ERST das Buch, dann der HUND: Ratgeber VOR dem Hundekauf

Hund und Katze 2 Anna Averianova Shutterstock

»Wer sich einen Hund holt, trägt die Verantwortung für das Wohlbefinden und die Sicherheit des Hundes und muss dies bei jeder Entscheidung bedenken.«

Bild: Anna Averianova - Shutterstock.com

Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE

Wer einen Hund in sein Leben holen möchte, steht am Beginn einer spannenden Reise. Viele Fragen und Überlegungen stehen nun im Raum: Passt mein aktueller Lebensstil zu einer Hundehaltung? Welche Kriterien sind entscheidend bei der Auswahl eines Hundes? Möchte ich einen Welpen oder einen bereits ausgereiften erwachsenen Begleiter? Soll es ein neuer Freund aus dem Tierheim sein, ein Hund aus dem Auslandstierschutz oder doch ein Rassehund vom Züchter? Und wie erkenne ich einen vertrauenswürdigen und seriösen Züchter?

»Diese Entscheidung mag zunächst überwältigend erscheinen, doch genau hier setzt unser umfassender Ratgeber an«, so Céline Lintz, Hundetrainerin und Hundeverhaltenstherapeutin. In ihrer Hundeschule in Ingelheim am Rhein stößt sie immer wieder auf Kunden, die aus Mangel an Information und Vorbereitung einen für sie eher unpassenden Hund gewählt haben oder mit falschen Erwartungen an die Hundehaltung herangegangen sind. Daraus entstand die Idee zu diesem Buch.

Die Autorin

Celine-Lintz

Céline Lintz ist geprüfte Hundetrainerin und Hundeverhaltenstherapeutin.

Direkt nach ihrem Abitur absolvierte sie ein Studium als Hundeverhaltenstherapeutin/Hundepsychologin und eine Ausbildung als Hundetrainerin im Institut für Tierheilkunde. Seit Jahren leitet sie die Hundeschule C.A.N.I.N.E Hunde­psychologie und Hundetraining in Ingelheim am Rhein.

C.A.N.I.N.E. steht für Consistent, Amicable, Non-violence, Insightfully, Natural, Education - konsequente, freundliche, gewaltfreie, verständnisvolle und natürliche Erziehung. Der Ansatz ist darauf ausgelegt, die Individualität jedes Hundes zu berücksichtigen und eine starke Beziehung zwischen Hund und Halter zu fördern.

»Einem Mensch-Hund-Team dabei zu helfen, wieder besser miteinander zu kommunizieren, miteinander zu arbeiten und sich aneinander zu orientieren ist etwas, was mich immer wieder glücklich macht«, sagt sie. »Es bricht mir oft das Herz, wenn ich draußen auf der Straße Probleme sehe zwischen Mensch und Hund und ich nicht hingehen und vermitteln kann. (Glauben Sie mir - ich habe es oft genug versucht. Kommt selten gut an!) Dabei sind es meistens doch nur Verständigungsschwierigkeiten.« Diese Verständigungsschwierigkeiten versucht sie aufzulösen, indem sie den Menschen die Sicht ihres Hundes vermittelt.


Informationen: www.canine-hundepsychologie.de

Eine Vielzahl an Verpflichtungen und Verantwortungen: Passt ein Hund in meinen Alltag - und zwar über viele Jahre?

Wer einen Hund in sein Leben holen möchte, sollte vorab genau überlegen, ob ein Hund tatsächlich in den eigenen Alltag integriert werden kann. »Damit Sie später nicht enttäuscht, unglücklich oder überfordert sind, behandelt dieses Buch eine Vielzahl von Überlegungen und Anregungen«, schreibt die erfahrende Hundetrainerin. »Dazu gehören unter anderem Aspekte wie die Organisation des eigenen Lebens (Tagesabläufe, Zeitmanagement), die persönlichen Eigenschaften und die Mentalität des potenziellen Hundehalters sowie die Auswahl des geeigneten Hundes (Rasse, Eigenschaften, Alter, Herkunft) und die Erwartungen an das Leben mit einem Hund.« Eine gründliche Selbstreflexion sei unerlässlich für die harmonische und glückliche Beziehung zwischen Mensch und Hund.

»Einen Hund an der Seite zu haben, kann das Leben ungemein bereichern und uns etwas schenken, was nur schwer in Worte zu fassen ist«, so Céline Lintz. »Dennoch besteht oft eine große Lücke zwischen unseren Erwartungen und der Realität, was zu Enttäuschungen und Frustration führen kann.« Dies liegt häufig an unrealistischen Vorstellungen, so dass viele Menschen schnell überfordert sind - spätestens dann, wenn der süße Welpe in die Pubertät kommt. Häufig werden Hunde dann wieder abgegeben - ein Grund, warum die Tierheime überfüllt sind.

Wer einen Hund in sein Leben holt, geht damit eine Vielzahl an Verpflichtungen und Verantwortungen ein. Als Hundetrainerin, die unzählige Hunde mit ihren Menschen erlebt hat, weiß die Autorin, dass vor allem die Zeit und der Arbeitsaufwand, den ein Hund mit sich bringt, sehr häufig unterschätzt werden. Hier hilft folgende Frage: »Haben Sie aktuell jeden Tag ein paar Stunden, die Sie entbehren können? Denn das ist ungefähr die Zeit, die Ihr Hund jeden Tag beanspruchen wird.« Und sie erklärt: Wer in Vollzeit arbeitet, hat (zu) wenig Zeit für einen Hund. Ihn acht bis zehn Stunden am Stück alleine zu lassen, ist keinem Hund zuzumuten. Etwas anderes ist es, wenn der Arbeitgeber erlaubt, den Hund mit zur Arbeit zu nehmen. Eine andere Möglichkeit ist, dass der Hund tagsüber in einer Hundetagesstätte oder durch einen Bekannten betreut wird. Doch dies bedeutet, dass wir nicht die Hauptperson für den Hund sind. Außerdem gehe nicht jeder Hund so einfach in eine Hundepension oder zu einem Hundesitter. Dies alles bedarf sehr guter Planung und darf nicht auf Kosten den Hundes gehen, gibt Céline Lintz zu bedenken.

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Wochenplan Beispiel:

Um einzuschätzen, wie viel Zeit ein Hund jeden Tag benötigt und wie die Aufgaben verteilt werden könnten, ohne dass jemand überlastet wird oder der Hund zu kurz kommt, empfiehlt sich ein Wochenplaner. · Tabelle aus: ERST das Buch, dann der HUND von Céline Lintz. Kynos-Verlag, 2025

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Tabelle aus: ERST das Buch, dann der HUND von Céline Lintz. Kynos-Verlag, 2025

»Um realistisch einzuschätzen, wie viel Zeit ein Hund benötigt, verschaffen Sie sich einen Überblick über ihren Alltag - zum Beispiel mit einem Wochenplaner«, empfiehlt die Autorin. »Überlegen Sie dann, wann der Hund Zeit braucht: morgens 30 Minuten früher aufstehen, regelmäßige Gassirunden, Unternehmungen in der Freizeit.« Und weiter: »Stellen Sie sich vor, wie eine Woche mit einem Hund aussehen könnte, und bedenken Sie, dass dies möglicherweise 15 Jahre lang so sein könnte.« Und zwar bei jedem Wetter, auch am Wochenende und in der Urlaubszeit.

Aus der Erfahrung in ihrer Hundeschule empfiehlt die Autorin, in der Familie klar zu besprechen, wer welche Aufgaben übernimmt - bevor man sich einen Hund in sein Leben holt. Für einen Wochenplaner und einen Aufgabenplaner liefert sie in ihrem Buch eine übersichtliche Beispiel-Vorlage. Wenn alle Aufgaben klar aufgeteilt sind, weiß jeder, was auf ihn zukommt, und ein Hund lässt sich in den Alltag der Familie integrieren, ohne dass jemand überlastet wird oder der Hund zu kurz kommt.

Wer ein Gefühl bekommen möchte, wie es ist, einen Hund zu haben, könnte regelmäßig mit einem Hund aus dem Tierheim spazieren gehen - oder den Hund von Freunden und Bekannten als Urlaubsvertretung übernehmen.

Hunde spiegeln uns - sie spüren unsere Emotionen und reagieren darauf

Als Hundeverhaltenstherapeutin weiß Céline Lintz auch: Wer einen Hund bei sich aufnehmen möchte, sollte sich zunächst auch ehrlich mit sich selbst auseinandersetzen. »Sie haben sicher schon einmal den Spruch gehört: „Hunde sind unser Spiegel zur Seele!“. Was sich so schön tiefgründig anhört, kann uns im Alltag gerne mal einen Strick drehen. Denn unsere Hunde spiegeln uns - und das gnadenlos. Unsere Ängste, unsere Unsicherheiten, unterdrückten Frust, Ungeduld oder sogar Wut«, erklärt sie. »All diese Emotionen, die im Alltag immer wieder auftauchen und die wir vielleicht sogar vor anderen zu verbergen versuchen - der Hund spürt sie, er weiß um sie und er wird darauf reagieren!«

Hinzu kommt: Ein Hund erkennt sofort, wenn jemand nicht in der Lage ist, klar zu führen und eine Situation zu regeln und denkt, dass er sich darum kümmern und die Führung übernehmen muss - weil es eben kein anderer tut. »Leider kann das dann dazu führen, dass Hunde im Alltag immer wieder in Schwierigkeiten geraten, weil sie andere anpöbeln, aggressiv reagieren, nervös werden oder völlig überdrehen. Und das vielleicht nur, weil sie auf ihren Besitzer reagieren«, erklärt die Hundetrainerin.

Hunde sind Rudeltiere. Fast jeder Hund wünscht sich einen guten Rudelführer, der ihm Sicherheit gibt - so dass er entspannt in der Ecke liegen und schlafen kann. Hat der Hund das Gefühl, dass kein Rudelführer da ist, denkt er, dass er diese Aufgabe übernehmen müsse - was ihn unter Menschen natürlich völlig überfordert. Wir haben sicher alle bereits Hunde erlebt, die bei jedem Geräusch, bei jedem, der am Haus oder am Garten vorbei läuft, aufspringen und kläffen. Das kann so ein Hund sein, der verzweifelt versucht, Schwächen in seiner Gruppe, seinem Rudel, auszugleichen.

Hund Yanosh Nemesh Shutterstock

»Eine entspannte Führung vermittelt dem Hund Sicherheit, besonders in stressigen und neuen Situationen.«

Bild: Yanosh Nemesh - Shutterstock.com

Führungsqualitäten und die Fähigkeit, den Hund in seiner Sprache zu verstehen

Hier gibt der Hunde-Ratgeber von Céline Lintz wertvolle Orientierungshilfen und Fragen, die wir uns vorab ehrlich beantworten sollten: Bin ich in der Lage, einen Hund zu führen?

»Führungsqualitäten wie Geduld, Konsistenz, Selbstbewusstsein, klare Kommunikation, Empathie, Gelassenheit und die Fähigkeit, den Hund in seiner „Sprache“ zu verstehen, sind für ein harmonisches Zusammenleben mit Hunden absolut notwendig«, erklärt die Autorin. »Eine entspannte Führung vermittelt dem Hund Sicherheit, besonders in stressigen und neuen Situationen. Wer sich einen Hund holt, trägt die Verantwortung für das Wohlbefinden und die Sicherheit des Hundes und muss dies bei jeder Entscheidung bedenken.«

Viele, die gerne einen Hund hätten, denken jetzt sicher: Oh je, ob ich das alles kann? - Doch: Niemand muss perfekt sein, und jeder kann an sich arbeiten. Céline Lintz bringt es wie folgt auf den Punkt: »Wichtig ist, dass Sie sich bewusst sind, wie relevant diese Überlegungen für die Entscheidung für einen Hund sind und dass Sie bereit sein sollten, sich selbst kritisch zu hinterfragen und gegebenenfalls an sich zu arbeiten.« Denn letztlich leidet sowohl das Wohlbefinden des Hundes als auch die Freude des Halters, wenn die grundlegenden Anforderungen für ein gutes und dem Hund entsprechendes Zusammenleben nicht erfüllt werden.

Hund Australian Shepherd dezy Shutterstock

»Wer bin ich?«

Diese Frage ist Grundlage für die Auswahl des für mich richtigen Hundes, so dass Hund und Mensch in ihrer Art zusammenpassen.
Bild: dezy - Shutterstock.com

Wer bin ich?

Wer einen Hund in sein Leben holen möchte, sollte sich über die eigenen Bedürfnisse, Beweggründe, Fähigkeiten und Eigenschaften im Klaren sein.

»Ihre Persönlichkeit, Ihre Eigenschaften und Ihre Art zu sein, sind entscheidende Faktoren dafür, welcher Hund am besten zu Ihnen passt und welche Art von Beziehung Sie mit Ihrem Hund entwickeln können«, schreibt die Hundetrainerin.

Denn aus jahrelanger Erfahrung weiß sie: Ein Hund, der nicht zum Lebensstil und den Erwartungen seines Menschen passt, kann Verhaltensprobleme entwickeln, die für den Hundehalter belastend sein können. »Deshalb ist es von entscheidender Bedeutung, dass potenzielle Hundebesitzer sich selbst gründlich kennenlernen und ehrlich einschätzen, um sicherzustellen, dass sie den richtigen Hund für ihre individuellen Bedürfnisse und Fähigkeiten auswählen. Eine gute Passung zwischen Mensch und Hund ist der Schlüssel zu einer glücklichen und erfüllten Beziehung für beide Seiten.«

Wir können uns Fragen stellen wie: Bin ich eher ein energie­geladener Mensch oder eher ein gemütlicher? Können mich Kleinigkeiten schon an die Decke bringen oder bin ich auch bei Stress die Ruhe selbst? All diese Faktoren sind eine wichtige Grundlage für die Auswahl des für mich richtigen Hundes, so dass Hund und Mensch in ihrer Art zusammenpassen.

Bei der Selbsteinschätzung kann es auch helfen, sich Feedback von außen zu holen - vielleicht von einem guten Hundetrainer. Céline Lintz rät: »Versuchen Sie sich selbst zu verstehen und realistisch einzuschätzen, denn ein Hund wird Sie gnadenlos mit sich selbst konfrontieren. Und auch wenn es manchmal weh tut, so ehrlich mit sich zu sein. Ja, ich weiß, wir geben alle unser Bestes - so erspart es Ihnen und Ihrem Hund später eine Menge Stress.«

Hund mit Stöckchen © laszlolorik - Fotolia.com

»Eine gute Passung zwischen Mensch und Hund ist der Schlüssel zu einer glücklichen und erfüllten Beziehung für beide Seiten.«

Bild: laszlolorik - Shutterstock.com

Ein guter Hundeführer sein

»Wer später mal einen gut erzogenen Hund haben möchte, auf den er sich jederzeit verlassen kann und der zuverlässig alle Kommandos befolgt, wird nicht drumherum kommen, sich mit seinen eigenen Führungsqualitäten auseinander zu setzen«, erklärt die erfahrene Hundetrainerin und Hundeverhaltenstherapeutin. »Viele Menschen denken, dass einen Hund zu führen - also „anzuführen“ - etwas ist, was lediglich ein paar richtiger Worte und Kommandos bedarf.« Doch dies mache noch keinen guten Hundeführer aus. Sie führt aus, dass Führung vor allem etwas mit der eigenen inneren Haltung zu tun hat: Ein Mensch, der Selbstbewusstsein, Sicherheit und Ruhe ausstrahlt, der souverän ist und bei dem man sich wohlfühlt, wird immer jemand sein, dem man gerne folgt.

Wir sollten uns also bewusst werden, wo unsere Stärken und Schwächen liegen, ehrlich mit uns sein und bereit, an uns zu arbeiten. Denn Wut, Ärger, Unsicherheit und Konflikte herunterzuschlucken, bringt nichts: »Ihr Hund wird das spüren und Ihre Wut oder Unsicherheit wahrnehmen. Und das kann seine eigene Unsicherheit noch verstärken, was sich dann wieder in seinem Verhalten negativ äußern wird«, so Céline Lintz. »Hunde benötigen ruhige und konsequente Führungspersonen, die auch in stressigen Situationen die Ruhe bewahren können. Falls Sie dazu nicht in der Lage sind, ist dies erst einmal nicht schlimm, aber Sie sollten bereit sein, sich in diesem Bereich Wissen anzueignen und daran zu arbeiten.« Wichtig ist: Einen Hund zu führen bedeutet nicht, sich die Macht zu »erkämpfen«!

»Folgen ist eine freiwillige Entscheidung des Hundes und nicht etwas, was man sich mit Aggression oder Strafen erzwingen kann,« erklärt die Hundetrainerin. Sätze wie »Du musst deinem Hund zeigen, wer der Boss ist« seien veraltet - obwohl sie oft immer noch als richtig angesehen würden. Inzwischen weiß die Verhaltensforschung, dass Hunde als Rudeltiere einen guten Rudelführer suchen und wünschen. Ein Hund strebe - von wenigen Ausnahmen abgesehen - von sich aus nicht nach der absoluten Rudelherrschaft. Was wir Menschen als Sturheit, absichtliche Ignoranz oder Streben nach Macht interpretieren, habe meist ganz andere Ursachen. Häufig liege ein Missverständnis vor. Der Hund denke: »Wenn du es nicht tust, muss ich es eben tun«, schreibt Céline Lintz. »Der Hund führt also oft unerwünschte Handlungen aus, weil wir die Situation selbst nicht erkennen und den Hund mit der Lösung des Problems alleine lassen. Dies kann vielleicht daran liegen, dass wir dem Hund nicht beigebracht haben, wie er sich verhalten soll oder dass uns das nötige Hundewissen fehlt, um die Situation richtig einzuschätzen.« Vielleicht tue der Hund auch nur genau das, wofür er ursprünglich mal gezüchtet wurde.

Umfassender Ratgeber, der leidvolle Fehlentscheidungen für Mensch und Hund vermeiden kann

Die erfahrene Hundeverhaltenstherapeutin weist in ihrem Buch immer wieder darauf hin, dass ein Hund in erster Linie ein Hund ist (und kein Mensch). Er ist ein Lebewesen mit verschiedenen Bedürfnissen, denen wir als Menschen gerecht werden sollten. Neben Grundbedürfnissen wie Essen, Wasser, einem sicheren Schlafplatz und Schutz vor Schmerz hat jeder Hund, wie wir Menschen auch, das Bedürfnis nach Sicherheit (wozu auch Regeln und Gewohnheiten zählen), nach sozialen Kontakten, Liebe und Familien­anschluss. Als Individuum sucht er nach Wertschätzung, Anerkennung, Respekt, Freiheit und dem Gefühl, gebraucht zu werden. Er möchte lernen und seine individuellen Stärken entfalten.

Und: Im Gegensatz zu uns Menschen haben Hunde ein wesentlich höheres Ruhe- und Schlafbedürfnis von 17 bis 21 Stunden, um sich ausreichend zu erholen und ihre körperliche und geistige Gesundheit zu erhalten. Schlafmangel und fehlende Ruhe führen bei Hunden - wie bei Kindern - zu Stress und Überdrehung, was sich dann in Hyperaktivität (»Balljunkies«, übertriebenes Bellen, im Kreis rennen,...) äußert. »Sie haben nicht gelernt, wie man Pausen macht und es hat auch niemand darauf geachtet, dass sie lernen, herunter­zufahren«, so die Hundetrainerin. Auch in Hunde­schulen höre man die Worte »Ruhe und Pause« viel zu selten.

Der über 200 Seiten umfassende Ratgeber von Céline Lintz bietet nicht nur wertvolle Orientierungshilfe, sondern liefert auch einen fundierten Überblick über die vielfältigen Möglichkeiten und Aspekte, die es zu berücksichtigen gilt, bevor man sich für einen Hund entscheidet - denn viele Fehlentscheidungen, die später zu viel Kummer und Leid auf allen Seiten führen, können vermieden werden, wenn das Motto »Erst das Buch - dann der Hund« öfter befolgt würde.

Der Ratgeber geht zudem ausführlich auf die Themen »Hund und Kind«, »Hunde und andere Haustiere« und »Reisen mit Hund « ein. Hinzu kommen wertvolle Informationen mit praktischen Checklisten zu Themen wie »Zuchtpapiere, Impfpässe und Kaufverträge«, »Ankunft und Organisation - Einzug in ein neues Zuhause« und »Checkliste Hundebedarf«.

Hervorzuheben ist, dass Céline Lintz auch über die so wichtigen Themen »Qualzuchten beim Hund« und »illegaler Welpenhandel« ausführlich und fachkundig aufklärt.

Das Buch

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Céline Lintz: ERST das Buch, dann der HUND

Ratgeber VOR dem Hundekauf

Hardcover, 216 Seiten, durchgehend farbig

Kynos-Verlag, 2025 · ISBN 978-3954643431

Preis: 24 Euro

FREIHEIT FÜR TIERE 3/2026

Freiheit für Tiere 3/2026

Artikelnummer: 3-2026

Tiernachrichten: Verletzter Kormoran klopft an Notaufnahme in Bremen • Amsterdam verbietet Werbung für Fleisch • Plakate in Londoner U-Bahnen: Gaskammern für Schweine nicht »human« • Niedersachsen: Klage wegen CO2-Betäubung von Schweinen • Größter Legehennen-Schlachthof Bayerns: Mehrere Mitarbeiter wegen Tierquälerei verurteilt • Neues Tierschutzrecht in Italien: Tiere sind keine »Sachen« - Härtere Strafen für Tierquälerei • Verstoß gegen das Schweizer Tierschutzgesetz: Größte Lachsfabrik in der Schweiz geplant • Studie: EU gibt 23% des Gesamthaushalts als Subventionen für Fleisch und Milch aus • Rheinland-Pfalz: Grundstück in Winzeln ab sofort jagdfrei • Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere • Kulturlandschaft: Die Logik hinter dem Artenverlust - Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs • Symbiosen: Pflanzen und Tiere im Garten • Nachhaltigkeit: Vegane Ernährung im Sport • TAMU: Das vegane Afrika-Kochbuch

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FREIHEIT FÜR TIERE 2/2026

Freiheit für Tiere 2/2026

Artikelnummer: 2-2026

Tiernachrichten: Schutzgebiet für ehemalige Show-Delfine in Süditalien entsteht • Verhaltenforschung: Werkzeuggebrauch bei Kühen - wie Primaten • Hobbyjagd: Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe • Stoppt die Jagd auf Vögel! • Tierportrait: Deutschlands Wilde Wölfe • Mit Tieren leben: ERST das Buch, dann der HUND: Ratgeber VOR dem Hundekauf • 101 Empfehlungen von internationalen Wissenschaftlern: Vegane Ernährung als Schlüssel gegen zunehmende Gesundheitskrisen • Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund? • Ernährung ohne Tierleid: Tipps für ein langes, gesundes und tierfreundliches Leben • Forschungstrend »Longevity«: Mit Pflanzenkraft gesunde Lebensjahre gewinnen - mit Rezepten • Lifestyle: »VEGAN & Delicious« von Bianca Zapatka - Tierfreundliche Rezepte

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FREHEIT FÜR TIERE 1/2026

Freiheit für Tiere 1/2026

Artikelnummer: 1/2026

Tierschutz aktiv: Delfinarien: Schluss mit Delfinen in Gefangenschaft! • Historisches Urteil in Spanien: Massive Umweltverschmutzung durch Massentierhaltungverstößt gegen Menschenrechte • Bayerns größter Milchviehbetrieb: Tierhaltungsverbot wegen schwerer Tierquälerei • Gesetz ab 2026 in Österreich: Heimtierhaltung mit Sachkundenachweis • Neues Gesetz zur Heimtierhaltung: Interview Prof. Rudolf Winkelmayer, Veterinär und Tierethiker • Ethik und Religion: Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche • Tierportrait: »Hase und ich« - Ergreifende Rettung und Aufzucht eines Feldhasenbabys • Studie: Schon eine Scheibe Wurst am Tag erhöht das Risiko für chronische Krankheiten • Studie: Pflanzliche Ernährung reduziert Krebsrisiko deutlich • Italienische Küche vegan: Kochen alla Nonna • Rezept: Cavatelli agli spinaci • Rezept: Pasta al forno • Rezept: Tiramisu • DVD-Tipp: »Gottes Gäste« - Jetzt drei Tiergemärchen von Manfred Kyber auf DVD

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Neuauflage: FREIHEIT FÜR TIERE - Fakten gegen die Jagd

FREIHEIT FÜR TIERE: Fakten gegen die Jagd (völlig überarbeitete und auf 60 S. erweiterte Neuauflage)

Artikelnummer: 522

Fakten und Argumente gegen das blutige Hobby der Waidmänner und Waidfrauen: Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger immer mehr: Immer weniger Spaziergänger, Hundehalter, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Hobbyjägern angepöbelt oder sogar bedroht werden. Immer mehr Menschen protestieren gegen die Ballerei in Naherholungsgebieten. Und Berichte, dass Jäger aus Versehen Liebespaare im Maisfeld oder Ponys auf der Weide erschießen, können einem draußen in der Natur durchaus Angst machen. Warum Jäger Jagd auf Hasen machen, obwohl sie auf der »Roten Liste« bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden. Zudem haben 99,6 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen. Da stellt sich die Frage: Warum jagen Jäger wirklich?

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Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere

Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE

Tiere folgen nur ihren Instinkten und können höchstens ein paar angelernte Arbeitsschritte ausführen? Weit gefehlt! Sie können so viel mehr, als wir geahnt haben! Von Bergpapageien, die verschlossene Rucksäcke und Taschen öffnen, bis zu Kakadus, die mehrstufige Werkzeuge herstellen: Die Kognitionsbiologin Prof. Dr. Alice Auersperg nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise über die erstaunliche Kreativität, den verblüffenden Einfallsreichtum und Erfindergeist von Tieren - und sie zeigt, wie nah uns Tiere wirklich sind! weiter

Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust. Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs

In seinem Buch »Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust« berichtet Guido Meyer, wie er erst als Spaziergänger und Mountainbiker, dann als Hundeführer und Fotograf immer tiefer in die Natur eintauchte und wildlebende Tiere wie Hirsche und Wölfe ganz nah erlebte. Und wie er dabei auf der anderen Seite immer öfter in Konfrontationen mit Jägern und sogar ernsthafte Bedrohungssituationen geriet, die ihn dazu brachten, intensiv über Jagd und Jäger zu recherchieren, über die dramatische Bedrohung der Arten und die Zerstörung von Lebensräumen, aber auch über das Ökosystem Wald, die wunderbare Kraft der Natur und die Symbiose von Natur und Tieren, an der auch wir Menschen teil haben können. Illustriert wird das Buch durch fantastische Fotografien, mit denen Guido Meyer seit Jahren auf seiner Plattform naturdigital.online begeistert. weiterlesen

Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe: Wie lange noch?

Im Februar 2026 hat ein 52-jähriger Hobbyjäger im Landkreis Bamberg seine 49-jährige Frau, seinen 14-jährigen Sohn, die 6-jährige Tochter und sich selbst erschossen.
Im Januar 2026 traf der Schuss eines Jägers einen 23-Jährigen in Nordrhein-Westfalen tödlich. In Niedersachsen verwechselte ein 77-jähriger Hobbyjäger eine Gruppe Spaziergänger mit Wildtieren - eine 58-jährige Frau wurde schwer verletzt. In der Steiermark wurde ein 42-jähriger Hobbyjäger aus Versehen tödlich in den Kopf getroffen - beim Verladen eines erschossenen Wildschweins ins Auto löste sich ein Schuss.
Im Dezember 2025
tötete ein Hobbyjäger in der Oberpfalz seinen Nachbarn zwei Stockwerke über sich mit einem gezielten Kopfschuss. Ein anderer Hobbyjäger schoss vom Hochsitz aus Versehen auf einen 20-Jährigen und verletzte ihn so schwer, dass er im Krankenhaus notoperiert werden musste.
Im November 2025
erschoss ein Hobbyjäger in Reutlingen vier Familienangehörige und sich selbst - mit einer Schusswaffe, die er als Jagdscheininhaber legal besaß. Spaziergänger wurden von Jagdmunition getroffen, das Projektil eines Jägers durchschlug die Jalousie der Küchentür eines Hauses und ein Jagdschein­inhaber aus Crailsheim kündigte an, die »größtmögliche Anzahl an Ausländern« umbringen zu wollen. weiterlesen

Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche

»Wenn jemand Fleischspeisen, die Gott den Menschen zum Genuss gegeben hat, für unrein hält und ... auf sie verzichtet ..., der sei mit dem Bannfluch belegt.«

Papst Johannes III., Synode von Braga, 561 n. Chr.


Diesen Bannfluch verkündete Papst Johannes III. im Jahr 561 nach Christus auf der Synode von Braga in Portugal. Ein Bannfluch hatte die »Vogelfreiheit« zur Folge: Der Gebannte verlor als Ausgeschlossener aus der Gesellschaft alle Rechte.


Ganz in diesem Geiste wurden im Jahre 1051 durch die Bischofsversammlung in Goslar »Ketzer«, die ausschließlich von Pflanzennahrung lebten, zum Tode verurteilt, weil sie sich geweigert hatten, Hühner zu töten. Das Töten von Hühnern wurde zum »Test«, um Ketzer zu erkennen!
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DVD-Tipp: Jesus und die Tiere

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Jesus treibt die Tierhändler aus dem Tempel.

Jesus von Nazareth wurde im Stall mitten unter den Tieren geboren. Gab Gott damit den Menschen nicht ein Symbol, dass Sein Sohn nicht in einem Palast, sondern bei Schafen, Rindern, Eseln und Katzen zur Welt kam?

Zu Zeiten des Jesus von Nazareth wurden Lämmer und Tauben im Tempel für die Sünden der Menschen geopfert. Jesus trat gegen diesen blutigen Kult ein. Bekannt ist die Szene, wie Jesus nach seinem Einzug in Jerusalem die Tierhändler aus dem Tempel hinaustrieb und die Tiere freiließ. Und er rief: »Steht nicht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker? Ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht!« (Markus 11,17)

Über die Tierliebe des Jesus von Nazareth ist in der Bibel kaum etwas zu finden. Doch aus der frühchristlichen Geschichtsschreibung wird deutlich, dass Jesus kein Fleisch gegessen hat und sich für die Tiere einsetzte... weiterlesen

DVD: Jesus und die Tiere

Artikelnummer: 318

Vergleicht man die Bibel mit apokryphen Schriften, dann ist gut zu erkennen, dass die Kernaussagen oft die Gleichen sind, aber die Tierliebe Jesu, gänzlich fehlt. In dieser DVD werden viele Begebenheiten, bei denen Jesus über die Tiere sprach, wiedergegeben.

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»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

VEGGIE FOR KIDS

Artikelnummer: 053

Die Rezepte für das Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«- sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund!

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Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund?

Die gesundheitlichen Auswirkungen von vegetarischer und veganer Ernährung im Kindesalter sind immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass eine vollwertige pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund und bedarfsdeckend ist. Auch die bisher größte Studie dieser Art bestätigt nun: Pflanzliche Ernährung ist für Kinder und Jugendliche sicher und vorteilhaft. weiterlesen

Ernährung ohne Tierleid: Ein gesünderes Leben

Viele Menschen, die sich entscheiden, kein Fleisch mehr zu essen, tun dies aus ethischen Gründen: weil sie nicht möchten, dass Tiere für sie leiden und sterben müssen. Viele gehen den konsequenten Schritt weiter und lassen aus Liebe zu Kühen und Kälbchen Milch und Käse weg, essen aus Mitgefühl zu Hühnern keine Eier und leben rein pflanzlich. Und dann erfahren sie, dass eine vegane Ernährung ohne Tierleid auch die gesündeste ist!

Eigentlich würde uns dies schon der logische Menschenverstand sagen: Wie sollen Nahrungsmittel, die durch Leid und Tod entstehen, für uns gesund sein? In den letzten Jahren und Jahrzehnten sind tausende wissenschaftliche Studien veröffentlicht worden, die nachweisen: Eine Ernährung mit vollwertigen pflanzlichen Lebensmitteln ist gesund und versorgt uns auch mit allem, was wir brauchen. Diese Ernährungsweise beugt überdies zahlreichen Krankheiten vor, von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Krebs, Diabetes und Adipositas bis zu Demenz - und schützt damit vor vorzeitigem Tod. weiterlesen

Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis

Wir fangen gerade erst an, zu begreifen, dass das Gehirn von Tieren ähnlich komplex ist wie unser eigenes. Die Warnrufe von Präriehunden etwa sind nicht nur hektische Pfeiftöne, sie übermitteln damit differenzierte Nachrichten. Gorillas nutzen Zeichensprache, um vergangene Ereignisse zu schildern - wissen sie also, was heute, gestern und morgen ist? Nicht nur Primaten oder Elefanten, selbst kleinste Ameisen, denen man einen Farbtupfer auf dem Kopf angebracht hat, wollen diesen loswerden, sobald sie in einen Spiegel blicken - ein Beweis für ihr Ich-Bewusstsein, das Menschen erst ab dem zweiten Lebensjahr entwickeln. In ihrem Buch »Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis präsentiert Marianne Taylor 60 Tierarten, ihre bemerkenswerten kognitiven Fähigkeiten, ihre Gefühle und ihre ausgefeilte Kommunikation. weiter

Bayerischer Tierärztetag: Tierqual bei Milchkühen

Razzia auf Skandalhof in Bad Grönenbach. Pressemitteilung SOKO Tierschutz Kopie

Kühe, die nicht mehr laufen können, werden mit Treckern weggeschleift, Mitarbeiter treten ein liegendes Kalb:

Die aktuelle Undercover-Recherche von SOKO Tierschutz in Bayerns größtem Milchviehhof in Bad Grönenbach zeigt erneut massive Verstöße gegen den Tierschutz. · Bild: SOKO Tierschutz

Von Annemarie Botzki, Recherche und Kampagnen bei der Verbraucherschutzorganisation foodwatch e.V.

»Alle haben die Nase voll« - das ist der Satz, der mir vom bayerischen Tierärztetag in Kulmbach besonders im Ohr hängen bleibt. sitze mit 150 amtlichen und Amtstierärzt:innen in einem Konferenzraum. Normalerweise sind sie in detaillierte, fachliche Diskussionen vertieft. Aber diesmal ist die Stimmung anders. Angespannt. Frustriert. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Gestatten. Biber. Eine außergewöhnliche Freundschaft mit einer wildlebenden Biberfamilie

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Christian Kuschenreiter Aug’ in Aug’ mit einem Biber. Das freilebende Tier hat Vertrauen wie zu einem Familienmitglied.

Schwarze Knopfaugen, beeindruckende Schneidezähne, großer Paddelschwanz, Stupsnase und dichter Pelz: Biber sind entzückende Tiere, und obendrein schlau, empathisch, kommunikativ, verspielt - und eigentlich sehr scheu. Als Bettina und Christian Kutschenreiter im Jahr 2003 beim Fotografieren an einem Fluss in Oberbayern auf eine Biberfamilie treffen, ist das der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft, die bis heute anhält. Die Biber lassen die beiden Tierfreunde nach und nach an ihrem Leben teilhaben und suchen schließlich sogar bewusst ihre Nähe. Jetzt haben die beiden ein Buch über ihre Erlebnisse mit den Bibern geschrieben - mit vielen wunderschönen und sicher einzigartigen Fotos. weiter

Die Intelligenz der Hunde

Die internationale Forschung hat sich in den letzten Jahren zunehmend mit der Intelligenz von Hunden beschäftigt und dabei so manches bestätigt, was Hundefreundinnen und Hundefreunde längst wussten: Hunde denken viel komplexer als gedacht. Aber: Was genau ist Hundeintelligenz? Wie misst man sie? Haben wir dazu überhaupt die richtigen Werkzeuge und Vergleichsmaßstäbe? Sind »Menschenschläue« und »Hundeschläue« überhaupt vergleichbar? Und in welchen Bereichen haben Hunde andere oder viel mehr geistige Kompetenzen als wir? weiter

Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter