Streuner! Straßenhunde in Europa

Bild: Stefan Kirchhoff

Bild: Stefan Kirchhoff

Aus: Streuner! Straßenhunde in Europa

Immer mehr Tierfreunde haben einen ehemaligen Straßenhund beziehungsweise einen Hund aus dem Ausland zu sich nach Hause geholt. Und immer mehr Menschen engagieren sich im Auslandstierschutz oder wollen sich für Straßenhunde einsetzen. Doch wie leben Straßenhunde eigentlich? Ist die Situation in den Ländern wirklich immer so grausam, wie man es oft im Tierschutz mitbekommt? Ist es in jedem Fall richtig, Straßenhunde zu retten ? Kann ein Leben auf der Straße mit all
ihren Gefahren lebenswerter sein als eingesperrt? Was ist besser für diese Hunde: In ihrer Heimat in Freiheit auf der Straße zu leben, im Tierheim zu landen oder zu uns nach Deutschland geholt zu werden? Und werden wir hier in Deutschland unseren Haushunden überhaupt gerecht?

Stefan Kirchhoff, Jahrgang 1978, wollte genau dies in Erfahrung bringen. Der gebürtige Ostfriese ist Tierschützer und arbeitete viele Jahre als Tierpfleger in Tierheimen beim Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V. (BMT). Er war Beiratsmitglied des BMT, Ausbilder für das Tierheim und Mitglied im Prüfungs ausschuss der Tierpfleger. Erfahrungen mit verwilderten Haushunden gewann er durch seine eineinhalbjährige Zusammenarbeit als stellvertretender Projektleiter mit Günther Bloch innerhalb des Tuscany Dog Projektes. In dieser Feldstudie hat er in Italien das Verhalten verwilderter Hunde beobachtet. Das Projekt ist innerhalb der Hundeszene sehr bekannt geworden, da Günther Bloch ein Buch und eine DVD zu diesem Thema herausgegeben hat.

Stefan Kirchhoff reiste mit seinem Fotoapparat

Stefan Kirchhoff reiste mit seinem Fotoapparat

quer durch Europa und dokumentierte das Leben der Straßenhunde. Während seiner Reise wurde das klassische Bild des Straßenhundes komplett über den Haufen geworfen: Viele Streuner sind dem Menschen sehr zugetan. · Bild: Stefan Kirchhoff · Aus: Streuner! Straßenhunde in Europa

Wie leben Straßenhunde eigentlich?

Während meiner Tierschutztätigkeit habe ich tausende von unterschiedlichen Hunden kennen gelernt. Jeder bringt seine eigene Geschichte, eigene Erfahrungen und einen individuellen Charakter mit , so Stefan Kirchhoff. Im Besonderen gilt dies für Auslandshunde, mit denen ich nicht nur als Tierpfleger im Tierschutz zu tun hatte . Innerhalb der letzten 12 Jahre hauptberuflicher Tierschutzarbeit war er in Ländern wie Ungarn, Teneriffa, Rumänien, Norditalien tätig.

Über die grundsätzliche Notwendigkeit des Auslandstierschutzes besteht unter Tierschützern weitgehend Einigkeit. Doch die Frage, was das Beste für Straßenhunde ist, ist pauschal nicht zu beantworten. Es gibt unzählige Tierschutzorganisationen und Privatpersonen, die Hunde aus dem Ausland nach Deutschland holen. Im Internet findet man zahlreiche Bilder von Hunden, die Furchtbares mitmachen mussten. Doch wie leben die Tiere vor Ort wirklich? Wie organisieren sie sich und was machen sie den ganzen Tag? Werden sie von Menschen versorgt? Wie ist die Einstellung der Menschen in den jeweiligen Ländern zu den Streunern?

Diese Fragen führten bei Stefan Kirchhoff zu dem Wunsch, das Leben der Streunerhunde genauer zu dokumentieren. Das Sammeln der Informationen und das Dokumentieren habe ich ab März 2013 mit einer dreimonatigen Reise in meinem Wohnmobil durch Italien, Griechenland, Türkei, Bulgarien, Rumänien und Serbien abgerundet. In seinem Buch Streuner! Straßenhunde in Europa stellt er Leben und Verhalten der Straßenhunde sehr anschaulich und mit vielen Fotos dar.

Das Straßenhund-Leben kann natürlich sehr viele Nachteile mit sich bringen und das wird auch oft dokumentiert , sagt Stefan Kirchhoff. Natürlich gibt es vergiftete Hunde, verstümmelte Hunde und die Jagd von Hundefängern auf die herrenlosen Vierbeiner. Doch er hat auch ganz andere Hunde erlebt. Die Bilder in seinem Buch entsprechen nicht dem typischen Bild eines kranken und Mitleid erregenden Streuners. Es gibt auch sehr, sehr schöne Situationen auf der Straße. Ich habe gut genährte Straßenhunde gesehen, wo man nicht davon reden kann, dass sie täglich ums Überleben kämpfen.

Eines der wenigen echten Rudel,

Eines der wenigen echten Rudel,

die der Tierschützer unterwegs gesehen hat. Straßenhunde leben meist in einer Gruppe. Nur verwandte Tiere bilden ein Rudel mit intensiven Sozialkontakten: Sie liegen eng zusammen, schmusen und lecken sich gegenseitig. Bilder: Stefan Kirchhoff · Aus: Streuner! Straßenhunde in Europa

Wie ist die Situation in den einzelnen Ländern?

Seine Reise führte Stefan Kirchhoff zuerst nach Italien. Im Süden gibt es viele Straßenhunde. Da überall Müll rumliegt, finden sie genug zu essen. Viele haben sich ein Zuhause gesucht, liegen beispielsweise vor einer Pizzeria, wo sie geduldet werden und suchen den Kontakt zu Menschen. Doch in Italien sind Hunde fänger unterwegs, welche die Tiere in die Caniles bringen. Dafür gibt es Geld vom Staat. Hier geht es ums Geschäft: Da es für jeden Hund Geld gibt, haben die Betreiber der Caniles kein Interesse, die Hunde zu vermitteln. Und da fängt das eigentliche Elend an , erklärt der Tierschützer.

In der Türkei leben nebst Rumänien die meisten Straßenhunde in Europa. In vielen Regionen können die Hunde ungestört leben. Ich bin da ziemlich voreingenommen hingefahren, weil es immer heißt, die Moslems mögen keine Hunde und empfinden sie als unrein , berichtet der Tierschützer. Und dann habe ich dort Kinder gesehen, die mit Straßenhunden spielen, die Eltern standen daneben - das war überhaupt kein Problem. In manchen Städten habe er sogar Trinkbehälter für die streunenden Katzen und Hunde gesehen. Das Tierschutzgesetz in der Türkei schreibt das Einfangen, Kastrieren und wieder Aussetzen der Hunde vor. Das wird vom Staat finanziert. Die Hunde bekommen eine Ohrmarke, die zeigt, dass sie kastriert sind. Die Hunde werden dabei oft auch gleich entwurmt.

»Spätestens bei der Hundegruppe im Tulpenbeet

»Spätestens bei der Hundegruppe im Tulpenbeet

wäre in Deutschland Schluss mit Lustig und hysterische Mütter und Kleingärtner würden auf die Barrikaden gehen«, schreibt Stefan Kirchhoff. Die Toleranz der Bevölkerung gegenüber Straßenhunden in der Türkei sei höher als es deutsche Tierschützer oft propagieren. · Bild: Stefan Kirchhoff · Aus: Streuner! Straßenhunde in Europa

Kinder spielen mit Streunern.

Kinder spielen mit Streunern.

· Bild: Stefan Kirchhoff · Aus: Streuner! Straßenhunde in Europa

Viele Straßenhunde leben in Griechenland. Dort gibt es nicht sehr viele staatliche Tierheime und auch keine Hundefänger. Allerdings gebe es immer wieder einige Einheimische, die das Problem selbst lösen wollen, zum Beispiel durch Vergiftungen.

Spanien gilt als frei von Straßenhunden. Der Grund liegt im kontinuierlichen Wegfangen der Hunde durch staatliche Hundefänger. Nach 21 Tagen werden die Hunde getötet, wenn nicht vorher der Besitzer oder ein Tierschützer den Hund wieder aus dem Zwinger holt. In den Tierheimen sind überdurchschnittlich viele Jagdhunde wie Podencos und Galgos vertreten. Diese Hunde werden massenhaft vermehrt und ohne große Ausbildung in die Wildnis geschickt, um jagdbare Tiere aufzuscheuchen. Tierschützer helfen mit eigenen Tierheimen, die Straßen hundefrei zu halten, meist finanziert mit Spenden aus Deutschland. Leider macht es in Spanien keinen Sinn, die Hunde zu kastrieren und wieder freizulassen, da sie kurz danach von Hundefängern wieder eingefangen werden.

Auch in Ungarn ist das Töten der Straßenhunde nach Ablauf einer bestimmten Frist erlaubt: Die Hunde werden kontinuierlich weggefangen und getötet. Das Ergebnis ist: Es gibt keine Hunde auf der Straße. Aber zu welchem Preis? , fragt Stefan Kirchhoff.

Besonders viele Streuner gibt es in Rumänien. Die Strategie schwankt zwischen großflächigen Tötungsaktionen und Nichtstun. Europaweit fordern Tierfreunde ein Ende der Hundetötungen in Rumänien und Regelungen im Umgang mit Straßentieren auf EU-Ebene. Wenn keine Hundefänger unterwegs sind, haben es die Tiere oft gut: Ich habe stundenlang spielende Straßenhunde gesehen. Und wenn Straßenhunde spielen, dann geht es denen gut - psychisch und physisch. Sie sind einfach ausgeglichen , erklärt Kirchhoff. Weil die Hunde oft nicht kastriert sind, vermehren sie sich unkontrolliert. Wenn sich Menschen von den großen Hundegruppen bedroht fühlen, sind Vergiftungen, Misshandlungen und neue brutale Tötungsaktionen die Folge.

Straßenhunde

Straßenhunde

suchen mitunter auch gezielt Sozialkontakt zum Menschen. Nicht nur in der Hoffnung auf Futter: Manche Hunde werden durch Streicheln direkt anhänglich. · Bild: Stefan Kirchhoff · Aus: Streuner! Straßenhunde in Europa

Die Lebensqualität der Straßenhunde, oder:

Wie sieht die Alternative aus?

Anhand welcher Kriterien kann man nun beurteilen, ob es einem Hund gut geht oder ob er leidet? Ich habe Straßenhunde gesehen, die ihre natürlichen Bedürfnisse ausleben können , berichtet Stefan Kirchhoff. Streuner haben viele Möglichkeiten, von denen unsere Haushunde im goldenen Käfig nur träumen können... Alles, was sie tun, tun sie, weil sie sich dafür entschieden haben, sie dürfen selbst aus freien Stücken heraus Entscheidungen treffen.

Insgesamt fotografierte der Tierschützer auf seiner Reise 503 Hunde. Davon waren nur acht in schlechtem Ernährungszustand und nur einer schwer krank. Leichte gesundheitliche Auffälligkeiten wie Humpeln habe er bei neun Streuner gesehen. Insgesamt sei die große Mehrheit der Hunde, die er gesehen habe, in einem guten Zustand gewesen.

Dort, wo es Tötungsaktionen gibt, haben es sich Tierschützer zur Aufgabe gemacht, die Hunde von der Straße zu holen. Doch die Situation in den Tierschutz-Tierheimen sei oft alles andere als gut: Das liegt oft daran, dass die Tierschützer zu viele Hunde aufnehmen , berichtet Stefan Kirchhoff. Weil die Hunde auf engstem Raum zusammen sind und einander auch nicht ausweichen können, führt dies zu Aggressionen. Ich habe Hunde erlebt, die nur in einer Ecke gelebt haben . Sobald sie sich bewegten, wurden sie von anderen Hunden vertrieben.

