Die Wahrheit über Angorawolle


Die Kaninchen müssen in Einzelkäfigen vegetieren und werden alle 3 Monate gerupft. Foto: PETA Asia www.peta.de


Eine PETA-Undercover-Recherche enthüllt erstmals tierquälerische Angora-Produktion in China. Das lange, weiche Fell der Angorakaninchen wird in Pullovern und Accessoires aus Angora verarbeitet.

Für die Angoraproduktion werden die langhaarigen Kaninchen ohne Schutz vor Kälte und Witterung einzeln in engen Drahtkäfigen gehalten und bis zu viermal im Jahr gerupft, geschoren oder rasiert. Insbesondere das Rupfen der Kaninchen bis auf die Haut ist für Farmer lukrativ, weil somit die gesamte Haarfaser verkauft werden kann.

Der PETA-Ermittler filmte Arbeiter, die den Tieren gewaltsam das Fell aus ihrer sensiblen Haut rissen, während die Angora­kaninchen markerschütternd vor Schmerzen schrieen. Nach dieser traumatischen Misshandlung, die die Kaninchen etwa alle drei Monate erleiden müssen, verfallen die Tiere in eine Schockstarre und verkriechen sich in ihren winzigen Einzelkäfigen. Nach zwei bis fünf Jahren werden die überlebenden Angorakaninchen kopfüber aufgehängt, ihre Kehle wird durchschnitten und ihr Körper anschließend verkauft.

Auch Kaninchen, deren Fell abgeschnitten oder geschoren wird, erleiden große Qualen. Sie werden wie auf einer Streckbank fixiert, wobei ihre Vorder- und Hinterbeine an den Enden eines Holzbrettes gefesselt werden - für Fluchttiere eine fürchterliche Erfahrung. Die Kaninchen winden sich verzweifelt, um den scharfen Scheren oder Schurmaschinen zu entkommen.

Tiere, die diese extrem stressigen Bedingungen überleben, werden in der Regel alle zwei bis fünf Jahre ausgetauscht und getötet. Arbeiter brechen den Kaninchen das Genick; das Fleisch verkaufen die Farmer an lokale Märkte.


Brutale Fellgewinnung: an Seilen fixiertes Angorakaninchen Foto: PETA Asia www.peta.de


Brutale Fellgewinnung: an Seilen fixiertes Angorakaninchen Foto: PETA Asia www.peta.de


Nach dem Rupfen sind die Tiere traumatisiert Foto: PETA Asia www.peta.de


90 % der Angorawolle stammt aus China

Ca. 90 Prozent der gewonnenen Angorawolle stammt aus China - einem Land, in dem keine Strafen für Tierquälerei existieren und keine Gesetze den Umgang mit Tieren regeln. Wenn Sie Pullover oder ein anderes Kleidungsstück mit Angora kaufen, stammt die Wolle mit großer Wahrscheinlichkeit aus China, selbst wenn das Endprodukt in einem anderen Land fertiggestellt wurde.

China hat kein Tierschutzgesetz - und der Umgang mit Tieren auf Angora-Farmen wird weder kontrolliert noch bestraft.



Aktiver Tierschutz: Keine Angorawolle kaufen!

Brutaler Lebensrupf


Erste Erfolge: H&M, ESPRIT, Peek & Cloppenburg KG Düsseldorf und Peek & Cloppenburg KG Hamburg, C&A, Calvin Klein, Gerry Weber, Tom Tailor, GAP, Marc O’ Polo, Tommy Hilfiger und weitere Firmen stellen die Bekleidungsproduktion mit Angora vorerst ein. Auch die schwedischen Firmen Lindex, Gina Tricot, MQ sowie das dänische Unternehmen IC Companys werden künftig kein Angora mehr verwenden.
Street One sowie die Versandhändler Ulla Popken und Peter Hahn haben gegenüber PETA erklärt, vorerst keine Angora-Produkte mehr zu ordern.

»Immer mehr Unternehmen in der Modebranche übernehmen Verantwortung und handeln. PETA setzt sich mit Nachdruck dafür ein, dass aus Tierschutzgründen alle Angora-Produkte
unbefristet aus den Kollektionen gestrichen werden«, so Frank Schmidt, Kampagnenleiter bei PETA Deutschland e.V. »Auch die Verbraucher signalisieren eindeutig: Kein Tierqualprodukt in den Regalen.«

Wer Angora-Produkte konsequent meidet, verhindert Tierleid!

Kaninchen sind feinfühlige, sozial komplexe und intelligente Tiere mit individuellen Persönlichkeiten, genau wie Hunde und Katzen.

Helfen Sie den Angorakaninchen! Denn die größte Macht haben wir Verbraucher: Entscheiden Sie sich beim Einkauf für Pullover, Jacken und Schals ohne Angorawolle.


Informationen:
PETA Deutschland e. V.

Benzstr. 1 · D-70839 Gerlingen
e-mail: info@peta.de

Film ansehen:
www.peta.de/angora

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