Gesetz ab 2026 in Österreich: Heimtierhaltung mit Sachkundenachweis

Von Milena C. Lange

In Österreich wurde ein neues Gesetz verabschiedet, das ab 1. Juni 2026 die Heimtierhaltung deutlich strenger kontrolliert. Ein Vergleich mit Deutschland.

Ab dem 1. Juni 2026 benötigt man in Österreich einen Sachkundenachweis, wenn man Hunde und exotische Tiere wie Amphibien, Reptilien und Papageienvögel neu halten möchte. Dieser Nachweis wird ausgestellt, wenn ein Kurs von mindestens vier Unterrichtseinheiten absolviert wurde. Bei der Haltung von Hunden ist zusätzlich eine Praxiseinheit von zwei Stunden vorgeschrieben. Dies soll den zukünftigen Tierhaltern helfen, die Auswirkungen der Tierhaltung auf das eigene Leben besser einschätzen zu können, bevor sie sich ein Tier anschaffen. Für Katzen und einige Vögel wie Wellensittiche, Nymphensittiche, Plattschweifsittiche und Unzertrennliche (eine kleine Papageienart) ist kein Sachkunde­nachweis vorgeschrieben.

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Viele Reptilien stammen aus Qual-Zuchten.

Bild: PETA

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»Vogelproduktion« für den Kleintierhandel.

Bild: PETA

Vogel © A.Zieba Shutterstock

Vögel in Käfigen leiden körperliche und psychische Qualen.

Sie zeigen stereotype Verhaltensweisen, beißen in die Gitter­stäbe ihrer Käfige, zittern oder reißen sich die Federn aus. · Bild: A.Zieba Shutterstock.com

Züchterinnen und Züchter von Hunden und Katzen brauchen ab jetzt eine Bewilligung, wenn pro Jahr mehr als zwei Würfe Hundewelpen oder drei Würfe Katzenwelpen abgegeben werden. Ab 1. Juni 2026 macht sich auch strafbar, wer Tiere vor dem artspezifischen Absetzalter vom Muttertier trennt, erwirbt oder durch einen anderen erwerben lässt; dies gilt auch dann, wenn der Erwerb im Ausland erfolgt. Diese Bestimmung zielt darauf ab, den illegalen Handel mit Hunde­welpen zu erschweren.

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Das Geschäft mit Hundewelpen aus tierquälerischen Zuchten zum Beispiel in Osteuropa boomt.

Bild: PETA

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Auf Internetplattformen werben kriminelle Händler mit Bildern niedlicher Tierbabys, die angeblich aus guten Verhältnissen stammen.

Bild: PETA

Hunde Tierheim © Roman Samokhin Shutterstock.com

Wer einen Hund zu sich nimmt, sollte sich sicher sein, dass dies auf lange Sicht zum eigenen Lebenstil passt. Leider werden immer noch viele Hunde ausgesetzt und landen im Tierheim.

Bild: Roman Samokhin - Shutterstock.com

Für sogenannte Nutztiere wie Schweine, Rinder, Schafe, Ziegen und Hühner ist hingegen kein Sachkundenachweis vorgeschrieben. Politikerinnen und Politiker der Opposition äußerten sich daher teils sehr kritisch und bemängelten auch die Beschränkung des Gesetzes auf Heimtiere. Vor allem hätten sie sich eine Lösung in der Frage des Verbots von Vollspaltenböden in der Schweinehaltung erwartet - schließlich hatte der Österreichische Verfassungsgerichtshof die lange Übergangsfrist bis 2040 als nicht gerechtfertigt eingestuft. Ebenso hatte die Opposition ein Verbot der dauernden Anbindehaltung von Rindern gefordert. Nicht umgesetzt worden seien zudem zahlreiche Forderungen des Tierschutzvolksbegehrens sowie dringend notwendige Verbesserungen beim Tiertransport. (1,2)

Situation in Deutschland im Vergleich

Anders als in Österreich wird in Deutschland nur für Hunde ein Sachkundenachweis verlangt. Dabei gelten je Bundesland unterschiedliche Regelungen.

· In den meisten Bundesländern muss nur dann ein Sachkunde­nachweis erbracht werden, wenn es sich um einen »Listenhund« handelt, also Hunde bestimmter Rassen oder Kreuzungen, die von den Behörden als potenziell gefährlich eingestuft werden, wie Pitbull-Terrier oder Rottweiler. In anderen Bundesländern wird nach Einzelfall beurteilt.

· In Nordrhein-Westfalen muss ein Sachkundenachweis erbracht werden, wenn der Hund über 20 kg wiegt oder die Widerristhöhe über 40 cm beträgt. (3)

· Niedersachsen geht da einen Schritt weiter - dort muss seit 2013 von allen neuen Hundebesitzern ein Sachkundenachweis erbracht werden - unabhängig von Gewicht und Größe des Hundes. (4,6)

· Baden-Württemberg möchte voraussichtlich 2026 diesem Beispiel folgen und den Sachkundenachweis verpflichtend für neu angemeldete Hunde verlangen. (5)

· Welche Kenntnisse und Fähigkeiten für den Sachkundenachweis nachgewiesen werden müssen, wird derzeit je Bundesland entschieden - meist ist es eine Kombination aus Theorie und Praxis. (8)

· Neben dem Sachkundenachweis gibt es in Deutschland noch den sogenannten Hundeführerschein. Dieser beinhaltet mehr Prüfungskriterien und ist somit umfangreicher - allerdings zählt dieser zu den freiwilligen Prüfungen für Hundehalter und kann in manchen Fällen als Sachkundenachweis übertragen werden. (6)

Österreich ist bei der Haustierhaltung einen Schritt weiter

In Sachen Heimtierhaltung hat Österreich einen einheitlichen und wichtigen Schritt getan: landesweit wird ein Sachkundenachweis für die Haltung von Hunden und bestimmten exotischen Tieren erforderlich. In Deutschland hingegen gibt es kein einheitliches Konzept. Jedes Bundesland hat seine eigenen Regelungen im Bezug auf den Sachkundenachweis, der zudem ausschließlich für die Hundehaltung gilt. (2)

Oft wissen Haustierhalter nicht, was ein Tier an Verantwortung mit sich bringt, und können das Tier nicht angemessen versorgen. Besonders bei Exoten, wie Amphibien und Reptilien, ist dies problematisch, da diese spezifische Anforderungen an Licht, Temperatur und Ernährung haben. Dies sollte man vor der Anschaffung wissen - eine fehlerhafte Haltung kann schnell zum Tod des Tieres führen. (7)

Vor diesem Hintergrund wäre ein einheitliches Konzept für die gesamte Heimtierhaltung wünschenswert.

Quellen:

1 Parlament Österreich: Verschärfung des Qualzuchtverbots bei Heimtieren und Sachkundenachweise bei Haltung von Hunden und exotischen Tieren. Parlamentskorrespondenz Nr. 724 vom 26.06.2024. www.parlament.gv.at/aktuelles/pk/jahr_2024/pk0724

2 Österreichisches Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz: FAQs zur Novelle des Tierschutzgesetzes. www.verbrauchergesundheit.gv.at/tiere/faq/FAQtierschutzgesetz.html

3 Nachweis der Sachkunde von Hundehalterinnen bzw. Hundehaltern gemäß § 11 Absatz 3 Hundegesetz für das Land Nordrhein-Westfalen. www.tieraerztekammer-nordrhein.de/tierhalter/sachkundebescheinigung-lhundg/

4 Sachkundenachweis für Hunde: Alles zu Pflicht, Test und Kosten. Fressnapf, 11.3.2025. www.fressnapf.de/magazin/hund/erziehung/sachkundenachweis

5 Für welche Hunderassen brauchen Halter einen Sachkundenachweis? agrar heute, 2.5.2025. www.agrarheute.com/land-leben/fuer-welche-hunderassen-brauchen-halter-sachkundenachweis-634145

6 Hundeführerschein und Sachkundenachweis für Hunde. Allianz Versicherung. www.allianz.de/recht-und-eigentum/hundehaftpflichtversicherung/hundefuehrerschein-sachkundenachweis/#unterschied

7 PETA: Reptilien und Exoten.
www.peta.de/kategorie/tierische-mitbewohner/exoten/
www.peta.de/themen/terraristik/

8 Tierschutzvolksbegehren 2021 in Österreich. www.bmi.gv.at/411/Volksbegehren_der_XX_Gesetzgebungsperiode/TIERSCHUTZVOLKSBEGEHREN/start.aspx

Neues Gesetz zur Heimtierhaltung: Interview Prof. Rudolf Winkelmayer, Veterinär und Tierethiker

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Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war bis zu seiner Pensionierung praktischer Tierarzt, Amtstierarzt, Lebensmittelwissenschaftler.
Er war im Landesjagdverband aktiv und hielt Vorträge über Wildbret-Hygiene. Als Tierarzt und Jäger schrieb er zahlreiche Bücher und Fachartikel über Jagdethik, Wildbret-Hygiene und Tierethik.
2008 konnte er das Töten von Tieren nicht mehr mit seinem Gewissen vereinbaren und verkaufte alle 16 Jagdgewehre. Er hörte nicht nur mit dem Töten von Wildtieren auf, sondern auch mit dem Fleisch essen. Seit einigen Jahren ernährt er sich vegan.
Prof. Winkelmayer sieht sich heute vor allem als Vordenker in Sachen Tierschutz, Tierethik und Jagdethik. Als Fachmann wird er regelmäßig in TV-Sendungen des ORF zum Thema Tierschutz und Tierethik eingeladen sowie als Sprecher auf Fachtagungen und Kongressen.

FREIHEIT FÜR TIERE: Im Regierungsprogramm bekannte sich die aktuelle österreichische Regierung zu den Inhalten des Tierschutz-Volksbegehrens aus dem Jahr 2021. Wie wird die neu eingeführte Regelung die Heimtierhaltung in Österreich verbessern oder verändern? Wie stehen Sie dazu?


Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer: Ja, in einigen Bereichen wie zum Beispiel der Qualzucht, wo die Installierung der Qualzucht­kommission ein wirklicher Fortschritt ist, oder bezüglich des Sachkundenachweises wird es hoffentlich deutliche Verbesserungen geben. Wie so oft hängt es aber nicht zuletzt davon ab, wie konsequent dann der Vollzug ist. Und bezüglich Qualzucht bleibt abzuwarten, was die noch ausstehende Verordnung bringt. Und natürlich hätte sich jeder Tierschützer einen noch weiter reichenden Schutz für Tiere gewünscht.


FREIHEIT FÜR TIERE: Gibt es an der neuen Gesetzesnovelle Ihrer Meinung nach Verbesserungs­bedarf?


Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer: Ja, natürlich, Verbesserungsbedarf gibt es immer. Ins Auge springt dabei sofort die unverständliche Einschränkung, dass das Verbot, Tiere mit Qualzuchtsymptomen oder äußerlich erkennbaren Qualzuchtmerkmalen zu importieren, zu erwerben, zu vermitteln oder weiterzugeben, nicht für landwirtschaftliche Nutztiere gilt, obwohl bezüglich Geltungsbereich im österreichischen Tierschutzgesetz in § 3.(1) steht, dass dieses Bundesgesetz für alle Tiere gilt. Daher sollte es den Sachkundenachweis für die Haltung von allen empfindungsfähigen Tieren geben, auf die sich das Tierschutzgesetz bezieht.


FREIHEIT FÜR TIERE: Warum gibt es für Katzen keinen Bedarf eines Sachkundenachweises - was meinen Sie?


Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer: Das versteht wirklich niemand von all den einschlägigen Experten, mit denen ich darüber gesprochen habe. Natürlich geht von Katzen weniger Gefahr für Menschen aus als von Hunden, aber Katzen sind und bleiben auch als domestizierte Tiere ausgeprägte Prädatoren, das heißt, sie töten als Freigänger alle möglichen kleinen Wirbeltiere, selbst dann, wenn sie gut genährt sind. Da wäre es die Aufgabe des sachkundigen Tierbesitzers, dies tunlichst zu vermeiden. Darüber hinaus ist es auch für eine tierschutzgerechte Katzenhaltung unabdingbar, möglichst viel über die Biologie und Ethologie der Katzen zu wissen.


FREIHEIT FÜR TIERE: Warum wurde für die Haltung von Haus­tieren wie Schweinen und Rindern - sogenannter Nutztiere - kein Sachkundenachweis vorgeschrieben? Wie beurteilen Sie dies als Tierarzt und ehemaliger Amtstierarzt?



Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer: Das finde ich nicht richtig, vor allem hinsichtlich gleicher, transparenter Vorgangsweise und gleicher Behandlung empfindungsfähiger Tiere. Es gibt zwar in der 1. Tierhaltungsverordnung (BGBl. II Nr. 485/2004) im § 1 den Hinweis auf den Nachweis der Sachkunde von Betreuungspersonen und sonstigen sachkundigen Personen, die zulässige Eingriffe vornehmen dürfen, aber das wäre dennoch besser im Tierschutzgesetz mittels Sachkunde­nachweis einheitlich geregelt.


FREIHEIT FÜR TIERE: Kann sich Deutschland (oder auch andere Länder) an dem neuen Gesetz für Heimtierhaltung mit Sachkundenachweis ein Beispiel nehmen?


Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer: Grundsätzlich ja, aber all die oben genannten Mängel sollten dabei von vorne herein vermieden werden.


FREIHEIT FÜR TIERE: Was möchten Sie den Leserinnen und Lesern von FREIHEIT FÜR TIERE noch sagen?


Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer: Mir ist es wichtig zu betonen, dass jedes Leben ein sehr wertvolles, kostbares Gut ist und wir sollten uns immer wieder vor Augen halten, dass empfindungsfähige Tiere Mitlebewesen auf diesem Planeten sind und keine Untertanen oder Sklaven, zu denen wir sie zwischenzeitlich gemacht haben.

Tiere sind nicht zu unserem Gebrauch auf der Welt, sondern haben ihren eigenen Wert, ihr eigenes Interesse zu leben und sollten von uns auf Augenhöhe betrachtet werden - und zwar alle Tiere: Lieblingstiere genauso wie die landwirtschaftlich genutzten Tiere oder die Wildtiere. Das sind alles Kategorien, die wir geschaffen haben, die aber nicht naturgegeben sind.

Helfen wir bitte alle zusammen, um Tieren den Stellenwert zu geben, den sie verdienen und denen wir ihnen schulden!

Was sind eigentlich Qualzuchten?

Qualzuchten sind ein schwerwiegendes Tierschutzproblem: Die Tiere werden gezielt so gezüchtet, dass sie bestimmte Merkmale aufweisen, die jedoch mit erheblichen gesundheitlichen Problemen verbunden sind.

Qualzuchten gibt es bei vielen Haustieren: bei Hunden, Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen, Fischen und Vögeln.

Hund Qualzucht Bild Augustus Binu CC BY-SA 3.0

Bild: Augustus Binu CC BY-SA 3.0

Bekannte Beispiele bei Hunden sind Möpse, Bulldoggen oder Boxer: Die angezüchtete Kurzköpfigkeit verursacht Leiden wie Atemnot, Ohren- und Augen­entzündungen. Viele Halter finden ihr Schnarchen aufgrund von Atemproblemen sogar niedlich oder deuten das Röcheln beim Laufen als normal.

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Bild: Peter Mollard

Bei Katzen sind Nacktkatzen (Bild) Qualzuchten, ebenso die Rasse Scottish Folds (Schottische Faltohrkatzen), die aufgrund ihres Gendefekts ihr Leben lang unter Gelenkbeschwerden leiden. Ihre Aktivität wird wegen Schmerzen stark eingeschränkt.

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Bild: PETA

Bei Reptilien gibt es Qualzuchten mit einer veränderten Färbung, Größe und Beschuppung (»Morphenzuchten«). Zum Beispiel hat die Silkback-Bartagame (Bild links auf einer Reptilienbörse) eine angezüchtete Schuppen­losigkeit.

Auch in der landwirtschaftlichen Tierhaltung sind Qualzuchten weit verbreitet: Hier werden Tiere so gezüchtet, dass sie schneller wachsen, mehr Fleisch ansetzen, immer mehr Milch geben oder immer mehr Eier legen.

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Bild: PETA

Hühner in der Eierindustrie leiden durch eine unnatürlich hohe Eierproduktion an Entzündungen des Legedarms und der Kloake sowie unter Knochen­brüchen, da die hohe Legeleistung und der damit verbundene Kalzium­entzug die Knochen porös und instabil machen.

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Bild: PETA

Hühner sowie Puten und Truthähne, die für eine hohe Fleischproduktion gezüchtet werden, leiden oft unter Gelenkproblemen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

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Bild: PETA

Kühe in der Milchindustrie leiden durch die übermäßig hohe Milchproduktion an schmerzhaften Euterentzündungen und anderen gesundheitlichen Problemen, so dass sie im Schnitt im Alter von nur fünf Jahren im Schlachthof enden.

Wer Fleisch, Milch und Eier konsumiert, trägt zu dem durch Qualzuchten verursachten Leid der Tiere bei.

FREIHEIT FÜR TIERE 3/2026

Freiheit für Tiere 3/2026

Artikelnummer: 3-2026

Tiernachrichten: Verletzter Kormoran klopft an Notaufnahme in Bremen • Amsterdam verbietet Werbung für Fleisch • Plakate in Londoner U-Bahnen: Gaskammern für Schweine nicht »human« • Niedersachsen: Klage wegen CO2-Betäubung von Schweinen • Größter Legehennen-Schlachthof Bayerns: Mehrere Mitarbeiter wegen Tierquälerei verurteilt • Neues Tierschutzrecht in Italien: Tiere sind keine »Sachen« - Härtere Strafen für Tierquälerei • Verstoß gegen das Schweizer Tierschutzgesetz: Größte Lachsfabrik in der Schweiz geplant • Studie: EU gibt 23% des Gesamthaushalts als Subventionen für Fleisch und Milch aus • Rheinland-Pfalz: Grundstück in Winzeln ab sofort jagdfrei • Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere • Kulturlandschaft: Die Logik hinter dem Artenverlust - Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs • Symbiosen: Pflanzen und Tiere im Garten • Nachhaltigkeit: Vegane Ernährung im Sport • TAMU: Das vegane Afrika-Kochbuch

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FREIHEIT FÜR TIERE 2/2026

Freiheit für Tiere 2/2026

Artikelnummer: 2-2026

Tiernachrichten: Schutzgebiet für ehemalige Show-Delfine in Süditalien entsteht • Verhaltenforschung: Werkzeuggebrauch bei Kühen - wie Primaten • Hobbyjagd: Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe • Stoppt die Jagd auf Vögel! • Tierportrait: Deutschlands Wilde Wölfe • Mit Tieren leben: ERST das Buch, dann der HUND: Ratgeber VOR dem Hundekauf • 101 Empfehlungen von internationalen Wissenschaftlern: Vegane Ernährung als Schlüssel gegen zunehmende Gesundheitskrisen • Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund? • Ernährung ohne Tierleid: Tipps für ein langes, gesundes und tierfreundliches Leben • Forschungstrend »Longevity«: Mit Pflanzenkraft gesunde Lebensjahre gewinnen - mit Rezepten • Lifestyle: »VEGAN & Delicious« von Bianca Zapatka - Tierfreundliche Rezepte

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FREHEIT FÜR TIERE 1/2026

Freiheit für Tiere 1/2026

Artikelnummer: 1/2026

Tierschutz aktiv: Delfinarien: Schluss mit Delfinen in Gefangenschaft! • Historisches Urteil in Spanien: Massive Umweltverschmutzung durch Massentierhaltungverstößt gegen Menschenrechte • Bayerns größter Milchviehbetrieb: Tierhaltungsverbot wegen schwerer Tierquälerei • Gesetz ab 2026 in Österreich: Heimtierhaltung mit Sachkundenachweis • Neues Gesetz zur Heimtierhaltung: Interview Prof. Rudolf Winkelmayer, Veterinär und Tierethiker • Ethik und Religion: Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche • Tierportrait: »Hase und ich« - Ergreifende Rettung und Aufzucht eines Feldhasenbabys • Studie: Schon eine Scheibe Wurst am Tag erhöht das Risiko für chronische Krankheiten • Studie: Pflanzliche Ernährung reduziert Krebsrisiko deutlich • Italienische Küche vegan: Kochen alla Nonna • Rezept: Cavatelli agli spinaci • Rezept: Pasta al forno • Rezept: Tiramisu • DVD-Tipp: »Gottes Gäste« - Jetzt drei Tiergemärchen von Manfred Kyber auf DVD

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Neuauflage: FREIHEIT FÜR TIERE - Fakten gegen die Jagd

FREIHEIT FÜR TIERE: Fakten gegen die Jagd (völlig überarbeitete und auf 60 S. erweiterte Neuauflage)

Artikelnummer: 522

Fakten und Argumente gegen das blutige Hobby der Waidmänner und Waidfrauen: Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger immer mehr: Immer weniger Spaziergänger, Hundehalter, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Hobbyjägern angepöbelt oder sogar bedroht werden. Immer mehr Menschen protestieren gegen die Ballerei in Naherholungsgebieten. Und Berichte, dass Jäger aus Versehen Liebespaare im Maisfeld oder Ponys auf der Weide erschießen, können einem draußen in der Natur durchaus Angst machen. Warum Jäger Jagd auf Hasen machen, obwohl sie auf der »Roten Liste« bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden. Zudem haben 99,6 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen. Da stellt sich die Frage: Warum jagen Jäger wirklich?

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Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere

Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE

Tiere folgen nur ihren Instinkten und können höchstens ein paar angelernte Arbeitsschritte ausführen? Weit gefehlt! Sie können so viel mehr, als wir geahnt haben! Von Bergpapageien, die verschlossene Rucksäcke und Taschen öffnen, bis zu Kakadus, die mehrstufige Werkzeuge herstellen: Die Kognitionsbiologin Prof. Dr. Alice Auersperg nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise über die erstaunliche Kreativität, den verblüffenden Einfallsreichtum und Erfindergeist von Tieren - und sie zeigt, wie nah uns Tiere wirklich sind! weiter

Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust. Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs

In seinem Buch »Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust« berichtet Guido Meyer, wie er erst als Spaziergänger und Mountainbiker, dann als Hundeführer und Fotograf immer tiefer in die Natur eintauchte und wildlebende Tiere wie Hirsche und Wölfe ganz nah erlebte. Und wie er dabei auf der anderen Seite immer öfter in Konfrontationen mit Jägern und sogar ernsthafte Bedrohungssituationen geriet, die ihn dazu brachten, intensiv über Jagd und Jäger zu recherchieren, über die dramatische Bedrohung der Arten und die Zerstörung von Lebensräumen, aber auch über das Ökosystem Wald, die wunderbare Kraft der Natur und die Symbiose von Natur und Tieren, an der auch wir Menschen teil haben können. Illustriert wird das Buch durch fantastische Fotografien, mit denen Guido Meyer seit Jahren auf seiner Plattform naturdigital.online begeistert. weiterlesen

Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe: Wie lange noch?

Im Februar 2026 hat ein 52-jähriger Hobbyjäger im Landkreis Bamberg seine 49-jährige Frau, seinen 14-jährigen Sohn, die 6-jährige Tochter und sich selbst erschossen.
Im Januar 2026 traf der Schuss eines Jägers einen 23-Jährigen in Nordrhein-Westfalen tödlich. In Niedersachsen verwechselte ein 77-jähriger Hobbyjäger eine Gruppe Spaziergänger mit Wildtieren - eine 58-jährige Frau wurde schwer verletzt. In der Steiermark wurde ein 42-jähriger Hobbyjäger aus Versehen tödlich in den Kopf getroffen - beim Verladen eines erschossenen Wildschweins ins Auto löste sich ein Schuss.
Im Dezember 2025
tötete ein Hobbyjäger in der Oberpfalz seinen Nachbarn zwei Stockwerke über sich mit einem gezielten Kopfschuss. Ein anderer Hobbyjäger schoss vom Hochsitz aus Versehen auf einen 20-Jährigen und verletzte ihn so schwer, dass er im Krankenhaus notoperiert werden musste.
Im November 2025
erschoss ein Hobbyjäger in Reutlingen vier Familienangehörige und sich selbst - mit einer Schusswaffe, die er als Jagdscheininhaber legal besaß. Spaziergänger wurden von Jagdmunition getroffen, das Projektil eines Jägers durchschlug die Jalousie der Küchentür eines Hauses und ein Jagdschein­inhaber aus Crailsheim kündigte an, die »größtmögliche Anzahl an Ausländern« umbringen zu wollen. weiterlesen

Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche

»Wenn jemand Fleischspeisen, die Gott den Menschen zum Genuss gegeben hat, für unrein hält und ... auf sie verzichtet ..., der sei mit dem Bannfluch belegt.«

Papst Johannes III., Synode von Braga, 561 n. Chr.


Diesen Bannfluch verkündete Papst Johannes III. im Jahr 561 nach Christus auf der Synode von Braga in Portugal. Ein Bannfluch hatte die »Vogelfreiheit« zur Folge: Der Gebannte verlor als Ausgeschlossener aus der Gesellschaft alle Rechte.


Ganz in diesem Geiste wurden im Jahre 1051 durch die Bischofsversammlung in Goslar »Ketzer«, die ausschließlich von Pflanzennahrung lebten, zum Tode verurteilt, weil sie sich geweigert hatten, Hühner zu töten. Das Töten von Hühnern wurde zum »Test«, um Ketzer zu erkennen!
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DVD-Tipp: Jesus und die Tiere

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Jesus treibt die Tierhändler aus dem Tempel.

Jesus von Nazareth wurde im Stall mitten unter den Tieren geboren. Gab Gott damit den Menschen nicht ein Symbol, dass Sein Sohn nicht in einem Palast, sondern bei Schafen, Rindern, Eseln und Katzen zur Welt kam?

Zu Zeiten des Jesus von Nazareth wurden Lämmer und Tauben im Tempel für die Sünden der Menschen geopfert. Jesus trat gegen diesen blutigen Kult ein. Bekannt ist die Szene, wie Jesus nach seinem Einzug in Jerusalem die Tierhändler aus dem Tempel hinaustrieb und die Tiere freiließ. Und er rief: »Steht nicht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker? Ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht!« (Markus 11,17)

Über die Tierliebe des Jesus von Nazareth ist in der Bibel kaum etwas zu finden. Doch aus der frühchristlichen Geschichtsschreibung wird deutlich, dass Jesus kein Fleisch gegessen hat und sich für die Tiere einsetzte... weiterlesen

DVD: Jesus und die Tiere

Artikelnummer: 318

Vergleicht man die Bibel mit apokryphen Schriften, dann ist gut zu erkennen, dass die Kernaussagen oft die Gleichen sind, aber die Tierliebe Jesu, gänzlich fehlt. In dieser DVD werden viele Begebenheiten, bei denen Jesus über die Tiere sprach, wiedergegeben.

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»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

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Artikelnummer: 053

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Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund?

Die gesundheitlichen Auswirkungen von vegetarischer und veganer Ernährung im Kindesalter sind immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass eine vollwertige pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund und bedarfsdeckend ist. Auch die bisher größte Studie dieser Art bestätigt nun: Pflanzliche Ernährung ist für Kinder und Jugendliche sicher und vorteilhaft. weiterlesen

Ernährung ohne Tierleid: Ein gesünderes Leben

Viele Menschen, die sich entscheiden, kein Fleisch mehr zu essen, tun dies aus ethischen Gründen: weil sie nicht möchten, dass Tiere für sie leiden und sterben müssen. Viele gehen den konsequenten Schritt weiter und lassen aus Liebe zu Kühen und Kälbchen Milch und Käse weg, essen aus Mitgefühl zu Hühnern keine Eier und leben rein pflanzlich. Und dann erfahren sie, dass eine vegane Ernährung ohne Tierleid auch die gesündeste ist!

Eigentlich würde uns dies schon der logische Menschenverstand sagen: Wie sollen Nahrungsmittel, die durch Leid und Tod entstehen, für uns gesund sein? In den letzten Jahren und Jahrzehnten sind tausende wissenschaftliche Studien veröffentlicht worden, die nachweisen: Eine Ernährung mit vollwertigen pflanzlichen Lebensmitteln ist gesund und versorgt uns auch mit allem, was wir brauchen. Diese Ernährungsweise beugt überdies zahlreichen Krankheiten vor, von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Krebs, Diabetes und Adipositas bis zu Demenz - und schützt damit vor vorzeitigem Tod. weiterlesen

Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis

Wir fangen gerade erst an, zu begreifen, dass das Gehirn von Tieren ähnlich komplex ist wie unser eigenes. Die Warnrufe von Präriehunden etwa sind nicht nur hektische Pfeiftöne, sie übermitteln damit differenzierte Nachrichten. Gorillas nutzen Zeichensprache, um vergangene Ereignisse zu schildern - wissen sie also, was heute, gestern und morgen ist? Nicht nur Primaten oder Elefanten, selbst kleinste Ameisen, denen man einen Farbtupfer auf dem Kopf angebracht hat, wollen diesen loswerden, sobald sie in einen Spiegel blicken - ein Beweis für ihr Ich-Bewusstsein, das Menschen erst ab dem zweiten Lebensjahr entwickeln. In ihrem Buch »Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis präsentiert Marianne Taylor 60 Tierarten, ihre bemerkenswerten kognitiven Fähigkeiten, ihre Gefühle und ihre ausgefeilte Kommunikation. weiter

Bayerischer Tierärztetag: Tierqual bei Milchkühen

Razzia auf Skandalhof in Bad Grönenbach. Pressemitteilung SOKO Tierschutz Kopie

Kühe, die nicht mehr laufen können, werden mit Treckern weggeschleift, Mitarbeiter treten ein liegendes Kalb:

Die aktuelle Undercover-Recherche von SOKO Tierschutz in Bayerns größtem Milchviehhof in Bad Grönenbach zeigt erneut massive Verstöße gegen den Tierschutz. · Bild: SOKO Tierschutz

Von Annemarie Botzki, Recherche und Kampagnen bei der Verbraucherschutzorganisation foodwatch e.V.

»Alle haben die Nase voll« - das ist der Satz, der mir vom bayerischen Tierärztetag in Kulmbach besonders im Ohr hängen bleibt. sitze mit 150 amtlichen und Amtstierärzt:innen in einem Konferenzraum. Normalerweise sind sie in detaillierte, fachliche Diskussionen vertieft. Aber diesmal ist die Stimmung anders. Angespannt. Frustriert. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Gestatten. Biber. Eine außergewöhnliche Freundschaft mit einer wildlebenden Biberfamilie

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Christian Kuschenreiter Aug’ in Aug’ mit einem Biber. Das freilebende Tier hat Vertrauen wie zu einem Familienmitglied.

Schwarze Knopfaugen, beeindruckende Schneidezähne, großer Paddelschwanz, Stupsnase und dichter Pelz: Biber sind entzückende Tiere, und obendrein schlau, empathisch, kommunikativ, verspielt - und eigentlich sehr scheu. Als Bettina und Christian Kutschenreiter im Jahr 2003 beim Fotografieren an einem Fluss in Oberbayern auf eine Biberfamilie treffen, ist das der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft, die bis heute anhält. Die Biber lassen die beiden Tierfreunde nach und nach an ihrem Leben teilhaben und suchen schließlich sogar bewusst ihre Nähe. Jetzt haben die beiden ein Buch über ihre Erlebnisse mit den Bibern geschrieben - mit vielen wunderschönen und sicher einzigartigen Fotos. weiter

Die Intelligenz der Hunde

Die internationale Forschung hat sich in den letzten Jahren zunehmend mit der Intelligenz von Hunden beschäftigt und dabei so manches bestätigt, was Hundefreundinnen und Hundefreunde längst wussten: Hunde denken viel komplexer als gedacht. Aber: Was genau ist Hundeintelligenz? Wie misst man sie? Haben wir dazu überhaupt die richtigen Werkzeuge und Vergleichsmaßstäbe? Sind »Menschenschläue« und »Hundeschläue« überhaupt vergleichbar? Und in welchen Bereichen haben Hunde andere oder viel mehr geistige Kompetenzen als wir? weiter

Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter