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Schliefenanlagen: Grausame Tierquälerei an Füchsen

PETA zeigt Dutzende Schliefenanlagen an

In Schliefenanlagen werden Füchse ein Leben lang

in kleinen Käfigen gehalten und müssen immer wieder Todesangst erleiden, wenn die Jagdhunde auf sie gehetzt werden. · Bild: peta.de

Die Tierrechtsorganisation PETA hat in Deutschland Dutzende Schliefenanlagen wegen mutmaßlichen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz angezeigt. Laut § 17 Nr. 2b des Tierschutzgesetzes dürfen Tieren keine länger anhaltenden oder sich wiederholenden erheblichen Schmerzen oder Leiden zugefügt werden. PETA fordert die sofortige Schließung der Anlagen sowie die Beschlagnahmung der dort eingesperrten und gequälten Füchse.

Schliefenanlage im Salzlandkreis

Bild: PETA

So werden Füchse in Schliefenanlagen gequält

Eine Schliefenanlage besteht aus einem künstlichen Tunnelsystem, das einen Fuchsbau nachbilden soll. Um die Jagdhunde »scharf« zu machen und auf die überaus grausame Baujagd abzurichten, werden sie immer wieder in die künstlichen Fuchsbaue geschickt und auf den darin eingesperrten Fuchs gehetzt, der dabei unter Todesangst leidet. Fuchs und Jagdhund sind letztlich nur durch ein Gitter voneinander getrennt.

Die Füchse werden in den Schliefenanlagen ein Leben lang in kleinen Zwingern gehalten und müssen immer wieder Todesangst erleiden, wenn die Jagdhunde auf sie gehetzt werden. Füchse scheuen von Natur aus Konflikte mit Hunden und führen in Schliefenanlagen ein Leben in ständiger Panik.

Meist im Verborgenen:

über Hundert Schliefenanlagen in Deutschland

Viele europäische Länder haben die grausamen Schliefenanlagen bereits verboten. In Deutschland gibt es jedoch immer noch rund 100 der tierquälerischen Tunnelsysteme, die meist im Verborgenen liegen. Nur wenige sind bisher öffentlich bekannt, wie die Anlagen in Voßheide bei Lemgo, in der seit 1960 Füchse für die Jagdhundeausbildung misshandelt werden. PETA hat bereits im Februar 2020 Strafanzeige gegen die Betreiber dieser Schliefenanlage erstattet. Ein offizielles Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet.

Seit September 2021 hat PETA die Verantwortlichen von Dutzenden Schliefenanlagen wegen mutmaßlichen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz angezeigt.

In der Schliefenanlage in Voßheide bei Lemgo

(Bild oben) werden bereits seit 1960 Füchse in kleinen Zwingern gefangen gehalten und eingesetzt, um Jagdhunde für die Baujagd auf Füchse und Dachse »scharf« zu machen. PETA erstattete eine Straf- und Ordnungswidrigkeitsanzeige gegen diese Anlage bei der Staatsanwaltschaft Detmold. »Es ist ein großer Erfolg, dass die Staatsanwaltschaft Detmold gegen den Hauptverantwortlichen der Schliefenanlage Lemgo-Voßheide Anklage erhoben hat«, erklärt Dr. Edmund Haferbeck, Leiter der Wissenschafts- und Rechtsabteilung von PETA. »Schliefenanlagen verstoßen grundsätzlich gegen das Tierschutzgesetz, denn die dort gefangenen Füchse werden der Natur entrissen und zu Zwecken der Jagdhundeausbildung für die grausame Baujagd ein Leben lang in Angst und Schrecken gefangen gehalten.« · Bild: Stephan Culemann - peta.de

Grausame Baujagd

Bei der Baujagd wird der Jagdhund - meist kleine Terrier oder Dackel - vom Jäger in den Fuchsbau geschickt, um Füchse aus ihrem Bau zu treiben. Die Füchse sind chancenlos: Fliehen sie, werden sei von den draußen wartenden Jägern erschossen. Bleibt ein Fuchs im Bau, muss er gegen den Hund kämpfen. Oft kommt es dabei zu schweren Beißereien, bei denen Hund und Fuchs verletzt oder getötet werden. Fuchswelpen im Bau werden von den Jagdhunden totgebissen.

Verletzungen des Bauhundes sind für Jäger normal - viele Bauhundführer nehmen ein »Erste Hilfe-Set« zu Notfallversorung mit. Denn häufig kommt es unter der Erde zu harten Kämpfen zwischen Hund und Fuchs, so dass Bissverletzungen am ganzen Körper, eine abgebissene Hundenase oder herausgerissenen Zähne oder Kieferteile die Folge sind. Manchmal bleibt der Hund auch im Bau stecken oder wird verschüttet und stirbt den langsamen Erstickungstod.

Kommen der Hund und Fuchs nicht aus dem Fuchsbau heraus, wird der Bau vom Jäger aufgegraben. Schließlich wird der Fuchs vom Jäger erschossen, erschlagen oder von Jagdhunden zerfetzt. Die Baujagd ist damit zweifellos eine der grausamsten Jagdarten.

Füchse werden in Deutschland ganzjährig bejagt

und haben keine Schonzeit. Da Füchse nicht essbar und die Pelze schwer zu vermarkten sind, werden die Kadaver meist kurzerhand in der Tierkörperbeseitigung entsorgt. · Bild: abschaffung-der-jagd.de

Helfen Sie mit, die grausame Quälerei von Füchsen

zu beenden!

Helfen Sie, das Leid der Füchse zu beenden! Die Tierquälerei in Schliefenanlagen muss in den Fokus der Öffentlichkeit gelangen, um ihr Verbot zu bewirken.
>> Klären Sie Freunde und Bekannte über die Grausamkeit der Fuchsjagd und Schliefenanlagen auf.

>> Schreiben Sie Leserbriefe an Zeitungen, um auf die Tierquälerei bei der Jagd aufmerksam zu machen. Anregungen finden Sie hier:
www.abschaffung-der-jagd.de/leserbriefe/index.html

>> Melden Sie Schliefenanlagen, die Sie in Deutschland ausfindig machen können, an PETA, damit die Tierrechtsorganisation auch diese Anlagen wegen Tierquälerei zur
Anzeige bringen kann:
www.peta.de/aktiv/schliefenanlagen-melden/

>> Unterschreiben Sie die Petition für ein Ende der grausamen Fuchsjagd:
www.peta.de/kampagnen/fuchsjagd-stoppen

Die Bilder dieser Schliefenanlage

in Grevenbroich zeigen, worauf Sie achten müssen, wenn Sie Schliefenanlagen ausfindig machen und melden wollen: ein Tunnelsystem und Käfige innerhalb einer festen Umzäunung. Bilder: wildtierschutz-deutschland.de