Babys auf dem Ostertisch: Lasst die Osterlämmer leben!

Schaf Lämmchen Nicole Piepgras - Shutterstock

Schafe und Lämmer sind der Inbegriff von Reinheit und für das Leben

- und wurden in Religion und Mythologie als Symbol für die Hingabe und Zuwendung zu Gott betrachtet. Lämmer wurden zu Zeiten Jesu zum Passahfest als Opferlamm geschlachtet - für die Sünden der Menschen. Die Reinheit und Makellosigkeit der Opferlämmer sollte einen strafenden Gott milde stimmen.

Jesus aber trieb die Tierhändler aus dem Tempel und ließ die Tiere frei. Darum hat der blutige Brauch, zu Ostern Lämmer zu schlachten und zu essen, nichts mit Jesus, dem Christus und nichts mit echtem Christentum zu tun!
· Bild: Nicole Piepgras - Shutterstock.com

Wenn im Frühling die Natur erwacht, erfreut uns der Anblick kleiner weißgelockter Lämmchen, die - manchmal noch auf wackligen Beinen - bei ihren Müttern trinken oder verspielt und voller Lebensfreude über die Wiese springen. Nicht nur Kindern entlockt dieses Bild begeisterte Ausrufe: »Wie süß! Wie goldig!« Doch die grausame Wahrheit ist: All diese Lämmchen werden bald unter dem Metzgermesser enden. Pünktlich zu Ostern landen Lämmer als Braten auf dem Teller. Denn für viele Menschen gehört der Lammbraten zum traditionellen Festessen zu Ostern.

Schafmutter mit Lämmern Poppy0325 - Shutterstock

»Lamm« ist nicht nur ein Inbegriff für Unschuld und Reinheit, sondern auch für »besonders zarten Fleischgenuss«.

Bild: Poppy0325 - Shutterstock

Schafe werden in Deutschland fast ausschließlich zum Schlachten gehalten

In Deutschland werden Schafe längst nicht mehr wegen der Wolle gehalten, da die Weltmarktpreise für Wolle unter den Produktionskosten liegen. Wolle wird aus Ländern wie Australien, Neuseeland oder China aus Massenhaltung importiert.

Bei uns werden Schafe fast ausschließlich zur Fleisch­produktion gehalten: 98 Prozent der Einnahmen der Schafhalter werden durch den Fleischverkauf erzielt. So werden jedes Jahr in Deutschland eine Million Schafe - fast ausschließlich Lämmchen - geschlachtet.

Schafmutter mit Lämmchen Poppy0325 - Shutterstock

Ein Lämmchen: geboren, um geschlachtet zu werden.

Bild: Poppy0325 - Shutterstock

Babyfleisch auf dem Ostertisch

Eine besondere Spezialität gerade zu Ostern sind Milchlämmer - also Säuglinge, die noch bei der Mutter trinken, zwischen acht Wochen und einem halben Jahr alt. Sie haben sehr helles, zartes Fleisch, das als »butterweich und fettarm« gilt - Babyfleisch eben. Sind die Lämmer zwischen sechs Monaten und einem Jahr alt, werden sie als »Mastlämmer« bezeichnet.

Metzgereien werben vor Ostern damit, dass man bei ihnen Osterlamm oder Lammbraten - als Lammrücken oder Lammkeule - vorbestellen kann. Viele Schäfer schlachten selbst und verkaufen die Osterlämmer direkt.

Schaf Lamm geschlachtet leopictures - Shutterstock

Lamm zu Ostern hat eine lange, angeblich »christliche« Tradition.

Bild: leopictures - Shutterstock.com

Osterlamm - eine blutige Tradition

Lamm zu Ostern hat eine lange, angeblich »christliche« Tradition. Noch heute kommt Lamm bei vielen Familien als Ostermahl auf den Tisch. In Wirklichkeit hat der blutige Brauch nichts, aber auch gar nichts, mit Jesus, dem Christus, zu tun!

Lämmer waren zu Zeiten von Jesus Opfertiere im Tempel. Doch Jesus prangerte genau diese grausame Tradition an. Er trieb die Tierhändler beim Passahfest in Jerusalem aus dem Tempel und ließ die Lämmer frei! Dies war ein wesentlicher Grund, warum die jüdischen Pharisäer und Schriftgelehrten dafür sorgten, dass Jesus ans Kreuz genagelt wurde, woran wir uns jedes Jahr zu Ostern erinnern.

Die kirchliche Tradition, an Ostern Lamm zu essen, bezieht sich auf Jesus als »Lamm Gottes«, wie ihn Johannes der Täufer nannte, und die Vorstellung, dass sich Jesus für die Erlösung der Menschen selbst opferte. Doch in Erinnerung an Christus, das »Lamm Gottes«, zu Ostern Lamm zu essen, ist mehr als makaber - und eine komplette Verdrehung dessen, was Jesus lehrte und wofür der Sohn Gottes auf die Erde kam. Würden wir im Sinne Jesu handeln und IHM nachfolgen, würden wir - wie Jesus es tat - die Tiere frei lassen und ihnen das Leben schenken. Und wir würden - wie Jesus es tat - grausame Schlachtfeste anprangern.

Schäfer fängt Lämmchen Akhenaton Images - Shutterstock

Das romantische Bild des Schäfers, der fürsorglich seine Schafe hütet, entspricht leider nicht der Realität.

Hierzulande werden Schafe fast ausschließlich zur Fleischproduktion gehalten: 98 Prozent der Einnahmen der Schafhalter werden durch den Fleischverkauf erzielt. Das Schlachten gehört sogar zur Ausbildung zum »Tierwirt Schäferei« dazu. · Bild: Akhenaton Images - Shutterstock.com

Das kurze Leben der Lämmer: oft alles andere als Idylle

Entgegen weit verbreiteten Vorstellungen ist es in den meisten Fällen nicht so, dass die Lämmchen wenigstens bis zu ihrem frühen Tod ein »schönes Leben« haben: Sowohl die betäubungslose Amputation des Schwanzes als auch das Kastrieren ohne Betäubung ist bei Lämmern üblich. Zur Berufsausbildung jedes Schäfers - die genaue Bezeichnung ist »Tierwirtin / Tierwirt Schäferei« - gehört das Kastrieren von Lämmern und auch das Schlachten von Schafen dazu.

Die betäubungslose Amputation des Schwanzes ist bei unter acht Tage alten Lämmern erlaubt. Sie erfolgt durch Kupieren oder mit einem Gummiring, der über den Schwanz gezogen wird. Dadurch werden die Blutgefäße abgeklemmt und der untere Teil des Schwanzes stirbt im Lauf einiger Wochen ab.

Das Kastrieren ist bei männlichen Lämmern unter vier Wochen ohne Betäubung erlaubt. Das machen die Schafhalter selbst, ohne Tierarzt. Beim Kastrieren werden bei den kleinen Böckchen die Samenstränge mit einer Zange so gequetscht, dass die in den Samensträngen verlaufende Hodenarterie dauerhaft geschädigt wird.

Schafe markiert Abtransport Schlachthof William Booth - Shutterstock

Diese Lämmer werden allesamt zur Schlachtung abtransportiert. Die rote Markierung auf dem Kopf ist ihr Todesurteil.

Bild: William Booth - Shutterstock.com

Immer wieder tierquälerische Missstände in der Schafhaltung

Ob Wanderschäferei, Kleinbetrieb oder Hobby-Schafhalter: Mangelndes Wissen und die falsche Annahme, Schafe seien anspruchslos und genügsam, führen oft zu tierschutzwidrigen Situationen. Viele Schafe werden in dunklen, feuchten und schlecht belüfteten Ställen gehalten, andere stehen auf Wiesen ohne Unterstand, ohne Schutz vor Sonne, Wind, Nässe oder Kälte. Teilweise fehlt es sogar an regelmäßigem frischen Wasser. Immer wieder sind Schafe im Winter bei nasskalter Witterung oder bei Minusgraden ohne Unterstand im Freien zu sehen, teilweise mit frisch geborenen Lämmern, die Mütter mit entzündeten Eutern.

Bis zu 50 Prozent der im Winter geborenen Lämmer sterben an Lungenentzündung, Unterkühlung und Nahrungs- und Energiemangel. Obwohl die hohe Sterblichkeit bekannt ist, wird die Geburt von Lämmern weiterhin von vielen Schafhaltern in den Winter gelegt, da sie so von den höheren Preisen für Lammfleisch im Frühjahr profitieren.

Im Sommer stehen viele Schafe auf Wiesen ohne Schatten oder Unterstand und oft vor leeren Wassertrögen. Ein weiterer Missstand in der Schafhaltung ist häufig die mangelhafte Weide­beaufsichtigung. Dann kann es sein, dass sich Lämmer in Zäunen verfangen und dort unentdeckt elendig verenden.

Schafhalter, die nur einmal täglich kurz nach den Tieren sehen, erkennen vielfach nicht rechtzeitig, wenn Schafe leiden: zum Beispiel an Verwurmung oder Moderhinke. Die Moderhinke ist eine weit verbreitete entzündliche Klauen­erkrankung, die durch feuchte Böden in Verbindung mit mangelhafter Klauenpflege stark begünstigt wird und hoch ansteckend ist. Die Erkrankung ist äußerst schmerzhaft. Zu beobachten sind humpelnde Schafe, Tiere, die beim Weiden knien oder sich sogar auf den Vorderwurzelgelenken der Vorderläufe fortbewegen, um die Klauen von den Schmerzen zu entlasten. Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum zum Beispiel Deichschafe auf den Knien grasen? Die Antwort: Sie leiden wahrscheinlich an Moderhinke!

Sicher gibt es auch Schafhaltungen, die um das Wohlergehen ihrer Tiere bemüht sind, aber auch hier sind die Schafe und Lämmer in erster Linie eine Ware.

Obwohl ein Lamm als Inbegriff für Sanftmut und Unschuld gilt, wird es schließlich von seiner Mutter weggezerrt, um geschlachtet zu werden - auch wenn manche Schafhalter dies »traurig« finden.

Schaf Lämmchen gehäutet D Busquets - Shutterstock

Diesen Lämmchen wurde das Fell abgezogen.

Vielleicht wird daraus ein Lammfellteppich, ein Sofakissen oder eine Babydecke. Ganzes Lamm am Spieß gilt als Delikatesse, als »Grillspaß« und »Abenteuer« für »echte Männer«. Die Zeitschrift STERN titelte zum Beispiel: »Lamm grillen: Ran an den Spieß, Männer!« · Bild: D Busquets - Shutterstock.com

Ende unterm Schlachtermesser

Manche Schafhalter schlachten selbst auf dem eigenen Hof - oder die Lämmer werden verladen und zum Schlachthof transportiert. Sie riechen das Blut der anderen Tiere und spüren deren Verzweiflung.

Schafe geschlachtet Mehmet Cetin - Shutterstock

Bild Schlachtung: Mehmet Cetin - Shutterstock.com

Im Schlachthof werden Elektrozangen auf dem Kopf des Lammes platziert, und es wird ein Schock ausgelöst, der epileptische Krämpfe verursacht und schließlich zur Bewusstlosigkeit führt - wobei die Betäubung keinesfalls immer wirksam ist. Denn es kommt immer wieder vor, dass Tiere das Bewusstsein während der Schlachtung wiedererlangen. Getötet werden Lämmer und Schafe durch das Durchtrennen der Hauptschlagader am Hals, wodurch sie ausbluten.

Schäfchen mit Leichenteilen Markthalle

Süße Figuren einer Schafmutter mit Lämmchen auf der Theke einer Metzgerei - darunter liegen die Leichenteile.

Bild Metzgerei: FREIHEIT FÜR TIERE

FREIHEIT FÜR TIERE 3/2026

Freiheit für Tiere 3/2026

Artikelnummer: 3-2026

Tiernachrichten: Verletzter Kormoran klopft an Notaufnahme in Bremen • Amsterdam verbietet Werbung für Fleisch • Plakate in Londoner U-Bahnen: Gaskammern für Schweine nicht »human« • Niedersachsen: Klage wegen CO2-Betäubung von Schweinen • Größter Legehennen-Schlachthof Bayerns: Mehrere Mitarbeiter wegen Tierquälerei verurteilt • Neues Tierschutzrecht in Italien: Tiere sind keine »Sachen« - Härtere Strafen für Tierquälerei • Verstoß gegen das Schweizer Tierschutzgesetz: Größte Lachsfabrik in der Schweiz geplant • Studie: EU gibt 23% des Gesamthaushalts als Subventionen für Fleisch und Milch aus • Rheinland-Pfalz: Grundstück in Winzeln ab sofort jagdfrei • Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere • Kulturlandschaft: Die Logik hinter dem Artenverlust - Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs • Symbiosen: Pflanzen und Tiere im Garten • Nachhaltigkeit: Vegane Ernährung im Sport • TAMU: Das vegane Afrika-Kochbuch

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FREIHEIT FÜR TIERE 2/2026

Freiheit für Tiere 2/2026

Artikelnummer: 2-2026

Tiernachrichten: Schutzgebiet für ehemalige Show-Delfine in Süditalien entsteht • Verhaltenforschung: Werkzeuggebrauch bei Kühen - wie Primaten • Hobbyjagd: Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe • Stoppt die Jagd auf Vögel! • Tierportrait: Deutschlands Wilde Wölfe • Mit Tieren leben: ERST das Buch, dann der HUND: Ratgeber VOR dem Hundekauf • 101 Empfehlungen von internationalen Wissenschaftlern: Vegane Ernährung als Schlüssel gegen zunehmende Gesundheitskrisen • Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund? • Ernährung ohne Tierleid: Tipps für ein langes, gesundes und tierfreundliches Leben • Forschungstrend »Longevity«: Mit Pflanzenkraft gesunde Lebensjahre gewinnen - mit Rezepten • Lifestyle: »VEGAN & Delicious« von Bianca Zapatka - Tierfreundliche Rezepte

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FREHEIT FÜR TIERE 1/2026

Freiheit für Tiere 1/2026

Artikelnummer: 1/2026

Tierschutz aktiv: Delfinarien: Schluss mit Delfinen in Gefangenschaft! • Historisches Urteil in Spanien: Massive Umweltverschmutzung durch Massentierhaltungverstößt gegen Menschenrechte • Bayerns größter Milchviehbetrieb: Tierhaltungsverbot wegen schwerer Tierquälerei • Gesetz ab 2026 in Österreich: Heimtierhaltung mit Sachkundenachweis • Neues Gesetz zur Heimtierhaltung: Interview Prof. Rudolf Winkelmayer, Veterinär und Tierethiker • Ethik und Religion: Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche • Tierportrait: »Hase und ich« - Ergreifende Rettung und Aufzucht eines Feldhasenbabys • Studie: Schon eine Scheibe Wurst am Tag erhöht das Risiko für chronische Krankheiten • Studie: Pflanzliche Ernährung reduziert Krebsrisiko deutlich • Italienische Küche vegan: Kochen alla Nonna • Rezept: Cavatelli agli spinaci • Rezept: Pasta al forno • Rezept: Tiramisu • DVD-Tipp: »Gottes Gäste« - Jetzt drei Tiergemärchen von Manfred Kyber auf DVD

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Neuauflage: FREIHEIT FÜR TIERE - Fakten gegen die Jagd

FREIHEIT FÜR TIERE: Fakten gegen die Jagd (völlig überarbeitete und auf 60 S. erweiterte Neuauflage)

Artikelnummer: 522

Fakten und Argumente gegen das blutige Hobby der Waidmänner und Waidfrauen: Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger immer mehr: Immer weniger Spaziergänger, Hundehalter, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Hobbyjägern angepöbelt oder sogar bedroht werden. Immer mehr Menschen protestieren gegen die Ballerei in Naherholungsgebieten. Und Berichte, dass Jäger aus Versehen Liebespaare im Maisfeld oder Ponys auf der Weide erschießen, können einem draußen in der Natur durchaus Angst machen. Warum Jäger Jagd auf Hasen machen, obwohl sie auf der »Roten Liste« bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden. Zudem haben 99,6 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen. Da stellt sich die Frage: Warum jagen Jäger wirklich?

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Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere

Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE

Tiere folgen nur ihren Instinkten und können höchstens ein paar angelernte Arbeitsschritte ausführen? Weit gefehlt! Sie können so viel mehr, als wir geahnt haben! Von Bergpapageien, die verschlossene Rucksäcke und Taschen öffnen, bis zu Kakadus, die mehrstufige Werkzeuge herstellen: Die Kognitionsbiologin Prof. Dr. Alice Auersperg nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise über die erstaunliche Kreativität, den verblüffenden Einfallsreichtum und Erfindergeist von Tieren - und sie zeigt, wie nah uns Tiere wirklich sind! weiter

Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust. Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs

In seinem Buch »Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust« berichtet Guido Meyer, wie er erst als Spaziergänger und Mountainbiker, dann als Hundeführer und Fotograf immer tiefer in die Natur eintauchte und wildlebende Tiere wie Hirsche und Wölfe ganz nah erlebte. Und wie er dabei auf der anderen Seite immer öfter in Konfrontationen mit Jägern und sogar ernsthafte Bedrohungssituationen geriet, die ihn dazu brachten, intensiv über Jagd und Jäger zu recherchieren, über die dramatische Bedrohung der Arten und die Zerstörung von Lebensräumen, aber auch über das Ökosystem Wald, die wunderbare Kraft der Natur und die Symbiose von Natur und Tieren, an der auch wir Menschen teil haben können. Illustriert wird das Buch durch fantastische Fotografien, mit denen Guido Meyer seit Jahren auf seiner Plattform naturdigital.online begeistert. weiterlesen

Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe: Wie lange noch?

Im Februar 2026 hat ein 52-jähriger Hobbyjäger im Landkreis Bamberg seine 49-jährige Frau, seinen 14-jährigen Sohn, die 6-jährige Tochter und sich selbst erschossen.
Im Januar 2026 traf der Schuss eines Jägers einen 23-Jährigen in Nordrhein-Westfalen tödlich. In Niedersachsen verwechselte ein 77-jähriger Hobbyjäger eine Gruppe Spaziergänger mit Wildtieren - eine 58-jährige Frau wurde schwer verletzt. In der Steiermark wurde ein 42-jähriger Hobbyjäger aus Versehen tödlich in den Kopf getroffen - beim Verladen eines erschossenen Wildschweins ins Auto löste sich ein Schuss.
Im Dezember 2025
tötete ein Hobbyjäger in der Oberpfalz seinen Nachbarn zwei Stockwerke über sich mit einem gezielten Kopfschuss. Ein anderer Hobbyjäger schoss vom Hochsitz aus Versehen auf einen 20-Jährigen und verletzte ihn so schwer, dass er im Krankenhaus notoperiert werden musste.
Im November 2025
erschoss ein Hobbyjäger in Reutlingen vier Familienangehörige und sich selbst - mit einer Schusswaffe, die er als Jagdscheininhaber legal besaß. Spaziergänger wurden von Jagdmunition getroffen, das Projektil eines Jägers durchschlug die Jalousie der Küchentür eines Hauses und ein Jagdschein­inhaber aus Crailsheim kündigte an, die »größtmögliche Anzahl an Ausländern« umbringen zu wollen. weiterlesen

Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche

»Wenn jemand Fleischspeisen, die Gott den Menschen zum Genuss gegeben hat, für unrein hält und ... auf sie verzichtet ..., der sei mit dem Bannfluch belegt.«

Papst Johannes III., Synode von Braga, 561 n. Chr.


Diesen Bannfluch verkündete Papst Johannes III. im Jahr 561 nach Christus auf der Synode von Braga in Portugal. Ein Bannfluch hatte die »Vogelfreiheit« zur Folge: Der Gebannte verlor als Ausgeschlossener aus der Gesellschaft alle Rechte.


Ganz in diesem Geiste wurden im Jahre 1051 durch die Bischofsversammlung in Goslar »Ketzer«, die ausschließlich von Pflanzennahrung lebten, zum Tode verurteilt, weil sie sich geweigert hatten, Hühner zu töten. Das Töten von Hühnern wurde zum »Test«, um Ketzer zu erkennen!
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DVD-Tipp: Jesus und die Tiere

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Jesus treibt die Tierhändler aus dem Tempel.

Jesus von Nazareth wurde im Stall mitten unter den Tieren geboren. Gab Gott damit den Menschen nicht ein Symbol, dass Sein Sohn nicht in einem Palast, sondern bei Schafen, Rindern, Eseln und Katzen zur Welt kam?

Zu Zeiten des Jesus von Nazareth wurden Lämmer und Tauben im Tempel für die Sünden der Menschen geopfert. Jesus trat gegen diesen blutigen Kult ein. Bekannt ist die Szene, wie Jesus nach seinem Einzug in Jerusalem die Tierhändler aus dem Tempel hinaustrieb und die Tiere freiließ. Und er rief: »Steht nicht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker? Ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht!« (Markus 11,17)

Über die Tierliebe des Jesus von Nazareth ist in der Bibel kaum etwas zu finden. Doch aus der frühchristlichen Geschichtsschreibung wird deutlich, dass Jesus kein Fleisch gegessen hat und sich für die Tiere einsetzte... weiterlesen

DVD: Jesus und die Tiere

Artikelnummer: 318

Vergleicht man die Bibel mit apokryphen Schriften, dann ist gut zu erkennen, dass die Kernaussagen oft die Gleichen sind, aber die Tierliebe Jesu, gänzlich fehlt. In dieser DVD werden viele Begebenheiten, bei denen Jesus über die Tiere sprach, wiedergegeben.

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»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

VEGGIE FOR KIDS

Artikelnummer: 053

Die Rezepte für das Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«- sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund!

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Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund?

Die gesundheitlichen Auswirkungen von vegetarischer und veganer Ernährung im Kindesalter sind immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass eine vollwertige pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund und bedarfsdeckend ist. Auch die bisher größte Studie dieser Art bestätigt nun: Pflanzliche Ernährung ist für Kinder und Jugendliche sicher und vorteilhaft. weiterlesen

Ernährung ohne Tierleid: Ein gesünderes Leben

Viele Menschen, die sich entscheiden, kein Fleisch mehr zu essen, tun dies aus ethischen Gründen: weil sie nicht möchten, dass Tiere für sie leiden und sterben müssen. Viele gehen den konsequenten Schritt weiter und lassen aus Liebe zu Kühen und Kälbchen Milch und Käse weg, essen aus Mitgefühl zu Hühnern keine Eier und leben rein pflanzlich. Und dann erfahren sie, dass eine vegane Ernährung ohne Tierleid auch die gesündeste ist!

Eigentlich würde uns dies schon der logische Menschenverstand sagen: Wie sollen Nahrungsmittel, die durch Leid und Tod entstehen, für uns gesund sein? In den letzten Jahren und Jahrzehnten sind tausende wissenschaftliche Studien veröffentlicht worden, die nachweisen: Eine Ernährung mit vollwertigen pflanzlichen Lebensmitteln ist gesund und versorgt uns auch mit allem, was wir brauchen. Diese Ernährungsweise beugt überdies zahlreichen Krankheiten vor, von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Krebs, Diabetes und Adipositas bis zu Demenz - und schützt damit vor vorzeitigem Tod. weiterlesen

Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis

Wir fangen gerade erst an, zu begreifen, dass das Gehirn von Tieren ähnlich komplex ist wie unser eigenes. Die Warnrufe von Präriehunden etwa sind nicht nur hektische Pfeiftöne, sie übermitteln damit differenzierte Nachrichten. Gorillas nutzen Zeichensprache, um vergangene Ereignisse zu schildern - wissen sie also, was heute, gestern und morgen ist? Nicht nur Primaten oder Elefanten, selbst kleinste Ameisen, denen man einen Farbtupfer auf dem Kopf angebracht hat, wollen diesen loswerden, sobald sie in einen Spiegel blicken - ein Beweis für ihr Ich-Bewusstsein, das Menschen erst ab dem zweiten Lebensjahr entwickeln. In ihrem Buch »Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis präsentiert Marianne Taylor 60 Tierarten, ihre bemerkenswerten kognitiven Fähigkeiten, ihre Gefühle und ihre ausgefeilte Kommunikation. weiter

Bayerischer Tierärztetag: Tierqual bei Milchkühen

Razzia auf Skandalhof in Bad Grönenbach. Pressemitteilung SOKO Tierschutz Kopie

Kühe, die nicht mehr laufen können, werden mit Treckern weggeschleift, Mitarbeiter treten ein liegendes Kalb:

Die aktuelle Undercover-Recherche von SOKO Tierschutz in Bayerns größtem Milchviehhof in Bad Grönenbach zeigt erneut massive Verstöße gegen den Tierschutz. · Bild: SOKO Tierschutz

Von Annemarie Botzki, Recherche und Kampagnen bei der Verbraucherschutzorganisation foodwatch e.V.

»Alle haben die Nase voll« - das ist der Satz, der mir vom bayerischen Tierärztetag in Kulmbach besonders im Ohr hängen bleibt. sitze mit 150 amtlichen und Amtstierärzt:innen in einem Konferenzraum. Normalerweise sind sie in detaillierte, fachliche Diskussionen vertieft. Aber diesmal ist die Stimmung anders. Angespannt. Frustriert. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Gestatten. Biber. Eine außergewöhnliche Freundschaft mit einer wildlebenden Biberfamilie

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Christian Kuschenreiter Aug’ in Aug’ mit einem Biber. Das freilebende Tier hat Vertrauen wie zu einem Familienmitglied.

Schwarze Knopfaugen, beeindruckende Schneidezähne, großer Paddelschwanz, Stupsnase und dichter Pelz: Biber sind entzückende Tiere, und obendrein schlau, empathisch, kommunikativ, verspielt - und eigentlich sehr scheu. Als Bettina und Christian Kutschenreiter im Jahr 2003 beim Fotografieren an einem Fluss in Oberbayern auf eine Biberfamilie treffen, ist das der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft, die bis heute anhält. Die Biber lassen die beiden Tierfreunde nach und nach an ihrem Leben teilhaben und suchen schließlich sogar bewusst ihre Nähe. Jetzt haben die beiden ein Buch über ihre Erlebnisse mit den Bibern geschrieben - mit vielen wunderschönen und sicher einzigartigen Fotos. weiter

Die Intelligenz der Hunde

Die internationale Forschung hat sich in den letzten Jahren zunehmend mit der Intelligenz von Hunden beschäftigt und dabei so manches bestätigt, was Hundefreundinnen und Hundefreunde längst wussten: Hunde denken viel komplexer als gedacht. Aber: Was genau ist Hundeintelligenz? Wie misst man sie? Haben wir dazu überhaupt die richtigen Werkzeuge und Vergleichsmaßstäbe? Sind »Menschenschläue« und »Hundeschläue« überhaupt vergleichbar? Und in welchen Bereichen haben Hunde andere oder viel mehr geistige Kompetenzen als wir? weiter

Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter