Linda McCartney: Pionierin der Veggie-Küche

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Paul, Mary und Stella McCartney stellen Lindas Familienrezepte vor

Von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE

Paul und Linda McCartney wurden 1975 durch ein Schlüsselerlebnis Vegetarier. Auch die Kinder Mary, Stella und James wuchsen vegetarisch auf. Als Pionierin der pflanzenbasierten Ernährung war es Linda McCartney ein Anliegen, mit kreativen Rezepten zu zeigen, wie eine tierfreundliche, umweltfreundliche und zugleich genussvolle Ernährung möglich ist. Jetzt haben Paul, Mary und Stella McCartney in »Linda McCartney's Familienkochbuch« 90 vielfältige pflanzenbasierte Rezepte zusammengetragen: bislang unveröffentlichte Rezepte von Linda McCartney sowie Neuinterpretationen ihrer Rezepte aus den 1980er Jahren. Paul, Mary und Stella McCartney teilen mit zahlreichen Familienfotos Erinnerungen aus drei Jahrzehnten vegetarischem Familienleben. Das wunderschön illustrierte Kochbuch ist zudem eine liebevolle Widmung der Beatles-Legende und der gemeinsamen Kinder an die 1998 verstorbene Star-Fotografin, Musikerin und Tierrechtsaktivistin.

Wie Linda und Paul Vegetarier wurden

Paul und Linda McCartney wurden bereits 1975 Vegetarier - durch ein Schlüsselerlebnis: Während sie auf ihrer Farm in Schottland gerade Lammfleisch aßen, sahen sie auf der Wiese kleine Lämmer umher springen. Auf einmal wurde ihnen bewusst: Was wir hier vor uns auf dem Teller haben, waren auch solche Lämmchen, voller Lebensfreude und Energie. Und sie konnten nicht weiter essen. Linda und Paul entschieden sich, kein Fleisch mehr zu essen.

Linda und Paul McCartney wurden 1975 Vegetarier.

Linda und Paul McCartney wurden 1975 Vegetarier.

Als sie gerade Lammfleisch aßen, sprangen auf der Wiese vor dem Haus kleine Lämmchen umher. Aus Mitgefühl mit den Tieren entschieden sie, kein Fleisch mehr zu essen. · Bild: © Paul McCartney, photographer: Linda McCartney

Mary McCartney erinnert sich daran, dass ihre Eltern sagten, sie hätten entschieden, kein Fleisch zu essen, damit kein Tier für ihr Essen leiden muss. Linda und Paul haben den Kindern aber nicht verboten, Fleisch zu essen. Sie wollten es aber zu Hause nicht mehr kochen.

Von Seiten der Kinder gab es keine Widerstände. Doch einige Zeit später gab es eine Beinahe-Panne, als die McCartneys Urlaub in der Karibik machten und zu einem Barbecue gingen. Die Kinder wollten Hühnchen essen. Linda und Paul sagten nicht nein, sie gaben aber zu bedenken, dass es die gleichen Tiere sind, wie sie zu Hause im Garten herumliefen. Die Kinder probierten von dem Hühnchen und es schmeckte ihnen nicht. Seither sind alle McCartney-Kinder überzeugte Vegetarier oder inzwischen sogar Veganer. Und auch an ihre Kinder haben sie diese Einstellung weitergegeben.

Damals in den 70er Jahren wurden Vegetarier noch schief angeschaut. Und weder Lebensmittelgeschäfte noch Restaurants waren auf Vegetarier eingestellt. Zum Glück für die Familie kochte Linda fantastisch.

Linda McCartney mit Mary und Stella in der Küche.

Linda McCartney mit Mary und Stella in der Küche.

Ihr Hauptziel sei immer gewesen, großartig schmeckendes Essen zu machen, erzählt Paul McCartney. · Bild: © Paul McCartney, photographer: Linda McCartney

Arme Ritter

Arme Ritter

aus »Linda McCartney’s Familienkochbuch«. · Bild: Issy Croker. Aus: Linda McCartney’s Familienkochbuch. Südwest, 2021.

Linda handelte aus Mitgefühl mit den Tieren

Auf die Idee, ein Lebensmittelunternehmen zu gründen, kamen Linda und Paul erst später. Und das kam so: Die Familie reiste von Schottland nach London und alle hatten Hunger, also machten sie einen Zwischenstopp an einer Raststätte. Aber es gab kaum etwas für Vegetarier zu finden. Und das war überall so. Selbst in London gab es damals nur ein einziges vegetarisches Restaurant. So kam Linda auf die Idee, Gemüse-Burger zu produzieren, damit kein Tier sterben muss. Sie handelte aus Mitgefühl mit den Tieren.

Die Firma wurde sehr erfolgreich. Eltern, deren Kinder beschlossen hatten, keine Tiere mehr zu essen, schrieben Linda, weil sie nicht wussten, was sie nun kochen sollten. Lindas Veggie-Burger und Würstchen waren die Lösung. Und so lag es nahe, dass Linda bald darauf begann, vegetarische Kochbücher zu schreiben.

»Linda konnte sehr überzeugend über vegetarische Ernährung sprechen«, so Paul McCartney. »Wenn wir eingeladen waren und jemand Fleisch aß, sprach sie ihn gelegentlich darauf an, aber auf eine charmante Art. Dieses Geschick hatte ich nicht. Linda war geradeheraus und hatte dennoch die Gabe, Menschen auf feinfühlige, sanfte Weise Denkanstöße zu geben.«

Im Jahr 2006, acht Jahre nachdem Linda gestorben war, las Paul McCartney einen Report der Vereinten Nationen. Er hieß »Der lange Schatten der Viehwirtschaft« und zeigte erstmals auf, dass die Massentierhaltung mehr Treibhausgase verursacht als der gesamte Verkehr. Bis dahin war Paul Vegetarier wegen der Tiere gewesen, aber nachdem er diesen Report gelesen hatte, wurde ihm klar, dass es noch um mehr geht: um nichts Geringeres als die Zukunft unseres Planeten.

Sir Paul McCartneys Rede vor dem Europäischen Parlament

Am 3. Dezember 2009 hielt Paul McCartney zu diesem Thema eine Rede vor dem Europäischen Parlament: »Globale Erwärmung und die Nahrungsmittelpolitik: weniger Fleisch = weniger Erwärmung«. In dieser Rede berief sich der Mega-Star auf den UN-Bericht Der lange Schatten der Viehwirtschaft aus dem Jahr 2006. »Am interessantesten fand ich damals, dass dieser Bericht nicht von Vegetariern verfasst worden war«, so McCartney in seiner Rede vor dem Europäischen Parlament. »Danach begann ich, an verschiedene Regierungen Briefe zu schreiben, um eben auf diese Thematik hinzuweisen.« Dabei habe er stets ausdrücklich betont, dass es die Vereinten Nationen waren, die diese Daten zusammengetragen hatten - und dass es nicht darum gehe, dass er als Vegetarier auf seinem Lieblingsthema herumreiten wolle. »Seitdem wurden viele weitere Studien und Berichte veröffentlicht«, so Paul McCartney.

Für seine Rede vor dem Europäischen Parlament trug die Beatles-Legende einige Fakten komprimiert zusammen:

· Durch die Massentierhaltung und die Futtermittelproduktion werden nicht nur Unmengen Kohlendioxid in die Atmosphäre freigesetzt, sondern auch massenhaft Methan und Lachgas. Methan ist 21-mal klimaschädlicher als Kohlendioxid und bleibt bis zu 15 Jahre in der Erdatmosphäre. Lachgas heizt das Klima sogar 310-mal stärker an als Kohlendioxid und bleibt ganze 114 Jahre in der Atmosphäre.

· Für die Massentierhaltung werden die Regenwälder dieser Erde unwiederbringlich zerstört - in jeder einzelnen Minute eine Fläche von 6 Fußballfeldern.

· Auf die Tierproduktion entfallen 8 % des globalen Wasserverbrauchs: Für die Herstellung eines einzigen Hamburgers braucht man soviel Wasser wie für 4 Stunden lang duschen.

· Durch die Massentierhaltung wird unser Trinkwasser mit Antibiotika, Hormonen und Chemikalien vergiftet.

»Was kann das Europäische Parlament dazu beitragen?«, fragt Paul McCartney. Seine Antwort: »Ich würde vorschlagen, dass man die Menschen dazu anhält, ihren Fleischverzehr zu verringern. Denn der hat mittlerweile ein Ausmaß erreicht, das zu ethischen Problemen führt. Und es ist unmoralisch, vor diesen Fragen die Augen zu verschließen. Es geht längst nicht mehr nur um uns selbst. Unsere Entscheidung in puncto Fleisch betrifft den ganzen Planeten.«

»Less Meat - Less Heat« ist der Text der Rede,

»Less Meat - Less Heat« ist der Text der Rede,

die Sir Paul McCartney im Jahr 2009 vor dem Europäischen Parlament hielt und der 2019 in Buchform erschienen ist.

"Linda wäre begeistert"

In den 1980er Jahren war Linda McCartney mit ihren Veggie-Burgern und Kochbüchern eine der Pioniere der pflanzlichen Ernährung. Mit Linda McCartneys Familienküche möchte Paul gemeinsam mit Mary und Stella an Lindas Arbeit erinnern. Für das Buch waren Lindas Fotos und Rezepte die Grundlage, aber Paul, Mary und Stella haben ihnen einen frischen Look verpasst. Denn sie sind überzeugt: Wenn Linda heute kochen würde, wäre sie so begeistert von der riesigen Auswahl an großartigen pflanzlichen Produkten, die inzwischen überall leicht erhältlich sind. »Sie wäre hingerissen von pflanzlichen Produkten wie Haferdrink und -joghurt, von milchfreier Butter und milchfreiem Käse, von Eiscreme auf Pflanzenbasis«, schreibt Paul McCartney. »Das Kochen hat sich grundlegend verändert, vegetarische und vegane Ernährung sind heute ganz einfach. Das ist eine Entwicklung, an der Linda maßgeblichen Anteil hat. Ich bin sehr stolz auf sie und alles, was sie getan hat.«

"Mum und Dad starteten 1975 eine Revolution, als sie Vegetarier wurden"

»Mum und Dad haben eine wahre Revolution gestartet, als sie Vegetarier wurden«, schreibt Mary in Linda McCartney's Familienkochbuch. »Mum war ein sehr sanfter und freundlicher Mensch, aber trat trotzdem engagiert für das ein, woran sie glaubte«, so die älteste Tochter von Linda und Paul. »Sie sagte, dass Tiere keine Stimme haben, also sprach sie in ihrem Namen.«

Und diese ethische Überzeugung hat Linda McCartney an ihre Kinder weitergegeben. Stella drückt es so aus: »Genau wie Mum liebe und respektiere ich unsere Mitgeschöpfe, darum koche ich nur pflanzliche Gerichte. Das ist wirklich Soul Food, und auch Mum hat immer gesagt, dass sie Essen für die Seele kocht.«

Zusammenfassend ist zu sagen: Linda McCartney's Familienkochbuch ist ein absolutes Must-have für alle Freudinnen und Freunde der pflanzlichen Küche, alle Tierfreunde und alle Beatles-Fans. FREIHEIT FÜR TIERE stellt Ihnen einen köstlichen Auberginen-Tomaten-Auflauf aus dem Buch vor.

Linda McCartney war Star-Fotografin, Musikerin und Tierrechtsaktivistin. Sie wurde 1941 als Linda Eastman in New York geboren. Ihr Vater war Anwalt in der Kanzlei Eastman & Eastman, zu deren Klienten Musikerinnen und Musiker gehörten. Linda studierte an der Princeton University Kunst und Geschichte, heiratete einen Studenten und bekam Tochter Heather. Bald wieder geschieden, nahm Linda einen Job als Fotografin bei einer New Yorker Zeitung an.

Ihr Durchbruch als Fotografin war 1965, als sie es durch ihre Hartnäckigkeit und die Fürsprache von Mick Jagger schaffte, die Rolling Stones bei einem Presseempfang auf einer Yacht anlässlich der Vorstellung des neuen Albums zu fotografieren: Es entstanden legendäre Fotos, welche die Band entspannt auf ungezwungene Art und Weise zeigten. Linda wurde eine der stilbildenden Fotografinnen der Rock-Ära: Ihre Porträts von Aretha Franklin, Jimi Hendrix, Bob Dylan, Janis Joplin, Eric Clapton, Simon & Garfunkel, The Who, The Doors u.v.m. waren sehr begehrt. Linda war die erste Frau, die für das Musik-Magazin Rolling Stone das Cover-Foto aufnehmen durfte.

1967 lernte sie Paul McCartney in einem Londoner Club kennen, in dem sie mit den Animals unterwegs war. Vier Tage später trafen sich Linda und Paul bei einem Pressetermin für das Sgt.-Pepper-Album wieder. Damit begann eine der großen Liebesgeschichten des Pop, die über 30 Jahre - bis zum frühen Tod Lindas 1998 - währte. Die beiden heirateten 1969 und bekamen drei Kinder: Mary, Stella und James. Paul hat Linda als sehr bodenständig beschrieben, was ihm - so sagt er - »geholfen hat, mit dem Ruhm der Beatles fertig zu werden und ein normales Leben zu führen«. Die beiden zogen nach Schottland und kauften später eine Farm in Sussex, auf der die Familie mit Pferden, Hunden, Schafen, Enten und Hühnern lebte.

Nach dem Ende der Beatles gründete Paul 1971 zusammen mit Linda die Band »Wings«, in der sie Keyboard spielte, sang und bei den ersten drei Alben auch mitkomponierte.

In den 1980er und 1990er Jahren war Linda eine Pionierin der pflanzenbasierten Ernährung. Sie veröffentlichte mehrere vegetarische Kochbücher mit Millionenauflage, gründete ein erfolgreiches Unternehmen für vegetarische Fertigprodukte und setzte sich für Tierrechte ein.

Selbst zwei Jahrzehnte nach ihrem frühen Tod im Jahr 1998 ist Linda McCartney als maßgebliche Wegbereiterin der vegetarischen Küche noch immer weltberühmt. Sie sagte einmal: »Ich hab mich immer bloß für Tiere, Rockmusik und Fotografie interessiert.«

Paul, Mary und Stella McCartney haben gemeinsam

Paul, Mary und Stella McCartney haben gemeinsam 2009 die Kampagne »Meat Free Monda« ins Leben gerufen.

Paul McCartney wurde 1942 in Liverpool geboren. Als Sänger und Bassist der legendären Beatles schrieb er Musikgeschichte, seine anschließende Solo-Karriere währt bis heute. Sir Paul McCartney ist der erfolgreichste Songwriter und Sänger in der Geschichte der Popmusik.

Der Oscar-Preisträger und mehrfache Grammy-Gewinner verkaufte mehr als einhundert Millionen Singles und wurde mit 60 Goldenen Schallplatten ausgezeichnet. McCartneys Stück »Yesterday« ist der meistgespielte Popsong aller Zeiten.
Nach dem Ende der Beatles brachte Paul McCartney 1970 sein erstes Soloalbum mit dem schlichten Titel »McCartney« heraus.
1971 gründete er mit seiner Frau Linda die bis 1981 bestehende Band Wings. Seine erfolgreiche Solokarriere währt nun schon seit 50 Jahren.
2020 erschien das Studioalbum »McCartney III«. Es erreichte in Deutschland und Großbritannien auf Anhieb den ersten Platz der Charts.

1975 wurde Paul McCartney Vegetarier, seit vielen Jahren lebt er vegan. Die Beatles-Legende setzt sich seit über vier Jahrzehnten für die Rechte von Tieren ein: gegen Massentierhaltung, gegen Tierversuche und gegen das Abschlachten von Robben. Sein berühmtes PETA-Video »Wände aus Glas« ist legendär: »Wenn alle Schlachthäuser Wände aus Glas hätten - wer würde wohl noch Fleisch essen?«

Darüber hinaus macht er sich für den Schutz unseres Planeten stark. 2009 hielt Paul McCartney eine Rede vor dem Europäischen Parlament: »Globale Erwärmung und die Nahrungsmittelpolitik: weniger Fleisch = weniger Erwärmung«.

2020 veröffentlichte er mit PETA ein Musikvideo gegen Tierversuche: »Looking for Changes«. Dazu erklärte er: »Tierversuche sind unethisch - sie sind ein kolossaler Fehler und eine Verschwendung von Zeit und Geld. Wir können und müssen es besser machen. Ich hoffe auf Veränderungen, durch welche die Tiere aus den Laboren freigelassen werden.«

Paul McCartney trägt kein Leder und stellt auf Konzert-Touren sicher, dass sowohl seine Limousinen als auch die Hotelzimmer frei von Tierhäuten sind. Die Crew wird auf Tour mit Veggie-Menüs verpflegt. Bei Konzerten macht der Mega-Star Werbung für seine Meat-Free-Kampagne und lässt PETA-Aktivisten Informationsmaterial an die Fans verteilen.

Mary McCartney ist erfolgreiche Star-Fotografin und hat eine eigene TV-Kochshow.

Sie wurde 1969 als erstes Kind von Linda und Paul McCartney geboren. Mit Mitte Zwanzig begann sie ihre Karriere als Fotografin und spezialisierte sich auf Modefotografien und Porträts. Ihre Fotos erscheinen auf Titelseiten von Zeitschriften wie Vogue oder Rolling Stone . Sie fotografierte Stars wie Kate Moss, Lou Reed, Jude Law, Joss Stone oder Rami Malek sowie die Hochzeit von Madonna und Guy Ritchie, aber auch Kampagnen der Tierrechtsorganisation PETA. Außerdem werden ihre Bilder auf Ausstellungen gezeigt und wurden in Büchern veröffentlicht. Ihre fotografische Studie des Royal Ballet ist als Teil der ständigen Sammlung des Victoria and Albert Museum in London zu sehen.

Mary hat die Liebe zum Kochen von ihrer Mutter geerbt: Sie entwickelt Rezepte und hat eine Reihe von Kochbüchern veröffentlicht. Außerdem hat sie eine eigene Kochshow-Serie Mary McCartney Serves It Up auf Discovery, bei der sie in ihrer Londoner Küche mit befreundeten Stars wie Kate Hudson, Liv Tyler oder Dave Grohl wunderschöne fleischlose Menüs zubereitet und in Gesprächen ihre Lieblingsrezepte und die Geschichten dahinter verrät und über pflanzliche Ernährung spricht: Mit Hilfe meiner Freunde werde ich weiterhin zeigen, dass Meat Free Eating lecker und für jeden zugänglich ist .

Paul, Mary und Stella McCartney haben gemeinsam 2009 die Kampagne Meat Free Monday ins Leben gerufen, deren Botschafterin sie ist.

Stella McCartney ist eine berühmte Modedesignerin und aktive Befürworterin von Tierrechten.

Sie wurde 1971 in London geboren. Ihre Kindheit ist eine Zeit der Extreme: Ich wuchs als Vegetarierin auf einer Öko-Farm auf , sagte sie der Vogue. Wir waren sehr beschützt, regelrecht isoliert, mitten zwischen Wäldern und weiten Landschaften. Oder wir waren auf Tournee. Umgeben von 200 000 Menschen. Inspiriert vom Kleiderschrank ihrer Eltern, begann sie bereits mit 12 Jahren, Kleidung zu entwerfen. Zwei Jahre nach ihrem Studium am Central Saint Martins College of Art and Design in London wurde sie 1997 Chefdesignerin des Pariser Modehauses Chloé. Bevor sie zusagte, stellte sie klar, dass unter ihrer Leitung niemals Leder oder Pelz in den Kollektionen verarbeitet werden.

1999 wurde sie mit dem British Designer of the Year Award ausgezeichnet. 2001 gründete sie ihr eigenes Modeunternehmen. Die Stella-McCartney -Kollektionen werden seit 2001 zweimal jährlich bei den Pariser Modewochen vorgeführt und wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Ihre Luxus-Marke verwendet keine tierischen Stoffe wie Tierleder oder Pelz.

Für mich ist das eine ethische Entscheidung. Ich bin dagegen, dass Tiere - und zwar Millionen Tiere - für Mode getötet werden , sagt Stella McCartney. Es gibt überhaupt keinen Grund, diese Materialien zu verwenden. Seit 2017 arbeitet Stella McCartney mit der Umweltschutzorganisation Parley Ocean Plastic zusammen und setzt für ihre Kunstleder-Produkte recyceltes Plastik ein, das die Organisation an Küsten sammelt.

Das Buch

Paul, Mary und Stella McCartney präsentieren Linda McCartneys pflanzenbasierte Rezepte in neuem Gewand und teilen mit zahlreichen Familienfotos Erinnerungen aus drei Jahrzehnten vegetarischem Familienleben.

Über 90 pflanzenbasierte Rezepte, die den Planeten retten und die Seele nähren:
Grundlagen und Tipps für die pflanzliche Ernährung
Frühstück und Brunch
Suppen und Salate
Für unterwegs
Schnelle und einfache Gerichte
Für Wochenend-Feste
Beilagen und Snacks
Puddings und Süßes

Gewidmet unseren Mitgeschöpfen, die mit uns auf dieser schönen Erde leben - den Tieren.
(Linda McCartney)

Linda McCartney mit Paul, Mary & Stella McCartney: Linda McCartney s Familienkochbuch
Hardcover, 256 Seiten
Südwest-Verlag, 2021 ISBN 978-3-517-10112-5
Preis: 25,00 € (D), 25,70 € (A), CHF 35,90*

Aus Linda McCartney's Familienkochbuch:

Auberginen-Tomaten-Auflauf

Bild: Issy Croker.

Bild: Issy Croker.

Aus: Linda McCartney’s Familienkochbuch. Südwest, 2021.

Dieser Auflauf mit saftigen Auberginen, herben Kalamata-Oliven und Tomatensauce - abgerundet mit veganem Mozzarella und Pinienkernen - verwöhnt Ihren Gaumen.
Reste können einige Tage im Kühlschrank aufbewahrt und aufgewärmt werden.

ZUTATEN für 4 Personen
100 ml Olivenöl plus etwas mehr für die Form
1 mittelgroße Zwiebel, abgezogen und fein gehackt
2 Knoblauchzehen, abgezogen und zerdrückt
2 Dosen gehackte Tomaten (à 400 g Füllgewicht)
140 g Tomatenmark
80 g Kalamata-Oliven, grob gehackt
2 EL frischer, grob gehackter Oregano
2 EL frische, grob gehackte Basilikumblätter
1 EL Aceto balsamico
60 g Weizen- oder Dinkelmehl
2 Auberginen, der Länge nach in 5 mm dicke Scheiben geschnitten
200 g veganer Mozzarella, gerieben
2 EL Pinienkerne
Meersalz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle

ZUBEREITUNG
Den Backofen auf 180 C/Umluft 160 C vorheizen.
Eine mittelgroße Auflaufform mit etwas Öl einfetten.
2 Esslöffel Öl in einem großen Topf mit Deckel bei mittlerer bis hoher Temperatur erhitzen.
Die Zwiebel darin 8 10 Minuten weich dünsten. Knoblauch, Tomaten, Tomatenmark, Oliven, Kräuter, Essig, 1 Teelöffel Salz und eine gute Messerspitze Pfeffer zugeben.
Alles zum Kochen bringen, dann den Deckel auflegen und bei schwächerer Hitze unter gelegentlichem Rühren 30 Minuten köcheln lassen, bis die Sauce leicht eingekocht ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Inzwischen das Mehl in einen tiefen Teller geben und kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.
Die Auberginenscheiben in dem gewürzten Mehl wenden und zur Seite legen.
2 Esslöffel Olivenöl in einer großen beschichteten Pfanne bei mittlerer bis hoher Temperatur erhitzen.
Die Auberginenscheiben portionsweise im heißen Fett von jeder Seite 3 4 Minuten goldbraun braten. Falls nötig, mehr Öl in die Pfanne geben.
Den Boden der vorbereiteten Form mit einer dünnen Schicht Tomatensauce bedecken. Darauf eine Schicht Auberginenscheiben legen.
Abwechselnd weitere Schichten in die Form geben, bis alle Zutaten verbraucht sind.
Den geriebenen Käse mit den Pinienkernen mischen und auf die Oberfläche streuen.
Leicht salzen und pfeffern. 30 40 Minuten im Ofen backen, bis die Oberfläche goldbraun ist und die Sauce brodelt. Sofort servieren.

FREIHEIT FÜR TIERE 3/2024

Freiheit für Tiere 3/2024

Artikelnummer: 3/2024

Verhaltensforschung: Was Raben über andere wissen • Überraschende Zwillingsstudie: Ein Zwilling isst vegan, der andere nicht • Machen Sie mit bei der EU-Initiative: Stoppt das Schlachten von Pferden! • Tiere für den Müll? Tiere aus der industriellen Massenhaltung enden millionenfach in »Tierkörperbeseitigungsanlagen« • Amtsgericht Hameln: Schweinemäster zu hoher Geldstrafe verurteilt • Recht: 50 Hektar im Kreis Dithmarschen jagdfrei! • Biotop »Rüm Hart« jagdfrei! • Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer • Wildtier-Findlinge: Erste Hilfe • Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt • RespekTiere International: Der erste Gnadenhof in Mauretanien ist im Entstehen! • Vegan Body Reset: Raus aus Übergewicht, Schmerzen und Entzündungen • Deftig vegan für jeden Tag: Unkomplizierte Köstlichkeiten schnell und einfach gemacht

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FREIHEIT FÜR TIERE 2/2024

Freiheit für Tiere 2/2024

Artikelnummer: 2/2024

Promis für Tiere: Billie Eilish und Fienas eröffnen veganes Restaurant in L.A. · Mary McCartneys veganes Promi-Kochbuch: 60 Rezepte mit Stars von Cameron Diaz, und Woody Harrelson bis Ringo Star und Papa Paul • Interview mit Mary McCartney • Wissenschaft: Vogelmütter singen Lieder für ihre ungeschlüpften Küken • Verstoß gegen das Tierschutzgesetz: Jäger verurteilt, weil er Hündin erschoss • Klage vor dem Verwaltungsgericht Osnabrück: Grundstück in Niedersachsen jagdfrei! • Interview: Ein Fleischer hört auf zu töten und wird Veganer • Das Leid der Ziegen für Kaschmirpullis • Peter Berthold: HILFESCHREI der NATUR! • WILD UND FREI - Die Schönheit afrikanischer Tiere • ATLAS der bedrohten TIERE • EASY SPEEDY VEGAN - Die besten 10-, 20- und 30-Minuten-Rezepte • Vegane Kuchenliebe

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FREIHEIT FÜR TIERE 1/2024

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Artikelnummer: 1/2024

Fakten zu Fleisch, Milch und Eiern • Wegen industrieller Massentierhaltung: Nitratbelastung steigt immer weiter • Wissenschaft: Oxford-Studie vergleicht Umweltbilanz von verschiedenen Ernährungsformen - Wie schädlich sind Fleisch und Milchprodukte wirklich? • Schwere Misshandlung von Kälbchen auf Kälberauktion: PETA erstattet Strafanzeige • Ergreifender Reisebericht: Einsatz für Straßenhunde in Kap Verde • Keine Jagd auf meinem Grundstück: Ehepaar aus Gütersloh klagt gegen Jagd auf seinen Grundstücken • Neues Buch von Josef H. Reichholf: STADTNATUR - Eine neue Heimat für Tiere und Pflanzen • Interview mit Josef H. Reichholf: »Unsere Städte zeigen: Ein friedliches Miteinander von Mensch und Natur ist möglich« • Vögel verstehen: Was uns die Vögel über uns und unsere Umwelt verraten • Studie: Je mehr tierisches Protein, desto höher die Sterblichkeit • Lifestyle: Tierfreundlich kochen & backen»VEGAN Everyday« von Bianca Zapatka • Easy Vegan Christmas« von Katy Beskow

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Sonderausgabe: Fakten gegen die Jagd

Artikelnummer: 521

Die Natur braucht keine Jäger: Fakten gegen die Jagd - Warum jagen Jäger wirklich? Die Frage »Warum jagen wir?« beantwortet eine Jagdredakteurin wie folgt: »Einige beschreiben die Jagd als Kick, andere sprechen von großer innerer Zufriedenheit. Die Gefühle bei der Jagd sind ebenso subjektiv wie in der Liebe. Warum genießen wir sie nicht einfach, ohne sie ständig rechtfertigen zu wollen?« Rationale Gründe, mit denen Jäger rechtfertigen, dass die Jagd notwendig sei, sind offenbar nur Ausreden. Jedenfalls schreibt die Jägerin: »Der Tod, der mit dem Beutemachen verbunden ist, ist verpönt. Deswegen suchen die Jäger Begründungen in Begriffen wie Nachhaltigkeit, Hege und Naturschutz.«

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»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

VEGGIE FOR KIDS

Artikelnummer: 053

Die Rezepte für das Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«- sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund!

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Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Machen Sie mit bei der EU-Initiative: Stoppt das Schlachten von Pferden!

Arischa

Dieses Pferd sollte im Alter von 6 Jahren zum Schlachter.

Tierfreunde kauften die Stute zum Schlachtpreis frei. Heute ist Arischa 33 Jahre alt. · Bild: FREIHEIT FÜR TIERE

In der EU werden Jahr für Jahr Millionen Pferde und Ponys geschlachtet, als »Rossfleisch« verkauft oder zu Salami und Hundefutter verarbeitet. Die Europäische Bürgerinitiative »End The Horse Slaughter Age« fordert jetzt ein Gesetz zum Verbot der Schlachtung von Pferden. Helfen Sie mit, die Pferdequälerei zu beenden und unterschreiben Sie die online-Initiative! weiter

55 Hektar im Kreis Dithmarschen endlich jagdfrei!

Rund 55 Hektar Grundstücke mit Wiesen und Feldern im Kreis Dithmarschen (Schleswig-Holstein) sind endlich jagdfrei! Dass eine dermaßen große Fläche offiziell jagdrechtlich befriedet wird, ist bisher wohl einmalig: Es gibt inzwischen mehrere Hundert jagdrechtlich befriedete Grundstücke in Deutschland, doch meist besitzen die Eigentümer nur wenige Hektar. Wohl genau aus diesem Grund machte es die Jagdlobby den Eigentümern der 55 Hektar landwirtschaftlicher Fläche so schwer: Es brauchte zehn Jahre und eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Schleswig-Holstein, bis das Grundstück von Susanne und Peter Storm* endlich jagdfrei wurde. weiter

WILD UND FREI - Die Schönheit afrikanischer Tiere

»Wild und frei« ist mit atemberaubenden schwarz-weiß-Fotografien eine Ode an die Wildnis. Tom D. Jones ist ein begnadeter »fine art«-Fotograf und zeigt Wildtiere wie Elefanten, Giraffen, Nashörner, Gorillas oder Löwen aus nächster Nähe. »Für mich dreht sich alles um die Freiheit des Tieres«, erklärt er. Deshalb gibt es in den Aufnahmen dieses Buches kein einziges Tier, das gefüttert wird, in einem privaten Reservat lebt oder in irgendeiner anderen Form von Gefangenschaft gehalten wird. Das Ergebnis sind Aufnahmen, welche unter die Haut gehen. weiter

Mary McCartneys veganes Promi-Kochbuch: 60 Rezepte mit Stars von Cameron Diaz, und Woody Harrelson bis Ringo Star und Papa Paul

Mit ihrem neuen Buch »Feeding Creativity« verbindet Mary McCartney ihre beiden großen Leidenschaften: Fotografie und Kochen. Jedes der 60 veganen Rezepte hat sie mit Stars gekocht und sie beim Kochen und Essen fotografiert: Schauspielerinnen und Schauspieler wie Cameron Diaz, Kate Blanchett, Drew Barrymore, Woody Harrelson, Stanley Tucci und David Oyelowo, Musikerinnen und Musiker von Nile Rodgers oder bis Ringo Star und Papa Paul, Künstlerinnen und Künstler wie David Hockney und Jeff Koons oder Primaballerina Francesca Hayward. weiter

Interview mit Mary McCartney: Wie entstand die Idee zu dem veganen Promi-Kochbuch »Feeding Creativity«?

Mit ihrem Kochbuch »Feeding Creativity« möchte Mary McCartney zeigen, wie schnell, einfach, lecker und unkompliziert und einfach das vegane Kochen ist. Damit tritt sie in die Fußstapfen ihrer Mutter Linda McCartney, die ebenfalls Promi-Fotografin war, bereits in den 1970er und 80er Jahren vegetarische Kochbücher veröffentlichte und sich für den Schutz der Tiere einsetzte.


Wie entstand die Idee zu dem Kochbuch?


Mary McCartney: Ich liebe es, Rezepte mit anderen zu teilen. Ich koche schon immer für andere und es ist meine Art, mit jemandem Verbindung aufzunehmen. Aber ich bin nun mal begeisterte Portrait-Fotografin, und so kam eines Tages die Idee für »Feeding Creativity«.
Zum Interview mit Mary McCartney

Metzger gegen Tiermord

Metzger gegen Tiermord? Das scheint ein Widerspruch in sich zu sein. Was aber, wenn gelernte Metzger dem Tiertöten abschwören und Veganer werden?

Im Verein »Metzger gegen Tiermord« haben sich ehemalige Metzger zusammengeschlossen. Aufgrund Ihrer beruflichen Erfahrung sind sie Insider der Branche und klären mit ihrem Fachwissen und ihren Recherchen über Tierrechts­verstöße auf, die normalerweise vor der Öffentlichkeit verborgen bleiben.

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit Peter Hübner, einem ehemaligen Fleischer. Peter Hübner ist Pressesprecher und zweiter Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins »Metzger gegen Tiermord« e.V.

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Verstoß gegen das Tierschutzgesetz: Jäger verurteilt, weil er Hündin erschoss

Der Fall sorgte für Aufsehen über Bayern hinaus: Ein 77-jähriger Hobbyjäger erschoss im Juli 2022 die Hündin Mara von Urlaubern aus Österreich, die eine Kanutour auf dem Main machten - angeblich, weil sie »gewildert« hätte. Am 20. November 2023 verurteilte das Amtsgericht Haßfurt den Jäger wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz zu einer Geldstrafe von 5.600 Euro (140 Tagessätzen zu je 40 Euro). Zudem wurde das bei der Tat benutzte Kleinkalibergewehr eingezogen. Dem Urteil zufolge war der angeklagte Hobbyjäger nicht berechtigt, die Hündin zu erschießen. Hinweise darauf, dass die Hündin gewildert hatte, hätten sich nicht ergeben. weiter

STADTNATUR - Eine neue Heimat für Tiere und Pflanzen

»Land« = blühende Landschaften und Artenvielfalt, »Stadt« = Beton und Ödnis? Eine Vorstellung, die längst so nicht mehr gilt. Der bekannte Zoologe, Ökologe und Bestseller-Autor Prof. Dr. Josef H. Reichholf unternimmt in seinem neuen Buch »Stadtnatur - Eine neue Heimat für Tiere und Pflanzen« einen Streifzug durch die vielfältigen Ökosysteme des urbanen Raums. Ob Wildschweine, Füchse und Nachtigallen in Berlin, Wanderfalken in Köln oder eine bunte Vogelwelt und Rehe im Englischen Garten in München: viele Wildtiere haben den Lebensraum Stadt längst für sich entdeckt. Inzwischen sind unsere großen Städte sogar Inseln der Artenvielfalt geworden, die sogar mit den besten Naturschutzgebieten mithalten können.
In den Städten finden Tiere und Pflanzen die Biotope, die sie für ihr (Über)Leben brauchen. Hier sind sie weniger Gefahren ausgesetzt als auf dem Land, wo freilebende Tiere gejagt und ihre Lebensräume durch eine industriell betriebene Land- und Forstwirtschaft vernichtet werden...
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Prof. Dr. Josef H. Reichholf: »Unsere Städte zeigen: Ein friedliches Miteinander von Mensch und Natur ist möglich«

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit Prof. Dr. Josef H. Reichholf über sein neues Buch »Stadtnatur«, über Großstädte als Rettungsinseln der Artenvielfalt und darüber, was geschehen müsste, damit die Artenvielfalt auf den Fluren und in den Wäldern wieder zunimmt. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Vegan vom Grill

»Was essen Veganer, wenn gegrillt wird?« Diese Frage wurde der britischen Köchin Katy Beskow während ihrer bisher fünfzehn Jahre als Veganerin unzählige Male gestellt. Die Antwort: »Wenn ihr euch von der Idee verabschiedet, dass Grillen und Fleisch (oder Fertiggerichte aus Fleisch­alternativen) untrennbar zusammengehören, steht euch eine neue Welt offen.« In ihrem neuen Kochbuch »Vegan vom Grill« zeigt Katy Beskow mit 70 kreativen und unkomplizierten Rezepten, dass fleischfrei Gegrilltes hervorragend schmeckt - nicht nur im Sommer, sondern das ganze Jahr über! Dazu zeigt Katy zahlreiche Tipps und Tricks - damit die Grillparty auch bei blutigen Grill-Anfängerinnen und -Anfängern gelingt. Ob Hauptgericht oder Dessert: »Vegan vom Grill« animiert, den Grill dieses Jahr richtig zum Einsatz kommen zu lassen!
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Urteil BVerwG: Auch Vereine und Stiftungen können die jagdrechtliche Befriedung ihrer Flächen aus ethischen Gründen beantragen

Laut § 6a Bundesjagdgesetz (BJagdG) dürfen nur »natürliche Personen« das Ruhen der Jagd beantragen. Tier- und Naturschutzvereine oder Stiftungen konnten bisher das Ruhen der Jagd auf ihren Flächen nicht beantragen. Doch dies ist mit dem entscheidenden Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 26.6.2012 und der Europäischen Menschenrechtskonvention (Schutz des Eigentums) nicht vereinbar.

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof München macht in seinem grundlegenden Urteil vom 28.05.2020 »Erklärung von Grundstücken zu jagdrechtlich befriedeten Bezirken« die Antragstellung auch für juristische Personen wie Vereine, Stiftungen oder GmbHs möglich. (VGH München, 19 B 19.1713 und 19 B 19.1715) weiter

Hannes Jaenicke: »Seit 30 Jahren wird das Tierschutzgesetz wissentlich gebrochen«

»Die Milch macht's«, »Milch macht müde Männer munter«, »Fleisch ist ein Stück Lebenskraft« - wir alle sind mit diesen Werbe-Slogans aufgewachsen. In seinem investigativen Enthüllungsbuch »Die große Sauerei« deckt Hannes Jaenicke die dreistesten Industrie- und Werbelügen auf und erklärt, was Verbraucherinnen und Verbraucher über Fleisch, Milchprodukte und Eier unbedingt wissen sollten, um vor dem Kauf und Verzehr die richtige Entscheidung zu treffen. weiter

FREIHEIT FÜR TIERE-Interview mit Hannes Jaenicke

»Die einzige Antwort auf diese Art der Massentierhaltung ist der Verzicht auf ihre Produkte «
FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit dem Schauspieler und bekannten Umweltschützer Hannes Jaenicke über die Recherchen zu seinem neuen Buch, warum er vor 40 Jahren zum Vegetarier wurde, warum er Hafermilch trinkt, über das Problem, dass immer noch zu viele Menschen schlecht informiert sind und was dagegen zu tun ist. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Die Vermessung der Ernährung

Haben Sie sich schon einmal überlegt, welche Auswirkung unsere Ernährung, also das, was wir jeden Tag essen, auf die Gesundheit, auf Tiere und Natur, auf Böden und Grundwasser, auf die Artenvielfalt, auf die Regenwälder, auf Menschen in den ärmeren Ländern und auf das Klima hat? Sollten wir vor dem Hintergrund einer sich abzeichnenden Umwelt- und Klimakatastrophe, welche unser aller Lebensgrundlagen bedroht, nicht viel mehr über diese Zusammenhänge wissen? weiter

Vermessung der Ernährung: Interview mit Jan Wirsam

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit Prof. Dr. Jan Wirsam, wie das Buch Die Vermessung der Ernährung mit Prof. Dr. Claus Leitzmann entstand, aus welchen Gründen die Wissenschaftler mit einigen Kollegen die Forschung über pflanzliche Ernährung so engagiert vorantreiben und warum in Deutschland mehr Hülsenfrüchte wie Linsen, Erbsen, Bohnen, Lupinen und Soja angebaut werden sollten. weiter

Neues Buch von Prof. Reichholf: Stadt, Land, Fuchs

»Unsere Säugetiere verdienen mehr Beachtung; viel mehr, als ihnen gegenwärtig zuteil wird«, ist Prof. Dr. Josef H. Reichholf überzeugt. Sie brauchen neue Freunde! Solche zu gewinnen, ist das Hauptanliegen seines neuesten Buches »Stadt, Land, Fuchs: Das Leben der heimischen Säugetiere«. weiter

Interview mit Prof. Josef H. Reichholf

FREIHEIT FÜR TIERE sprach mit dem renommierten Zoologen über Wildtiere, Jäger, Massentierhaltung und was jeder Einzelne für wild lebende Tiere tun kann. weiter

Das Leid der Stuten für Schweinefleisch

Bisher kannte man die grausamen Stutenblut-Farmen in Argentininen, Urugay und China: Schwangeren Pferden wird dort literweise Blut abgezapft und an die Pharmaindustrie verkauft. Die Hormone der Stuten werden in der industriellen Schweinemast eingesetzt, um die Trächtigkeit der Sauen zu erhöhen und zu synchronisieren. Nachdem immer wieder über die grausamen Blutfarmen in Südamerika berichtet wurde, stoppten einige Pharmakonzerne den Import aus diesen Ländern - und wichen auf Islandponys aus. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter