Igel in Gefahr

Die neuen Feinde der Igel: Mähroboter, Rasentrimmer & Co.

Durch den zunehmenden Verlust ihrer ursprünglichen

Durch den zunehmenden Verlust ihrer ursprünglichen

Durch den zunehmenden Verlust ihrer Lebensräume geht die Zahl der Igel seit Jahren zurück. · Bild: Mr. SUTTIPON YAKHAM - Shutterstock.com

Von Dr. Antje Oldenburg

Wer an den ersten lauen Frühlingsabenden still im Garten sitzt und den Geräuschen der Nacht lauscht, kann sie keckern und fauchen oder schmatzend und schnaufend im Gebüsch rascheln hören: Die Igel haben nach rund fünfmonatigem Winterschlaf ihre geschützten Winterquartiere verlassen und durchstreifen auf der Suche nach Insekten wie Laufkäfern, Ohrwürmern, Maden und Raupen ihr Revier. Doch die liebenswerten Stacheltiere sind in Gefahr. Durch den zunehmenden Verlust ihrer ursprünglichen Habitate - eine reich gegliederte, vielfältige Feldflur mit Hecken, Gehölzen, Wegsäumen, Staudendickichten und artenreichen Magerwiesen - geht die Zahl der Igel seit Jahren zurück. Statt in der freien Natur leben Igel heute in menschlichen Siedlungen, vorzugsweise in naturnahen Gärten, Parkanlagen und Streuobstwiesen. Hier macht ihnen vor allem die Zerschneidung ihres Lebensraumes durch ein dichtes Straßennetz zu schaffen: Alljährlich werden etwa eine halbe Million Igel von Autos überrollt. Eine weitere Bedrohung stellt der ungebrochene Trend zu öden Schottergärten und kurz gemähtem Einheitsgrün dar, in denen Igel weder ausreichend Nahrung noch geeignete Schlaf- und Nestplätze finden. Hinzu kommt: Mit dem stetig steigenden Einsatz von Motorsensen, Mährobotern und Rasentrimmern sind die beliebten Insektenfresser einer weiteren Gefahrenquelle ausgesetzt.

Motorsensen und nachts fahrende Mähroboter

Motorsensen und nachts fahrende Mähroboter

sind der Tod vieler Igel. · Bild: photoschmidti- Shutterstock.com

Entgegen landläufiger Meinung ernähren sich Igel nicht von Mäusen, Vogeleiern und heruntergefallenem Obst, sondern hauptsächlich von Käfern, Ohrwürmern, Larven, Maden, Tausendfüßlern, Würmern und Schnecken. Da die zur Lieblingsspeise der Igel zählenden Insekten und Gliederfüßler in ausgeräumten Landschaften und monotonen Gärten viel seltener vorkommen als in naturnahen, pestizidfreien Lebensräumen, reduziert sich das Nahrungsspektrum für Igel hauptsächlich auf Würmer und Schnecken - die Zwischenwirte ihrer Innenparasiten.

Igelstationen haben alle Hände voll zu tun

Dies hat zur Folge, dass Igelstationen in den Sommermonaten bis zum beginnenden Winterschlaf immer häufiger Igel aufnehmen, die unter massivem Befall an Lungenwürmern, Darmhaarwürmern und Darmsaugwürmern leiden. Die winzigen Fadenwürmer werden von so genannten Häuschenschnecken übertragen und können bei Igeln zu Husten, Atemnot, Apathie und Gewichtsverlust und im schlimmsten Fall sogar zum Tode führen.

Igelkinder auf Entdeckungstour in der Igelstation.

Igelkinder auf Entdeckungstour in der Igelstation.

Mit dem stetig steigenden Gebrauch von motorisierten Gartengeräten wie Freischneidern, Fadenmähern, Motorsensen und Mährobotern sind die beliebten Insektenfresser einer weiteren Gefahrenquelle ausgesetzt, die Igelstationen, Wildtierhilfen und Tierheimen in ganz Deutschland immer mehr Pfleglinge beschert.

Dabei wird den Igeln eine jahrtausendealte Verteidigungsstrategie zum Verhängnis: Bei Gefahr rollen sich die Tiere zu einer regungslosen Stachelkugel ein, so dass Gesicht, Bauch und Gliedmaßen verborgen und durch die nadelspitzen, starr aufgerichteten Stacheln geschützt sind. So können sie zwar Fressfeinde wie Marder, Iltis, Fuchs und Dachs erfolgreich abwehren, haben jedoch gegen motorisierte Gartengeräte keine Chance. Hinzu kommt, dass Freischneider von Gartenbesitzern, Hausmeistern und Bauhofbetreibern gerade dort eingesetzt werden, wo Igel ihre Schlaf- und Nestplätze einrichten, nämlich unter Büschen, an Heckenrändern und in verwilderten, überwucherten Ecken.

Wurden bei den Igelstationen früher im Frühjahr und Sommer nur wenige hilfsbedürftige Igel eingeliefert, die beim Kompostumsetzen mit Mistforken verletzt oder von einem Hund gebissen wurden, verzeichnen die Tierhilfen immer mehr Igel mit typischen Verletzungsmustern. Die Tiere weisen tiefe Schnittwunden im Rückenbereich auf, manchmal sind sogar größere Flächen freigelegt , beschreibt Karolin Schütte von der Wildtier- und Artenschutzstation im niedersächsischen Sachsenhagen die Verletzungen ihrer Patienten. Häufig sind die Wunden bereits entzündet oder von Maden befallen , ergänzt die Tierärztin. Sie schätzt, dass rund ein Drittel der eingelieferten Tiere so schwer verletzt sind, dass sie sofort eingeschläfert werden müssen. Ein weiteres Drittel verstirbt trotz Behandlung und intensiver Pflege, so dass letztlich höchstens jeder dritte Igel wieder in die Freiheit entlassen werden kann.

Durch Rasentrimmer verletzter Igel.

Durch Rasentrimmer verletzter Igel.

Die Wunde war bereits hochgradig infiziert, als er in die Igelstation gebracht wurde. · Bild: Brigitte Liepe

In der Igel-Pflegestelle in Erftstadt-Liblar (NRW)

In der Igel-Pflegestelle in Erftstadt-Liblar (NRW)

gesund gepflegter Igel kurz vor der Auswilderung. Die ehemalige Gesichtsverletzung ist nach wochenlanger Pfege noch sichtbar... · Bild: Nicole Königsfeld

Auch Mähroboter gehören zu den neuen Feinden der Igel. Die als fleißige Helfer angepriesenen Geräte kommen vor allem in Privatgärten zum Einsatz, wo sie stundenlang ihre Runden drehen und dabei Insekten, Spinnen, Schnecken, Amphibien, Reptilien und kleinen Säugetieren den Garaus machen. Obwohl die Hersteller in den Bedienungsanleitungen darauf hinweisen, dass Mähroboter möglichst tagsüber und unter Aufsicht arbeiten sollen, sind die autonomen Geräte oft nachts unterwegs. Dann tragen sie nicht nur zur Verringerung der Artenvielfalt bei, sondern gefährden auch nachtaktive Tiere, die auf Nahrungssuche über den Rasen stromern.

»Verletzungen durch Mähroboter sind besonders grausam«, so Karin Oehl, die seit 1973 eine Igelstation in Pulheim (Nordrhein-Westfalen) betreibt. »Zerschnittene Oberkiefer und Nasen, fehlende Augen, offenliegende Gehirne«, erläutert die Grande Dame der Igelpflege und fügt hinzu: »Ich hatte hier in der Station in neun Tagen elf Igel, die starben oder euthanasiert werden mussten. Das erträgt kein Mensch mehr.«

Durch Mähroboter schwer verletzter Igel.

Durch Mähroboter schwer verletzter Igel.

Bild: Verena Wendt

Karin Oehl rettete fast 50 Jahre lang

Karin Oehl rettete fast 50 Jahre lang

lang verletzte Igel. Über 400 Pflege-Igel päppelte die Igelexpertin jedes Jahr auf. 2022 will die 77-Jährige die Pforten ihrer Igelstation schließen - die Knochen machen nicht mehr mit. · Bild: Christoph Oehl

Lag der Schwerpunkt in den Anfangsjahren auf der Aufnahme von kranken, verwaisten oder zu leichten Jungigeln im Herbst, so hat sich die Igelpflege inzwischen zu einem ganzjährigen Vollzeitjob entwickelt, der den Ehrenamtlichen ein hohes Maß an medizinischer und pflegerischer Expertise sowie physischer und psychischer Belastbarkeit abverlangt und sich darüber hinaus aufgrund mangelnder finanzieller Mittel in Privathäusern mit begrenzter Aufnahmekapazität abspielt. Hinzu kommen Beratungen, Seminare, Vorträge und Schulveranstaltungen zum Thema Natur- und Artenschutz im Allgemeinen und Igelschutz im Besonderen.

Bundesweite Plakataktion: Kein Nachteinsatz von Mährobotern!

Um auf das hohe Gefährdungspotential nachts fahrender Mähroboter aufmerksam zu machen und zu einem vorsichtigen Umgang mit motorisierten Gartengeräten aufzurufen, haben die Tierfreunde Rhein-Erft 2021 nicht nur die Medien sensibilisiert, sondern gemeinsam mit der Igelstation Pulheim und der Igelhilfe Rostock eine bundesweite Plakataktion gestartet, die auf große Resonanz gestoßen ist und in diesem Jahr fortgesetzt wird. Zur Auswahl stehen vier aussagekräftige Plakate mit unterschiedlicher Gestaltung, die unter dem Motto »Einfach mal abschalten« zur Vermeidung von nächtlichen Mährobotereinsätzen aufrufen.

Plakataktion von Igelschützern und Igelstationen:

Plakataktion von Igelschützern und Igelstationen:

Plakataktion von Igelschützern und Igelstationen: Kein Nachteinsatz von Mährobotern! · Bild: Itierfreunde-rhein-erft.de

Wer sich an der Kampagne beteiligen und Plakate in Geschäften, Gärtnereien, Blumenläden, Apotheken, Arztpraxen, Sparkassen oder in öffentlichen Gebäuden aufhängen möchte, kann auf der Homepage der Tierfreunde Rhein-Erft Plakate herunterladen oder als Farbdruck bestellen.

»Wir hoffen, möglichst viele Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer zu erreichen und zu einem achtsameren Umgang mit der Natur zu bewegen«, fasst Renate Könen von den Tierfreunden Rhein-Erft ihre Motivation zusammen, »denn leider haben wir in der Vergangenheit vergeblich versucht, Baumärkte und Hersteller für die Problematik zu interessieren, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen.«

Giftfreie, naturbelassene Gärten

Giftfreie, naturbelassene Gärten

mit heimischen Büschen und Hecken, Blühwiesen statt kurzgeschorener Rasenflächen helfen nicht nur Igeln, sondern tragen generell zum Erhalt der Artenvielfalt bei. · Ivan Rahouski- Shutterstock.com

Jeder sollte in seinem Garten beim Einsatz motorisierter Gartengeräte größte Vorsicht walten lassen, um Igel, Jungvögel und andere Tiere nicht zu gefährden. Und bitte mehr Wildnis wagen: Giftfreie, naturnahe Gärten mit heimischen Büschen und Hecken, Blühwiesen statt kurz geschorener Rasenflächen, wuchernden Ranken und Laubhaufen helfen nicht nur Igeln, sondern tragen generell zum Erhalt der Artenvielfalt bei.

Informationen & Plakataktion:
www.tierfreunde-rhein-erft.de

Weitere Infos zu Igeln und zur Anlage naturnaher Gärten:
Pro Igel e.V.:
www.pro-igel.de
Igelschutz-Interessengemeinschaft e.V.:
www.igelschutz-ev.de

FREIHEIT FÜR TIERE 2/2026

Freiheit für Tiere 2/2026

Artikelnummer: 2-2026

Tiernachrichten: Schutzgebiet für ehemalige Show-Delfine in Süditalien entsteht • Verhaltenforschung: Werkzeuggebrauch bei Kühen - wie Primaten • Hobbyjagd: Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe • Stoppt die Jagd auf Vögel! • Tierportrait: Deutschlands Wilde Wölfe • Mit Tieren leben: ERST das Buch, dann der HUND: Ratgeber VOR dem Hundekauf • 101 Empfehlungen von internationalen Wissenschaftlern: Vegane Ernährung als Schlüssel gegen zunehmende Gesundheitskrisen • Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund? • Ernährung ohne Tierleid: Tipps für ein langes, gesundes und tierfreundliches Leben • Forschungstrend »Longevity«: Mit Pflanzenkraft gesunde Lebensjahre gewinnen - mit Rezepten • Lifestyle: »VEGAN & Delicious« von Bianca Zapatka - Tierfreundliche Rezepte

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FREHEIT FÜR TIERE 1/2026

Freiheit für Tiere 1/2026

Artikelnummer: 1/2026

Tierschutz aktiv: Delfinarien: Schluss mit Delfinen in Gefangenschaft! • Historisches Urteil in Spanien: Massive Umweltverschmutzung durch Massentierhaltungverstößt gegen Menschenrechte • Bayerns größter Milchviehbetrieb: Tierhaltungsverbot wegen schwerer Tierquälerei • Gesetz ab 2026 in Österreich: Heimtierhaltung mit Sachkundenachweis • Neues Gesetz zur Heimtierhaltung: Interview Prof. Rudolf Winkelmayer, Veterinär und Tierethiker • Ethik und Religion: Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche • Tierportrait: »Hase und ich« - Ergreifende Rettung und Aufzucht eines Feldhasenbabys • Studie: Schon eine Scheibe Wurst am Tag erhöht das Risiko für chronische Krankheiten • Studie: Pflanzliche Ernährung reduziert Krebsrisiko deutlich • Italienische Küche vegan: Kochen alla Nonna • Rezept: Cavatelli agli spinaci • Rezept: Pasta al forno • Rezept: Tiramisu • DVD-Tipp: »Gottes Gäste« - Jetzt drei Tiergemärchen von Manfred Kyber auf DVD

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Neuauflage: FREIHEIT FÜR TIERE - Fakten gegen die Jagd

FREIHEIT FÜR TIERE: Fakten gegen die Jagd (völlig überarbeitete und auf 60 S. erweiterte Neuauflage)

Artikelnummer: 522

Fakten und Argumente gegen das blutige Hobby der Waidmänner und Waidfrauen: Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger immer mehr: Immer weniger Spaziergänger, Hundehalter, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Hobbyjägern angepöbelt oder sogar bedroht werden. Immer mehr Menschen protestieren gegen die Ballerei in Naherholungsgebieten. Und Berichte, dass Jäger aus Versehen Liebespaare im Maisfeld oder Ponys auf der Weide erschießen, können einem draußen in der Natur durchaus Angst machen. Warum Jäger Jagd auf Hasen machen, obwohl sie auf der »Roten Liste« bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden. Zudem haben 99,6 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen. Da stellt sich die Frage: Warum jagen Jäger wirklich?

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Sonderpreis: Fakten gegen die Jagd (Ausgabe 2017, 24 Seiten)

Artikelnummer: 521

Die Natur braucht keine Jäger: Fakten gegen die Jagd - Warum jagen Jäger wirklich? Die Frage »Warum jagen wir?« beantwortet eine Jagdredakteurin wie folgt: »Einige beschreiben die Jagd als Kick, andere sprechen von großer innerer Zufriedenheit. Die Gefühle bei der Jagd sind ebenso subjektiv wie in der Liebe. Warum genießen wir sie nicht einfach, ohne sie ständig rechtfertigen zu wollen?« Rationale Gründe, mit denen Jäger rechtfertigen, dass die Jagd notwendig sei, sind offenbar nur Ausreden. Jedenfalls schreibt die Jägerin: »Der Tod, der mit dem Beutemachen verbunden ist, ist verpönt. Deswegen suchen die Jäger Begründungen in Begriffen wie Nachhaltigkeit, Hege und Naturschutz.«

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Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere

Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE

Tiere folgen nur ihren Instinkten und können höchstens ein paar angelernte Arbeitsschritte ausführen? Weit gefehlt! Sie können so viel mehr, als wir geahnt haben! Von Bergpapageien, die verschlossene Rucksäcke und Taschen öffnen, bis zu Kakadus, die mehrstufige Werkzeuge herstellen: Die Kognitionsbiologin Prof. Dr. Alice Auersperg nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise über die erstaunliche Kreativität, den verblüffenden Einfallsreichtum und Erfindergeist von Tieren - und sie zeigt, wie nah uns Tiere wirklich sind! weiter

Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust. Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs

In seinem Buch »Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust« berichtet Guido Meyer, wie er erst als Spaziergänger und Mountainbiker, dann als Hundeführer und Fotograf immer tiefer in die Natur eintauchte und wildlebende Tiere wie Hirsche und Wölfe ganz nah erlebte. Und wie er dabei auf der anderen Seite immer öfter in Konfrontationen mit Jägern und sogar ernsthafte Bedrohungssituationen geriet, die ihn dazu brachten, intensiv über Jagd und Jäger zu recherchieren, über die dramatische Bedrohung der Arten und die Zerstörung von Lebensräumen, aber auch über das Ökosystem Wald, die wunderbare Kraft der Natur und die Symbiose von Natur und Tieren, an der auch wir Menschen teil haben können. Illustriert wird das Buch durch fantastische Fotografien, mit denen Guido Meyer seit Jahren auf seiner Plattform naturdigital.online begeistert. weiterlesen

Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe: Wie lange noch?

Im Februar 2026 hat ein 52-jähriger Hobbyjäger im Landkreis Bamberg seine 49-jährige Frau, seinen 14-jährigen Sohn, die 6-jährige Tochter und sich selbst erschossen.
Im Januar 2026 traf der Schuss eines Jägers einen 23-Jährigen in Nordrhein-Westfalen tödlich. In Niedersachsen verwechselte ein 77-jähriger Hobbyjäger eine Gruppe Spaziergänger mit Wildtieren - eine 58-jährige Frau wurde schwer verletzt. In der Steiermark wurde ein 42-jähriger Hobbyjäger aus Versehen tödlich in den Kopf getroffen - beim Verladen eines erschossenen Wildschweins ins Auto löste sich ein Schuss.
Im Dezember 2025
tötete ein Hobbyjäger in der Oberpfalz seinen Nachbarn zwei Stockwerke über sich mit einem gezielten Kopfschuss. Ein anderer Hobbyjäger schoss vom Hochsitz aus Versehen auf einen 20-Jährigen und verletzte ihn so schwer, dass er im Krankenhaus notoperiert werden musste.
Im November 2025
erschoss ein Hobbyjäger in Reutlingen vier Familienangehörige und sich selbst - mit einer Schusswaffe, die er als Jagdscheininhaber legal besaß. Spaziergänger wurden von Jagdmunition getroffen, das Projektil eines Jägers durchschlug die Jalousie der Küchentür eines Hauses und ein Jagdschein­inhaber aus Crailsheim kündigte an, die »größtmögliche Anzahl an Ausländern« umbringen zu wollen. weiterlesen

Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche

»Wenn jemand Fleischspeisen, die Gott den Menschen zum Genuss gegeben hat, für unrein hält und ... auf sie verzichtet ..., der sei mit dem Bannfluch belegt.«

Papst Johannes III., Synode von Braga, 561 n. Chr.


Diesen Bannfluch verkündete Papst Johannes III. im Jahr 561 nach Christus auf der Synode von Braga in Portugal. Ein Bannfluch hatte die »Vogelfreiheit« zur Folge: Der Gebannte verlor als Ausgeschlossener aus der Gesellschaft alle Rechte.


Ganz in diesem Geiste wurden im Jahre 1051 durch die Bischofsversammlung in Goslar »Ketzer«, die ausschließlich von Pflanzennahrung lebten, zum Tode verurteilt, weil sie sich geweigert hatten, Hühner zu töten. Das Töten von Hühnern wurde zum »Test«, um Ketzer zu erkennen!
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DVD-Tipp: Jesus und die Tiere

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Jesus treibt die Tierhändler aus dem Tempel.

Jesus von Nazareth wurde im Stall mitten unter den Tieren geboren. Gab Gott damit den Menschen nicht ein Symbol, dass Sein Sohn nicht in einem Palast, sondern bei Schafen, Rindern, Eseln und Katzen zur Welt kam?

Zu Zeiten des Jesus von Nazareth wurden Lämmer und Tauben im Tempel für die Sünden der Menschen geopfert. Jesus trat gegen diesen blutigen Kult ein. Bekannt ist die Szene, wie Jesus nach seinem Einzug in Jerusalem die Tierhändler aus dem Tempel hinaustrieb und die Tiere freiließ. Und er rief: »Steht nicht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker? Ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht!« (Markus 11,17)

Über die Tierliebe des Jesus von Nazareth ist in der Bibel kaum etwas zu finden. Doch aus der frühchristlichen Geschichtsschreibung wird deutlich, dass Jesus kein Fleisch gegessen hat und sich für die Tiere einsetzte... weiterlesen

DVD: Jesus und die Tiere

Artikelnummer: 318

Vergleicht man die Bibel mit apokryphen Schriften, dann ist gut zu erkennen, dass die Kernaussagen oft die Gleichen sind, aber die Tierliebe Jesu, gänzlich fehlt. In dieser DVD werden viele Begebenheiten, bei denen Jesus über die Tiere sprach, wiedergegeben.

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»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

VEGGIE FOR KIDS

Artikelnummer: 053

Die Rezepte für das Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«- sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund!

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Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund?

Die gesundheitlichen Auswirkungen von vegetarischer und veganer Ernährung im Kindesalter sind immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass eine vollwertige pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund und bedarfsdeckend ist. Auch die bisher größte Studie dieser Art bestätigt nun: Pflanzliche Ernährung ist für Kinder und Jugendliche sicher und vorteilhaft. weiterlesen

Ernährung ohne Tierleid: Ein gesünderes Leben

Viele Menschen, die sich entscheiden, kein Fleisch mehr zu essen, tun dies aus ethischen Gründen: weil sie nicht möchten, dass Tiere für sie leiden und sterben müssen. Viele gehen den konsequenten Schritt weiter und lassen aus Liebe zu Kühen und Kälbchen Milch und Käse weg, essen aus Mitgefühl zu Hühnern keine Eier und leben rein pflanzlich. Und dann erfahren sie, dass eine vegane Ernährung ohne Tierleid auch die gesündeste ist!

Eigentlich würde uns dies schon der logische Menschenverstand sagen: Wie sollen Nahrungsmittel, die durch Leid und Tod entstehen, für uns gesund sein? In den letzten Jahren und Jahrzehnten sind tausende wissenschaftliche Studien veröffentlicht worden, die nachweisen: Eine Ernährung mit vollwertigen pflanzlichen Lebensmitteln ist gesund und versorgt uns auch mit allem, was wir brauchen. Diese Ernährungsweise beugt überdies zahlreichen Krankheiten vor, von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Krebs, Diabetes und Adipositas bis zu Demenz - und schützt damit vor vorzeitigem Tod. weiterlesen

Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis

Wir fangen gerade erst an, zu begreifen, dass das Gehirn von Tieren ähnlich komplex ist wie unser eigenes. Die Warnrufe von Präriehunden etwa sind nicht nur hektische Pfeiftöne, sie übermitteln damit differenzierte Nachrichten. Gorillas nutzen Zeichensprache, um vergangene Ereignisse zu schildern - wissen sie also, was heute, gestern und morgen ist? Nicht nur Primaten oder Elefanten, selbst kleinste Ameisen, denen man einen Farbtupfer auf dem Kopf angebracht hat, wollen diesen loswerden, sobald sie in einen Spiegel blicken - ein Beweis für ihr Ich-Bewusstsein, das Menschen erst ab dem zweiten Lebensjahr entwickeln. In ihrem Buch »Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis präsentiert Marianne Taylor 60 Tierarten, ihre bemerkenswerten kognitiven Fähigkeiten, ihre Gefühle und ihre ausgefeilte Kommunikation. weiter

Bayerischer Tierärztetag: Tierqual bei Milchkühen

Razzia auf Skandalhof in Bad Grönenbach. Pressemitteilung SOKO Tierschutz Kopie

Kühe, die nicht mehr laufen können, werden mit Treckern weggeschleift, Mitarbeiter treten ein liegendes Kalb:

Die aktuelle Undercover-Recherche von SOKO Tierschutz in Bayerns größtem Milchviehhof in Bad Grönenbach zeigt erneut massive Verstöße gegen den Tierschutz. · Bild: SOKO Tierschutz

Von Annemarie Botzki, Recherche und Kampagnen bei der Verbraucherschutzorganisation foodwatch e.V.

»Alle haben die Nase voll« - das ist der Satz, der mir vom bayerischen Tierärztetag in Kulmbach besonders im Ohr hängen bleibt. sitze mit 150 amtlichen und Amtstierärzt:innen in einem Konferenzraum. Normalerweise sind sie in detaillierte, fachliche Diskussionen vertieft. Aber diesmal ist die Stimmung anders. Angespannt. Frustriert. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Gestatten. Biber. Eine außergewöhnliche Freundschaft mit einer wildlebenden Biberfamilie

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Christian Kuschenreiter Aug’ in Aug’ mit einem Biber. Das freilebende Tier hat Vertrauen wie zu einem Familienmitglied.

Schwarze Knopfaugen, beeindruckende Schneidezähne, großer Paddelschwanz, Stupsnase und dichter Pelz: Biber sind entzückende Tiere, und obendrein schlau, empathisch, kommunikativ, verspielt - und eigentlich sehr scheu. Als Bettina und Christian Kutschenreiter im Jahr 2003 beim Fotografieren an einem Fluss in Oberbayern auf eine Biberfamilie treffen, ist das der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft, die bis heute anhält. Die Biber lassen die beiden Tierfreunde nach und nach an ihrem Leben teilhaben und suchen schließlich sogar bewusst ihre Nähe. Jetzt haben die beiden ein Buch über ihre Erlebnisse mit den Bibern geschrieben - mit vielen wunderschönen und sicher einzigartigen Fotos. weiter

Die Intelligenz der Hunde

Die internationale Forschung hat sich in den letzten Jahren zunehmend mit der Intelligenz von Hunden beschäftigt und dabei so manches bestätigt, was Hundefreundinnen und Hundefreunde längst wussten: Hunde denken viel komplexer als gedacht. Aber: Was genau ist Hundeintelligenz? Wie misst man sie? Haben wir dazu überhaupt die richtigen Werkzeuge und Vergleichsmaßstäbe? Sind »Menschenschläue« und »Hundeschläue« überhaupt vergleichbar? Und in welchen Bereichen haben Hunde andere oder viel mehr geistige Kompetenzen als wir? weiter

Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter