Freiheit für Tiere
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Diplomarbeit: Massentierhaltung und Werbung

Kommunikationsdesigner Denis Becker hat für seine Diplomarbeit an der Fachhochschule Dortmund Kochrezepte mit den dazugehörigen Bildern aus der Massentierhaltung kombiniert. Die Rezepte »Spiegeleier mit Speck«, »Medaillon vom Schwein«, »Hähnchen mit mariniertem Gemüse« oder »Rippchen mit aromatisiertem Reis« können alle nachgekocht werden - wenn dem Betrachter angesichts der Bilder und einiger kurzer Fakten zur »Zubereitung« nicht der Appetit vergeht.

RIPPCHEN mit aromatisiertem Reis

Design: Denis Becker Dipl.-Des. (FH)

Foto: soylent-network

ZUBEREITUNG: RIPPCHEN mit aromatisiertem Reis
Die Schweine zu mehreren 10.000 Tieren in dunkle Mastställe einsperren und in vier bis sechs Monaten schlachtreif mästen.
Zur Leistungsförderung und präventiv Medikation, Antibiotika und andere Medikamente unter das Futter mischen.
Das schlachtreife Schwein betäuben, Kehle durchschneiden und ausbluten lassen. Offene Verletzungen und Entzündungen wegschneiden.

SPIEGELEIER mit Speck

Design: Denis Becker Dipl.-Des. (FH)

Foto: PETA Deutschald e.V.

ZUBEREITUNG: SPIEGELEIER mit Speck
Legehennen in gestapelte Gitterkäfige einsperren.
Das für die Schalenbildung notwendige Calcium aus den immer spröder werdenden Knochen der Hennen mobilisieren.
Sobald die Leistung abnimmt, das völlig entkräftete Tier in den Schlachthof bringen und töten.
Die nutzlosen männlichen Küken bei lebendigem Leib zerschreddern, zerquetschen oder vergasen.

Werbung und Realität - eine trügerische Phantasie

Mit seinen Plakaten will Diplom-Designer Denis Becker darauf aufmerksam machen, dass Produkte wie Schinken, Wurst, Eier oder Käse in der industriellen Massentierhaltung entstehen und mit millionenfacher Tierquälerei verbunden sind - aber mit einer völlig gegenteiligen Darstellung beworben werden: »Beispiel Milch - Während zur Herstellung von Milch die Kühe künstlich besamt, zyklisch geschwängert, von ihren Kälbern getrennt, zweimal täglich gemolken und später geschlachtet werden, wird in der Darstellung der entsprechenden Milchprodukte oftmals eine traumhafte Idylle von freien und glücklichen Kühen präsentiert.«

Werbung und Realität seien eine trügerische Phantasie: »So gibt es Darstellungen lachender Schweine, die mit Zustimmung und voller Zufriedenheit einen toten Artgenossen dampfend auf dem Teller präsentieren. Viele Menschen nehmen diese höchst widersprüchlichen Botschaften gar nicht mehr bewusst wahr.«

Plakate für eine vegane Ernährung

Jedes Rezept auf den Plakaten ist mit Informationen zur »Zubereitung« versehen, welche die Realität hinter der bunten Werbung zeigen.

Ziel der Plakate ist es, eine größere Masse von Menschen zu erreichen und dazu animieren, sich eingehender mit diesen unbequemen Wahrheiten auseinanderzusetzen.

Für seine Diplomarbeit »Plakate für eine vegane Ernährung« hat Denis Becker 9 Plakate im DIN A1-Format erstellt. Offenbar haben Design und Aussage die Prüfer überzeugt - denn die Diplomarbeit wurde mit der Note 1,0 bewertet.

Diplomarbeit »Plakate für eine vegane Ernährung«
9 Plakate ansehen und Informationen
Internet:
www.denisbecker.com