Faszinierende Flugkünstler: Fledermäuse

Flugaufnahme graue Langohrfledermaus

Flugaufnahme: Graue Langohrfledermaus.

Bild: Christian Kutschenreiter

Von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE

Fledermäuse sind intelligente und lernfähige Tiere, hochsozial und überaus faszinierend. Sie »sehen« mit den Ohren, denn sie orientieren sich mit Ultraschall. Mit 800 Herzschlägen pro Minute sausen sie im Dunkeln durch die Lüfte auf der Suche nach Insekten, die sie meist im Flug fangen. Dabei stoßen sie Ultraschallwellen aus, die als Echos zurückgeworfen werden. Die einzelnen Echos werden von ihrem Gehirn in die richtige Abfolge gebracht. So können Fledermäuse die Umgebung erfassen und somit orten, wie weit ein Baum oder ein Insekt entfernt ist und sogar mit welcher Geschwindigkeit und in welche Richtung es sich bewegt. Ultraschallrufe liegen weit über der menschlichen Hörfähigkeit. Fledermäuse kommunizieren mit einem differenzierten Lautrepertoire. Sie haben ein gutes Gedächtnis, können komplexe Entscheidungen treffen und sich über tausende Kilometer zurecht finden. Und wie bei uns Menschen geben erwachsene Fledermäuse ihr erlerntes Wissen und die Sprache an ihre Kinder weiter.

graue Langohfledermaus

Graue Langohrfledermaus.

Fledermäuse sind überaus nützliche Tiere und ökologisch von großer Bedeutung als Bestäuber, Samenausbreiter und Vertilger von Schadinsekten. So können Fledermäuse im Garten und in der Landwirtschaft Pflanzen vor Schädlingsbefall bewahren. Und: Wer Fledermäuse im Garten hat, wird weniger von Mücken gestochen. ·

Fledermauserwachen im Frühling

Mitte März bis Anfang April, wenn es langsam wärmer wird, erwachen die Fledermäuse aus ihrem Winterschlaf und machen sich auf den Weg in ihre Sommerquartiere, die hunderte Kilometer von ihren Winterquartieren entfernt sein können. Die Sommerquartiere der Fledermäuse befinden sich, je nach Fledermausart, in Baum- oder Felshöhlen, in Dachstühlen von Gebäuden, an der Außenfassade in kleinen Mauerritzen, in Ställen oder Tunneln.

Den Sommer verbringen weibliche und männliche Tiere in getrennten Quartieren. Die weiblichen Fledermäuse bilden »Wochenstuben«, in denen sie im Frühsommer ihre Kinder gebären und aufziehen. Eine Fledermausmutter bringt nur ein Kind im Jahr zur Welt, selten auch zwei. Bei kleinen Arten wiegen neugeborene Fledermausbabys weniger als ein Gramm. Sie werden etwa einen Monat von der Mutter gesäugt. Bis sie flügge sind, bleiben die Kleinen in den Wochenstuben. Wenn die Mütter nachts auf Beutefang fliegen, kehren sie mehrmals in der Nacht zurück, um ihre Kinder zu säugen und zu wärmen. Nach vier bis sechs Wochen werden die jungen Fledermäuse flügge und lernen von der Mutter das Insekten­fangen und alles, was sie zum Leben brauchen.

graue Langohrfledermaus jagend

Atemberaubende Aufnahme einer Grauen Langohrfledermaus bei ihrer nächtlichen Jagd nach Insekten.

Bild: Christian Kutschenreiter

Spannendes Lernen der Sprache

Forschungen zeigen, dass Fledermäuse genauso lernen wie wir Menschen. Die Sprache entwickelt sich wie bei unseren Kindern: Erst wird gebabbelt, dann nachgeahmt. Sie lernen, aus Einzelsilben verschiedene Lautäußerungen zusammenzusetzen, mit denen sie kommunizieren. Dabei ist die Reihenfolge der Silben wichtig, um Sinn zu ergeben. Komplexe Lautäußerungen müssen erlernt werden.

Am Tag schlafen die Fledermäuse. Bei Schlechtwetterperioden bleiben sie in diesem Tagesschlaf, ähnlich wie beim Winterschlaf, wobei die Körperfunktionen aber nicht so stark abfallen. Nach einigen Tagen brauchen sie wieder Nahrung.

Weißrandfledermaus

Eine Weißrandfledermaus ortet die Umgebung durch Ultraschall-Rufe, die als Echos zurückgeworfen werden.

Bild: Christian Kutschenreiter

Das Winterhalbjahr wird verschlafen

Im September und Oktober futtern sich die Fledermäuse in sehr kurzer Zeit 20 bis 30 Prozent an Gewicht und einen großen Fettvorrat an, um den langen Winterschlaf zu überstehen. Sie verlassen ihre Sommerquartiere und machen sich auf den oft langen Flug zurück in die Winterquartiere. Ab Mitte September und oft während des Zuges in die Winterquartiere paaren sich die Fledermäuse. Die männlichen Fledermäuse locken mit ihren Balzrufen die Fledermausdamen in Baumhöhlen, die sogenannten Balzquartiere, um sich zu paaren. Die Befruchtung und Entwicklung der Embryonen erfolgt aber erst nach fünf bis sechs Monaten Winterschlaf im nächsten Frühjahr.

Die Winterquartiere bewohnen weibliche und männliche Fledermäuse gemeinsam. Um den Wärmeverlust so gering wie möglich zu halten, kuscheln sich viele eng aneinander.

Während des Winterschlafs senkt sich die Körpertemperatur auf fünf bis drei Grad Celsius herab. Dafür verlangsamen die Fledermäuse ihren Herzschlag und Atmung bis um das 40-fache. Fällt die Körpertemperatur unter drei Grad, heizen sie durch Verbrennung von Fettreserven nach.

graue Langohrfledermaus  klettert aus Baumhöhle

Eine Graue Langohrfledermaus schaut aus einer Höhle in einem alten Baum.

Bild: Christian Kutschenreiter

Fledermäuse sind bedroht

In Deutschland leben 25 Fledermausarten, die gefährdet und darum alle streng geschützt sind. Fledermäuse können bis zu 38 Jahre und noch älter werden. Doch die meisten sterben früher: durch Verlust ihrer Lebensräume, Vergiftung durch Pestizide, Nahrungsmangel durch das Insektensterben, durch den Verkehr oder Windräder. So werden Fledermäuse im Schnitt nur fünf bis sechs Jahre alt.

Zur Hauptbedrohung unserer heimischen Fledermäuse zählen Umweltgifte, vor allem Pestizide aus der industriellen Landwirtschaft. Durch die Vernichtung der Lebensräume von Insekten und die Vergiftung mit Pestiziden verlieren Fledermäuse ihre Nahrungsgrundlage. Weil alte Bäume mit Baumhöhlen abgeholzt werden und Totholz ausgeräumt wird, weil strukturreiche Gebiete mit Hecken und Auen der industriellen Landwirtschaft oder der Versiegelung zum Opfer fallen und weil durch Sanierungen Quartiere und Nischen an Gebäuden verschlossen werden, gehen die Lebensräume der Fledermäuse verloren.

Zwergfledermaus

Eine Zwergfledermaus in ihrem Sommerquartier in einer Scheune.

Bild: Christian Kutschenreiter

Fledermaus gefunden: Was nun?

Von Christian Kutschenreiter

Wenn Sie eine verletzte, junge oder geschwächte Fledermaus gefunden haben, gilt es einiges zu beachten. Meist ist die Sache dringlich und Sie wissen nicht, an wen Sie sich wenden können. Versuchen Sie bitte nicht, die Fledermaus selber zu pflegen, hierzu ist sehr viel Erfahrung nötig und vermutlich wird dies nicht zum Wohl der Fledermaus sein. Übergeben Sie die Fledermaus schnellstmöglich einem Fledermausspezialisten! Erfahrungsgemäß ist der Versuch, einen Tierarzt oder ein Tierheim zu kontaktieren, verlorene Zeit, da die Annahme von »Wildtieren« verweigert wird.

1. Fledermäuse bitte nicht mit der bloßen Hand anfassen, sondern sehr vorsichtig mit einem übergeworfenen dünnen Geschirrtuch, das Sie langsam von außen zur Fledermaus hin zusammenschieben. Nehmen Sie die Fledermaus mit dem Tuch vorsichtig auf, denn die Tiere können empfindlich beißen und in Ausnahmefällen auch Krankheiten übertragen.

2. Setzen Sie die Fledermaus dann in eine Notfallbox, hierzu reicht ein Karton mit ein paar zuvor hineingestochenen Luftlöchern. Achten Sie darauf, dass kein Klebeband ein Festkleben der Fledermaus oder eine nach innen ragende Metallklammer eine Verletzung verursachen kann. Die Box muss gut verschlossen werden, denn Fledermäuse sind »Ausbrecherkönige«: Bereits kleine Spalten von 6-10 mm reichen ihnen, um sich hindurch zu zwängen.

3. Fledermäuse dehydrieren sehr schnell. Wenn Sie sich es zutrauen, bieten Sie mit einer Pipette oder einem kleinen Löffel Wasser an. Sie nehmen es meist dankbar an und trinken ein paar Tropfen. Mund und Nasenlöcher liegen sehr nahe beieinander, darum darf das Wasser nur von unten angeboten werden.

4. Kontaktieren Sie bitte umgehend einen Fledermausspezialisten!

Zweifarbfledermäuse

Zweifarbfledermäuse in ihrem Sommerquartier.

Sie sind typische Bewohner von Spalten an Gebäuden. Sie haben eine Flügelspannweite von etwa 30 Zentimetern. Über ihre Lebensweise ist wenig bekannt und sie sind nur mit sehr viel Glück zu beobachten. · Bild: Christian Kutschenreiter

Interview mit Fledermausspezialist Christian Kutschenreiter: »Jede Fledermaus hat eine eigene Persönlichkeit«

Wie wird man nebenberuflicher Fledermausspezialist? Und wie fotografiert man eigentlich die Flugakrobaten der Nacht? FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit Christian Kutschenreiter, von dem alle Fledermausfotografien auf dieser und den vorausgegangenen Seiten stammen. Gemeinsam mit seiner Frau Bettina setzt er sich in der Freizeit nach der Arbeit und am Wochenende für Fledermäuse, Biber und andere freilebende Tiere ein.

Kutschenreiter

Bettina Kutschenreiter und Christian Kutschenreiter, beide 1974 geboren, entdeckten 2002 die Naturfotografie für sich. Ihre Foto- und Filmarbeiten werden in Vorträgen gezeigt und in Zeitschriften, Magazinen, Büchern und im Fernsehen veröffentlicht.


Seit ihrer Begegnung mit einer frei lebenden Biberfamilie 2003 und der daraus entstandenen Freundschaft widmen sie sich besonders dem Thema Biber. Außerdem setzen sich die beiden aktiv für den Schutz von Fledermäusen ein und unterstützen die Fledermaus Nothilfe­station der Wildtierhilfe Amerang. Die Kutschenreiters leben im Voralpenland.


Internetseite: www.christian-kutschenreiter.de

»Nachdem wir unsere erste Fledermaus groß gezogen hatten, rutschten wir immer mehr in die Fledermauspflege hinein...«

FREIHEIT FÜR TIERE: Ihre Fotografien von Fledermäusen sind atemberaubend! Sie fotografieren nicht nur, Sie geben gemeinsam mit Ihrer Frau Bettina den Fledermäusen eine Stimme. Erzählen Sie uns: Wie kam es dazu? Was fasziniert Sie an den nächtlichen Flugkünstlern?


Christian Kutschenreiter:
Wir sind ganz zufällig in die Fledermauspflege »gerutscht«. Erst haben wir bei einem Fledermaus-Film etwas assistiert, dadurch entstanden Kontakte zu offiziellen Stellen und schon hatten wir den ersten Pflegling. Am Anfang waren es nur wenige und auch eher selten, aber es spricht sich schnell herum, wenn es wieder jemanden gibt, der sich um Findlinge kümmert - und so werden es immer mehr.

Fledermäuse sind extrem faszinierende, sensible, intelligente, »knuffige«, robuste aber auch verletzliche Tiere. Jede hat ihre eigene Persönlichkeit und Verhaltensweisen, es ist faszinierend so etwas erleben zu können. Sie können über 30 Jahre alt werden und bekommen, bis auf wenige Arten, nur ein Jungtier im Jahr.

FREIHEIT FÜR TIERE: Wie entstehen Ihre beeindruckenden Fotos von Fledermäusen? Fliegen Ihnen Fledermäuse mehr »zufällig« vor die Linse oder liegen Sie stundenlang draußen auf der Lauer, um das perfekte Motiv zu fotografieren?


Christian Kutschenreiter:
Fledermäuse zu fotografieren ist äußerst aufwändig bezüglich Zeit und Technik - und das erfordert auch viel Wissen über die Tiere. Natürlich ist das nur nachts möglich. Da sind schlaflose Nächte und viele Rückschläge natürlich vorprogrammiert.

»Fledermaus Willi kam zu uns, als er eine Woche alt war - er erkannte uns nach seiner Auswilderung wieder!«

FREIHEIT FÜR TIERE: Gibt es ein besonderes Erlebnis mit Fledermäusen, von dem Sie uns berichten möchten?


Christian Kutschenreiter: Unser Erlebnis mit dem »Willi«, einer grauen Langohrfledermaus. Willi kam zu uns, da war er eine knappe Woche alt, noch nackt und winzig. Wir haben ihn zusammen mit einer Mückenfledermaus, die ein paar Tage später zu uns kam, großgezogen. Er wurde von uns mit einem extra Fledermauskasten am Fundort wieder ausgewildert. Nach sechs Wochen wollten wir den Kasten wieder abholen. Willi nutzte den Kasten immer noch als Quartier, und als wir mit der Leiter hochstiegen und mit ihm redeten, kletterte er heraus, holte sich einen Mehlwurm und schlüpfte wieder rein. Es ist unglaublich, dass er uns nach dieser Zeit sofort wiedererkannte und auch das Vertrauen hatte, sofort zu uns rauszuklettern. Das war ein echter Gänsehaut-Moment - offensichtlich haben wir alles richtig gemacht und er hat sich in all den Wochen selbständig versorgt.


FREIHEIT FÜR TIERE: Leider sind Fledermäuse in Deutschland, wie viele andere Tierarten, bedroht. Was können wir tun, um Fledermäusen zu helfen?


Christian Kutschenreiter: Viele Gärten gleichen leider eher grünen Wüsten ohne jegliche Blühpflanzen. Mit ein wenig einheimischen Blühpflanzen, einer liebevoll vernachlässigten Ecke des Gartens oder auch blühenden Balkons würden sich wieder viel mehr Insekten und heimische Tierarten einfinden.

Das wäre auch für die Fledermäuse sehr wichtig, da diese bedauerlicherweise immer weniger Nahrung aufgrund des Insektensterbens finden. Wichtig wäre auch Fledermausquartiere zu erhalten und neue zu schaffen. Oft gehen leider Quartiere verloren, meist in Unkenntnis von seinen heimlichen »Untermietern«. Fledermäuse nutzen diese Quartiere über viele Jahre und Jahrzehnte, daher stellt ein Quartierverlust ein großes Problem für die Tiere dar. Dazu zählen natürlich auch Baumquartiere. Vor entsprechenden Eingriffen sollte ein Spezialist zur Begutachtung hinzugezogen werden.

Es werden im Sommer oft sogenannte »Bat Nights« angeboten, das ist eine tolle Gelegenheit, die faszinierenden Tiere wirklich näher kennenzulernen!

FREIHEIT FÜR TIERE 3/2026

Freiheit für Tiere 3/2026

Artikelnummer: 3-2026

Tiernachrichten: Verletzter Kormoran klopft an Notaufnahme in Bremen • Amsterdam verbietet Werbung für Fleisch • Plakate in Londoner U-Bahnen: Gaskammern für Schweine nicht »human« • Niedersachsen: Klage wegen CO2-Betäubung von Schweinen • Größter Legehennen-Schlachthof Bayerns: Mehrere Mitarbeiter wegen Tierquälerei verurteilt • Neues Tierschutzrecht in Italien: Tiere sind keine »Sachen« - Härtere Strafen für Tierquälerei • Verstoß gegen das Schweizer Tierschutzgesetz: Größte Lachsfabrik in der Schweiz geplant • Studie: EU gibt 23% des Gesamthaushalts als Subventionen für Fleisch und Milch aus • Rheinland-Pfalz: Grundstück in Winzeln ab sofort jagdfrei • Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere • Kulturlandschaft: Die Logik hinter dem Artenverlust - Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs • Symbiosen: Pflanzen und Tiere im Garten • Nachhaltigkeit: Vegane Ernährung im Sport • TAMU: Das vegane Afrika-Kochbuch

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FREIHEIT FÜR TIERE 2/2026

Freiheit für Tiere 2/2026

Artikelnummer: 2-2026

Tiernachrichten: Schutzgebiet für ehemalige Show-Delfine in Süditalien entsteht • Verhaltenforschung: Werkzeuggebrauch bei Kühen - wie Primaten • Hobbyjagd: Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe • Stoppt die Jagd auf Vögel! • Tierportrait: Deutschlands Wilde Wölfe • Mit Tieren leben: ERST das Buch, dann der HUND: Ratgeber VOR dem Hundekauf • 101 Empfehlungen von internationalen Wissenschaftlern: Vegane Ernährung als Schlüssel gegen zunehmende Gesundheitskrisen • Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund? • Ernährung ohne Tierleid: Tipps für ein langes, gesundes und tierfreundliches Leben • Forschungstrend »Longevity«: Mit Pflanzenkraft gesunde Lebensjahre gewinnen - mit Rezepten • Lifestyle: »VEGAN & Delicious« von Bianca Zapatka - Tierfreundliche Rezepte

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FREHEIT FÜR TIERE 1/2026

Freiheit für Tiere 1/2026

Artikelnummer: 1/2026

Tierschutz aktiv: Delfinarien: Schluss mit Delfinen in Gefangenschaft! • Historisches Urteil in Spanien: Massive Umweltverschmutzung durch Massentierhaltungverstößt gegen Menschenrechte • Bayerns größter Milchviehbetrieb: Tierhaltungsverbot wegen schwerer Tierquälerei • Gesetz ab 2026 in Österreich: Heimtierhaltung mit Sachkundenachweis • Neues Gesetz zur Heimtierhaltung: Interview Prof. Rudolf Winkelmayer, Veterinär und Tierethiker • Ethik und Religion: Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche • Tierportrait: »Hase und ich« - Ergreifende Rettung und Aufzucht eines Feldhasenbabys • Studie: Schon eine Scheibe Wurst am Tag erhöht das Risiko für chronische Krankheiten • Studie: Pflanzliche Ernährung reduziert Krebsrisiko deutlich • Italienische Küche vegan: Kochen alla Nonna • Rezept: Cavatelli agli spinaci • Rezept: Pasta al forno • Rezept: Tiramisu • DVD-Tipp: »Gottes Gäste« - Jetzt drei Tiergemärchen von Manfred Kyber auf DVD

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Neuauflage: FREIHEIT FÜR TIERE - Fakten gegen die Jagd

FREIHEIT FÜR TIERE: Fakten gegen die Jagd (völlig überarbeitete und auf 60 S. erweiterte Neuauflage)

Artikelnummer: 522

Fakten und Argumente gegen das blutige Hobby der Waidmänner und Waidfrauen: Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger immer mehr: Immer weniger Spaziergänger, Hundehalter, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Hobbyjägern angepöbelt oder sogar bedroht werden. Immer mehr Menschen protestieren gegen die Ballerei in Naherholungsgebieten. Und Berichte, dass Jäger aus Versehen Liebespaare im Maisfeld oder Ponys auf der Weide erschießen, können einem draußen in der Natur durchaus Angst machen. Warum Jäger Jagd auf Hasen machen, obwohl sie auf der »Roten Liste« bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden. Zudem haben 99,6 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen. Da stellt sich die Frage: Warum jagen Jäger wirklich?

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Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere

Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE

Tiere folgen nur ihren Instinkten und können höchstens ein paar angelernte Arbeitsschritte ausführen? Weit gefehlt! Sie können so viel mehr, als wir geahnt haben! Von Bergpapageien, die verschlossene Rucksäcke und Taschen öffnen, bis zu Kakadus, die mehrstufige Werkzeuge herstellen: Die Kognitionsbiologin Prof. Dr. Alice Auersperg nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise über die erstaunliche Kreativität, den verblüffenden Einfallsreichtum und Erfindergeist von Tieren - und sie zeigt, wie nah uns Tiere wirklich sind! weiter

Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust. Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs

In seinem Buch »Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust« berichtet Guido Meyer, wie er erst als Spaziergänger und Mountainbiker, dann als Hundeführer und Fotograf immer tiefer in die Natur eintauchte und wildlebende Tiere wie Hirsche und Wölfe ganz nah erlebte. Und wie er dabei auf der anderen Seite immer öfter in Konfrontationen mit Jägern und sogar ernsthafte Bedrohungssituationen geriet, die ihn dazu brachten, intensiv über Jagd und Jäger zu recherchieren, über die dramatische Bedrohung der Arten und die Zerstörung von Lebensräumen, aber auch über das Ökosystem Wald, die wunderbare Kraft der Natur und die Symbiose von Natur und Tieren, an der auch wir Menschen teil haben können. Illustriert wird das Buch durch fantastische Fotografien, mit denen Guido Meyer seit Jahren auf seiner Plattform naturdigital.online begeistert. weiterlesen

Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe: Wie lange noch?

Im Februar 2026 hat ein 52-jähriger Hobbyjäger im Landkreis Bamberg seine 49-jährige Frau, seinen 14-jährigen Sohn, die 6-jährige Tochter und sich selbst erschossen.
Im Januar 2026 traf der Schuss eines Jägers einen 23-Jährigen in Nordrhein-Westfalen tödlich. In Niedersachsen verwechselte ein 77-jähriger Hobbyjäger eine Gruppe Spaziergänger mit Wildtieren - eine 58-jährige Frau wurde schwer verletzt. In der Steiermark wurde ein 42-jähriger Hobbyjäger aus Versehen tödlich in den Kopf getroffen - beim Verladen eines erschossenen Wildschweins ins Auto löste sich ein Schuss.
Im Dezember 2025
tötete ein Hobbyjäger in der Oberpfalz seinen Nachbarn zwei Stockwerke über sich mit einem gezielten Kopfschuss. Ein anderer Hobbyjäger schoss vom Hochsitz aus Versehen auf einen 20-Jährigen und verletzte ihn so schwer, dass er im Krankenhaus notoperiert werden musste.
Im November 2025
erschoss ein Hobbyjäger in Reutlingen vier Familienangehörige und sich selbst - mit einer Schusswaffe, die er als Jagdscheininhaber legal besaß. Spaziergänger wurden von Jagdmunition getroffen, das Projektil eines Jägers durchschlug die Jalousie der Küchentür eines Hauses und ein Jagdschein­inhaber aus Crailsheim kündigte an, die »größtmögliche Anzahl an Ausländern« umbringen zu wollen. weiterlesen

Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche

»Wenn jemand Fleischspeisen, die Gott den Menschen zum Genuss gegeben hat, für unrein hält und ... auf sie verzichtet ..., der sei mit dem Bannfluch belegt.«

Papst Johannes III., Synode von Braga, 561 n. Chr.


Diesen Bannfluch verkündete Papst Johannes III. im Jahr 561 nach Christus auf der Synode von Braga in Portugal. Ein Bannfluch hatte die »Vogelfreiheit« zur Folge: Der Gebannte verlor als Ausgeschlossener aus der Gesellschaft alle Rechte.


Ganz in diesem Geiste wurden im Jahre 1051 durch die Bischofsversammlung in Goslar »Ketzer«, die ausschließlich von Pflanzennahrung lebten, zum Tode verurteilt, weil sie sich geweigert hatten, Hühner zu töten. Das Töten von Hühnern wurde zum »Test«, um Ketzer zu erkennen!
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DVD-Tipp: Jesus und die Tiere

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Jesus treibt die Tierhändler aus dem Tempel.

Jesus von Nazareth wurde im Stall mitten unter den Tieren geboren. Gab Gott damit den Menschen nicht ein Symbol, dass Sein Sohn nicht in einem Palast, sondern bei Schafen, Rindern, Eseln und Katzen zur Welt kam?

Zu Zeiten des Jesus von Nazareth wurden Lämmer und Tauben im Tempel für die Sünden der Menschen geopfert. Jesus trat gegen diesen blutigen Kult ein. Bekannt ist die Szene, wie Jesus nach seinem Einzug in Jerusalem die Tierhändler aus dem Tempel hinaustrieb und die Tiere freiließ. Und er rief: »Steht nicht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker? Ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht!« (Markus 11,17)

Über die Tierliebe des Jesus von Nazareth ist in der Bibel kaum etwas zu finden. Doch aus der frühchristlichen Geschichtsschreibung wird deutlich, dass Jesus kein Fleisch gegessen hat und sich für die Tiere einsetzte... weiterlesen

DVD: Jesus und die Tiere

Artikelnummer: 318

Vergleicht man die Bibel mit apokryphen Schriften, dann ist gut zu erkennen, dass die Kernaussagen oft die Gleichen sind, aber die Tierliebe Jesu, gänzlich fehlt. In dieser DVD werden viele Begebenheiten, bei denen Jesus über die Tiere sprach, wiedergegeben.

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»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

VEGGIE FOR KIDS

Artikelnummer: 053

Die Rezepte für das Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«- sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund!

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Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund?

Die gesundheitlichen Auswirkungen von vegetarischer und veganer Ernährung im Kindesalter sind immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass eine vollwertige pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund und bedarfsdeckend ist. Auch die bisher größte Studie dieser Art bestätigt nun: Pflanzliche Ernährung ist für Kinder und Jugendliche sicher und vorteilhaft. weiterlesen

Ernährung ohne Tierleid: Ein gesünderes Leben

Viele Menschen, die sich entscheiden, kein Fleisch mehr zu essen, tun dies aus ethischen Gründen: weil sie nicht möchten, dass Tiere für sie leiden und sterben müssen. Viele gehen den konsequenten Schritt weiter und lassen aus Liebe zu Kühen und Kälbchen Milch und Käse weg, essen aus Mitgefühl zu Hühnern keine Eier und leben rein pflanzlich. Und dann erfahren sie, dass eine vegane Ernährung ohne Tierleid auch die gesündeste ist!

Eigentlich würde uns dies schon der logische Menschenverstand sagen: Wie sollen Nahrungsmittel, die durch Leid und Tod entstehen, für uns gesund sein? In den letzten Jahren und Jahrzehnten sind tausende wissenschaftliche Studien veröffentlicht worden, die nachweisen: Eine Ernährung mit vollwertigen pflanzlichen Lebensmitteln ist gesund und versorgt uns auch mit allem, was wir brauchen. Diese Ernährungsweise beugt überdies zahlreichen Krankheiten vor, von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Krebs, Diabetes und Adipositas bis zu Demenz - und schützt damit vor vorzeitigem Tod. weiterlesen

Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis

Wir fangen gerade erst an, zu begreifen, dass das Gehirn von Tieren ähnlich komplex ist wie unser eigenes. Die Warnrufe von Präriehunden etwa sind nicht nur hektische Pfeiftöne, sie übermitteln damit differenzierte Nachrichten. Gorillas nutzen Zeichensprache, um vergangene Ereignisse zu schildern - wissen sie also, was heute, gestern und morgen ist? Nicht nur Primaten oder Elefanten, selbst kleinste Ameisen, denen man einen Farbtupfer auf dem Kopf angebracht hat, wollen diesen loswerden, sobald sie in einen Spiegel blicken - ein Beweis für ihr Ich-Bewusstsein, das Menschen erst ab dem zweiten Lebensjahr entwickeln. In ihrem Buch »Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis präsentiert Marianne Taylor 60 Tierarten, ihre bemerkenswerten kognitiven Fähigkeiten, ihre Gefühle und ihre ausgefeilte Kommunikation. weiter

Bayerischer Tierärztetag: Tierqual bei Milchkühen

Razzia auf Skandalhof in Bad Grönenbach. Pressemitteilung SOKO Tierschutz Kopie

Kühe, die nicht mehr laufen können, werden mit Treckern weggeschleift, Mitarbeiter treten ein liegendes Kalb:

Die aktuelle Undercover-Recherche von SOKO Tierschutz in Bayerns größtem Milchviehhof in Bad Grönenbach zeigt erneut massive Verstöße gegen den Tierschutz. · Bild: SOKO Tierschutz

Von Annemarie Botzki, Recherche und Kampagnen bei der Verbraucherschutzorganisation foodwatch e.V.

»Alle haben die Nase voll« - das ist der Satz, der mir vom bayerischen Tierärztetag in Kulmbach besonders im Ohr hängen bleibt. sitze mit 150 amtlichen und Amtstierärzt:innen in einem Konferenzraum. Normalerweise sind sie in detaillierte, fachliche Diskussionen vertieft. Aber diesmal ist die Stimmung anders. Angespannt. Frustriert. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Gestatten. Biber. Eine außergewöhnliche Freundschaft mit einer wildlebenden Biberfamilie

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Christian Kuschenreiter Aug’ in Aug’ mit einem Biber. Das freilebende Tier hat Vertrauen wie zu einem Familienmitglied.

Schwarze Knopfaugen, beeindruckende Schneidezähne, großer Paddelschwanz, Stupsnase und dichter Pelz: Biber sind entzückende Tiere, und obendrein schlau, empathisch, kommunikativ, verspielt - und eigentlich sehr scheu. Als Bettina und Christian Kutschenreiter im Jahr 2003 beim Fotografieren an einem Fluss in Oberbayern auf eine Biberfamilie treffen, ist das der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft, die bis heute anhält. Die Biber lassen die beiden Tierfreunde nach und nach an ihrem Leben teilhaben und suchen schließlich sogar bewusst ihre Nähe. Jetzt haben die beiden ein Buch über ihre Erlebnisse mit den Bibern geschrieben - mit vielen wunderschönen und sicher einzigartigen Fotos. weiter

Die Intelligenz der Hunde

Die internationale Forschung hat sich in den letzten Jahren zunehmend mit der Intelligenz von Hunden beschäftigt und dabei so manches bestätigt, was Hundefreundinnen und Hundefreunde längst wussten: Hunde denken viel komplexer als gedacht. Aber: Was genau ist Hundeintelligenz? Wie misst man sie? Haben wir dazu überhaupt die richtigen Werkzeuge und Vergleichsmaßstäbe? Sind »Menschenschläue« und »Hundeschläue« überhaupt vergleichbar? Und in welchen Bereichen haben Hunde andere oder viel mehr geistige Kompetenzen als wir? weiter

Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter