Ernährung gegen Diabetes

150 wissenschaftlich geprüfte Rezepte, um Diabetes ohne Medikamente zu heilen

Gemüse, Obst, Vollkorn und Hülsenfrüchte als Heilmittel gegen Diabetes? Prof. Dr. Neal Barnard, einer der führenden Forscher über den Einfluss von Ernährung auf die Gesundheit, hat eine revolutionäre Methode zur Behandlung von Diabetes entwickelt, die nicht auf Pillen oder Injektionen basiert, sondern stattdessen auf die richtige Ernährung mit vollwertigen Lebensmitteln setzt. Durch eine Serie klinischer Langzeitstudien hat der Professor für Medizin an der George Washington University und Präsident des Physicians Committe for Responsible Medicine nachgewiesen, dass Typ-2-Diabetes durch sein Konzept gelindert und zum Teil sogar geheilt werden kann. In »Dr. Barnards Kochbuch gegen Diabetes« stellt er 150 köstliche pflanzliche Rezepte vor, die sich an seinem bahnbrechenden Programm orientieren.

Eine Ernährungsumstellung kann Ihre Gesundheit auf dramatische Weise verbessern

Für Diabetes-Patienten, die auf der Suche nach Alternativen zur konventionellen Behandlung sind, eröffnet das Buch völlig neue Perspektiven: nämlich »die köstlichste "Verordnung", die Sie sich überhaupt vorstellen können«, schreibt Prof. Dr. Barnard. Gemeinsam mit der bekannten Kochbuchautorin und Foodbloggerin Dreena Burton hat er wissenschaftlich geprüfte Rezepte entwickelt, um Diabetes ohne Medikamente zu heilen: mit einer 100 % pflanzlichen und fettarmen Ernährung.

Der Schwerpunkt liegt auf Gemüse, Obst, Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten. Mit Lieblingsgerichten wie Burgern, Pizza, Pasta und Muffins aus gesunden Zutaten wird die Ernährungsumstellung zum Kinderspiel - und das ganz ohne Kalorienzählen!

»Eine Ernährungsumstellung kann Ihre Gesundheit auf dramatische Weise verbessern und den Diabetes sogar ganz verschwinden lassen«, erklärt der Ernährungsmediziner.

Wissenschaftliche Zusammenhänge zwischen Ernährung und Diabetes

Leicht verständlich erklärt Dr. Barnard die wissenschaftlichen Zusammenhänge zwischen Ernährung und Diabetes: Menschen mit Diabetes haben bekanntlich zu viel Zucker in ihrem Blut. Dieser Zucker, - auch Glukose genannt - ist der Treibstoff unseres Körpers. Das ist jedenfalls seine angedachte Aufgabe. Glukose liefert die Energie, damit sich unsere Muskeln bewegen und unser Gehirn denken kann.

Lange war die gängige Annahme, dass Typ-2-Diabetes durch den Konsum von zu viel Zucker und zu viel kohlenhydratreichen Lebensmitteln wie Brot oder Kartoffeln verursacht wird. Es waren Forscher der Yale University, die unser Verständnis von Diabetes revolutionierten , berichtet Dr. Barnard. Dank eines High-Tech-Verfahrens namens Magnetresonanzspektroskopie konnten die Yale-Forscher direkt in die Zellen von Diabetes Betroffenen hineinschauen. Was sie dort fanden, stellte unser Verständnis dieser Krankheit völlig auf den Kopf. Die Forscher entdeckten mikroskopisch kleine Fettpartikel innerhalb von Muskel- und Leberzellen. »Dieses Fett stammte von den Lebensmitteln, die die Betroffenen gegessen hatten. Es war bis in ihre Zellen vorgedrungen und hatte sich dort abgelagert. Von dort aus hinderten diese Fettpartikel den Zucker daran, in die Zellen zu gelangen«, erklärt Dr. Barnard. »Genauer gesagt beeinträchtigen die Fettpartikel die Wirkung des Insulins - des Hormons, das den Zucker normalerweise in unsere Zellen leitet. Wenn dieser Prozess gestört wird, lagert sich der Zucker außerhalb unserer Zellen ab - in unserer Blutbahn.« Die Fettablagerung in den Zellen führt zu einer Insulinresistenz.

Insulin funktioniert normalerweise wie ein Schlüssel: Er öffnet die äußere Zellmembran, um die Glukose in die Zelle zu lassen. Bei Diabetes versagt das Insulin aber. Es leitet die Glukose nicht mehr so gut in die Zellen, also fehlt unserem Körper auch die Energiequelle, die er benötigt. Wir fühlen uns müde und schlapp. Noch schlimmer ist, dass die Glukose, die sich in unserer Blutbahn angesammelt hat, durch die feinen Blutgefäße unseres Herzens, unserer Augen, unserer Nieren und anderer Organe wandert und dort großen Schaden anrichten kann.

Spektakuläre Studienergebnisse: Vegane Ernährung im Vergleich mit konventioneller Diabetes-Diät

Die Wissenschaftler des Physicians Committe for Responsible Medicine führen seit vielen Jahren Studien durch, wie die Fettablagerungen in den Zellen abgebaut werden können: durch eine Ernährungsweise ohne tierische Fette, also rein pflanzlich auf der Basis von Gemüse, Obst, Vollkorn und Hülsenfrüchten und mit nur wenig Pflanzenöl. In einem direkten Vergleich mit Betroffenen von Typ-2-Diabetes stellten wir dieser fettarmen veganen Diät eine konventionelle `Diabetes-Diät gegenüber , berichtet Dr. Barnard. Nach 22 Wochen bewirkte die vegane Diät im Vergleich zur konventionellen Diabetes-Diät eine dreimal so starke Verbesserung der Blutzuckerkontrolle. Das war umso bemerkenswerter, weil die Testpersonen mit der konventionellen Diät sorgfältig auf stark eingeschränkte Portionsgrößen achteten und bei Kohlenhydraten große Vorsicht walten ließen. Die Testpersonen aus der veganen Gruppe konnten so viel essen, wie sie wollten - ganz ohne Einschränkungen ihrer Kalorien- oder Kohlenhydratmenge und ohne eine Begrenzung der Portionsgrößen. Sie veränderten auch nichts an ihrem Aktivitätsgrad oder ihrer Medikation. Allein die Ernährungsumstellung ließ ihren Blutzuckerspiegel drastisch sinken. Darüber hinaus verbesserten sie auch noch ihre Cholesterinwerte und nahmen ab. Die pflanzenbasierte Ernährungsweise ist somit eine sehr wirkungsstarke Strategie gegen Diabetes und alle damit einhergehenden Probleme.

2006 wurden diese spektakulären Ergebnisse dieser National Institutes of Health-Studie von der American Diabetes Association veröffentlicht. Doch noch immer behandeln die meisten Ärzte Diabetes auf der Grundlage eines inzwischen veralteten medizinischen Wissens. Dr. Barnard weist daraufhin, dass der Fokus bei der medizinischen Ausbildung nach wie vor auf Arzneimitteln und nicht auf Ernährung liege - sogar wenn es sich um Krankheiten wie Diabetes oder zu hohe Cholesterinwerte handle, bei denen die Ernähungsgewohnheiten die ausschlaggebende Rolle spielen. Die Ärzteschaft konzentriert sich bei der Behandlung eher auf Medikamente, obwohl eine Ernährungsumstellung oftmals nicht nur sicherer, sondern auch wirkungsstärker und patientenfreundlicher ist.

Was sagen nun die Patienten zu dieser Ernährungsweise? Schließlich müssen sie Fleisch und Milchprodukte von ihrem Speiseplan streichen. Die Wissenschaftler des Physicians Committe for Responsible Medicine befragten die Studienteilnehmer ausführlich über ihre Ernährungsumstellung. Sie meldeten uns zurück, dass dieser neue Ansatz ihr Leben veränderte, und zwar nicht nur, weil er große Wirkung zeigte. Viele von ihnen waren auch überrascht, dass sich diese Umstellung leichter als andere Diäten bewerkstelligen ließ - wesentlich leichter als das Zählen von Kalorien oder Kohlenhydratmengen , berichtet Dr. Barnard. Da sie so viel essen durften, wie sie wollten, hatten sie nie Hunger. Und: Viele Patienten nahmen die neue Ernährungsweise weniger als Diät war, sondern entdeckten völlig neue Geschmackserlebnisse. Doch vor allem wurden die Studienteilnehmer für ihre Mühe belohnt: Ungewollte Pfunde verschwanden ohne Sport, ihr Medikamentenbedarf verringerte sich von Tag zu Tag. Viele berichteten, seit Jahren noch nie so viel Energie gehabt zu haben. Ihre Laborwerte verbesserten sich stetig. Und sie hatten plötzlich so stark wie noch nie das Gefühl, ihren Diabetes im Griff zu haben.

Heilmittel gegen Diabetes und andere chronische Krankheiten wie Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Adipositas oder Alzheimer: eine pflanzliche Ernährung auf Basis von Gemüse, Obst, Vollkorn und Hülsenfrüchten plus Vitamin B12 und Vitamin D als Nahrungsergänzung.

Gemüse und grünes Blattgemüse (darunter Kreuzblütler wie Rucola, Brokkoli und Grünkohl), Früchte und Beeren, Vollkorngetreide und Hülsenfrüchte wie Erbsen, Bohnen, Linsen und Soja stecken voller gesunder Vitamine, Mineralstoffe und Antioxidantien. Sie enthalten viele lösliche Ballaststoffe, die für eine starkes Immunsystem und eine gute Darmflora sorgen und sich positiv auf den Zuckerstoffwechsel sowie den Fettstoffwechsel auswirken.

Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte enthalten komplexe Kohlenhydrate, die Power geben und sich ebenfalls positiv auf den Blutzuckerspiegel auswirken, weil der Körper mehr Zeit braucht, um sie aufzuspalten. Durch unlösliche Ballaststoffe machen sie gut satt und sorgen für eine gute Verdauung. Wer genügend Ballaststoffe verzehrt, verbessert außerdem seine Cholesterinwerte und reduziert entzündliche Prozesse.

Bild: marilyn barbone - Shutterstock.com

Fleisch, Eier und Milch streichen und Diabetes rückgängig machen

Typ-2-Diabetes ist vor allem unter Fleischessern weit verbreitet. Fleisch, Eier und Käse enthalten viel gesättigte Fette und viel Cholesterin. Dies kann zur Fettablagerung in den Zellen führen und Diabetes verursachen, außerdem die Arterien verstopfen und das Herz schädigen. Tierische Produkte enthalten keine Kohlenhydrate und keine Ballaststoffe. Dies wirkt sich negativ auf den Blutzuckerspiegel aus.

Eine pflanzenbasierte Ernährung senkt Studien zufolge das Risiko für Typ-2-Diabetes und außerdem für Übergewicht, Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Dr. Barnard ist aufgrund seiner jahrelangen Forschung überzeugt, dass sich durch gesunde pflanzliche Ernährung der Erkrankungsprozess von Typ-2-Diabetes nicht nur aufhalten, sondern sogar rückgängig machen lässt: »Ein sich bisher ständig erhöhendes Körpergewicht verringert sich immer mehr. Cholesterin- und Blutdruckwerte, die sich immer weiter verschlechterten, verbessern sich wieder. Blutzuckerwerte, die sich nur schwer kontrollieren ließen, beginnen ebenfalls zu sinken - oftmals so stark, dass die Medikation verringert oder ganz abgesetzt werden muss.«

Eine pflanzliche Ernährung kann also die Ursache von Typ-2-Diabetes heilen: durch den Abbau der Fettablagerungen in den Zellen, wodurch die Insulinresistenz zurückgeht, und ein deutliches Senken des Blutzuckerspiegels.

Und was ist mit Typ-1-Diabetes?

Typ-1-Diabetes kommt viel seltener vor als Typ-2-Diabetes und wurde früher als Kinder- und Jugenddiabetes bezeichnet. Bei Typ-1-Diabetes werden die Betazellen, die das Insulin bilden, durch eine Autoimmunreaktion zerstört.

»Auch für Menschen mit Typ-1-Diabetes ist eine Ernährungsumstellung wichtig«, erklärt Dr. Barnard. »Sie werden dadurch zwar nicht auf Insulin verzichten können, profitieren aber von zwei sehr wichtigen Verbesserungen.«

Erstens könnten Menschen mit Typ-1-Diabetes durch eine fettarme pflanzliche Ernährung ihren Blutzucker auch mit einer geringeren Insulinmenge als zuvor gut kontrollieren. Und zweites könne eine Ernährungsumstellung gesundheitlichen Komplikationen infolge von Diabetes vorbeugen: Diabetes greift die Blutgefäße im Herz, in den Augen und den Gliedmaßen an. Der Schaden, der durch Diabetes in den Blutgefäßen des Gehirns entsteht, mag auch erklären, warum diese Krankheit das Alzheimer-Risiko verdoppelt.

Daher sei es gerade bei Typ-1-Diabetes wichtig, die Blutgefäße zu schützen. »Tierische Fette oder Cholesterin sollten Sie deshalb von Ihrem Speiseplan streichen. Eine pflanzenbasierte Ernährung ist die beste Ernährungsweise für eine erfolgreiche Kontrolle des Gewichts, des Blutzuckers, des Cholesterins und des Blutdrucks, die allesamt einen großen Einfluss auf die Gesundheit Ihrer Arterien haben.«

Wie pflanzliche Lebensmittel unsere Gesundheit schützen

Gemüse, Obst, Vollkorngetreide und Hülsenfrüchte wie Erbsen, Linsen und Bohnen dagegen enthalten nur sehr wenig Fett und kein Cholesterin. Sie sind reich an komplexen Kohlenhydraten, was sich positiv auf den Blutzuckerspiegel auswirkt. Außerdem stecken sie voller Ballaststoffe, die uns helfen, überschüssiges Cholesterin loszuwerden, und uns satt machen, so dass wir mit dem Essen aufhören. Zudem sind Pflanzen reich an Kalium, das den Blutdruck senkt, und sie stecken voller Antioxidantien, welche unsere Zellen schützen und reparieren.

Und noch eines ist wichtig: Gemüse, Obst, Vollkorngetreide und Hülsenfrüchte haben nur gute Nebenwirkungen . Wir nehmen automatisch ab, haben mehr Energie und eine bessere Gesundheit. Wir müssen weder Kalorien zählen, noch auf Kohlenhydrate verzichten. Statt uns darauf zu konzentrieren, wie viel wir essen, konzentrieren wir uns darauf, was wir essen.


FREIHEIT FÜR TIERE stellt Ihnen zwei Rezepte aus» Dr. Barnards Kochbuch gegen Diabetes« vor:
ein köstliches Power-Lunch-Bowl mit Quinoa, Grünkohl, Bohnen und Süßkartoffeln
und einen
unglaublichen Schokoladenkuchen auf der Basis von Kichererbsen- und Mandelmehl mit magischem Schokoguss.
Gut für unsere Gesundheit - und gut für die Tiere!

Der Autor

Prof. Dr. Neal Barnard (Jahrgang 1953) ist Präsident der Ärzteorganisation Physicians Committee for Responsible Medicine (Ärztekomitee für verantwortungsvolle Medizin) und Professor für Medizin an der George Washington University. Er ist einer der führenden Forscher über den Einfluss von Ernährung auf die Gesundheit.

1985 gründete Dr. Barnard das Physicians Committee for Responsible Medicine. Die gemeinnützige Forschungs- und Interessenvertretungsorganisation mit Sitz in Washington, DC, forscht über pflanzliche Ernährung und Präventivmedizin und fördert Alternativen zu Tierversuchen.

Dr. Barnard führt klinische Forschungen mit Patienten durch, die unter ernährungsbedingten Krankheiten wie Diabetes, Fettleibigkeit, Herzerkrankungen und anderen chronischen Krankheiten leiden, um die Prävention und Behandlung dieser Gesundheitsprobleme zu verbessern. Seine wissenschaftlichen Arbeiten werden regelmäßig in medizinischen Fachzeitschriften veröffentlicht.

Dr. Neal Barnard hat 20 Bücher verfasst, darunter:
· Dr. Barnards revolutionäre Methode gegen Diabetes: Diabetes heilen ohne Medikamente - wissenschaftlich bewiesen (2016)
· Powerfoods für das Gehirn (2017)
· Den Krebs überleben: Mit gezielter Ernährung den Heilungsprozess unterstützen (2018)

Informationen: www.pcrm.org

Das Buch

Dr. Neal D. Barnard: Dr. Barnards Kochbuch gegen Diabetes
Gebunden, 272 Seiten
Unimedica, 2020 ISBN: 978-3-96257-171-9
Preis: 28,80 Euro

POWER-LUNCH-BOWL

Bild: Mitch Mandel.

Bild: Mitch Mandel.

Aus: Dr. Barnards Kochbuch gegen Diabetes. Unimedica, 2020.

Wenn Sie erst einmal eine Salat-Bowl ausprobiert haben, werden Sie nichts anderes mehr essen wollen! Fangen Sie einfach mit dieser an und variieren Sie die darin verwendeten Gemüse-, Bohnen- und Getreidesorten nach Lust und Laune.

ZUTATEN POWER-LUNCH-BOWL (2 Portionen)
400 g gekochte Quinoa oder brauner Reis (kalt oder warm, je nach Vorliebe)
3 große Handvoll Grünkohl (roh oder gedünstet, siehe Hinweis) oder Babyspinat, gehackt
300 g gekochte Süßkartoffel, gewürfelt
1 Dose (400 g) schwarze Bohnen, abgegossen und gespült
1 Paprika, gehackt
60 ml Mango-Hanf-Dressing

ZUBEREITUNG POWER-LUNCH-BOWL
1. Jeweils die etwa gleiche Menge Quinoa oder Reis, Grünkohl oder Spinat, Süßkartoffelwürfel, schwarze Bohnen und Paprika in zwei Schüsseln anrichten.
2. Dressing darüber geben.

Hinweis
Falls Sie rohen Grünkohl verwenden, bereiten Sie ihn vor dem Verwenden mit einer Massage vor. Entfernen Sie dafür die Blätter vom Strunk, streuen Sie etwas Salz darüber und massieren Sie die Blätter 1 bis 2 Minuten. Dadurch wird der Grünkohl weicher und seine Farbe leuchtender. Hacken Sie die Blätter in mundgerechte Stücke und geben Sie sie in die Schüsseln. Sie können den Grünkohl auch circa 1 Minute dünsten, damit er weich wird, und dann hacken.

ZUTATEN MANGO-HANF-DRESSING (ergibt ca. 250 ml)
150 g Mangowürfel, frisch oder gefroren
2 EL Hanfsamen
2 EL frisch gepresster Limettensaft oder Rotweinessig
1/2 EL gehackte Schalotten oder
1 EL gehackte Frühlingszwiebelknöllchen
1/2 TL Dijonsenf
1/2 TL Meersalz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer nach Geschmack
60 ml Wasser
1-2 EL Kokosblütensirup oder Ahornsirup

ZUBEREITUNG MANGO-HANF-DRESSING
Mangowürfel, Hanfsamen, Limettensaft oder Essig, Schalotten oder Frühlingszwiebeln, Senf, Salz, Pfeffer, 60 ml Wasser oder 1 EL Sirup in einen Mixer geben und glatt pürieren.

Hinweis
Wenn Sie dieses Dressing mit scharfen Gerichten servieren oder ihm noch eine besondere Note verleihen möchten, fügen Sie während des Pürierens 1 bis 2 EL gehacktes Koriandergrün oder Basilikum hinzu.

KICHERNDER SCHOKOLADENKUCHEN

Bild: Mitch Mandel.

Bild: Mitch Mandel.

Aus: Dr. Barnards Kochbuch gegen Diabetes. Unimedica, 2020.

Dieser Kuchen wird Sie gehörig überraschen! Erzählen Sie niemandem, was drinsteckt, sondern genießen Sie ihn einfach! Noch leckerer schmeckt er mit unserem magischen Schokoguss.

ZUTATEN SCHOKOLADENKUCHEN
(6 Portionen)
65 g + 1 EL Kichererbsenmehl
50 g + 1 EL Mandelmehl
4 E Kakaopulver
1 EL gemahlene Chiasamen
1 TL Natron
1 Messerspitze Meersalz
120 ml Aquafaba (abgegossene Flüssigkeit von 1 Dose Kichererbsen oder weißen Bohnen)
80 ml + 1/2-1 EL Kokosblütensirup
1 EL Balsamicoessig
2 TL Vanilleextrakt
2 EL vegane Schokotropfen (optional)

ZUBEREITUNG SCHOKOLADENKUCHEN
1. Ofen auf 175 C vorheizen. Eine runde Backform leicht einfetten oder mit Kochspray einsprühen und den Boden mit Backpapier auslegen.
2. Kichererbsenmehl, Mandelmehl, Kakaopulver, gemahlene Chiasamen, Natron und Salz in einer mittelgroßen Schüssel vermischen.
3. Aquafaba, Sirup, Essig und Vanilleextrakt hinzufügen und mit einem Schneebesen verrühren, bis alle Kichererbsenmehlklümpchen verschwunden sind.
4. Schokotropfen unterheben (falls verwendet) und den Teig in die vorbereitete Form geben.
5. Circa 27 Minuten im Ofen backen, bis ein Zahnstocher nach dem Einstechen in die Mitte sauber wieder herauskommt.
6. Backform auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.
7. Den Kuchen vor dem Lösen aus der Form vollständig abkühlen lassen

Vorschlag
Sie können den Teig auch in Muffins verwandeln. Dafür eine Muffinform mit 12 Muffinpapierförmchen auskleiden und die Muffins bei 175 C 17 bis 18 Minuten im Ofen backen, bzw. bis ein Zahnstocher nach dem Einstechen in die Mitte eines Muffins sauber wieder herauskommt.

Das ist möglicherweise der einfachste Schokoguss, den Sie je zubereitet haben - und gleichzeitig der gesündeste!

ZUTATEN MAGISCHER SCHOGKOGUSS
130 g fester Seidentofu, trocken getupft
4 El Kakaopulver
4 Datteln, entsteint
1/2 - 1 TL Vanillextrakt
1/2 TL Orangen- oder Mandelextrakt (optional)
ein paar Prisen Meersalz
4 - 5 EL brauner Reissirup oder dickflüssiger Kokosblütensirup

ZUBEREITUNG MAGISCHER SCHOKOGUSS
1. Tofu, Kakao, Datteln, Vanilleextrakt, Orangen- oder Mandelextrakt (falls verwendet), Salz und 4 EL Sirup in einen Hochleistungsmixer oder eine Küchenmaschine geben und glatt pürieren.
2. Abschmecken und nach Wunsch den restlichen Sirup untermixen.
3. Masse in einen Behälter füllen und im Kühlschrank kalt stellen (Guss setzt sich beim Abkühlen und dickt ein).

Hinweis
Verwenden Sie für dieses Rezept unbedingt Seidentofu, da er eine viel feinere und cremigere Konsistenz hat.

FREIHEIT FÜR TIERE 3/2026

Freiheit für Tiere 3/2026

Artikelnummer: 3-2026

Tiernachrichten: Verletzter Kormoran klopft an Notaufnahme in Bremen • Amsterdam verbietet Werbung für Fleisch • Plakate in Londoner U-Bahnen: Gaskammern für Schweine nicht »human« • Niedersachsen: Klage wegen CO2-Betäubung von Schweinen • Größter Legehennen-Schlachthof Bayerns: Mehrere Mitarbeiter wegen Tierquälerei verurteilt • Neues Tierschutzrecht in Italien: Tiere sind keine »Sachen« - Härtere Strafen für Tierquälerei • Verstoß gegen das Schweizer Tierschutzgesetz: Größte Lachsfabrik in der Schweiz geplant • Studie: EU gibt 23% des Gesamthaushalts als Subventionen für Fleisch und Milch aus • Rheinland-Pfalz: Grundstück in Winzeln ab sofort jagdfrei • Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere • Kulturlandschaft: Die Logik hinter dem Artenverlust - Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs • Symbiosen: Pflanzen und Tiere im Garten • Nachhaltigkeit: Vegane Ernährung im Sport • TAMU: Das vegane Afrika-Kochbuch

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FREIHEIT FÜR TIERE 2/2026

Freiheit für Tiere 2/2026

Artikelnummer: 2-2026

Tiernachrichten: Schutzgebiet für ehemalige Show-Delfine in Süditalien entsteht • Verhaltenforschung: Werkzeuggebrauch bei Kühen - wie Primaten • Hobbyjagd: Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe • Stoppt die Jagd auf Vögel! • Tierportrait: Deutschlands Wilde Wölfe • Mit Tieren leben: ERST das Buch, dann der HUND: Ratgeber VOR dem Hundekauf • 101 Empfehlungen von internationalen Wissenschaftlern: Vegane Ernährung als Schlüssel gegen zunehmende Gesundheitskrisen • Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund? • Ernährung ohne Tierleid: Tipps für ein langes, gesundes und tierfreundliches Leben • Forschungstrend »Longevity«: Mit Pflanzenkraft gesunde Lebensjahre gewinnen - mit Rezepten • Lifestyle: »VEGAN & Delicious« von Bianca Zapatka - Tierfreundliche Rezepte

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FREHEIT FÜR TIERE 1/2026

Freiheit für Tiere 1/2026

Artikelnummer: 1/2026

Tierschutz aktiv: Delfinarien: Schluss mit Delfinen in Gefangenschaft! • Historisches Urteil in Spanien: Massive Umweltverschmutzung durch Massentierhaltungverstößt gegen Menschenrechte • Bayerns größter Milchviehbetrieb: Tierhaltungsverbot wegen schwerer Tierquälerei • Gesetz ab 2026 in Österreich: Heimtierhaltung mit Sachkundenachweis • Neues Gesetz zur Heimtierhaltung: Interview Prof. Rudolf Winkelmayer, Veterinär und Tierethiker • Ethik und Religion: Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche • Tierportrait: »Hase und ich« - Ergreifende Rettung und Aufzucht eines Feldhasenbabys • Studie: Schon eine Scheibe Wurst am Tag erhöht das Risiko für chronische Krankheiten • Studie: Pflanzliche Ernährung reduziert Krebsrisiko deutlich • Italienische Küche vegan: Kochen alla Nonna • Rezept: Cavatelli agli spinaci • Rezept: Pasta al forno • Rezept: Tiramisu • DVD-Tipp: »Gottes Gäste« - Jetzt drei Tiergemärchen von Manfred Kyber auf DVD

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Neuauflage: FREIHEIT FÜR TIERE - Fakten gegen die Jagd

FREIHEIT FÜR TIERE: Fakten gegen die Jagd (völlig überarbeitete und auf 60 S. erweiterte Neuauflage)

Artikelnummer: 522

Fakten und Argumente gegen das blutige Hobby der Waidmänner und Waidfrauen: Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger immer mehr: Immer weniger Spaziergänger, Hundehalter, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Hobbyjägern angepöbelt oder sogar bedroht werden. Immer mehr Menschen protestieren gegen die Ballerei in Naherholungsgebieten. Und Berichte, dass Jäger aus Versehen Liebespaare im Maisfeld oder Ponys auf der Weide erschießen, können einem draußen in der Natur durchaus Angst machen. Warum Jäger Jagd auf Hasen machen, obwohl sie auf der »Roten Liste« bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden. Zudem haben 99,6 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen. Da stellt sich die Frage: Warum jagen Jäger wirklich?

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Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere

Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE

Tiere folgen nur ihren Instinkten und können höchstens ein paar angelernte Arbeitsschritte ausführen? Weit gefehlt! Sie können so viel mehr, als wir geahnt haben! Von Bergpapageien, die verschlossene Rucksäcke und Taschen öffnen, bis zu Kakadus, die mehrstufige Werkzeuge herstellen: Die Kognitionsbiologin Prof. Dr. Alice Auersperg nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise über die erstaunliche Kreativität, den verblüffenden Einfallsreichtum und Erfindergeist von Tieren - und sie zeigt, wie nah uns Tiere wirklich sind! weiter

Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust. Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs

In seinem Buch »Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust« berichtet Guido Meyer, wie er erst als Spaziergänger und Mountainbiker, dann als Hundeführer und Fotograf immer tiefer in die Natur eintauchte und wildlebende Tiere wie Hirsche und Wölfe ganz nah erlebte. Und wie er dabei auf der anderen Seite immer öfter in Konfrontationen mit Jägern und sogar ernsthafte Bedrohungssituationen geriet, die ihn dazu brachten, intensiv über Jagd und Jäger zu recherchieren, über die dramatische Bedrohung der Arten und die Zerstörung von Lebensräumen, aber auch über das Ökosystem Wald, die wunderbare Kraft der Natur und die Symbiose von Natur und Tieren, an der auch wir Menschen teil haben können. Illustriert wird das Buch durch fantastische Fotografien, mit denen Guido Meyer seit Jahren auf seiner Plattform naturdigital.online begeistert. weiterlesen

Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe: Wie lange noch?

Im Februar 2026 hat ein 52-jähriger Hobbyjäger im Landkreis Bamberg seine 49-jährige Frau, seinen 14-jährigen Sohn, die 6-jährige Tochter und sich selbst erschossen.
Im Januar 2026 traf der Schuss eines Jägers einen 23-Jährigen in Nordrhein-Westfalen tödlich. In Niedersachsen verwechselte ein 77-jähriger Hobbyjäger eine Gruppe Spaziergänger mit Wildtieren - eine 58-jährige Frau wurde schwer verletzt. In der Steiermark wurde ein 42-jähriger Hobbyjäger aus Versehen tödlich in den Kopf getroffen - beim Verladen eines erschossenen Wildschweins ins Auto löste sich ein Schuss.
Im Dezember 2025
tötete ein Hobbyjäger in der Oberpfalz seinen Nachbarn zwei Stockwerke über sich mit einem gezielten Kopfschuss. Ein anderer Hobbyjäger schoss vom Hochsitz aus Versehen auf einen 20-Jährigen und verletzte ihn so schwer, dass er im Krankenhaus notoperiert werden musste.
Im November 2025
erschoss ein Hobbyjäger in Reutlingen vier Familienangehörige und sich selbst - mit einer Schusswaffe, die er als Jagdscheininhaber legal besaß. Spaziergänger wurden von Jagdmunition getroffen, das Projektil eines Jägers durchschlug die Jalousie der Küchentür eines Hauses und ein Jagdschein­inhaber aus Crailsheim kündigte an, die »größtmögliche Anzahl an Ausländern« umbringen zu wollen. weiterlesen

Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche

»Wenn jemand Fleischspeisen, die Gott den Menschen zum Genuss gegeben hat, für unrein hält und ... auf sie verzichtet ..., der sei mit dem Bannfluch belegt.«

Papst Johannes III., Synode von Braga, 561 n. Chr.


Diesen Bannfluch verkündete Papst Johannes III. im Jahr 561 nach Christus auf der Synode von Braga in Portugal. Ein Bannfluch hatte die »Vogelfreiheit« zur Folge: Der Gebannte verlor als Ausgeschlossener aus der Gesellschaft alle Rechte.


Ganz in diesem Geiste wurden im Jahre 1051 durch die Bischofsversammlung in Goslar »Ketzer«, die ausschließlich von Pflanzennahrung lebten, zum Tode verurteilt, weil sie sich geweigert hatten, Hühner zu töten. Das Töten von Hühnern wurde zum »Test«, um Ketzer zu erkennen!
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DVD-Tipp: Jesus und die Tiere

jesus-tempelreinigung Ausschnitt

Jesus treibt die Tierhändler aus dem Tempel.

Jesus von Nazareth wurde im Stall mitten unter den Tieren geboren. Gab Gott damit den Menschen nicht ein Symbol, dass Sein Sohn nicht in einem Palast, sondern bei Schafen, Rindern, Eseln und Katzen zur Welt kam?

Zu Zeiten des Jesus von Nazareth wurden Lämmer und Tauben im Tempel für die Sünden der Menschen geopfert. Jesus trat gegen diesen blutigen Kult ein. Bekannt ist die Szene, wie Jesus nach seinem Einzug in Jerusalem die Tierhändler aus dem Tempel hinaustrieb und die Tiere freiließ. Und er rief: »Steht nicht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker? Ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht!« (Markus 11,17)

Über die Tierliebe des Jesus von Nazareth ist in der Bibel kaum etwas zu finden. Doch aus der frühchristlichen Geschichtsschreibung wird deutlich, dass Jesus kein Fleisch gegessen hat und sich für die Tiere einsetzte... weiterlesen

DVD: Jesus und die Tiere

Artikelnummer: 318

Vergleicht man die Bibel mit apokryphen Schriften, dann ist gut zu erkennen, dass die Kernaussagen oft die Gleichen sind, aber die Tierliebe Jesu, gänzlich fehlt. In dieser DVD werden viele Begebenheiten, bei denen Jesus über die Tiere sprach, wiedergegeben.

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»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

VEGGIE FOR KIDS

Artikelnummer: 053

Die Rezepte für das Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«- sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund!

16,90 € ()

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Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund?

Die gesundheitlichen Auswirkungen von vegetarischer und veganer Ernährung im Kindesalter sind immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass eine vollwertige pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund und bedarfsdeckend ist. Auch die bisher größte Studie dieser Art bestätigt nun: Pflanzliche Ernährung ist für Kinder und Jugendliche sicher und vorteilhaft. weiterlesen

Ernährung ohne Tierleid: Ein gesünderes Leben

Viele Menschen, die sich entscheiden, kein Fleisch mehr zu essen, tun dies aus ethischen Gründen: weil sie nicht möchten, dass Tiere für sie leiden und sterben müssen. Viele gehen den konsequenten Schritt weiter und lassen aus Liebe zu Kühen und Kälbchen Milch und Käse weg, essen aus Mitgefühl zu Hühnern keine Eier und leben rein pflanzlich. Und dann erfahren sie, dass eine vegane Ernährung ohne Tierleid auch die gesündeste ist!

Eigentlich würde uns dies schon der logische Menschenverstand sagen: Wie sollen Nahrungsmittel, die durch Leid und Tod entstehen, für uns gesund sein? In den letzten Jahren und Jahrzehnten sind tausende wissenschaftliche Studien veröffentlicht worden, die nachweisen: Eine Ernährung mit vollwertigen pflanzlichen Lebensmitteln ist gesund und versorgt uns auch mit allem, was wir brauchen. Diese Ernährungsweise beugt überdies zahlreichen Krankheiten vor, von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Krebs, Diabetes und Adipositas bis zu Demenz - und schützt damit vor vorzeitigem Tod. weiterlesen

Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis

Wir fangen gerade erst an, zu begreifen, dass das Gehirn von Tieren ähnlich komplex ist wie unser eigenes. Die Warnrufe von Präriehunden etwa sind nicht nur hektische Pfeiftöne, sie übermitteln damit differenzierte Nachrichten. Gorillas nutzen Zeichensprache, um vergangene Ereignisse zu schildern - wissen sie also, was heute, gestern und morgen ist? Nicht nur Primaten oder Elefanten, selbst kleinste Ameisen, denen man einen Farbtupfer auf dem Kopf angebracht hat, wollen diesen loswerden, sobald sie in einen Spiegel blicken - ein Beweis für ihr Ich-Bewusstsein, das Menschen erst ab dem zweiten Lebensjahr entwickeln. In ihrem Buch »Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis präsentiert Marianne Taylor 60 Tierarten, ihre bemerkenswerten kognitiven Fähigkeiten, ihre Gefühle und ihre ausgefeilte Kommunikation. weiter

Bayerischer Tierärztetag: Tierqual bei Milchkühen

Razzia auf Skandalhof in Bad Grönenbach. Pressemitteilung SOKO Tierschutz Kopie

Kühe, die nicht mehr laufen können, werden mit Treckern weggeschleift, Mitarbeiter treten ein liegendes Kalb:

Die aktuelle Undercover-Recherche von SOKO Tierschutz in Bayerns größtem Milchviehhof in Bad Grönenbach zeigt erneut massive Verstöße gegen den Tierschutz. · Bild: SOKO Tierschutz

Von Annemarie Botzki, Recherche und Kampagnen bei der Verbraucherschutzorganisation foodwatch e.V.

»Alle haben die Nase voll« - das ist der Satz, der mir vom bayerischen Tierärztetag in Kulmbach besonders im Ohr hängen bleibt. sitze mit 150 amtlichen und Amtstierärzt:innen in einem Konferenzraum. Normalerweise sind sie in detaillierte, fachliche Diskussionen vertieft. Aber diesmal ist die Stimmung anders. Angespannt. Frustriert. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Gestatten. Biber. Eine außergewöhnliche Freundschaft mit einer wildlebenden Biberfamilie

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Christian Kuschenreiter Aug’ in Aug’ mit einem Biber. Das freilebende Tier hat Vertrauen wie zu einem Familienmitglied.

Schwarze Knopfaugen, beeindruckende Schneidezähne, großer Paddelschwanz, Stupsnase und dichter Pelz: Biber sind entzückende Tiere, und obendrein schlau, empathisch, kommunikativ, verspielt - und eigentlich sehr scheu. Als Bettina und Christian Kutschenreiter im Jahr 2003 beim Fotografieren an einem Fluss in Oberbayern auf eine Biberfamilie treffen, ist das der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft, die bis heute anhält. Die Biber lassen die beiden Tierfreunde nach und nach an ihrem Leben teilhaben und suchen schließlich sogar bewusst ihre Nähe. Jetzt haben die beiden ein Buch über ihre Erlebnisse mit den Bibern geschrieben - mit vielen wunderschönen und sicher einzigartigen Fotos. weiter

Die Intelligenz der Hunde

Die internationale Forschung hat sich in den letzten Jahren zunehmend mit der Intelligenz von Hunden beschäftigt und dabei so manches bestätigt, was Hundefreundinnen und Hundefreunde längst wussten: Hunde denken viel komplexer als gedacht. Aber: Was genau ist Hundeintelligenz? Wie misst man sie? Haben wir dazu überhaupt die richtigen Werkzeuge und Vergleichsmaßstäbe? Sind »Menschenschläue« und »Hundeschläue« überhaupt vergleichbar? Und in welchen Bereichen haben Hunde andere oder viel mehr geistige Kompetenzen als wir? weiter

Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter