Hühnerfleisch: höheres Risiko für Tod durch Magen- und Darmkrebs
Bereits 2015 stufte die WHO rotes Fleisch und Wurst als krebserregend ein. Weißes Fleisch (Huhn, Pute, Gänse) galt gemeinhin als unbedenklich. Doch eine neue Studie zeigt: Der regelmäßige Verzehr von Hühnerfleisch fördert die Entstehung von Magen- und Darmkrebs und erhöht auch die Sterblichkeit!
Die Zunahme von Darmkrebs und Magenkrebs ist alarmierend. Ein Forschungsteam des National Institute of Gastroenterology in Bari, Italien, untersuchte, welchen Einfluss der Verzehr von weißem Fleisch haben könnte. Für die Studie wurden Daten von 4.869 Frauen und Männern über einen Zeitraum von 20 Jahren ausgewertet: Informationen über die Ernährung mit besonderem Augenmerk auf Hühnerfleischkonsum wurden mit Krebsdiagnosen und Todesursachen in Verbindung gesetzt.
27 % höheres Risiko, an Krebs zu sterben
Die Auswertung ergab einen Zusammenhang zwischen einem hohen Hühnerfleischkonsum und einem deutlich höheren Auftreten von Magen- und Darmkrebs sowie einer erhöhten Sterblichkeit aufgrund dieser Erkrankungen. Studienteilnehmer, die mehr als 300 Gramm Hühnerfleisch pro Woche verzehrten, hatten ein um rund 27 Prozent erhöhtes Risiko, an Magen- oder Darmkrebs zu sterben, verglichen mit denjenigen, die im gleichen Zeitraum maximal 100 Gramm zu sich nahmen.
Bereits 2019 hatte eine Studie eines Forschungsteams der Harvard T.H. Chan School of Public Health in Boston, USA, ergeben, dass das vermeintlich gesündere weiße Fleisch von Hühnern, Puten, Gänsen und anderem Geflügel einen ähnlich schlechten Einfluss auf die Blutfettwerte hat wie rotes Fleisch und somit die Gefahr von Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht.
Quellen:
· Bonfiglio C., Tatoli R., Donghia R. et al.: Does Poultry Consumption Increase the Risk of Mortality for Gastrointestinal Cancers? A Preliminary Competing Risk Analysis, Nutrients, 2025. www.mdpi.com/2072-6643/17/8/1370
· Zheng Y., Satija A. et al.: Association of changes in red meat consumption with total and cause specific mortality among US women and men: two prospective cohort studies, The Bmj, 2019. www.bmj.com/content/365/bmj.l2110
