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Töten im Akkord

Bundesregierung: Fehlbetäubungen bei Rindern 9%, bei Schweinen bis zu 12,5 %

Die Bundesregierung bestätigte 2012 als Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen Missstände in deutschen Schlachthöfen: Bis zu 9 Prozent der Rinder und 12,5 Prozent der Schweine sind noch bei Bewusstsein, wenn sie geschlachtet werden. Rein rechnerisch erleben über 7.400.000 Schweine ihre Schlachtung bei vollem Bewusstsein mit.

Bis zu 750 Schweine pro Stunde werden in einer automatischen Betäubungsanlage betäubt, dabei bleiben 5 Sekunden für die Tötung. In der industriellen Rinderschlachtung sind es 80 Tiere pro Stunde, und nur 45 Sekunden Zeit hat ein Schlachthofmitarbeiter für die Schlachtung.

7.400.000 Schweine und 200.000 Rinder sind bei der Schlachtung bei Bewusstsein

In Deutschland wurden 2011 nach Angaben des Statistischen Bundesamts 59,3 Millionen Schweine und 3,7 Millionen Rinder getötet. Eine Fehlquote von 12,5 Prozent bedeutet, dass etwa 7,4 Millionen Schweine bei vollem Bewusstsein geschlachtet wurden. Analysen des Max Ruber-Instituts zufolge verfehlt der Bolzenschuss bei etwa 200.000 Rindern das Ziel, so dass sie ihre Schlachtung bewusst miterleben. Bei der Betäubung von Geflügel mittels Elektro-Wasserbad bestehe außerdem die Gefahr, dass die kopfüber aufgehängten Tiere durch das Zappeln nicht ausreichend eingetaucht werden.

»Studien belegen, dass es aus verschiedenen Gründen vorkommen kann, dass Schlachttiere vor weiteren Schlachtarbeiten das Empfindungsvermögen wiedererlangen«, so heißt es in der Regierungsantwort. Die Zwischenfälle seien so schwerwiegend, dass die »tierschutzgerechte Tötung« weiterentwickelt werden müsse. Die Grünen sowie viele Tierschutzorganisationen fordern ein Verbot der Akkordarbeit auf Schlachthöfen.

»Tierschutzgerechte Tötung« - kann es das überhaupt geben? Aktiver Tierschutz bedeutet: Tiere leben lassen! Jeder, der
aufhört, Fleisch zu essen, rettet Hunderten Tieren das Leben.

Quellen: »Regierung: Betäubung von Schlachttieren mangelhaft«, www.agrarheute.com, 21.06.2012 · »Unnötiges Leiden«, sueddeutsche.de, 21.6.2012

Der Bolzenschuss

soll Rinder vor der Schlachtung betäuben. Studien zufolge verfehlt der Schuss bei 200.000 Rindern pro Jahr das Ziel. Unten: Weil die Kamera dabei ist, wird noch einmal nachgeschossen - das Tier ist bereits aufgeschnitten.

Filmaufnahmen der Tierrechtsorganisation PETA

in deutschen Schlachthöfen beweisen, dass die Rinder noch schreien und mit Kopf und Beinen um sich schlagen, während ihnen der Hals aufgeschlitzt wird, das Blut literweise aus der Kehle fließt und Ohren und Füße abgeschnitten werden.

Lebendig geschlachtet!

Ein Rind hängt am Fließband, an seinem Hinterbein aufgehängt. Es wurde mit einem Bolzenschussgerät betäubt, doch es ist wieder erwacht und zappelt. Der Schlächter setzt das Messer an den Hals und schneidet mit einem langen Schnitt die Kehle auf. Ein Schwall von Blut strömt aus seinem Hals. Das Tier schlägt mit dem Kopf und schreit entsetzlich.

Ein weiteres Rind, ebenfalls am Hinterbein aufgehängt, schlägt mit dem freien Hinterbein wild um sich. Erst wird dem Rind die Kehle aufgeschnitten. Dann wird ihm ein Vorderbein abgetrennt. Das Tier lebt aber noch! Es schlägt um sich, die Augen gehen auf und zu. Dann wird das andere Bein abgeschnitten. Erst als der Schlachter den Kopf abtrennt, ist das Rind tot. Doch schon kommt das nächste Rind am Fließband aufgehängt: Es zappelt mit dem ganzen Körper, schlägt mit dem Kopf, tritt mit den Füßen....

Die Tierfilmer Dr. Friedrich Landa und Friedrich Mülln drehten entsetzliche Bilder in einem Schlachthof nahe der österreichisch-deutschen Grenze.

Den Film »Das Brüllen der Rinder beim Geschlachtetwerden« können Sie online anschauen und bestellen bei »Tierschutz im Unterricht«, im Internet: www.tierschutz.cc

Kälber werden im Alter von 5 bis 6 Monaten geschlachtet - nachdem sie in Turbozeit auf das Schlachtgewicht von ca. 250 kg gemästet wurden. Ein normal aufgewachsenes Tier würde die doppelte Zeit dafür benötigen. Die Tiere werden künstlich anämisch gehalten, indem ihnen jegliche Aufnahme von Eisen vorenthalten wird, da sonst das Fleisch nicht hell bleibt. Auch Raufutter bekommen sie aus diesem Grund nicht zu essen.

Milchkühe werden heute durchschnittlich im Alter von nur 4 Jahren geschlachtet - denn die völlig überzüchteten Tiere sind besonders krankheitsanfällig. Früher war es durchaus normal, wenn eine Kuh 15 Jahre oder älter wurde. Die Turbo-Nahrung kommt vornehmlich aus den Entwicklungsländern - wo den dort lebenden Menschen das Getreide als Nahrung vorenthalten wird. In der EU längst verbotene Pestizide werden gleich mit­importiert...

Inhalt: DER TIERLEICHENFRESSER