Die Intelligenz der Hunde

Die internationale Forschung hat sich in den letzten Jahren zunehmend mit der Intelligenz von Hunden beschäftigt und dabei so manches bestätigt, was Hundefreundinnen und Hundefreunde längst wussten: Hunde denken viel komplexer als gedacht. Aber: Was genau ist Hundeintelligenz? Wie misst man sie? Haben wir dazu überhaupt die richtigen Werkzeuge und Vergleichsmaßstäbe? Sind »Menschenschläue« und »Hundeschläue« überhaupt vergleichbar? Und in welchen Bereichen haben Hunde andere oder viel mehr geistige Kompetenzen als wir?

Hund xkunclova Shutterstock

Wir müssen die Persönlichkeit und die Vorlieben unseres eigenen Hundes kennen, damit wir für sein körperliches, emotionales und kognitives Wohlbefinden sorgen können.

Bild: xkunclova - Shutterstock.com

Die Reporterinnen-Neugier von Jennifer Holland, die für das Magazin der National Geographic Society, die New York Times und die Washington Post schreibt, wurde von all diesen Fragen geweckt. In unterhaltsamem Erzählstil nimmt uns die Journalistin und Hundefreundin mit auf eine spannende Investigativ-Recherche voller spannender, interessanter und überraschender Begegnungen, um den Geheimnissen der Hundeintelligenz auf die Spur zu kommen: Sie beobachtet die unglaublichen Fähigkeiten von Spürhunden und die Intelligenz von Polizeihunden. Sie lässt sich von einem Blindenführhund durch New York lotsen. Und sie spricht mit Hundetrainern, Hundeexperten und Wissenschaftlern darüber, wie wir Intelligenz bei einer anderen Spezies definieren können. Eine der Kernfragen ist: Wo treffen und wo unterscheiden sich »Instinkt« und »Intelligenz«?

»Es ist zwar verständlich, dass wir uns auf das Lernen unserer Worte als primäres Zeichen hündischer Intelligenz versteifen, aber das Handeln auf Kommando ist nur ein kleiner Teil von hundeschlau«, schreibt die Journalistin.

Hund Australian Shepard im Schnee © Ellis Berankova Shutterstock

Bild: Ellis Berankova - Shutterstock.com

Intelligent in Sachen Mensch: Schau mir in die Augen

Als Jennifer Holland den berühmten Kognitionsethologen Prof. Marc Bekoff fragt, was seiner Meinung nach der Kern der Intelligenz bei Tieren ist, antwortet er: »Anpassungsfähigkeit.« Anpassungsfähigkeit erfordert Kreativität, Problemlösungsdenken und die Flexibilität, sich in komplexen Situationen zurechtzufinden, die Fähigkeit zu lernen, sich zu erinnern und je nach Kontext kluge Entscheidungen zu treffen.


»Hunde, wie auch andere Tiere, die gelernt haben, von unserer Anwesenheit zu profitieren, führen ein besonders kreatives, durchdachtes und flexibles Leben. Ein intelligentes Leben«, schreibt Jennifer Holland. Intelligenz bedeutet für Hunde auch, die Vorteile einer Beziehung einer anderen Art - uns Menschen - voll auszuschöpfen. So haben Hunde im jahrtausende­langen Zusammenleben mit uns eine Muskulatur entwickelt, um ihre inneren Augenbrauen zu heben und ihren berühmten Hundeblick zu zeigen, weil Menschen mit ihren Fürsorgeinstinkten auf diesen Blick reagieren - und ihre vielen Ressourcen mit dem Hund teilen. Dies ist »intelligente Anatomie«. Wölfe können diesen Blick nicht erzeugen. Bei Hunden dagegen können bereits kleine Welpen Signale von Menschen »lesen« - und mit ihrem Hundeblick unsere Herzen erobern. Das enge Zusammenleben mit Menschen seit der Steinzeit hat die DNA der Hunde darauf programmiert, mit uns in Kontakt zu treten.


Zwischen Hund und Mensch findet echte Kommunikation statt: nicht nur mit Blicken, Worten und Lauten sowie Körpersprache, sondern sogar über Hormone. »Wenn sich Hund und Mensch in die Augen schauen, erleben beide einen Schub an Endorphinen, Dopamin und Prolaktin - allesamt Wohlfühlhormone im Gehirn - sowie Oxytocin, das so genannte „Liebeshormon“«, erklärt die Autorin. Dieses Phänomen wird als »blickvermittelte hormonelle Rückkopplungsschleife« bezeichnet - und die funktioniert genauso wie zwischen menschlichen Müttern und ihren Babys. Wenn sich Hund und Mensch in die Augen schauen, fühlen sich beide glücklich. Das Gefühl beruht auf Gegenseitigkeit und verstärkt sich. Auch wenn wir einen Hund streicheln, werden Glückshormone ausgeschüttet und Stresshormone wie Cortisol und Insulin abgebaut - sogar die Herzfrequenz und der Blutdruck beruhigen sich und senken sich nachweislich.

Hund Winter Anna Averianova Shutterstock

Zwischen Hund und Mensch findet echte Kommunikation statt:

nicht nur mit Blicken, Worten und Lauten sowie Körpersprache, sondern sogar über Hormone. Und mit ihrem Hundeblick erobern sie unsere Herzen. · Bild: Rita Kochmarjova - Shutterstock.com

Wie schlaue Hunde schlauer werden

»Die Saat für die Intelligenz eines Hundes, so wie wir sie zu verstehen pflegen, ist immer vorhanden«, so Jennifer Holland. Natürlich sind Hunde wie wir Menschen Individuen. Und so wie bei uns gibt es superschlaue, schlaue und nicht ganz so schlaue. Und wie bei Menschenkindern können wir einem Welpen durch entsprechende Anleitung und Umgebungen die Chance geben, seine Fähigkeiten zu zeigen und zu entwickeln.

Die moderne Forschung zeigt dabei sehr deutlich, dass Stress und Angst das Lernen und die Leistung beeinträchtigen - bei Menschen wie bei Hunden (und bei allen anderen Tieren). Und: Hunde wollen, genau wie wir Menschen, Erfolg haben. Sie möchten unser Lob, sie möchten, dass wir mit ihnen zufrieden sind. Darum sollten wir unserem Hund (wie unseren Kindern) Erfolgserlebnisse ermöglichen.

Forschungen mit Magnetresonanztomographie deuten darauf hin, dass Hunde wie wir einen speziellen Bereich im Gehirn nur für Mathematik haben: Wie wir Menschen verfügen sie über einen neuronalen Mechanismus für Mengenwahrnehmung. Hunde müssen den Überblick über die Zahl ihrer Welpen in einem Wurf behalten oder die Mitglieder ihres Rudels oder ihrer menschlichen Familie. Wahrscheinlich verfügen alle Säugetiere über »numerische Kompetenz«, haben also die Fähigkeit, Mengen zu verstehen und einzuschätzen.

Hund Retriever RisingTimber Shutterstock

Wie wir Menschen brauchen Hunde Erfolgserlebnisse und die Bestätigung, wenn sie etwas richtig machen.

Stress und Angst beeinträchtigen das Lernen und die Leistung - bei Menschen wie bei Hunden. · Bild: RisingTimber - Shutterstock.com

Manchmal ist es intelligent, nicht zu tun, was einem gesagt wird

»Blindenführhunde sind vermutlich die bekanntesten Idole unter den superklugen Hunden«, schreibt Jennifer Holland. Um ihre Fähigkeiten kennenzulernen, besucht sie »The Seeing Eye«, eine Organisation, die Blindenführhunde ausbildet.

Melissa Altmann, die seit ihrer Geburt blind ist und auf einen Blindenstock angewiesen war, bekam 2017 die Labrador­hündin Luna von der Organisation vermittelt. Die Begegnung mit Luna sei eine der wichtigsten Erfahrungen in ihrem Leben, erzählt Melissa. »Ich bin nicht mehr in einer Kiste gefangen. Ihre Fähigkeiten und unrere Verbindung haben meinem Leben eine neue Dimension gegeben.« Blindenführhunde sind darauf trainiert, extrem auf ihren einen Menschen konzentriert zu sein und alles zu ignorieren, was nicht unmittelbar die beiden betrifft. »Sobald man diese Verbindung hergestellt hat, strömt alles den Führbügel entlang wie über einen Telefondraht«, berichtet Melissa. »Es ist ein Gespräch, das für andere manchmal unsichtbar ist, weil der Hund seine Sprache durch das Geschirr spricht.« Ein erfahrener Hundeführer reagiere ganz natürlich und unmittelbar auf die Signale des Hundes, erfahren wir weiter. Und der Hund liest die Körpersprache, Handzeichen und den Tonfall seines Menschen, um den Kommunikationsaustausch zu vervollständigen.

Um die Fähigkeit von Blindenführhunden selbst zu erleben, ließ sie sich die Autorin mit verbundenen Augen - also quasi blind - von einer Hündin durch die Straßen von New York führen. Und sie beobachtete die Hunde bei Ausbildungs­einheiten. In einer Ausbildungssituation führten die Trainer ihre Hunde an den Rand eines U-Bahn-Gleises und befahlen ihnen, vorwärts zu gehen, obwohl das gefährlich gewesen wäre. Die Hunde weigerten sich - und wurden gelobt.

»Manchmal besteht Intelligenz auch darin, nicht das zu tun, was einem gesagt wird«, erklärt Jennifer Holland. »Wie ich bei meinen Begegnungen mit Blindenführhunden und ihren Trainern gelernt habe, wissen Hunde manchmal mehr als ihre Menschen.« Die Idee des »intelligenten Ungehorsams« war für die Autorin eine von vielen Überraschungen, was Intelligenz bei Hunden wirklich bedeutet: »Ein Blindenführhund muss diese Art von Intelligenz einsetzen und sich auf sein eigenes Urteilsvermögen verlassen, sonst wird er bei seiner wichtigsten Aufgabe versagen: die Sicherheit seines Menschen zu gewährleisten. Denn wenn Sie nicht sehen können, dass ein Auto um die Ecke biegt, Ihr Hund aber schon, sollte er sich besser weigern, Sie auf die Straße zu führen - auch wenn Sie darauf bestehen, sie genau jetzt zu überqueren.«

Intelligenten Ungehorsam brauchen nicht nur Blindenhunde: Auch Sprengstoff-Spürhunde müssen in einer Situation, in der es um Leben und Tod geht, entscheiden, ob sie dem Befehl des Hundeführers folgen oder ihren eigenen Sinnen - in erster Linie ihrem Geruchssinn - gehorchen. »Wenn die Nase des Hundes etwas anderes sagt, muss er meinen Fokus ignorieren und seiner Nase folgen, und zwar willentlich. Wenn nötig, sollte er mich aus dem Weg schieben«, erklärt der Verhaltensneurowissenschaftler und Diensthundetrainer Dr. Stewart Hilliard. Die Hunde müssten lernen, auf den Hundeführer zu hören, aber auch bereit sein, sich zu weigern, wenn er falsch liegt.

Hunde Herbst Anna Averianova Shutterstock

Bei Hunden passen - wie bei Menschen - die grundlegenden geistigen Fähigkeiten zur Bewältigung des Alltags und die allgemeine Intelligenz zusammen.

Bild: Anna Averianova - Shutterstock.com

Disziplinierte Arbeit oder Spiel: Ein intelligenter Hund kennt den Unterschied

Polizeihunde müssen auf Kommando einen Menschen angreifen und beißen können. Dies sei das Schwierigste in der Ausbildung dieser Hunde, lässt sich die Autorin von einem Spezialisten für die Ausbildung von Polizeihunden erklären: Einen Menschen zu beißen stehe im Widerspruch zu den Freundschaften mit Menschen, welche die Hunde aufgebaut haben.

Hunde, die darauf trainiert werden, einen Bösewicht zu verfolgen und zu Boden zu bringen, sind keine aggressiven und keine »scharfen« Hunde, sondern besonders diszipliniert. »Ein Polizeihund im Dienst ist ein knallharter Hund«, erklärt ein Ausbilder. »Wenn das Blaulicht und die Sirene angehen, schaltet er sofort in den Arbeitsmodus, und seine Verbindung zu dir im Dienst ist so intensiv, dass er deinen Herzschlag kennt. Aber wenn die Scheinwerfer ausgehen, ist er Teil der Familie und spielt mit deinen Kindern.« Ein intelligenter Hund zeichne sich dadurch aus, dass er den Unterschied kenne.

Selbstbeherrschung: Zeichen von Intelligenz

Selbstbeherrschung ist für jeden intelligenten Hund ein wesentlicher Bestandteil seines Instrumentariums. Psychologen zählen Selbstkontrolle zu den »exekutiven Funktionen«, den grundlegenden geistigen Fähigkeiten, die zur Bewältigung des Alltags benötigt werden. »Studien an Menschen haben übereinstimmende Parallelen zwischen der exekutiven Funktion und den Ergebnissen allgemeiner Intelligenztests festgestellt, erklärt Jennifer Holland in ihrem Buch »Hundeschlau«. »Eine hohe Exekutivfunktion kann sogar ein genauerer Indikator für den Erfolg in vielen Lebensbereichen sein als der IQ.« Und wahrscheinlich passen bei Hunden die grundlegenden geistigen Fähigkeiten zur Bewältigung des Alltags und die allgemeine Intelligenz ebenso zusammen.

Hunde Australian Shepherd im Winter 02 © Rita Kochmarjova - Fotolia.com

Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass Hunde offenbar über eine Art »inneren Kompass« verfügen.

Bild: Rita Kochmarjova - Shutterstock.com

Gemeinsam in verschiedenen Welten

In den vielen tausend Jahren, welche Hunde uns Menschen begleiten, sind sie genetisch und entwicklungsbedingt ganz klar darauf vorbereitet, in einer von Menschen gestalteten Umgebung zu leben, sich uns als Familie anzuschließen und von uns zu lernen. Unsere gemeinsame Umgebung nehmen Hunde aber ganz anders wahr als wir. Sie verfügen über andere sensorische Datenerfassungsmechanismen: den ausgeprägten Geruchssinn, die Beweglichkeit der Ohren und die Empfindlichkeit der Tasthaare. Auch die Zunge und die Pfoten des Hundes sammeln Informationen. »Das Gehirn ist der Ort, an dem sensorische Informationen gesammelt, sortiert, klassifiziert und gespeichert werden und an dem Entscheidungen getroffen werden«, erklärt Jennifer Holland. »Deshalb sollten wir diese Systeme als sensorische Intelligenz und nicht nur als Sinnesrezeptoren betrachten. Als ich untersucht habe, wie sich die Sinneswelt der Hunde von unserer unterscheidet, wurde mir klar, dass wir ziemlich ahnungslos sind, was das Erleben eines Hundes wirklich ausmacht.«

Es beginnt mit dem Gehör: Menschen können Frequenzen bis 20.000 Hertz wahrnehmen, Hunde bis zu 65.000 Hertz. Ihre Lautstärkeempfindlichkeit ist viermal höher als unsere. Dank ihrer guten Ohrbeweglichkeit können sie die Quelle von Geräuschen genau ausmachen. Die Hörempfindlichkeit von Hunden erklärt auch, warum Hunde bei alltäglichen Geräuschen wie dem Staubsauger in Stress geraten können - nicht nur, weil er für sie einfach laut ist, sondern auch, weil viele elektronische Geräte hohe Töne abgeben, die wir nicht hören, die Hunde aber schon.

Hunde sind dafür bekannt, dass sie sehr gut Fährten verfolgen können. Und sie können darauf trainiert werden, einen vermissten Menschen nur durch seinen Geruch (zum Beispiel an einem Kleidungsstück) zu finden. Außerdem gibt es erstaunliche Berichte von Hunden, die weite Wege zurücklegten, um nach Hause zu einem geliebten Menschen zu finden. Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass Hunde offenbar über eine Art »inneren Kompass« verfügen. So beobachtete ein Forschungsteam, dass im Wald frei gelassene Hunde einen »Kompasslauf« entlang der geometrischen Nord-Süd-Achse starteten. Offenbar synchronisierten sie so ihre mentale Karte mit dem magnetischen Kompass, was ihren half, den richtigen Weg zu finden.

Hund und Katze Winter Bachkova Natalia Shutterstock

Bild: Bachkova Natalia Shutterstock

Hunde denken mit der Nase

Ihr außerordentlicher Geruchssinn lässt Hunde Leistungen vollbringen, die wir kaum begreifen können: Sie können nicht nur Fährten lesen und vermisste Menschen finden. Spürhunde erschnüffeln Drogen, Giftstoffe, Trüffel-Pilze oder Nester von seltenen Schildkröten. Sie können sogar Krankheiten wie Epilepsie, Diabetes oder Krebs am Geruch erkennen.

Ihre Nase ist für Hunde das wichtigste Instrument, um ihre Umgebung wahrzunehmen. Die Geruchs-Anatomie von Hunden ist beeindruckend, aber was im Gehirn vor sich geht, ist noch viel beeindruckender: »Hunde erkennen, sortieren, kategorisieren und reagieren auf Gerüche mit Hilfe kognitiver Fähigkeiten wie Gedächtnis, Unterscheidung, Bewertung und Auswahl«, erläutert Jennifer Holland. Hunde denken quasi mit der Nase. Sie machen sich »Schnupperbilder« von ihrer Umgebung, von anderen Hunden und von Menschen.

Der Geruchssinn ist für Hunde sogar der Schlüssel zu ihrer Selbsterkenntnis. Lange hieß es, Hunde würden sich im »Spiegeltest« nicht selbst erkennen. Doch eine Schnupper-Variante des Spiegeltests bestanden sie sofort. So wurde wissenschaftlich nachgewiesen: Hunde haben ein eigenes Bewusstsein und erkennen sich selbst als Ich.

Jeder Hund ist ein Individuum

Es gibt nicht »den Hund« - jeder einzelne Hund auf diesem Planeten hat seine eigenen Bedürfnisse, Wünsche, Freuden, Ängste und Fähigkeiten. Wir müssen die Persönlichkeit und die Vorlieben unseres eigenen Hundes kennen, damit wir für sein körperliches, emotionales und kognitives Wohlbefinden sorgen können. »Unsere Beziehung zu unseren Hunden ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen«, schreibt die Autorin am Ende ihres Buches. »Aber wenn es darum geht, ihnen ein gutes und hundegerechtes Leben zu bieten, das ihre vielfältigen Intelligenzen fördert, könnten wir Menschen es vertragen, weniger zu nehmen und mehr zu geben.«

Die Autorin

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Jennifer S. Holland ist eine US-amerikanische Wissenschafts­autorin und Naturschutzbiologin. Als Journalistin schreibt sie regelmäßig für die New York Times und die Washington Post. Für das Magazin der National Geographic Society bereiste sie die Welt und schrieb über Naturgeschichte, Tierverhalten, Artenschutz und die Schönheit wilder Orte - um den Tieren und der Natur eine Stimme zu geben. Als Sachbuchautorin wurde sie bekannt durch den New York Times-Bestseller »Unlikely Friendships«, der unter dem Titel »Ungleiche Freunde« auf Deutsch erschien und mit ergreifenden Bildern Freundschaften zwischen Tieren unterschiedlicher Arten beschreibt.

Jennifer S. Holland lebt mit ihrem Mann, ihren drei (sehr schlauen) Hunden und einigen Geckos abwechselnd in Washington D.C. und in einer Hütte im Wald in Virginia. »Hundeschlau« ist ihr fünftes Buch.

Internetseite der Autorin (auf englisch):
www.jenniferhollandwriter.com

Das Buch

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»Hundeschlau - Eine Expedition ins Universum der Hunde­intelligenz« gibt uns faszinierende Einblicke in die Welt der mentalen und emotionalen Intelligenz von Hunden, ihre Kommunikation und ihre Fähigkeiten zur Problemlösung. Ein wichtiger Ratgeber für alle, die mit Hunden leben und/oder arbeiten (Tierärzte, Tiertherapeuten, Hundetrainer...).


»Wenn Sie Hunde, verständliche Wissenschaft und gutes Schreiben mögen, dann ist das ihr Buch. Es bietet eine wirklich erfrischende Perspektive auf unsere Hundefreunde. Ich habe dieses engagierte und erhellende Buch verschlungen.«

Patricia B. McConnell, Autorin des Bestsellers »Das andere Ende der Leine«


»Dieses erfreuliche Buch kann uns dabei helfen, unseren Hunden das bestmögliche Leben zu bieten.«

Mark Bekoff, Evolutionsbiologe, Vordenker in der Forschung zum Hundeverhalten


Jennifer S. Holland: Hundeschlau

Eine Expedition ins Universum der Hundeintelligenz

Hardcover, 272 Seiten, s/w

Kynos-Verlag, 2024 · ISBN 978-3-95464-333-2

Preis: 26,00 EUR


FREIHEIT FÜR TIERE 2/2026

Freiheit für Tiere 2/2026

Artikelnummer: 2-2026

Tiernachrichten: Schutzgebiet für ehemalige Show-Delfine in Süditalien entsteht • Verhaltenforschung: Werkzeuggebrauch bei Kühen - wie Primaten • Hobbyjagd: Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe • Stoppt die Jagd auf Vögel! • Tierportrait: Deutschlands Wilde Wölfe • Mit Tieren leben: ERST das Buch, dann der HUND: Ratgeber VOR dem Hundekauf • 101 Empfehlungen von internationalen Wissenschaftlern: Vegane Ernährung als Schlüssel gegen zunehmende Gesundheitskrisen • Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund? • Ernährung ohne Tierleid: Tipps für ein langes, gesundes und tierfreundliches Leben • Forschungstrend »Longevity«: Mit Pflanzenkraft gesunde Lebensjahre gewinnen - mit Rezepten • Lifestyle: »VEGAN & Delicious« von Bianca Zapatka - Tierfreundliche Rezepte

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FREHEIT FÜR TIERE 1/2026

Freiheit für Tiere 1/2026

Artikelnummer: 1/2026

Tierschutz aktiv: Delfinarien: Schluss mit Delfinen in Gefangenschaft! • Historisches Urteil in Spanien: Massive Umweltverschmutzung durch Massentierhaltungverstößt gegen Menschenrechte • Bayerns größter Milchviehbetrieb: Tierhaltungsverbot wegen schwerer Tierquälerei • Gesetz ab 2026 in Österreich: Heimtierhaltung mit Sachkundenachweis • Neues Gesetz zur Heimtierhaltung: Interview Prof. Rudolf Winkelmayer, Veterinär und Tierethiker • Ethik und Religion: Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche • Tierportrait: »Hase und ich« - Ergreifende Rettung und Aufzucht eines Feldhasenbabys • Studie: Schon eine Scheibe Wurst am Tag erhöht das Risiko für chronische Krankheiten • Studie: Pflanzliche Ernährung reduziert Krebsrisiko deutlich • Italienische Küche vegan: Kochen alla Nonna • Rezept: Cavatelli agli spinaci • Rezept: Pasta al forno • Rezept: Tiramisu • DVD-Tipp: »Gottes Gäste« - Jetzt drei Tiergemärchen von Manfred Kyber auf DVD

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Neuauflage: FREIHEIT FÜR TIERE - Fakten gegen die Jagd

FREIHEIT FÜR TIERE: Fakten gegen die Jagd (völlig überarbeitete und auf 60 S. erweiterte Neuauflage)

Artikelnummer: 522

Fakten und Argumente gegen das blutige Hobby der Waidmänner und Waidfrauen: Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger immer mehr: Immer weniger Spaziergänger, Hundehalter, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Hobbyjägern angepöbelt oder sogar bedroht werden. Immer mehr Menschen protestieren gegen die Ballerei in Naherholungsgebieten. Und Berichte, dass Jäger aus Versehen Liebespaare im Maisfeld oder Ponys auf der Weide erschießen, können einem draußen in der Natur durchaus Angst machen. Warum Jäger Jagd auf Hasen machen, obwohl sie auf der »Roten Liste« bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden. Zudem haben 99,6 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen. Da stellt sich die Frage: Warum jagen Jäger wirklich?

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Sonderpreis: Fakten gegen die Jagd (Ausgabe 2017, 24 Seiten)

Artikelnummer: 521

Die Natur braucht keine Jäger: Fakten gegen die Jagd - Warum jagen Jäger wirklich? Die Frage »Warum jagen wir?« beantwortet eine Jagdredakteurin wie folgt: »Einige beschreiben die Jagd als Kick, andere sprechen von großer innerer Zufriedenheit. Die Gefühle bei der Jagd sind ebenso subjektiv wie in der Liebe. Warum genießen wir sie nicht einfach, ohne sie ständig rechtfertigen zu wollen?« Rationale Gründe, mit denen Jäger rechtfertigen, dass die Jagd notwendig sei, sind offenbar nur Ausreden. Jedenfalls schreibt die Jägerin: »Der Tod, der mit dem Beutemachen verbunden ist, ist verpönt. Deswegen suchen die Jäger Begründungen in Begriffen wie Nachhaltigkeit, Hege und Naturschutz.«

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Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe: Wie lange noch?

Im Januar 2026 traf der Schuss eines Jägers einen 23-Jährigen in Nordrhein-Westfalen tödlich. In Niedersachsen verwechselte ein 77-jähriger Hobbyjäger eine Gruppe Spaziergänger mit Wildtieren - eine 58-jährige Frau wurde schwer verletzt. In der Steiermark wurde ein 42-jähriger Hobbyjäger aus Versehen tödlich in den Kopf getroffen - beim Verladen eines erschossenen Wildschweins ins Auto löste sich ein Schuss. Im Dezember 2025 tötete ein Hobbyjäger in der Oberpfalz seinen Nachbarn zwei Stockwerke über sich mit einem gezielten Kopfschuss. Ein anderer Hobbyjäger schoss vom Hochsitz aus Versehen auf einen 20-Jährigen und verletzte ihn so schwer, dass er im Krankenhaus notoperiert werden musste. Im November 2025 tötete ein Hobbyjäger in Reutlingen vier Familienangehörige und sich selbst - mit einer Schusswaffe, die er als Jagdscheininhaber legal besaß. weiterlesen

DVD gibt den Tieren eine Stimme: Der Hase und der Tod – Stumme Bitten

Der Schnee lag kalt und weiß auf freiem Felde.

Ein Hase und seine Frau suchten Futter. Die Pfoten froren. Es war ein mühsamer Weg, und der Wind pfiff über die Fläche. Die Ausbeute war kümmerlich. Man musste erst den Schnee fortkratzen, um etwas Essen zu finden.

Die Pfoten wurden so leicht wund dabei. Man musste sie dazwischen immer wieder ablecken. Auch war die Frau des Hasen leidend. Ein Bein war ihr zerschossen worden. Sie humpelte hilflos und gebrechlich über den Schnee.

»Ach, diese schrecklichen Jagden!« seufzte die Häsin. »Töten ist doch kein Vergnügen! Sogar Wölfe reißen aus Hunger, nicht aus Lust am Töten.«

»Es sind eben keine Wölfe, sondern Menschen«, sagte der Hase.


Manfred Kyber (1880-1933) war ein deutscher Schriftsteller und Tierschützer, der vor allem durch seine besonderen Tiergeschichten bekannt geworden ist. Aus zwei seiner Geschichten hat der Verlag Das Brennglas einen ergreifenden Zeichentrickfilm auf DVD produziert.

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DVD: „Stumme Bitten“ · „Der Hase und der Tod“ als Zeichentrick-Filme

Artikelnummer: 321

»Die Welt ist voll von stummen Bitten, die nicht gehört werden. Es sind Menschen, die sie nicht hören. Es scheint unmöglich, diese stummen Bitten zu zählen. So viele sind es. Aber sie werden alle gezählt. Sie werden gebucht im Buche des Lebens.« (Manfred Kyber) Ein Zeichentrickfilm, der unter die Haut geht, die »stumme Bitten« hörbar macht und den Tieren mit ergreifenden Bildern eine Stimme gibt!

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Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche

»Wenn jemand Fleischspeisen, die Gott den Menschen zum Genuss gegeben hat, für unrein hält und ... auf sie verzichtet ..., der sei mit dem Bannfluch belegt.«

Papst Johannes III., Synode von Braga, 561 n. Chr.


Diesen Bannfluch verkündete Papst Johannes III. im Jahr 561 nach Christus auf der Synode von Braga in Portugal. Ein Bannfluch hatte die »Vogelfreiheit« zur Folge: Der Gebannte verlor als Ausgeschlossener aus der Gesellschaft alle Rechte.


Ganz in diesem Geiste wurden im Jahre 1051 durch die Bischofsversammlung in Goslar »Ketzer«, die ausschließlich von Pflanzennahrung lebten, zum Tode verurteilt, weil sie sich geweigert hatten, Hühner zu töten. Das Töten von Hühnern wurde zum »Test«, um Ketzer zu erkennen!
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DVD-Tipp: Jesus und die Tiere

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Jesus treibt die Tierhändler aus dem Tempel.

Jesus von Nazareth wurde im Stall mitten unter den Tieren geboren. Gab Gott damit den Menschen nicht ein Symbol, dass Sein Sohn nicht in einem Palast, sondern bei Schafen, Rindern, Eseln und Katzen zur Welt kam?

Zu Zeiten des Jesus von Nazareth wurden Lämmer und Tauben im Tempel für die Sünden der Menschen geopfert. Jesus trat gegen diesen blutigen Kult ein. Bekannt ist die Szene, wie Jesus nach seinem Einzug in Jerusalem die Tierhändler aus dem Tempel hinaustrieb und die Tiere freiließ. Und er rief: »Steht nicht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker? Ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht!« (Markus 11,17)

Über die Tierliebe des Jesus von Nazareth ist in der Bibel kaum etwas zu finden. Doch aus der frühchristlichen Geschichtsschreibung wird deutlich, dass Jesus kein Fleisch gegessen hat und sich für die Tiere einsetzte... weiterlesen

DVD: Jesus und die Tiere

Artikelnummer: 318

Vergleicht man die Bibel mit apokryphen Schriften, dann ist gut zu erkennen, dass die Kernaussagen oft die Gleichen sind, aber die Tierliebe Jesu, gänzlich fehlt. In dieser DVD werden viele Begebenheiten, bei denen Jesus über die Tiere sprach, wiedergegeben.

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»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

VEGGIE FOR KIDS

Artikelnummer: 053

Die Rezepte für das Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«- sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund!

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Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund?

Die gesundheitlichen Auswirkungen von vegetarischer und veganer Ernährung im Kindesalter sind immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass eine vollwertige pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund und bedarfsdeckend ist. Auch die bisher größte Studie dieser Art bestätigt nun: Pflanzliche Ernährung ist für Kinder und Jugendliche sicher und vorteilhaft. weiterlesen

Ernährung ohne Tierleid: Ein gesünderes Leben

Viele Menschen, die sich entscheiden, kein Fleisch mehr zu essen, tun dies aus ethischen Gründen: weil sie nicht möchten, dass Tiere für sie leiden und sterben müssen. Viele gehen den konsequenten Schritt weiter und lassen aus Liebe zu Kühen und Kälbchen Milch und Käse weg, essen aus Mitgefühl zu Hühnern keine Eier und leben rein pflanzlich. Und dann erfahren sie, dass eine vegane Ernährung ohne Tierleid auch die gesündeste ist!

Eigentlich würde uns dies schon der logische Menschenverstand sagen: Wie sollen Nahrungsmittel, die durch Leid und Tod entstehen, für uns gesund sein? In den letzten Jahren und Jahrzehnten sind tausende wissenschaftliche Studien veröffentlicht worden, die nachweisen: Eine Ernährung mit vollwertigen pflanzlichen Lebensmitteln ist gesund und versorgt uns auch mit allem, was wir brauchen. Diese Ernährungsweise beugt überdies zahlreichen Krankheiten vor, von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Krebs, Diabetes und Adipositas bis zu Demenz - und schützt damit vor vorzeitigem Tod. weiterlesen

Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis

Wir fangen gerade erst an, zu begreifen, dass das Gehirn von Tieren ähnlich komplex ist wie unser eigenes. Die Warnrufe von Präriehunden etwa sind nicht nur hektische Pfeiftöne, sie übermitteln damit differenzierte Nachrichten. Gorillas nutzen Zeichensprache, um vergangene Ereignisse zu schildern - wissen sie also, was heute, gestern und morgen ist? Nicht nur Primaten oder Elefanten, selbst kleinste Ameisen, denen man einen Farbtupfer auf dem Kopf angebracht hat, wollen diesen loswerden, sobald sie in einen Spiegel blicken - ein Beweis für ihr Ich-Bewusstsein, das Menschen erst ab dem zweiten Lebensjahr entwickeln. In ihrem Buch »Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis präsentiert Marianne Taylor 60 Tierarten, ihre bemerkenswerten kognitiven Fähigkeiten, ihre Gefühle und ihre ausgefeilte Kommunikation. weiter

Bayerischer Tierärztetag: Tierqual bei Milchkühen

Razzia auf Skandalhof in Bad Grönenbach. Pressemitteilung SOKO Tierschutz Kopie

Kühe, die nicht mehr laufen können, werden mit Treckern weggeschleift, Mitarbeiter treten ein liegendes Kalb:

Die aktuelle Undercover-Recherche von SOKO Tierschutz in Bayerns größtem Milchviehhof in Bad Grönenbach zeigt erneut massive Verstöße gegen den Tierschutz. · Bild: SOKO Tierschutz

Von Annemarie Botzki, Recherche und Kampagnen bei der Verbraucherschutzorganisation foodwatch e.V.

»Alle haben die Nase voll« - das ist der Satz, der mir vom bayerischen Tierärztetag in Kulmbach besonders im Ohr hängen bleibt. sitze mit 150 amtlichen und Amtstierärzt:innen in einem Konferenzraum. Normalerweise sind sie in detaillierte, fachliche Diskussionen vertieft. Aber diesmal ist die Stimmung anders. Angespannt. Frustriert. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Gestatten. Biber. Eine außergewöhnliche Freundschaft mit einer wildlebenden Biberfamilie

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Christian Kuschenreiter Aug’ in Aug’ mit einem Biber. Das freilebende Tier hat Vertrauen wie zu einem Familienmitglied.

Schwarze Knopfaugen, beeindruckende Schneidezähne, großer Paddelschwanz, Stupsnase und dichter Pelz: Biber sind entzückende Tiere, und obendrein schlau, empathisch, kommunikativ, verspielt - und eigentlich sehr scheu. Als Bettina und Christian Kutschenreiter im Jahr 2003 beim Fotografieren an einem Fluss in Oberbayern auf eine Biberfamilie treffen, ist das der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft, die bis heute anhält. Die Biber lassen die beiden Tierfreunde nach und nach an ihrem Leben teilhaben und suchen schließlich sogar bewusst ihre Nähe. Jetzt haben die beiden ein Buch über ihre Erlebnisse mit den Bibern geschrieben - mit vielen wunderschönen und sicher einzigartigen Fotos. weiter

Die Intelligenz der Hunde

Die internationale Forschung hat sich in den letzten Jahren zunehmend mit der Intelligenz von Hunden beschäftigt und dabei so manches bestätigt, was Hundefreundinnen und Hundefreunde längst wussten: Hunde denken viel komplexer als gedacht. Aber: Was genau ist Hundeintelligenz? Wie misst man sie? Haben wir dazu überhaupt die richtigen Werkzeuge und Vergleichsmaßstäbe? Sind »Menschenschläue« und »Hundeschläue« überhaupt vergleichbar? Und in welchen Bereichen haben Hunde andere oder viel mehr geistige Kompetenzen als wir? weiter

Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter