Der Hund und sein Philosoph

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Neues Buch von Martin Balluch:

Plädoyer für Autonomie und Tierrechte

Die Freundschaft mit seinem Hund

Die Freundschaft mit seinem Hund

inspirierte Martin Balluch zu dem neuen Buch »Der Hund und sein Philosoph«. · Bild: www.martinballuch.at

Buchvorstellung von Julia Brunke

Die Freundschaft mit Kuksi, einem ausgesetzten Hund, den er vor sechs Jahren aus dem Tierheim zu sich nahm, inspirierte Dr. Dr. Martin Balluch zu seinem neuen Buch Der Hund und sein Philosoph . Anhand von Erlebnissen und Anekdoten aus dem Zusammenleben mit seinem Hundefreund macht Martin Balluch deutlich, dass Tiere fühlen, denken, kommunizieren - sowohl mit anderen Tieren als auch mit uns Menschen - und dass sie über Selbstbewusstsein verfügen und autonom handeln. Sein Plädoyer für Autonomie und Tierrechte ist unterhaltsam und fesselnd im Erzählstil geschrieben: Jeder, der mit Tieren zusammen lebt, wird sich bei diesen Schilderungen an ähnliche Erlebnisse und Beobachtungen erinnern. Als Naturwissenschaftler stellt Martin Balluch seine Erfahrungen mit Tieren in Zusammenhang mit wissenschaftlichen Fakten: Die Forderung nach Autonomie von Tieren in unserer Gesellschaft wird umfassend naturwissenschaftlich und philosophisch begründet.

Die Metaphysik der Sitten des Philosophen Immanuel Kant bildet die Grundlage des seit über 200 Jahren geltenden Zivilrechts, in dem der Mensch ein Zweck an sich und das Tier nur Mittel zum Zweck ist. Das neue Buch von Martin Balluch stellt Kants Sittenlehre vor dem Hintergrund moderner naturwissenschaftlicher Erkenntnisse in Frage. Gleichzeitig nützt der Autor Kants Argumentationsweise, um auch für Tiere Rechte und einen Personenstatus zu fordern: Ich denke, mit dem heutigen Wissen über Tiere ist diese Schlussfolgerung unumgänglich .

Einsatz für Tierrechte

Martin Balluch setzt sich seit über 25 Jahren für die Rechte der Tiere ein. Für dieses Engagement gab er eine glänzende Karriere als Wissenschaftler auf: Nach seiner Dissertation in mathematischer Physik 1989 war er von 1990 bis 1997 als Universitätsassistent im Institut von Stephen Hawking an der Universität Cambridge tätig. 1997 kehrte er in sein Heimatland Österreich zurück, um sich im Verein gegen Tierfabriken zu engagieren, dem er seit 2002 als Obmann vorsteht.

Seine wissenschaftliche Forschung und Arbeit gab er nicht auf: 2004 verfasste Martin Balluch seine zweite Dissertation, diesmal in Philosophie an der Universität Wien zum Thema Tierrechte. Es war mir ein großes Anliegen, dieses Thema in einer seriösen und wissenschaftlichen Weise in die akademische Welt zu tragen , berichtet er. Inzwischen sind Tierrechte in Philosophie und Biologie an Universitäten nicht mehr wegzudenken.

Auch die politischen Erfolge des Vereins gegen Tierfabriken waren beachtlich:
1998 Schließung aller Pelztierfarmen in Österreich
2002 Verbot von Wildtieren in Zirkussen
2004 Einstimmiger Entschließungsantrag der Parlamentsparteien,
Tierschutz als Staatsziel in der Verfassung zu verankern
2004 Verbot der Käfighaltung für Hühner in Österreich
2006 Verbot von Tierversuchen an Menschenaffen
2007 Verbot der Käfighaltung von Kaninchen (zur Fleischgewinnung)

Der Tierrechtsprozess

Offenbar gingen bestimmten Interessengruppen diese Erfolge zu weit: 2008 wurden Martin Balluch und neun weitere Tierrechtsaktivisten mitten in der Nacht von einem bewaffneten Sondereinsatzkommando verhaftet. Der Vorwurf: Balluch sei verdächtig, Chef einer kriminellen Organisation zu sein, die eine Tierrechtsrevolution plane. 105 Tage war er in Untersuchungshaft eingesperrt. Die Festnahme führte international zu massiven Protesten.

Gemeinsam mit 12 anderen Tierschützern stand der VGT-Obmann vom 2. März 2010 bis 2. Mai 2011 im Landesgericht Wiener Neustadt vor Gericht. Die Besonderheit des Verfahrens war, dass Martin Balluch und einigen anderen Angeklagten dabei keine konkreten Straftaten, sondern bloß die indirekte Förderung und Unterstützung von unbekannten Straftätern durch legale Tierschutzarbeit vorgeworfen wurde.

Mit dem Urteil vom 2. Mai 2011 wurden alle 13 Angeklagten von sämtlichen Vorwürfen in allen Punkten freigesprochen. Bislang wurde allerdings keiner der Tierschützer entschädigt stattdessen sind Martin Balluch und die anderen Tierschutzaktivisten durch die hohen Kosten des Verfahrens finanziell ruiniert.

Hund Kuksi aus dem Tierheim aufgenommen: Für uns beide begann ein neues Leben

Nachdem Martin Balluch aus der U-Haft entlassen worden war, nahm er sich vor, wieder einen Hund aus einem Tierheim aufzunehmen: So lange in einer Zelle zu sitzen, machte mir bewusst, wie schrecklich es ist, unschuldig seiner Freiheit beraubt zu werden. Ich fand meinen Freund Kuksi im Tierparadies Schabenreith in Oberösterreich. Er war zwei Monate davor an einer Autobahnraststation ausgesetzt worden. Für uns beide begann ein neues Leben.

Für das Zusammenleben haben sich Mensch und Hund gemeinsam Regeln erarbeitet, an die sich beide freiwillig halten. Ein Beispiel: Bevor er zu mir ins Bett kommt, fragt Kuksi, ob mir das passt. Ich betrete sein Bettchen auch nicht, ohne dass er das will. Diese Regel respektiert Kuksi konsequent - außer wir streiten. Dann kann es durchaus sein, dass er bewusst die Regel bricht, um seinen Protest zu deponieren. Doch als sozial kompetentes Wesen ist ihm danach eine baldige Versöhnung wichtig.

Eine weitere Regel ist, dass Kuksi keine Tiere jagen soll. Immerhin hat er Gene von Bracken, also Jagdhunden, in sich. Kuksi hat anfänglich Tiere getötet, einmal eine Maus und in einem Lemmingjahr in Skandinavien mehrere dieser Nager. Ich habe ihm damals mein Missfallen und meine Verzweiflung darüber mitgeteilt. Es scheint ihm nun wichtiger zu sein, mich nicht emotional zu verletzen, als einer etwaigen Jagdpassion nachzugehen.

Soziales Zusammenleben und Kommunikation

Hat Kuksi eine gemeinsame Regel gebrochen, zum Beispiel wenn er beim Spiel zu wild geworden ist, schaut er schuldbewusst und entschuldigt sich später auch. Zwar wird in der Literatur immer wieder bezweifelt, dass Hunde zu einem Schuldgefühl in der Lage seien, aber dieser Zweifel wird damit begründet, dass sie sich vor Strafe fürchten würden , schreibt Balluch. In unserem Fall kann das nicht zutreffen, weil sich Kuksi weder vor mir fürchtet noch je bestraft worden ist. Er hat die Regeln unseres sozialen Zusammenlebens verstanden und fühlt sich unwohl, wenn er sie bricht, aber nicht aus Angst, sondern weil er ungern sozialen Unfrieden schafft, wie die meisten sozialen Wesen. In unserem Fall bedeutet das aber auch, dass Kuksi sich bewusst ist, eine Regel gebrochen zu haben.

Hund und Mensch kommunizieren emotional, sowohl durch den Tonfall als auch durch die Körpersprache: So wie ich aus seinem Verhalten und seinen Lautäußerungen ablesen kann, wie es ihm geht, so auch umgekehrt. Dafür brauche ich nicht wie ein Hund zu agieren und er nicht wie ein Mensch. Durch unser enges Zusammenleben verstehen wir uns diesbezüglich sehr gut.

Für den Hund Kuksi ist es von größter Wichtigkeit, dass sein Freund Martin, wenn er mit ihm spielt, auch richtig bei der Sache ist: Sollte ich beim Stocki-Werfen telefonieren oder beim spielerischen Raufen mit anderen sprechen, wird er zunehmend ungeduldig und bricht das Spiel unter Umständen auch ab. Dass ihm mein Bewusstseinszustand, in diesem Fall meine innere Anteilnahme an unserem Spiel, wichtig ist, belegt, dass er von einem Bewusstseinszustand bei mir ausgeht, mein Verhalten psychologisch interpretiert und mich als handelndes Subjekt und nicht als Objekt wahrnimmt. Ginge es nur um die Handlung per se, müsste Stocki-Werfen Stocki-Werfen sein, egal was ich dabei denke. Ist es aber nicht und daraus ist eine Intentionalität und ein gewisses Selbstbewusstsein seinerseits ableitbar.

Dass Kuksi auch über sein eigenes Handeln reflektiert, zeigt Martin Balluch anhand eines Experiments, das er einige Male wiederholt hat und das immer funktioniert: Wenn er einfach immer das nachmacht, was der Hund gerade tut - gähnen, die Tatzen in einer gewissen Weise halten, sich kratzen - wird Kuksi langsam ärgerlich. Das zeigt, dass er völlig versteht, dass ich ihn gerade nachahme, was wiederum nur möglich ist, wenn er sich bewusst ist, was er gerade tut.

Mensch und Hund - beide sind soziale Wesen und leben gleichzeitig ihre Autonomie. Der Mensch ist in dieser Beziehung weder das Alphatier noch der Elternteil, der Hund kennt keinen Gehorsam, keine Befehle und keine Leine. Kuksi ist kein Anhängsel, kein Befehlsempfänger, keine Biomaschine, sondern ein eigenständiges Wesen. Er gestaltet die Regeln des gemeinsamen Lebens mit, er hilft in Not und bezähmt seine Affekte, wenn ihm höhere Werte, wie die gemeinsame Beziehung, wichtiger sind.

Balluch schließt daraus, dass eine Revision des Mensch-Tier Verhältnisses nötig wäre. Tiere gelten seit der Aufklärung nach dem Gesetz als Sachen. Dem stellt der Autor die Vision einer Multi-Spezies Gesellschaft gleichberechtigter Wesen gegenüber.

Gemeinsame Ausflüge in die Wildnis

Seit seiner Jugend sucht Martin Balluch für Wochen und Monate die Wildnis auf: ob alpine Bergwelt oder Tundra, stets begleiteten ihn seine Hunde. In der Wildnis, fernab von jeglicher Zivilisation, begegnen sich Mensch und Hund als Gleiche: Zwei autonome Wesen, die aufeinander Rücksicht nehmen, aber grundsätzlich gleichberechtigt sind.

Wenn ich mit meinem Hundefreund in der Wildnis unterwegs bin, verstummt bald die Stimme in meinem Kopf. Ich denke, ohne zu sprechen - wie die Hunde auch. Entscheidungen, in welche Richtung wir als Nächstes weitergehen, wo wir unseren Lagerplatz aufschlagen oder welche Route durch die steilen Felsen die sicherste ist, werden ohne Worte getroffen. Abgesehen davon kommunizieren wir ständig und verstehen uns sehr gut. Die Hundeseele ist für mich keine fremde Welt, zumeist kann ich sehr klar nachfühlen, was mein Freund gerade empfindet und umgekehrt. Wir können uns blind aufeinander verlassen. In der Natur wird uns letztlich klar, dass wir gar nicht so verschieden sind.

Aus diesem Zugang heraus ergibt sich für Martin Balluch als Philosoph ein ganz anderes Weltbild: Die Aufklärung habe den Menschen in den Mittelpunkt gestellt und es sei zweifellos ein großartiger Fortschritt, alle Menschen als Gemeinschaft aufzufassen. Doch die Gemeinsamkeit wurde durch die Abgrenzung von den Tieren erkauft, zu deren Leidwesen.

Der Autor verweist darauf, dass Immanuel Kant (1724 1804) eine moralische Verpflichtung des Menschen darin sehe, sich von der Natur loszusagen und in der menschlichen Gemeinschaft zu organisieren, um Freiheit erst zu ermöglichen. Die Wildnis sei ein ständiger Kampf ums Überleben, grausam, brutal, kurzlebig. Allerdings hatte Kant keinerlei Naturerfahrung, zeit seines Lebens kam er aus Königsberg nicht heraus.

Martin Balluch, der sich um die 100 Tage pro Jahr aus seinem beruflichen und sozialen Alltag abzweigt, um die Wälder, die Berge oder die Tundra zu betreten, erlebt die Natur als ganz anders: Von den unzähligen Tagen, die ich draußen verbracht habe, kann ich jene Vorfälle, in denen ich Gewalt und Leid sah, an den Fingern einer Hand abzählen. Wie oft beobachtete ich Gämsenherden friedlich grasen, Steinbockkinder fröhlich spielen, Bärenfamilien durchs Unterholz streifen, Füchse in der Sonne liegen, Dachse im Boden wühlen und Raben im Paarflug durch die Luft rauschen. Keine Gewalt, sondern schiere Lebensfreude, soziale
Beziehungen, Vertrauen, Kooperation. Die tägliche Aktivität der Wildtiere wirkt befriedigend, symbiotisch und partnerschaftlich. Das Sozialleben ist fast ausschließlich friedlich, die Kämpfe zwischen Steinböcken oder Hirschen sind ritualisiert und haben in meiner Erfahrung immer ohne Verletzungen geendet.

Tiere verfügen über soziales Selbstbewusstsein

Tiere verfügen über soziales Selbstbewusstsein

und haben die Fähigkeit, ihre Rolle in der Gemeinschaft zu verstehen. · Bild: sonya etchison - Fotolia.com

Tiere sind intentional handelnde Wesen mit bewusst erlebten Gefühlen

Für den französischen Philosophen Descartes (1596-1650) galten Tiere lediglich als Biomaschinen: Ihre Schmerzensschreie bedeuten nicht mehr als das Quietschen eines Rades! Descartes ging davon aus, dass Tiere nur durch Instinkte und Reflexe angetrieben würden. Sie hätten keine bewusst erlebten Gefühle und keinen Verstand. Tiere könnten nicht sprechen und damit nicht denken.

Diese Vorstellung findet sich bis heute in der wissenschaftlichen Literatur: Weil Tiere keine Sprache hätten, seien sie auch zu keinen Überzeugungen und daher zu keinem intentionalen Handeln fähig.

Der Autor weist anhand seiner eigenen Erfahrungen mit Tieren sowie der wissenschaftlichen Fachliteratur nach, dass Gedanken auch nichtsprachlich sein können. So können nichtsprachliche Gedanken auch in Form von Bildern existieren (beispielsweise wenn man sich mental vorstellt, ob ein Schrank in eine bestimmte Ecke passen könnte) oder durch Hineinversetzen in andere: Immer wieder beobachtet Martin Balluch im Zusammenleben mit Kuksi - besonders wenn er mit ihm in der Wildnis unterwegs ist -, dass sie beide in derselben Situation ähnlich reagieren. Er schließt daraus, dass die mentalen Vorgänge, die beider Handlungen zugrunde lagen, ebenfalls gleich sind. Ich denke, es wäre unmöglich, mit Kuksi eine so enge Beziehung einzugehen, wie ich das tue, ohne ihn psychologisch zu interpretieren und ihm mentale Zustände zu unterstellen , schreibt er. Umgekehrt behandelt Kuksi auch mich als intentional handelndes Wesen. Eine soziale Gemeinschaft kann gar nicht auf andere Weise entstehen. Und weiter: Für Kuksi sind meine Emotionen und Intentionen so wichtig wie seine für mich. Er hat eine hohe soziale Intelligenz und kann aus den feinsten Nuancen meiner Körpersprache mehr über mich herauslesen, als mir oft selbst bewusst ist.

Das soziale Selbstbewusstsein umfasse die Fähigkeit, seine eigene Rolle in der Gemeinschaft zu verstehen: Kuksi schützt und tröstet mich, hilft mir, wenn er der Meinung ist, ich bin in Not, und freut sich, wenn ich fröhlich bin. Er ist ein durch und durch soziales Wesen, das sich ganz wesentlich als Teil einer Gemeinschaft begreift.

Der Autor berichtet, wie er seinem Hund einmal ein großes Stück Tofu abbrach - für Kuksi ein absoluter Leckerbissen - und ihm hinhielt. Mit großer Begeisterung schnappte er danach und erwischte dabei die Finger. Da Martin Balluch Kuksis Begeisterung verstand, sagte er kein Wort, sondern lediglich Au! und schüttelte kurz seine Hand. Das nächste Stück Tofu nahm Kuksi nun mit allergrößter Zärtlichkeit, ohne mich auch nur im Geringsten mit seinen Zähnen zu berühren. Trotz seiner Begeisterung für den Tofu hielt er sich bewusst zurück, weil er mich nicht verletzen wollte.

Diese Begebenheit ist deshalb so interessant, weil Kuksi sich völlig entgegengesetzt verhielt, wie es Behaviorismus und das Reiz-Reaktionsmodell vorhersagen würden: Durch die weitere Gabe einer Belohnung nach dem Schnappen in den Finger hätte Kuksis Schnappen positiv verstärkt werden müssen. Kuksi war nicht im Geringsten negativ konditioniert worden, das Handschütteln und die kurze Lautäußerung Au waren nicht einmal auf ihn gerichtet gewesen. Dennoch änderte der Hund vollständig sein Verhalten. Die einfachste Erklärung dafür scheint zu sein, dass Kuksi mich als Subjekt und nicht als Reiz wahrnimmt , so Balluch.

Tiere haben nach wie vor keine Rechte

Die Freiheit des Menschen stand für Kant im Mittelpunkt seiner Metaphysik der Sitten. Moralisches Handeln hieß für ihn, die Autonomie aller anderen nach Möglichkeit zu respektieren. Auf Grundlage der Kant"schen Metaphysik der Sitten entstand vor mehr als 200 Jahren das heute gültige Zivilrecht, die Grundlage des Zusammenlebens der Menschen untereinander. Ohne Zweifel war der Rechtsschutz für Menschen vor 200 Jahren ein großer Fortschritt. Die Tiere hingegen haben nach wie vor keine Rechte, obwohl sie in Österreich seit 1989 laut 285a Bürgerliches Gesetzbuch keine Sachen mehr sind. In Deutschland trat 1990 der 90a Bürgerliches Gesetzbuch in Kraft, der besagt, dass Tiere keine Sachen sind und durch besondere Gesetze geschützt werden. Dennoch ist es nach wie vor eine Sachbeschädigung , wenn ein Jäger beispielsweise einen Hund erschießt.

Und: Das Eigentumsrecht schützt die Ausbeutung der so genannten Nutz -Tiere. Der Umgang mit ihnen wird ausschließlich durch das Profitmaximierungsprinzip bestimmt , schreibt Balluch. Die Zucht wird weiter von Jahr zu Jahr tierquälerischer, indem sie noch mehr Leistung aus den Tierkörpern herauspresst. Und auch die Tierfabriken und Schlachthöfe werden größer und größer.

Das Tierbild aus dem 16. und 17. Jahrhundert ist von der Wissenschaft längst überholt

Dabei ist die Grundlage des Mensch- und Tierbilds aus dem 17. und 18. Jahrhundert, in der das Tier von der Philosophie der Aufklärung als gefühllose Biomaschine gesehen wird, längst von der Wissenschaft überholt: Nach den Kriterien der modernen Naturwissenschaft gilt die Existenz von Bewusstsein bei Tieren als bewiesen. Auch die subjektive Leidensfähigkeit, zumindest der Wirbeltiere, wird nicht mehr bestritten. In der Folge wird vielfach eine humane Nutzung von Tieren gefordert. Doch am Ende auch einer noch so humanen Nutzung steht der gewaltsame Tod. Doch der Tod ist der größte Schaden für ein Lebewesen mit Bewusstsein. Hinzu kommt: Die Freiheit ist das höchste Gut eines autonomen Wesens. Eingesperrte Tiere versuchen alles, um in Freiheit zu gelangen. Nur in der Freiheit können sie selbst Entscheidungen treffen und die Fähigkeiten und Bewusst seinsaspekte entfalten, die ihr Wesen ausmachen.

Die Freiheit, die das Bewusstsein mit sich bringt, ermöglicht es den Tieren, sich selbst Zwecke und Regeln zu setzen, an die sie sich halten, auch wenn ihre hedonistischen Wünsche und Affekte ihnen anderes nahe legen , so Martin Balluch. Er macht dies wieder am Beispiel seines Hundes deutlich: Kuksi hält sich an die Regeln des Spiels mit einem Partner, auch wenn er im Eifer fester zubeißen will. Er toleriert die Eskapaden von Hunde- und Menschenkindern und geht sehr vorsichtig mit ihnen um, auch wenn sie ihm auf die Nerven gehen oder sogar wehtun. Er jagt keine Rehe im Wald, obwohl er einen starken Impuls danach spürt. Er läuft nicht über die Straße zu einem anderen Hund, auch wenn er große Lust darauf hätte. Denn: Er stellt unsere Beziehung über alle Affekte, die ihn antreiben.

Wer mit Hunden zusammenlebt weiß,

Wer mit Hunden zusammenlebt weiß,

Wer mit Hunden zusammenlebt weiß, dass sie mit Menschen- und Tierkindern stets sehr vorsichtig umgehen. · Bild: Philip Date - Fotolia.com

Bild: Nadine Haase - Fotolia.com

Bild: Nadine Haase - Fotolia.com

Es wird Zeit für ein Recht auf Autonomie für Tiere

Autonomie ist das höchste Gut, an dem sich die Moral zu orientieren hat. Die Geschichte der letzten Jahrhunderte war ein ständiger Kampf um Selbstbestimmung: die Selbstbestimmung der Bürger gegenüber Adel, Klerus und absolutistischer Herrscher, die Gleichberechtigung und Selbstbestimmung von Schwarzen und von Frauen.

Kant definierte Autonomie als Freiheit der Entscheidungen durch die Vernunft. Ersetzt man Kants engen Begriff der Vernunft durch ein weiter gefasstes Bewusstsein, ergibt sich ein Recht auf Autonomie, das auch für Tiere gilt. Und so leitet Martin Balluch aus der Kant"schen Philosophie die Forderung nach Gleichberechtigung von Menschen und Tieren in der Gesellschaft ab.

Tiere sind Lebewesen mit Autonomie, nicht nur fühlende Biomaschinen , so Martin Balluch. Die Zeit ist reif. Nie war es leichter, auf eine rein pflanzliche Ernährungsform und Lebensweise umzusteigen. Und nie war es notwendiger. Dies wäre auch für das Bewusstsein der Menschen und ihre moralische Entwicklung ein gewaltiger Fortschritt: Ohne diese Beteiligung am Tiermissbrauch werden die Menschen in der Lage sein, ihre Spiegelneuronen zu aktivieren, um die Empfindungen der Tiere mitzufühlen.

Ein höheres Maß an Empathie gegenüber fühlenden Wesen würde das Zusammenleben auf unserem Planeten insgesamt friedlicher machen.

Martin Balluch

Martin Balluch

mit Julia Brunke, Redaktion »Freiheit für Tiere« 2002 beim Tierrechtskongress in Wien · Bild: www.tierrechtskongress.at

Als Redner bei der Anti-Jagd-Demo in Wien

Als Redner bei der Anti-Jagd-Demo in Wien

www.abschaffung-der-jagd.at

Ein Leben für Tierrechte

Dr. Dr. Martin Balluch, geboren 1964 in Wien, studierte Philosophie, Mathematik und Astronomie. Nach Diplomen in Mathematik und Astronomie mit Auszeichnung, ging Martin Balluch an die Universität Heidelberg und schrieb dort seine Dissertation in mathematischer Physik, die er 1989 Magna cum Laude abschloss. Anschließend arbeitete er an der Universität Cambridge in England am Institut für Applied Mathematics and Theoretical Physics. Insgesamt war Martin Balluch an den Universitäten Wien, Heidelberg und Cambridge 12 Jahre lang als Universitätsassistent und Forscher tätig und veröffentlichte 18 wissenschaftliche Publikationen.
Bereits seit Anfang der 1980er Jahre wurde Martin Balluch Vegetarier und lebt seit 1989 vegan.
Während seiner Universitätstätigkeit in Cambridge engagierte er sich für die Tierrechte in England, vor allem für ein Verbot der Fuchsjagd.
1997 kehrte er aus England zurück nach Österreich, um sich beim Verein gegen Tierfabriken VGT für die Rechte der Tiere zu engagieren.
1999 war er Mitbegründer der Veganen Gesellschaft Österreich.
Seit 2002 ist er Obmann des Vereins gegen Tierfabriken.
Von 2000 bis 2005 studierte Martin Balluch an der Universität Wien Philosophie und schrieb seine zweite Dissertation, diesmal zum Thema Tierrechtsphilosophie, die auch in Buchform erschien.
2008 bis 2011 avancierte er im Zuge des weit über die Grenzen Österreichs Aufsehen erregenden Tierrechtsprozesses zu Österreichs bekanntesten Aktivisten: Martin Balluch ist einer jener Tierschützer, die am 21.5.2008 von bewaffneten WEGA-Kräften in der Nacht zu Hause abgeholt und in Untersuchungshaft überstellt worden sind. Nach 105 Tagen in Haft, 39 davon im Hungerstreik inklusive künstlicher Ernährung am Krankenflügel des Wiener Landesgerichts, wurde er zwar freigelassen, aber seitdem weiter von der eigens gegründeten SOKO gegen den Tierschutz beschattet und verfolgt.
Vom 2.3.2010 bis 2.5.2011 saß er als Hauptangeklagter im Tierschutzprozess auf der Anklagebank. Es wurde ihm vorgeworfen, durch legale Tierschutzkampagnenarbeit ideell und indirekt ihm unbekannte Personen motiviert zu haben, Straftaten im Namen des Tierschutzes zu begehen. Dadurch wäre er nach 278a StGB Mitglied in einer kriminellen Vereinigung. Am 2. Mai 2011 wurde Martin Balluch wegen erwiesener Unschuld freigesprochen. Seit Ende Juni 2012 ist dieser Freispruch rechtskräftig.
2012 erhielt erhielt Martin Balluch den mit € 50.000 dotierten internationalen Myschkin-Ethikpreis im Théatre de l"Odeon in Paris für seine Tierschutzarbeit als advokatorischer Humanismus und in Anerkennung seiner Rolle im Tierschutzprozess überreicht.

Informationen:
www.martinballuch.com
www.vgt.at

Buchtipp:

Ausgehend von der engen Beziehung zu seinem Hund, entwickelt Martin Balluch eine leicht lesbare Tierrechtsethik, die im zentralen Begriff der Autonomie gipfelt. Dass er sich dabei am Kant"schen Postulat der ausschließlich dem Menschen zugestandenen Rationalität abarbeitet und dieses schlüssig in sein Gegenteil verkehrt, gehört zu den eindrucksvollsten Erkenntnissen des Textes.

Martin Balluch:
Der Hund und sein Philosoph
Plädoyer für Autonomie und Tierrechte
broschiert, 192 Seiten
Promedia-Verlag Wien, 2014
ISBN: 978-3853713778
Preis: 17,90 Euro


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Wie entstand die Idee zu dem Kochbuch?


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Metzger gegen Tiermord? Das scheint ein Widerspruch in sich zu sein. Was aber, wenn gelernte Metzger dem Tiertöten abschwören und Veganer werden?

Im Verein »Metzger gegen Tiermord« haben sich ehemalige Metzger zusammengeschlossen. Aufgrund Ihrer beruflichen Erfahrung sind sie Insider der Branche und klären mit ihrem Fachwissen und ihren Recherchen über Tierrechts­verstöße auf, die normalerweise vor der Öffentlichkeit verborgen bleiben.

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit Peter Hübner, einem ehemaligen Fleischer. Peter Hübner ist Pressesprecher und zweiter Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins »Metzger gegen Tiermord« e.V.

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Verstoß gegen das Tierschutzgesetz: Jäger verurteilt, weil er Hündin erschoss

Der Fall sorgte für Aufsehen über Bayern hinaus: Ein 77-jähriger Hobbyjäger erschoss im Juli 2022 die Hündin Mara von Urlaubern aus Österreich, die eine Kanutour auf dem Main machten - angeblich, weil sie »gewildert« hätte. Am 20. November 2023 verurteilte das Amtsgericht Haßfurt den Jäger wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz zu einer Geldstrafe von 5.600 Euro (140 Tagessätzen zu je 40 Euro). Zudem wurde das bei der Tat benutzte Kleinkalibergewehr eingezogen. Dem Urteil zufolge war der angeklagte Hobbyjäger nicht berechtigt, die Hündin zu erschießen. Hinweise darauf, dass die Hündin gewildert hatte, hätten sich nicht ergeben. weiter

STADTNATUR - Eine neue Heimat für Tiere und Pflanzen

»Land« = blühende Landschaften und Artenvielfalt, »Stadt« = Beton und Ödnis? Eine Vorstellung, die längst so nicht mehr gilt. Der bekannte Zoologe, Ökologe und Bestseller-Autor Prof. Dr. Josef H. Reichholf unternimmt in seinem neuen Buch »Stadtnatur - Eine neue Heimat für Tiere und Pflanzen« einen Streifzug durch die vielfältigen Ökosysteme des urbanen Raums. Ob Wildschweine, Füchse und Nachtigallen in Berlin, Wanderfalken in Köln oder eine bunte Vogelwelt und Rehe im Englischen Garten in München: viele Wildtiere haben den Lebensraum Stadt längst für sich entdeckt. Inzwischen sind unsere großen Städte sogar Inseln der Artenvielfalt geworden, die sogar mit den besten Naturschutzgebieten mithalten können.
In den Städten finden Tiere und Pflanzen die Biotope, die sie für ihr (Über)Leben brauchen. Hier sind sie weniger Gefahren ausgesetzt als auf dem Land, wo freilebende Tiere gejagt und ihre Lebensräume durch eine industriell betriebene Land- und Forstwirtschaft vernichtet werden...
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Prof. Dr. Josef H. Reichholf: »Unsere Städte zeigen: Ein friedliches Miteinander von Mensch und Natur ist möglich«

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit Prof. Dr. Josef H. Reichholf über sein neues Buch »Stadtnatur«, über Großstädte als Rettungsinseln der Artenvielfalt und darüber, was geschehen müsste, damit die Artenvielfalt auf den Fluren und in den Wäldern wieder zunimmt. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Vegan vom Grill

»Was essen Veganer, wenn gegrillt wird?« Diese Frage wurde der britischen Köchin Katy Beskow während ihrer bisher fünfzehn Jahre als Veganerin unzählige Male gestellt. Die Antwort: »Wenn ihr euch von der Idee verabschiedet, dass Grillen und Fleisch (oder Fertiggerichte aus Fleisch­alternativen) untrennbar zusammengehören, steht euch eine neue Welt offen.« In ihrem neuen Kochbuch »Vegan vom Grill« zeigt Katy Beskow mit 70 kreativen und unkomplizierten Rezepten, dass fleischfrei Gegrilltes hervorragend schmeckt - nicht nur im Sommer, sondern das ganze Jahr über! Dazu zeigt Katy zahlreiche Tipps und Tricks - damit die Grillparty auch bei blutigen Grill-Anfängerinnen und -Anfängern gelingt. Ob Hauptgericht oder Dessert: »Vegan vom Grill« animiert, den Grill dieses Jahr richtig zum Einsatz kommen zu lassen!
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Urteil BVerwG: Auch Vereine und Stiftungen können die jagdrechtliche Befriedung ihrer Flächen aus ethischen Gründen beantragen

Laut § 6a Bundesjagdgesetz (BJagdG) dürfen nur »natürliche Personen« das Ruhen der Jagd beantragen. Tier- und Naturschutzvereine oder Stiftungen konnten bisher das Ruhen der Jagd auf ihren Flächen nicht beantragen. Doch dies ist mit dem entscheidenden Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26.6.2012 und der Europäischen Menschenrechtskonvention (Schutz des Eigentums) nicht vereinbar.

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof München macht in seinem grundlegenden Urteil vom 28.05.2020 »Erklärung von Grundstücken zu jagdrechtlich befriedeten Bezirken« die Antragstellung auch für juristische Personen wie Vereine, Stiftungen oder GmbHs möglich. (VGH München, 19 B 19.1713 und 19 B 19.1715) weiter

Hannes Jaenicke: »Seit 30 Jahren wird das Tierschutzgesetz wissentlich gebrochen«

»Die Milch macht's«, »Milch macht müde Männer munter«, »Fleisch ist ein Stück Lebenskraft« - wir alle sind mit diesen Werbe-Slogans aufgewachsen. In seinem investigativen Enthüllungsbuch »Die große Sauerei« deckt Hannes Jaenicke die dreistesten Industrie- und Werbelügen auf und erklärt, was Verbraucherinnen und Verbraucher über Fleisch, Milchprodukte und Eier unbedingt wissen sollten, um vor dem Kauf und Verzehr die richtige Entscheidung zu treffen. weiter

FREIHEIT FÜR TIERE-Interview mit Hannes Jaenicke

»Die einzige Antwort auf diese Art der Massentierhaltung ist der Verzicht auf ihre Produkte «
FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit dem Schauspieler und bekannten Umweltschützer Hannes Jaenicke über die Recherchen zu seinem neuen Buch, warum er vor 40 Jahren zum Vegetarier wurde, warum er Hafermilch trinkt, über das Problem, dass immer noch zu viele Menschen schlecht informiert sind und was dagegen zu tun ist. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Die Vermessung der Ernährung

Haben Sie sich schon einmal überlegt, welche Auswirkung unsere Ernährung, also das, was wir jeden Tag essen, auf die Gesundheit, auf Tiere und Natur, auf Böden und Grundwasser, auf die Artenvielfalt, auf die Regenwälder, auf Menschen in den ärmeren Ländern und auf das Klima hat? Sollten wir vor dem Hintergrund einer sich abzeichnenden Umwelt- und Klimakatastrophe, welche unser aller Lebensgrundlagen bedroht, nicht viel mehr über diese Zusammenhänge wissen? weiter

Vermessung der Ernährung: Interview mit Jan Wirsam

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit Prof. Dr. Jan Wirsam, wie das Buch Die Vermessung der Ernährung mit Prof. Dr. Claus Leitzmann entstand, aus welchen Gründen die Wissenschaftler mit einigen Kollegen die Forschung über pflanzliche Ernährung so engagiert vorantreiben und warum in Deutschland mehr Hülsenfrüchte wie Linsen, Erbsen, Bohnen, Lupinen und Soja angebaut werden sollten. weiter

Neues Buch von Prof. Reichholf: Stadt, Land, Fuchs

»Unsere Säugetiere verdienen mehr Beachtung; viel mehr, als ihnen gegenwärtig zuteil wird«, ist Prof. Dr. Josef H. Reichholf überzeugt. Sie brauchen neue Freunde! Solche zu gewinnen, ist das Hauptanliegen seines neuesten Buches »Stadt, Land, Fuchs: Das Leben der heimischen Säugetiere«. weiter

Interview mit Prof. Josef H. Reichholf

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit dem renommierten Zoologen über Wildtiere, Jäger, Massentierhaltung und was jeder Einzelne für wild lebende Tiere tun kann. weiter

Das Leid der Stuten für Schweinefleisch

Bisher kannte man die grausamen Stutenblut-Farmen in Argentininen, Urugay und China: Schwangeren Pferden wird dort literweise Blut abgezapft und an die Pharmaindustrie verkauft. Die Hormone der Stuten werden in der industriellen Schweinemast eingesetzt, um die Trächtigkeit der Sauen zu erhöhen und zu synchronisieren. Nachdem immer wieder über die grausamen Blutfarmen in Südamerika berichtet wurde, stoppten einige Pharmakonzerne den Import aus diesen Ländern - und wichen auf Islandponys aus. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter