Hase und ich - Die Geschichte einer außergewöhnlichen Begegnung

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Bild: FREIHEIT FÜR TIERE

Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE



Die Britin Chloe Dalton ist politische Beraterin und arbeitete über ein Jahrzehnt im britischen Parlament und im britischen Außenministerium. Sie lebt abwechselnd in London und auf dem Land, wo sie sich eine alte Scheune als Wohnhaus umgebaut hat. Als sie auf einem Feldweg ein verlassenes Hasenbaby findet, ändert sich ihr Leben. In ihrem Bestseller »Hase und ich« erzählt sie die außergewöhnliche und herzerwärmende Geschichte über die Rettung und Aufzucht dieses Hasenbabys, das erstaunliche Zusammenleben und die wachsende Verbindung zweier ungleicher Freunde in größtmöglicher Freiheit.


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Eine unglaubliche wahre Geschichte: Chloe Dalton findet ein frisch geborenes Hasenbaby und zieht es mit Hingabe auf.

Als sie ihr Hasenmädchen in die Freiheit entlassen will, kehrt es jeden Tag in ihren Garten und ihr Haus zurück und bringt eines Tages hier sogar ihre Kinder zur Welt...
Alle Zeichnungen: © Denise Nestor. »Aus: Hase und ich« von Chloe Dalton

Die ergreifende Geschichte beginnt an einem sehr kalten Februartag im Jahr 2021. Aufgrund der Corona-Pandemie herrscht Lockdown, das Büro in London ist dichtgemacht und Chloe ist zu Hause auf dem Land im Homeoffice und versucht, ihren Arbeitsrhythmus beizubehalten. Sie fühlt sich zerrissen und empfindet immense Rastlosigkeit und Angst vor der Zukunft. »Das veränderte Tempo machte mir sehr zu schaffen«, schreibt sie.

Chloe will gerade spazieren gehen, als sie Hundegebell hört und einen Mann, der seinen offenbar ausgebüxten Hund ruft. Kurz darauf findet sie mitten auf dem Feldweg ein winziges Wesen: Ein Hasenbaby! Daran hat sie keinen Zweifel, obwohl sie noch nie zuvor einen jungen Hasen gesehen hat.

Chloe findet beim Spaziergang mitten auf dem Grasstreifen eines Feldwegs ein Hasenbaby

Das Hasenbaby ist nicht größer als ihre Hand. Sie überlegt: Wahrscheinlich hat der Hund, den sie vorher gehört hatte, das Hasenbaby geschnappt und dann wieder fallengelassen. Sie könnte es dort lassen, in der Hoffnung, dass es einen sicheren Unterschlupf findet und von seiner Mutter gefunden wird, bevor es von einem Fuchs oder Bussard entdeckt oder von einem Auto zerquetscht wird. Oder sie könnte es hochheben und ins hohe Gras setzen, mit dem Risiko, dass seine Mutter es vielleicht nicht findet oder es durch den fremden Geruch nicht mehr annehmen würde. Darum beschließt sie zunächst, das Häschen dort zu lassen, wo sie es gefunden hatte, merkt sich aber genau die Stelle, in der Hoffnung, dass das Häschen von seiner Mutter gefunden und später nicht mehr dort sein würde.

»Als ich auf dem Rückweg vier Stunden darauf wieder vorbeikam, hatte ich den Hasen fast vergessen. Doch da saß er immer noch, mitten auf dem Weg, genauso, wie ich ihn zurückgelassen hatte«, erinnert sich Chloe Dalton. Bussarde kreisen am Himmel. Sie will das Hasenbaby nicht zum Sterben auf dem Acker zurücklassen. Schließlich beschließt sie aus dem Bauch heraus, das Hasenbaby mit nach Hause zu nehmen. Vielleicht hatte der Hund das Häschen verletzt oder die Mutter war getötet worden.

Zuhause untersucht sie das kleine Tier. Es scheint nicht verletzt zu sein. Dann ruft sie einen Naturschützer aus der Gegend an, um ihn um Rat zu fragen. Doch er sagt: »Sie müssen sich leider mit dem Gedanken abfinden, dass es wahrscheinlich verhungern wird oder durch Stress stirbt.« Er hätte noch nie gehört, dass jemand ein Feldhasenbaby erfolgreich aufgezogen hätte.

Damit will sich Chloe nicht abfinden. Ihre Kämpfernatur meldet sich: »Und nun stand ich unversehens über ein wildes Lebewesen gebeugt, das ich irgendwie füttern und am Leben erhalten musste. Das Hasenjunge wartete geduldig, nichts­ahnend, was mir durch den Kopf ging«, berichtet sie.

Womit füttert man ein Hasenbaby, das vielleicht einen Tag alt ist?

Chloe ruft ihre Schwester an, die schon viele verwaiste Lämmchen und Katzenbabys aufgezogen hat und ihr sofort laktosefreien Milchersatz vorbeibringt. Sie verrührt das Pulver mit Wasser, füllt es in eine Pipette, die sie in einer Tasse mit warmem Wasser auf Körpertemperatur erwärmt. Dann hebt sie das Hasenbaby hoch und hält es vorsichtig an ihre Brust. In ihrem Buch schreibt sie: »Es war warm und weich und beinahe gewichtslos, so klein, dass es problemlos in die Mulde meiner Hand passte. Durch den Stoff konnte ich die Form seiner Pfoten spüren.«

Chloe dreht den kleinen Hasen ein wenig zu sich nach oben, schiebt die Pipette in die winzige Öffnung seines Mundes und drückt ein paar Tropfen Milch heraus. Dann setzt sie ihn in eine Schuhschachtel und sammelt Gras vom Wegrand, in der Hoffnung, dass dies dem Hasenbaby vertraut sein würde, und polstert damit den Karton aus. Doch sie befürchtet, am nächsten Morgen den kleinen Hasen leblos vorzufinden.

Wird der kleine Hase überleben?

»Im frühen Morgenlicht eilte ich mit einem mulmigen Gefühl im Bauch die Treppe hinunter und stellte fest, dass sich der kleine Hase im Gras ein Nest gebaut hatte, kaum größer als er selbst. Als ich mich neben ihn setzte, reckte er seine winzigen Ohren in die Höhe, als wäre er nun bereit für diese Welt«, berichtet Chloe in ihrem Buch. Entgegen aller Befürchtungen ist das Hasenbaby am Leben und es trinkt die Milch.

Chloe recherchiert im Internet. Sie liest, dass ein Feld­hasenjunges nur einmal am Tag von der Mutter gesäugt wird. Will man ein verwaistes Feldhasenjunges aufziehen, sollte man ihm dreimal am Tag zu trinken geben, um die Chance zu erhöhen, dass es genügend Nahrung bekommt. Mit etwa acht Wochen, wenn der Hase feste Nahrung zu sich nehmen könne, sollte er in die Natur entlassen werden. Das Problem sei aber, dass ein Hasenjunges das Trinken verweigere, wenn es Angst habe und somit die Gefahr des Verhungerns bestehe.

Doch Chloes Hasenbaby trinkt - und am Ende der ersten Woche trinkt es immer kräftiger. Sie erinnert sich: »Wenn ich den Hasen nach dem Füttern absetzte, lief er quer durchs Zimmer oder kletterte mit prall gefülltem Bauch über meine Beine.« Nachdem es eine Zeitlang herumgelaufen war, setzt sie das Hasenbaby wieder in sein Nest zurück. »Obwohl die Seite offen war, verließ es nie sein Nest. Jedes Mal, wenn ich nach ihm sah, fand ich es reglos geduckt im Heu. Erst später verstand ich, dass dies dem Verhalten von Junghasen in freier Wildbahn entspricht, die ihr Nest in den ersten Lebenswochen niemals verlassen, solange es hell ist.«

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Alle Zeichnungen: © Denise Nestor. »Aus: Hase und ich« von Chloe Dalton

Freiheitsliebe: Das Hasenkind kann kommen und gehen, wann es will

Als das Hasenkind größer wird, baut Chloe auf Empfehlung der Hasen-Website einen Laufkäfig als Vorstufe zur späteren Auswilderung in die Natur. Doch nach wenigen Tagen bemerkt sie, dass mit dem Hasen etwas nicht stimmt, und eines Morgens ist sein Urin seltsam rötlich. Da gibt sie das Laufgehege auf, auch auf die Gefahr hin, dass sie später die Zimmerteppiche erneuern müsse. Sie stellt den Karton des Hasenkindes wieder auf den Boden und lässt alle Türen im Haus und auch die Tür in den Garten offen.

»Die neu erlangte Freiheit animierte den Hasen dazu, seinen Stützpunkt zu verlegen, und zwar immer weiter in meinen Teil des Hauses, wo er seine Zeit im Wohnzimmer oder bei mir im Büro verbrachte, das ebenfalls in den kleinen Garten hinausführte«, berichtet Chloe. Und nie hinterlässt der kleine Hase Köttel im Haus. Bald gelingt es ihm, die Treppenstufen zu erklimmen, die zu Chloes Schlafzimmer hochführen. Und er macht es sich zur Gewohnheit, während des Tages unter ihrem Bett zu schlafen. Chloe erinnert sich: »An manchen Nachmittagen kam das Hasenjunge die Schlafzimmertreppe nur zur Hälfte herunter und blieb hinter mir auf einer Stufe mit Teppichbelag sitzen, offensichtlich unbeeindruckt vom Klang der Stimmen während endloser Videokonferenzen oder dem Rattern des Druckers, wenn er plötzlich zum Leben erwachte und Seite für Seite ausspuckte. Jedes Niesen oder andere fremde Geräusche - wie das Zischen beim Öffnen einer Mineralwasserflasche, auch wenn man sie noch so vorsichtig aufdrehte - sorgte dafür, dass er wie der Blitz aus dem Haus rannte.«

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Durch ein Hasentürchen pendelt Hase frei zwischen Haus und Garten hin und her, springt über die Mauer in die Felder - und kehrt am Abend wieder zurück.

Alle Zeichnungen: © Denise Nestor. »Aus: Hase und ich« von Chloe Dalton

Vertrautes Zusammenleben mit Hase

Während Chloé am Schreibtisch arbeitet - die meiste Zeit in Videokonferenzen oder mit Telefonaten-, sitzt der kleine Hase nun immer öfter auf der Treppe. Manchen Leuten erzählt sie am Telefon sogar von dem kleinen Hasen. »Doch wie mir auffiel, verschwieg ich dabei, dass er mir immer mehr ans Herz wuchs«, schreibt sie. Sie befürchtet, dass dies unseriös oder zu emotional wirken könnte - schließlich arbeitet sie als politische Beraterin.

Viele Jahre hatten hektische Betriebsamkeit, Dauerstress, ein Zustand ständiger Wachsamkeit und Unberechenbarkeit Chloes Leben bestimmt. Der kleine Hase wirkt auf sie entspannt und entspannend zugleich. Sie berichtet: »Immer wieder schlich ich mich nun kurz vom Schreibtisch fort, um einen schnellen Blick auf den Hasen zu werfen, fasziniert von seiner sanften und friedvollen Art.«

Nachdem er am Nachmittag eine Weile auf der Treppe gesessen hat, steht der kleine Hase auf und geht durch die offene Tür oder Luke in den Garten, der von einer Steinmauer umgeben ist. Bevor es dunkel wird, holt Chloe ihn herein und füttert ihn in der Küche. In ihrem Buch schreibt sie: »Er lag zum Trinken nicht mehr auf meiner Hand, sondern kletterte auf meinen Schoß und legte sich mit der Schwanzseite zu mir bäuchlings auf den Oberschenkel. Mit einer Hand stützte ich seine Vorderpfoten ab und hielt mit der anderen die Flasche.«

Anschließend läuft der Hase mit Chloe ins Wohnzimmer und legt sich auf der Fensterbank über dem Sofa, nicht weit von ihrem Kopf, auf ein Kissen. Bald besucht sie der kleine Hase auch nachts in ihrem Schlafzimmer und sie hört seine kleinen Füße auf dem Teppich herumtrippeln.

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Alle Zeichnungen: © Denise Nestor. »Aus: Hase und ich« von Chloe Dalton

Die Aufzucht des Hasenkindes ist für Chloe ein ständiges Ausprobieren und Lernen

Der kleine Hase wächst mit erstaunlicher Geschwindigkeit. In der Natur sind Junghasen im Alter von etwa dreißig Tagen von der Muttermilch entwöhnt. Es bereitet ihr große Sorgen, nicht genau zu wissen, welches Futter ihr Hase jetzt bekommen sollte. Sie bringt ihm verschiedene frische Gräser, doch der kleine Hase will sie nicht essen.

Chloe recherchiert im Internet und lässt sich extra von der London Libary Bücher zuschicken. Sie stellt fest, dass zwar viel über die Aufzucht von Kaninchen zu finden ist, aber nichts über die Aufzucht von Feldhasen. In ihrem Buch schreibt sie: »Bei meiner Lektüre stieß ich auf unzählige Ausführungen darüber, wie man Hasen jagt, tötet oder zubereitet, doch ich fand nicht ein Wort darüber, wie man sie aufzieht. Ich überblätterte eilig die zahllosen Farbdrucke von Stillleben mit toten Hasen, welche die Wände unserer Museen und Kunstausstellungen zieren: Hasen, die kopfüber von Fleischerhaken hängen oder der Länge nach hingeworfen auf Tischen liegen, die Läufe mit Seilen verknotet, während das Blut unter ihren Köpfen zu kleinen Pfützen zusammenläuft.« Und auch viele Rezepte sind dabei: Von »Hase in Kohl« bis Haseneintopf.

Schließlich stößt sie in einem Buch auf die Gedichte von William Cowper (1731 - 1800), der mehrere Hasen aufgezogen hatte, und einen Aufsatz des englischen Dichters, in denen er Gemüse-Gänsedistel, Löwenzahn, Blattsalat, grünes Getreide, Stroh, Kräuter, Hafer sowie Brotwürfel, vermischt mit Möhren­raspel und Apfelschale als die am besten für Hasen geeigneten Nahrungsmittel beschreibt. Sie versucht fast alles auf Cowpers Liste. Schließlich findet sie heraus, dass ihr Hase am liebsten Haferflocken mag. Im Garten isst er Himbeeren und später auch Klee.

