DVD: "Gott hat keine Raubtiere erschaffen"

Von German Murer

Viele Menschen sind der Meinung, die Scheu der Wildtiere vor dem Menschen sei natürlich und liege im Wesen der Tiere. Doch in unbewohnten Gegenden, in denen die Tiere nie vom Menschen gejagt wurden, zeigen sie oft ein ganz anderes Verhalten. Und es gibt die ungewöhnlichsten Freundschaften zwischen Mensch und Tier. Die neue DVD Gott hat keine Raubtiere geschaffen stellt einige Beispiele vor.

Auf Filmaufnahmen ist zu sehen, wie ein erwachsener Löwe durch die Gitterstäbe eine Frau inniglich umarmt und kost. Der Löwe heißt Jupiter - und er umarmt seine Retterin. Ana Torres hat den bis auf die Knochen abgemagerten Löwen in einem Zirkus in Kolumbien gesehen und ihn freigekauft. Zu Hause fütterte sie den Löwen, bis es ihm wieder gut ging. Jupiter liebt es über alles, wenn seine Retterin ihm den Bauch streichelt und ihn mit einem Kinderlied in den Mittagsschlaf singt.

Ein Löwe umarmt seine Retterin:

Ein Löwe umarmt seine Retterin:

Jupiter wurde von Frau Torres völlig abgemagert aus einem Zirkus in Kolumbien freigekauft und aufgepäppelt.

Freundschaften zwischen Menschen

und so genannten "Raubtieren"

Freundschaften mit Tigern und Löwen, Leoparden und Geparden sind selten, aber es gibt sie. Jedermann weiß, dass normalerweise so genannte Raubtiere Menschen skeptisch oder gar feindlich gegenüberstehen und gefährlich werden können. Macht das so genannte Raubtier jedoch bereits in seiner Jugend positive Erfahrungen mit Personen, die es aufziehen oder betreuen, so verhält es sich oft anders als gewohnt. Es beginnt dem Menschen wieder zu vertrauen und verhält sich, auch wenn es älter wird, wie ein Freund und nicht wie ein gefährliches Raubtier.

Von Löwen, die kein Fleisch essen wollen

Auch dass Raubtiere unbedingt Fleisch essen müssen, scheint ein nicht unumkehrbares Programm zu sein. Bekannt geworden ist der so genannte Spaghetti-Löwe namens Lea aus dem Löwenpark von Krugersdorp bei Johannesburg, der nichts anderes essen wollte als Spaghetti, Kartoffeln und Gemüse. Dieses Essen hatte er in seiner Jugend bekommen und es schmeckte ihm scheinbar so gut, dass er nichts anderes mehr essen wollte, vor allem kein Fleisch.

Auch ein anderer Löwe, Little Tyke genannt, mied Fleisch seit seiner Geburt. Als man ihn extra zum Metzger mitnahm und ihm ein großes Stück rohes Fleisch vor die Nase hielt, wendete er sich angewidert ab.

Die Löwin »Little Tyke«

Die Löwin »Little Tyke«

wurde von Georges und Margaret Westbeau groß gezogen und wollte Partout kein Fleisch essen. Selbst, als man Tyke zum Metzger mitnahm, wendete sie sich angewidert ab. Die Westbeaus machten sich jahrelang Sorgen, bis sie ein junger Mann auf die Schöpfungsgeschichte in der Bibel (Genesis 1, 29-30) hinwies: »Und Gott sprach: Hiermit übergebe ich euch alle Pflanzen auf der ganzen Erde, die Samen tragen, und alle Bäume mit samenhaltigen Früchten. Euch sollen sie zur Nahrung dienen. Allen Tieren des Feldes, allen Vögeln des Himmels ... gebe ich alle grünen Pflanzen zur Nahrung.« · Foto: www.vegetarismus.com/vegepet/tyked.htm

Auch sonst war dieser Löwe außergewöhnlich: Er soll der Beschützer kleiner Tiere wie Lämmchen, Katzen, Küken und anderer Jungtiere gewesen sein, die er behutsam zwischen seine Pranken genommen und sie gegen jedermann verteidigt habe. Das Fernsehen wurde auf ihn aufmerksam und in der TV-Show You asked for it , moderiert von Art Baker, wurde eine Dokumentation über den Löwen Little Tyke gezeigt. Vor den laufenden Kameras öffnete Moderator Art Baker eine Bibel und las Texte des Propheten Jesaja vor: Dann wohnt der Wolf beim Lamm ... Der Löwe frisst Heu wie das Rind...

»Dann wohnt der Wolf beim Lamm,

»Dann wohnt der Wolf beim Lamm,

»Dann wohnt der Wolf beim Lamm, der Panther liegt beim Böcklein. Kalb und Löwe weiden zusammen, ein kleiner Knabe kann sie hüten. Kuh und Bärin freunden sich an, ihre Jungen liegen beieinander. Der Löwe frisst Stroh wie das Rind.« (Jesaja, Kapitel 11, 6-7) · Gemälde: »Peace« von William Strutt (1896)

Ein frei lebender Delfin bittet Taucher um Hilfe

Aber auch das ungewöhnliche Verhalten anderer Tiere ist manchmal höchst erstaunlich. Zum Beispiel die Geschichte eines frei lebenden Delfins, dem sich eine Angelleine eng um eine seiner Flossen gewickelt und eingeschnitten. Der intelligente Delfin erkannte wohl, dass nur ein Mensch fähig sein würde, ihn von der schmerzenden Leine zu befreien. Mutig stupste er deshalb einen Taucher an, der sich sehr über dieses Verhalten wunderte. Zuerst verstand er nicht, was der Delfin von ihm wollte. Die durchsichtige Leine war kaum sichtbar. Doch dann sah er das Übel und erlöste den Delfin von seinen Qualen. Dafür musste er sogar sein Messer zu Hilfe nehmen, was aber den Delfin nicht im Geringsten irritierte.

mehr: DVD "Delfinrettung im Reich der Mantas"

Ein Delfin schwamm zu einem Taucher,

Ein Delfin schwamm zu einem Taucher,

um sich von einer Angelleine befreien zu lassen. · Screenshot DVD »Delfin-Rettung im Reich der Mantas«

Freilebende Hirsche besuchen die Dorfbewohner

Auch in unseren Breitengraden gibt es faszinierende Erlebnisse mit Wildtieren, die zeigen, dass eine Freundschaft zwischen frei lebenden Tieren und dem Menschen möglich ist. Zum Beispiel gab es im Dorf Katzhütte in Thüringen zwei Hirsche, die täglich gemeinsam einen Spaziergang durch das Dorf machten. Sie gingen von Haus zu Haus, um die Menschen zu begrüßen. Die Hirsche fühlten sich sichtlich wohl unter den Menschen, und die Dorfbewohner freuten sich über ihre außergewöhnlichen Gäste. Das ging mehrere Jahre so ohne jegliche Zwischenfälle. Aber den Jägern und dem Bürgermeister war das zu suspekt und sie wollten dem Ganzen ein Ende setzen. Doch die Tiere fühlten es und wechselten für eine Weile das Revier. Schließlich überraschte man sie und betäubte das eine Tier und nahmen es in Gefangenschaft, wo es bald darauf verstarb. Der andere Hirsch konnte fliehen, fiel aber dann, so vermutet man, wegen seines großen Geweihs einem Jäger zum Opfer.

mehr: Hirsche im Dorf: Dürfen wild lebende Tiere mit Menschen Freundschaft schließen?

Die beiden kapitalen Hirsche,

Die beiden kapitalen Hirsche,

von den Bewohnern von Katzhütte »Peter« und »Paul« genannt, kamen einige Jahren in die Nähe des Ortes, dann sogar in die Gärten - und sie sind mit der Zeit immer zutraulicher geworden. ·

Freundschaft mit Füchsen

Auch mit wildlebenden Füchsen kann man Freundschaft schließen, wie das Beispiel von Günther Schumann zeigt. Als er eines Tages im Wald zufällig einer frei lebenden Füchsin begegnete, ahnte er nicht, dass dies der Beginn einer über elf Jahre lang dauernden innigen Freundschaft werden sollte. Jedes Jahr führte Feline den zweibeinigen Freund zu ihrem Bau und zeigte ihm ihre Jungen. Manchmal gab es richtige Familien-Treffen mit mehreren Fuchsgenerationen, die meisten kannte er seit ihrer Geburt. Alle vertrauten ihm und hatten die Scheu vor ihm verloren. Nahmen sie jedoch ein Geräusch von einem anderen Menschen war, waren sie in Sekundenbruchteilen verschwunden.

mehr: Günther Schumann: Ein Leben unter Füchsen

Günther Schumann schloss Freundschaft mit Feline,

Günther Schumann schloss Freundschaft mit Feline,

einer wild lebenden Füchsin, und wurde Teil ihrer Familie. · Bild: Günther Schumann

Wildtiere ohne Scheu - eine Gefahr?

Viele Menschen sind der Meinung, die Scheu der Wildtiere vor dem Menschen sei natürlich und liege im Wesen der Tiere. Wenn sie diese Scheu nicht zeigten, so sei das unnatürlich und ein Zeichen, dass die Tiere krank oder gestört seien und man sie töten müsse.

Ein junger Fuchs, der einen Kindergarten in Würzburg besuchte und zur Freude der Kinder in einem Blumentopf ein Mittagsschläfchen machte, wurde von einem eilig herbei gerufenen Veterinär eingefangen und eiligst eingeschläfert: Ein Tier, das die Scheu vor dem Menschen verloren hat, müsse nach der Tollwut-Verordnung getötet werden, sagte er einem Journalisten. Wie sich nachher herausstellte, war das Füchslein jedoch kerngesund. Es wurde nur getötet, weil es keine Angst vor den Kindern hatte.

Sind Wildtiere von Natur aus scheu?

Aber stimmt es überhaupt, dass Wildtiere von Natur aus scheu sind und vor dem Menschen fliehen? Hier gehen die Meinungen auseinander. Es gibt nämlich Beobachtungen, die zeigen, dass die Scheu der Wildtiere vor Menschen keineswegs natürlich ist. In Gegenden, in die noch nie zuvor ein Mensch einen Fuß gesetzt hat und somit die Tiere nie vom Menschen verfolgt und gejagt wurden, zeigen sie oft ein ganz anderes Verhalten.

Als der Naturfilmer Andreas Kieling im Norden Kanadas menschenleere Gegenden durchreiste, besuchte ihn öfter ein neugieriger Fuchs. Er war sehr zutraulich, hatte keine Angst und inspizierte sein ganzes Gepäck. Auch Bären und andere wilde Tiere kreuzten seinen Weg ganz selbstverständlich und in nächster Nähe. Sie sahen keine Gefahr in ihm. Diese Tiere hatten wohl noch nie Bekanntschaft mit Menschen gemacht, die hinterhältige Absichten haben und Tiere jagen und töten.

mehr: Von Natur aus zutraulich - Erlebnisse eines Tierfilmers in Nordkanada

Fast wie im Märchen:

Fast wie im Märchen:

Am Yukon-Fluss im Norden Alaskas begegnet Tierfilmer Andreas Kieling einem Fuchs. Es beginnt eine längere »Konversation«, während der zufällig vorbeilaufende große Küstenbraunbär im Hintergrund vorerst scheinbar keine Notiz von den zweien nimmt, dann aber aufmerksam die Szene beobachtet. · Bild: Andreas Kieling

Bild: Andreas Kieling

Bild: Andreas Kieling

Auch in Nationalparks, in denen über Generationen keine Tiere mehr geschossen wurden, kann man beobachten, wie sich das Fluchtverhalten der Tiere von Jahr zu Jahr verändert, indem der Sicherheitsabstand zu den Menschen sich immer mehr verringert.

Schöpfungsgeschichte:

Gott gebot pflanzliche Ernährung

Hase und Maus haben Angst vor dem Fuchs und dem Greifvogel, der Frosch vor dem Storch, die Rehmutter beschützt ihr Junges vor dem Wolf und vor dem Luchs. Antilope und viele andere Tiere rennen um ihr Leben vor Löwe, Gepard und Tiger. Kaum ein Tier kann sich sicher fühlen. Alle leben in Furcht, getötet zu werden. Deshalb besteht die Meinung, auch ohne den Menschen herrsche im Tierreich ein beständiges Töten und Getötet werden. Es sei eben die Natur der Raubtiere, so wird argumentiert. So habe Gott die Tiere eben erschaffen.

Hat er das? Hat Gott Raubtiere erschaffen? Hat er Geschöpfe erschaffen, die wiederum andere von ihm geschaffene Geschöpfe töten? Eine seltsame Vorstellung.

Gott hat in der Schöpfungsgeschichte eine rein pflanzliche, also vegane Ernährung geboten und zwar für Mensch und Tier: Und Gott sprach: Seht da, ich habe euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen, auf der ganzen Erde, und alle Bäume mit Früchten, die Samen bringen zu eurer Speise. Aber allen Tieren auf Erden und allen Vögeln unter dem Himmel habe ich alles grüne Kraut zur Nahrung gegeben. (1. Buch Mose 1, 29-30)

Forscht man weiter in den ältesten überlieferten Schriften, so findet man weitere Aussagen, dass die Tiere am Anfang kein Fleisch aßen, ja, dass es ursprünglich weder Raubtiere noch giftige Schlangen gab.

Der niederländische Maler Roelant Savery

Der niederländische Maler Roelant Savery

(1576-1639) stellte in verschiedenen Gemälden ein friedliches Zusammenleben von Menschen und Tierenb dar.

"... die Sünde des Menschen hat sie böse gemacht"

In den Manuskripten des Theophilus von Antiochien aus dem 2. Jahrhundert nach Christus findet man bemerkenswerte Aussagen zu diesem Thema. Theophilus wurde in Mesopotamien geboren, besaß eine klassische Bildung und verfasste viele Schriften, von denen aber nur wenige Fragmente und eine dreibändige Apologie die Zeiten überdauert haben. Darin ist folgendes bemerkenswerte Zitat zu finden: Die wilden Tiere aber haben ihren Namen von ihrem wilden Wesen, nicht aber, dass sie von Anfang an als bösartig oder giftig erschaffen worden wären, denn nichts ist von Gott im Anfang böse erschaffen worden, sondern alles ist gut und sehr gut, sondern die Sünde des Menschen hat sie böse gemacht. Denn indem der Mensch vom Wege abwich, folgten auch sie ihm.

Das würde bedeuten: Tiere verzehren also Tiere, weil auch der Mensch solches tut. Wir dürfen nicht vergessen: Bekanntlich geht keine Energie je verloren. Das könnte bedeuten, dass jegliche Brutalität und alles Leiden, das der Mensch je einem Tier oder der Natur zugefügt hat, in der Aura des Planeten Erde gespeichert bleibt und wieder auf die Erde zurückstrahlt. Dies könnten die Tiere wahrnehmen und dies könnte ihr Verhalten beeinflusst haben und noch beeinflussen.

Sucht man in uralten Schriften weitere Antworten, findet man tatsächlich viele aufschlussreiche Textstellen. In den alten Büchern des Propheten Henoch und im so genannten Adamsbuch, das heute noch in arabisch und altäthiopisch vorliegt, aber ursprünglich wahrscheinlich in aramäisch verfasst wurde, gibt es weitere Zitate, dass der Mensch durch sein falsches Verhalten die Tiere gegen sich aufbrachte und sie aggressiv gemacht hat. Viele dieser Aussagen werden in der Dokumentation Gott hat keine Raubtiere geschaffen vorgestellt.

Wenn der Mensch nichts Böses mehr tut,

werden auch die Tiere wieder sanft

Also hat nicht Gott, sondern der Mensch die Raubtiere erschaffen?

Theophilus von Antiochien erklärt dies in seinen Schriften an einem einfachen, aber anschaulichen Beispiel: Denn gleichwie bei einem Hausvater, wenn er ein geordnetes Leben führt, auch notgedrungen sein Gesinde ordentlich lebt, wenn er aber sich Ausschreitungen erlaubt, dies auch seine Diener tun, gerade so ging es mit dem Menschen, als er sündigte: weil er der Gebieter ist, so sündigten auch die ihm unterworfenen Geschöpfe mit ihm.

In der Folge beschreibt Theophilus schlussendlich, wie die Tiere wieder zu ihrem sanften Wesen zurückkehren könnten: Wenn nun der Mensch wieder zu einem seiner Natur angemessenen Dasein sich erheben und nicht mehr Böses tun wird, werden auch sie - die Tiere - wieder zu ihrem ursprünglichen sanften Wesen zurückkehren.

DVD-Tipp:

Gott hat keine Raubtiere erschaffen
Dokumentarfilm, 30 min
Verlag Das Brennglas 2016
Preis: 12,- Euro

FREIHEIT FÜR TIERE 3/2026

Freiheit für Tiere 3/2026

Artikelnummer: 3-2026

Tiernachrichten: Verletzter Kormoran klopft an Notaufnahme in Bremen • Amsterdam verbietet Werbung für Fleisch • Plakate in Londoner U-Bahnen: Gaskammern für Schweine nicht »human« • Niedersachsen: Klage wegen CO2-Betäubung von Schweinen • Größter Legehennen-Schlachthof Bayerns: Mehrere Mitarbeiter wegen Tierquälerei verurteilt • Neues Tierschutzrecht in Italien: Tiere sind keine »Sachen« - Härtere Strafen für Tierquälerei • Verstoß gegen das Schweizer Tierschutzgesetz: Größte Lachsfabrik in der Schweiz geplant • Studie: EU gibt 23% des Gesamthaushalts als Subventionen für Fleisch und Milch aus • Rheinland-Pfalz: Grundstück in Winzeln ab sofort jagdfrei • Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere • Kulturlandschaft: Die Logik hinter dem Artenverlust - Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs • Symbiosen: Pflanzen und Tiere im Garten • Nachhaltigkeit: Vegane Ernährung im Sport • TAMU: Das vegane Afrika-Kochbuch

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FREIHEIT FÜR TIERE 2/2026

Freiheit für Tiere 2/2026

Artikelnummer: 2-2026

Tiernachrichten: Schutzgebiet für ehemalige Show-Delfine in Süditalien entsteht • Verhaltenforschung: Werkzeuggebrauch bei Kühen - wie Primaten • Hobbyjagd: Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe • Stoppt die Jagd auf Vögel! • Tierportrait: Deutschlands Wilde Wölfe • Mit Tieren leben: ERST das Buch, dann der HUND: Ratgeber VOR dem Hundekauf • 101 Empfehlungen von internationalen Wissenschaftlern: Vegane Ernährung als Schlüssel gegen zunehmende Gesundheitskrisen • Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund? • Ernährung ohne Tierleid: Tipps für ein langes, gesundes und tierfreundliches Leben • Forschungstrend »Longevity«: Mit Pflanzenkraft gesunde Lebensjahre gewinnen - mit Rezepten • Lifestyle: »VEGAN & Delicious« von Bianca Zapatka - Tierfreundliche Rezepte

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FREHEIT FÜR TIERE 1/2026

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Artikelnummer: 1/2026

Tierschutz aktiv: Delfinarien: Schluss mit Delfinen in Gefangenschaft! • Historisches Urteil in Spanien: Massive Umweltverschmutzung durch Massentierhaltungverstößt gegen Menschenrechte • Bayerns größter Milchviehbetrieb: Tierhaltungsverbot wegen schwerer Tierquälerei • Gesetz ab 2026 in Österreich: Heimtierhaltung mit Sachkundenachweis • Neues Gesetz zur Heimtierhaltung: Interview Prof. Rudolf Winkelmayer, Veterinär und Tierethiker • Ethik und Religion: Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche • Tierportrait: »Hase und ich« - Ergreifende Rettung und Aufzucht eines Feldhasenbabys • Studie: Schon eine Scheibe Wurst am Tag erhöht das Risiko für chronische Krankheiten • Studie: Pflanzliche Ernährung reduziert Krebsrisiko deutlich • Italienische Küche vegan: Kochen alla Nonna • Rezept: Cavatelli agli spinaci • Rezept: Pasta al forno • Rezept: Tiramisu • DVD-Tipp: »Gottes Gäste« - Jetzt drei Tiergemärchen von Manfred Kyber auf DVD

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Neuauflage: FREIHEIT FÜR TIERE - Fakten gegen die Jagd

FREIHEIT FÜR TIERE: Fakten gegen die Jagd (völlig überarbeitete und auf 60 S. erweiterte Neuauflage)

Artikelnummer: 522

Fakten und Argumente gegen das blutige Hobby der Waidmänner und Waidfrauen: Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger immer mehr: Immer weniger Spaziergänger, Hundehalter, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Hobbyjägern angepöbelt oder sogar bedroht werden. Immer mehr Menschen protestieren gegen die Ballerei in Naherholungsgebieten. Und Berichte, dass Jäger aus Versehen Liebespaare im Maisfeld oder Ponys auf der Weide erschießen, können einem draußen in der Natur durchaus Angst machen. Warum Jäger Jagd auf Hasen machen, obwohl sie auf der »Roten Liste« bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden. Zudem haben 99,6 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen. Da stellt sich die Frage: Warum jagen Jäger wirklich?

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Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere

Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE

Tiere folgen nur ihren Instinkten und können höchstens ein paar angelernte Arbeitsschritte ausführen? Weit gefehlt! Sie können so viel mehr, als wir geahnt haben! Von Bergpapageien, die verschlossene Rucksäcke und Taschen öffnen, bis zu Kakadus, die mehrstufige Werkzeuge herstellen: Die Kognitionsbiologin Prof. Dr. Alice Auersperg nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise über die erstaunliche Kreativität, den verblüffenden Einfallsreichtum und Erfindergeist von Tieren - und sie zeigt, wie nah uns Tiere wirklich sind! weiter

Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust. Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs

In seinem Buch »Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust« berichtet Guido Meyer, wie er erst als Spaziergänger und Mountainbiker, dann als Hundeführer und Fotograf immer tiefer in die Natur eintauchte und wildlebende Tiere wie Hirsche und Wölfe ganz nah erlebte. Und wie er dabei auf der anderen Seite immer öfter in Konfrontationen mit Jägern und sogar ernsthafte Bedrohungssituationen geriet, die ihn dazu brachten, intensiv über Jagd und Jäger zu recherchieren, über die dramatische Bedrohung der Arten und die Zerstörung von Lebensräumen, aber auch über das Ökosystem Wald, die wunderbare Kraft der Natur und die Symbiose von Natur und Tieren, an der auch wir Menschen teil haben können. Illustriert wird das Buch durch fantastische Fotografien, mit denen Guido Meyer seit Jahren auf seiner Plattform naturdigital.online begeistert. weiterlesen

Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe: Wie lange noch?

Im Februar 2026 hat ein 52-jähriger Hobbyjäger im Landkreis Bamberg seine 49-jährige Frau, seinen 14-jährigen Sohn, die 6-jährige Tochter und sich selbst erschossen.
Im Januar 2026 traf der Schuss eines Jägers einen 23-Jährigen in Nordrhein-Westfalen tödlich. In Niedersachsen verwechselte ein 77-jähriger Hobbyjäger eine Gruppe Spaziergänger mit Wildtieren - eine 58-jährige Frau wurde schwer verletzt. In der Steiermark wurde ein 42-jähriger Hobbyjäger aus Versehen tödlich in den Kopf getroffen - beim Verladen eines erschossenen Wildschweins ins Auto löste sich ein Schuss.
Im Dezember 2025
tötete ein Hobbyjäger in der Oberpfalz seinen Nachbarn zwei Stockwerke über sich mit einem gezielten Kopfschuss. Ein anderer Hobbyjäger schoss vom Hochsitz aus Versehen auf einen 20-Jährigen und verletzte ihn so schwer, dass er im Krankenhaus notoperiert werden musste.
Im November 2025
erschoss ein Hobbyjäger in Reutlingen vier Familienangehörige und sich selbst - mit einer Schusswaffe, die er als Jagdscheininhaber legal besaß. Spaziergänger wurden von Jagdmunition getroffen, das Projektil eines Jägers durchschlug die Jalousie der Küchentür eines Hauses und ein Jagdschein­inhaber aus Crailsheim kündigte an, die »größtmögliche Anzahl an Ausländern« umbringen zu wollen. weiterlesen

Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche

»Wenn jemand Fleischspeisen, die Gott den Menschen zum Genuss gegeben hat, für unrein hält und ... auf sie verzichtet ..., der sei mit dem Bannfluch belegt.«

Papst Johannes III., Synode von Braga, 561 n. Chr.


Diesen Bannfluch verkündete Papst Johannes III. im Jahr 561 nach Christus auf der Synode von Braga in Portugal. Ein Bannfluch hatte die »Vogelfreiheit« zur Folge: Der Gebannte verlor als Ausgeschlossener aus der Gesellschaft alle Rechte.


Ganz in diesem Geiste wurden im Jahre 1051 durch die Bischofsversammlung in Goslar »Ketzer«, die ausschließlich von Pflanzennahrung lebten, zum Tode verurteilt, weil sie sich geweigert hatten, Hühner zu töten. Das Töten von Hühnern wurde zum »Test«, um Ketzer zu erkennen!
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DVD-Tipp: Jesus und die Tiere

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Jesus treibt die Tierhändler aus dem Tempel.

Jesus von Nazareth wurde im Stall mitten unter den Tieren geboren. Gab Gott damit den Menschen nicht ein Symbol, dass Sein Sohn nicht in einem Palast, sondern bei Schafen, Rindern, Eseln und Katzen zur Welt kam?

Zu Zeiten des Jesus von Nazareth wurden Lämmer und Tauben im Tempel für die Sünden der Menschen geopfert. Jesus trat gegen diesen blutigen Kult ein. Bekannt ist die Szene, wie Jesus nach seinem Einzug in Jerusalem die Tierhändler aus dem Tempel hinaustrieb und die Tiere freiließ. Und er rief: »Steht nicht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker? Ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht!« (Markus 11,17)

Über die Tierliebe des Jesus von Nazareth ist in der Bibel kaum etwas zu finden. Doch aus der frühchristlichen Geschichtsschreibung wird deutlich, dass Jesus kein Fleisch gegessen hat und sich für die Tiere einsetzte... weiterlesen

DVD: Jesus und die Tiere

Artikelnummer: 318

Vergleicht man die Bibel mit apokryphen Schriften, dann ist gut zu erkennen, dass die Kernaussagen oft die Gleichen sind, aber die Tierliebe Jesu, gänzlich fehlt. In dieser DVD werden viele Begebenheiten, bei denen Jesus über die Tiere sprach, wiedergegeben.

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»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

VEGGIE FOR KIDS

Artikelnummer: 053

Die Rezepte für das Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«- sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund!

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Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund?

Die gesundheitlichen Auswirkungen von vegetarischer und veganer Ernährung im Kindesalter sind immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass eine vollwertige pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund und bedarfsdeckend ist. Auch die bisher größte Studie dieser Art bestätigt nun: Pflanzliche Ernährung ist für Kinder und Jugendliche sicher und vorteilhaft. weiterlesen

Ernährung ohne Tierleid: Ein gesünderes Leben

Viele Menschen, die sich entscheiden, kein Fleisch mehr zu essen, tun dies aus ethischen Gründen: weil sie nicht möchten, dass Tiere für sie leiden und sterben müssen. Viele gehen den konsequenten Schritt weiter und lassen aus Liebe zu Kühen und Kälbchen Milch und Käse weg, essen aus Mitgefühl zu Hühnern keine Eier und leben rein pflanzlich. Und dann erfahren sie, dass eine vegane Ernährung ohne Tierleid auch die gesündeste ist!

Eigentlich würde uns dies schon der logische Menschenverstand sagen: Wie sollen Nahrungsmittel, die durch Leid und Tod entstehen, für uns gesund sein? In den letzten Jahren und Jahrzehnten sind tausende wissenschaftliche Studien veröffentlicht worden, die nachweisen: Eine Ernährung mit vollwertigen pflanzlichen Lebensmitteln ist gesund und versorgt uns auch mit allem, was wir brauchen. Diese Ernährungsweise beugt überdies zahlreichen Krankheiten vor, von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Krebs, Diabetes und Adipositas bis zu Demenz - und schützt damit vor vorzeitigem Tod. weiterlesen

Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis

Wir fangen gerade erst an, zu begreifen, dass das Gehirn von Tieren ähnlich komplex ist wie unser eigenes. Die Warnrufe von Präriehunden etwa sind nicht nur hektische Pfeiftöne, sie übermitteln damit differenzierte Nachrichten. Gorillas nutzen Zeichensprache, um vergangene Ereignisse zu schildern - wissen sie also, was heute, gestern und morgen ist? Nicht nur Primaten oder Elefanten, selbst kleinste Ameisen, denen man einen Farbtupfer auf dem Kopf angebracht hat, wollen diesen loswerden, sobald sie in einen Spiegel blicken - ein Beweis für ihr Ich-Bewusstsein, das Menschen erst ab dem zweiten Lebensjahr entwickeln. In ihrem Buch »Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis präsentiert Marianne Taylor 60 Tierarten, ihre bemerkenswerten kognitiven Fähigkeiten, ihre Gefühle und ihre ausgefeilte Kommunikation. weiter

Bayerischer Tierärztetag: Tierqual bei Milchkühen

Razzia auf Skandalhof in Bad Grönenbach. Pressemitteilung SOKO Tierschutz Kopie

Kühe, die nicht mehr laufen können, werden mit Treckern weggeschleift, Mitarbeiter treten ein liegendes Kalb:

Die aktuelle Undercover-Recherche von SOKO Tierschutz in Bayerns größtem Milchviehhof in Bad Grönenbach zeigt erneut massive Verstöße gegen den Tierschutz. · Bild: SOKO Tierschutz

Von Annemarie Botzki, Recherche und Kampagnen bei der Verbraucherschutzorganisation foodwatch e.V.

»Alle haben die Nase voll« - das ist der Satz, der mir vom bayerischen Tierärztetag in Kulmbach besonders im Ohr hängen bleibt. sitze mit 150 amtlichen und Amtstierärzt:innen in einem Konferenzraum. Normalerweise sind sie in detaillierte, fachliche Diskussionen vertieft. Aber diesmal ist die Stimmung anders. Angespannt. Frustriert. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Gestatten. Biber. Eine außergewöhnliche Freundschaft mit einer wildlebenden Biberfamilie

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Christian Kuschenreiter Aug’ in Aug’ mit einem Biber. Das freilebende Tier hat Vertrauen wie zu einem Familienmitglied.

Schwarze Knopfaugen, beeindruckende Schneidezähne, großer Paddelschwanz, Stupsnase und dichter Pelz: Biber sind entzückende Tiere, und obendrein schlau, empathisch, kommunikativ, verspielt - und eigentlich sehr scheu. Als Bettina und Christian Kutschenreiter im Jahr 2003 beim Fotografieren an einem Fluss in Oberbayern auf eine Biberfamilie treffen, ist das der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft, die bis heute anhält. Die Biber lassen die beiden Tierfreunde nach und nach an ihrem Leben teilhaben und suchen schließlich sogar bewusst ihre Nähe. Jetzt haben die beiden ein Buch über ihre Erlebnisse mit den Bibern geschrieben - mit vielen wunderschönen und sicher einzigartigen Fotos. weiter

Die Intelligenz der Hunde

Die internationale Forschung hat sich in den letzten Jahren zunehmend mit der Intelligenz von Hunden beschäftigt und dabei so manches bestätigt, was Hundefreundinnen und Hundefreunde längst wussten: Hunde denken viel komplexer als gedacht. Aber: Was genau ist Hundeintelligenz? Wie misst man sie? Haben wir dazu überhaupt die richtigen Werkzeuge und Vergleichsmaßstäbe? Sind »Menschenschläue« und »Hundeschläue« überhaupt vergleichbar? Und in welchen Bereichen haben Hunde andere oder viel mehr geistige Kompetenzen als wir? weiter

Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter