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Moby

Interview mit Moby: »Alles vegan«

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Moby ist nicht nur ein international gefeierter Pop-Erneuerer und vielgesichtiger Punkrock-Einzelgänger. Er setzt sich auch für Tierrechte ein und lebt ausschließlich vegan.

Moby wurde 1965 in Harlem, New York City, als Richard Melville Hall geboren. Seinen Künstlernamen leitete er von Moby Dick ab - sein Ur-Ur-Großonkel ist nämlich Herman Melville, der Autor von Moby Dick.

Wenn du Freunde, die Fleisch essen, zum Essen einladen würdest, was würdest du ihnen anbieten, um sie zu überzeugen, wie gut veganes Essen schmeckt?

Moby:
Ich würde sie mitnehmen zu »teany«, meinem kleinen Restaurant in New York City, und würde ihnen das vegane »Truthahn« Club-Sandwich und veganen Schokoladen-Käsekuchen geben - und sie wären überzeugt.

Was sind deine »Top Ten« in punkto veganes Essen?

Moby:
Seitan Fajitas bei »Real Food Daily« in Los Angeles. Das vegane »Truthahn« Club-Sandwich bei »teany« in New York City. Chana Masala bei »Woodlands« in London. Alles im »Millenium« in San Francisco. Alles im »Café 8« in Tokio. Marinierte exotische Pilze bei »Essene« in Philadelphia. Veganes äthiopisches Essen im »Blue Nile« in Detroit. Gedünstete Spinat Knödel im »Vegetarian Paradise« in Chinatown, NYC. Vegetarische Platte im »Indochine« in NYC. Veganer Schokoladen-Käsekuchen im »teany« in New York City.

Gibt es noch irgendetwas, das fehlt und von dem du wünschen würdest, dass es jemand entwickelt? Vegane Marshmallows? Vegane Mars-Riegel? Veganen Camenbert? Vegane Cowboy-Stiefel?

Moby:
Veganer Käse, der wirklich schmilzt.

Du sagst immer, wie sehr du unterwegs »teany« vermisst, dein Café in New York City. Nimmst du auf Tournée einen Koch mit? Was ist ein typisches Menu auf Tour?

Moby:
Auf Tournée esse ich außergewöhnlich gut. Ich esse gedünsteten Broccoli mit Ingwer, gebackenes Tempeh und braunen Reis, fast jeden Tag.

Du bist ein großartiger Werbeträger für vegane Ernährung: Voller Energie springst du von einer Seite der Bühne auf die andere - wie hältst du dich so fit?

Moby:
Ich esse ziemlich ausgewogen, ich trainiere gern und ich bin gerne in Bewegung.

Wenn du Präsident Bush hypnotisieren könntest, zu welchen Änderungen in der US-Politik würdest du ihn beeinflussen?

Moby:
Stop mit Subventionen für die Öl-Förderung. Stop mit Subventionen für die Fleisch- und Milchwirtschaft. Stop mit Subventionen für die Tabak-Industrie. Stop mit Subventionen für die Kohleförderung. Schluss mit Lobbyismus-Gruppen für spezielle Interessen.

Was, denkst du, wäre am besten geeignet, mehr Menschen zu ermutigen, vegan zu leben?

Moby:
Wir sollten alle glücklich und entspannt sein in unseren Bemühungen Menschen dazu zu bringen, Veganismus zu akzeptieren und zu mögen. Niemand mag einen schlecht gelaunten, strikten, oberlehrerhaften Veganer. Veganismus sollte eine schöne, lustige Angelegenheit sein, keine unangenehme. Und wir sollten Menschen nicht dazu bringen sich schlecht oder schuldig zu fühlen für ihren Lebensstil, auch wenn sie Veganismus ablehnen.
Jeder, der ins »teany« kommt und unser Essen probiert, wird überzeugt sein. Es ist eigentlich ein vegetarisches Restaurant für Nicht-Vegetarier: mit Essen, das sogar Nicht-Vegetarier mögen in einer Umgebung, die Spaß macht und angenehm wirkt, nicht starr und asketisch.

Was würdest du tun, wenn du keine Musik mehr machen könntest?

Moby:
Architekt werden.

Was wären für dich perfekte Partner? Würdest du auch eine Beziehung mit einem Fleischesser eingehen?

Moby:
Ich hätte lieber eine Beziehung mit einem einfühlsamen und glücklichen Fleischesser als mit einem herzlosen und miesgelaunten Veganer. Im Idealfall jedoch hätte ich am liebsten eine Beziehung mit einem mitfühlenden und glücklichen Veganer.

Kannst du dich als Vater vorstellen? Würde es dir etwas ausmachen, wenn deine Kinder als Allesfresser aufwachsen?

Moby:
Ich beurteile nicht, für welchen Lebensstil sich andere Menschen entscheiden. Es würde mir leid tun, wenn meine Kinder Fleischesser würden, weil ich mir dann langfristig über ihre Gesundheit Sorgen machen müsste.

Hat dich das Gespräch gelangweilt?

Moby: Nein, ich spreche gerne über Veganismus.



Das Interview führte Karin Ridgers und Tony Weston von »Veggie Vision« aus England. Es wurde in der Zeitschrift »VEGAN« der »Vegan Society« veröffentlicht.
http://www.vegansociety.com

»Veggie Vision« ist eine erfolgreiche Internet TV-Station. Das Ziel: Gute Publicity für gesundes Leben, Veggie-Firmen und Veggie-Leute.
http://www.veggievision.com

Die Geschichte von »teany«

VO N M O B Y S U N D K E L L Y S I D E E B I S H E U T ER Eines

Morgens im Dezember 2001 saßen Moby und Kelly beim Frühstück. Und irgendwie kam das Gespräch darauf, dass beide immer schon ein Restaurant oder Café besitzen wollten.

Diese Idee hatte jeder für sich gehabt, aber als die beiden darüber sprachen und feststellten, dass sie den Enthusiasmus teilten, begannen sie ernsthaft darüber nachzudenken. Zunächst galt es, einen passenden Ort für ein kleines Restaurant oder Café zu finden. Moby und Kelly hatten beide sehr ähnliche Gedanken, wie dieses Restaurant oder Café sein sollte: Es sollte vegetarisch sein, denn Kelly ist Vegetarierin und Moby ist Veganer. Es sollte allen gefallen und sauber, hell, zeitgemäß, entspannend und komfortabel sein. Und Moby und Kelly wollten zwei Tee-Roboter als Maskottchen haben.
Nach einem Monat der Suche, fanden sie einen wundervollen Raum in Rivington Street, in der vorderen East Side von Manhatten. Das war ganz in der Nähe ihres Wohngebietes. Der Raum schien perfekt für ein Café, denn er lag auf der Südseite (sonnig!), er war klein und hatte vorne einen hübschen Außenbereich. So unterschrieben sie den Vertrag. Dann ging Moby auf Tournee und Kelly an die Arbeit.

Moby bekennt: »Es ist wichtig festzuhalten, dass weder Kelly noch ich irgendwelche Restaurant-Erfahrung hatten bis zu dem Tag, an dem wir uns entschlossen, ein Restaurant zu eröffnen. Da ich auf Tour ging, hatte Kelly alles zu lernen über das Eröffnen und Betreiben eines Restaurants. Sie arbeitete mit Architekten und Verträgen, Bestimmungen und städtischen Behörden usw. usw. Sie arbeitete unglaublich hart, und mit aller Ehrlichkeit muss ich sagen, dass der Löwen-Anteil der Arbeit für teany auf Kellys Konto geht. Ich wünschte, dass ich mehr Anteil hätte an teany´s Ästetik oder dem Essen, aber die Wahrheit ist, dass Kelly so ziemlich alles gemacht hat, während ich um die Welt reiste und Konzerte spielte und zu Journalisten über mich sprach.«

Teany wurde im Mai 2002 eröffnet, und zur Eröffnung gab es natürlich eine große Party. Moby: »Ich konnte es nicht glauben, dass wir mit teany tatsächlich aus einer Frühstücksidee ein funktionierendes Restaurant/Café gemacht hatten. Okay, wenn ich sage "wir", meine ich natürlich `Kelly´. Ich unterschrieb die Schecks und hatte Überblick, aber, wie ich schon sagte, Kelly hat so ziemlich alles gemacht.«

Der Mittelpunkt von teany sollte Tee sein - »weil Tee gesund, lecker, faszinierend, vielfältig und voller Geschichte ist«.

Außerdem fanden Moby und Kelly die Idee cool, in einem kleinen Raum an die 100 Kanister voller Tee aus der ganzen Welt zu haben.
Ein wichtiges Ziel war, dass teany ein vegetarisches Restaurant/Café ist, in dem sogar Nicht-Vegetarier glücklich sind und gerne rumhängen: »Ich habe großen Respekt vor den rigiden, strikten veganen Restaurants auf der Welt«, erzählt Moby, »aber wir wollten, dass teany ein Ort ist, wo sich jeder wohl fühlt, egal ob er Vegetarier oder Veganer oder Fleischesser oder was auch immer ist.«




Das schönste für Moby ist, wenn ein Nicht-Vegetarier ins teany kommt, das vegane »Truthahn«-Club-Sandwich mit einem Früchte-Champagner bestellt, gefolgt von einem Stück veganen Schokolanden-Käsekuchen und zu ihm sagt: »Wow, ich wusste nicht, dass veganes und vegetarisches Essen so GUT sein kann!«



Moby: »Wir wollten, dass teany ein Ort ist, wo sich jeder wohl fühlt, egal ob er Vegetarier oder Veganer oder Fleischesser oder was auch immer ist.« Das Schönste ist, wenn Nicht-Vegetarier nach dem Essen sagen: »Wow, ich wusste nicht, dass veganes und vegetarisches Essen so GUT sein kann!«

So finden Sie »teany:

teany café
90 Rivington Street
New York, NY 10002
Tel. (212) 475-9190

Teany im Internet
(mit teany store):
http://www.teany.com

Das »teany«-Buch:

Von Moby und Kelly Tisdale
Mit Geschichten, tollen veganen Rezepten, Tipps, Cartoons & mehr...
(bisher nur in englischer Sprache)

VIKING STUDIO, Penguin Books
ISBN 0-14-200505-3
U.S. $ 16,95
Preis bei amazon: 15,95 Euro