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»Seit dem allerersten Tag, als ich sie fand, habe ich das Gefühl, als hätte sich ein Zauber über dieses Fleckchen Erde gelegt, und ich wäre mittendrin.«

Alle Zeichnungen: © Denise Nestor. »Aus: Hase und ich« von Chloe Dalton

Hase pendelt zwischen der freien Natur und Chloes Garten und Landhaus hin und her

Es stellt sich heraus, dass es sich bei Chloes Hasen um ein Mädchen handelt. Chloe begegnet ihr mit Neugier, Respekt und gewährt ihr bei aller Zuwendung die größtmögliche Freiheit. Chloe will ihr Hasenmädchen - das sie einfach »Hase« nennt - auf seine Rückkehr in die freie Natur vorbereiten. Doch Hase bleibt bei ihr, kann kommen und gehen, wann sie will und frei durch den Garten und die umliegenden Felder streifen. Das Hasenmädchen ist nicht zahm, lässt sich nicht streicheln und liebt seinen Freiraum.

Bald ist Hase erwachsen. Sie lebt in der freien Natur der umliegenden Felder, kehrt aber jeden Tag in Chloes Garten und Landhaus zurück. Und eines Tages bringt Hase in dem Garten ihre Kinder zur Welt - Chloe entdeckt sie erst, als sie etwa zwei Wochen alt sind und tagsüber abenteuerlustig rund ums Haus unterwegs sind.

Ein ultimativer Vertrauensbeweis

Ein Jahr später bringt sie an einem Nachmittag Ende April in Chloes Büro zwei Hasenbabys zur Welt - hinter dem Stuhl, auf dem sie jeden Tag bei der Arbeit sitzt. Chloe entdeckt die Hasenbabys eingekuschelt in den Falten des Vorhangs. »Das Vertrauen, das Hase mir entgegengebracht hatte, überwältigte mich«, schreibt sie. Tagsüber liegen die kleinen Hasenbabys in ihrem Versteck, während Chloe im Haus herumläuft. Vor Einbruch der Dunkelheit kommt die Hasenmutter ins Haus zurück. Chloe erinnert sich: »Sie lief in der Küche unmittelbar auf mich zu, stellte sich auf die Hinterbeine und klopfte mir mit ihren federleichten Pfoten auf die Oberschenkel. Ich hockte mich hinunter und sie lehnte sich seitlich an mich.«

Am nächsten Morgen sieht Chloe auf der Kamera, dass Hase ihre Jungen in der Nacht drei Mal gesäugt hatte: um zehn Uhr abends, um zwei Uhr und um fünf Uhr morgens. »Die Fütterungsintervalle waren also wesentlich kürzer, als die Studien, die ich gelesen hatte, behaupteten«, schreibt sie. »Dort hieß es, dass Häsinnen ihre Jungen nur ein Mal innerhalb von vierundzwanzig Stunden säugen, immer nach Sonnen­untergang.«

Bald liegen die beiden Hasenkinder auf dem Sofa oder sitzen auf der Fensterbank, wenn Chloe morgens herunterkommt. In ihrem Buch berichtet sie: »Wenn ich den Raum betrat, trabten sie locker auf die Türöffnung zu, wachsam, jedoch ohne Angst. Wenig später würden sie sich dann oben in meinem Zimmer zum Schlafen hinlegen, ein Muster, das erstaunliche Ähnlichkeit mit dem Verhalten ihrer Mutter aufwies, als diese noch klein war. Das Gefühl von Sicherheit, das sie dorthin gezogen hatte, spürte ihr Nachwuchs nun wohl auch.« Und wie ihre Mutter spielen die Häschen am Nachmittag im Garten, durch den sie durch die kleine Hasentür gelangen.

Im Garten spielen die Hasenkinder ausgelassen. Und Chloe berichtet Unglaubliches: »Eines Tages erschreckte mich eines der Jungen, indem es kurzerhand in meinen Schoß sprang und mir begeistert auf Bauch und Beine trommelte.«


Während wir das Buch »Hase und ich« lesen, werden wir eingefangen von dieser ganz besonderen Stimmung, diesem Band des Vertrauens zwischen einem Menschen und einem frei lebenden Tier. Und wir werden verzaubert durch die wunderschöne poetische Sprache, mit der Chloe Dalton ihre Begegnungen mit ihrem Hasenmädchen und später auch ihren Kindern schildert und den Veränderungen, die diese besonderen Erfahrungen in ihrem Inneren und ihrer Sicht auf das Leben auslösen.

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Eine unglaubliche wahre Geschichte: Chloe Dalton findet ein frisch geborenes Hasenbaby und zieht es mit Hingabe auf.

Als sie ihr Hasenmädchen in die Freiheit entlassen will, kehrt es jeden Tag in ihren Garten und ihr Haus zurück und bringt eines Tages hier sogar ihre Kinder zur Welt...
Alle Zeichnungen: © Denise Nestor. »Aus: Hase und ich« von Chloe Dalton

»Jede Minute, die Hase in meiner Nähe verbringen möchte, ist für mich wertvoll«

Inzwischen ist Hase vier Jahre alt und hat mindestens drei Mal Junghasen zur Welt gebracht, die ihrerseits wieder Kinder bekommen haben. Sie hat drei Winter und drei Ernten überlebt - und eine Verletzung ihrer Vorderpfote, durch die sie monatelang humpelte und auf drei Beinen lief, mit der Gefahr, vom Fuchs gefangen zu werden. »Sie springt über die Gartenmauer hinaus in eine Welt voller Gefahren, teils von anderen Tieren, teils von Menschen gemacht. Daher ist jede Minute, die Hase in meiner Nähe verbringen möchte, für mich wertvoll, aber vergänglich.«

»Fast jeden Morgen taucht sie zum Sonnenaufgang auf und läuft entweder, Ohren und Beine ausschüttelnd, auf das Haus zu oder hält inne, um sich in die Sonne zu legen«, schreibt Chloe. »Seit dem allerersten Tag, als ich sie fand, habe ich das Gefühl, als hätte sich ein Zauber über dieses Fleckchen Erde gelegt, und ich wäre mittendrin.«


Chloe Dalton ist aus ihrem alten Leben ausgestiegen - für das Privileg einer außergewöhnlichen Erfahrung. »Hase brachte mir Geduld bei. Sie lehrte mich - eine Frau, die ihren Lebensunterhalt mit Worten verdient -, die Würde und Überzeugungskraft der Stille zu schätzen. Sie zeigte mir ein anderes Leben, mit all den Reichtümern darin. Sie sorgte dafür, dass ich Tiere in einem neuen Licht sehe.«


Und darum gibt sie heute den Feldhasen eine Stimme: »Angefangen von der Jagd über die Landwirtschaft bis hin zur Zerstörung von Lebensräumen haben wir den Feldhasen über die Jahrhunderte hinweg viel Schaden zugefügt.« Chloe Dalton wendet sich in einem Offenen Brief an den britischen Premierminister: »Schützen Sie Hasen und ihre Jungen vor der Jagd, indem Sie in England und Wales dringend eine Schonzeit einführen.« Zahlreiche namhafte Unterstützer von Schauspiel-Ikone Judy Dench über zahlreiche Autoren, Politiker, Tierschützer, Naturfotographen, Wissenschaftler bis zum Kanzler der Universität Oxford haben sich angeschlossen.

Die Autorin

Chloe-Dalton

Chloe Dalton ist Schriftstellerin, politische Beraterin und Außenpolitikexpertin. Sie arbeitete im britischen Parlament und im Außenministerium, unter anderem für den britischen Außenminister William Hague in der Koalitionsregierung von David Cameron.


Chloe Dalton lebt abwechselnd in London und ihrer Heimat auf dem englischen Land. Durch die Rettung und Aufzucht eines verwaisten Hasenbabys ändert sich ihr Leben. Ihr Debütbuch »Raising Hare« war sofort ein Bestseller.


»Was dieses Buch so herzerwärmend berührend macht, ist sein fast lyrischer Ton. Dalton, die eigentlich politische Beraterin ist, kann traumwandlerisch gut schreiben«, so Kim Kindermann vom Deutschlandfunk Kultur. »Am Ende ist ihr Buch auch ein Appell zum Nachdenken darüber, wie wir Menschen mit der belebten Umwelt umgehen, sie oft missachten und jeglichen Bezug zu ihr verloren haben. All das macht ›Hase und ich‹ schon jetzt zu einem der besten erzählenden Sachbücher des Jahres!«


Chloe Dalton macht sich gegen den Abschuss von Hasen stark. In einem Offenen Brief an den britischen Premierminister fordert sie mit zahlreichen Unterstützern die Einführung einer Schonzeit vom 1. Februar bis 30. September, um das Töten trächtiger und säugender Hasen sowie das Verhungern verwaister Hasenkinder zu beenden.



Offener Brief: www.chloedalton.uk/open-letter


Internetseite von Chloe Dalton: www.chloedalton.uk

Das Buch

978-3-608-96638-1

SPIEGEL-Bestseller

Nominiert für die Longlist »Die schönsten Deutschen Bücher«



»Diese Begegnung beschert uns jetzt ein Buch, das zum Schönsten gehört, was seit Langem über das Verhältnis von Mensch und Tier geschrieben wurde.«

Alexander Cammann, Die ZEIT


»Mit lyrischer Zärtlichkeit geschrieben ... ein wunderschönes Buch.«

Angelina Jolie


»Ein Liebesbrief an die Natur.«

The Times



Chloe Dalton: Hase und ich

Die Geschichte einer außergewöhnlichen Begegnung

304 Seiten, gebunden, durchgängig illustriert

Klett-Cotta, 2025 · ISBN: 978-3-608-96638-1

Hardcover 22,00 € · E-Book 17,99 €

FREIHEIT FÜR TIERE 3/2026

Freiheit für Tiere 3/2026

Artikelnummer: 3-2026

Tiernachrichten: Verletzter Kormoran klopft an Notaufnahme in Bremen • Amsterdam verbietet Werbung für Fleisch • Plakate in Londoner U-Bahnen: Gaskammern für Schweine nicht »human« • Niedersachsen: Klage wegen CO2-Betäubung von Schweinen • Größter Legehennen-Schlachthof Bayerns: Mehrere Mitarbeiter wegen Tierquälerei verurteilt • Neues Tierschutzrecht in Italien: Tiere sind keine »Sachen« - Härtere Strafen für Tierquälerei • Verstoß gegen das Schweizer Tierschutzgesetz: Größte Lachsfabrik in der Schweiz geplant • Studie: EU gibt 23% des Gesamthaushalts als Subventionen für Fleisch und Milch aus • Rheinland-Pfalz: Grundstück in Winzeln ab sofort jagdfrei • Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere • Kulturlandschaft: Die Logik hinter dem Artenverlust - Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs • Symbiosen: Pflanzen und Tiere im Garten • Nachhaltigkeit: Vegane Ernährung im Sport • TAMU: Das vegane Afrika-Kochbuch

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FREIHEIT FÜR TIERE 2/2026

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Artikelnummer: 2-2026

Tiernachrichten: Schutzgebiet für ehemalige Show-Delfine in Süditalien entsteht • Verhaltenforschung: Werkzeuggebrauch bei Kühen - wie Primaten • Hobbyjagd: Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe • Stoppt die Jagd auf Vögel! • Tierportrait: Deutschlands Wilde Wölfe • Mit Tieren leben: ERST das Buch, dann der HUND: Ratgeber VOR dem Hundekauf • 101 Empfehlungen von internationalen Wissenschaftlern: Vegane Ernährung als Schlüssel gegen zunehmende Gesundheitskrisen • Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund? • Ernährung ohne Tierleid: Tipps für ein langes, gesundes und tierfreundliches Leben • Forschungstrend »Longevity«: Mit Pflanzenkraft gesunde Lebensjahre gewinnen - mit Rezepten • Lifestyle: »VEGAN & Delicious« von Bianca Zapatka - Tierfreundliche Rezepte

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FREHEIT FÜR TIERE 1/2026

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Artikelnummer: 1/2026

Tierschutz aktiv: Delfinarien: Schluss mit Delfinen in Gefangenschaft! • Historisches Urteil in Spanien: Massive Umweltverschmutzung durch Massentierhaltungverstößt gegen Menschenrechte • Bayerns größter Milchviehbetrieb: Tierhaltungsverbot wegen schwerer Tierquälerei • Gesetz ab 2026 in Österreich: Heimtierhaltung mit Sachkundenachweis • Neues Gesetz zur Heimtierhaltung: Interview Prof. Rudolf Winkelmayer, Veterinär und Tierethiker • Ethik und Religion: Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche • Tierportrait: »Hase und ich« - Ergreifende Rettung und Aufzucht eines Feldhasenbabys • Studie: Schon eine Scheibe Wurst am Tag erhöht das Risiko für chronische Krankheiten • Studie: Pflanzliche Ernährung reduziert Krebsrisiko deutlich • Italienische Küche vegan: Kochen alla Nonna • Rezept: Cavatelli agli spinaci • Rezept: Pasta al forno • Rezept: Tiramisu • DVD-Tipp: »Gottes Gäste« - Jetzt drei Tiergemärchen von Manfred Kyber auf DVD

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Neuauflage: FREIHEIT FÜR TIERE - Fakten gegen die Jagd

FREIHEIT FÜR TIERE: Fakten gegen die Jagd (völlig überarbeitete und auf 60 S. erweiterte Neuauflage)

Artikelnummer: 522

Fakten und Argumente gegen das blutige Hobby der Waidmänner und Waidfrauen: Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger immer mehr: Immer weniger Spaziergänger, Hundehalter, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Hobbyjägern angepöbelt oder sogar bedroht werden. Immer mehr Menschen protestieren gegen die Ballerei in Naherholungsgebieten. Und Berichte, dass Jäger aus Versehen Liebespaare im Maisfeld oder Ponys auf der Weide erschießen, können einem draußen in der Natur durchaus Angst machen. Warum Jäger Jagd auf Hasen machen, obwohl sie auf der »Roten Liste« bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden. Zudem haben 99,6 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen. Da stellt sich die Frage: Warum jagen Jäger wirklich?

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Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere

Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE

Tiere folgen nur ihren Instinkten und können höchstens ein paar angelernte Arbeitsschritte ausführen? Weit gefehlt! Sie können so viel mehr, als wir geahnt haben! Von Bergpapageien, die verschlossene Rucksäcke und Taschen öffnen, bis zu Kakadus, die mehrstufige Werkzeuge herstellen: Die Kognitionsbiologin Prof. Dr. Alice Auersperg nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise über die erstaunliche Kreativität, den verblüffenden Einfallsreichtum und Erfindergeist von Tieren - und sie zeigt, wie nah uns Tiere wirklich sind! weiter

Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust. Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs

In seinem Buch »Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust« berichtet Guido Meyer, wie er erst als Spaziergänger und Mountainbiker, dann als Hundeführer und Fotograf immer tiefer in die Natur eintauchte und wildlebende Tiere wie Hirsche und Wölfe ganz nah erlebte. Und wie er dabei auf der anderen Seite immer öfter in Konfrontationen mit Jägern und sogar ernsthafte Bedrohungssituationen geriet, die ihn dazu brachten, intensiv über Jagd und Jäger zu recherchieren, über die dramatische Bedrohung der Arten und die Zerstörung von Lebensräumen, aber auch über das Ökosystem Wald, die wunderbare Kraft der Natur und die Symbiose von Natur und Tieren, an der auch wir Menschen teil haben können. Illustriert wird das Buch durch fantastische Fotografien, mit denen Guido Meyer seit Jahren auf seiner Plattform naturdigital.online begeistert. weiterlesen

Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe: Wie lange noch?

Im Februar 2026 hat ein 52-jähriger Hobbyjäger im Landkreis Bamberg seine 49-jährige Frau, seinen 14-jährigen Sohn, die 6-jährige Tochter und sich selbst erschossen.
Im Januar 2026 traf der Schuss eines Jägers einen 23-Jährigen in Nordrhein-Westfalen tödlich. In Niedersachsen verwechselte ein 77-jähriger Hobbyjäger eine Gruppe Spaziergänger mit Wildtieren - eine 58-jährige Frau wurde schwer verletzt. In der Steiermark wurde ein 42-jähriger Hobbyjäger aus Versehen tödlich in den Kopf getroffen - beim Verladen eines erschossenen Wildschweins ins Auto löste sich ein Schuss.
Im Dezember 2025
tötete ein Hobbyjäger in der Oberpfalz seinen Nachbarn zwei Stockwerke über sich mit einem gezielten Kopfschuss. Ein anderer Hobbyjäger schoss vom Hochsitz aus Versehen auf einen 20-Jährigen und verletzte ihn so schwer, dass er im Krankenhaus notoperiert werden musste.
Im November 2025
erschoss ein Hobbyjäger in Reutlingen vier Familienangehörige und sich selbst - mit einer Schusswaffe, die er als Jagdscheininhaber legal besaß. Spaziergänger wurden von Jagdmunition getroffen, das Projektil eines Jägers durchschlug die Jalousie der Küchentür eines Hauses und ein Jagdschein­inhaber aus Crailsheim kündigte an, die »größtmögliche Anzahl an Ausländern« umbringen zu wollen. weiterlesen

Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche

»Wenn jemand Fleischspeisen, die Gott den Menschen zum Genuss gegeben hat, für unrein hält und ... auf sie verzichtet ..., der sei mit dem Bannfluch belegt.«

Papst Johannes III., Synode von Braga, 561 n. Chr.


Diesen Bannfluch verkündete Papst Johannes III. im Jahr 561 nach Christus auf der Synode von Braga in Portugal. Ein Bannfluch hatte die »Vogelfreiheit« zur Folge: Der Gebannte verlor als Ausgeschlossener aus der Gesellschaft alle Rechte.


Ganz in diesem Geiste wurden im Jahre 1051 durch die Bischofsversammlung in Goslar »Ketzer«, die ausschließlich von Pflanzennahrung lebten, zum Tode verurteilt, weil sie sich geweigert hatten, Hühner zu töten. Das Töten von Hühnern wurde zum »Test«, um Ketzer zu erkennen!
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DVD-Tipp: Jesus und die Tiere

jesus-tempelreinigung Ausschnitt

Jesus treibt die Tierhändler aus dem Tempel.

Jesus von Nazareth wurde im Stall mitten unter den Tieren geboren. Gab Gott damit den Menschen nicht ein Symbol, dass Sein Sohn nicht in einem Palast, sondern bei Schafen, Rindern, Eseln und Katzen zur Welt kam?

Zu Zeiten des Jesus von Nazareth wurden Lämmer und Tauben im Tempel für die Sünden der Menschen geopfert. Jesus trat gegen diesen blutigen Kult ein. Bekannt ist die Szene, wie Jesus nach seinem Einzug in Jerusalem die Tierhändler aus dem Tempel hinaustrieb und die Tiere freiließ. Und er rief: »Steht nicht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker? Ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht!« (Markus 11,17)

Über die Tierliebe des Jesus von Nazareth ist in der Bibel kaum etwas zu finden. Doch aus der frühchristlichen Geschichtsschreibung wird deutlich, dass Jesus kein Fleisch gegessen hat und sich für die Tiere einsetzte... weiterlesen

DVD: Jesus und die Tiere

Artikelnummer: 318

Vergleicht man die Bibel mit apokryphen Schriften, dann ist gut zu erkennen, dass die Kernaussagen oft die Gleichen sind, aber die Tierliebe Jesu, gänzlich fehlt. In dieser DVD werden viele Begebenheiten, bei denen Jesus über die Tiere sprach, wiedergegeben.

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Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund?

Die gesundheitlichen Auswirkungen von vegetarischer und veganer Ernährung im Kindesalter sind immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass eine vollwertige pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund und bedarfsdeckend ist. Auch die bisher größte Studie dieser Art bestätigt nun: Pflanzliche Ernährung ist für Kinder und Jugendliche sicher und vorteilhaft. weiterlesen

Ernährung ohne Tierleid: Ein gesünderes Leben

Viele Menschen, die sich entscheiden, kein Fleisch mehr zu essen, tun dies aus ethischen Gründen: weil sie nicht möchten, dass Tiere für sie leiden und sterben müssen. Viele gehen den konsequenten Schritt weiter und lassen aus Liebe zu Kühen und Kälbchen Milch und Käse weg, essen aus Mitgefühl zu Hühnern keine Eier und leben rein pflanzlich. Und dann erfahren sie, dass eine vegane Ernährung ohne Tierleid auch die gesündeste ist!

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Die aktuelle Undercover-Recherche von SOKO Tierschutz in Bayerns größtem Milchviehhof in Bad Grönenbach zeigt erneut massive Verstöße gegen den Tierschutz. · Bild: SOKO Tierschutz

Von Annemarie Botzki, Recherche und Kampagnen bei der Verbraucherschutzorganisation foodwatch e.V.

»Alle haben die Nase voll« - das ist der Satz, der mir vom bayerischen Tierärztetag in Kulmbach besonders im Ohr hängen bleibt. sitze mit 150 amtlichen und Amtstierärzt:innen in einem Konferenzraum. Normalerweise sind sie in detaillierte, fachliche Diskussionen vertieft. Aber diesmal ist die Stimmung anders. Angespannt. Frustriert. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Gestatten. Biber. Eine außergewöhnliche Freundschaft mit einer wildlebenden Biberfamilie

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Christian Kuschenreiter Aug’ in Aug’ mit einem Biber. Das freilebende Tier hat Vertrauen wie zu einem Familienmitglied.

Schwarze Knopfaugen, beeindruckende Schneidezähne, großer Paddelschwanz, Stupsnase und dichter Pelz: Biber sind entzückende Tiere, und obendrein schlau, empathisch, kommunikativ, verspielt - und eigentlich sehr scheu. Als Bettina und Christian Kutschenreiter im Jahr 2003 beim Fotografieren an einem Fluss in Oberbayern auf eine Biberfamilie treffen, ist das der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft, die bis heute anhält. Die Biber lassen die beiden Tierfreunde nach und nach an ihrem Leben teilhaben und suchen schließlich sogar bewusst ihre Nähe. Jetzt haben die beiden ein Buch über ihre Erlebnisse mit den Bibern geschrieben - mit vielen wunderschönen und sicher einzigartigen Fotos. weiter

Die Intelligenz der Hunde

Die internationale Forschung hat sich in den letzten Jahren zunehmend mit der Intelligenz von Hunden beschäftigt und dabei so manches bestätigt, was Hundefreundinnen und Hundefreunde längst wussten: Hunde denken viel komplexer als gedacht. Aber: Was genau ist Hundeintelligenz? Wie misst man sie? Haben wir dazu überhaupt die richtigen Werkzeuge und Vergleichsmaßstäbe? Sind »Menschenschläue« und »Hundeschläue« überhaupt vergleichbar? Und in welchen Bereichen haben Hunde andere oder viel mehr geistige Kompetenzen als wir? weiter

Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter