Skandal im Kuhstall: Immer wieder katastrophale Zustände in Milchkuh-Ställen aufgedeckt

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Nichts für schwache Nerven: Kühe in einem Stall in Feldkirchen in Anbindehaltung, zentimetertief in Kot und Gülle.

Der österreichische Verein RespekTiere e.V. in Salzburg deckt seit vielen Jahren regelmäßig tierquälerische Zustände in Milchkuh-Betrieben auf: Kühe in Anbinde­haltung, durch kurze Ketten zur Bewegungsunfähigkeit verurteilt, auf Gitterrosten in Mist und Gülle stehend, mit dreckverkrustetem Fell. Kälber in winzigen Holzverschlägen, in denen sie sich kaum umdrehen können, oder in Kälberiglus in Gülle stehend. Über viele dieser Tierschutz-Skandale wurde mit dramatischen Bildern in der Presse berichtet. Doch wie viele Missstände müssen Tierschutzorganisationen noch aufdecken, bis der Gesetzgeber endlich reagiert und die tierquälerische Anbindehaltung von Kühen verbietet?

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Vier Mal hatte RespekTiere in den letzten Jahren Anzeige gegen die tierquälerischen Zustände in diesem Kuhstall in Feldkirchen (Bezirk Braunau) erstattet.

Himmelschreiende Zustände in einem Kuhstall im Innviertel

Seit Jahren meldet die Tierschutzorganisation RespekTiere katastrophale Zustände in einem Kuhstall in Feldkirchen bei Mattighofen (Bezirk Braunau im Innviertel) an die zuständigen Behörden. Ende Juli 2024 deckte RespekTiere erneut himmelschreiende Missstände in dem Stall auf. Die Fotos sind nichts für schwache Nerven: Man sieht Rinder und Kälber, am Hals angekettet in einem dunklen Stall unter verheerenden Bedingungen in Mist und Güllepfützen, von Kopf bis Fuß mit Fäkalien verschmutzt, ohne trockene Liegefläche - 24 Stunden am Tag am Hals angekettet, ohne Freilauf oder abgezäunte Wiesen.

»Es sind Bilder, welche in der Seele schmerzen«, sagt Tom Putzgruber, Obmann von Respektiere. Und er erklärt: »Diese Aufnahmen sind ein Skandal - nicht nur wegen der unfassbaren Lage, welcher man die Mitgeschöpfe scheinbar achselzuckend ausliefert. Sondern auch wegen der Tatsache, dass wir gegen diesen Stall bereits zum mindestens dritten oder gar vierten Male eine Anzeige verfasst haben.«

Auch stellt sich die Frage: Der wievielte »Einzelfall« ist das jetzt? Und wie viele »Einzelfälle« braucht es noch, bis der Gesetzgeber endlich reagiert und gegen die »schwarzen Schafe« wirklich vorgegangen wird, so wie es das Staatsziel »Tierschutz« in der Verfassung eigentlich gebietet?

Die Tierschutzorganisation RespekTiere erstattete Anzeige gegen den Halter der Kühe und sendete die Aufnahmen an die Presse. Die Kronen Zeitung (das österreichische Pendant zur deutschen BILD) berichtete auf dem Titelblatt mit einem großen Artikel und mit erschütternden Bildern, auch weitere Zeitungen informierten mit Bildern von den tierquälerischen Zuständen. Der ORF berichtete im Radio und TV Oe24 zeigte die Bilder im Fernsehen - inklusive Interview mit Tom Putzgruber zum Thema »Anbindehaltung von Kühen«.

Nach Berichterstattung auf der Titelseite von Zeitungen und im Fernsehen: Behörde ordnet Rettung der Kühe an

Der zuständigen Behörde, der Bezirkshauptmannschaft Braunau, war der Fall wegen der vorangegangenen Anzeigen bereits bekannt. »Der Hof ist aktenkundig und steht unter behördlicher Beobachtung. Es gab dort bereits auch tierschutz­rechtliche Kontrollen - die letzte hat am 7. Juni stattgefunden«, erklärte Bezirkshauptmann Gerald Kronberger gegenüber der Kronen Zeitung und schickte den Amtstierarzt los. Dessen Befund fiel eindeutig aus: »Die hygienischen Zustände haben sich nicht gebessert.«

Kurz nach der Aufsehen erregenden Berichterstattung in der Presse ordnete die Behörde die Rettung der Tiere an. Einige Kühe mussten notgeschlachtet werden, die anderen kamen auf eine Weide. Gegen den Landwirt läuft ein Strafverfahren wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz.

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Ein anderer Stall, die Bilder gleichen sich: Angekettete Kühe, völlig verdreckt, zentimetertief in Kot und Gülle. Nur wenige Tage später wurden diese schlimmen Bilder in Franking, ebenfalls im Bezirk Braunau, dokumentiert.

Kurz darauf wird ein weiterer Fall von Tierquälerei ganz in der Nähe aufgedeckt

Anfang August deckte RespekTiere erneut erschütternde Zustände in einem Kuhstall auf, diesmal in Franking, ebenfalls im Bezirk Braunau. »Ein Wanderer aus Bayern hat uns alarmiert«, erklärt Tom Putzgruber von RespekTiere. »Dort gibt es Kühe, die an den kürzest nur vorstellbaren Ketten hängen. Die Stände sind so kurz, dass sie auf Gittern zu liegen kommen und das buchstäblich im eigenen Kot. Das ist pure Tierqual!«

Auch hier sprechen die Bilder für sich: Der Stall ist dunkel und feucht und in heruntergekommenem Zustand. Die Kühe sind in tierquälerischer Anbindehaltung an kurzen Ketten am Metallgitter fixiert. Die Stände sind so kurz, dass die Kühe auf den Gitterrosten liegen müssen - im eigenen Kot. »Unfassbar«, sagt Tom Putzgruber. »Wie kann so etwas sein? Wenn der Milchabnehmer kommt, muss er die Zustände doch sehen - warum schreitet niemand bei einer derartigen Misere ein?«

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Diese erschreckenden Bilder aus einem Kuhstall in Franking gingen durch die Medien.

Die Tierschutzorganisation erstattete erneut Anzeige bei der zuständigen Bezirkshauptmannschaft Braunau und sendete die Aufnahmen an die Presse. Wieder berichtete die Kronen Zeitung groß aufgemacht mit erschütternden Bildern in Farbe.

Die Behörde schickte eine Amtstierärztin nach Franking, um den Kuhstall zu kontrollieren. Dabei wurden schwere hygienische Missstände festgestellt und dem Landwirt strenge Verbesserungsauflagen erteilt. »Funktioniert das nicht, setzen wir härtere Schritte ein - das kann bis zur Abnahme der Tiere reichen«, erklärte Thomas Gut von der Bezirkshauptmannschaft Braunau gegenüber der Kronen Zeitung. Der Landwirt zeigte sich vorerst offenbar einsichtig und kooperativ. »Er steht in ständigem Kontakt mit den Amtstierärzten und hat von sich aus angeboten, für die Kälber einen mobilen Laufstall im Freien zu errichten«, so Thomas Gut von der zuständigen Behörde.

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Kettenkühe - Die Milch wird von »SalzburgMilch« abgeholt, »Österreichs Pionier für Tierwohl bei Milchkühen«.

Zusätzlicher Brennpunkt der traurigen Geschichte: »Premium«-Milchanbieter in der Verantwortung

Die Aufdeckung der unhaltbaren Zustände in dem Kuhstall im Bezirk Braunau durch RespekTiere sorgte für jede Menge Aufmerksamkeit in Presse, Radio und Fernsehen. Kurz darauf dokumentierte die Tierschutzorganisation, dass die Milch aus diesem Kuhstall vom Premium-Anbieter SalzburgMilch abgeholt wird.

Der Milchanbieter wirbt damit, »Österreichs Pionier für Tierwohl bei Milchkühen« zu sein. Auf den Internetseiten von SalzburgMilch heißt es: »Gemeinsam mit Österreichs führenden Experten wurden neue Richtlinien für das Wohlergehen der Milchkühe und eine artgerechte Haltung erarbeitet, die von allen Milchbauern der SalzburgMilch umgesetzt werden. Sie erfüllen nicht nur die gesetzlichen Standards, sondern gehen noch darüber hinaus. Das Ergebnis ist die Tiergesundheitsinitiative von SalzburgMilch, welche sich auf die wichtigen Punkte Auslauf, Fütterung, Gesundheit und artgerechte Haltung der Milchkühe konzentriert.«

Aber wie passen diese Aussagen und die Werbung mit Kühen auf grünen Wiesen und auf Almen zu der Realität und den tatsächlichen Bedingungen, unter denen die Milchkühe gehalten werden? Und: Welche Konsequenzen wird es nach den Fotos aus dem Kuhstall von Seiten des Milchanbieters geben?

»Es gibt bei der SalzburgMilch ein ehrgeiziges Tierwohl-Programm, bei dem die Kühe mindestens 120 Tage Auslauf und Zugang zur Weide haben sollen«, erklärt Tom Putzgruber. »Doch auf Wiesen sah man diese Kühe noch nie! Hier leben sie dem Anschein nach in permanenter Anbindehaltung im total verdreckten Stall.«

Und es handle sich auch leider nicht um den einzigen in Kritik geratenen Stall, der den bekannten Milchanbieter beliefert. »Auch von anderen Orten wird berichtet, man hätte nie noch eine Kuh auf den Wiesen um die Höfe gesehen. Was natürlich auch kommuniziert wurde - nur, welche Schritte wurden daraufhin eingeleitet?«, fragt Tom Putzgruber. »Erst vor kurzem deckten wir einen Fall auf, wo Kühe neben den Ketten noch dazu auf den Gittern der Kot-Rinne liegen mussten und auch ein Kalb angebunden wurde. Wir fordern daher den Milchanbieter auf, werbe­gerechte Bedingungen zu schaffen!«

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Tierleid für Milch: Mutterkühe in Anbindehaltung, ihrer Babys beraubt.

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Tierleid für Milch: Kälber in engen Holzverschlägen oder in »Iglus«, zentimetertief im eigenen Kot und Urin.

»Die Kühe brauchen uns«

»Welche Lehren zieht man nun aus diesem gefühlt 500sten „Einzelfall“?«, fragt Tom Putzgruber. »Wir werden nicht Ruhe geben, bis auch die letzte Kuh von der Kette kommt. Denn die Kühe brauchen uns - und wir werden für sie da sein, egal, was passiert. Das ist ein Versprechen!«

Der engagierte Tierschützer ist überzeugt, dass diese Fotos an die Öffentlichkeit müssen: »Bilder lügen nicht. Unsere Bilder zeigen schmerzhaft genau das, was Rinder im modernen Zeitalter in Österreichs Landwirtschaft zu erwarten haben.«

Tom Putzgruber hofft, dass diese Bilder letztendlich dazu beitragen, dass ein neuer Weg eingeschlagen wird - und »Tierwohl« nicht bloß als ein werbewirksames Schlagwort missbraucht wird.

Quellen:

· Rinder im Dreck: Wieder untragbare Zustände in Innviertler Kuhstall. Kronen Zeitung, 9.8.2024. www.krone.at/90013483299

· Zusätzlicher Brennpunkt der traurigen Geschichte: Salzburg Milch in der Verantwortung! Respektiere.at, 4.8.2024. www.respektiere.at/2024/08/04/zusaetzlicher-brennpunkt-der-traurigen-geschichte-salzburg-milch-in-der-verantwortung/

· Behörde ermittelt: Kot und Ketten - furchtbarer Fall von Tierquälerei. Heute.at, 8.8.2024. www.heute.at/s/kot-und-ketten-furchtbarer-fall-von-tierquaelerei-120051927

· Es ist nicht zu glauben – wieder Skandal im Kuhstall! Unfassbare Bilder… Respektiere.at, 2.8.2024. www.respektiere.at/2024/08/02/es-ist-nicht-zu-glauben-wieder-skandal-im-kuhstall-unfassbare-bilder/

· Seit Jahren bekannt: Horror-Stall im Innviertel wird nun doch geräumt. Kronen Zeitung, 31.7.2024. www.krone.at/3476761

· Rinderhof im Innviertel wird geräumt. ORF, 31.7.2024. ooe.orf.at/stories/3267305/

· Seit mehr als einem Jahrzehnt katastrophale Zustände – wann reagiert die Behörde endlich entsprechend? Respektiere.at, 27.7.2024. www.respektiere.at/2024/07/29/seit-mehr-als-einem-jahrzehnt-katastrophale-zustaende-wann-reagiert-die-behoerde-endlich-entsprechen/

· Tierwohl bei SalzburgMilch. Internetauftritt des Milchanbieters SalzburgMilch. www.milch.com/de/tierwohl/

FREIHEIT FÜR TIERE 3/2026

Freiheit für Tiere 3/2026

Artikelnummer: 3-2026

Tiernachrichten: Verletzter Kormoran klopft an Notaufnahme in Bremen • Amsterdam verbietet Werbung für Fleisch • Plakate in Londoner U-Bahnen: Gaskammern für Schweine nicht »human« • Niedersachsen: Klage wegen CO2-Betäubung von Schweinen • Größter Legehennen-Schlachthof Bayerns: Mehrere Mitarbeiter wegen Tierquälerei verurteilt • Neues Tierschutzrecht in Italien: Tiere sind keine »Sachen« - Härtere Strafen für Tierquälerei • Verstoß gegen das Schweizer Tierschutzgesetz: Größte Lachsfabrik in der Schweiz geplant • Studie: EU gibt 23% des Gesamthaushalts als Subventionen für Fleisch und Milch aus • Rheinland-Pfalz: Grundstück in Winzeln ab sofort jagdfrei • Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere • Kulturlandschaft: Die Logik hinter dem Artenverlust - Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs • Symbiosen: Pflanzen und Tiere im Garten • Nachhaltigkeit: Vegane Ernährung im Sport • TAMU: Das vegane Afrika-Kochbuch

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FREIHEIT FÜR TIERE 2/2026

Freiheit für Tiere 2/2026

Artikelnummer: 2-2026

Tiernachrichten: Schutzgebiet für ehemalige Show-Delfine in Süditalien entsteht • Verhaltenforschung: Werkzeuggebrauch bei Kühen - wie Primaten • Hobbyjagd: Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe • Stoppt die Jagd auf Vögel! • Tierportrait: Deutschlands Wilde Wölfe • Mit Tieren leben: ERST das Buch, dann der HUND: Ratgeber VOR dem Hundekauf • 101 Empfehlungen von internationalen Wissenschaftlern: Vegane Ernährung als Schlüssel gegen zunehmende Gesundheitskrisen • Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund? • Ernährung ohne Tierleid: Tipps für ein langes, gesundes und tierfreundliches Leben • Forschungstrend »Longevity«: Mit Pflanzenkraft gesunde Lebensjahre gewinnen - mit Rezepten • Lifestyle: »VEGAN & Delicious« von Bianca Zapatka - Tierfreundliche Rezepte

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FREHEIT FÜR TIERE 1/2026

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Artikelnummer: 1/2026

Tierschutz aktiv: Delfinarien: Schluss mit Delfinen in Gefangenschaft! • Historisches Urteil in Spanien: Massive Umweltverschmutzung durch Massentierhaltungverstößt gegen Menschenrechte • Bayerns größter Milchviehbetrieb: Tierhaltungsverbot wegen schwerer Tierquälerei • Gesetz ab 2026 in Österreich: Heimtierhaltung mit Sachkundenachweis • Neues Gesetz zur Heimtierhaltung: Interview Prof. Rudolf Winkelmayer, Veterinär und Tierethiker • Ethik und Religion: Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche • Tierportrait: »Hase und ich« - Ergreifende Rettung und Aufzucht eines Feldhasenbabys • Studie: Schon eine Scheibe Wurst am Tag erhöht das Risiko für chronische Krankheiten • Studie: Pflanzliche Ernährung reduziert Krebsrisiko deutlich • Italienische Küche vegan: Kochen alla Nonna • Rezept: Cavatelli agli spinaci • Rezept: Pasta al forno • Rezept: Tiramisu • DVD-Tipp: »Gottes Gäste« - Jetzt drei Tiergemärchen von Manfred Kyber auf DVD

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Neuauflage: FREIHEIT FÜR TIERE - Fakten gegen die Jagd

FREIHEIT FÜR TIERE: Fakten gegen die Jagd (völlig überarbeitete und auf 60 S. erweiterte Neuauflage)

Artikelnummer: 522

Fakten und Argumente gegen das blutige Hobby der Waidmänner und Waidfrauen: Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger immer mehr: Immer weniger Spaziergänger, Hundehalter, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Hobbyjägern angepöbelt oder sogar bedroht werden. Immer mehr Menschen protestieren gegen die Ballerei in Naherholungsgebieten. Und Berichte, dass Jäger aus Versehen Liebespaare im Maisfeld oder Ponys auf der Weide erschießen, können einem draußen in der Natur durchaus Angst machen. Warum Jäger Jagd auf Hasen machen, obwohl sie auf der »Roten Liste« bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden. Zudem haben 99,6 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen. Da stellt sich die Frage: Warum jagen Jäger wirklich?

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Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere

Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE

Tiere folgen nur ihren Instinkten und können höchstens ein paar angelernte Arbeitsschritte ausführen? Weit gefehlt! Sie können so viel mehr, als wir geahnt haben! Von Bergpapageien, die verschlossene Rucksäcke und Taschen öffnen, bis zu Kakadus, die mehrstufige Werkzeuge herstellen: Die Kognitionsbiologin Prof. Dr. Alice Auersperg nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise über die erstaunliche Kreativität, den verblüffenden Einfallsreichtum und Erfindergeist von Tieren - und sie zeigt, wie nah uns Tiere wirklich sind! weiter

Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust. Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs

In seinem Buch »Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust« berichtet Guido Meyer, wie er erst als Spaziergänger und Mountainbiker, dann als Hundeführer und Fotograf immer tiefer in die Natur eintauchte und wildlebende Tiere wie Hirsche und Wölfe ganz nah erlebte. Und wie er dabei auf der anderen Seite immer öfter in Konfrontationen mit Jägern und sogar ernsthafte Bedrohungssituationen geriet, die ihn dazu brachten, intensiv über Jagd und Jäger zu recherchieren, über die dramatische Bedrohung der Arten und die Zerstörung von Lebensräumen, aber auch über das Ökosystem Wald, die wunderbare Kraft der Natur und die Symbiose von Natur und Tieren, an der auch wir Menschen teil haben können. Illustriert wird das Buch durch fantastische Fotografien, mit denen Guido Meyer seit Jahren auf seiner Plattform naturdigital.online begeistert. weiterlesen

Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe: Wie lange noch?

Im Februar 2026 hat ein 52-jähriger Hobbyjäger im Landkreis Bamberg seine 49-jährige Frau, seinen 14-jährigen Sohn, die 6-jährige Tochter und sich selbst erschossen.
Im Januar 2026 traf der Schuss eines Jägers einen 23-Jährigen in Nordrhein-Westfalen tödlich. In Niedersachsen verwechselte ein 77-jähriger Hobbyjäger eine Gruppe Spaziergänger mit Wildtieren - eine 58-jährige Frau wurde schwer verletzt. In der Steiermark wurde ein 42-jähriger Hobbyjäger aus Versehen tödlich in den Kopf getroffen - beim Verladen eines erschossenen Wildschweins ins Auto löste sich ein Schuss.
Im Dezember 2025
tötete ein Hobbyjäger in der Oberpfalz seinen Nachbarn zwei Stockwerke über sich mit einem gezielten Kopfschuss. Ein anderer Hobbyjäger schoss vom Hochsitz aus Versehen auf einen 20-Jährigen und verletzte ihn so schwer, dass er im Krankenhaus notoperiert werden musste.
Im November 2025
erschoss ein Hobbyjäger in Reutlingen vier Familienangehörige und sich selbst - mit einer Schusswaffe, die er als Jagdscheininhaber legal besaß. Spaziergänger wurden von Jagdmunition getroffen, das Projektil eines Jägers durchschlug die Jalousie der Küchentür eines Hauses und ein Jagdschein­inhaber aus Crailsheim kündigte an, die »größtmögliche Anzahl an Ausländern« umbringen zu wollen. weiterlesen

Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche

»Wenn jemand Fleischspeisen, die Gott den Menschen zum Genuss gegeben hat, für unrein hält und ... auf sie verzichtet ..., der sei mit dem Bannfluch belegt.«

Papst Johannes III., Synode von Braga, 561 n. Chr.


Diesen Bannfluch verkündete Papst Johannes III. im Jahr 561 nach Christus auf der Synode von Braga in Portugal. Ein Bannfluch hatte die »Vogelfreiheit« zur Folge: Der Gebannte verlor als Ausgeschlossener aus der Gesellschaft alle Rechte.


Ganz in diesem Geiste wurden im Jahre 1051 durch die Bischofsversammlung in Goslar »Ketzer«, die ausschließlich von Pflanzennahrung lebten, zum Tode verurteilt, weil sie sich geweigert hatten, Hühner zu töten. Das Töten von Hühnern wurde zum »Test«, um Ketzer zu erkennen!
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DVD-Tipp: Jesus und die Tiere

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Jesus treibt die Tierhändler aus dem Tempel.

Jesus von Nazareth wurde im Stall mitten unter den Tieren geboren. Gab Gott damit den Menschen nicht ein Symbol, dass Sein Sohn nicht in einem Palast, sondern bei Schafen, Rindern, Eseln und Katzen zur Welt kam?

Zu Zeiten des Jesus von Nazareth wurden Lämmer und Tauben im Tempel für die Sünden der Menschen geopfert. Jesus trat gegen diesen blutigen Kult ein. Bekannt ist die Szene, wie Jesus nach seinem Einzug in Jerusalem die Tierhändler aus dem Tempel hinaustrieb und die Tiere freiließ. Und er rief: »Steht nicht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker? Ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht!« (Markus 11,17)

Über die Tierliebe des Jesus von Nazareth ist in der Bibel kaum etwas zu finden. Doch aus der frühchristlichen Geschichtsschreibung wird deutlich, dass Jesus kein Fleisch gegessen hat und sich für die Tiere einsetzte... weiterlesen

DVD: Jesus und die Tiere

Artikelnummer: 318

Vergleicht man die Bibel mit apokryphen Schriften, dann ist gut zu erkennen, dass die Kernaussagen oft die Gleichen sind, aber die Tierliebe Jesu, gänzlich fehlt. In dieser DVD werden viele Begebenheiten, bei denen Jesus über die Tiere sprach, wiedergegeben.

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»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

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Artikelnummer: 053

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Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund?

Die gesundheitlichen Auswirkungen von vegetarischer und veganer Ernährung im Kindesalter sind immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass eine vollwertige pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund und bedarfsdeckend ist. Auch die bisher größte Studie dieser Art bestätigt nun: Pflanzliche Ernährung ist für Kinder und Jugendliche sicher und vorteilhaft. weiterlesen

Ernährung ohne Tierleid: Ein gesünderes Leben

Viele Menschen, die sich entscheiden, kein Fleisch mehr zu essen, tun dies aus ethischen Gründen: weil sie nicht möchten, dass Tiere für sie leiden und sterben müssen. Viele gehen den konsequenten Schritt weiter und lassen aus Liebe zu Kühen und Kälbchen Milch und Käse weg, essen aus Mitgefühl zu Hühnern keine Eier und leben rein pflanzlich. Und dann erfahren sie, dass eine vegane Ernährung ohne Tierleid auch die gesündeste ist!

Eigentlich würde uns dies schon der logische Menschenverstand sagen: Wie sollen Nahrungsmittel, die durch Leid und Tod entstehen, für uns gesund sein? In den letzten Jahren und Jahrzehnten sind tausende wissenschaftliche Studien veröffentlicht worden, die nachweisen: Eine Ernährung mit vollwertigen pflanzlichen Lebensmitteln ist gesund und versorgt uns auch mit allem, was wir brauchen. Diese Ernährungsweise beugt überdies zahlreichen Krankheiten vor, von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Krebs, Diabetes und Adipositas bis zu Demenz - und schützt damit vor vorzeitigem Tod. weiterlesen

Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis

Wir fangen gerade erst an, zu begreifen, dass das Gehirn von Tieren ähnlich komplex ist wie unser eigenes. Die Warnrufe von Präriehunden etwa sind nicht nur hektische Pfeiftöne, sie übermitteln damit differenzierte Nachrichten. Gorillas nutzen Zeichensprache, um vergangene Ereignisse zu schildern - wissen sie also, was heute, gestern und morgen ist? Nicht nur Primaten oder Elefanten, selbst kleinste Ameisen, denen man einen Farbtupfer auf dem Kopf angebracht hat, wollen diesen loswerden, sobald sie in einen Spiegel blicken - ein Beweis für ihr Ich-Bewusstsein, das Menschen erst ab dem zweiten Lebensjahr entwickeln. In ihrem Buch »Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis präsentiert Marianne Taylor 60 Tierarten, ihre bemerkenswerten kognitiven Fähigkeiten, ihre Gefühle und ihre ausgefeilte Kommunikation. weiter

Bayerischer Tierärztetag: Tierqual bei Milchkühen

Razzia auf Skandalhof in Bad Grönenbach. Pressemitteilung SOKO Tierschutz Kopie

Kühe, die nicht mehr laufen können, werden mit Treckern weggeschleift, Mitarbeiter treten ein liegendes Kalb:

Die aktuelle Undercover-Recherche von SOKO Tierschutz in Bayerns größtem Milchviehhof in Bad Grönenbach zeigt erneut massive Verstöße gegen den Tierschutz. · Bild: SOKO Tierschutz

Von Annemarie Botzki, Recherche und Kampagnen bei der Verbraucherschutzorganisation foodwatch e.V.

»Alle haben die Nase voll« - das ist der Satz, der mir vom bayerischen Tierärztetag in Kulmbach besonders im Ohr hängen bleibt. sitze mit 150 amtlichen und Amtstierärzt:innen in einem Konferenzraum. Normalerweise sind sie in detaillierte, fachliche Diskussionen vertieft. Aber diesmal ist die Stimmung anders. Angespannt. Frustriert. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Gestatten. Biber. Eine außergewöhnliche Freundschaft mit einer wildlebenden Biberfamilie

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Christian Kuschenreiter Aug’ in Aug’ mit einem Biber. Das freilebende Tier hat Vertrauen wie zu einem Familienmitglied.

Schwarze Knopfaugen, beeindruckende Schneidezähne, großer Paddelschwanz, Stupsnase und dichter Pelz: Biber sind entzückende Tiere, und obendrein schlau, empathisch, kommunikativ, verspielt - und eigentlich sehr scheu. Als Bettina und Christian Kutschenreiter im Jahr 2003 beim Fotografieren an einem Fluss in Oberbayern auf eine Biberfamilie treffen, ist das der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft, die bis heute anhält. Die Biber lassen die beiden Tierfreunde nach und nach an ihrem Leben teilhaben und suchen schließlich sogar bewusst ihre Nähe. Jetzt haben die beiden ein Buch über ihre Erlebnisse mit den Bibern geschrieben - mit vielen wunderschönen und sicher einzigartigen Fotos. weiter

Die Intelligenz der Hunde

Die internationale Forschung hat sich in den letzten Jahren zunehmend mit der Intelligenz von Hunden beschäftigt und dabei so manches bestätigt, was Hundefreundinnen und Hundefreunde längst wussten: Hunde denken viel komplexer als gedacht. Aber: Was genau ist Hundeintelligenz? Wie misst man sie? Haben wir dazu überhaupt die richtigen Werkzeuge und Vergleichsmaßstäbe? Sind »Menschenschläue« und »Hundeschläue« überhaupt vergleichbar? Und in welchen Bereichen haben Hunde andere oder viel mehr geistige Kompetenzen als wir? weiter

Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter