HOPE FOR ALL Unsere Nahrung - Unsere Hoffnung

Der bewegende Kinofilm jetzt auf DVD und Blu-Ray


Vegane Lebensweise ist nicht nur ein Lifestyle-Trend, sondern viel mehr. Mit ihrem Dokumentarfilm HOPE FOR ALL begibt sich die österreichische Autorin und Filmemacherin Nina Messinger auf eine Spurensuche und trifft führende Ernährungswissenschaftler, Mediziner und Umweltexperten aus der ganzen Welt: wie Dr. Jane Goodall, Prof. Dr. T. Colin Campbell, den Autor der China Study, oder den deutschen Ernährungswissenschaftler Prof. Dr. Claus Leitzmann.


Nina Messinger arbeitete 4 Jahre an dem Kinofilm HOPE?FOR?ALL und interviewte führende Ernährungswissenschaftler, Umwelt- und Tierschutzexperten. · Bild: www.hopeforall.at


Immer mehr Studien zeigen: Es gibt einen eindeutigen Zusammenhang zwischen der typisch westlichen Ernährungsweise und vielen Zivilisations­krankheiten. Gleichzeitig hat eine vollwertige pflanzliche Ernährung überraschend positive Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Doch es geht nicht nur um unsere eigene Gesundheit: Der übermäßige Konsum von Fleisch, Fisch, Milch, Eiern gefährdet längst unsere Lebensgrundlagen auf diesem Planeten. Und: Durch den massenhaften und immer weiter steigenden Konsum tierischer Produkte in den Industrieländern müssen immer mehr Menschen auf diesem Planeten hungern.

Der Kinofilm HOPE FOR ALL zeigt uns konkrete Lösungswege auf und gibt uns Hoffnung - auf eine Welt, in der wir Menschen gesund alt werden können, in der Achtung vor der Natur und Respekt vor allen Lebewesen besteht und in der Werte wie Mitgefühl und Würde einen hohen Stellenwert haben. Diese Botschaft des Films fasst UN-Friedensbotschafterin Dr. Jane Goodall, die berühmte britische Verhaltensforscherin und Primatologin, treffend zusammen: »Meine wichtigste Botschaft an Sie alle, die Sie diesen Film sehen, lautet: Sie können etwas bewirken – jeder Einzelne von Ihnen. Alles, was Sie Tag für Tag tun, hat Auswirkungen auf das, was in der Welt geschieht. Es kommt auf Sie an – und darauf, wie Sie leben.«

Der Film HOPE FOR ALL beginnt mit dem bekannten Zitat von Hippokrates, dem berühmtesten Arzt des Altertums: »Eure Nahrung soll eure Medizin und eure Medizin soll eure Nahrung sein.« Doch obwohl die Wissenschaft heute so fortgeschritten ist, wie noch nie, sterben jedes Jahr Millionen Menschen an so genannten Zivilisationskrankheiten.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die Todesursache Nr. 1: In Europa sterben pro Jahr über vier Millionen Menschen an einem Herzinfarkt oder Schlaganfall. Die Zahl der Krebserkrankungen steigt dramatisch: Jedes Jahr erhalten über drei Millionen Europäer die Diagnose Krebs. Zwei Millionen davon sterben. Auch Diabetes ist zu einer Epidemie geworden, und bereits jeder zweite Europäer und Amerikaner leidet an Übergewicht.


Der massenhafte Konsum von Fleisch, Milch& Eiern


gefährdet unsere Gesundheit

In dem Dokumentarfilm kommen renommierte Wissenschaftler zu Wort: »Es gibt einen Zusammenhang zwischen der westlichen Ernährung und einigen schweren Erkrankungen«, sagt der Ernährungs­wissenschaftler Prof. Dr. T. Colin Campell. Er war wissenschaftlicher Leiter des so genannten China-Cornell-Oxford Project, einer im ländlichen China der 1970er und 1980er Jahre durchgeführten epidemiologischen Studie. Die Studie entstand in Zusammenarbeit der US-amerikanischen Cornell University und der britischen University of Oxford mit der chinesischen Chinese Academy of Preventive Medicine. Mit über 6500 Teilnehmern war die Studie eine der größten ihrer Art. 2004 veröffentlichte Prof. Campell die Ergebnisse unter dem Titel »The China Study«. Die Studie belegt eindeutige Zusammenhänge zwischen tiereiweißreicher Ernährung und der Entstehung von chronischen Erkrankungen wie Krebs, koronaren Herzerkrankungen, Diabetes, Adipositas sowie Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose und Rheuma.


Prof. Dr. T. Colin Campbell war Professor für Biochemie und Ernährungswissenschaften der Cornell University und hat über 300 wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht. · Bild: www.hopeforall.at


Der Chirurg und Präventivmediziner Dr. Caldwell B. Esselstyn nennt die Zunahme von Herzerkrankungen, Krebs, Diabetes, Fettleibigkeit einen »Tsunami«. Und er fügt hinzu: »Interessanterweise sind sich alle Experten einig, dass die Ursache für diesen Tsunami unser Lebensstil ist. Und die treibende Kraft hinter diesem krank machenden Lebensstil ist unsere Abhängigkeit von tierischer Ernährung.«


Der Chirurg Dr. Caldwell B. Esselstyn gehört zu den Pionieren einer vollwertigen, pflanzlichen Ernährung zur Verhinderung und Heilung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. · Bild: www.hopeforall.at


Schon in den 1980er Jahren begann Dr. Esselstyn die Behandlungsmethoden für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu hinterfragen. Diese würden nur Symptome bekämpfen, nicht aber deren Ursache beseitigen. Intensive Forschungen brachten ihn zu dem Schluss: Herz-Kreislauf-Erkrankungen entstehen durch unsere Ernährung. Der regel­mäßige Konsum von tierischen Produkten und industriell verarbeiteten Produkten führe zu Entzündungen, Verhärtungen sowie zur Verengung der Blutgefäße. Dies könne zu lebensbedrohlichen Folgen wie Herzinfarkt, Schlag­anfall oder Arteriosklerose führen.


In den letzten 50 Jahren:


Fleischkonsum verfünffacht

Auch der renommierte deutsche Ernährungswissenschaftler Prof. Dr. Claus Leitzmann weist darauf hin, dass unsere fleischreiche Ernährung oft das Problem ist. Wenn man verschiedene Bevölkerungsgruppen vergleiche, würden Menschen, die sich vorwiegend von Pflanzen ernähren, oft eine deutlich bessere Gesundheit aufweisen.


Prof. Dr. Claus Leitzmann ist Chemiker, Mikrobiologe, Biochemiker und Ernährungs­wissenschaftler. Der ehemalige Direktor des Institutes für Ernährungs­wissenschaft der Universität Gießen isst seit 1979 kein Fleisch mehr. · Bild: www.hopeforall.at


In den letzten 50 Jahren hat sich der Fleischkonsum verfünffacht: 250 Millionen Tonnen verspeist die Weltbevölkerung pro Jahr. Das meiste Fleisch wird in Europa und Nordamerika gegessen.

Auch Milchprodukte konsumieren wir im Übermaß. Dabei leiden 20 Prozent der Europäer an Laktoseintoleranz, sind also nicht in der Lage, Milch richtig zu verdauen. Milch enthält weder Ballaststoffe noch komplexe Kohlenhydrate und nur wenige Vitamine. Stattdessen steckt sie voller gesättigter Fettsäuren, Cholesterin und tierischem Protein.


Zuviel tierisches Eiweiß kann krank machen

Der übermäßige Verzehr von Fleisch, Fisch, Milchprodukten und Eiern belastet unseren Körper. Das war auch die Schlussfolgerung der Forschungen des Frankfurter Mediziners Lothar Wendt. Sein Sohn, der Kardiologe Prof. Dr. Thomas Wendt erklärt, dass sein Vater erstmals 1949 das Konzept der Eiweißspeicherkrankheiten formuliert habe: »Das haben wir in den Jahren später weiterentwickelt. Die Kernthese lautet, dass das Zuviel an tierischem Eiweiß in der Ernährung krank macht.«


Der Kardiologe Prof. Dr. Thomas Wendt erklärt das Konzept der so genannten Eiweißspeicherkrankheiten, demzufolge das Zuviel an tierischem Eiweiß in der Ernährung krank mache. · Bild: www.hopeforall.at


Milchprotein Casein fördert Krebsentwicklung

Es gibt zahlreiche wissenschaftliche Belege, allen voran die »China Study«, die zeigen, dass das Milchprotein Casein ist maßgeblich an der Entstehung von Krebs beteiligt ist. In ihren Forschungen konnten die Wissenschaftler um Prof. Dr. T. Colin Campell die Entwicklung von Krebs­zellen durch die Zufuhr von Casein an- und abstellen.

»Im Laufe der Jahre war ich an sehr vielen Forschungsprojekten beteiligt. Und ich habe erkannt, dass eine Ernährung, die viele tierische Produkte und viele industriell erzeugte Produkte enthält, problematisch ist«, so Prof. Dr. T. Colin Campell. »Die einzige Lösung besteht in einer vollwertigen pflanzlichen Ernährung. Wenn Menschen sich so ernähren, können sie nicht nur künftigen Krankheiten vorbeugen, sie können sogar bereits bestehende Krankheiten heilen.«

Der deutsche Ernährungswissenschaftler Prof. Dr. Claus Leitzmann erklärt: »Die pflanzlichen Lebensmittel sind deshalb vorteilhaft, weil sie bestimmte Substanzen enthalten, die wir in tierischen Lebensmitteln überhaupt nicht finden, zum Beispiel Ballaststoffe oder auch sekundäre Pflanzenstoffe. Wie der Name schon sagt, werden diese Stoffe von den Pflanzen synthetisiert. Und man weiß heute, dass gerade die sekundären Pflanzenstoffe einen erheblichen günstigen Einfluss auf unsere Gesundheit haben.«

Doch warum sind diese Tatsachen in der Öffentlichkeit so wenig bekannt? »Das Problem ist, dass mit Fleisch, Milch und Eiern sehr viel Geld verdient wird«, erklärt der Mediziner Dr. Ernst Walter Henrich. »Und dass diese Konzerne natürlich Profit erwirtschaften wollen, ist klar. Auf der anderen Seite gibt es keine Interessensgruppe, die Wert darauf legt, die Leute gesund zu erhalten. Denn wer hat ein finanzielles Interesse daran, dass die Leute gesund bleiben? - Keiner. Die Medizinindustrie verdient daran, dass sie die Leute therapieren kann. Nur an kranken Leuten kann die Medizinindustrie Geld verdienen. Auch die Pharmaindustrie verdient nur am kranken Menschen.«


Der Mediziner Dr. Ernst Walter Henrichl ist Spezialist für Gesundheitsvorsorge mit den Schwerpunkten pflanzliche Ernährung und gesunde Hautpflege. · Bild: www.hopeforall.at


Nahrung als Medizin: Betroffene berichten

Neben nationalen und internationalen Ernährungsexperten und Medizinern kommen in HOPE FOR ALL Betroffene zu Wort: Menschen, die einen Herzinfarkt erlitten oder an Diabetes oder Krebs erkrankten, berichten, wie sie durch die Umstellung auf vollwertige pflanzliche Ernährung wieder Gesundheit und Lebensqualität erlangten.

Der 53-jährige Elektroingenieur Arthur Soteros ist Opfer seiner Ernährung geworden. Erst war bei ihm Diabetes diagnostiziert worden, dann setzten massive Herzprobleme ein. Doch trotz acht Stents und einer Bypass-Operation verschlechterte sich sein Zustand dramatisch. Die therapeutischen Möglichkeiten waren erschöpft. Schließlich wandte er sich an Dr. Esselstyn. Seit 1968 arbeitet er für die Cleveland Clinic. Früher hat Dr. Esselstyn die chirurgische Abteilung geleitet. Heute leitet der 83-Jährige die Abteilung für Prävention und Heilung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Sein Motto lautet: »Gabel statt Skalpell«.


Arthur Soteros hatte einen langen Leidensweg hinter sich, als er Dr. Caldwell B. Esselstyn um Hilfe bat. Erst war bei ihm Diabetes diagnostiziert worden, dann setzten massive Herzprobleme ein. Nach der Umstellung auf eine fettarme, rein pflanzliche Ernährung wurde er gesund. · Bild: www.hopeforall.at


Bei Arthur Soteros brachte eine konsequente Umstellung auf eine fettarme, rein pflanzliche Ernährung den Durchbruch. »Nach 30 bis 40 Tagen waren die Schmerzen in meinem Herzen und das Taubheitsgefühl in meinem Gesicht verschwunden«, berichtet er. »Ich ernährte mich weiterhin rein pflanzlich. Fünf Monate später sagte mir mein Kardiologe und Hausarzt, dass ich von meinem Diabetes geheilt sei.« Später fragte ihn sein Augenarzt, warum er eine Brille tragen würde. »Mit dem Verschwinden des Diabetes hatte sich auch meine Sehkraft verbessert.« Auch sein Herzleiden ist verschwunden. Er hat gesunde Blutwerte und konnte seine Medikamente deutlich reduzieren. Und er verlor 20 Kilo überschüssiges Körpergewicht. »Ich fühle mich jetzt mit 53 Jahren besser als mit 30«, sagt Arthur Soeros.


Sharon Kintz hatte einen Herzinfarkt erlitten. Eine Operation lehnte sie ab. Stattdessen stellte sie auf eine vollwertige pflanzenbasierte Ernährung um. Mit Erfolg: Schon nach vier Wochen verschwanden die Schmerzen. · Bild: www.hopeforall.at


Auch Sharon Kintz, eine Herzinfarktpatientin, hat sich mit der Unterstützung von Dr. Esselstyn für Nahrung als Medizin entschieden: Sie strich konsequent tierische Produkte von ihrem Speiseplan. Auf die Herzoperation, die ihr nahe gelegt wurde, verzichtete sie. »Schon nach vier Wochen verschwanden die Schmerzen«, berichtet sie. »Ich hatte wieder Energie!« Als sie mit der Ernährungsumstellung begann, konnte sie kaum noch gehen. Zwei Jahre später war sie körperlich wieder fit und nahm im Alter von 68 Jahren erfolgreich an einem Halbmarathon teil, dem ersten in ihrem Leben.


Ralf Brosius bekam 2006 die Diagnose Lungenkrebs im Endstadium. Nach der Operation verzichtete er auf Chemotherapie und setzte auf Entgiftung, vegane glutenfreie Rohkost, Wildkräuter und eine gesunde Lebensführung. Heute ist er krebsfrei. · Bild: www.hopeforall.at


Ralf Brosius bekam 2006 die Diagnose Lungenkrebs im Endstadium (sechs Zentimeter großer Tumor, metastasiert). Die Hälfte seines linken Lungenflügels und mehrere befallene Lymphknoten wurden entfernt. Danach sollte eine Chemotherapie folgen. Doch Ralf Brosius entschied sich dagegen und konsultierte einen Arzt, der die Heilung mit pflanzlichen Mitteln bevorzugt und folgte seinen Ratschlägen. »Ich bin heute krebsfrei, weil ich auf den Konsum von tierischen Produkten verzichtet und pflanzlichen Produkten den Vorzug gegeben habe - in erster Linie unbehandelten, naturbelassenen Pflanzen, Gemüse, Obst und Wildkräutern, welche nicht erhitzt werden und so ein Maximum an Nährstoffen an mich weitergeben«, so Ralf Brosius.


Die Gesundheitsrevolution beginnt auf dem Teller

»Die wahre Gesundheitsrevolution geschieht nicht durch neue Pillen und Tabletten, ebenso wenig durch neue Behandlungsmethoden und Operationen«, ist der Chirurg und Präventivmediziner Dr. Esselstyn überzeugt. »Sie kann nur dann geschehen, wenn wir alle, die wir im Gesundheitsbereich arbeiten, den Menschen bewusst machen, welcher Lebensstil sie vor chronischen und tödlichen Krankheiten bewahrt. Und dabei steht die pflanzliche Ernährung ganz oben.«


Industrielle Massentierhaltung zerstört die


Lebensgrundlagen und unseren Planeten

Karl Ludwig Schweisfurth war Inhaber von Herta. Nach den durchrationalisierten Regeln amerikanischer Großschlachthöfe baute er Herta-Wurst zum größten industriellen Fleischproduzenten Europas aus. Doch mit dem Erfolg kamen ihm immer mehr Zweifel. Ihm wurde klar, »dass Fleisch von derart hochgezüchteten und gequälten Tieren keine lebensfördernde Nahrung sein kann.« 1984 verkaufte er Herta und fing noch einmal neu an mit dem Ziel, Bio-Fleisch ethisch vertretbar zu produzieren. Nachdem Schweisfurth das aufrüttelnde Buch »Tiere essen« von Jonathan Safran Foer gelesen hatte, wurde der Metzger Vegetarier. Seither lebt er mit dem Dilemma, in seinem Betrieb Bio-Fleisch zu produzieren, obwohl er privat das Essen von Fleisch nicht mehr mit seinem Gewissen vereinbaren kann.


Karl Ludwig Schweisfurth, ehemals größter Fleischfabrikant Europas, prangert an, dass die heutige Form der Landwirtschaft unsere Lebensgrundlagen zerstört und den Planeten ausplündert. · Bild: www.hopeforall.at


»Immer mehr Menschen fressen immer mehr Tiere, weil immer mehr Menschen sich Fleisch leisten können«, sagt der ehemals größte Fleischfabrikant Europas. Doch in 20 Jahren werde nicht mehr genug Futter da sein: »Dann fressen wir die Erde kahl. Es gibt den Weltagrar­bericht, es ist alles berichtet, dass wir mit der heutigen Form der Landwirtschaft unsere Lebensgrundlagen zerstören, den Boden zerstören, den Planeten ausplündern.«

Der wachsende Fleischkonsum beschleunigt den Klimawandel und das Artensterben. Er schädigt Böden, Wasser und Luft. Und er verschärft den Welthunger.


Der massenhafte Fleischkosum


verschärft den Welthunger

»Das meiste Getreide, das auf unserem Planeten angebaut wird, wächst nicht als Nahrung für den Menschen«, kritisiert die Trägerin des Alternativen Nobelpreises Dr. Vandana Shiva.


Die Trägerin des Alternativen Nobelpreises Dr. Vandana Shiva ist Quantenphysikerin, Umweltschützerin und Vorstandsmitglied im Weltzukunftsrat. Außerdem berät sie die Welternährungsorganisation (FAO) der Vereinten Nationen. · Bild: www.hopeforall.at


Weltweit hungern 1,8 Milliarden Menschen. Alle 6 Sekunden stirbt ein Kind an Unterernährung – das sind fast 15.000 Kinder pro Tag. Der Großteil der Welternte an Getreide und Soja landet in den Futtertrögen der industriellen Massentierhaltung

»Nur 2 Prozent des in den Vereinigten Staaten angebauten Sojas werden von Menschen verzehrt. Rund 70 Prozent werden an Tiere verfüttert. Und rund 28 Prozent dienen der Gewinnung von Bio-Treibstoff«, erklärt Dr. Vandana Shiva. Nur rund 10 Prozent der weltweiten Maisernte werden von Menschen verzehrt. Der Großteil wird ebenfalls an Schlachttiere verfüttert. »Wir sprechen also von einem System, das unter dem Deckmantel, Menschen zu ernähren, Hunger auf diesem Planten erzeugt«, so die Quantenphysikerin und Umweltschützerin.


Abholzung des Regenwaldes

Jedes wird dritte Getreidekorn, das weltweit eingebracht wird, für die Tiermast verwendet. Die Industriestaaten können die ungeheuren Futtermengen nicht mehr selbst produzieren: Europa importiert bereits drei Viertel seines Futtermittelbedarfs. Allein 35 Millionen Tonnen Soja kommen auf diesem Weg zu uns – vorwiegend aus Südamerika. Doch die für den Futtermittelanbau verwendeten Flächen sind keine freien Äcker, sondern kostbarer Regenwald, der den Monokulturen der Agrarkonzerne weichen muss.


Der massenhafte Fleischkonsum


verschärft den Klimawandel

»Es gibt ja Berechnungen, wie klimaschädlich ein Kilogramm Fleisch ist«, sagt Martin Hofstetter, Umweltexperte und Agrarwissenschaftler bei Greenpeace. »Bei einem Kilo Rindfleisch sind das 12 bis 13 Kilogramm CO². Wenn man dies umrechnet in Autokilometer, dann entspricht eine PKW-Fahrt von 100 Kilometern einem Kilogramm Rindfleisch. Bei Geflügel- und Schweinefleisch entspricht ein Kilogramm Fleisch einer Fahrt von etwa 50 Kilometer. Nehmen wir Gemüse, dann sind das 600 Gramm CO² - das sind nur 5 Kilometer. Daran sieht man, wie klimaschädlich die Tierhaltung ist und wie klimaschädlich mein Fleischverzehr ist. Also, wenn ich etwas fürs Klima tun will, dann sollte ich natürlich weniger Auto fahren, aber ich sollte genauso auch weniger Fleisch essen.«


Martin Hofstetter ist bei Greenpeace Berlin für Agrar- und Umweltpolitik zuständig: »1 Kilo Rindfleisch ist so klimaschädlich wie eine PKW-Fahrt von 100 Kilometern«. · Bild: www.hopeforall.at


Zu den Nebenwirkungen der Fleisch- und Milchproduktion gehört auch die Erzeugung von Methangas. Es entsteht vorwiegend in den Mägen von Wiederkäuern wie Rindern. Experten gehen davon aus, dass Methan 25 Mal klimaschädlicher ist als CO². Noch bedenklicher als Methan ist Lachgas, das als fast 300 Mal so klimaschädlich eingestuft wird wie CO². Es wird beim Ausbringen von Kunstdünger freigesetzt, zum Anbau der Futtermittel für die Fleischindustrie. Diese und viele weitere Faktoren lassen die industrielle Massentierhaltung zu einem Brandbeschleuniger des Klimawandels werden. Immer häufiger erfahren wir von einer neuen Jahrhundert-Dürre, einer erneuten Jahrhundert-Flut, einem weiteren Jahrhundert-Sturm oder dem Fortschreitenden Abschmelzen der Gletscher und Pole.

Hinzu kommt: Riesige Mengen Mist und Gülle aus der Massentierhaltung verseuchen unsere Umwelt. Bei der Produktion von einem Kilogramm Fleisch entstehen etwa 6 Kilogramm Gülle. Gülle setzt unter anderem Ammoniak frei, das die umliegende Luft verätzt und die Böden nachhaltig schädigt. Gülle gefährdet zudem mit ihren Nitraten auch unser Trinkwasser.


Zudem benötigt die Herstellung von Fleisch- und Milchprodukten ungeheure Mengen an Trinkwasser:
· Für die Produktion von 1 Kilo Eier braucht man 3.300 Liter Wasser.
· Die Erzeugung von 1 Kilo Käse verbraucht etwa 5.000 Liter Wasser.
· Für 1 Kilo Schweinefleisch werden 4.800 Liter Wasser benötigt.
· Für die Produktion von 1 Kilo Rindfleisch werden sogar rund 15.500 Liter Wasser verbraucht.
Zum Vergleich: Für die Produktion von 1 Kilo Brot werden 1.320 Liter Wasser gebraucht, für 1 Kilo Kartoffeln 255 Liter, für 1 Kilo Tomaten 184 Liter und für 1 Kilo Karotten nur 131 Liter.
(Quelle: www.waterfootprint.org)

»Die Fleischindustrie ist ein Skandal«, fasst es die Wissenschaftlerin und Trägerin des Alternativen Nobelpreises Dr. Vandana Shiva zusammen. »Es ist ein Verbrechen gegen die Erde und gegen unseren Körper.« Der massenhafte Fleischkonsum bewirke eine biologische Katastrophe, erklärt sie. Er zerstört die Artenvielfalt, das Klima, das Wasser, den Boden, die Luft.

Vor allem aber ist die Fleischindustrie ein Verbrechen gegen die Tiere. Und hier liegt der Schwerpunkt von HOPE FOR ALL.


Seit Bestehen der Menschheit hat es kein


solches Ausmaß an Tierquälerei gegeben"

Fleisch ist so billig wie nie zuvor. 98 Prozent davon stammt aus industrieller Massentierhaltung.

»In der intensiven agrarindustriellen Haltung werden die Tiere nicht mehr als Individuen gesehen, sondern als bloße Produktionsmittel, wie Blechdosen, Auto­ersatzteile oder als Gebrauchsartikel mit dem Ziel, höchstmöglichen ökonomischen - sprich wirtschaftlichen – Gewinns«, sagt der Tierarzt Dr. Hermann Focke. Als Insider weiß er wie kein anderer, wovon er spricht: Dr. Focke war langjähriger Leiter des Veterinäramts Cloppenburg, der Region mit der größten Dichte von landwirtschaftlich genutzten Tieren in Europa. In den 1990er Jahren wurde er bundesweit bekannt, als er zahlreiche skandalöse Missstände bei internationalen Schlachttiertransporten sowie millionenschwere Subventionsbetrügereien der Fleischindustrie publik machte.


Dr. Hermann Focke, langjähriger Veterinäramtsleiter in der Region mit der größten Dichte von in Massentierhaltung gehaltenen Tieren in Europa, bringt es auf den Punkt: »Seit Bestehen der Menschheit hat es kein solches Ausmaß an Tierquälerei gegeben - sowohl was Quantität als auch die Intensität angeht - wie in unserer Zeit.« · Bild: www.hopeforall.at


Seine Erfahrungen veröffentlichte Dr. Hermann Focke in dem wichtigen Buch »Tierschutz in Deutschland - Etikettenschwindel?!«
Und in seinem Buch »Die Natur schlägt zurück - Antibiotikamissbrauch in der intensiven Nutztierhaltung und Auswirkungen auf Mensch, Tier und Umwelt« beschreibt er die dramatischen Folgen von Massentierhaltung und agrarindustrieller Produktion und die steigende Gesundheits­belastung durch die riesigen Mengen an antibiotikakontaminierter Gülle.


25 Hühner pro Quadratmeter

»Bis zu 40.000 Masthühner werden in großen Ställen gehalten, und zwar derartig beengt, dass in der Regel 25, 26 und auch mehr Tiere pro Quadratmeter untergebracht sind«, so der ehemalige Veterinärdirektor. »Die Tiere haben also kaum Bewegungsmöglichkeiten.« Masthühner werden bereits nach 42 Tagen geschlachtet. In dieser kurzen Zeit müssen sie rund zwei Kilo Gewicht zu­legen – kein Organismus hält einem solch brachialen Wachstum stand. »Die Tiere nehmen so schnell an Gewicht zu, dass die Entwicklung des Skeletts gar nicht mitkommen kann, und liegen dann – sowohl die Masthühner wie auch die Mastputen – am Ende der Mast fast nur noch auf ihrer eigenen Brust, weil die Gliedmaßen das zunehmende Gewicht nicht mehr halten können«, erklärt Tierarzt Dr. Focke.

Viele Masthühner sterben schon vor der Schlachtung. Sie schaffen es nicht mehr, sich zu den Wassernäpfen zu schleppen. Andere sterben an zuchtbedingten Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder am Stress.


Ein Leben im Kastenstand

Schweine zählen zu den intelligentesten Säugetieren. Verhaltensforschern zufolge sind sie intelligenter als Hunde. Wie Elefanten, Delfine und Primaten können sich Schweine selbst im Spiegel erkennen und haben offensichtlich eine Form von Selbstbewusstsein. Außerdem zeigen sie ein sehr ausgeprägtes Sozialverhalten. Und von wegen Schweine wären keine sauberen Tiere: Wenn sie genug Platz haben, legen sie Toiletten an.

Doch in der industriellen Massentierhaltung müssen Mutterschweine einen Großteil ihres Lebens in Kastenständen verbringen, in denen sie sich fast nicht bewegen können. Sie liegen auf nacktem Beton. Es ist den Mutterschweinen nicht möglich, ihren Kindern große, weiche Nester zu bauen, wie sie es in der Natur tun würden. Ihre Jungen bringen sie in so genannten Abferkelbuchten zur Welt.
Darin fixiert, ist es ihnen nicht möglich, sich um ihre Ferkel zu kümmern. »Die Sauen in der modernen Schweinehaltung sind die ärmsten Schweine im wahrsten Sinne des Wortes«, so Dr. Hermann Focke.

Die Ferkel werden auf engstem Raum gemästet: Laut EU-Norm ist für ein Mastschwein von bis zu 110 Kilo eine Mindestfläche von nur 0,75 m⊃2; vorgesehen. Bis zu 10 Prozent der Tiere sterben schon vor der Schlachtung.


Massenhafter Einsatz von Antibiotika

Jan Gerdes führte einen Milcherzeugungsbetrieb, bis er das Tierleid nicht mehr mit seinem Gewissen vereinbaren konnte. Aus Hof Butenland, den er von seinen Eltern übernommen hat, machte er einen Lebenshof für Tiere und gründete ein Kuhaltersheim. Er erklärt: »Heutzutage gibt es riesen Herden, und die Herden immer größer. Und da merkt kein Mensch mehr, wenn eine Kuh krank ist.«


Jan Gerdes war Milchbauer, zunächst konventionell, dann als Demeter-Hof. Doch auf Dauer konnte er das auch auf Biohöfen mit der Milcherzeugung verbundene Tierleid nicht ertragen. Er machte aus Hof Butenland ein Kuhaltersheim. · Bild: www.hopeforall.at


Das entstehen von Infektionskrankheiten ist eines der größten Probleme in der industriellen Massentierhaltung. Knapp 3/4 aller Antibiotika landen in der Massentierhaltung. Der Einsatz von Antibiotika als Leistungsförderer im Tierfutter ist seit 2006 EU-weit verboten. Doch es gab keinen Rückgang des Antibiotika-Einsatzes, im Gegenteil: Die Antibiotikamengen stiegen Jahr für Jahr massiv an. »Das ganze ist ein riesen Schwindel«, weiß der ehemalige Amtsveterinär Dr. Hermann Focke. »Im Gegensatz zur Humanmedizin kann der Veterinär direkt vom Hersteller oder aus dem Großhandel Antibiotika beziehen und dann selbst anwenden oder weitergeben an den Tierhalter. Und daran verdient er natürlich.«

In seinen Büchern »Die Natur schlägt zurück« und »Die Antibiotika-Lüge: Massentierhaltung und Antibiotikamissbrauch - der direkte Weg ins Verderben für Mensch und Tier« zeigt Dr. Hermann Focke auf, wohin der routinemäßige Antibiotika-Einsatz führt: zu Resistenzen. Das heißt: Die bisher wichtigsten Medikamente gegen bakterielle Infektionskrankheiten verlieren immer mehr an Wirksamkeit. In Europa sterben bereits jährlich 25.000 Menschen an Infektionen, weil die Erreger gegen Antibiotika resistent sind.


Ein Schlächter steigt aus

Hubert Liebertz arbeitete als Kopfschlächter in verschiedenen Schlachthöfen, bis er das Leid der Tiere nicht mehr ertragen konnte. »Ich habe sehr oft gesehen, wie Tiere nicht richtig betäubt waren: Schweine, die aus dem Brühkessel gesprungen sind, wo der Kopfschlächter hingegangen ist und mit einer Eisenstange noch mal draufgehauen hat. Das ist eigentlich Standard, das ist völlig normal.« Tiere von Bio-Höfen sind übrigens keine Ausnahme, sie durchlaufen im Schlachthof dieselben »Produktionsprozesse«. Wird das Tier zerlegt, hat es alle Qualen, die die Industrie zu bieten hat, durchlitten.


Hubert Liebertz arbeitete als Kopfschlächter in verschiedenen Schlachthöfen, bis er das Leid der Tiere nicht mehr ertragen konnte. Heute leitet er eine Hundeschule in Köln. · Bild: www.hopeforall.at


"Verändern wir unser Essverhalten,


so verändern wir den Planeten"

»Mein Ziel mit HOPE FOR ALL ist es, dies alles natürlich einerseits aufzuzeigen, gleichzeitig aber auch den Einzelnen an die Wichtigkeit von Eigenverantwortung und die Kraft des Einzelnen zu erinnern«, erklärt Filmemacherin Nina Messinger. »HOPE FOR ALL hat eine klare Botschaft: Verändern wir unser Essverhalten, so verändern wir den Planeten.«

Lesen Sie auch das Interview mit Nina Messinger


Der bewegende Kinofilm jetzt auf DVD:

»Dieser wichtige Film zeigt, was wir tun müssen, um diesen Planeten und all seine Bewohner zu schützen.«
(Paul McCartney)

»Jede Mahlzeit ist eine Chance, die Welt zu verändern«
(Dr. Vandana Shiva, Wissenschaftlerin und Trägerin des Alternativen Nobelpreises)

»Es ist Zeit für einen Bewusstseinswandel. Schauen Sie diesen Film!«
(Thomas Berthold, Fußball-Weltmeister)

»Dieser Film kann Ihr Leben retten! Beherzigen Sie seine Botschaften und nehmen Sie Ihre Gesundheit selbst in die Hand. Sich für eine pflanzliche Ernährung zu entscheiden, wird der beste Entschluss Ihres Lebens sein.«
(Dr. Neal Barnard, Präsident der Ärzteorganisation PCRM (Physicians Committee for Responsible Medicine)

HOPE FOR ALL Unsere Nahrung - Unsere Hoffnung
Ein aufrüttelnder Dokumentarfilm von Nina Messinger
Auf DVD und Blu-ray, Oktober 2016
Laufzeit 96 min
Freigegeben ab 12 Jahren

Infos zum Film:
www.hopeforall.at

(C) 2011 - Alle Rechte vorbehalten

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