Kehle eines Rindes durchtrennt und beim Brüllen der Angst taub bleibt, wer kaltblütig das schreiende Böcklein abzuschlachten vermag und den Vogel verspeist, dem er selber das Futter gereicht hat - wie weit ist ein solcher noch vom Verbrechen entfernt?«

Pythagoras, griech. Philosoph, Mathematiker (6. Jh. v. Chr.)

Die großen Weltreligionen: Tiere als Mitgeschöpfe

In allen großen Weltreligionen findet sich die Achtung vor allen Lebensformen:

In den vedischen Schriften des Hinduismus steht z.B.: »Tue anderen nichts an, das dir Schmerz bereiten würde.« (Maha bharata 5.1517)
Ähnlich heißt es im Buddhismus: »Verletze andere nicht durch etwas, das du selbst verletzend fändest.« (Udana-Varga 5.18)

»Mögen alle Kreaturen, alles Lebende, mögen alle Lebewesen, welcher Art auch immer, nichts erfahren, wodurch ihnen Unheil droht.«
Siddharta Gautama Buddha, 6. Jahrh. v. Chr.

Der Islam ist heute eine Religion mit über einer Milliarde Gläubigen in aller Welt, die beileibe nicht den Vegetarismus propagiert und die grausame Opferschlachtungen vorschreibt. Schaut man jedoch näher hin, findet man bei Mohammed (570-632) tierliebende Lehren und Aussagen. Diese beweisen, dass diese Religion - wie die anderen Weltreligionen auch - offenbar von ihren Priestern ganz gewaltig umgestaltet wurde und im Ursprung vermutlich ganz anders beschaffen gewesen sein musste. Aus der autobiografischen Lebensbeschreibung (Hadith) Mohammeds geht eindeutig hervor, dass er den Verzicht auf Fleischspeisen aus ethischen Gründen lehrte:

Mohammed sagte zu seinem Schwiegersohn Ali: »O Ali, enthalte dich für vierzig aufeinanderfolgende Tage des Fleischessens.
Denn wenn du vierzig Tage hintereinander Fleisch isst, wird dein Herz so hart wie Stein werden und du wirst kein Mitgefühl mehr haben.
Deshalb lass davon ab, jegliches Fleisch zu essen.«
Mohamed, Hadith

Jesus von Nazareth lehrte nicht nur die Nächstenliebe gegenüber den Menschen, sondern auch die Liebe zu den Tieren: Jesus kam auch für die Tiere, um sie von ihrem Leiden zu erlösen. Jesus, seine Jünger und die ersten Christen in den Urgemeinden waren Vegetarier. Dies beweisen Dokumente früher Kirchenväter.

Johannes Chrysostomus berichtete im 4. Jahrhundert über eine Gruppe vorbildlicher Christen:
»Keine Ströme von Blut fließen bei ihnen; kein Fleisch wird geschlachtet und zerhackt ... - Bei ihnen riecht man nicht den schrecklichen Dunst des Fleischmahles ... Wünschen sie ein üppiges Mahl, so besteht ihre Schwelgerei aus Früchten...« (Homil. 69)

»Was du nicht willst, dass man dir tu,
das füg auch keinem andern zu.«
Jesus von Nazareth

Philosophen der Aufklärung:

Ernährung ohne Leichenfleisch

Im 15. Jahrhundert war es Leonardo da Vinci (1452-1519), der aus Tierliebe Fleisch aus seiner Ernährung verbannte: Der Mensch lebe vom Tode anderer und sei somit eine wandelnde Grabstätte.

»Ich habe schon in jüngsten Jahren dem Essen von Fleisch abgeschworen, und die Zeit wird kommen, da die Menschen wie ich die Tiermörder mit gleichen Augen betrachten werden wie jetzt die Menschenmörder.«
Leonardo da Vinci (1452-1519)

In den folgenden Jahrhunderten vertraten große Philosophen, Psychologen, Historiker, Ärzte und Schriftsteller eine Ernährung ohne »Leichenfleisch«.

Jean Jacques Rousseau (1712-1778) bemerkte, dass die starken Fleischesser im Allgemeinen grausamer und wilder seien als andere Menschen.

»Wer gegen Tiere grausam ist, kann kein guter Mensch sein.«

»Die Welt ist kein Machwerk und die Tiere sind kein Fabrikat zu unserem Gebrauch.
Nicht Erbarmen, sondern Gerechtigkeit ist man den Tieren schuldig.«
Arthur Schopenhauer (1788-1860)

Arthur Schopenhauer (1788-1860) forderte Mitleid und Gerechtigkeit nicht nur gegenüber Menschen, sondern auch gegenüber den Tieren. Er verzichtete aus ethischen Gründen auf den Verzehr von Fleisch, ebenso wie Friedrich Nietzsche (1844-1900) oder François de Voltaire (1694-1778).

»Kann es denn aber etwas Abscheulicheres geben, als sich beständig von Leichenfleisch zu ernähren?«
François de Voltaire (1694-1778)

Alexander von Humboldt (1769-1859), der Begründer der wissenschaftlichen Erdkunde, fand bereits im 19. Jahrhundert die Lösung für das Welternährungsproblem: »Dieselbe Strecke Landes, welche als Wiese, d.h. als Viehfutter, zehn Menschen durch das Fleisch der darauf gemästeten Tiere aus zweiter Hand ernährt, vermag, mit Hirse, Erbsen, Linsen und Gerste bebaut, hundert Menschen zu erhalten und zu ernähren.«

Berühmt sind auch die Aussagen von Albert Einstein, dem Begründer der Relativitätstheorie. Er war überzeugt: »Rein durch ihre physische Wirkung auf das menschliche Temperament würde die vegetarische Lebensweise das Schicksal der Menschheit äußerst positiv beeinflussen können.«

»Nichts wird die Chance auf ein Überleben auf der Erde so steigern
wie der Schritt zur vegetarischen Ernährung.«

Albert Einstein, Physiker und Nobelpreisträger (1879-1955)

Dichter und Schriftsteller

gegen das Töten von Tieren

Viele Dichter und Schriftsteller sprachen sich gegen das Töten und Essen von Tieren aus: Jean Paul, Wilhelm Busch, Leo Tolstoi, George Sand, Georg Bernhard Shaw, Christian Morgenstern, Franz Kafka, Denis Diderot, Ralph Waldo Emerson, Volker Elis Pilgrim, Romain Rolland, Rabindranath Tagore, Peter Rosegger, Eugen Roth, Manfred Kyber, Luise Rinser, u.a.m.

»Gerechter Gott! Aus wie vielen Marterstunden der Tiere lötet der Mensch eine einzige Festminute für seine Zunge zusammen!«
Jean Paul (1763-1825)

Von dem großen russischen Dichter Leo Tolstoi wird berichtet, wie er einmal seine fleischessende Tante zu Besuch erwartet habe. Die Tante hatte sich immer über das vegetarische Essen im Hause des Dichters beklagt. Tolstoi hatte ihr versprochen, dass es diesmal Truthahn geben sollte, und er führte sie sogleich nach ihrer Ankunft in das Esszimmer, wo sie das Tier lebend auf ihren Teller gebunden vorfand. Er sagte zu ihr: »Umbringen musst du ihn schon selber, wir haben es nicht übers Herz bringen können« - worauf der Tante allerdings sehr schnell der Appetit auf das Geflügel verging...

»Solange es Schlachthäuser gibt,
wird es auch Schlachtfelder geben.«

»Vom Tiermord zum Menschenmord ist nur ein Schritt
und damit auch von der Tierquälerei zur Menschenquälerei.«

Leo Tolstoi (1828-1910)

Von dem irischen Dramatiker und Nobelpreisträger Georg Bernhard Shaw (1856-1950) stammt die Bemerkung, dass es solange Krieg geben würde, wie die Menschen die wandelnden Gräber der von ihnen ermordeten Tiere seien.

»Tiere sind meine Freunde,
und meine Freunde esse ich nicht!«
Georg Bernhard Shaw (1856-1950)

Treffende Aussagen über das Essen von Tierleichenteilen gibt es von Eugen Roth (»Ein Mensch«) und Wilhelm Busch (»Max und Moritz«), den populären Dichtern humoristischer Verse.

»Es denkt der Mensch, zufrieden froh:
Ich bin kein Schlächter, blutig roh;
doch da der Mensch kein Wurstverächter,
so trägt die Mitschuld er am Schlächter...«
Eugen Roth (1895-1976)

Wilhelm Busch, der Vater des Comics, beschrieb das Nagen am Schwein »nach Art der Kannibalen« und stellte fest:

»Wahre menschliche Kultur gibt es erst,
wenn nicht nur Menschenfresserei,
sondern jede Art des Fleischgenusses als Kannibalismus gilt.«
Wilhelm Busch (1832-1908)

Inhalt: DER TIERLEICHENFRESSER