Gesetz ab 2026 in Österreich: Heimtierhaltung mit Sachkundenachweis

Von Milena C. Lange

In Österreich wurde ein neues Gesetz verabschiedet, das ab 1. Juni 2026 die Heimtierhaltung deutlich strenger kontrolliert. Ein Vergleich mit Deutschland.

Ab dem 1. Juni 2026 benötigt man in Österreich einen Sachkundenachweis, wenn man Hunde und exotische Tiere wie Amphibien, Reptilien und Papageienvögel neu halten möchte. Dieser Nachweis wird ausgestellt, wenn ein Kurs von mindestens vier Unterrichtseinheiten absolviert wurde. Bei der Haltung von Hunden ist zusätzlich eine Praxiseinheit von zwei Stunden vorgeschrieben. Dies soll den zukünftigen Tierhaltern helfen, die Auswirkungen der Tierhaltung auf das eigene Leben besser einschätzen zu können, bevor sie sich ein Tier anschaffen. Für Katzen und einige Vögel wie Wellensittiche, Nymphensittiche, Plattschweifsittiche und Unzertrennliche (eine kleine Papageienart) ist kein Sachkunde­nachweis vorgeschrieben.

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Viele Reptilien stammen aus Qual-Zuchten.

Bild: PETA

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»Vogelproduktion« für den Kleintierhandel.

Bild: PETA

Vogel © A.Zieba Shutterstock

Vögel in Käfigen leiden körperliche und psychische Qualen.

Sie zeigen stereotype Verhaltensweisen, beißen in die Gitter­stäbe ihrer Käfige, zittern oder reißen sich die Federn aus. · Bild: A.Zieba Shutterstock.com

Züchterinnen und Züchter von Hunden und Katzen brauchen ab jetzt eine Bewilligung, wenn pro Jahr mehr als zwei Würfe Hundewelpen oder drei Würfe Katzenwelpen abgegeben werden. Ab 1. Juni 2026 macht sich auch strafbar, wer Tiere vor dem artspezifischen Absetzalter vom Muttertier trennt, erwirbt oder durch einen anderen erwerben lässt; dies gilt auch dann, wenn der Erwerb im Ausland erfolgt. Diese Bestimmung zielt darauf ab, den illegalen Handel mit Hunde­welpen zu erschweren.

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Das Geschäft mit Hundewelpen aus tierquälerischen Zuchten zum Beispiel in Osteuropa boomt.

Bild: PETA

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Auf Internetplattformen werben kriminelle Händler mit Bildern niedlicher Tierbabys, die angeblich aus guten Verhältnissen stammen.

Bild: PETA

Hunde Tierheim © Roman Samokhin Shutterstock.com

Wer einen Hund zu sich nimmt, sollte sich sicher sein, dass dies auf lange Sicht zum eigenen Lebenstil passt. Leider werden immer noch viele Hunde ausgesetzt und landen im Tierheim.

Bild: Roman Samokhin - Shutterstock.com

Für sogenannte Nutztiere wie Schweine, Rinder, Schafe, Ziegen und Hühner ist hingegen kein Sachkundenachweis vorgeschrieben. Politikerinnen und Politiker der Opposition äußerten sich daher teils sehr kritisch und bemängelten auch die Beschränkung des Gesetzes auf Heimtiere. Vor allem hätten sie sich eine Lösung in der Frage des Verbots von Vollspaltenböden in der Schweinehaltung erwartet - schließlich hatte der Österreichische Verfassungsgerichtshof die lange Übergangsfrist bis 2040 als nicht gerechtfertigt eingestuft. Ebenso hatte die Opposition ein Verbot der dauernden Anbindehaltung von Rindern gefordert. Nicht umgesetzt worden seien zudem zahlreiche Forderungen des Tierschutzvolksbegehrens sowie dringend notwendige Verbesserungen beim Tiertransport. (1,2)

Situation in Deutschland im Vergleich

Anders als in Österreich wird in Deutschland nur für Hunde ein Sachkundenachweis verlangt. Dabei gelten je Bundesland unterschiedliche Regelungen.

· In den meisten Bundesländern muss nur dann ein Sachkunde­nachweis erbracht werden, wenn es sich um einen »Listenhund« handelt, also Hunde bestimmter Rassen oder Kreuzungen, die von den Behörden als potenziell gefährlich eingestuft werden, wie Pitbull-Terrier oder Rottweiler. In anderen Bundesländern wird nach Einzelfall beurteilt.

· In Nordrhein-Westfalen muss ein Sachkundenachweis erbracht werden, wenn der Hund über 20 kg wiegt oder die Widerristhöhe über 40 cm beträgt. (3)

· Niedersachsen geht da einen Schritt weiter - dort muss seit 2013 von allen neuen Hundebesitzern ein Sachkundenachweis erbracht werden - unabhängig von Gewicht und Größe des Hundes. (4,6)

· Baden-Württemberg möchte voraussichtlich 2026 diesem Beispiel folgen und den Sachkundenachweis verpflichtend für neu angemeldete Hunde verlangen. (5)

· Welche Kenntnisse und Fähigkeiten für den Sachkundenachweis nachgewiesen werden müssen, wird derzeit je Bundesland entschieden - meist ist es eine Kombination aus Theorie und Praxis. (8)

· Neben dem Sachkundenachweis gibt es in Deutschland noch den sogenannten Hundeführerschein. Dieser beinhaltet mehr Prüfungskriterien und ist somit umfangreicher - allerdings zählt dieser zu den freiwilligen Prüfungen für Hundehalter und kann in manchen Fällen als Sachkundenachweis übertragen werden. (6)

Österreich ist bei der Haustierhaltung einen Schritt weiter

In Sachen Heimtierhaltung hat Österreich einen einheitlichen und wichtigen Schritt getan: landesweit wird ein Sachkundenachweis für die Haltung von Hunden und bestimmten exotischen Tieren erforderlich. In Deutschland hingegen gibt es kein einheitliches Konzept. Jedes Bundesland hat seine eigenen Regelungen im Bezug auf den Sachkundenachweis, der zudem ausschließlich für die Hundehaltung gilt. (2)

Oft wissen Haustierhalter nicht, was ein Tier an Verantwortung mit sich bringt, und können das Tier nicht angemessen versorgen. Besonders bei Exoten, wie Amphibien und Reptilien, ist dies problematisch, da diese spezifische Anforderungen an Licht, Temperatur und Ernährung haben. Dies sollte man vor der Anschaffung wissen - eine fehlerhafte Haltung kann schnell zum Tod des Tieres führen. (7)

Vor diesem Hintergrund wäre ein einheitliches Konzept für die gesamte Heimtierhaltung wünschenswert.

Quellen:

1 Parlament Österreich: Verschärfung des Qualzuchtverbots bei Heimtieren und Sachkundenachweise bei Haltung von Hunden und exotischen Tieren. Parlamentskorrespondenz Nr. 724 vom 26.06.2024. www.parlament.gv.at/aktuelles/pk/jahr_2024/pk0724

2 Österreichisches Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz: FAQs zur Novelle des Tierschutzgesetzes. www.verbrauchergesundheit.gv.at/tiere/faq/FAQtierschutzgesetz.html

3 Nachweis der Sachkunde von Hundehalterinnen bzw. Hundehaltern gemäß § 11 Absatz 3 Hundegesetz für das Land Nordrhein-Westfalen. www.tieraerztekammer-nordrhein.de/tierhalter/sachkundebescheinigung-lhundg/

4 Sachkundenachweis für Hunde: Alles zu Pflicht, Test und Kosten. Fressnapf, 11.3.2025. www.fressnapf.de/magazin/hund/erziehung/sachkundenachweis

5 Für welche Hunderassen brauchen Halter einen Sachkundenachweis? agrar heute, 2.5.2025. www.agrarheute.com/land-leben/fuer-welche-hunderassen-brauchen-halter-sachkundenachweis-634145

6 Hundeführerschein und Sachkundenachweis für Hunde. Allianz Versicherung. www.allianz.de/recht-und-eigentum/hundehaftpflichtversicherung/hundefuehrerschein-sachkundenachweis/#unterschied

7 PETA: Reptilien und Exoten.
www.peta.de/kategorie/tierische-mitbewohner/exoten/
www.peta.de/themen/terraristik/

8 Tierschutzvolksbegehren 2021 in Österreich. www.bmi.gv.at/411/Volksbegehren_der_XX_Gesetzgebungsperiode/TIERSCHUTZVOLKSBEGEHREN/start.aspx

Neues Gesetz zur Heimtierhaltung: Interview Prof. Rudolf Winkelmayer, Veterinär und Tierethiker

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Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war bis zu seiner Pensionierung praktischer Tierarzt, Amtstierarzt, Lebensmittelwissenschaftler.
Er war im Landesjagdverband aktiv und hielt Vorträge über Wildbret-Hygiene. Als Tierarzt und Jäger schrieb er zahlreiche Bücher und Fachartikel über Jagdethik, Wildbret-Hygiene und Tierethik.
2008 konnte er das Töten von Tieren nicht mehr mit seinem Gewissen vereinbaren und verkaufte alle 16 Jagdgewehre. Er hörte nicht nur mit dem Töten von Wildtieren auf, sondern auch mit dem Fleisch essen. Seit einigen Jahren ernährt er sich vegan.
Prof. Winkelmayer sieht sich heute vor allem als Vordenker in Sachen Tierschutz, Tierethik und Jagdethik. Als Fachmann wird er regelmäßig in TV-Sendungen des ORF zum Thema Tierschutz und Tierethik eingeladen sowie als Sprecher auf Fachtagungen und Kongressen.

FREIHEIT FÜR TIERE: Im Regierungsprogramm bekannte sich die aktuelle österreichische Regierung zu den Inhalten des Tierschutz-Volksbegehrens aus dem Jahr 2021. Wie wird die neu eingeführte Regelung die Heimtierhaltung in Österreich verbessern oder verändern? Wie stehen Sie dazu?


Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer: Ja, in einigen Bereichen wie zum Beispiel der Qualzucht, wo die Installierung der Qualzucht­kommission ein wirklicher Fortschritt ist, oder bezüglich des Sachkundenachweises wird es hoffentlich deutliche Verbesserungen geben. Wie so oft hängt es aber nicht zuletzt davon ab, wie konsequent dann der Vollzug ist. Und bezüglich Qualzucht bleibt abzuwarten, was die noch ausstehende Verordnung bringt. Und natürlich hätte sich jeder Tierschützer einen noch weiter reichenden Schutz für Tiere gewünscht.


FREIHEIT FÜR TIERE: Gibt es an der neuen Gesetzesnovelle Ihrer Meinung nach Verbesserungs­bedarf?


Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer: Ja, natürlich, Verbesserungsbedarf gibt es immer. Ins Auge springt dabei sofort die unverständliche Einschränkung, dass das Verbot, Tiere mit Qualzuchtsymptomen oder äußerlich erkennbaren Qualzuchtmerkmalen zu importieren, zu erwerben, zu vermitteln oder weiterzugeben, nicht für landwirtschaftliche Nutztiere gilt, obwohl bezüglich Geltungsbereich im österreichischen Tierschutzgesetz in § 3.(1) steht, dass dieses Bundesgesetz für alle Tiere gilt. Daher sollte es den Sachkundenachweis für die Haltung von allen empfindungsfähigen Tieren geben, auf die sich das Tierschutzgesetz bezieht.


FREIHEIT FÜR TIERE: Warum gibt es für Katzen keinen Bedarf eines Sachkundenachweises - was meinen Sie?


Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer: Das versteht wirklich niemand von all den einschlägigen Experten, mit denen ich darüber gesprochen habe. Natürlich geht von Katzen weniger Gefahr für Menschen aus als von Hunden, aber Katzen sind und bleiben auch als domestizierte Tiere ausgeprägte Prädatoren, das heißt, sie töten als Freigänger alle möglichen kleinen Wirbeltiere, selbst dann, wenn sie gut genährt sind. Da wäre es die Aufgabe des sachkundigen Tierbesitzers, dies tunlichst zu vermeiden. Darüber hinaus ist es auch für eine tierschutzgerechte Katzenhaltung unabdingbar, möglichst viel über die Biologie und Ethologie der Katzen zu wissen.


FREIHEIT FÜR TIERE: Warum wurde für die Haltung von Haus­tieren wie Schweinen und Rindern - sogenannter Nutztiere - kein Sachkundenachweis vorgeschrieben? Wie beurteilen Sie dies als Tierarzt und ehemaliger Amtstierarzt?



Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer: Das finde ich nicht richtig, vor allem hinsichtlich gleicher, transparenter Vorgangsweise und gleicher Behandlung empfindungsfähiger Tiere. Es gibt zwar in der 1. Tierhaltungsverordnung (BGBl. II Nr. 485/2004) im § 1 den Hinweis auf den Nachweis der Sachkunde von Betreuungspersonen und sonstigen sachkundigen Personen, die zulässige Eingriffe vornehmen dürfen, aber das wäre dennoch besser im Tierschutzgesetz mittels Sachkunde­nachweis einheitlich geregelt.


FREIHEIT FÜR TIERE: Kann sich Deutschland (oder auch andere Länder) an dem neuen Gesetz für Heimtierhaltung mit Sachkundenachweis ein Beispiel nehmen?


Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer: Grundsätzlich ja, aber all die oben genannten Mängel sollten dabei von vorne herein vermieden werden.


FREIHEIT FÜR TIERE: Was möchten Sie den Leserinnen und Lesern von FREIHEIT FÜR TIERE noch sagen?


Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer: Mir ist es wichtig zu betonen, dass jedes Leben ein sehr wertvolles, kostbares Gut ist und wir sollten uns immer wieder vor Augen halten, dass empfindungsfähige Tiere Mitlebewesen auf diesem Planeten sind und keine Untertanen oder Sklaven, zu denen wir sie zwischenzeitlich gemacht haben.

Tiere sind nicht zu unserem Gebrauch auf der Welt, sondern haben ihren eigenen Wert, ihr eigenes Interesse zu leben und sollten von uns auf Augenhöhe betrachtet werden - und zwar alle Tiere: Lieblingstiere genauso wie die landwirtschaftlich genutzten Tiere oder die Wildtiere. Das sind alles Kategorien, die wir geschaffen haben, die aber nicht naturgegeben sind.

Helfen wir bitte alle zusammen, um Tieren den Stellenwert zu geben, den sie verdienen und denen wir ihnen schulden!

Was sind eigentlich Qualzuchten?

Qualzuchten sind ein schwerwiegendes Tierschutzproblem: Die Tiere werden gezielt so gezüchtet, dass sie bestimmte Merkmale aufweisen, die jedoch mit erheblichen gesundheitlichen Problemen verbunden sind.

Qualzuchten gibt es bei vielen Haustieren: bei Hunden, Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen, Fischen und Vögeln.

Hund Qualzucht Bild Augustus Binu CC BY-SA 3.0

Bild: Augustus Binu CC BY-SA 3.0

Bekannte Beispiele bei Hunden sind Möpse, Bulldoggen oder Boxer: Die angezüchtete Kurzköpfigkeit verursacht Leiden wie Atemnot, Ohren- und Augen­entzündungen. Viele Halter finden ihr Schnarchen aufgrund von Atemproblemen sogar niedlich oder deuten das Röcheln beim Laufen als normal.

Nacktkatze Bild Peter Mollard

Bild: Peter Mollard

Bei Katzen sind Nacktkatzen (Bild) Qualzuchten, ebenso die Rasse Scottish Folds (Schottische Faltohrkatzen), die aufgrund ihres Gendefekts ihr Leben lang unter Gelenkbeschwerden leiden. Ihre Aktivität wird wegen Schmerzen stark eingeschränkt.

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Bild: PETA

Bei Reptilien gibt es Qualzuchten mit einer veränderten Färbung, Größe und Beschuppung (»Morphenzuchten«). Zum Beispiel hat die Silkback-Bartagame (Bild links auf einer Reptilienbörse) eine angezüchtete Schuppen­losigkeit.

Auch in der landwirtschaftlichen Tierhaltung sind Qualzuchten weit verbreitet: Hier werden Tiere so gezüchtet, dass sie schneller wachsen, mehr Fleisch ansetzen, immer mehr Milch geben oder immer mehr Eier legen.

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Bild: PETA

Hühner in der Eierindustrie leiden durch eine unnatürlich hohe Eierproduktion an Entzündungen des Legedarms und der Kloake sowie unter Knochen­brüchen, da die hohe Legeleistung und der damit verbundene Kalzium­entzug die Knochen porös und instabil machen.

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Bild: PETA

Hühner sowie Puten und Truthähne, die für eine hohe Fleischproduktion gezüchtet werden, leiden oft unter Gelenkproblemen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

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Bild: PETA

Kühe in der Milchindustrie leiden durch die übermäßig hohe Milchproduktion an schmerzhaften Euterentzündungen und anderen gesundheitlichen Problemen, so dass sie im Schnitt im Alter von nur fünf Jahren im Schlachthof enden.

Wer Fleisch, Milch und Eier konsumiert, trägt zu dem durch Qualzuchten verursachten Leid der Tiere bei.

JETZT NEU: FREHEIT FÜR TIERE 1/2026

Freiheit für Tiere 1/2026

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FREIHEIT FÜR TIERE 4/2025

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Artikelnummer: 4-2025

Tiernachrichten: Pferde verfügen über ein »reiches Repertoire« an Gesichtsausdrücken • Katzen können menschliche Mitbewohner allein am Geruch erkennen • Stars für Tiere: Lewis Hamilton ernährt seinen Hund 100% pflanzlich • Interview mit Uwe Ochsenknecht: Tierquälerische »Tradition« - Blutiger Protest gegen Stierkampf • Folgen der Massentierhaltung: 70 % der Pandemien sind tierischen Ursprungs • Schlachthof-Skandal in Bayern: Das grausame Ende von Legehennen • Wegen quälerischer Tiermisshandlung: Amtsgericht Schweinfurt verurteilt Rinderhalter zu sieben Monaten Haft • Wildtier-Tourismus: Tierleid durch Unkenntnis? • Wissenschaft: Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis • Tierportrait: Im Reich der Bären • Förster Peter Wohlleben: Komm mit uns in den Wald! • Mutterliebe: Die ergreifende Tiergeschichte von Manfred Kyber jetzt als Film • Wissenschaft: Versteckte Milliardenkosten des Fleischkonsums • Tierfreundliche Rezepte: VEGAN Brot und Brötchen BACKEN

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Tiernachrichten: Mäuse leisten Erste Hilfe · Jäger töten Hirsch auf Grundstück von Star-Regisseur • Violinistin Anne-Sophie Mutter: »Ich esse schon lange kein Fleisch mehr« • Stierkampf auf Mallorca: Helfen Sie, die Tierquälerei zu beenden! • Recht: Forstwirt will Jagd auf seinen 12 Hektar im Brohltal verbieten • Wissenschaft: Ein Viertel der Süßwassertiere vom Aussterben bedroht • Steinzeitmenschen ernährten sich überwiegend pflanzlich • Pflanzliche Ernährung schützt vor Gehirnalterung und Demenz • Studie: Einfluss von Ernährung und Sport auf die Gesundheit • Pflanzenpower: Die optimale Basis für Gesundheit und sportliche Leistungsfähigkeit · Tierportrait: Fledermäuse - Faszinierende Flugkünstler • Tierportrait: Der Wolf · Lifestyle: »Schwedenzauber« - Vegane Backrezepte • Deutsche Küche: Vegan - mit Rezepten

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Tiernachrichten: Zugspitze goes Veggie! • Steigende Meerestemperaturen: 4 Millionen Trottellummen verschwunden • Wanderschäferei: Wanderung in den Tod •Studie: Vormenschen haben kein oder kaum Fleisch gegessen • Studie: Vegane Hundeernährung gesünder als Fütterung mit Fleisch • Studie: Kuhmilch kann Risiko für Herzerkrankungen erhöhen • Babys auf dem Ostertisch: Lasst die Osterlämmer leben! •Ethik: Ist Osterlamm christlich? Jesus kam auch für die Tiere • Natur ohne Jagd:Jagdverbot im italienischen Nationalpark Val Grande •Für öffentliche Grünanlagen und tierfreundliche Gärten: Bauanleitung für Wildtiertränken •Vögel in unserem Garten: Der Hausrotschwanz •Alfie und ich: Die unglaubliche Freundschaft zwischen einem Wissenschaftler und einer Eule • Prof. Dr. Andreas Michalsen: Ernährung - Meine Quintessenz • Der Vegan-Doc für alle Fälle • GANZ ENTSPANNT vegan: Das Jahreszeitenkochbuch • Gehobene vegane Küche: VEGAN FINE DINING

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Tierschutz aktiv: Skandal im Kuhstall - immer wieder werden katastrophale Zustände in Milchkuh-Ställen in Österreich aufgedeckt • Deutschland: Kühe in Ketten – noch weitere 10 Jahre? • Petition: Wissenschaft statt Tierversuche! • Umweltverschmutzung, Umweltzerstörung, Klimakatastrophe: Wie tierische Produkte unseren Planeten zerstören • Kollagen: Schlachtabfälle für schöne Haut? • Aktuelle Studie deckt auf: Fische noch bedrohter als bisher angenommen • Lebensräume: Gestatten. Biber - Unsere außergewöhnliche Freundschaft mit einer wildlebenden Biberfamilie • Wissenschaft: Die Intelligenz der Hunde • Vegane Ernährung für Hunde? • Lifestyle: Tierfreundlich backen

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Neuauflage: FREIHEIT FÜR TIERE - Fakten gegen die Jagd

FREIHEIT FÜR TIERE: Fakten gegen die Jagd (völlig überarbeitete und auf 60 S. erweiterte Neuauflage)

Artikelnummer: 522

Fakten und Argumente gegen das blutige Hobby der Waidmänner und Waidfrauen: Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger immer mehr: Immer weniger Spaziergänger, Hundehalter, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Hobbyjägern angepöbelt oder sogar bedroht werden. Immer mehr Menschen protestieren gegen die Ballerei in Naherholungsgebieten. Und Berichte, dass Jäger aus Versehen Liebespaare im Maisfeld oder Ponys auf der Weide erschießen, können einem draußen in der Natur durchaus Angst machen. Warum Jäger Jagd auf Hasen machen, obwohl sie auf der »Roten Liste« bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden. Zudem haben 99,6 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen. Da stellt sich die Frage: Warum jagen Jäger wirklich?

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Sonderpreis: Fakten gegen die Jagd (Ausgabe 2017, 24 Seiten)

Artikelnummer: 521

Die Natur braucht keine Jäger: Fakten gegen die Jagd - Warum jagen Jäger wirklich? Die Frage »Warum jagen wir?« beantwortet eine Jagdredakteurin wie folgt: »Einige beschreiben die Jagd als Kick, andere sprechen von großer innerer Zufriedenheit. Die Gefühle bei der Jagd sind ebenso subjektiv wie in der Liebe. Warum genießen wir sie nicht einfach, ohne sie ständig rechtfertigen zu wollen?« Rationale Gründe, mit denen Jäger rechtfertigen, dass die Jagd notwendig sei, sind offenbar nur Ausreden. Jedenfalls schreibt die Jägerin: »Der Tod, der mit dem Beutemachen verbunden ist, ist verpönt. Deswegen suchen die Jäger Begründungen in Begriffen wie Nachhaltigkeit, Hege und Naturschutz.«

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Mutterliebe - Die ergreifende Tiergeschichte von Manfred Kyber jetzt als Film

Manfred Kyber (1880-1933) war ein Schriftsteller und Tierschützer, der vor allem durch seine besonderen Tiergeschichten bekannt geworden ist. Aus zwei seiner Geschichten, »Stumme Bitten« und »Der Hase und der Tod« hat der Verlag Das Brennglas einen Zeichentrickfilm auf DVD produziert, der die »stumme Bitten« hörbar macht und den Tieren mit ergreifenden Bildern eine Stimme gibt. Nun ist der Film »Mutterliebe« online erschienen.


In einem Heukorb oben auf der Dachkammer lag eine Katzenmutter mit zwei Katzenkindern. Die Kinder waren erst vor wenigen Tagen zur Welt gekommen, und sie waren noch sehr hilflos - kleine Pfoten hatten sie, die immer ausrutschten, und unverhältnismäßig große Köpfe mit blinden Augen, die sich suchend im Bauchfell der Mutter vergruben. weiterlesen

DVD gibt den Tieren eine Stimme: Der Hase und der Tod – Stumme Bitten

Der Schnee lag kalt und weiß auf freiem Felde.

Ein Hase und seine Frau suchten Futter. Die Pfoten froren. Es war ein mühsamer Weg, und der Wind pfiff über die Fläche. Die Ausbeute war kümmerlich. Man musste erst den Schnee fortkratzen, um etwas Essen zu finden.

Die Pfoten wurden so leicht wund dabei. Man musste sie dazwischen immer wieder ablecken. Auch war die Frau des Hasen leidend. Ein Bein war ihr zerschossen worden. Sie humpelte hilflos und gebrechlich über den Schnee.

»Ach, diese schrecklichen Jagden!« seufzte die Häsin. »Töten ist doch kein Vergnügen! Sogar Wölfe reißen aus Hunger, nicht aus Lust am Töten.«

»Es sind eben keine Wölfe, sondern Menschen«, sagte der Hase.


Manfred Kyber (1880-1933) war ein deutscher Schriftsteller und Tierschützer, der vor allem durch seine besonderen Tiergeschichten bekannt geworden ist. Aus zwei seiner Geschichten hat der Verlag Das Brennglas einen ergreifenden Zeichentrickfilm auf DVD produziert.

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DVD: „Stumme Bitten“ · „Der Hase und der Tod“ als Zeichentrick-Filme

Artikelnummer: 321

»Die Welt ist voll von stummen Bitten, die nicht gehört werden. Es sind Menschen, die sie nicht hören. Es scheint unmöglich, diese stummen Bitten zu zählen. So viele sind es. Aber sie werden alle gezählt. Sie werden gebucht im Buche des Lebens.« (Manfred Kyber) Ein Zeichentrickfilm, der unter die Haut geht, die »stumme Bitten« hörbar macht und den Tieren mit ergreifenden Bildern eine Stimme gibt!

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DVD-Tipp: Jesus und die Tiere

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Jesus treibt die Tierhändler aus dem Tempel.

Jesus von Nazareth wurde im Stall mitten unter den Tieren geboren. Gab Gott damit den Menschen nicht ein Symbol, dass Sein Sohn nicht in einem Palast, sondern bei Schafen, Rindern, Eseln und Katzen zur Welt kam?

Zu Zeiten des Jesus von Nazareth wurden Lämmer und Tauben im Tempel für die Sünden der Menschen geopfert. Jesus trat gegen diesen blutigen Kult ein. Bekannt ist die Szene, wie Jesus nach seinem Einzug in Jerusalem die Tierhändler aus dem Tempel hinaustrieb und die Tiere freiließ. Und er rief: »Steht nicht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker? Ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht!« (Markus 11,17)

Über die Tierliebe des Jesus von Nazareth ist in der Bibel kaum etwas zu finden. Doch aus der frühchristlichen Geschichtsschreibung wird deutlich, dass Jesus kein Fleisch gegessen hat und sich für die Tiere einsetzte... weiterlesen

DVD: Jesus und die Tiere

Artikelnummer: 318

Vergleicht man die Bibel mit apokryphen Schriften, dann ist gut zu erkennen, dass die Kernaussagen oft die Gleichen sind, aber die Tierliebe Jesu, gänzlich fehlt. In dieser DVD werden viele Begebenheiten, bei denen Jesus über die Tiere sprach, wiedergegeben.

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»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

VEGGIE FOR KIDS

Artikelnummer: 053

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Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis

Wir fangen gerade erst an, zu begreifen, dass das Gehirn von Tieren ähnlich komplex ist wie unser eigenes. Die Warnrufe von Präriehunden etwa sind nicht nur hektische Pfeiftöne, sie übermitteln damit differenzierte Nachrichten. Gorillas nutzen Zeichensprache, um vergangene Ereignisse zu schildern - wissen sie also, was heute, gestern und morgen ist? Nicht nur Primaten oder Elefanten, selbst kleinste Ameisen, denen man einen Farbtupfer auf dem Kopf angebracht hat, wollen diesen loswerden, sobald sie in einen Spiegel blicken - ein Beweis für ihr Ich-Bewusstsein, das Menschen erst ab dem zweiten Lebensjahr entwickeln. In ihrem Buch »Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis präsentiert Marianne Taylor 60 Tierarten, ihre bemerkenswerten kognitiven Fähigkeiten, ihre Gefühle und ihre ausgefeilte Kommunikation. weiter

Im Reich der Bären - Die gelassenen Gebieter des Waldes

Am 26. Juni 2006, wurde der Bär Bruno um 4:50 Uhr in der Nähe der Rotwand im Spitzingseegebiet in Bayern erschossen. Sein Vergehen: Der junge Bär hatte es gewagt, Italien zu verlassen, deutschen Boden zu betreten und hier Bienenstöcke zu plündern und Schafe zu verspeisen, die eigentlich Menschen essen wollten. Fast 20 Jahre nach Brunos Tod bringt uns Moritz Klose, renommierter Wildtierexperte, in seinem Buch »Im Reich der Bären - Die gelassenen Gebieter des Waldes« auf eindrucksvolle Weise die Welt der Bären näher. Er zeigt, wie anpassungsfähig Bären sind und welche Rolle sie in unserem Ökosystem spielen. Und er stellt die entscheidende Frage: Wie gelingt eine nachhaltige und friedliche Koexistenz von Mensch und Bär? weiter

Wildtier-Tourismus: Tierleid durch Unkenntnis?

Fast 20 Prozent des internationalen Tourismus lassen sich auf Wildtier-Tourismus zurückführen - und diese Branche wächst stetig weiter. Tiere dienen in der Tourismusbranche als Profitobjekt. Sie werden von Menschen ausgebeutet, manipuliert und so zu unnatürlichen Verhaltensweisen gezwungen, um Touristen zu entertainen und ein schönes Urlaubserlebnis zu verschaffen. So werden in vielen Ländern Asiens Elefanten als Attraktionen genutzt. Es wird das Bild vermittelt, dass es vollkommen natürlich sei, auf Elefanten zu reiten. Die Tiere werden angekettet und mit Elefantenhaken gehorsam gemacht. Anderswo kann man mit Orang-Utans oder anderen Primaten für Selfies posieren. Vielen Touristen scheint nicht bewusst zu sein, dass ihr Urlaubsvergnügen oder das Foto für Social Media oft mit großem Leid für die Tiere verbunden ist. weiter

Bayerischer Tierärztetag: Tierqual bei Milchkühen

Razzia auf Skandalhof in Bad Grönenbach. Pressemitteilung SOKO Tierschutz Kopie

Kühe, die nicht mehr laufen können, werden mit Treckern weggeschleift, Mitarbeiter treten ein liegendes Kalb:

Die aktuelle Undercover-Recherche von SOKO Tierschutz in Bayerns größtem Milchviehhof in Bad Grönenbach zeigt erneut massive Verstöße gegen den Tierschutz. · Bild: SOKO Tierschutz

Von Annemarie Botzki, Recherche und Kampagnen bei der Verbraucherschutzorganisation foodwatch e.V.

»Alle haben die Nase voll« - das ist der Satz, der mir vom bayerischen Tierärztetag in Kulmbach besonders im Ohr hängen bleibt. sitze mit 150 amtlichen und Amtstierärzt:innen in einem Konferenzraum. Normalerweise sind sie in detaillierte, fachliche Diskussionen vertieft. Aber diesmal ist die Stimmung anders. Angespannt. Frustriert. weiter

natürlich VEGAN BACKEN

Philip Khoury, preisgekrönter Chefkonditor im Kaufhaus »Harrods« in London, zeigt in seinem ersten Backbuch, wie man mit rein natürlichen Zutaten vegane und damit ethisch vertretbare Backwaren zubereiten kann: ohne Abstriche bei Geschmack und Qualität, aber ohne Ausbeutung von Tieren und des Planeten. Er widmet sein Buch allen Menschen, »die mutig genug sind, den Status quo infrage zu stellen. Für alle Naschkatzen, die nach einer neuen Art zu backen suchen. Möge dieses Buch eine Quelle der Inspiration und Freude sein. Gemeinsam können wir eine Zukunft schaffen, die freundlicher, empathischer und nachhaltiger für alle ist.« weiter

Umweltverschmutzung, Umweltzerstörung, Klimakatastrophe: Wie tierische Produkte unseren Planeten zerstören

Nächtliche Satellitenaufnahme Brände im brasilianischen Regenwald - Trzmiel Shutterstock

Nächtliche Satelliten­aufnahme einer ökologischen Katastrophe: Die unwiderbringliche Zerstörung des Regenwaldes, der Lunge unseres Planenten

Die Erzeugung tierischer Produkte wie Fleisch, Milch, Fisch und Eier gehört zu den Hauptgründen für die menschengemachte Klimakatastrophe und ist maßgeblich für die Zerstörung des Planeten verantwortlich: für die Zerstörung von Lebensräumen und der Nahrungsgrundlage von Menschen, Tieren und Pflanzen, für das dramatische Artensterben, für die Abholzung der Regenwälder, für die Vergeudung von Ressourcen, für die Verschwendung und Verschmutzung von Wasser und für die Vergiftung der Böden, des Grundwassers und der Luft. Ein ausgesprochen wirksamer Beitrag, um die Umwelt zu schützen, ist vegan zu leben. weiter

Skandal im Kuhstall: Immer wieder katastrophale Zustände in Milchkuh-Ställen aufgedeckt

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Nichts für schwache Nerven: Kühe in einem Stall in Feldkirchen in Anbindehaltung, zentimetertief in Kot und Gülle.

Der österreichische Verein RespekTiere e.V. in Salzburg deckt seit vielen Jahren regelmäßig tierquälerische Zustände in Milchkuh-Betrieben auf: Kühe in Anbinde­haltung, durch kurze Ketten zur Bewegungsunfähigkeit verurteilt, auf Gitterrosten in Mist und Gülle stehend, mit dreckverkrustetem Fell. Kälber in winzigen Holzverschlägen, in denen sie sich kaum umdrehen können, oder in Kälberiglus in Gülle stehend. Über viele dieser Tierschutz-Skandale wurde mit dramatischen Bildern in der Presse berichtet. Doch wie viele Missstände müssen Tierschutzorganisationen noch aufdecken, bis der Gesetzgeber endlich reagiert und die tierquälerische Anbindehaltung von Kühen verbietet? weiter

Gestatten. Biber. Eine außergewöhnliche Freundschaft mit einer wildlebenden Biberfamilie

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Christian Kuschenreiter Aug’ in Aug’ mit einem Biber. Das freilebende Tier hat Vertrauen wie zu einem Familienmitglied.

Schwarze Knopfaugen, beeindruckende Schneidezähne, großer Paddelschwanz, Stupsnase und dichter Pelz: Biber sind entzückende Tiere, und obendrein schlau, empathisch, kommunikativ, verspielt - und eigentlich sehr scheu. Als Bettina und Christian Kutschenreiter im Jahr 2003 beim Fotografieren an einem Fluss in Oberbayern auf eine Biberfamilie treffen, ist das der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft, die bis heute anhält. Die Biber lassen die beiden Tierfreunde nach und nach an ihrem Leben teilhaben und suchen schließlich sogar bewusst ihre Nähe. Jetzt haben die beiden ein Buch über ihre Erlebnisse mit den Bibern geschrieben - mit vielen wunderschönen und sicher einzigartigen Fotos. weiter

Die Intelligenz der Hunde

Die internationale Forschung hat sich in den letzten Jahren zunehmend mit der Intelligenz von Hunden beschäftigt und dabei so manches bestätigt, was Hundefreundinnen und Hundefreunde längst wussten: Hunde denken viel komplexer als gedacht. Aber: Was genau ist Hundeintelligenz? Wie misst man sie? Haben wir dazu überhaupt die richtigen Werkzeuge und Vergleichsmaßstäbe? Sind »Menschenschläue« und »Hundeschläue« überhaupt vergleichbar? Und in welchen Bereichen haben Hunde andere oder viel mehr geistige Kompetenzen als wir? weiter

Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

55 Hektar im Kreis Dithmarschen endlich jagdfrei!

Rund 55 Hektar Grundstücke mit Wiesen und Feldern im Kreis Dithmarschen (Schleswig-Holstein) sind endlich jagdfrei! Dass eine dermaßen große Fläche offiziell jagdrechtlich befriedet wird, ist bisher wohl einmalig: Es gibt inzwischen mehrere Hundert jagdrechtlich befriedete Grundstücke in Deutschland, doch meist besitzen die Eigentümer nur wenige Hektar. Wohl genau aus diesem Grund machte es die Jagdlobby den Eigentümern der 55 Hektar landwirtschaftlicher Fläche so schwer: Es brauchte zehn Jahre und eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Schleswig-Holstein, bis das Grundstück von Susanne und Peter Storm* endlich jagdfrei wurde. weiter

WILD UND FREI - Die Schönheit afrikanischer Tiere

»Wild und frei« ist mit atemberaubenden schwarz-weiß-Fotografien eine Ode an die Wildnis. Tom D. Jones ist ein begnadeter »fine art«-Fotograf und zeigt Wildtiere wie Elefanten, Giraffen, Nashörner, Gorillas oder Löwen aus nächster Nähe. »Für mich dreht sich alles um die Freiheit des Tieres«, erklärt er. Deshalb gibt es in den Aufnahmen dieses Buches kein einziges Tier, das gefüttert wird, in einem privaten Reservat lebt oder in irgendeiner anderen Form von Gefangenschaft gehalten wird. Das Ergebnis sind Aufnahmen, welche unter die Haut gehen. weiter

Mary McCartneys veganes Promi-Kochbuch: 60 Rezepte mit Stars von Cameron Diaz, und Woody Harrelson bis Ringo Star und Papa Paul

Mit ihrem neuen Buch »Feeding Creativity« verbindet Mary McCartney ihre beiden großen Leidenschaften: Fotografie und Kochen. Jedes der 60 veganen Rezepte hat sie mit Stars gekocht und sie beim Kochen und Essen fotografiert: Schauspielerinnen und Schauspieler wie Cameron Diaz, Kate Blanchett, Drew Barrymore, Woody Harrelson, Stanley Tucci und David Oyelowo, Musikerinnen und Musiker von Nile Rodgers oder bis Ringo Star und Papa Paul, Künstlerinnen und Künstler wie David Hockney und Jeff Koons oder Primaballerina Francesca Hayward. weiter

Interview mit Mary McCartney: Wie entstand die Idee zu dem veganen Promi-Kochbuch »Feeding Creativity«?

Mit ihrem Kochbuch »Feeding Creativity« möchte Mary McCartney zeigen, wie schnell, einfach, lecker und unkompliziert und einfach das vegane Kochen ist. Damit tritt sie in die Fußstapfen ihrer Mutter Linda McCartney, die ebenfalls Promi-Fotografin war, bereits in den 1970er und 80er Jahren vegetarische Kochbücher veröffentlichte und sich für den Schutz der Tiere einsetzte.


Wie entstand die Idee zu dem Kochbuch?


Mary McCartney: Ich liebe es, Rezepte mit anderen zu teilen. Ich koche schon immer für andere und es ist meine Art, mit jemandem Verbindung aufzunehmen. Aber ich bin nun mal begeisterte Portrait-Fotografin, und so kam eines Tages die Idee für »Feeding Creativity«.
Zum Interview mit Mary McCartney

STADTNATUR - Eine neue Heimat für Tiere und Pflanzen

»Land« = blühende Landschaften und Artenvielfalt, »Stadt« = Beton und Ödnis? Eine Vorstellung, die längst so nicht mehr gilt. Der bekannte Zoologe, Ökologe und Bestseller-Autor Prof. Dr. Josef H. Reichholf unternimmt in seinem neuen Buch »Stadtnatur - Eine neue Heimat für Tiere und Pflanzen« einen Streifzug durch die vielfältigen Ökosysteme des urbanen Raums. Ob Wildschweine, Füchse und Nachtigallen in Berlin, Wanderfalken in Köln oder eine bunte Vogelwelt und Rehe im Englischen Garten in München: viele Wildtiere haben den Lebensraum Stadt längst für sich entdeckt. Inzwischen sind unsere großen Städte sogar Inseln der Artenvielfalt geworden, die sogar mit den besten Naturschutzgebieten mithalten können.
In den Städten finden Tiere und Pflanzen die Biotope, die sie für ihr (Über)Leben brauchen. Hier sind sie weniger Gefahren ausgesetzt als auf dem Land, wo freilebende Tiere gejagt und ihre Lebensräume durch eine industriell betriebene Land- und Forstwirtschaft vernichtet werden...
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Prof. Dr. Josef H. Reichholf: »Unsere Städte zeigen: Ein friedliches Miteinander von Mensch und Natur ist möglich«

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit Prof. Dr. Josef H. Reichholf über sein neues Buch »Stadtnatur«, über Großstädte als Rettungsinseln der Artenvielfalt und darüber, was geschehen müsste, damit die Artenvielfalt auf den Fluren und in den Wäldern wieder zunimmt. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Urteil BVerwG: Auch Vereine und Stiftungen können die jagdrechtliche Befriedung ihrer Flächen aus ethischen Gründen beantragen

Laut § 6a Bundesjagdgesetz (BJagdG) dürfen nur »natürliche Personen« das Ruhen der Jagd beantragen. Tier- und Naturschutzvereine oder Stiftungen konnten bisher das Ruhen der Jagd auf ihren Flächen nicht beantragen. Doch dies ist mit dem entscheidenden Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26.6.2012 und der Europäischen Menschenrechtskonvention (Schutz des Eigentums) nicht vereinbar.

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof München macht in seinem grundlegenden Urteil vom 28.05.2020 »Erklärung von Grundstücken zu jagdrechtlich befriedeten Bezirken« die Antragstellung auch für juristische Personen wie Vereine, Stiftungen oder GmbHs möglich. (VGH München, 19 B 19.1713 und 19 B 19.1715) weiter

Hannes Jaenicke: »Seit 30 Jahren wird das Tierschutzgesetz wissentlich gebrochen«

»Die Milch macht's«, »Milch macht müde Männer munter«, »Fleisch ist ein Stück Lebenskraft« - wir alle sind mit diesen Werbe-Slogans aufgewachsen. In seinem investigativen Enthüllungsbuch »Die große Sauerei« deckt Hannes Jaenicke die dreistesten Industrie- und Werbelügen auf und erklärt, was Verbraucherinnen und Verbraucher über Fleisch, Milchprodukte und Eier unbedingt wissen sollten, um vor dem Kauf und Verzehr die richtige Entscheidung zu treffen. weiter

FREIHEIT FÜR TIERE-Interview mit Hannes Jaenicke

»Die einzige Antwort auf diese Art der Massentierhaltung ist der Verzicht auf ihre Produkte «
FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit dem Schauspieler und bekannten Umweltschützer Hannes Jaenicke über die Recherchen zu seinem neuen Buch, warum er vor 40 Jahren zum Vegetarier wurde, warum er Hafermilch trinkt, über das Problem, dass immer noch zu viele Menschen schlecht informiert sind und was dagegen zu tun ist. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Die Vermessung der Ernährung

Haben Sie sich schon einmal überlegt, welche Auswirkung unsere Ernährung, also das, was wir jeden Tag essen, auf die Gesundheit, auf Tiere und Natur, auf Böden und Grundwasser, auf die Artenvielfalt, auf die Regenwälder, auf Menschen in den ärmeren Ländern und auf das Klima hat? Sollten wir vor dem Hintergrund einer sich abzeichnenden Umwelt- und Klimakatastrophe, welche unser aller Lebensgrundlagen bedroht, nicht viel mehr über diese Zusammenhänge wissen? weiter

Vermessung der Ernährung: Interview mit Jan Wirsam

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit Prof. Dr. Jan Wirsam, wie das Buch Die Vermessung der Ernährung mit Prof. Dr. Claus Leitzmann entstand, aus welchen Gründen die Wissenschaftler mit einigen Kollegen die Forschung über pflanzliche Ernährung so engagiert vorantreiben und warum in Deutschland mehr Hülsenfrüchte wie Linsen, Erbsen, Bohnen, Lupinen und Soja angebaut werden sollten. weiter

Neues Buch von Prof. Reichholf: Stadt, Land, Fuchs

»Unsere Säugetiere verdienen mehr Beachtung; viel mehr, als ihnen gegenwärtig zuteil wird«, ist Prof. Dr. Josef H. Reichholf überzeugt. Sie brauchen neue Freunde! Solche zu gewinnen, ist das Hauptanliegen seines neuesten Buches »Stadt, Land, Fuchs: Das Leben der heimischen Säugetiere«. weiter

Interview mit Prof. Josef H. Reichholf

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit dem renommierten Zoologen über Wildtiere, Jäger, Massentierhaltung und was jeder Einzelne für wild lebende Tiere tun kann. weiter

Das Leid der Stuten für Schweinefleisch

Bisher kannte man die grausamen Stutenblut-Farmen in Argentininen, Urugay und China: Schwangeren Pferden wird dort literweise Blut abgezapft und an die Pharmaindustrie verkauft. Die Hormone der Stuten werden in der industriellen Schweinemast eingesetzt, um die Trächtigkeit der Sauen zu erhöhen und zu synchronisieren. Nachdem immer wieder über die grausamen Blutfarmen in Südamerika berichtet wurde, stoppten einige Pharmakonzerne den Import aus diesen Ländern - und wichen auf Islandponys aus. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter