Mit dem Segen der Kirche: Immer noch grausame Stierkämpfe
Jedes Jahr werden auf der ganzen Welt Zehntausende Stiere bei Stierkampf-Festen unbarmherzig getötet, von denen viele zu Ehren katholischer Heiliger abgehalten werden - und mit dem Segen der Kirche.
»Der Segen von Priestern für Matadore, die verängstigten Stieren Qualen zufügen, bevor sie sie gewaltsam töten, ist eine groteske Verhöhnung von Christi Lehren der Barmherzigkeit und des Mitgefühls«, so Mimi Bekhechi, PETA-Vizepräsidentin für Europa.
PETA-Demo bei Papstbesuch: »Stierkampf ist Sünde«
Am 26. September 2024 haben PETA-Aktivistinnen und Aktivisten die Prozession von Papst Franziskus mit dem Papamobil durch Luxemburg-Stadt gestört: Mit Plakaten und T-Shirts mit Aufschriften wie »Stoppt die Segnungen von Stierkämpfen« und »Stierkampf ist eine Sünde«.
Zu Ehren angeblicher »Heiliger« treiben Angreifer auf Pferden Lanzen in den Rücken und Nacken eines Stieres, bevor andere ihm Banderillas in den Rücken stoßen. Wenn der Stier schließlich durch den Blutverlust geschwächt ist, erscheint ein Matador und versucht, ihn mit dem Schwert zu töten.
Die tierfeindliche Kirchenlehre ist bis heute im Katechismus der katholischen Kirche festgeschrieben: »Gott hat die Tiere unter die Herrschaft des Menschen gestellt, den er nach seinem Bild geschaffen hat. Somit darf man sich der Tiere zur Ernährung und zur Herstellung von Kleidern bedienen. ... Medizinische und wissenschaftliche Tierversuche sind in vernünftigen Grenzen sittlich zulässig…«. (Kathechismus der katholischen Kirche, 2417)
