Neues Buch von Josef H. Reichholf

Buchvorstellung von Julia Brunke

Vögel faszinieren uns seit jeher. Auch und gerade in unserer modernen Welt lieben es viele Menschen, Vögel zu beobachten: in Parks und Gärten, an Flüssen und Seen, im Gebirge oder am Meer. Es erscheinen immer neue Auflagen von Vogelbestimmungsbüchern. Überall in den Gärten sind Futterhäuser und Nistkästen zu sehen, Jahr für Jahr werden Millionenbeträge für die Vogelfütterung ausgegeben. Und die Mitgliederzahlen in Vogelschutzverbänden sowie die Spenden für den Vogelschutz belegen, dass viele Menschen auch darüber hinaus aktiv etwas für Vögel tun möchten. Denn immer mehr Vogelarten sind bedroht. Mit seinem neuen Buch Ornis - Das Leben der Vögel hält Prof. Dr. Josef H. Reichholf ein engagiertes Plädoyer für die Gefiederten.

Der Zoologe und Ornithologe Josef H. Reichholf zählt zu den prominentesten Naturwissenschaftlern Deutschlands. Die große Begeisterung für Vögel geht bis in seine Kindheit zurück: Als Schüler hatte er eine zahme Dohle, später eine zahme Rabenkrähe. Mit 13 Jahren fing er sein erstes ornithologisches Notizbuch an. Er versuchte die Vögel, die er beobachtete, zu bestimmen und erhielt schließlich ein gutes Fernglas. Es förderte die Begeisterung so sehr, dass ich in jeder freien Minute damit draußen war, um Vögel zu beobachten , erzählt Reichholf. Später machte er sein Hobby zum Beruf. 1974 übernahm er der Sektion Ornithologie an der Zoologischen Staatssammlung in München, dann leitete er die Hauptabteilung Wirbeltiere. Bis zu seiner Emeritierung 2010 lehrte Prof. Reichholf Ökologie und Evolutionsbiologie der Vögel an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Vögel lassen sich gut am Futterhaus im Garten

Vögel lassen sich gut am Futterhaus im Garten

oder in Parks und Gewässer in den Städten beobachten. · Bild Rotkehlchen: Bild: davematt - Fotolia.com

"Es liegt in unserer Hand, ob sie überleben

oder für immer verschwinden"

In seinem neuen Buch geht es um das Beobachten der Vögel, um ihr Leben und ihren Schutz. Es gibt rund 10.000 Vogelarten. Etwa 1.200 Vogelarten sind vom Aussterben bedroht - und einige Hundert Arten wurden bereits vom Menschen ausgerottet. Es liegt in unserer Hand, ob sie überleben oder für immer verschwinden , schreibt Reichholf. Die Bemühungen, sie zu erhalten, werden am ehesten Erfolg haben, wenn die Lebensweisen der betreffenden Arten, ihre Ansprüche an die Umwelt, in der sie leben, gut genug bekannt sind. (S. 11) Die Ornithologen tragen dazu wesentlich bei.

Reichholf beschreibt die Ornithologen als Naturbegeisterte, die bei jedem Wetter und an allen möglichen Orten Vögel beobachten: Ornis erkennt man daran, dass sie stets unruhig in die Ferne schauen und plötzlich sehen, was andere Menschen nicht sehen (S. 9). Angetrieben werden sie von einer Leidenschaft, einer nicht nachlassenden Begeisterung für das Geschaute und noch zu Schauende. Es ist eine Leidenschaft, die nicht tötet oder Schaden verursacht, wie so manch andere Naturleidenschaft" . (ebda.) Damit spielt Reichholf auf die Hobbyjäger an, deren Passion Jahr für Jahr hunderttausende Vögel zum Opfer fallen.

Eisvogel

Eisvogel

Bild: Ernst Weber · Aus: Ornis - Das Leben der Vögel

Vom Polarmeer bis zum Äquator

Vögel gibt es überall auf dieser Erde: von den Polregionen bis zum Äquator, von den dichtesten Wäldern bis in die Wüsten oder die höchstgelegenen Regionen des Himalaya. Vögel haben den Luftraum erobert. Aber die größten Vögel, die Strauße, sind Läufer. Und die Pinguine können auch hervorragend tauchen.

Josef H. Reichholf erklärt, dass Vögel die mit Abstand leistungsfähigsten und am stärksten von den Umweltverhältnissen losgelösten Lebewesen sind. So sind Vögel weit weniger abhängig von der Außentemperatur als wir: Die Kohlmeise beispielsweise kommt von Skandinavien bis in die südostasiatischen Tropen vor. Jeden Winter trotzen Kleinvögel mit nur wenigen Gramm Lebendgewicht einem Unterschied von 40 Grad Temperatur im Körperinneren und unter minus 20 Grad Außentemperatur.

Vogelschutzgebiet Linum

Vogelschutzgebiet Linum

Bild: Vogelschutzkomitee

Faszination Vögel beobachten

Vögel beobachten kann man eigentlich überall. Das Wichtigste für den Anfang ist, dass man an die Vögel nahe genug herankommt, sie also nicht scheu sind , schreibt Reichholf. (S. 20) Dafür bieten das Futterhaus im Garten oder Parks und Gewässer in den Städten günstige Voraussetzungen. Denn hier sind die Vögel, anders als auf dem Land nicht scheu, weil sie nicht bejagt werden.

Wer die Vögel näher kennen lernen möchte, greift zu einem (oder mehreren) der vielen guten Bestimmungsbücher. Von da an ist es nicht mehr weit vom Vogel- und Naturfreund zum Amateur-Ornithologen: Wer einmal angefangen hat, die gesehenen Vögel zu bestimmen, gibt sich nicht mehr zufrieden mit Ist der aber schön!" oder So einen Vogel habe ich noch nie gesehen!". Der Name des Vogels wird alsbald zum Schlüssel. Er öffnet den Zugang zu den gar nicht mehr so geheimen Geheimnissen der Vogelwelt , schreibt Reichholf. (S. 18)

Der Autor beschreibt die Möglichkeiten und die Faszination der Vogelbeobachtung durch das Jahr: am winterlichen Stadtteich oder am Futterhaus, die ersten Vogelgesänge im Frühjahr, der Vogelzug im Frühling und Herbst.

Alljährlich im Oktober und November

Alljährlich im Oktober und November

können Naturfreunde an vielen Orten Deutschlands das großartige Schauspiel ziehender Kraniche am Himmel beobachten. In der Teichlandschaft im brandenburgischen Linum machen 70.000 bis 80.000 Kraniche Rast. Das Vogelschutzkomitee hat hier ein Schutzgebiet geschaffen, in dem die Vögel nicht gejagt werden. · Bild: Vogelschutzkomitee

Faszination Vogelzug

Im Herbst, wenn die Zugvögel die Schlafplätze aufsuchen, lassen sie sich gut beobachten. Von August bis Oktober sammeln sich die Stare. Ihre Formationszüge bringen auch Menschen zum Staunen, die sich sonst nicht für Vögel interessieren. Allein die Tatsache, dass es in diesen dicht gedrängten Schwärmen, in denen die Vögel fast Flügelspitze an Flügelspitze fliegen, zu keinen Zusammen stößen und Abstürzen kommt, nötigt uns Respekt ab . (S. 80)

Seit die Kraniche in weiten Teilen Europas seit rund einem halben Jahrhundert geschützt sind, nahmen die Bestände wieder zu und es entstanden neue Zugrouten. Fast in jeder Gegend Deutschlands sind nun im Oktober/Anfang November die weithin und wohltönenden Flugrufe der Kraniche zu hören. Sie lenken die Blicke nach oben, hin zu den Keilen gestaffelt einander folgender Formationen Dutzender oder Hunderter Kraniche. (ebda.)

Die Orientierung der Vögel ist ein Wunder für sich

Die Orientierung der Vögel ist ein Wunder für sich

Vögel haben eine »innere Uhr« und erfassen den Tagesgang der Sonne als Zeitgeber. Nachts orientieren sie sich an den Sternen. Sind Sonne oder Sterne von Wolken verdeckt, nutzen sie das für uns Menschen nicht sichtbare ‚polarisierte Licht’. Außerdem sind Vögel in der Lage, sich am Magnetfeld der Erde zu orientieren. · Bild: Vogelschutzkomitee

Wie ein Wunder: Die Orientierung der Vögel

Die Orientierung der Vögel ist ein Wunder für sich: Vögel haben eine innere Uhr und erfassen den Tagesgang der Sonne als Zeitgeber. Nachts orientieren sie sich an den Sternen, wie früher die alten Seefahrer. Ausgeklügelte Experimente erbrachten den Nachweis für die Sternkompass-Orientierung der Vögel , so Reichholf. (S. 204) Und wenn tagsüber die Sonne von dichten Wolken verdeckt ist, nutzen Vögel das für uns Menschen nicht sichtbare polarisierte Licht", wenn die Wolken wenigstens kurzzeitig Lücken für das Sonnenlicht freigeben, erfahren wir in dem Buch. Außerdem sind Vögel in der Lage, sich am Magnetfeld der Erde zu orientieren: Der Richtung der Magnetfeldlinien und der Stärke ihrer Neigung entnehmen sie, wohin es nach Süden geht und wie weit vom Äquator (oder von den Polen) sie sind. (S. 205)

Für den Ort, an dem sie leben oder aufgewachsen sind oder an dem sie überwintern, haben Vögel eine Landkarte im Kopf - so wie Google Earth.

Sinnesleistungen von Vögeln

Vögel sind meistens Augentiere , so wie wir Menschen auch. Sie sehen die Welt noch bunter als wir, da sie das für uns unsichtbare Ultraviolett als eigene Farbe erkennen.

Vögel verfügen über einen einen ausgeprägten Geschmackssinn. Vor allem von Insekten lebende Vögel erfassen sehr wohl und sehr empfindlich Geschmacksstoffe, die Giftigkeit signalisieren , erklärt Reichholf. Als ich einmal einer zahmen Rabenkrähe einen Schmetterling anbot, der als Angehöriger der Bärenspinner durch Abwehrstoffe geschützt ist, probierte die in dieser Hinsicht völlig unerfahrene Krähe den Schmetterling zwar, schleuderte ihn aber sofort aus dem Schnabel, speichelte heftig und wischte ihn wiederholt ab, bis sie offenbar den Geschmack wieder wegbekommen hatte. Sie rührte solche Schmetterlinge nie wieder an. (S. 201)

Folgen der Jagd auf Vögel

Während sich die Enten und Gänse in der Stadt auf den Gewässern ohne große Scheu vor dem Menschen beobachten lassen und ihnen zum Brüten oder Mausern eine Insel im Teich oder ein nicht direkt zugängliches Ufer reicht, zeigen sie in der freien Natur" große Fluchtdistanzen.

Dass die Wasservögel so empfindlich auf Störungen reagieren, liegt an der Bejagung , erklärt Reichholf. Sie macht nicht nur die betroffenen Arten scheu, sondern auch jene, die eigentlich geschützt sind. Diese können nicht wissen, wem die Schüsse gelten, die die Panik auslösen. (S. 77)

Selbst die offiziellen Naturschutzgebiete erfüllten die notwendige Aufgabe des Vogelschutzes nicht, kritisiert Reichholf, denn in den meisten würden die Wasservögel bejagt und die Angler hätten freien Zugang an die Ufer.
Oft lassen sie (die Vögel) sich sogar in Vogelschutzgebieten nur auf große Distanz mit Fernrohren beobachten und bestimmen, weil - fasse es, wer es kann - Vogelschutzgebiet" in Deutschland nicht bedeutet, dass die Vögel geschützt sind, sondern eher, dass Vogelfreunde nicht oder höchstens mit schwer zu bekommender Ausnahmegenehmigung hineindürfen. Die Vogeljagd geht wie die anderen Formen der Jagd darin trotzdem weiter. Eher noch heftiger, weil ja dank des Betreten verboten" unangenehme Zeitgenossen ferngehalten werden, die Zeugen des jagdlichen Tuns werden oder die Jagdausübung" (welcher Ausdruck!) sogar stören könnten. (S. 78/79)

Die von der Jagd erzwungene Scheu ist das Hauptproblem für fast alle größeren und großen Vögel , so der Ornithologe. Und er weist daraufhin, dass sich während der Jagdsaison die Verhältnisse bei uns zwar graduell, aber nicht grundsätzlich von denen rund ums Mittelmeer unterscheiden würden, wo der Krieg ausgebrochen scheint, wenn die Jäger bei der herbstlichen Vogeljagd loslegen - und sehr viel von unserem Vogelschutz zunichte machen. Wohl der Ente, die im Burgfrieden der Städte geblieben ist. Wenige Kilometer außerhalb kann sie tödlicher Bleischrot treffen. (S. 78)

Dabei ist die Jagd in unserer Zeit nur noch ein reines Vergnügen der Jäger: Eine Notwendigkeit ist sie nicht. Denn wo Vögel wirtschaftliche Schäden verursachen, etwa Stare in Weingärten, leistet die Jagd nichts zur Regulierung". (ebda.)

Enten mit Schrot vom Himmel geschossen

Enten mit Schrot vom Himmel geschossen

Etwa 1.000 Tonnen Bleischrot werden einer EU-Studie zufolge jährlich in Deutschlands Natur verschossen. · Bild: Foto: Eilert Voß

Vögel erobern die Städte

In den letzten Jahren und Jahrzehnten haben die Vögel die Städte erobert. In Berlin brüten über 150 Vogelarten - das sind zwei Drittel aller Vogelarten, die in Mitteleuropa zwischen Nord- und Ostsee und den Alpen vorkommen. In Köln wurden mit bis zu 1150 Brutpaaren pro Quadratkilometer die bislang dichtesten Brutvoge bestände überhaupt nachgewiesen. Wanderfalken ziehen am Kölner Dom, am Roten Rathaus in Berlin oder den Türmen der Münchner Frauenkirche ihre Jungen groß.

Die Städte sind sehr reich an Strukturen, viel reichhaltiger, als das ausgeräumte, intensiv genutzte Land. Gärten, Parks und Stadtwälder bieten vielfältige Strukturen an buntem Grün, an Büschen und Bäumen mit einer Fülle an Nahrung, Unterschlupf- und Nistmöglichkeiten sowie Gewässern. Und was mindestens genauso wichtig ist: Die Städte sind nicht überdüngt - es wird in den Städten keine Gülle ausgefahren oder im großen Stil künstlich gedüngt. Daher bieten sie den Pflanzen den Lebensraum, den sie brauchen: In einigen Städten finden sich doppelt so viele Wildpflanzenarten wie in ihrem Umland.

Während die Vögel die Städte als Inseln der Artenvielfalt erobern, haben sich in den letzten 20 Jahren europaweit die Vogelbestände auf dem Land halbiert. Durch die industrielle Landwirtschaft mit ihren giftigen Spritzmitteln und Monokulturen sind hier regelrechte Agrarwüsten entstanden. Durch die industrielle Massentierhaltung mit den riesigen Güllemengen sind die Fluren völlig überdüngt. Prof. Reichholf erklärt das Problem der Überdüngung, durch welche die Nutzpflanzen immer schneller und dichter aufwachsen: Dadurch wird der Bodenbereich zu dicht, zu nass und zu kalt für Jungvögel, für die Insekten, von denen sie leben sollten, und für die Wildkräuter und Wiesenpflanzen, deren Samen benötigt würden .

Wer sich näher mit der Vogelwelt beschäftigt, wird zwangsläufig auf den Zustand unserer Natur und die Belastungen aufmerksam, denen wir alle ausgesetzt sind. Muss es sein, dass die Städte vogelreicher sind als das Land? Wäre es nicht an der Zeit, die Jagd auf Vögel gänzlich zu verbieten, und nicht bloß den Südeuropäern ihren Vogelfang vorzuwerfen? , schreibt Josef H. Reichholf in einem Artikel für den Tagesspiegel Berlin (30.5.2014).

In keiner anderen deutschen Stadt

In keiner anderen deutschen Stadt

gibt es so viele Turmfalken wie in Berlin: Hier brüten etwa 180 bis 250 Turmfalkenpaare. Auch Waldkauz, Schleiereule und andere Fels-, Nischen- und Höhlenbewohner wie Mauersegler, Mehlschwalbe, Ringeltaube sowie verschiedene - auch seltene - Fledermausarten haben längst die Stadt als Lebensraum erobert. Bild: Jearu - Fotolia.com

An Berliner Gewässern

An Berliner Gewässern

sind in den letzten Jahren etliche Graureiher zu beobachten. Graureiher wurden lange intensiv verfolgt, so dass die Bestände stark zurückgingen. Doch als man Schonzeiten einführte, erholten sich die Bestände - und plötzlich zeigen die Graureiher ein verändertes Verhalten: Ihre Fluchtdistanz beträgt nur noch wenige Meter. · Bild: Bild: eSchmidt - Fotolia.com

Wie können wir Vögel schützen?

Der direkten Verfolgung durch die Jagd ist die Mehrzahl der in der Neuzeit ausgestorbenen Vogelarten zum Opfer gefallen. Prof. Reichholf appelliert daher an die Naturschutzverbände, eigene Schutzgebiete aufzubauen, in denen sie zeigen, wie wirklicher Vogelschutz aussieht: Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ist ihnen die Möglichkeit geboten, zu erreichen, dass auf ihren Flächen die Jagd eingestellt wird. (S. 260)

Neben einem Jagdverbot auf Vögel hängt das Überleben vieler Arten an ihren Lebensräumen. Vögel brauchen Futter und Nistmöglichkeiten: Hecken, giftfreie Wiesen und vielfältig strukturierte naturnahe Baumbestände und Wälder.

Wollen wir die Natur und die in ihr lebenden Tiere bewahren, ist ein Umdenken in der Land- und Forstwirtschaft mehr als überfällig. Mehr als überfällig ist auch eine andere Sicht der Tiere: Wild lebende Tiere sind nicht die Feinde der Landwirtschaft, sondern gehören zu unserer Natur dazu.

Doch auch jeder Einzelne kann in seinem Garten Lebensraum für Vögel schaffen und verbessern - auch durch das Anbringen von Nistmöglichkeiten und Futterhäusern. Die Winterfütterung ist für viele Vögel sehr wichtig. Vogelfachleute wie Prof. Peter Berthold, der bis 2004 Direktor des Max-Planck-Instituts für Ornithologie war, empfehlen längst, die Fütterung auch im Frühling und Sommer weiterzuführen, um die Vögel auch in der Brutzeit zu unterstützen.

Josef H. Reichholf appelliert

Josef H. Reichholf appelliert

an die Naturschutzverbände, eigene Schutzgebiete aufzubauen, in denen die Jagd verboten ist. Denn so unglaublich es klingt: In Natur- und Vogelschutzgebieten ist die Vogeljagd immer noch erlaubt! · Bild: Vogelschutzkomitee

Neben einem Jagdverbot auf Vögel

Neben einem Jagdverbot auf Vögel

hängt das Überleben vieler Arten an ihren Lebensräumen. Vögel brauchen Futter und Nistmöglichkeiten: Hecken, giftfreie Wiesen und viel-fältig strukturierte naturnahe Baumbestände und Wälder. · Bild: Vogelschutzkomitee

Ein Plädoyer für Vögel

Josef H. Reichholfs neuestes Buch ist ein flammendes Plädoyer für Vögel - die Begeisterung des Biologen für Vögel und Vogelbeobachtung ist auf jeder Seite zu spüren.

Ornis - Das Leben der Vögel ist sehr informativ und gut lesbar, da es dem Autor - wie in jedem seiner Bücher - gelingt, wissenschaftliche Erkenntnisse und sein großes Fachwissen in eine verständliche Sprache zu bringen und im Erzählstil zu verpacken. Das Buch bleibt auch dann gut verständlich und faszinierend, wenn man als Leser querbeet von Kapitel zu Kapitel springt oder Abschnitte auslässt.

In eindrucksvoller Weise gelingt es Josef H. Reichholf, dem Leser seine Liebe zu den Vögeln zu vermitteln - und die Achtung vor der Intelligenz der Natur, in der alles miteinander in verwoben ist.

Lesen Sie auch: Interview mit Josef H. Reicholf: Die Feinde unserer Vögel sind Jagd und Agrarwirtschaft

Der Autor

Prof. Dr. Josef H. Reichholf wurde 1945 in Aigen am Inn geboren. Der Zoologe und Ornithologe zählt zu den prominentesten Naturwissenschaftlern Deutschlands. Bis 2010 leitete er an der Zoologischen Staatssammlung München die Hauptabteilung Wirbeltiere und lehrte 20 Jahre Ökologie und Evolutionsbiologie der Vögel an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Josef H. Reichholf wirkte 20 Jahre lang als Generalsekretär der Ornithologischen Gesellschaft in Bayern und veröffentlichte viele vogelkundliche Arbeiten. Er war zudem viele Jahre lang Mitglied der Kommission für Ökologie der Internationalen Naturschutzunion (IUCN). Er ist Träger der Treviranus-Medaille , der höchsten Auszeichnung der Deutschen Biologen, und des Grüter-Preises für Wissenschaftsvermittlung. 2007 wurde er mit dem Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung ausgezeichnet.

Josef H. Reichholf hat zahlreiche Bücher zu naturwissenschaftlichen und ökologischen Themen geschrieben, darunter:
Der Tanz um das goldene Kalb. Der Ökokolonialismus Europas (2004, 3. überarbeitete Aufl. 2011)
Die Zukunft der Arten (2005, Neuauflage 2009)
Rabenschwarze Intelligenz (2009)
Wilde Tiere in der Stadt (von Florian Möllers und Josef Reichholf, 2010)
Der Ursprung der Schönheit: Darwins größtes Dilemma (2011)
Ornis - Das Leben der Vögel (2014).

Das Buch

Josef H. Reichholf: Ornis - Das Leben der Vögel
272 Seiten, 80 Abbildungen in Farbe
Verlag C.H. Beck, 2014
ISBN 978-3406660481
Preis: 19,95 Euro

Ornis meint die Vogelwelt, aber auch die Ornis selbst, die Ornithologen.
Ornis - Das Leben der Vögel ist ein Buch über Vögel und Menschen und über die Zukunft der Vögel.

FREIHEIT FÜR TIERE 3/2024

Freiheit für Tiere 3/2024

Artikelnummer: 3/2024

Verhaltensforschung: Was Raben über andere wissen • Überraschende Zwillingsstudie: Ein Zwilling isst vegan, der andere nicht • Machen Sie mit bei der EU-Initiative: Stoppt das Schlachten von Pferden! • Tiere für den Müll? Tiere aus der industriellen Massenhaltung enden millionenfach in »Tierkörperbeseitigungsanlagen« • Amtsgericht Hameln: Schweinemäster zu hoher Geldstrafe verurteilt • Recht: 50 Hektar im Kreis Dithmarschen jagdfrei! • Biotop »Rüm Hart« jagdfrei! • Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer • Wildtier-Findlinge: Erste Hilfe • Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt • RespekTiere International: Der erste Gnadenhof in Mauretanien ist im Entstehen! • Vegan Body Reset: Raus aus Übergewicht, Schmerzen und Entzündungen • Deftig vegan für jeden Tag: Unkomplizierte Köstlichkeiten schnell und einfach gemacht

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FREIHEIT FÜR TIERE 2/2024

Freiheit für Tiere 2/2024

Artikelnummer: 2/2024

Promis für Tiere: Billie Eilish und Fienas eröffnen veganes Restaurant in L.A. · Mary McCartneys veganes Promi-Kochbuch: 60 Rezepte mit Stars von Cameron Diaz, und Woody Harrelson bis Ringo Star und Papa Paul • Interview mit Mary McCartney • Wissenschaft: Vogelmütter singen Lieder für ihre ungeschlüpften Küken • Verstoß gegen das Tierschutzgesetz: Jäger verurteilt, weil er Hündin erschoss • Klage vor dem Verwaltungsgericht Osnabrück: Grundstück in Niedersachsen jagdfrei! • Interview: Ein Fleischer hört auf zu töten und wird Veganer • Das Leid der Ziegen für Kaschmirpullis • Peter Berthold: HILFESCHREI der NATUR! • WILD UND FREI - Die Schönheit afrikanischer Tiere • ATLAS der bedrohten TIERE • EASY SPEEDY VEGAN - Die besten 10-, 20- und 30-Minuten-Rezepte • Vegane Kuchenliebe

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FREIHEIT FÜR TIERE 1/2024

Freiheit für Tiere 1/2024

Artikelnummer: 1/2024

Fakten zu Fleisch, Milch und Eiern • Wegen industrieller Massentierhaltung: Nitratbelastung steigt immer weiter • Wissenschaft: Oxford-Studie vergleicht Umweltbilanz von verschiedenen Ernährungsformen - Wie schädlich sind Fleisch und Milchprodukte wirklich? • Schwere Misshandlung von Kälbchen auf Kälberauktion: PETA erstattet Strafanzeige • Ergreifender Reisebericht: Einsatz für Straßenhunde in Kap Verde • Keine Jagd auf meinem Grundstück: Ehepaar aus Gütersloh klagt gegen Jagd auf seinen Grundstücken • Neues Buch von Josef H. Reichholf: STADTNATUR - Eine neue Heimat für Tiere und Pflanzen • Interview mit Josef H. Reichholf: »Unsere Städte zeigen: Ein friedliches Miteinander von Mensch und Natur ist möglich« • Vögel verstehen: Was uns die Vögel über uns und unsere Umwelt verraten • Studie: Je mehr tierisches Protein, desto höher die Sterblichkeit • Lifestyle: Tierfreundlich kochen & backen»VEGAN Everyday« von Bianca Zapatka • Easy Vegan Christmas« von Katy Beskow

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Sonderausgabe: Fakten gegen die Jagd

Artikelnummer: 521

Die Natur braucht keine Jäger: Fakten gegen die Jagd - Warum jagen Jäger wirklich? Die Frage »Warum jagen wir?« beantwortet eine Jagdredakteurin wie folgt: »Einige beschreiben die Jagd als Kick, andere sprechen von großer innerer Zufriedenheit. Die Gefühle bei der Jagd sind ebenso subjektiv wie in der Liebe. Warum genießen wir sie nicht einfach, ohne sie ständig rechtfertigen zu wollen?« Rationale Gründe, mit denen Jäger rechtfertigen, dass die Jagd notwendig sei, sind offenbar nur Ausreden. Jedenfalls schreibt die Jägerin: »Der Tod, der mit dem Beutemachen verbunden ist, ist verpönt. Deswegen suchen die Jäger Begründungen in Begriffen wie Nachhaltigkeit, Hege und Naturschutz.«

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»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

VEGGIE FOR KIDS

Artikelnummer: 053

Die Rezepte für das Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«- sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund!

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Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Machen Sie mit bei der EU-Initiative: Stoppt das Schlachten von Pferden!

Arischa

Dieses Pferd sollte im Alter von 6 Jahren zum Schlachter.

Tierfreunde kauften die Stute zum Schlachtpreis frei. Heute ist Arischa 33 Jahre alt. · Bild: FREIHEIT FÜR TIERE

In der EU werden Jahr für Jahr Millionen Pferde und Ponys geschlachtet, als »Rossfleisch« verkauft oder zu Salami und Hundefutter verarbeitet. Die Europäische Bürgerinitiative »End The Horse Slaughter Age« fordert jetzt ein Gesetz zum Verbot der Schlachtung von Pferden. Helfen Sie mit, die Pferdequälerei zu beenden und unterschreiben Sie die online-Initiative! weiter

55 Hektar im Kreis Dithmarschen endlich jagdfrei!

Rund 55 Hektar Grundstücke mit Wiesen und Feldern im Kreis Dithmarschen (Schleswig-Holstein) sind endlich jagdfrei! Dass eine dermaßen große Fläche offiziell jagdrechtlich befriedet wird, ist bisher wohl einmalig: Es gibt inzwischen mehrere Hundert jagdrechtlich befriedete Grundstücke in Deutschland, doch meist besitzen die Eigentümer nur wenige Hektar. Wohl genau aus diesem Grund machte es die Jagdlobby den Eigentümern der 55 Hektar landwirtschaftlicher Fläche so schwer: Es brauchte zehn Jahre und eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Schleswig-Holstein, bis das Grundstück von Susanne und Peter Storm* endlich jagdfrei wurde. weiter

WILD UND FREI - Die Schönheit afrikanischer Tiere

»Wild und frei« ist mit atemberaubenden schwarz-weiß-Fotografien eine Ode an die Wildnis. Tom D. Jones ist ein begnadeter »fine art«-Fotograf und zeigt Wildtiere wie Elefanten, Giraffen, Nashörner, Gorillas oder Löwen aus nächster Nähe. »Für mich dreht sich alles um die Freiheit des Tieres«, erklärt er. Deshalb gibt es in den Aufnahmen dieses Buches kein einziges Tier, das gefüttert wird, in einem privaten Reservat lebt oder in irgendeiner anderen Form von Gefangenschaft gehalten wird. Das Ergebnis sind Aufnahmen, welche unter die Haut gehen. weiter

Mary McCartneys veganes Promi-Kochbuch: 60 Rezepte mit Stars von Cameron Diaz, und Woody Harrelson bis Ringo Star und Papa Paul

Mit ihrem neuen Buch »Feeding Creativity« verbindet Mary McCartney ihre beiden großen Leidenschaften: Fotografie und Kochen. Jedes der 60 veganen Rezepte hat sie mit Stars gekocht und sie beim Kochen und Essen fotografiert: Schauspielerinnen und Schauspieler wie Cameron Diaz, Kate Blanchett, Drew Barrymore, Woody Harrelson, Stanley Tucci und David Oyelowo, Musikerinnen und Musiker von Nile Rodgers oder bis Ringo Star und Papa Paul, Künstlerinnen und Künstler wie David Hockney und Jeff Koons oder Primaballerina Francesca Hayward. weiter

Interview mit Mary McCartney: Wie entstand die Idee zu dem veganen Promi-Kochbuch »Feeding Creativity«?

Mit ihrem Kochbuch »Feeding Creativity« möchte Mary McCartney zeigen, wie schnell, einfach, lecker und unkompliziert und einfach das vegane Kochen ist. Damit tritt sie in die Fußstapfen ihrer Mutter Linda McCartney, die ebenfalls Promi-Fotografin war, bereits in den 1970er und 80er Jahren vegetarische Kochbücher veröffentlichte und sich für den Schutz der Tiere einsetzte.


Wie entstand die Idee zu dem Kochbuch?


Mary McCartney: Ich liebe es, Rezepte mit anderen zu teilen. Ich koche schon immer für andere und es ist meine Art, mit jemandem Verbindung aufzunehmen. Aber ich bin nun mal begeisterte Portrait-Fotografin, und so kam eines Tages die Idee für »Feeding Creativity«.
Zum Interview mit Mary McCartney

Metzger gegen Tiermord

Metzger gegen Tiermord? Das scheint ein Widerspruch in sich zu sein. Was aber, wenn gelernte Metzger dem Tiertöten abschwören und Veganer werden?

Im Verein »Metzger gegen Tiermord« haben sich ehemalige Metzger zusammengeschlossen. Aufgrund Ihrer beruflichen Erfahrung sind sie Insider der Branche und klären mit ihrem Fachwissen und ihren Recherchen über Tierrechts­verstöße auf, die normalerweise vor der Öffentlichkeit verborgen bleiben.

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit Peter Hübner, einem ehemaligen Fleischer. Peter Hübner ist Pressesprecher und zweiter Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins »Metzger gegen Tiermord« e.V.

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Verstoß gegen das Tierschutzgesetz: Jäger verurteilt, weil er Hündin erschoss

Der Fall sorgte für Aufsehen über Bayern hinaus: Ein 77-jähriger Hobbyjäger erschoss im Juli 2022 die Hündin Mara von Urlaubern aus Österreich, die eine Kanutour auf dem Main machten - angeblich, weil sie »gewildert« hätte. Am 20. November 2023 verurteilte das Amtsgericht Haßfurt den Jäger wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz zu einer Geldstrafe von 5.600 Euro (140 Tagessätzen zu je 40 Euro). Zudem wurde das bei der Tat benutzte Kleinkalibergewehr eingezogen. Dem Urteil zufolge war der angeklagte Hobbyjäger nicht berechtigt, die Hündin zu erschießen. Hinweise darauf, dass die Hündin gewildert hatte, hätten sich nicht ergeben. weiter

STADTNATUR - Eine neue Heimat für Tiere und Pflanzen

»Land« = blühende Landschaften und Artenvielfalt, »Stadt« = Beton und Ödnis? Eine Vorstellung, die längst so nicht mehr gilt. Der bekannte Zoologe, Ökologe und Bestseller-Autor Prof. Dr. Josef H. Reichholf unternimmt in seinem neuen Buch »Stadtnatur - Eine neue Heimat für Tiere und Pflanzen« einen Streifzug durch die vielfältigen Ökosysteme des urbanen Raums. Ob Wildschweine, Füchse und Nachtigallen in Berlin, Wanderfalken in Köln oder eine bunte Vogelwelt und Rehe im Englischen Garten in München: viele Wildtiere haben den Lebensraum Stadt längst für sich entdeckt. Inzwischen sind unsere großen Städte sogar Inseln der Artenvielfalt geworden, die sogar mit den besten Naturschutzgebieten mithalten können.
In den Städten finden Tiere und Pflanzen die Biotope, die sie für ihr (Über)Leben brauchen. Hier sind sie weniger Gefahren ausgesetzt als auf dem Land, wo freilebende Tiere gejagt und ihre Lebensräume durch eine industriell betriebene Land- und Forstwirtschaft vernichtet werden...
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Prof. Dr. Josef H. Reichholf: »Unsere Städte zeigen: Ein friedliches Miteinander von Mensch und Natur ist möglich«

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit Prof. Dr. Josef H. Reichholf über sein neues Buch »Stadtnatur«, über Großstädte als Rettungsinseln der Artenvielfalt und darüber, was geschehen müsste, damit die Artenvielfalt auf den Fluren und in den Wäldern wieder zunimmt. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Vegan vom Grill

»Was essen Veganer, wenn gegrillt wird?« Diese Frage wurde der britischen Köchin Katy Beskow während ihrer bisher fünfzehn Jahre als Veganerin unzählige Male gestellt. Die Antwort: »Wenn ihr euch von der Idee verabschiedet, dass Grillen und Fleisch (oder Fertiggerichte aus Fleisch­alternativen) untrennbar zusammengehören, steht euch eine neue Welt offen.« In ihrem neuen Kochbuch »Vegan vom Grill« zeigt Katy Beskow mit 70 kreativen und unkomplizierten Rezepten, dass fleischfrei Gegrilltes hervorragend schmeckt - nicht nur im Sommer, sondern das ganze Jahr über! Dazu zeigt Katy zahlreiche Tipps und Tricks - damit die Grillparty auch bei blutigen Grill-Anfängerinnen und -Anfängern gelingt. Ob Hauptgericht oder Dessert: »Vegan vom Grill« animiert, den Grill dieses Jahr richtig zum Einsatz kommen zu lassen!
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Urteil BVerwG: Auch Vereine und Stiftungen können die jagdrechtliche Befriedung ihrer Flächen aus ethischen Gründen beantragen

Laut § 6a Bundesjagdgesetz (BJagdG) dürfen nur »natürliche Personen« das Ruhen der Jagd beantragen. Tier- und Naturschutzvereine oder Stiftungen konnten bisher das Ruhen der Jagd auf ihren Flächen nicht beantragen. Doch dies ist mit dem entscheidenden Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26.6.2012 und der Europäischen Menschenrechtskonvention (Schutz des Eigentums) nicht vereinbar.

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof München macht in seinem grundlegenden Urteil vom 28.05.2020 »Erklärung von Grundstücken zu jagdrechtlich befriedeten Bezirken« die Antragstellung auch für juristische Personen wie Vereine, Stiftungen oder GmbHs möglich. (VGH München, 19 B 19.1713 und 19 B 19.1715) weiter

Hannes Jaenicke: »Seit 30 Jahren wird das Tierschutzgesetz wissentlich gebrochen«

»Die Milch macht's«, »Milch macht müde Männer munter«, »Fleisch ist ein Stück Lebenskraft« - wir alle sind mit diesen Werbe-Slogans aufgewachsen. In seinem investigativen Enthüllungsbuch »Die große Sauerei« deckt Hannes Jaenicke die dreistesten Industrie- und Werbelügen auf und erklärt, was Verbraucherinnen und Verbraucher über Fleisch, Milchprodukte und Eier unbedingt wissen sollten, um vor dem Kauf und Verzehr die richtige Entscheidung zu treffen. weiter

FREIHEIT FÜR TIERE-Interview mit Hannes Jaenicke

»Die einzige Antwort auf diese Art der Massentierhaltung ist der Verzicht auf ihre Produkte «
FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit dem Schauspieler und bekannten Umweltschützer Hannes Jaenicke über die Recherchen zu seinem neuen Buch, warum er vor 40 Jahren zum Vegetarier wurde, warum er Hafermilch trinkt, über das Problem, dass immer noch zu viele Menschen schlecht informiert sind und was dagegen zu tun ist. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Die Vermessung der Ernährung

Haben Sie sich schon einmal überlegt, welche Auswirkung unsere Ernährung, also das, was wir jeden Tag essen, auf die Gesundheit, auf Tiere und Natur, auf Böden und Grundwasser, auf die Artenvielfalt, auf die Regenwälder, auf Menschen in den ärmeren Ländern und auf das Klima hat? Sollten wir vor dem Hintergrund einer sich abzeichnenden Umwelt- und Klimakatastrophe, welche unser aller Lebensgrundlagen bedroht, nicht viel mehr über diese Zusammenhänge wissen? weiter

Vermessung der Ernährung: Interview mit Jan Wirsam

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit Prof. Dr. Jan Wirsam, wie das Buch Die Vermessung der Ernährung mit Prof. Dr. Claus Leitzmann entstand, aus welchen Gründen die Wissenschaftler mit einigen Kollegen die Forschung über pflanzliche Ernährung so engagiert vorantreiben und warum in Deutschland mehr Hülsenfrüchte wie Linsen, Erbsen, Bohnen, Lupinen und Soja angebaut werden sollten. weiter

Neues Buch von Prof. Reichholf: Stadt, Land, Fuchs

»Unsere Säugetiere verdienen mehr Beachtung; viel mehr, als ihnen gegenwärtig zuteil wird«, ist Prof. Dr. Josef H. Reichholf überzeugt. Sie brauchen neue Freunde! Solche zu gewinnen, ist das Hauptanliegen seines neuesten Buches »Stadt, Land, Fuchs: Das Leben der heimischen Säugetiere«. weiter

Interview mit Prof. Josef H. Reichholf

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit dem renommierten Zoologen über Wildtiere, Jäger, Massentierhaltung und was jeder Einzelne für wild lebende Tiere tun kann. weiter

Das Leid der Stuten für Schweinefleisch

Bisher kannte man die grausamen Stutenblut-Farmen in Argentininen, Urugay und China: Schwangeren Pferden wird dort literweise Blut abgezapft und an die Pharmaindustrie verkauft. Die Hormone der Stuten werden in der industriellen Schweinemast eingesetzt, um die Trächtigkeit der Sauen zu erhöhen und zu synchronisieren. Nachdem immer wieder über die grausamen Blutfarmen in Südamerika berichtet wurde, stoppten einige Pharmakonzerne den Import aus diesen Ländern - und wichen auf Islandponys aus. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter