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Lebensmittelinfektionen: Risiko Hühnerfleisch

Pro Jahr werden in Deutschland 60.000 bis 70.000

Infektionen mit Campylobacter gemeldet. Hauptrisikofaktor ist Hühnerfleisch, gefolgt von Rohmilch und rohem oder unzureichend durcherhitztem Fleisch. · Bild: Birgit Reitz-Hofmann - Fotolia.com

Das Robert Koch-Institut weist auf die hohe Zahl der Campylobacter-Infektionen hin. Der bedeutendste Risikofaktor sei der Verzehr von Hühnerfleisch. Allgemein werden Lebensmittelinfektionen besonders häufig durch Fleischprodukte ausgelöst, gefolgt von Milch und Milchprodukten sowie Eiern und Eiprodukten.

Lebensmittelinfektionen sind eine ernsthafte Bedrohung für die Gesundheit. Dies verdeutlicht die relativ hohe Anzahl der »lebensmittelbedingten Ausbrüche«, die das Robert Koch-Institut im »Infektionsepidemiologischen Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten« zusammenstellt. Campylobacter sind in Deutschland die häufigsten bakteriellen Erreger von Durchfall-Erkrankungen. Pro Jahr werden 60.000 bis 70.000 Fälle gemeldet.

Nicht nur bei uns, auch in den USA ist die Zahl der durch Lebensmittel übertragenen Krankheiten deutlich gestiegen. Darauf weist die Spezialistin für Infektionskrankheiten Dr. Nipunie Rajapakse von der renommierten Mayo Clinic unter Berufung auf einen Bericht der US-Gesundheitsbehörde CDC hin. Vor allem Campylobacter und Salmonellen waren für besonders viele Lebensmittelinfektionen verantwortlich. Salmonellen werden über nicht ausreichend erhitzte Eier bzw. eihaltige Speisen übertragen.

Quellen:
· Robert Koch-Institut: Infektionsepidemiologisches Jahrbuch für 2017
www.rki.de/DE/Content/Infekt/Jahrbuch/Jahrbuch_2017.pdf
· Deborah Balzer: Infectious Diseases A-Z - Illnesses from infected food on the rise. Pressemitteilung der Mayo Clinic, 29.4.2019