Freiheit für Tiere
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Radprofi Simon Geschke lebt seit 2016 vegan

Rad-Profi Simon Geschke isst seit 2016 vegan.

»Wer einmal umdenkt, merkt, dass man auf gar nichts verzichten muss. Man ist einfach froh, etwas anderes essen zu können und nicht zum Tierleid und der Zerstörung der Umwelt beizutragen.« · Bild: Markus Wissmann - Shutterstock.com

»Wenn ich die Bilder der Tiere im Kopf hatte, habe ich mich fast schon geekelt.« Das sagt der deutsche Rad-Profi Simon Geschke, der bei Rennen wie der Tour de France, dem Giro d’Italia oder Tour Down Under mitfährt. 2020 gelang ihm mit dem 3. Platz bei der Tour Down Under seine bis dahin beste Platzierung in der Gesamtwertung eines WorldTour-Etappenrennens. Seit 2016 baut Simon Geschke auf 100 % Pflanzenkraft.

Simon Geschke fährt bei großen Radrennen

wie der Tour de France, dem Giro d’Italia oder Tour Down Under mit - hier beim Rennen Paris-Nice in Conflans-Sainte-Honorine. · Bild: Radu Razvan - Shutterstock.com

Die Entscheidung, auf pflanzliche Ernährung umzusteigen, hatte er nicht von einem Tag auf den anderen getroffen. Als Leistungssportler habe er sich viel mit Ernährung beschäftigt, sagte der Radprofi im Interview mit der Berliner Morgenpost. Dabei sei er auf interessante Studien über vegane Ernährung gestoßen und wollte es ausprobieren. »Ich muss sagen, dass ich es mir schwerer vorgestellt habe. Dadurch, dass man als Leistungssportler ohnehin sehr auf seine Ernährung achtet, bin ich sehr gut versorgt. Man muss sich eigentlich nur andere Eiweißquellen suchen. Aber das ist keine Kunst. Es gibt ja nichts, was es nicht auch über pflanzliche Ernährung gibt.« Simon Geschke ist überzeugt, dass vegane Ernährung sehr gesund ist und viele positive Auswirkungen auf den Körper hat, gerade auch für Sportler. Dabei geht es dem Rad-Profi um mehr als gesunde Ernährung: »Wenn man sich über Massentierhaltung, über Milchproduktion und alles, was da dranhängt, informiert, bekommt man einfach eine andere Denkweise.«

Simon Geschke hatte unter anderem die Dokumentation »Cowspiracy« gesehen. Der Film deckt die verheerenden Auswirkungen der industriellen Viehwirtschaft auf unseren Planeten auf. »Ich habe mich darüber informiert, welche Auswirkungen die Tierhaltung heute auf die Umwelt hat: der immense Wasserverbrauch, die vielen Emissionen«, sagt er im Interview mit Animal Equality. »Vieles wird durch die Industrie bewusst von der Öffentlichkeit ferngehalten. Wir haben ein Stück Fleisch auf dem Teller, doch die Folgen sind viel weitreichender. Die Fakten sprechen für sich.«

Es sei für ihn überhaupt kein Problem gewesen, auf Fleisch und Milchprodukte zu verzichten. »Am Anfang habe ich sogar noch ein paar Mal im Jahr Fleisch oder Käse gegessen, aber ich konnte es gar nicht mehr genießen. Wenn ich die Bilder der Tiere im Kopf hatte, habe ich mich fast schon geekelt.«

Viele Menschen würden denken, es sei schwer, sich vegan zu ernähren, weil man auf etwas verzichten müsse. »Aber wer einmal umdenkt, merkt, dass man auf gar nichts verzichten muss. Man ist einfach froh, etwas anderes essen zu können und nicht zum Tierleid und der Zerstörung der Umwelt beizutragen.«

Quellen:
· Radprofi Simon Geschke: »Mit veganer Ernährung fühle ich mich besser«. animalequality.de, 24.2.2020
· Interview mit Rad-Profi Simon Geschke. Berliner Morgenpost, 12.7.2018

Film "Cowspiracy"