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Milch tötet Tiere

Eine Kuh gibt nur Milch, wenn sie ein Kind bekommt. Deshalb werden Milchkühe einmal im Jahr künstlich befruchtet. Weil die Milch für die Menschen genommen wird, werden die Kälbchen kurz nach der Geburt von ihren Müttern getrennt. Die weiblichen Kälbchen werden meist zu Milchkühen aufgezogen, die männlichen Kälbchen werden 6 Monate lang gemästet, bis sie, ihrem Alter nach noch Kinder, im Schlachthof enden. Doch auch ihre Mütter, die sie nie kennen gelernt haben, werden nicht sehr alt: eine Milchkuh wird durchschnittlich im Alter von vier Jahren geschlachtet.

»Wegwerfkühe«: im Alter von 4 Jahren zum Schlachter

Heutzutage gibt eine Milchkuh in Deutschland im Durchschnitt 18,16 Liter Milch am Tag. Früher waren es täglich etwa 8 Liter - das ist in etwa die Menge, die ein Kälbchen braucht, um heranwachsen zu können.

1951 gab eine Kuh durchschnittlich 2600 Liter Milch im Jahr. 1980 waren es bereits 4548 Liter und 1998 ganze 5750 Liter - also mehr als doppelt so viel wie vor 40 Jahren! Und heute? Heute gibt eine Milchkuh im Durchschnitt circa 7.000 Liter Milch pro Jahr. Insgesamt haben die Kühe in Deutschland im Jahr 2007 rund 28,4 Milliarden Liter Milch produziert.

Die dermaßen überzüchteten Tiere mit einer völlig unnatürlichen Milchleistung sind besonders krankheitsanfällig. So leiden viele Milchkühe an Mastritis, einer Entzündung des Euters. Früher war es durchaus normal, wenn eine Kuh 15 Jahre alt wurde. Heute werden Kühe durchschnittlich nur noch vier bis fünf Jahre alt. Da eine Kuh erst nach zwei Aufzuchtjahren ein Kalb zur Welt bringt, geben Kühe heute im Durchschnitt gerade noch etwas mehr als zwei Jahre lang Milch! Sie sind mehr oder weniger zu Wegwerfkühen geworden.

Lässt die »Milchleistung« nach,

ist die Kuh nicht mehr »rentabel«.

Und was ist mit den Kälbchen?

Die Kälbchen werden kurz nach der Geburt von ihren Müttern getrennt. Die weiblichen werden meist zu Milchkühen aufgezogen.

Die männlichen Kälbchen werden drei bis sechs Monate lang auf das optimale Schlachtgewicht von 250 Kilo gemästet. Sie werden in enge Holzverschläge gesperrt, in denen sie sich kaum bewegen können. Der Profit wird maximiert, indem man jedem Kalb bis zur Schlachtung nur einen Quadratmeter Fläche zur Verfügung stellt. Statt der Muttermilch bekommen sie eine fette weiße Brühe mit viel Salz. Durch die überhöhte Menge Salz müssen die Kälber in Ermangelung von Wasser mehr Milchaustausch-Brei zu sich nehmen und nehmen so schneller zu. Die Tiere werden künstlich anämisch gehalten, indem ihnen jegliche Aufnahme von Eisen vorenthalten wird, da sonst das Fleisch nicht hell bleibt. Auch Raufutter bekommen die Tiere aus diesem Grund nicht zu essen. So leiden sie an Blutarmut, Durchfall, Lungenentzündungen und Lähmungen. Sie stehen auf Spaltenböden über ihrem eigenen Kot. Der Gestank ist entsetzlich, die Spaltenböden führen zu schmerzenden Füßen bis hin zu Verformungen.

Etwa 10 Prozent der Kälber sterben in den ersten Lebenswochen. Die anderen enden mit vier bis sechs Monaten im Schlachthof. Die Milchproduktion steht also im engen Zusammenhang mit der Fleischindustrie.

Tierbabys auf dem Teller

Kein einziges Tier, welches für den Fleischkonsum geschlachtet wird, erreicht auch nur ein Sechstel seiner natürlichen Lebenserwartung. Fast alle werden getötet, noch bevor sie überhaupt ausgewachsen sind.

Ein Rind hat eine natürliche Lebenserwartung von etwa 30 Jahren, manche werden sogar noch deutlich älter. Doch die Kälber der Milchkühe werden bereits im Alter von drei bis sechs Monaten geschlachtet - es handelt sich also um Tierbabys! Einige Kälbchen werden bereits wenige Tage nach ihrer Geburt getötet: das Lab in ihren Mägen dient der Käseherstellung.

Eine Milchkuh kommt durchschnittlich im Alter von vier bis fünf Jahren zum Schlächter. Zu diesem Zeitpunkt sind viele Kühe noch nicht einmal ausgewachsen. Verglichen mit dem Alter eines Menschen würde es sich um ein etwa 15-jähriges Mädchen handeln.

Jede achte Kuh kommt trächtig zum Schlachter. Das Blut der Kälberföten stellt eine zusätzliche Goldgrube für die Pharma- und Kosmetikindustrie dar: Die Kälber werden aus der Fruchtblase geschnitten, und dem noch schlagenden Herzen wird mit einer Nadel durchschnittlich ein halber Liter Blut abgezapft. Auf diese Weise verenden jährlich mindestens 2 Millionen ungeborener Kälber.

Die Kälbchen

werden kurz nach der Geburt ihren Müttern weggenommen und unter qualvollen Bedingungen gemästet - bis sie mit bis sie mit 3 bis 6 Monaten geschlachtet werden. · Bild: Schweizerische Vereinigung für Vegetarismus

Gibt es Alternativen?

Allen erwachsenen Säugern ist gemeinsam, dass sie nach dem Abstillen ihre artspezifische Muttermilch nicht mehr zu sich nehmen und auch nicht mehr verstoffwechseln können. Ist es da nicht merkwürdig, dass wir Menschen uns artfremde Milch als Basisnahrung erkoren haben?

Wer nun ins Nachdenken gekommen ist, dem empfehlen wir: Probieren Sie Alternativen zu Kuhmilch und zu Milchprodukten aus! Längst gibt es eine riesengroße Palette: Soja-, Hafer-, Reis-, Mandel-, Nuss- oder Kokosmilch, Soja- und Hafersahne, Soja-Joghurts und Puddingcremes, sogar Eis und »Käse« ohne Kuh-Milch.

Verzicht auf Milch: Gut fürs Klima

Die Massentierhaltung und die Verarbeitung von Tierprodukten verursachen laut einer aktuellen Studie des »Worldwatch Institute« etwa die Hälfte der menschenverursachten Treibhausgase. (World Watch Magazine, November/Dezember 2009). Die Milchproduktion hat daran einen nicht unerheblichen Anteil. So entstehen bei der Produktion von einem Kilo Käse über acht Kilogramm Treibhausgase.

Graphik: Verlag Das Brennglas · Quelle: Foodwatch

Die Verbraucherorganisation Foodwatch hat in einer Studie ermittelt, dass eine Ernährung ohne Fleisch und Milchprodukte mehr als 7 Mal klimafreundlicher ist - eine rein pflanzliche Ernährung aus biologischer Erzeugung ist sogar mehr als 16 Mal klimafreundlicher!

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