Freiheit für Tiere
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Schon wieder bedroht: Der Wolf

Sündenbock Wolf

Karikatur von Bruno Haberzettl, 2020

Er frisst weder Kinder noch Großmütter -
und Nutztiere wie Schafe machen nur 1 % seiner Nahrung aus

Das Märchen vom Rotkäppchen und dem bösen Wolf kennt jedes Kind. Dass Wölfe Menschenfresser und blutrünstige böse Wesen sind, ist aber eben ein reines Märchen - doch leider eines, das sich hartnäckig hält.

Jahrhundertelang wurde der Wolf verfolgt, dämonisiert und im 19. Jahrhundert in Mitteleuropa völlig ausgerottet. Anfang der Jahrtausendwende wurde die Rückkehr der Wölfe nach Deutschland als Sensation und Erfolg für den Natur- und Artenschutz gefeiert. In Österreich wurden ab 2009 die ersten Wölfe nachgewiesen. Doch längst wird in einigen Kreisen lautstark nach einem Abschuss von Wölfen gerufen: Jäger wollen die Rehe, die der Wolf fängt, lieber selber schießen, Nutztierhalter verteufeln den Wolf, statt ihre Herden effektiv zu schützen.

Im August 2020 forderte die deutsche Landwirtschaftsministerin Klöckner einen leichteren Abschuss von Wölfen. Auch in Österreich wird nach dem Abschuss von Wölfen gerufen: Tourismus, Almwirtschaft und die Präsenz des Wolfes ließen sich nicht vereinbaren, sagen das Land Tirol und die Almbauern. »Ich bin der Meinung, dass der Wolf bei uns keinen Platz hat«, so Landeshauptmann Platter (ein Hobbyjäger) im August 2020.

Schon seit Jahren werden Wölfe illegal abgeschossen, ebenso wie streng geschützte Luchse, welche ermittelnde Polizisten dann mitunter in Tiefkühltruhen von Jägern und Präparatoren finden...

Wo in unserem Land Bär, Wolf, Luchs

und Co. wohnen... · Karikatur von Bruno Haberzettl

Bruno Haberzettl in seinem Atelier

Bild: Freiheit für Tiere

Bruno Haberzettl, Jahrgang 1965, zählt zu den Größen der deutschsprachigen Karikatur-Szene. Seine Sonntags-Karikaturen in der »Krone bunt«, Österreichs auflagenstärkster Zeitung, sind seit 26 Jahren legendär.
Neben seiner Tätigkeit als politischer Karikaturist gilt Bruno Haberzettl als großer Kritiker der Hobbyjagd.
Was ihm wirklich am Herzen liegt, sind Ökologie, Umweltschutz und Tierschutz. In seinem riesigen Garten hat er gemeinsam mit seiner Frau Nora ein Refugium für Natur und Tiere geschaffen.

Lesen Sie dazu den Beitrag von Bruno Haberzettl: »Tier und Naturschutz im eigenen Garten«

Bruno Haberzettl

stellt Julia Brunke, Redaktion "Freiheit für Tiere", sein privates Naturschutzgebiet vor. · Bild: Freiheit für Tiere

Im Gespräch

mit Dr. Christian Nittmann, Initiative zur Abschaffung der Jagd Österreich. · Bild: Freiheit für Tiere