Bienen - mehr als Honiglieferanten

Die Biene ist ein Wunderwerk des Lebens - und ein Bienenschwarm ein faszinierender Superorganismus. Ein Leben ohne Bienen ist undenkbar: Bienen und Hummeln sind in der Natur für die Befruchtung von Blüten unverzichtbar. Doch seit Jahren schlagen Forscher Alarm: Das dramatische Bienensterben und der schleichende Rückgang von Hummeln und Wildbienen hat dramatische Folgen für die Landwirt schaft und vor allem den Obstanbau. Schon Albert Einstein soll gewarnt haben: Wenn die Bienen verschwinden, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben; keine Bienen mehr, keine Pflanzen, keine Tiere, keine Menschen mehr.

Von Torsten Jäger

Für viele Menschen ist ein Honigbrot vom Frühstückstisch nicht wegzudenken. Als Schlaraffenland gilt, wo Milch und Honig fließen. Und in der Naturheilkunde wird Honig zum Beispiel als desinfizierendes Mittel gegen Halsentzündungen oder bei infizierten Wunden verwendet.

Bienen gelten als emsig und sozial strukturiert. Generationen von Kindern sind mit der Biene Maja aufgewachsen; und so haben die meisten Menschen ein positives Verhältnis zu den summenden Insekten. Umso erschreckender erscheint die Vorstellung, dass das Bienensterben unzählige Völker dahin rafft. Als Ursachen hierfür werden eingeschleppte Schädlinge und Krankheiten ausgemacht, wie die Varroa-Milbe. Aber auch fehlende Nektarpflanzen gelten als Auslöser des Rückgangs.

Doch es steckt weit mehr hinter diesem Bienensterben: Die intensive Tierhaltung und die industrialisierte Landwirtschaft haben auch vor der Imkerei nicht Halt gemacht. Auch von den Bienen fordert man Höchstleistungen, berücksichtigt jedoch ihr natürliches Verhalten und ihre Lebensweise immer weniger. Ein ganzheitlicher Blick auf das Problem offenbart die wahre Misere.

Die Biene - ein Wunderwerk des Lebens

Die Biene ist mehr als ein Honig produzierendes Insekt. Jedes einzelne Tier ist ein Wunderwerk des Lebens. Bienen sind dem Menschen in einigen Fähigkeiten haushoch überlegen. Zwar nehmen sie kein Rot oder reines Grün wahr. - Rot erscheint schwarz, Grün erscheint grau. Doch viele Blumen mit roten Blüten locken die Bienen trotzdem an: Der Klatschmohn reflektiert UV-Licht, das Bienen wahrnehmen können. Durch die UV-Reflektion und Nicht-Reflektion der Blütenblätter werden die Bienen von den Blumen an den so genannten Saftmalen entlang zum Nektar geleitet. Bienen erkennen gleich zwei Arten von UV-Licht: Bienenpurpur und Bienenviolett.

Doch wie sieht so eine Biene eigentlich die Welt? Man kann es sich so vorstellen wie bei einem gedruckten Zeitungsfoto. Die 10.000 Einzelaugen der Biene bilden eine Art Rasterabtastung der Umgebung. Bienen erkennen selbst beim schnellen Flug über eine Wiese die Blüten der Blumen und können äußerst flink auf Angriffe oder Gefahren reagieren. Sie erkennen bis zu 200 Einzelbilder pro Sekunde. Beim Menschen verschmelzen bereits 25 Bilder pro Sekunde im Kino zu einem Film. Die Insekten erkennen polarisiertes Licht, wodurch sie sich auch bei bedecktem Himmel am Sonnenstand orientieren können.

Doch nicht nur beim Sehen sind sie dem Menschen teilweise überlegen. Bienen verfügen über eine verblüffende Eigenschaft. Auf ihren Fühlern sitzen 40.000 Reizempfänger, mit denen die Biene nicht nur Gerüche wahrnehmen kann. Sie kann auch feststellen, woher der Geruch kommt - von links oder rechts. Die Fühler sind zudem hochempfindliche Tastorgane, viele kleine Härchen vermitteln Tastinformationen. Das Zusammenspiel von Tast- und Riechfunktion der Fühler ergibt schließlich den Sinn des plastischen Riechens. Bienen können dadurch beispielsweise die sechseckige Form einer Wabe von anderen Formen auseinander halten. Auf den Fühlern sitzen zudem Reizempfänger für Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Kohlendioxidgehalt. Dies ist für die Stockpflege enorm wichtig.

Bienen können zwar nicht hören, aber über sehr kurze Entfernungen Luftschwingungen von Tänzerinnen (durch Flügelschlagen verursacht) mit Hilfe der Sinneshaare und der Johnstonschen Organe an der Fühlerbasis wahrnehmen.

Zur Richtungsorientierung verfügen Bienen über Organe, die mit Hilfe der Schwerkraft funktionieren. Borstenfelder an den Gelenkverbindungen zwischen Kopf, Brust und Hinterleib, an den Fühlern und Beinen signalisieren wo oben und unten ist. Zudem ist die Biene fähig, sich mit Hilfe des Erdmagnetfeldes zu orientieren. Millionen parallel ausgerichtete, eisenhaltige Kristalle im Hinterleib der Biene sorgen für diese Fähigkeit. So kann ein Bienenschwarm die Waben des neuen Stockes exakt und parallel zueinander ausrichten - zur gleichen Himmelsrichtung wie das Muttervolk.

Das Bienenvolk - ein Superorganismus

Das einzelne Tier ist bereits ein Wunder der Natur. Das Zusammenspiel eines Bienenvolks, das über 30.000 Individuen beherbergen kann, macht es zum Superorganismus. Es existiert eine genaue Arbeitsteilung, an die sich die Tiere auch halten: Die Königin ist für den Fortbestand des Volkes zuständig und legt Eier. Die Drohnen, also die männlichen Bienen, sorgen ausschließlich für die Befruchtung und müssen weder Futter sammeln noch Arbeiten verrichten. Sie werden vielmehr durch die Arbeiterinnen versorgt. Im Sommer schwärmt natür licher weise ein Teil des Volkes zusammen mit einer neuen Königin aus.

Bei den Arbeiterinnen existieren verschiedene Tätigkeitsfelder: Die Brut- und Stockpflege gehören dazu, natürlich die Sammeltätigkeit und das Auskundschaften sowie das Bewachen des Volkes. Arbeiterinnen leben in der Regel nur wenige Wochen, wobei die Winterbiene eine deutlich längere Lebensspanne hat als die Sommerbiene. Denn sie muss im Bienen stock den Winter überdauern und im Frühjahr direkt Futter für die neue Brut sammeln. Die Königin lebt bis zu fünf Jahre.

Gefährdung ganzer Ökosysteme durch Bienensterben

Die Honigbiene hat eine wichtige Funktion in der Natur und ist deutlich mehr als nur ein Honigproduzent. Sie bestäubt 85 Prozent der Kultur- und 50 Prozent der Wildpflanzen. Durch den Rückgang der Bienenvölker nimmt somit die Bestäubungsleistung ab. Folge sind nicht nur Ertragseinbußen bei Obst und Gemüse (und damit verbunden höhere Preise!) Ein Wegfall der Bestäuber von Wildpflanzen sorgt zudem für ein enormes Ungleichgewicht innerhalb des Ökosystems. Pflanzen bilden weniger Samen aus, weshalb sie sich auch weniger verbreiten. Vögel, Nager und Insekten, die von diesen Wildpflanzen, ihren Samen oder Früchten leben,
werden damit ihrer Lebensgrundlage beraubt und in ihrem Bestand gefährdet. So bedeutet der Rückgang der Bienenpopulation eben nicht nur weniger Honig und weniger Obst. Er bedeutet nicht nur, dass faszinierende Tiere in ihrem Bestand gefährdet werden. Vor allem zieht der Rückgang der Honigbiene eine Gefährdung ganzer Ökosysteme nach sich.

Zwar werden gerne eingeschleppte Schädlinge und Krankheiten als Ursache des Bienensterbens angebracht. Doch die Ursachen sind viel komplexer und vom Menschen gemacht. Umweltgifte, wie Pestizide und Unkrautvernichtungsmittel töten die Bienen oder machen sie krank. Zugleich nimmt die Blüten vielfalt immer weiter ab, die Biene findet keine passenden Lebensgrundlagen mehr vor. Monokultur ersetzt die Vielfalt. Man möchte Bienen gerne als Obstbaumbestäuber nutzen, gibt ihnen aber keine Möglichkeit, auch Wildkräuter anzufliegen. Denn diese vernichtet man mit Herbiziden. Dieses einseitige Nektarangebot kann für die Bienen nicht gesund sein.

Hinzu kommt: Die unnatürliche Haltung der Bienen in der konventionellen und zunehmend industriellen Imkerei schwächt sie. Bienen werden unter hohen Leistungsdruck gesetzt. Natürliche Verhaltensweisen werden unterbunden, wie beispielsweise die Tatsache, dass Bienen eigentlich einen Honigvorrat für den Winter anlegen. Den schmieren wir uns dann aufs Brot. Die Biene bekommt ihren Honig restlos abgenommen und durch Zuckerwasser ersetzt. Gesunde Bienennahrung sieht anders aus. Auch der Schwarmtrieb der Bienen wird unterbunden und somit in natürliche Verhaltensweisen eingegriffen. In der Natur ist es eine Selbstverständlichkeit, dass sich ein Bienenvolk ab einer gewissen Größe aufteilt und somit verbreitet. Konventionelle Bienenhaltung sieht den Schwarmtrieb als Mangel, als Fehler des Imkers und als negativ an. Dabei ist er die natürlichste Sache der Welt. Man hat mit der Europäischen Honigbiene zudem eine friedliche, aber zugleich auch wenig wehrhafte Biene gezüchtet: eine Biene, die möglichst viel Honig produziert und sich zugleich möglichst wenig zur Wehr setzt, wenn man ihr den Vorrat abnehmen will. All dies sorgt, im Zusammenspiel mit elektromagnetischen Wellen durch Handymasten o.ä. (Orientierung nach dem Erdmagnetfeld!), für eine Schwächung der Bienen. Die eingeschleppten Krankheiten und Schädlinge tun ihr Übriges.

Man könnte sagen, die Bienenhaltung stellt eine Ausbeutung der Tiere dar und verzichtet besser auf den Honigkonsum. Denn schließlich nimmt man den Bienen ihren produzierter Honig ab und zwingt sie, in vorgefertigte Waben zu bauen. Man verhindert ihren Schwarmtrieb, tötet Drohnenbrut ab und auch Weiselzellen (aus ihnen entstehen neue Königinnen).

Wer nicht ganz auf Honig verzichten möchte, sollte zumindest konventionellen Honig konsequent meiden. Bio-Honig hat, je nach Anbauverband, deutlich höhere Kriterien zu erfüllen. Hier ist beispielsweise keine Beschneidung der Flügel gestattet, Drohnenbrut wird nicht abgetötet. Bei der ökologischen Imkerei ist ein eigener Wachskreislauf Voraussetzung. Das bedeutet, die Waben werden nicht zugekauft, sondern der Imker stellt sie aus den Wachsmengen der eigenen Völker jedes Jahr frisch her. Dadurch wird verhindert, dass sich Umweltgifte im Wachs einlagern und Honig sowie Bienen belasten. Die ökologische Imkerei sorgt zudem für Vielfalt im Nektarangebot, es werden Wiesen angelegt und somit nicht nur den Bienen neue Futterquellen angeboten.

Was jeder zum Schutz der Bienen tun kann

Es gibt weitere Möglichkeiten, wie jeder Einzelne einen Beitrag zum Schutz der Honig- und Wildbienen leisten kann:

- Lassen Sie einige Wildkräuter im Garten stehen. Säen Sie Nektarpflanzen ein und pflanzen Sie bienenfreundliche Blumen.

- Regen Sie in Ihrer Stadt oder Gemeinde an, dass auf Flächen Wildblumenmischungen ausgesät werden und pure Grasflächen verschwinden.
- Verzichten Sie auf Pestizide und Unkrautvernichtungsmittel im Garten.
- Stellen Sie ein kleines Insektenhotel auf.
- Informieren Sie sich über die Bienenhaltung. Eine so genannte Bienenkiste bietet den Tieren weitgehend natürliche Lebensbedingungen. Sie behalten einen größeren Teil ihres Honigs als Wintervorrat, bauen ihre Waben noch selbst und dürfen schwärmen, wenn sie das wollen. So leisten Sie einen großen Beitrag zur Bestäubung von Kultur- und Wildpflanzen sowie zum Schutz des Ökosystems.

FREIHEIT FÜR TIERE 3/2026

Freiheit für Tiere 3/2026

Artikelnummer: 3-2026

Tiernachrichten: Verletzter Kormoran klopft an Notaufnahme in Bremen • Amsterdam verbietet Werbung für Fleisch • Plakate in Londoner U-Bahnen: Gaskammern für Schweine nicht »human« • Niedersachsen: Klage wegen CO2-Betäubung von Schweinen • Größter Legehennen-Schlachthof Bayerns: Mehrere Mitarbeiter wegen Tierquälerei verurteilt • Neues Tierschutzrecht in Italien: Tiere sind keine »Sachen« - Härtere Strafen für Tierquälerei • Verstoß gegen das Schweizer Tierschutzgesetz: Größte Lachsfabrik in der Schweiz geplant • Studie: EU gibt 23% des Gesamthaushalts als Subventionen für Fleisch und Milch aus • Rheinland-Pfalz: Grundstück in Winzeln ab sofort jagdfrei • Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere • Kulturlandschaft: Die Logik hinter dem Artenverlust - Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs • Symbiosen: Pflanzen und Tiere im Garten • Nachhaltigkeit: Vegane Ernährung im Sport • TAMU: Das vegane Afrika-Kochbuch

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FREIHEIT FÜR TIERE 2/2026

Freiheit für Tiere 2/2026

Artikelnummer: 2-2026

Tiernachrichten: Schutzgebiet für ehemalige Show-Delfine in Süditalien entsteht • Verhaltenforschung: Werkzeuggebrauch bei Kühen - wie Primaten • Hobbyjagd: Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe • Stoppt die Jagd auf Vögel! • Tierportrait: Deutschlands Wilde Wölfe • Mit Tieren leben: ERST das Buch, dann der HUND: Ratgeber VOR dem Hundekauf • 101 Empfehlungen von internationalen Wissenschaftlern: Vegane Ernährung als Schlüssel gegen zunehmende Gesundheitskrisen • Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund? • Ernährung ohne Tierleid: Tipps für ein langes, gesundes und tierfreundliches Leben • Forschungstrend »Longevity«: Mit Pflanzenkraft gesunde Lebensjahre gewinnen - mit Rezepten • Lifestyle: »VEGAN & Delicious« von Bianca Zapatka - Tierfreundliche Rezepte

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FREHEIT FÜR TIERE 1/2026

Freiheit für Tiere 1/2026

Artikelnummer: 1/2026

Tierschutz aktiv: Delfinarien: Schluss mit Delfinen in Gefangenschaft! • Historisches Urteil in Spanien: Massive Umweltverschmutzung durch Massentierhaltungverstößt gegen Menschenrechte • Bayerns größter Milchviehbetrieb: Tierhaltungsverbot wegen schwerer Tierquälerei • Gesetz ab 2026 in Österreich: Heimtierhaltung mit Sachkundenachweis • Neues Gesetz zur Heimtierhaltung: Interview Prof. Rudolf Winkelmayer, Veterinär und Tierethiker • Ethik und Religion: Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche • Tierportrait: »Hase und ich« - Ergreifende Rettung und Aufzucht eines Feldhasenbabys • Studie: Schon eine Scheibe Wurst am Tag erhöht das Risiko für chronische Krankheiten • Studie: Pflanzliche Ernährung reduziert Krebsrisiko deutlich • Italienische Küche vegan: Kochen alla Nonna • Rezept: Cavatelli agli spinaci • Rezept: Pasta al forno • Rezept: Tiramisu • DVD-Tipp: »Gottes Gäste« - Jetzt drei Tiergemärchen von Manfred Kyber auf DVD

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Neuauflage: FREIHEIT FÜR TIERE - Fakten gegen die Jagd

FREIHEIT FÜR TIERE: Fakten gegen die Jagd (völlig überarbeitete und auf 60 S. erweiterte Neuauflage)

Artikelnummer: 522

Fakten und Argumente gegen das blutige Hobby der Waidmänner und Waidfrauen: Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger immer mehr: Immer weniger Spaziergänger, Hundehalter, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Hobbyjägern angepöbelt oder sogar bedroht werden. Immer mehr Menschen protestieren gegen die Ballerei in Naherholungsgebieten. Und Berichte, dass Jäger aus Versehen Liebespaare im Maisfeld oder Ponys auf der Weide erschießen, können einem draußen in der Natur durchaus Angst machen. Warum Jäger Jagd auf Hasen machen, obwohl sie auf der »Roten Liste« bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden. Zudem haben 99,6 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen. Da stellt sich die Frage: Warum jagen Jäger wirklich?

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Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere

Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE

Tiere folgen nur ihren Instinkten und können höchstens ein paar angelernte Arbeitsschritte ausführen? Weit gefehlt! Sie können so viel mehr, als wir geahnt haben! Von Bergpapageien, die verschlossene Rucksäcke und Taschen öffnen, bis zu Kakadus, die mehrstufige Werkzeuge herstellen: Die Kognitionsbiologin Prof. Dr. Alice Auersperg nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise über die erstaunliche Kreativität, den verblüffenden Einfallsreichtum und Erfindergeist von Tieren - und sie zeigt, wie nah uns Tiere wirklich sind! weiter

Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust. Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs

In seinem Buch »Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust« berichtet Guido Meyer, wie er erst als Spaziergänger und Mountainbiker, dann als Hundeführer und Fotograf immer tiefer in die Natur eintauchte und wildlebende Tiere wie Hirsche und Wölfe ganz nah erlebte. Und wie er dabei auf der anderen Seite immer öfter in Konfrontationen mit Jägern und sogar ernsthafte Bedrohungssituationen geriet, die ihn dazu brachten, intensiv über Jagd und Jäger zu recherchieren, über die dramatische Bedrohung der Arten und die Zerstörung von Lebensräumen, aber auch über das Ökosystem Wald, die wunderbare Kraft der Natur und die Symbiose von Natur und Tieren, an der auch wir Menschen teil haben können. Illustriert wird das Buch durch fantastische Fotografien, mit denen Guido Meyer seit Jahren auf seiner Plattform naturdigital.online begeistert. weiterlesen

Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe: Wie lange noch?

Im Februar 2026 hat ein 52-jähriger Hobbyjäger im Landkreis Bamberg seine 49-jährige Frau, seinen 14-jährigen Sohn, die 6-jährige Tochter und sich selbst erschossen.
Im Januar 2026 traf der Schuss eines Jägers einen 23-Jährigen in Nordrhein-Westfalen tödlich. In Niedersachsen verwechselte ein 77-jähriger Hobbyjäger eine Gruppe Spaziergänger mit Wildtieren - eine 58-jährige Frau wurde schwer verletzt. In der Steiermark wurde ein 42-jähriger Hobbyjäger aus Versehen tödlich in den Kopf getroffen - beim Verladen eines erschossenen Wildschweins ins Auto löste sich ein Schuss.
Im Dezember 2025
tötete ein Hobbyjäger in der Oberpfalz seinen Nachbarn zwei Stockwerke über sich mit einem gezielten Kopfschuss. Ein anderer Hobbyjäger schoss vom Hochsitz aus Versehen auf einen 20-Jährigen und verletzte ihn so schwer, dass er im Krankenhaus notoperiert werden musste.
Im November 2025
erschoss ein Hobbyjäger in Reutlingen vier Familienangehörige und sich selbst - mit einer Schusswaffe, die er als Jagdscheininhaber legal besaß. Spaziergänger wurden von Jagdmunition getroffen, das Projektil eines Jägers durchschlug die Jalousie der Küchentür eines Hauses und ein Jagdschein­inhaber aus Crailsheim kündigte an, die »größtmögliche Anzahl an Ausländern« umbringen zu wollen. weiterlesen

Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche

»Wenn jemand Fleischspeisen, die Gott den Menschen zum Genuss gegeben hat, für unrein hält und ... auf sie verzichtet ..., der sei mit dem Bannfluch belegt.«

Papst Johannes III., Synode von Braga, 561 n. Chr.


Diesen Bannfluch verkündete Papst Johannes III. im Jahr 561 nach Christus auf der Synode von Braga in Portugal. Ein Bannfluch hatte die »Vogelfreiheit« zur Folge: Der Gebannte verlor als Ausgeschlossener aus der Gesellschaft alle Rechte.


Ganz in diesem Geiste wurden im Jahre 1051 durch die Bischofsversammlung in Goslar »Ketzer«, die ausschließlich von Pflanzennahrung lebten, zum Tode verurteilt, weil sie sich geweigert hatten, Hühner zu töten. Das Töten von Hühnern wurde zum »Test«, um Ketzer zu erkennen!
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DVD-Tipp: Jesus und die Tiere

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Jesus treibt die Tierhändler aus dem Tempel.

Jesus von Nazareth wurde im Stall mitten unter den Tieren geboren. Gab Gott damit den Menschen nicht ein Symbol, dass Sein Sohn nicht in einem Palast, sondern bei Schafen, Rindern, Eseln und Katzen zur Welt kam?

Zu Zeiten des Jesus von Nazareth wurden Lämmer und Tauben im Tempel für die Sünden der Menschen geopfert. Jesus trat gegen diesen blutigen Kult ein. Bekannt ist die Szene, wie Jesus nach seinem Einzug in Jerusalem die Tierhändler aus dem Tempel hinaustrieb und die Tiere freiließ. Und er rief: »Steht nicht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker? Ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht!« (Markus 11,17)

Über die Tierliebe des Jesus von Nazareth ist in der Bibel kaum etwas zu finden. Doch aus der frühchristlichen Geschichtsschreibung wird deutlich, dass Jesus kein Fleisch gegessen hat und sich für die Tiere einsetzte... weiterlesen

DVD: Jesus und die Tiere

Artikelnummer: 318

Vergleicht man die Bibel mit apokryphen Schriften, dann ist gut zu erkennen, dass die Kernaussagen oft die Gleichen sind, aber die Tierliebe Jesu, gänzlich fehlt. In dieser DVD werden viele Begebenheiten, bei denen Jesus über die Tiere sprach, wiedergegeben.

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»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

VEGGIE FOR KIDS

Artikelnummer: 053

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Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund?

Die gesundheitlichen Auswirkungen von vegetarischer und veganer Ernährung im Kindesalter sind immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass eine vollwertige pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund und bedarfsdeckend ist. Auch die bisher größte Studie dieser Art bestätigt nun: Pflanzliche Ernährung ist für Kinder und Jugendliche sicher und vorteilhaft. weiterlesen

Ernährung ohne Tierleid: Ein gesünderes Leben

Viele Menschen, die sich entscheiden, kein Fleisch mehr zu essen, tun dies aus ethischen Gründen: weil sie nicht möchten, dass Tiere für sie leiden und sterben müssen. Viele gehen den konsequenten Schritt weiter und lassen aus Liebe zu Kühen und Kälbchen Milch und Käse weg, essen aus Mitgefühl zu Hühnern keine Eier und leben rein pflanzlich. Und dann erfahren sie, dass eine vegane Ernährung ohne Tierleid auch die gesündeste ist!

Eigentlich würde uns dies schon der logische Menschenverstand sagen: Wie sollen Nahrungsmittel, die durch Leid und Tod entstehen, für uns gesund sein? In den letzten Jahren und Jahrzehnten sind tausende wissenschaftliche Studien veröffentlicht worden, die nachweisen: Eine Ernährung mit vollwertigen pflanzlichen Lebensmitteln ist gesund und versorgt uns auch mit allem, was wir brauchen. Diese Ernährungsweise beugt überdies zahlreichen Krankheiten vor, von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Krebs, Diabetes und Adipositas bis zu Demenz - und schützt damit vor vorzeitigem Tod. weiterlesen

Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis

Wir fangen gerade erst an, zu begreifen, dass das Gehirn von Tieren ähnlich komplex ist wie unser eigenes. Die Warnrufe von Präriehunden etwa sind nicht nur hektische Pfeiftöne, sie übermitteln damit differenzierte Nachrichten. Gorillas nutzen Zeichensprache, um vergangene Ereignisse zu schildern - wissen sie also, was heute, gestern und morgen ist? Nicht nur Primaten oder Elefanten, selbst kleinste Ameisen, denen man einen Farbtupfer auf dem Kopf angebracht hat, wollen diesen loswerden, sobald sie in einen Spiegel blicken - ein Beweis für ihr Ich-Bewusstsein, das Menschen erst ab dem zweiten Lebensjahr entwickeln. In ihrem Buch »Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis präsentiert Marianne Taylor 60 Tierarten, ihre bemerkenswerten kognitiven Fähigkeiten, ihre Gefühle und ihre ausgefeilte Kommunikation. weiter

Bayerischer Tierärztetag: Tierqual bei Milchkühen

Razzia auf Skandalhof in Bad Grönenbach. Pressemitteilung SOKO Tierschutz Kopie

Kühe, die nicht mehr laufen können, werden mit Treckern weggeschleift, Mitarbeiter treten ein liegendes Kalb:

Die aktuelle Undercover-Recherche von SOKO Tierschutz in Bayerns größtem Milchviehhof in Bad Grönenbach zeigt erneut massive Verstöße gegen den Tierschutz. · Bild: SOKO Tierschutz

Von Annemarie Botzki, Recherche und Kampagnen bei der Verbraucherschutzorganisation foodwatch e.V.

»Alle haben die Nase voll« - das ist der Satz, der mir vom bayerischen Tierärztetag in Kulmbach besonders im Ohr hängen bleibt. sitze mit 150 amtlichen und Amtstierärzt:innen in einem Konferenzraum. Normalerweise sind sie in detaillierte, fachliche Diskussionen vertieft. Aber diesmal ist die Stimmung anders. Angespannt. Frustriert. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Gestatten. Biber. Eine außergewöhnliche Freundschaft mit einer wildlebenden Biberfamilie

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Christian Kuschenreiter Aug’ in Aug’ mit einem Biber. Das freilebende Tier hat Vertrauen wie zu einem Familienmitglied.

Schwarze Knopfaugen, beeindruckende Schneidezähne, großer Paddelschwanz, Stupsnase und dichter Pelz: Biber sind entzückende Tiere, und obendrein schlau, empathisch, kommunikativ, verspielt - und eigentlich sehr scheu. Als Bettina und Christian Kutschenreiter im Jahr 2003 beim Fotografieren an einem Fluss in Oberbayern auf eine Biberfamilie treffen, ist das der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft, die bis heute anhält. Die Biber lassen die beiden Tierfreunde nach und nach an ihrem Leben teilhaben und suchen schließlich sogar bewusst ihre Nähe. Jetzt haben die beiden ein Buch über ihre Erlebnisse mit den Bibern geschrieben - mit vielen wunderschönen und sicher einzigartigen Fotos. weiter

Die Intelligenz der Hunde

Die internationale Forschung hat sich in den letzten Jahren zunehmend mit der Intelligenz von Hunden beschäftigt und dabei so manches bestätigt, was Hundefreundinnen und Hundefreunde längst wussten: Hunde denken viel komplexer als gedacht. Aber: Was genau ist Hundeintelligenz? Wie misst man sie? Haben wir dazu überhaupt die richtigen Werkzeuge und Vergleichsmaßstäbe? Sind »Menschenschläue« und »Hundeschläue« überhaupt vergleichbar? Und in welchen Bereichen haben Hunde andere oder viel mehr geistige Kompetenzen als wir? weiter

Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter