Freiheit für Tiere
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»Mach die Augen auf«

Dreh eines Video-Clips...

... der Tieren eine Stimme gibt

Es gibt viele Stars und Musiker, die Vegetarier sind. Und es gibt eine Band, deren Musiker nicht nur Vegetarier sind, sondern auch den Tieren eine Stimme geben: Die Jungs von der AJ-Gang treten mit ihrer Musik für die Rechte der Tiere ein. Ihr Motto lautet: »Es ist uncool, Tieren Leid zuzufügen!« Die AJ-Gang spielte im Frühjahr und Sommer 2006 live bei vielen Tierrechts-Events, u.a. in Berlin vor dem Brandenburger Tor und auf dem Gendarmenmarkt, in Wien auf der VEGANMANIA, in Würzburg vor dem Hauptbahnhof, in Düsseldorf auf dem Schlossplatz, in Leer bei einer Tierrechts-Benefiz-Veranstaltung im Zollhaus. Währenddessen entstanden ständig neue Songs, so dass die AJ-Gang inzwischen über ein Repertoire von über 30 Songs verfügt und nach ihrem Debut-Album »MEAT IS MURDER« an ihrem zweiten Album und einer neuen Maxi-CD arbeitet.

Über den neuen Video-Clip »Mach die Augen auf« sprachen wir mit Frontmann Mr. Burns und Gitarrist K.J.

Aufnahmen in Wien bei der VEGANMANIA

Freiheit für Tiere: Ihr habt gerade einen Videoclip zu eurem Song »Mach die Augen auf« gedreht. Wie kam es dazu?

K.J.: Alles begann am Welt-Vegantag, am 1. November 2005 in Wien: Wir waren zu einem Konzert in dem angesagten OST-Club in der Wiener City eingeladen, organisiert vom Verein gegen Tierfabriken und der Veganen Gesellschaft Österreich. Gerade hatten wir ein Radio-Interview gegeben, als kurz vor dem Auftritt ein Kamerateam in den Club kam. Eigentlich wollten sie nur ein Interview und zwei oder drei Songs aufnehmen, aber dann blieben sie den ganzen Abend - da sie selbst Vegetarier sind, entdeckten sie wohl ihre eigenen Gedanken in unseren Songs wieder. Der Produzent fand uns dann so cool, dass er uns spontan einen professionellen Video-Clip anbot. Erst dachten wir »Der macht Witze«, aber es stellte sich schnell heraus, dass er es ernst meinte. Dann hieß es, sich für einen Song entscheiden, Vorschläge für ein Drehbuch zu machen...

Freiheit für Tiere: Ihr habt euch für »Mach die Augen auf« entschieden. Warum?

Mr. Burns: »Mach die Augen auf« ist einer der Songs, die am meisten unter die Haut gehen - und der Text ist auch für »normale Leute«, also auch für Noch-Fleischesser nachvollziehbar. Der Song regt zum Nachdenken an.

Freiheit für Tiere: Wie habt ihr den Video-Dreh erlebt?

Mr. Burns: Es war ein wahnsinniges Erlebnis! Die Tierrechtler in Österreich sind sowieso supercool und haben uns sehr geholfen. Und Christoph Dydak, unser Filmproduzent, hat keinen Aufwand und keine Mühen gescheut - von der Technik und den verschiedenen Locations bis hin zum Dreh aus einem Hubschrauber... Es war auch anstrengend: Wir mussten den kompletten Bandaufbau zum jeweiligen Drehort schleppen, dabei den engen Zeitplan einhalten, bei jeder Location mehrmals spielen (und dabei noch gut aussehen), dann alles abbauen, zurückschleppen...

K.J.: Der Dreh war unglaublich! Es macht total Spaß, Musik zu machen mit sinnvollen Texten, die für die Tiere sind, die den Tieren helfen. Und als dann der Hubschrauber kam... es war wie die Erfüllung eines Kindheitstraums. Jeder Musiker träumt davon, einmal ein cooles Musikvideo zu machen, und es ist der totale Wahnsinn für eine Band, vom Hubschrauber aus gefilmt zu werden. Wir sind echt beeindruckt von dem Team um Christoph Dydak und möchten Christoph, Vera, Werner und all den anderen an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich danken!!!

Dreh vom Hubschrauber aus

Freiheit für Tiere: Was erhofft ihr euch von dem Video?

Mr. Burns: Dass es viele Menschen zum Nachdenken anregt. Dass sie aufhören, Tiere als Nahrungsmittel zu sehen und zu konsumieren. Dass
möglichst viele Leute Vegetarier werden. Wir sprechen ja junge Leute an - und bei diesen ist das Gewissen ja noch viel aktiver als bei jemandem, der seit 40 Jahren tote Tiere aufisst. Ein 18-jährtiges Mädchen oder ein 18-jährtiger Junge spürt viel intensiver, dass das nicht richtig sein kann. Durch die Band ist in den letzten zwei Jahren ein positiver Hype auf allen Tierrechts-Festivals entstanden - unsere Songs vereinen die Menschen. Die Vegetarier und Veganer merken, sie sind nicht alleine, keine Randgruppe, die sich ständig rechtfertigen muss für ihre Lebensweise - sondern wir Vegetarier und Tierrechtler vertreten einen total hippen Lebenstil! Dieses coole Lebensgefühl merken wir sowohl bei der Stimmung auf den Konzerten als auch an den Rückmeldungen, in denen die Menschen zum Ausdruck bringen, wie wichtig ihren unsere Musik ist.

KJ: Wir hoffen, dass der Video-Clip auf den großen Sendern gespielt wird, bei MTV VIVA usw. - und dass er im Idealfall einen neuen Trend generiert, dass sich das Mitgefühl für die Tiere in der Gesellschaft ausbereitet: »Wenn ich cool sein will, esse ich keine Tiere.«

Freiheit für Tiere: Warum seid ihr Vegetarier geworden?

KJ: Meine Mama hat nie Fleisch gekocht, und so war ich immer schon Fast-Vegetarier. Der komplette Verzicht kam, als ich grundsätzlich drüber nachdachte, dass man konsequent sein muss, wenn man die Tiere wirklich mag. Da war ich Anfang 20. Einen großen Teil dazu beigetragen hat meine Katze. Mir war immer schon klar, dass es inkonsequent ist, wenn man seine Haustiere mag - und ich habe meine Katze sehr geliebt -, aber gleichzeitig ein Ferkel oder ein Kälbchen in sich reinfrisst. Mein Problem war nicht die Einsicht, sondern das Ankämpfen gegen die Gewohnheit, gegen die Sucht nach diesem Geschmack. Aber der geschmackliche Verzicht spielt heute keine Rolle mehr, weil es so tolle fleischfreie Alternativen gibt!

Mr. Burns: Ich habe immer sehr gern Fleisch gegesen, hatte aber schon mit 13, 14 Jahren ein sehr mulmiges Gefühl dabei. Mit 18 war dann der Punkt erreicht: »Kein Fleisch mehr, die Tiere tun mir leid.« Ich bin aus Liebe zu den Tieren Vegetarier geworden.

Freiheit für Tiere: Ihr seid neben den vielen Auftritten auch schon wieder im Studio?

Mr. Burns: Wir sind zwar total eng mit den Terminen für die Konzerte, doch zwischendrin schieben wir immer wieder das Studio rein. Wir wollen unbedingt in diesem Jahr unser neues Album herausbringen - mit 12 neuen Songs und natürlich mit dem Videoclip von »Mach die Augen auf!« Und wir sind ja alle voll berufstätig, in der Ausbildung oder im Studium. Aber die Sache ist so wichtig, dass wir immer versuchen, alles möglich zu machen.

Songtext: »mach die Augen auf«

Mach die Augen auf

Wenn du mal ehrlich
zu dir selber bist:
Würdest du es fertig bringen,
dem Steak, das du da isst, die Kehle durchzuschneiden?
Ist die Antwort »Nein«,
das könntest du nicht -
wie kann es dann sein,
dass es andere für dich schlachten müssen -
das arme Schwein?
Ist es nicht so, dass dein Gewissen rebelliert,
wenn du Tierschlachtszenen im Fernsehen siehst?
Doch schon zwei Tage danach ist es vergessen,
und du bestellst Burger
am Tresen.

Da wir sie nicht verstehen und uns immer um uns selber drehen,
möchte ich erzählen
aus ihrer Lage.
Hör mir zu, wenn ich dir sage:
Dies hier ist des Tieres Anklage:

»Der Mensch ist wie
die Pest zu uns,
verbreitet seinen
tödlichen Dunst.
Die Kunst des Tötens
hat er perfektioniert:
Sein Teller ist mit unseren Körpern garniert.
Blut und Gewalt
muss er wohl lieben,
nie genug kann er davon kriegen, nie genug.«
Mach die Augen auf,
mach die Augen auf!
In was für einer Welt
leben wir?
Mach die Augen auf,
mach die Augen auf!
In der der Mensch so viel mehr zählt als das Tier...

»Zu feige bist du,
um es selbst zu tun.
Deswegen zahlst du
anderen viel Geld dafür,
dass sie sich niemals ausruhn, uns züchten, uns testen,
uns quälen und mästen.
Bis du uns essen kannst.
Deswegen bitte ich dich, deswegen flehe ich dich an:
Fleischkonsum ist zu
makaber -
esst keine Tierkadaver!
Esst keine Tierkadaver! ...«

Mach die Augen auf,
mach die Augen auf!
In was für einer Welt
leben wir?
Mach die Augen auf,
mach die Augen auf!
In der der Mensch so viel mehr zählt als das Tier...

Aus dem Album »MEAT IS MURDER«

Weitere Bilder vom Dreh:

Dreh vor den unterschiedlichsten Locations:

nachts vor der Raffinerie, auf dem See...

Veganes Picknick für Band und Filmteam