Der Wolf kehrt zurück

Sie sind wieder da: Wölfe in Deutschland.

Sie sind wieder da: Wölfe in Deutschland.

Ende des letzten Jahrtausends durchschwamm der erste Wolf von Polen kommend die Neiße und schrieb Naturgeschichte. Die Rückkehr der Wölfe nach Deutschland ist ein erfolgreiches Kapitel in der Geschichte des Artenschutzes - nicht nur vor dem Hintergrund des gegenwärtigen dramatischen Artensterbens. Hier durchsteift ein Europäischer Grauwolf die Teichlandschaft in der Oberlausitz. · Bild: Karin Jähne - Fotolia.com

Neues Wolfsbuch von Elli Radinger und Günther Bloch:
Der Wolf kehrt zurück - Mensch und Wolf in Koexistenz?

Kaum ein Artenschutz-Thema wird in Deutschland so emotional diskutiert wie die Rückwanderung der Wölfe. Streng geschützt breiten sie sich aus: Sie siedeln inzwischen in einem breiten Streifen von der Lausitz bis nach Niedersachsen und suchen Reviere in bisher wolfsfreien Bundesländern, wo sie Familien gründen und ihren Nachwuchs aufziehen. Viele in unserem Lande waren und sind schlicht überfordert durch die zurückkehrenden Wölfe. Was man nicht kennt, will man nicht. Ängste und Vorurteile breiten sich aus , erklärt Dr. Dorit Urd Feddersen-Petersen, Ethnologin und Fachtierärztin für Verhaltenskunde mit dem Forschungsschwerpunkt Verhalten von Tieren aus der Familie der Hunde, in ihrem Geleitwort zu dem grundlegenden Buch Der Wolf kehrt zurück von Elli Radinger und Günther Bloch. Die Wolfsexperten setzen genau hier an: Ihr neues Buch will uns die Wölfe näher bringen, mit denen wir in Deutschland seit dem Jahr 2000 wieder zusammen leben damit sich diffuse Ängste und spezielle Befürchtungen verlieren. Wir wollen Wissen gegen Angst setzen , so die Autoren. Weil die Unsicherheit, die Unkenntnis und die Ignoranz immer noch groß sind, war es uns ein Bedürfnis, dem Leser reale und authentische Informationen zu vermitteln. Dazu haben Elli Radinger und Günther Bloch Zahlen, Daten und Fakten zum Wolfsleben in Deutschland zusammengetragen. Sie veranschaulichen die Forschungs-Erkenntnisse mit eigenen Erfahrungen und zeigen einen Weg zum gelingenden Zusammenleben von Mensch und Wolf.

Elli Radinger und Günther Bloch haben bereits 1991 die Gesellschaft zum Schutz der Wölfe e.V. gegründet. Sie verfügen beide über mehr als ein Vierteljahrhundert Erfahrung in der Beobachtung von frei lebenden Wölfen und hatten über zwanzigtausend Begegnungen mit ihnen, viele davon aus der Nähe. Wir schöpfen aus einer Fülle persönlicher Erfahrungen, die wir mit unseren Lesern teilen, und zeigen Maßnahmen auf, die eine friedliche Koexistenz fördern , so die beiden Wolfsforscher. Der Schlüssel ist Wissen über den Wolf und sein Verhalten.

Wölfe haben uns schon immer fasziniert

Wölfe haben uns Menschen seit jeher fasziniert. Schließlich ist die soziale Struktur von Wölfen der unsrigen sehr ähnlich: Sie leben in Familien wie wir, verfügen gleichfalls über eine fein graduierte Kommunikation, kooperieren beim Beutefang und in so vielen sozialen Belangen und zeigen altruistisches Verhalten , erklärt die Verhaltenswissenschaftlerin Dr. Dorit Urd Feddersen-Petersen.

Forscher gehen heute davon aus, dass die Domestikation des Wolfes zum Haushund eine Co-Evolution war: Denn auch der Mensch habe sich in den fast 40.000 Jahren des Zusammenlebens mit dem Hund verändert. Diese besonders enge Beziehung zwischen Mensch und Hund unterstreicht im Rückschluss wiederum die wölfische Nähe zum Menschen , so die Verhaltenswissenschaftlerin. Eine Wolf-Mensch-Koexistenz sollte also auch bei uns in Deutschland möglich sein.

"Wissen gegen Angst setzen"

Doch viele Menschen sind in Deutschland unsicher, wenn sie erfahren, dass es Wölfe in ihrer Umgebung gibt. Unsicherheit macht Angst. Zudem schüren manche Interessengruppen vor allem Jäger und Schäfer - bewusst die Angst vor dem Wolf. Und in so mancher Zeitung sind Sensationsmeldungen zu lesen, die den Wolf als blutrünstigen Schafskiller zeigen, der auch jeden Moment ein Kind packen könnte.

Aber warum sollten wir uns vor einem Tier fürchten, das uns in seinem Sozialverhalten und Familienleben so ähnlich ist und mit dem wir in seiner domestizierten Form seit Jahrtausenden eng zusammen leben und als des Menschen bester Freund bezeichnen?

Um die Angst vor dem Wolf zu verlieren, müssen Menschen wissen, wo wer was wann und warum tut. Wölfe zu verstehen, bedeutet nicht nur, ihr natürliches Verhalten in der Freiheit zu kennen, sondern sie auch in ihrem Umfeld zu erleben, inmitten eines Ökosystems mit ständiger Menschenpräsenz, von dem sie ein wichtiger Teil sind.

Dabei ist wichtig zu wissen: So wie sich wir Menschen völlig unterschiedlich verhalten, tun es auch Wölfe: Es gibt nicht den Wolf per se, der sich so verhält. Jeder Wolf ist, wie wir Menschen auch, ein Individuum, das geprägt wird von seiner Familie, Alter und Persönlichkeit, vielfältigen Erfahrungen und dem Lebensraum, in dem er lebt , erklären die Autoren. Darum könne man auch von einem Wolf, der sich innerhalb deutscher Kulturlandschaften beispielsweise hier und dort einmal Menschen nähert, nicht behaupten, er verhalte sich nicht normal .

Menschen stehen im Übrigen gar nicht auf dem Speiseplan von Wölfen, auch wenn entsprechende Sensationsartikel etwas anderes suggerieren wollen. In Deutschland hat es noch keinen einzigen Angriff auf Menschen gegeben. Daher ist es wichtig, frei lebende Wölfe auf gar keinen Fall zu füttern. Denn angefütterte Wölfe fangen nach einer Zeit an, von Menschen Essbares einzufordern - was sehr gefährlich werden könnte.

Elli Radinger und Günther Bloch sind bei ihren Forschungen immer wieder frei lebenden Wölfen begegnet: in Nordamerika, in Polen, der Slowakei, in Italien, in Spanien und Deutschland. Manchmal waren wir draußen in der Natur sogar ganz allein unterwegs, oft auch mit unseren Hunden. Dann haben sich Mensch, Wolf und Hund eine Zeit lang aus der Distanz gegenseitig gemustert. Mehr war nicht kein einziges Mal.

Zwei Welpen vom Daubaner Rudel in Sachsen:

Zwei Welpen vom Daubaner Rudel in Sachsen:

Vorne ein Männchen, hinten ein Weibchen. Hier in der Lausitz werden bereits Wolfs-Touren und Spuren-Exkursionen als Touristenmagnet angeboten. · Bild: Michael Hamann · Aus: Der Wolf kehrt zurück, Kosmos Verlag

Mensch und Wolf in Koexistenz

Etwa 17 Jahre nach Rückkehr des ersten Wolfes nach Deutschland gibt es heute 46 Wolfsrudel, 15 Paare und vier Einzeltiere (Stand: September 2016). Das mag nach viel klingen, dennoch hat unser Land Platz für mehr Wölfe , schreiben die Autoren. Nach einer Habitatanalyse vom Bundesamt für Naturschutz haben wir theoretisch Raum für etwa 440 Rudel oder ca. 1300 erwachsene Wölfe.

Die Rückkehr der Wölfe nach Deutschland zeigt, dass Wölfe - anders als lange gedacht - keine unberührte Wildnis brauchen. Sie brauchen lediglich Naturräume, in denen sie einigermaßen ungestört leben können. Ein Wolf wolle als hoch soziales Lebewesen nur das, was wir auch wollen: ungestört seine Familie aufziehen und in Ruhe gelassen werden, erklären die Wolfsexperten.

Und so liegt der Schwerpunkt ihres neuen Buches Der Wolf kehrt zurück vor allem darin, wie wir Menschen in Koexistenz mit dem Wolf leben können. Denn in den Ländern im Süden und Osten Europas, in den der Wolf nicht wie bei uns ausgerottet war, kommen die Menschen heute leichter mit Wölfen zurecht, weil sie schon lange mit ihnen leben. So können wir uns von diesen Ländern beispielsweise abschauen, wie Herdenschutzhunde zum Schutz von Schafen ausgebildet und eingesetzt werden können.

Bei den Schutzmöglichkeiten von Tierherden gehen die Autoren kenntnisreich auf die Unterschiede der individuellen Situation, Haltungsform und Landschaft ein. Außerdem haben die Wolfsforscher immer wieder mit betroffenen Nutztierhaltern gesprochen, die lernten, ihre Tiere so zu schützen.

Die Autoren weisen weiterhin auf eine aufwändige Langzeitstudie des Senckenberg Museums für Naturkunde in Görlitz hin, welche widerlegen konnte, dass Wölfe, wie oft behauptet, häufig Nutz- und Haustiere gefährden: 96 Prozent von 3.000 Wolfskotproben mit Resten von Haaren, Knochen, Hufen oder Zähnen stammen von wilden Huftieren, also von Rehen, Rotwild und Wildschweinen, drei Prozent von Hasen und nur weniger als ein (!) Prozent von Nutztieren.

Jäger schüren Angst vor dem Wolf

Früher rechtfertigten Jäger die Jagd damit, dass wegen des Fehlens der großen Beutegreifer Wolf, Luchs und Bär die Wildbestände durch den Menschen reguliert werden müssten. Inzwischen sind Wölfe und Luchse in viele Reviere zurückgekehrt. Nun wird argumentiert, man müsse die Wildtiere vor Wolf und Luchs schützen.

Für viele Jäger ist der Wolf ein Feindbild: Sie fürchten den Wolf als Konkurrenten, der ihnen die Rehe wegfängt. In der Lausitz jammern Jäger: Reh- und das Schwarzwild sind stark zurückgegangen, Rotwild gibt es so gut wie keins mehr. (Lausitzer Rundschau, 24.2.2017)

Während Jäger in der Öffentlichkeit hohe Abschüsse von Rehen und Hirschen mit Verbissschäden an Bäumen begründen, halten sie mit Winterfütterungen die Zahl der Rehe und Hirsche konstant hoch. Und unter dem Motto Der Wolf frisst die Wälder leer werden immer öfter Forderungen von Jägern laut, den Wolf wieder zu bejagen.

Natürlich müssen Rehe und Hirsche nicht vor Wölfen geschützt werden: Wölfe rotten keine Wildtierbestände aus. Beutegreifer-Beute-Systeme sind überaus komplex und sensibel: Die Anzahl der Huftiere reguliert die Anzahl der Wölfe. Außerdem halten Wölfe die Wildtierbestände gesund, da sie hauptsächlich alte und kranke Tiere erbeuten. In unseren Forschungsgebieten in Nordamerika beträgt das durchschnittliche Alter der von Wölfen getöteten Hirsche 16 bis 17 Jahre, menschliche Jäger töten dagegen die kräftigen sechs- bis siebenjährigen Hirsche , erklären Elli Radinger und Günther Bloch.

Das Management von Wölfen ist weniger ein Problem von Wildbiologie, Ökologie oder angeblich notwendiger Bestandskontrolle, sondern vielmehr eines von kulturellen Wahrnehmungen , so die Wolfsforscher. Darum geht es im Wolfsmanagement weniger um Biologie als um Menschen.

Illegale Abschüsse

Immer wieder kommt es zu illegalen Abschüssen von Wölfen oder ein Wolf wird versehentlich erschossen, weil ein Jäger ihn angeblich mit einem wildernden Hund verwechselt hat. Seit dem Jahr 2000 wurden in Deutschland insgesamt 19 illegal erschossene Wölfe gefunden , schreiben Elli Radinger und Günther Bloch. Die Dunkelziffer dürfte deutlich höher liegen. Bei weiteren vier Tieren, die an einer natürlichen Todesursache starben, wurden bei der Autopsie ausgeheilte Schussverletzungen entdeckt. Doch obwohl der Wolf streng geschützt ist und der Abschuss eines Wolfes eine Straftat ist, sei es bis heute nur in einem Fall zu einer rechtskräftigen Verurteilung gekommen.

Die Rolle der Medien

Die Autoren weisen zu Recht darauf hin, dass die Medien eine nicht unbedeutende Rolle für die Akzeptanz von Wölfen spielen. Viele auf Sensationsberichte spezialisierte" Journalisten machen sich keine Mühe mehr für einen Faktencheck oder, noch schlimmer, berichten bewusst manipulativ. Dies gelte beispielsweise für Schlagzeilen wie Wolfsrudel vor Hamburg , Raubtier verfolgt Landwirt oder Tote Kälber war es ein Wolf? .

Ein Beispiel: 2015 hatte der Bericht über einen angeblichen Wolfsangriff auf einen Jäger für Schlagzeilen gesorgt. Jäger entkommt Wolfsattacke , titelte das Magazin JÄGER. Demnach hatte der Jäger zu Protokoll gegeben: Als er in der Nacht vom Ostersonntag vom Hochsitz gestiegen sei, wäre ein Wolf in gestrecktem Galopp, das Maul leicht geöffnet auf ihn losgegangen. Hätte ich meine Kurzwaffe nicht dabei gehabt, wäre ich jetzt vielleicht tot.

Wochenlang untersuchte das niedersächsische Umweltministerium den Fall. Im August 2015 wurde das Ergebnis bekannt: Es hat mit Sicherheit keinen Wolfsangriff gegeben. Die Geschichte war wohl frei erfunden. Der niedersächsische Umweltminister Wenzel stellte weiterhin klar: Der Wolf ist eine überall in Zentraleuropa besonders geschützte Art, die in ihrer Lebensqualität nicht beeinträchtigt werden darf. Eine zu hohe Besiedlungsdichte sei bei Wölfen nirgends zu erwarten.

Die Begegnung mit einem Wolf

Die Begegnung mit einem Wolf

wird in Deutschland eine absolute Seltenheit bleiben. Wenn beim Spaziergang ein Wolf zu nah kommen sollte, raten die Autoren zu einem selbstbewussten Auftreten, um ihn mit Körpersprache und klarer Ansprache zu verscheuchen. · Bild: Michael Mayer · Aus: Der Wolf kehrt zurück, Kosmos Verlag

Fragen zum Alltag mit Wölfen

Für alle, die in Wolfsgebieten leben oder in Wolfsgebieten Urlaub machen, haben Elli Radinger und Günther Bloch Antworten auf die wichtigsten Fragen sowie Verhaltensregeln zusammengestellt, die sich nach ihrer langjährigen Erfahrung bei Begegnungen mit Wölfen bestens bewährt haben.

Wer beim Waldspaziergang einem Wolf begegnet, sollte absichtlich selbstbewusst auftreten: Machen Sie sich so groß wie möglich. Stellen Sie sich mit hochgezogenen Schultern breitbeinig hin, klatschen in die Hände und rufen laut und klar vernehmlich "Hau ab!" Die Autoren berichten, dass sie schon zahlreiche Nahbegegnungen mit einem oder mehreren Wölfen, teilweise in bis zu drei Metern Entfernung, hatten, und stets damit erfolgreich waren, den Wolf verbal als auch körpersprachlich betont zu verscheuchen.

Wer sich generell nicht traue, aktiv zu werden, könnte sozusagen als Plan B auch Pfefferspray mitführen (hauptsächlich als psychologisches Hilfsmittel) oder eines der kleinen Alarmgeräte, die schrille Töne erzeugen, was unangenehm für empfindliche Wolfsohren sei.

Treffen Sie auf einen Wolf und fühlen sich unwohl, dann ziehen Sie sich langsam zurück. Rennen Sie nicht! Die Körperhaltung sollte auch dabei selbstbewusst sein und man solle den Wolf im Auge behalten. Nähert sich der Wolf, raten die Autoren, mit den Armen über dem Kopf zu wedeln.

Hunde sollten wir in Wolfsrevieren in unserem Einflussbereich halten. Nähern sich bei einem Spaziergang ein oder mehrere Wölfe, rufen Sie den Hund dicht zu sich heran und bringen ihn hinter sich. Zögern Sie nicht, sich breitbeinig und absichernd vor Ihren Hund zu stellen , raten die Autoren. Die meisten Wölfe laufen nicht sofort weg, sondern beobachten die Situation und ziehen dann normalerweise weiter.

Reiter bräuchten bei einem Ausritt nichts zu fürchten. Sie sollten jedoch ihre Pferde für ungewohnte Ereignisse möglichst umfangreich desensibilisieren (durch klassiche Bodenarbeit) und möglichst an freilaufende Hunde gewöhnen.

Wölfe in Deutschland – eine Bereicherung

Das Zusammenleben mit dem Wolf bringt nicht nur Probleme und Herausforderungen, sondern ist auch eine Bereicherung und das nicht nur für die Biodiversität. So bahnt sich in bereits ein Wolfstourismus an: In einigen Bundesländern gehören Wolfsreisen zum touristischen Angebot. Elli Radinger und Günther Bloch geben dazu klare Informationen und Verhaltensregeln für Besucher in Wolfsgebieten und bereiten so einen sensiblen Ökotourismus vor.

Die Autoren lehnen es ab, die Existenz von Wölfen zu rechtfertigen: Jedes Lebewesen hat seinen Platz und seine Berechtigung. Wie wichtig jedes einzelne Tier für den Planeten und für uns ist, erfahren wir meist erst, wenn es zu spät ist.

Ein praktisches Handbuch zu allen Fragen

zum Zusammenleben mit Wölfen

Mit ihrem immensem Fachwissen, eigenen Forschungen und der jahrzehntelangen Beobachtung frei lebender Wölfe ist Elli Radinger und Günther Bloch ein praktisches Handbuch zu allen Fragen zum Leben mit Wölfen in Deutschland gelungen.

Die beiden Autoren gehen folgenden Fragen nach:
Welche Rolle spielen die Medien in ihrer Berichterstattung über den Wolf?
Welche Positionen vertreten Naturschützer und Jäger?
Was bedeutet der Wolf für den Tourismus und der Tourismus für den Wolf?
Ist der Wolf eine Gefahr?
Wie verhalten wir uns, falls uns Wölfe begegnen?
Wie können Nutztierhalter und Hobbyzüchter ihre Schafe, Rinder und Pferde mit wolfssicheren Elektrozäunen und / oder Herdenschutzhunden schützen?
Wie gehen wir mit vermeintlich verhaltensauffälligen Wölfen um?

In einem abschließenden Praxisteil geben die Experten konkrete Ratschläge zu Wolfsbegegnungen - ob als Spaziergänger, Reiter oder Hundehalter.

Die Autoren

Elli H. Radinger (geb. 1951) gab 1983 ihren Beruf als Rechtsanwältin auf, um ihre Liebe zu den Tieren und zum Schreiben zu verbinden. Seitdem arbeitet sie als Fachjournalistin für zahlreiche Tier- und Naturzeitschriften und schreibt Bücher über Themen wie Wolf, Wildnis, Natur, Umwelt und Ökologie. Schon immer galt ihre Leidenschaft den Wölfen. Als sie diese 1991 während Verhaltensstudien von Gehegewölfen in Wolf Park, einem amerikanischen Wolfsforschungsinstitut, näher kennen lernte, verfiel sie dem Wolfsvirus . Gemeinsam mit Günther Bloch und anderen gründete sie 1991 die Gesellschaft zum Schutz der Wölfe e.V. , deren Vorsitzende sie zehn Jahre lang war. Seit dieser Zeit gibt sie auch das Wolf Magazin heraus. Einen Großteil des Jahres hält sich Elli Radinger im amerikanischen Yellowstone-Nationalpark in Wyoming auf, wo sie seit der Wiederansiedlung der Wölfe 1995 als Freiwillige im Wolfsprojekt mitarbeitet. Wolfsfreunde haben die Gelegenheit, Elli Radinger als Guide in Yellowstone zu buchen oder an einer ihrer Wolfsreisen teilzunehmen. Sie ist der Überzeugung: Wir Menschen können viel von wilden Wölfen lernen

Günther Bloch wurde 1953 in Köln geboren. Der gelernte Reisebürokaufmann gründete 1977 das Kaniden-Verhaltenszentrum Hunde-Farm Eifel, das bis heute aus einer Forschungsabteilung, Hundeschule und Hundepension besteht. In seiner aktiven Zeit als Hundetrainer beriet und betreute er zwischen 1978 und 2001 insgesamt knapp 32.000 Mensch-Hund-Teams. Nach Abschluss seiner Verhaltensstudien an Gehegewölfen (Wolf Park/USA) und gemischten Kanidengruppen (Trumler-Station) gründete Günther Bloch zusammen mit Elli H. Radinger und anderen die Gesellschaft zum Schutz der Wölfe e.V. . Seit 1992 führt er unter fachlicher Beratung von Paul Paquet und Mike Gibeau in den Nationalparks der kanadischen Rocky Mountains Verhaltensforschungen an Timberwölfen durch. Seit 2011 ist Günther Bloch Resident of Canada und lebt mit seiner Frau und seinen Hunden in der Provinz Alberta.

Das Buch

Stimmen zum Buch

Elli Radinger und Günther Bloch befassen sich seit Jahrzehnten mit frei lebenden Wölfen. Mit ihrem neuen Buch lassen sie uns auf unterhaltsame Art an ihrem großen Wissensschatz teilhaben. Ich bin dankbar, dass es dieses Buch gibt: Nicht nur, weil es dem Wolf hilft, sondern vor allem, weil es allen hilft, besser mit dem Wolf zu leben. Ein Buch für Mensch und Natur!
Markus Bathen, Leiter des NABU-Wolfsbüros

Unermüdlich rücken Elli Radinger und Günther Bloch das verzerrte Bild der Wölfe gerade. Ein schier endloses Unterfangen, denn nahezu täglich werden neue Schauergeschichten über diese faszinierenden Tiere erfunden. Ich wünsche dem Buch viele Leser.
Ulrich Wotschikowsky, Wildbiologe und Wolfsberater

Günther Bloch, Elli H. Radinger:
Der Wolf kehrt zurück
Mensch und Wolf in Koexistenz?
Gebundene Ausgabe, 144 Seiten
Mit 75 Farbfotos, 5 Farbzeichnungen
Kosmos-Verlag, 2017 EAN: 9783440154045
Preis: 19,99 Euro

FREIHEIT FÜR TIERE 3/2026

Freiheit für Tiere 3/2026

Artikelnummer: 3-2026

Tiernachrichten: Verletzter Kormoran klopft an Notaufnahme in Bremen • Amsterdam verbietet Werbung für Fleisch • Plakate in Londoner U-Bahnen: Gaskammern für Schweine nicht »human« • Niedersachsen: Klage wegen CO2-Betäubung von Schweinen • Größter Legehennen-Schlachthof Bayerns: Mehrere Mitarbeiter wegen Tierquälerei verurteilt • Neues Tierschutzrecht in Italien: Tiere sind keine »Sachen« - Härtere Strafen für Tierquälerei • Verstoß gegen das Schweizer Tierschutzgesetz: Größte Lachsfabrik in der Schweiz geplant • Studie: EU gibt 23% des Gesamthaushalts als Subventionen für Fleisch und Milch aus • Rheinland-Pfalz: Grundstück in Winzeln ab sofort jagdfrei • Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere • Kulturlandschaft: Die Logik hinter dem Artenverlust - Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs • Symbiosen: Pflanzen und Tiere im Garten • Nachhaltigkeit: Vegane Ernährung im Sport • TAMU: Das vegane Afrika-Kochbuch

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FREIHEIT FÜR TIERE 2/2026

Freiheit für Tiere 2/2026

Artikelnummer: 2-2026

Tiernachrichten: Schutzgebiet für ehemalige Show-Delfine in Süditalien entsteht • Verhaltenforschung: Werkzeuggebrauch bei Kühen - wie Primaten • Hobbyjagd: Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe • Stoppt die Jagd auf Vögel! • Tierportrait: Deutschlands Wilde Wölfe • Mit Tieren leben: ERST das Buch, dann der HUND: Ratgeber VOR dem Hundekauf • 101 Empfehlungen von internationalen Wissenschaftlern: Vegane Ernährung als Schlüssel gegen zunehmende Gesundheitskrisen • Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund? • Ernährung ohne Tierleid: Tipps für ein langes, gesundes und tierfreundliches Leben • Forschungstrend »Longevity«: Mit Pflanzenkraft gesunde Lebensjahre gewinnen - mit Rezepten • Lifestyle: »VEGAN & Delicious« von Bianca Zapatka - Tierfreundliche Rezepte

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FREHEIT FÜR TIERE 1/2026

Freiheit für Tiere 1/2026

Artikelnummer: 1/2026

Tierschutz aktiv: Delfinarien: Schluss mit Delfinen in Gefangenschaft! • Historisches Urteil in Spanien: Massive Umweltverschmutzung durch Massentierhaltungverstößt gegen Menschenrechte • Bayerns größter Milchviehbetrieb: Tierhaltungsverbot wegen schwerer Tierquälerei • Gesetz ab 2026 in Österreich: Heimtierhaltung mit Sachkundenachweis • Neues Gesetz zur Heimtierhaltung: Interview Prof. Rudolf Winkelmayer, Veterinär und Tierethiker • Ethik und Religion: Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche • Tierportrait: »Hase und ich« - Ergreifende Rettung und Aufzucht eines Feldhasenbabys • Studie: Schon eine Scheibe Wurst am Tag erhöht das Risiko für chronische Krankheiten • Studie: Pflanzliche Ernährung reduziert Krebsrisiko deutlich • Italienische Küche vegan: Kochen alla Nonna • Rezept: Cavatelli agli spinaci • Rezept: Pasta al forno • Rezept: Tiramisu • DVD-Tipp: »Gottes Gäste« - Jetzt drei Tiergemärchen von Manfred Kyber auf DVD

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Neuauflage: FREIHEIT FÜR TIERE - Fakten gegen die Jagd

FREIHEIT FÜR TIERE: Fakten gegen die Jagd (völlig überarbeitete und auf 60 S. erweiterte Neuauflage)

Artikelnummer: 522

Fakten und Argumente gegen das blutige Hobby der Waidmänner und Waidfrauen: Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger immer mehr: Immer weniger Spaziergänger, Hundehalter, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Hobbyjägern angepöbelt oder sogar bedroht werden. Immer mehr Menschen protestieren gegen die Ballerei in Naherholungsgebieten. Und Berichte, dass Jäger aus Versehen Liebespaare im Maisfeld oder Ponys auf der Weide erschießen, können einem draußen in der Natur durchaus Angst machen. Warum Jäger Jagd auf Hasen machen, obwohl sie auf der »Roten Liste« bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden. Zudem haben 99,6 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen. Da stellt sich die Frage: Warum jagen Jäger wirklich?

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Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere

Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE

Tiere folgen nur ihren Instinkten und können höchstens ein paar angelernte Arbeitsschritte ausführen? Weit gefehlt! Sie können so viel mehr, als wir geahnt haben! Von Bergpapageien, die verschlossene Rucksäcke und Taschen öffnen, bis zu Kakadus, die mehrstufige Werkzeuge herstellen: Die Kognitionsbiologin Prof. Dr. Alice Auersperg nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise über die erstaunliche Kreativität, den verblüffenden Einfallsreichtum und Erfindergeist von Tieren - und sie zeigt, wie nah uns Tiere wirklich sind! weiter

Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust. Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs

In seinem Buch »Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust« berichtet Guido Meyer, wie er erst als Spaziergänger und Mountainbiker, dann als Hundeführer und Fotograf immer tiefer in die Natur eintauchte und wildlebende Tiere wie Hirsche und Wölfe ganz nah erlebte. Und wie er dabei auf der anderen Seite immer öfter in Konfrontationen mit Jägern und sogar ernsthafte Bedrohungssituationen geriet, die ihn dazu brachten, intensiv über Jagd und Jäger zu recherchieren, über die dramatische Bedrohung der Arten und die Zerstörung von Lebensräumen, aber auch über das Ökosystem Wald, die wunderbare Kraft der Natur und die Symbiose von Natur und Tieren, an der auch wir Menschen teil haben können. Illustriert wird das Buch durch fantastische Fotografien, mit denen Guido Meyer seit Jahren auf seiner Plattform naturdigital.online begeistert. weiterlesen

Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe: Wie lange noch?

Im Februar 2026 hat ein 52-jähriger Hobbyjäger im Landkreis Bamberg seine 49-jährige Frau, seinen 14-jährigen Sohn, die 6-jährige Tochter und sich selbst erschossen.
Im Januar 2026 traf der Schuss eines Jägers einen 23-Jährigen in Nordrhein-Westfalen tödlich. In Niedersachsen verwechselte ein 77-jähriger Hobbyjäger eine Gruppe Spaziergänger mit Wildtieren - eine 58-jährige Frau wurde schwer verletzt. In der Steiermark wurde ein 42-jähriger Hobbyjäger aus Versehen tödlich in den Kopf getroffen - beim Verladen eines erschossenen Wildschweins ins Auto löste sich ein Schuss.
Im Dezember 2025
tötete ein Hobbyjäger in der Oberpfalz seinen Nachbarn zwei Stockwerke über sich mit einem gezielten Kopfschuss. Ein anderer Hobbyjäger schoss vom Hochsitz aus Versehen auf einen 20-Jährigen und verletzte ihn so schwer, dass er im Krankenhaus notoperiert werden musste.
Im November 2025
erschoss ein Hobbyjäger in Reutlingen vier Familienangehörige und sich selbst - mit einer Schusswaffe, die er als Jagdscheininhaber legal besaß. Spaziergänger wurden von Jagdmunition getroffen, das Projektil eines Jägers durchschlug die Jalousie der Küchentür eines Hauses und ein Jagdschein­inhaber aus Crailsheim kündigte an, die »größtmögliche Anzahl an Ausländern« umbringen zu wollen. weiterlesen

Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche

»Wenn jemand Fleischspeisen, die Gott den Menschen zum Genuss gegeben hat, für unrein hält und ... auf sie verzichtet ..., der sei mit dem Bannfluch belegt.«

Papst Johannes III., Synode von Braga, 561 n. Chr.


Diesen Bannfluch verkündete Papst Johannes III. im Jahr 561 nach Christus auf der Synode von Braga in Portugal. Ein Bannfluch hatte die »Vogelfreiheit« zur Folge: Der Gebannte verlor als Ausgeschlossener aus der Gesellschaft alle Rechte.


Ganz in diesem Geiste wurden im Jahre 1051 durch die Bischofsversammlung in Goslar »Ketzer«, die ausschließlich von Pflanzennahrung lebten, zum Tode verurteilt, weil sie sich geweigert hatten, Hühner zu töten. Das Töten von Hühnern wurde zum »Test«, um Ketzer zu erkennen!
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DVD-Tipp: Jesus und die Tiere

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Jesus treibt die Tierhändler aus dem Tempel.

Jesus von Nazareth wurde im Stall mitten unter den Tieren geboren. Gab Gott damit den Menschen nicht ein Symbol, dass Sein Sohn nicht in einem Palast, sondern bei Schafen, Rindern, Eseln und Katzen zur Welt kam?

Zu Zeiten des Jesus von Nazareth wurden Lämmer und Tauben im Tempel für die Sünden der Menschen geopfert. Jesus trat gegen diesen blutigen Kult ein. Bekannt ist die Szene, wie Jesus nach seinem Einzug in Jerusalem die Tierhändler aus dem Tempel hinaustrieb und die Tiere freiließ. Und er rief: »Steht nicht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker? Ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht!« (Markus 11,17)

Über die Tierliebe des Jesus von Nazareth ist in der Bibel kaum etwas zu finden. Doch aus der frühchristlichen Geschichtsschreibung wird deutlich, dass Jesus kein Fleisch gegessen hat und sich für die Tiere einsetzte... weiterlesen

DVD: Jesus und die Tiere

Artikelnummer: 318

Vergleicht man die Bibel mit apokryphen Schriften, dann ist gut zu erkennen, dass die Kernaussagen oft die Gleichen sind, aber die Tierliebe Jesu, gänzlich fehlt. In dieser DVD werden viele Begebenheiten, bei denen Jesus über die Tiere sprach, wiedergegeben.

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»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

VEGGIE FOR KIDS

Artikelnummer: 053

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Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund?

Die gesundheitlichen Auswirkungen von vegetarischer und veganer Ernährung im Kindesalter sind immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass eine vollwertige pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund und bedarfsdeckend ist. Auch die bisher größte Studie dieser Art bestätigt nun: Pflanzliche Ernährung ist für Kinder und Jugendliche sicher und vorteilhaft. weiterlesen

Ernährung ohne Tierleid: Ein gesünderes Leben

Viele Menschen, die sich entscheiden, kein Fleisch mehr zu essen, tun dies aus ethischen Gründen: weil sie nicht möchten, dass Tiere für sie leiden und sterben müssen. Viele gehen den konsequenten Schritt weiter und lassen aus Liebe zu Kühen und Kälbchen Milch und Käse weg, essen aus Mitgefühl zu Hühnern keine Eier und leben rein pflanzlich. Und dann erfahren sie, dass eine vegane Ernährung ohne Tierleid auch die gesündeste ist!

Eigentlich würde uns dies schon der logische Menschenverstand sagen: Wie sollen Nahrungsmittel, die durch Leid und Tod entstehen, für uns gesund sein? In den letzten Jahren und Jahrzehnten sind tausende wissenschaftliche Studien veröffentlicht worden, die nachweisen: Eine Ernährung mit vollwertigen pflanzlichen Lebensmitteln ist gesund und versorgt uns auch mit allem, was wir brauchen. Diese Ernährungsweise beugt überdies zahlreichen Krankheiten vor, von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Krebs, Diabetes und Adipositas bis zu Demenz - und schützt damit vor vorzeitigem Tod. weiterlesen

Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis

Wir fangen gerade erst an, zu begreifen, dass das Gehirn von Tieren ähnlich komplex ist wie unser eigenes. Die Warnrufe von Präriehunden etwa sind nicht nur hektische Pfeiftöne, sie übermitteln damit differenzierte Nachrichten. Gorillas nutzen Zeichensprache, um vergangene Ereignisse zu schildern - wissen sie also, was heute, gestern und morgen ist? Nicht nur Primaten oder Elefanten, selbst kleinste Ameisen, denen man einen Farbtupfer auf dem Kopf angebracht hat, wollen diesen loswerden, sobald sie in einen Spiegel blicken - ein Beweis für ihr Ich-Bewusstsein, das Menschen erst ab dem zweiten Lebensjahr entwickeln. In ihrem Buch »Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis präsentiert Marianne Taylor 60 Tierarten, ihre bemerkenswerten kognitiven Fähigkeiten, ihre Gefühle und ihre ausgefeilte Kommunikation. weiter

Bayerischer Tierärztetag: Tierqual bei Milchkühen

Razzia auf Skandalhof in Bad Grönenbach. Pressemitteilung SOKO Tierschutz Kopie

Kühe, die nicht mehr laufen können, werden mit Treckern weggeschleift, Mitarbeiter treten ein liegendes Kalb:

Die aktuelle Undercover-Recherche von SOKO Tierschutz in Bayerns größtem Milchviehhof in Bad Grönenbach zeigt erneut massive Verstöße gegen den Tierschutz. · Bild: SOKO Tierschutz

Von Annemarie Botzki, Recherche und Kampagnen bei der Verbraucherschutzorganisation foodwatch e.V.

»Alle haben die Nase voll« - das ist der Satz, der mir vom bayerischen Tierärztetag in Kulmbach besonders im Ohr hängen bleibt. sitze mit 150 amtlichen und Amtstierärzt:innen in einem Konferenzraum. Normalerweise sind sie in detaillierte, fachliche Diskussionen vertieft. Aber diesmal ist die Stimmung anders. Angespannt. Frustriert. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Gestatten. Biber. Eine außergewöhnliche Freundschaft mit einer wildlebenden Biberfamilie

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Christian Kuschenreiter Aug’ in Aug’ mit einem Biber. Das freilebende Tier hat Vertrauen wie zu einem Familienmitglied.

Schwarze Knopfaugen, beeindruckende Schneidezähne, großer Paddelschwanz, Stupsnase und dichter Pelz: Biber sind entzückende Tiere, und obendrein schlau, empathisch, kommunikativ, verspielt - und eigentlich sehr scheu. Als Bettina und Christian Kutschenreiter im Jahr 2003 beim Fotografieren an einem Fluss in Oberbayern auf eine Biberfamilie treffen, ist das der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft, die bis heute anhält. Die Biber lassen die beiden Tierfreunde nach und nach an ihrem Leben teilhaben und suchen schließlich sogar bewusst ihre Nähe. Jetzt haben die beiden ein Buch über ihre Erlebnisse mit den Bibern geschrieben - mit vielen wunderschönen und sicher einzigartigen Fotos. weiter

Die Intelligenz der Hunde

Die internationale Forschung hat sich in den letzten Jahren zunehmend mit der Intelligenz von Hunden beschäftigt und dabei so manches bestätigt, was Hundefreundinnen und Hundefreunde längst wussten: Hunde denken viel komplexer als gedacht. Aber: Was genau ist Hundeintelligenz? Wie misst man sie? Haben wir dazu überhaupt die richtigen Werkzeuge und Vergleichsmaßstäbe? Sind »Menschenschläue« und »Hundeschläue« überhaupt vergleichbar? Und in welchen Bereichen haben Hunde andere oder viel mehr geistige Kompetenzen als wir? weiter

Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter