Linda McCartney: Pionierin der Veggie-Küche

Paul, Mary und Stella McCartney stellen Lindas Familienrezepte vor

Von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE

Paul und Linda McCartney wurden 1975 durch ein Schlüsselerlebnis Vegetarier. Auch die Kinder Mary, Stella und James wuchsen vegetarisch auf. Als Pionierin der pflanzenbasierten Ernährung war es Linda McCartney ein Anliegen, mit kreativen Rezepten zu zeigen, wie eine tierfreundliche, umweltfreundliche und zugleich genussvolle Ernährung möglich ist. Jetzt haben Paul, Mary und Stella McCartney in »Linda McCartney's Familienkochbuch« 90 vielfältige pflanzenbasierte Rezepte zusammengetragen: bislang unveröffentlichte Rezepte von Linda McCartney sowie Neuinterpretationen ihrer Rezepte aus den 1980er Jahren. Paul, Mary und Stella McCartney teilen mit zahlreichen Familienfotos Erinnerungen aus drei Jahrzehnten vegetarischem Familienleben. Das wunderschön illustrierte Kochbuch ist zudem eine liebevolle Widmung der Beatles-Legende und der gemeinsamen Kinder an die 1998 verstorbene Star-Fotografin, Musikerin und Tierrechtsaktivistin.

Wie Linda und Paul Vegetarier wurden

Paul und Linda McCartney wurden bereits 1975 Vegetarier - durch ein Schlüsselerlebnis: Während sie auf ihrer Farm in Schottland gerade Lammfleisch aßen, sahen sie auf der Wiese kleine Lämmer umher springen. Auf einmal wurde ihnen bewusst: Was wir hier vor uns auf dem Teller haben, waren auch solche Lämmchen, voller Lebensfreude und Energie. Und sie konnten nicht weiter essen. Linda und Paul entschieden sich, kein Fleisch mehr zu essen.

Linda und Paul McCartney wurden 1975 Vegetarier.

Linda und Paul McCartney wurden 1975 Vegetarier.

Als sie gerade Lammfleisch aßen, sprangen auf der Wiese vor dem Haus kleine Lämmchen umher. Aus Mitgefühl mit den Tieren entschieden sie, kein Fleisch mehr zu essen. · Bild: © Paul McCartney, photographer: Linda McCartney

Mary McCartney erinnert sich daran, dass ihre Eltern sagten, sie hätten entschieden, kein Fleisch zu essen, damit kein Tier für ihr Essen leiden muss. Linda und Paul haben den Kindern aber nicht verboten, Fleisch zu essen. Sie wollten es aber zu Hause nicht mehr kochen.

Von Seiten der Kinder gab es keine Widerstände. Doch einige Zeit später gab es eine Beinahe-Panne, als die McCartneys Urlaub in der Karibik machten und zu einem Barbecue gingen. Die Kinder wollten Hühnchen essen. Linda und Paul sagten nicht nein, sie gaben aber zu bedenken, dass es die gleichen Tiere sind, wie sie zu Hause im Garten herumliefen. Die Kinder probierten von dem Hühnchen und es schmeckte ihnen nicht. Seither sind alle McCartney-Kinder überzeugte Vegetarier oder inzwischen sogar Veganer. Und auch an ihre Kinder haben sie diese Einstellung weitergegeben.

Damals in den 70er Jahren wurden Vegetarier noch schief angeschaut. Und weder Lebensmittelgeschäfte noch Restaurants waren auf Vegetarier eingestellt. Zum Glück für die Familie kochte Linda fantastisch.

Linda McCartney mit Mary und Stella in der Küche.

Linda McCartney mit Mary und Stella in der Küche.

Ihr Hauptziel sei immer gewesen, großartig schmeckendes Essen zu machen, erzählt Paul McCartney. · Bild: © Paul McCartney, photographer: Linda McCartney

Arme Ritter

Arme Ritter

aus »Linda McCartney’s Familienkochbuch«. · Bild: Issy Croker. Aus: Linda McCartney’s Familienkochbuch. Südwest, 2021.

Linda handelte aus Mitgefühl mit den Tieren

Auf die Idee, ein Lebensmittelunternehmen zu gründen, kamen Linda und Paul erst später. Und das kam so: Die Familie reiste von Schottland nach London und alle hatten Hunger, also machten sie einen Zwischenstopp an einer Raststätte. Aber es gab kaum etwas für Vegetarier zu finden. Und das war überall so. Selbst in London gab es damals nur ein einziges vegetarisches Restaurant. So kam Linda auf die Idee, Gemüse-Burger zu produzieren, damit kein Tier sterben muss. Sie handelte aus Mitgefühl mit den Tieren.

Die Firma wurde sehr erfolgreich. Eltern, deren Kinder beschlossen hatten, keine Tiere mehr zu essen, schrieben Linda, weil sie nicht wussten, was sie nun kochen sollten. Lindas Veggie-Burger und Würstchen waren die Lösung. Und so lag es nahe, dass Linda bald darauf begann, vegetarische Kochbücher zu schreiben.

»Linda konnte sehr überzeugend über vegetarische Ernährung sprechen«, so Paul McCartney. »Wenn wir eingeladen waren und jemand Fleisch aß, sprach sie ihn gelegentlich darauf an, aber auf eine charmante Art. Dieses Geschick hatte ich nicht. Linda war geradeheraus und hatte dennoch die Gabe, Menschen auf feinfühlige, sanfte Weise Denkanstöße zu geben.«

Im Jahr 2006, acht Jahre nachdem Linda gestorben war, las Paul McCartney einen Report der Vereinten Nationen. Er hieß »Der lange Schatten der Viehwirtschaft« und zeigte erstmals auf, dass die Massentierhaltung mehr Treibhausgase verursacht als der gesamte Verkehr. Bis dahin war Paul Vegetarier wegen der Tiere gewesen, aber nachdem er diesen Report gelesen hatte, wurde ihm klar, dass es noch um mehr geht: um nichts Geringeres als die Zukunft unseres Planeten.

Sir Paul McCartneys Rede vor dem Europäischen Parlament

Am 3. Dezember 2009 hielt Paul McCartney zu diesem Thema eine Rede vor dem Europäischen Parlament: »Globale Erwärmung und die Nahrungsmittelpolitik: weniger Fleisch = weniger Erwärmung«. In dieser Rede berief sich der Mega-Star auf den UN-Bericht Der lange Schatten der Viehwirtschaft aus dem Jahr 2006. »Am interessantesten fand ich damals, dass dieser Bericht nicht von Vegetariern verfasst worden war«, so McCartney in seiner Rede vor dem Europäischen Parlament. »Danach begann ich, an verschiedene Regierungen Briefe zu schreiben, um eben auf diese Thematik hinzuweisen.« Dabei habe er stets ausdrücklich betont, dass es die Vereinten Nationen waren, die diese Daten zusammengetragen hatten - und dass es nicht darum gehe, dass er als Vegetarier auf seinem Lieblingsthema herumreiten wolle. »Seitdem wurden viele weitere Studien und Berichte veröffentlicht«, so Paul McCartney.

Für seine Rede vor dem Europäischen Parlament trug die Beatles-Legende einige Fakten komprimiert zusammen:

· Durch die Massentierhaltung und die Futtermittelproduktion werden nicht nur Unmengen Kohlendioxid in die Atmosphäre freigesetzt, sondern auch massenhaft Methan und Lachgas. Methan ist 21-mal klimaschädlicher als Kohlendioxid und bleibt bis zu 15 Jahre in der Erdatmosphäre. Lachgas heizt das Klima sogar 310-mal stärker an als Kohlendioxid und bleibt ganze 114 Jahre in der Atmosphäre.

· Für die Massentierhaltung werden die Regenwälder dieser Erde unwiederbringlich zerstört - in jeder einzelnen Minute eine Fläche von 6 Fußballfeldern.

· Auf die Tierproduktion entfallen 8 % des globalen Wasserverbrauchs: Für die Herstellung eines einzigen Hamburgers braucht man soviel Wasser wie für 4 Stunden lang duschen.

· Durch die Massentierhaltung wird unser Trinkwasser mit Antibiotika, Hormonen und Chemikalien vergiftet.

»Was kann das Europäische Parlament dazu beitragen?«, fragt Paul McCartney. Seine Antwort: »Ich würde vorschlagen, dass man die Menschen dazu anhält, ihren Fleischverzehr zu verringern. Denn der hat mittlerweile ein Ausmaß erreicht, das zu ethischen Problemen führt. Und es ist unmoralisch, vor diesen Fragen die Augen zu verschließen. Es geht längst nicht mehr nur um uns selbst. Unsere Entscheidung in puncto Fleisch betrifft den ganzen Planeten.«

»Less Meat - Less Heat« ist der Text der Rede,

»Less Meat - Less Heat« ist der Text der Rede,

die Sir Paul McCartney im Jahr 2009 vor dem Europäischen Parlament hielt und der 2019 in Buchform erschienen ist.

"Linda wäre begeistert"

In den 1980er Jahren war Linda McCartney mit ihren Veggie-Burgern und Kochbüchern eine der Pioniere der pflanzlichen Ernährung. Mit Linda McCartneys Familienküche möchte Paul gemeinsam mit Mary und Stella an Lindas Arbeit erinnern. Für das Buch waren Lindas Fotos und Rezepte die Grundlage, aber Paul, Mary und Stella haben ihnen einen frischen Look verpasst. Denn sie sind überzeugt: Wenn Linda heute kochen würde, wäre sie so begeistert von der riesigen Auswahl an großartigen pflanzlichen Produkten, die inzwischen überall leicht erhältlich sind. »Sie wäre hingerissen von pflanzlichen Produkten wie Haferdrink und -joghurt, von milchfreier Butter und milchfreiem Käse, von Eiscreme auf Pflanzenbasis«, schreibt Paul McCartney. »Das Kochen hat sich grundlegend verändert, vegetarische und vegane Ernährung sind heute ganz einfach. Das ist eine Entwicklung, an der Linda maßgeblichen Anteil hat. Ich bin sehr stolz auf sie und alles, was sie getan hat.«

"Mum und Dad starteten 1975 eine Revolution, als sie Vegetarier wurden"

»Mum und Dad haben eine wahre Revolution gestartet, als sie Vegetarier wurden«, schreibt Mary in Linda McCartney's Familienkochbuch. »Mum war ein sehr sanfter und freundlicher Mensch, aber trat trotzdem engagiert für das ein, woran sie glaubte«, so die älteste Tochter von Linda und Paul. »Sie sagte, dass Tiere keine Stimme haben, also sprach sie in ihrem Namen.«

Und diese ethische Überzeugung hat Linda McCartney an ihre Kinder weitergegeben. Stella drückt es so aus: »Genau wie Mum liebe und respektiere ich unsere Mitgeschöpfe, darum koche ich nur pflanzliche Gerichte. Das ist wirklich Soul Food, und auch Mum hat immer gesagt, dass sie Essen für die Seele kocht.«

Zusammenfassend ist zu sagen: Linda McCartney's Familienkochbuch ist ein absolutes Must-have für alle Freudinnen und Freunde der pflanzlichen Küche, alle Tierfreunde und alle Beatles-Fans. FREIHEIT FÜR TIERE stellt Ihnen einen köstlichen Auberginen-Tomaten-Auflauf aus dem Buch vor.

Linda McCartney war Star-Fotografin, Musikerin und Tierrechtsaktivistin. Sie wurde 1941 als Linda Eastman in New York geboren. Ihr Vater war Anwalt in der Kanzlei Eastman & Eastman, zu deren Klienten Musikerinnen und Musiker gehörten. Linda studierte an der Princeton University Kunst und Geschichte, heiratete einen Studenten und bekam Tochter Heather. Bald wieder geschieden, nahm Linda einen Job als Fotografin bei einer New Yorker Zeitung an.

Ihr Durchbruch als Fotografin war 1965, als sie es durch ihre Hartnäckigkeit und die Fürsprache von Mick Jagger schaffte, die Rolling Stones bei einem Presseempfang auf einer Yacht anlässlich der Vorstellung des neuen Albums zu fotografieren: Es entstanden legendäre Fotos, welche die Band entspannt auf ungezwungene Art und Weise zeigten. Linda wurde eine der stilbildenden Fotografinnen der Rock-Ära: Ihre Porträts von Aretha Franklin, Jimi Hendrix, Bob Dylan, Janis Joplin, Eric Clapton, Simon & Garfunkel, The Who, The Doors u.v.m. waren sehr begehrt. Linda war die erste Frau, die für das Musik-Magazin Rolling Stone das Cover-Foto aufnehmen durfte.

1967 lernte sie Paul McCartney in einem Londoner Club kennen, in dem sie mit den Animals unterwegs war. Vier Tage später trafen sich Linda und Paul bei einem Pressetermin für das Sgt.-Pepper-Album wieder. Damit begann eine der großen Liebesgeschichten des Pop, die über 30 Jahre - bis zum frühen Tod Lindas 1998 - währte. Die beiden heirateten 1969 und bekamen drei Kinder: Mary, Stella und James. Paul hat Linda als sehr bodenständig beschrieben, was ihm - so sagt er - »geholfen hat, mit dem Ruhm der Beatles fertig zu werden und ein normales Leben zu führen«. Die beiden zogen nach Schottland und kauften später eine Farm in Sussex, auf der die Familie mit Pferden, Hunden, Schafen, Enten und Hühnern lebte.

Nach dem Ende der Beatles gründete Paul 1971 zusammen mit Linda die Band »Wings«, in der sie Keyboard spielte, sang und bei den ersten drei Alben auch mitkomponierte.

In den 1980er und 1990er Jahren war Linda eine Pionierin der pflanzenbasierten Ernährung. Sie veröffentlichte mehrere vegetarische Kochbücher mit Millionenauflage, gründete ein erfolgreiches Unternehmen für vegetarische Fertigprodukte und setzte sich für Tierrechte ein.

Selbst zwei Jahrzehnte nach ihrem frühen Tod im Jahr 1998 ist Linda McCartney als maßgebliche Wegbereiterin der vegetarischen Küche noch immer weltberühmt. Sie sagte einmal: »Ich hab mich immer bloß für Tiere, Rockmusik und Fotografie interessiert.«

Paul, Mary und Stella McCartney haben gemeinsam

Paul, Mary und Stella McCartney haben gemeinsam 2009 die Kampagne »Meat Free Monda« ins Leben gerufen.

Paul McCartney wurde 1942 in Liverpool geboren. Als Sänger und Bassist der legendären Beatles schrieb er Musikgeschichte, seine anschließende Solo-Karriere währt bis heute. Sir Paul McCartney ist der erfolgreichste Songwriter und Sänger in der Geschichte der Popmusik.

Der Oscar-Preisträger und mehrfache Grammy-Gewinner verkaufte mehr als einhundert Millionen Singles und wurde mit 60 Goldenen Schallplatten ausgezeichnet. McCartneys Stück »Yesterday« ist der meistgespielte Popsong aller Zeiten.
Nach dem Ende der Beatles brachte Paul McCartney 1970 sein erstes Soloalbum mit dem schlichten Titel »McCartney« heraus.
1971 gründete er mit seiner Frau Linda die bis 1981 bestehende Band Wings. Seine erfolgreiche Solokarriere währt nun schon seit 50 Jahren.
2020 erschien das Studioalbum »McCartney III«. Es erreichte in Deutschland und Großbritannien auf Anhieb den ersten Platz der Charts.

1975 wurde Paul McCartney Vegetarier, seit vielen Jahren lebt er vegan. Die Beatles-Legende setzt sich seit über vier Jahrzehnten für die Rechte von Tieren ein: gegen Massentierhaltung, gegen Tierversuche und gegen das Abschlachten von Robben. Sein berühmtes PETA-Video »Wände aus Glas« ist legendär: »Wenn alle Schlachthäuser Wände aus Glas hätten - wer würde wohl noch Fleisch essen?«

Darüber hinaus macht er sich für den Schutz unseres Planeten stark. 2009 hielt Paul McCartney eine Rede vor dem Europäischen Parlament: »Globale Erwärmung und die Nahrungsmittelpolitik: weniger Fleisch = weniger Erwärmung«.

2020 veröffentlichte er mit PETA ein Musikvideo gegen Tierversuche: »Looking for Changes«. Dazu erklärte er: »Tierversuche sind unethisch - sie sind ein kolossaler Fehler und eine Verschwendung von Zeit und Geld. Wir können und müssen es besser machen. Ich hoffe auf Veränderungen, durch welche die Tiere aus den Laboren freigelassen werden.«

Paul McCartney trägt kein Leder und stellt auf Konzert-Touren sicher, dass sowohl seine Limousinen als auch die Hotelzimmer frei von Tierhäuten sind. Die Crew wird auf Tour mit Veggie-Menüs verpflegt. Bei Konzerten macht der Mega-Star Werbung für seine Meat-Free-Kampagne und lässt PETA-Aktivisten Informationsmaterial an die Fans verteilen.

Mary McCartney ist erfolgreiche Star-Fotografin und hat eine eigene TV-Kochshow.

Sie wurde 1969 als erstes Kind von Linda und Paul McCartney geboren. Mit Mitte Zwanzig begann sie ihre Karriere als Fotografin und spezialisierte sich auf Modefotografien und Porträts. Ihre Fotos erscheinen auf Titelseiten von Zeitschriften wie Vogue oder Rolling Stone . Sie fotografierte Stars wie Kate Moss, Lou Reed, Jude Law, Joss Stone oder Rami Malek sowie die Hochzeit von Madonna und Guy Ritchie, aber auch Kampagnen der Tierrechtsorganisation PETA. Außerdem werden ihre Bilder auf Ausstellungen gezeigt und wurden in Büchern veröffentlicht. Ihre fotografische Studie des Royal Ballet ist als Teil der ständigen Sammlung des Victoria and Albert Museum in London zu sehen.

Mary hat die Liebe zum Kochen von ihrer Mutter geerbt: Sie entwickelt Rezepte und hat eine Reihe von Kochbüchern veröffentlicht. Außerdem hat sie eine eigene Kochshow-Serie Mary McCartney Serves It Up auf Discovery, bei der sie in ihrer Londoner Küche mit befreundeten Stars wie Kate Hudson, Liv Tyler oder Dave Grohl wunderschöne fleischlose Menüs zubereitet und in Gesprächen ihre Lieblingsrezepte und die Geschichten dahinter verrät und über pflanzliche Ernährung spricht: Mit Hilfe meiner Freunde werde ich weiterhin zeigen, dass Meat Free Eating lecker und für jeden zugänglich ist .

Paul, Mary und Stella McCartney haben gemeinsam 2009 die Kampagne Meat Free Monday ins Leben gerufen, deren Botschafterin sie ist.

Stella McCartney ist eine berühmte Modedesignerin und aktive Befürworterin von Tierrechten.

Sie wurde 1971 in London geboren. Ihre Kindheit ist eine Zeit der Extreme: Ich wuchs als Vegetarierin auf einer Öko-Farm auf , sagte sie der Vogue. Wir waren sehr beschützt, regelrecht isoliert, mitten zwischen Wäldern und weiten Landschaften. Oder wir waren auf Tournee. Umgeben von 200 000 Menschen. Inspiriert vom Kleiderschrank ihrer Eltern, begann sie bereits mit 12 Jahren, Kleidung zu entwerfen. Zwei Jahre nach ihrem Studium am Central Saint Martins College of Art and Design in London wurde sie 1997 Chefdesignerin des Pariser Modehauses Chloé. Bevor sie zusagte, stellte sie klar, dass unter ihrer Leitung niemals Leder oder Pelz in den Kollektionen verarbeitet werden.

1999 wurde sie mit dem British Designer of the Year Award ausgezeichnet. 2001 gründete sie ihr eigenes Modeunternehmen. Die Stella-McCartney -Kollektionen werden seit 2001 zweimal jährlich bei den Pariser Modewochen vorgeführt und wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Ihre Luxus-Marke verwendet keine tierischen Stoffe wie Tierleder oder Pelz.

Für mich ist das eine ethische Entscheidung. Ich bin dagegen, dass Tiere - und zwar Millionen Tiere - für Mode getötet werden , sagt Stella McCartney. Es gibt überhaupt keinen Grund, diese Materialien zu verwenden. Seit 2017 arbeitet Stella McCartney mit der Umweltschutzorganisation Parley Ocean Plastic zusammen und setzt für ihre Kunstleder-Produkte recyceltes Plastik ein, das die Organisation an Küsten sammelt.

Das Buch

Paul, Mary und Stella McCartney präsentieren Linda McCartneys pflanzenbasierte Rezepte in neuem Gewand und teilen mit zahlreichen Familienfotos Erinnerungen aus drei Jahrzehnten vegetarischem Familienleben.

Über 90 pflanzenbasierte Rezepte, die den Planeten retten und die Seele nähren:
Grundlagen und Tipps für die pflanzliche Ernährung
Frühstück und Brunch
Suppen und Salate
Für unterwegs
Schnelle und einfache Gerichte
Für Wochenend-Feste
Beilagen und Snacks
Puddings und Süßes

Gewidmet unseren Mitgeschöpfen, die mit uns auf dieser schönen Erde leben - den Tieren.
(Linda McCartney)

Linda McCartney mit Paul, Mary & Stella McCartney: Linda McCartney s Familienkochbuch
Hardcover, 256 Seiten
Südwest-Verlag, 2021 ISBN 978-3-517-10112-5
Preis: 25,00 € (D), 25,70 € (A), CHF 35,90*

Aus Linda McCartney's Familienkochbuch:

Auberginen-Tomaten-Auflauf

Bild: Issy Croker.

Bild: Issy Croker.

Aus: Linda McCartney’s Familienkochbuch. Südwest, 2021.

Dieser Auflauf mit saftigen Auberginen, herben Kalamata-Oliven und Tomatensauce - abgerundet mit veganem Mozzarella und Pinienkernen - verwöhnt Ihren Gaumen.
Reste können einige Tage im Kühlschrank aufbewahrt und aufgewärmt werden.

ZUTATEN für 4 Personen
100 ml Olivenöl plus etwas mehr für die Form
1 mittelgroße Zwiebel, abgezogen und fein gehackt
2 Knoblauchzehen, abgezogen und zerdrückt
2 Dosen gehackte Tomaten (à 400 g Füllgewicht)
140 g Tomatenmark
80 g Kalamata-Oliven, grob gehackt
2 EL frischer, grob gehackter Oregano
2 EL frische, grob gehackte Basilikumblätter
1 EL Aceto balsamico
60 g Weizen- oder Dinkelmehl
2 Auberginen, der Länge nach in 5 mm dicke Scheiben geschnitten
200 g veganer Mozzarella, gerieben
2 EL Pinienkerne
Meersalz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle

ZUBEREITUNG
Den Backofen auf 180 C/Umluft 160 C vorheizen.
Eine mittelgroße Auflaufform mit etwas Öl einfetten.
2 Esslöffel Öl in einem großen Topf mit Deckel bei mittlerer bis hoher Temperatur erhitzen.
Die Zwiebel darin 8 10 Minuten weich dünsten. Knoblauch, Tomaten, Tomatenmark, Oliven, Kräuter, Essig, 1 Teelöffel Salz und eine gute Messerspitze Pfeffer zugeben.
Alles zum Kochen bringen, dann den Deckel auflegen und bei schwächerer Hitze unter gelegentlichem Rühren 30 Minuten köcheln lassen, bis die Sauce leicht eingekocht ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Inzwischen das Mehl in einen tiefen Teller geben und kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.
Die Auberginenscheiben in dem gewürzten Mehl wenden und zur Seite legen.
2 Esslöffel Olivenöl in einer großen beschichteten Pfanne bei mittlerer bis hoher Temperatur erhitzen.
Die Auberginenscheiben portionsweise im heißen Fett von jeder Seite 3 4 Minuten goldbraun braten. Falls nötig, mehr Öl in die Pfanne geben.
Den Boden der vorbereiteten Form mit einer dünnen Schicht Tomatensauce bedecken. Darauf eine Schicht Auberginenscheiben legen.
Abwechselnd weitere Schichten in die Form geben, bis alle Zutaten verbraucht sind.
Den geriebenen Käse mit den Pinienkernen mischen und auf die Oberfläche streuen.
Leicht salzen und pfeffern. 30 40 Minuten im Ofen backen, bis die Oberfläche goldbraun ist und die Sauce brodelt. Sofort servieren.

FREIHEIT FÜR TIERE 3/2026

Freiheit für Tiere 3/2026

Artikelnummer: 3-2026

Tiernachrichten: Verletzter Kormoran klopft an Notaufnahme in Bremen • Amsterdam verbietet Werbung für Fleisch • Plakate in Londoner U-Bahnen: Gaskammern für Schweine nicht »human« • Niedersachsen: Klage wegen CO2-Betäubung von Schweinen • Größter Legehennen-Schlachthof Bayerns: Mehrere Mitarbeiter wegen Tierquälerei verurteilt • Neues Tierschutzrecht in Italien: Tiere sind keine »Sachen« - Härtere Strafen für Tierquälerei • Verstoß gegen das Schweizer Tierschutzgesetz: Größte Lachsfabrik in der Schweiz geplant • Studie: EU gibt 23% des Gesamthaushalts als Subventionen für Fleisch und Milch aus • Rheinland-Pfalz: Grundstück in Winzeln ab sofort jagdfrei • Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere • Kulturlandschaft: Die Logik hinter dem Artenverlust - Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs • Symbiosen: Pflanzen und Tiere im Garten • Nachhaltigkeit: Vegane Ernährung im Sport • TAMU: Das vegane Afrika-Kochbuch

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FREIHEIT FÜR TIERE 2/2026

Freiheit für Tiere 2/2026

Artikelnummer: 2-2026

Tiernachrichten: Schutzgebiet für ehemalige Show-Delfine in Süditalien entsteht • Verhaltenforschung: Werkzeuggebrauch bei Kühen - wie Primaten • Hobbyjagd: Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe • Stoppt die Jagd auf Vögel! • Tierportrait: Deutschlands Wilde Wölfe • Mit Tieren leben: ERST das Buch, dann der HUND: Ratgeber VOR dem Hundekauf • 101 Empfehlungen von internationalen Wissenschaftlern: Vegane Ernährung als Schlüssel gegen zunehmende Gesundheitskrisen • Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund? • Ernährung ohne Tierleid: Tipps für ein langes, gesundes und tierfreundliches Leben • Forschungstrend »Longevity«: Mit Pflanzenkraft gesunde Lebensjahre gewinnen - mit Rezepten • Lifestyle: »VEGAN & Delicious« von Bianca Zapatka - Tierfreundliche Rezepte

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FREHEIT FÜR TIERE 1/2026

Freiheit für Tiere 1/2026

Artikelnummer: 1/2026

Tierschutz aktiv: Delfinarien: Schluss mit Delfinen in Gefangenschaft! • Historisches Urteil in Spanien: Massive Umweltverschmutzung durch Massentierhaltungverstößt gegen Menschenrechte • Bayerns größter Milchviehbetrieb: Tierhaltungsverbot wegen schwerer Tierquälerei • Gesetz ab 2026 in Österreich: Heimtierhaltung mit Sachkundenachweis • Neues Gesetz zur Heimtierhaltung: Interview Prof. Rudolf Winkelmayer, Veterinär und Tierethiker • Ethik und Religion: Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche • Tierportrait: »Hase und ich« - Ergreifende Rettung und Aufzucht eines Feldhasenbabys • Studie: Schon eine Scheibe Wurst am Tag erhöht das Risiko für chronische Krankheiten • Studie: Pflanzliche Ernährung reduziert Krebsrisiko deutlich • Italienische Küche vegan: Kochen alla Nonna • Rezept: Cavatelli agli spinaci • Rezept: Pasta al forno • Rezept: Tiramisu • DVD-Tipp: »Gottes Gäste« - Jetzt drei Tiergemärchen von Manfred Kyber auf DVD

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Neuauflage: FREIHEIT FÜR TIERE - Fakten gegen die Jagd

FREIHEIT FÜR TIERE: Fakten gegen die Jagd (völlig überarbeitete und auf 60 S. erweiterte Neuauflage)

Artikelnummer: 522

Fakten und Argumente gegen das blutige Hobby der Waidmänner und Waidfrauen: Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger immer mehr: Immer weniger Spaziergänger, Hundehalter, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Hobbyjägern angepöbelt oder sogar bedroht werden. Immer mehr Menschen protestieren gegen die Ballerei in Naherholungsgebieten. Und Berichte, dass Jäger aus Versehen Liebespaare im Maisfeld oder Ponys auf der Weide erschießen, können einem draußen in der Natur durchaus Angst machen. Warum Jäger Jagd auf Hasen machen, obwohl sie auf der »Roten Liste« bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden. Zudem haben 99,6 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen. Da stellt sich die Frage: Warum jagen Jäger wirklich?

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Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere

Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE

Tiere folgen nur ihren Instinkten und können höchstens ein paar angelernte Arbeitsschritte ausführen? Weit gefehlt! Sie können so viel mehr, als wir geahnt haben! Von Bergpapageien, die verschlossene Rucksäcke und Taschen öffnen, bis zu Kakadus, die mehrstufige Werkzeuge herstellen: Die Kognitionsbiologin Prof. Dr. Alice Auersperg nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise über die erstaunliche Kreativität, den verblüffenden Einfallsreichtum und Erfindergeist von Tieren - und sie zeigt, wie nah uns Tiere wirklich sind! weiter

Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust. Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs

In seinem Buch »Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust« berichtet Guido Meyer, wie er erst als Spaziergänger und Mountainbiker, dann als Hundeführer und Fotograf immer tiefer in die Natur eintauchte und wildlebende Tiere wie Hirsche und Wölfe ganz nah erlebte. Und wie er dabei auf der anderen Seite immer öfter in Konfrontationen mit Jägern und sogar ernsthafte Bedrohungssituationen geriet, die ihn dazu brachten, intensiv über Jagd und Jäger zu recherchieren, über die dramatische Bedrohung der Arten und die Zerstörung von Lebensräumen, aber auch über das Ökosystem Wald, die wunderbare Kraft der Natur und die Symbiose von Natur und Tieren, an der auch wir Menschen teil haben können. Illustriert wird das Buch durch fantastische Fotografien, mit denen Guido Meyer seit Jahren auf seiner Plattform naturdigital.online begeistert. weiterlesen

Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe: Wie lange noch?

Im Februar 2026 hat ein 52-jähriger Hobbyjäger im Landkreis Bamberg seine 49-jährige Frau, seinen 14-jährigen Sohn, die 6-jährige Tochter und sich selbst erschossen.
Im Januar 2026 traf der Schuss eines Jägers einen 23-Jährigen in Nordrhein-Westfalen tödlich. In Niedersachsen verwechselte ein 77-jähriger Hobbyjäger eine Gruppe Spaziergänger mit Wildtieren - eine 58-jährige Frau wurde schwer verletzt. In der Steiermark wurde ein 42-jähriger Hobbyjäger aus Versehen tödlich in den Kopf getroffen - beim Verladen eines erschossenen Wildschweins ins Auto löste sich ein Schuss.
Im Dezember 2025
tötete ein Hobbyjäger in der Oberpfalz seinen Nachbarn zwei Stockwerke über sich mit einem gezielten Kopfschuss. Ein anderer Hobbyjäger schoss vom Hochsitz aus Versehen auf einen 20-Jährigen und verletzte ihn so schwer, dass er im Krankenhaus notoperiert werden musste.
Im November 2025
erschoss ein Hobbyjäger in Reutlingen vier Familienangehörige und sich selbst - mit einer Schusswaffe, die er als Jagdscheininhaber legal besaß. Spaziergänger wurden von Jagdmunition getroffen, das Projektil eines Jägers durchschlug die Jalousie der Küchentür eines Hauses und ein Jagdschein­inhaber aus Crailsheim kündigte an, die »größtmögliche Anzahl an Ausländern« umbringen zu wollen. weiterlesen

Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche

»Wenn jemand Fleischspeisen, die Gott den Menschen zum Genuss gegeben hat, für unrein hält und ... auf sie verzichtet ..., der sei mit dem Bannfluch belegt.«

Papst Johannes III., Synode von Braga, 561 n. Chr.


Diesen Bannfluch verkündete Papst Johannes III. im Jahr 561 nach Christus auf der Synode von Braga in Portugal. Ein Bannfluch hatte die »Vogelfreiheit« zur Folge: Der Gebannte verlor als Ausgeschlossener aus der Gesellschaft alle Rechte.


Ganz in diesem Geiste wurden im Jahre 1051 durch die Bischofsversammlung in Goslar »Ketzer«, die ausschließlich von Pflanzennahrung lebten, zum Tode verurteilt, weil sie sich geweigert hatten, Hühner zu töten. Das Töten von Hühnern wurde zum »Test«, um Ketzer zu erkennen!
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DVD-Tipp: Jesus und die Tiere

jesus-tempelreinigung Ausschnitt

Jesus treibt die Tierhändler aus dem Tempel.

Jesus von Nazareth wurde im Stall mitten unter den Tieren geboren. Gab Gott damit den Menschen nicht ein Symbol, dass Sein Sohn nicht in einem Palast, sondern bei Schafen, Rindern, Eseln und Katzen zur Welt kam?

Zu Zeiten des Jesus von Nazareth wurden Lämmer und Tauben im Tempel für die Sünden der Menschen geopfert. Jesus trat gegen diesen blutigen Kult ein. Bekannt ist die Szene, wie Jesus nach seinem Einzug in Jerusalem die Tierhändler aus dem Tempel hinaustrieb und die Tiere freiließ. Und er rief: »Steht nicht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker? Ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht!« (Markus 11,17)

Über die Tierliebe des Jesus von Nazareth ist in der Bibel kaum etwas zu finden. Doch aus der frühchristlichen Geschichtsschreibung wird deutlich, dass Jesus kein Fleisch gegessen hat und sich für die Tiere einsetzte... weiterlesen

DVD: Jesus und die Tiere

Artikelnummer: 318

Vergleicht man die Bibel mit apokryphen Schriften, dann ist gut zu erkennen, dass die Kernaussagen oft die Gleichen sind, aber die Tierliebe Jesu, gänzlich fehlt. In dieser DVD werden viele Begebenheiten, bei denen Jesus über die Tiere sprach, wiedergegeben.

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»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

VEGGIE FOR KIDS

Artikelnummer: 053

Die Rezepte für das Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«- sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund!

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Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund?

Die gesundheitlichen Auswirkungen von vegetarischer und veganer Ernährung im Kindesalter sind immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass eine vollwertige pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund und bedarfsdeckend ist. Auch die bisher größte Studie dieser Art bestätigt nun: Pflanzliche Ernährung ist für Kinder und Jugendliche sicher und vorteilhaft. weiterlesen

Ernährung ohne Tierleid: Ein gesünderes Leben

Viele Menschen, die sich entscheiden, kein Fleisch mehr zu essen, tun dies aus ethischen Gründen: weil sie nicht möchten, dass Tiere für sie leiden und sterben müssen. Viele gehen den konsequenten Schritt weiter und lassen aus Liebe zu Kühen und Kälbchen Milch und Käse weg, essen aus Mitgefühl zu Hühnern keine Eier und leben rein pflanzlich. Und dann erfahren sie, dass eine vegane Ernährung ohne Tierleid auch die gesündeste ist!

Eigentlich würde uns dies schon der logische Menschenverstand sagen: Wie sollen Nahrungsmittel, die durch Leid und Tod entstehen, für uns gesund sein? In den letzten Jahren und Jahrzehnten sind tausende wissenschaftliche Studien veröffentlicht worden, die nachweisen: Eine Ernährung mit vollwertigen pflanzlichen Lebensmitteln ist gesund und versorgt uns auch mit allem, was wir brauchen. Diese Ernährungsweise beugt überdies zahlreichen Krankheiten vor, von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Krebs, Diabetes und Adipositas bis zu Demenz - und schützt damit vor vorzeitigem Tod. weiterlesen

Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis

Wir fangen gerade erst an, zu begreifen, dass das Gehirn von Tieren ähnlich komplex ist wie unser eigenes. Die Warnrufe von Präriehunden etwa sind nicht nur hektische Pfeiftöne, sie übermitteln damit differenzierte Nachrichten. Gorillas nutzen Zeichensprache, um vergangene Ereignisse zu schildern - wissen sie also, was heute, gestern und morgen ist? Nicht nur Primaten oder Elefanten, selbst kleinste Ameisen, denen man einen Farbtupfer auf dem Kopf angebracht hat, wollen diesen loswerden, sobald sie in einen Spiegel blicken - ein Beweis für ihr Ich-Bewusstsein, das Menschen erst ab dem zweiten Lebensjahr entwickeln. In ihrem Buch »Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis präsentiert Marianne Taylor 60 Tierarten, ihre bemerkenswerten kognitiven Fähigkeiten, ihre Gefühle und ihre ausgefeilte Kommunikation. weiter

Bayerischer Tierärztetag: Tierqual bei Milchkühen

Razzia auf Skandalhof in Bad Grönenbach. Pressemitteilung SOKO Tierschutz Kopie

Kühe, die nicht mehr laufen können, werden mit Treckern weggeschleift, Mitarbeiter treten ein liegendes Kalb:

Die aktuelle Undercover-Recherche von SOKO Tierschutz in Bayerns größtem Milchviehhof in Bad Grönenbach zeigt erneut massive Verstöße gegen den Tierschutz. · Bild: SOKO Tierschutz

Von Annemarie Botzki, Recherche und Kampagnen bei der Verbraucherschutzorganisation foodwatch e.V.

»Alle haben die Nase voll« - das ist der Satz, der mir vom bayerischen Tierärztetag in Kulmbach besonders im Ohr hängen bleibt. sitze mit 150 amtlichen und Amtstierärzt:innen in einem Konferenzraum. Normalerweise sind sie in detaillierte, fachliche Diskussionen vertieft. Aber diesmal ist die Stimmung anders. Angespannt. Frustriert. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Gestatten. Biber. Eine außergewöhnliche Freundschaft mit einer wildlebenden Biberfamilie

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Christian Kuschenreiter Aug’ in Aug’ mit einem Biber. Das freilebende Tier hat Vertrauen wie zu einem Familienmitglied.

Schwarze Knopfaugen, beeindruckende Schneidezähne, großer Paddelschwanz, Stupsnase und dichter Pelz: Biber sind entzückende Tiere, und obendrein schlau, empathisch, kommunikativ, verspielt - und eigentlich sehr scheu. Als Bettina und Christian Kutschenreiter im Jahr 2003 beim Fotografieren an einem Fluss in Oberbayern auf eine Biberfamilie treffen, ist das der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft, die bis heute anhält. Die Biber lassen die beiden Tierfreunde nach und nach an ihrem Leben teilhaben und suchen schließlich sogar bewusst ihre Nähe. Jetzt haben die beiden ein Buch über ihre Erlebnisse mit den Bibern geschrieben - mit vielen wunderschönen und sicher einzigartigen Fotos. weiter

Die Intelligenz der Hunde

Die internationale Forschung hat sich in den letzten Jahren zunehmend mit der Intelligenz von Hunden beschäftigt und dabei so manches bestätigt, was Hundefreundinnen und Hundefreunde längst wussten: Hunde denken viel komplexer als gedacht. Aber: Was genau ist Hundeintelligenz? Wie misst man sie? Haben wir dazu überhaupt die richtigen Werkzeuge und Vergleichsmaßstäbe? Sind »Menschenschläue« und »Hundeschläue« überhaupt vergleichbar? Und in welchen Bereichen haben Hunde andere oder viel mehr geistige Kompetenzen als wir? weiter

Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter