Freiheit für Tiere
Sie sind hier: Startseite » Bücher, Filme, Musik » Der Tierleichen-Fresser

Essen Sie Tierleichenteile?

"Das Fleisch, das wir essen, ist ein mindestens zwei bis fünf Tage alter Leichnam."
Volker Elis Pilgrim, Schriftsteller

Essen Sie Tierleichenteile?

92% aller Deutschen essen regelmäßig gewürzte, gesottene und gebratene Leichenteile. In ihrem Auftrag töten Schlächter Millionen von Tieren, schneiden die Kadaver auseinander und hängen sie ab.

Der Verwesungsprozess beginnt. Den Leichenteilen werden Gewürze und Geschmacksverstärker hinzugegeben. Im Supermarkt findet der Kunde die Tierleichen unter der Bezeichnung »Fleisch« in der Kühltheke wieder: aus Muskeln wird ein »Schnitzel«, ein in Streifen geschnittener Magen heißt »Kutteln«, zermanschte und gewürzte Leichenreste werden unter der Bezeichnung »Wurst« verkauft.

Wir sind es gewöhnt, zubereitetes Fleisch zu essen - fix und fertig gewürzt und mundgerecht geschnitten. Immer weniger Menschen bringen ihr Steak oder ihre Wurst tatsächlich mit lebendigen Geschöpfen in Verbindung, die wie der Mensch Trauer, Freude, Leid und Schmerz empfinden können.

59,5 Kilo Leichenteile pro Jahr

Fleischkonsum in Zahlen

In Deutschland werden pro Jahr geschlachtet:


596.050.688 Jungmasthühner
58.349.687 Schweine
37.691.988 Truthühner
31.889.973 Suppenhühner
25.456.192 Enten
1.459.573 Bullen und Ochsen
1.285.925 Kühe
934.533 Lämmer
566.219 Rinder
517.305 Gänse
343.077 Kälber bis zu 8 Monaten
150.125 Schafe
28.787 Ziegen
11.499 Pferde
2.011 Perlhühner

Quelle: Statistisches Bundesamt, 2013 (Angaben für das Jahr 2012)

Verzehr pro Kopf im Jahr 2012:

59,5 kg Fleisch insgesamt, davon
40,5 kg Schweinefleisch
10,7 kg Geflügel
8,3 kg Rindfleisch

Bild: Fleischatlas · Böll-Stiftung

www.boell.de/downloads/2013-01-Fleischatlas.pdf

Unsere Art von Kannibalismus

945 Hühner, 46 Schweine, 46 Puten, 37 Enten, 12 Gänse, 4 Rinder und 4 Schafe - das ist die durchschnittliche Fleisch-Bilanz eines Deutschen im Laufe eines Lebens. Dazu kommen zusätzlich etliche Wildtiere, See- und Meeresfische.

»Töten von Tieren« - das erscheint grausam. An der Metzgertheke ein Stück Fleisch einzukaufen, ist hingegen normal. Würden wir auch Katzenfleisch kaufen, wenn es lecker angemacht wäre? - Natürlich nicht! Würden wir Hund essen oder Meerschweinchen? Nein! - Warum aber essen wir das Kalb oder das Lamm?
Wenn jeder das Tier eigenhändig umbringen müsste, würden es die meisten ganz sicher nicht übers Herz bringen - und statt dessen lieber auf ihr Fleisch verzichten.

Wenn wir Tiere essen, essen wir unsere Verwandten: Längst haben Biologen eine genetische Übereinstimmung bis zu 98% zwischen Mensch und Tier festgestellt. Die moderne Wissenschaft weist in immer neuen Studien darauf hin, dass Tiere logisch denken und kreative Ideen entwickeln, dass sie eine Vorstellung von Raum und Zeit haben, dass sie wie wir Beziehungen und Freundschaften eingehen, dass sie Liebe und Trauer empfinden, ja sogar Fairness, Mitgefühl und moralisches Verhalten zeigen. Und manche Tierarten verfügen offensichtlich über Selbstbewusstsein. Moderne Verhaltensforscher kommen zu dem Ergebnis: In den grundlegenden Fähigkeiten, die uns Menschen zu Personen machen, stehen uns eine ganze Reihe von Tieren in nichts nach. Das Denken und Fühlen von uns Menschen ist mit dem Denken und Fühlen von Tieren zutiefst verwandt.

»Wenn der moderne Mensch die Tiere, deren er sich als Nahrung bedient, selbst töten müsste, würde die Anzahl der Pflanzenesser ins Ungemessene steigen.«
Christian Morgenstern

Immer mehr Menschen fühlen,

dass Tiere keine Sachen sind, sondern beseelte Wesen, die ähnlich fühlen wie wir und deshalb nicht mehr auf unseren Speiseplan gehören. · Bild: Hendrik Nennecke für PETA

Ein neues Lebensgefühl

Die Zahl der Vegetarier und Veganer wächst - und der Vegetarismus ist längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Wer angefangen hat, Fleisch von seiner Speisekarte zu streichen, kann oft schon nach kurzer Zeit nicht mehr verstehen, wie es ihm vor kurzem noch möglich war, Tierleichenteile - Muskeln, Hinterteile, Hirn, Blut, Nieren, Leber, Hoden, Magen etc. - zu essen.

Vegane Starköche wie Attila Hildmann oder Björn Moschinsky, die wachsende Zahl vegetarischer und veganer Restaurants sowie die unzähligen vegetarischen und veganen Kochbücher, die Woche für Woche erscheinen, machen vor, wie’s geht - und schmeckt!

Auch viele Prominente haben längst dem Tier-Kannibalismus abgeschworen:

Musiker wie Paul McCartney, Bryan Adams, Sting, Pink, Joss Stone, Moby, Leona Lewis, Avril Lavingne, Sade, Prince, Bob Dylan, Bono, Brian May (Queen), Bruce Springsteen, Gary Barlow und Mark Owen (Take That), Lenny Kravitz

Hollywood-Schauspieler und Schauspielgrößen wie Nathalie Portman, Joaquin Phoenix, Anne Hathaway, Tobey Maguire, Robert Redford, Dustin Hofman, Maggie Q, Uma Thurman, Christian Serratos, Woody Harrelson, Alyssa Milano, Alicia Silverstone, Pamela Anderson, Brigitte Bardot

Deutsche Musiker und Schauspieler wie Thomas D, Kool Savas, Xavier Naidoo, Roger Cicero, Nena, Moses Pelham, Nina Hagen, Tom und Bill Kaulitz, Wolfgang Niedecken, Hans Söllner, Reinhard Mey, Barbara Rütting, Katja Riemann, Christoph Maria Herbst, Alexandra Neldel, Markus Knüfken, Désirée Nosbusch, Kerstin Linnarts, Hagen Rether, Kaya Yanar

Sportler wie Tennisspielerin Martina Navratilova, Boxlegende Mike Tyson, Triathlet Brendan Brazier, Strongman Patrik Baboumian, Rugby-Nationalspielerin Johanna Jahnke

»Ich esse nichts, was Augen hat.«

Sir Paul McCartney · www.peta.de

»Ich glaube, dass spiritueller Fortschritt an einem gewissen Punkt von uns verlangt, dass wir aufhören, unsere Mitlebewesen zur Befriedigung unserer körperlichen Verlangen zu töten..«
Mahatma Gandhi

Inhalt: DER TIERLEICHENFRESSER