Selbst wenn man zehnmal so viele Hunde nach Deutschland holen würde, gäbe es noch Abertausende Hunde, die ihr Leben in Tierheimen verbringen müssten.

In manchen Tierheimen habe Stefan Kirchhoff mehr Elend gesehen als auf der Straße. Zur Beruhigung muss ich natürlich erwähnen, dass es auch sehr gute, geradezu vorbildliche Tierheime gibt, welche jedoch leider die Ausnahme darstellen.

Bild: Stefan Kirchhoff

Bild: Stefan Kirchhoff

Aus: Streuner! Straßenhunde in Europa

Die Bedeutung von Kastrationsprojekten

Große Bedeutung beim Thema Straßenhunde haben darum Kastrationsprojekte: Die Tiere werden kastriert, mit einer Ohrmarke versehen und wieder freigelassen ( Neuter and Release ). Werden diese Aktionen von Tierschützern durchgeführt, werden die Hunde bei dieser Gelegenheit auch behandelt, entwurmt, entfloht und gegen Tollwut geimpft. Sinn der Kastrationsprojekte ist, die Vermehrung der Straßenhunde zu verhindern.

Neuter and Release ist nicht nur die tierfreundlichste Methode im Umgang mit Straßenhunden, sondern letztlich auch die effizienteste und damit kostengünstigste. Stefan Kirchhoff beschreibt das aus der Wildbiologie bekannte Phänomen so: Die Populationsgröße einer Tierart, in unserem Beispiel eben Hunde, wird beschränkt durch das Angebot an Ressourcen, wie zum Beispiel Wasser und Futter. Sind die Ressourcen ausgeschöpft, kommen keine Hunde mehr nach und die Geburtenrate stagniert. Fängt man die Tiere jedoch oder tötet sie, so macht man dadurch lediglich Platz für die nächsten. Die Folge ist, dass die Tierheime aus allen Nähten platzen, ohne dass die Population auf der Straße zurückgeht. Die kastrierten Hunde fungieren also einerseits als Platzhalter", können aber andererseits nicht mehr für weiteren Nachwuchs sorgen.

Nichts kann man pauschal in eine Schublade stecken

Mein persönliches Fazit ist: Nichts, aber auch gar nichts im Auslandstierschutz kann man pauschal in eine Schublade stecken. In vielen Ländern sehe die Momentaufnahme der Straßenhunde nicht immer so schlecht aus. Andererseits wäre es auch eine Verzerrung der Realität, wenn ich nicht auch darauf hinweisen würde, welch geradezu widerliche Misshandlung gegenüber Tieren sich so mancher Mensch einfallen lässt. Allerdings finden Misshandlungen von Tieren überall auf dieser Welt statt. Es gibt in dieser Beziehung keine guten" und bösen" Länder.

»Wir können nicht alle Straßenhunde

»Wir können nicht alle Straßenhunde

nach Deutschland retten, aber wir können zumindest dafür sorgen, dass sie vor Ort ein bestmögliches Leben führen dürfen.« · Bild: Stefan Kirchhoff · Aus: Streuner! Straßenhunde in Europa

Auslandstierschutz und Streunerhunde:

Ein sehr komplexes Thema!

Das Thema Auslandstierschutz und Straßenhunde ist ein sehr komplexes Thema über das zu Recht viel diskutiert wird. In dem leider auch zu oft und unverhältnismäßig viel pauschalisiert wird , so Stefan Kirchhoff. Er möchte darauf aufmerksam machen, dass es immer ein großes ABER gibt, nichts lässt sich pauschal in eine Schublade stopfen. Darum hat der Tierschützer die typischen Aussagen im Auslandstierschutz unter die Lupe genommen:

Die Hunde aus dem Ausland sind alles ehemalige Straßenhunde, die nicht auf den
Menschen sozialisiert sind und sich deswegen in Deutschland nicht integrieren lassen.
ABER nicht alle Hunde aus dem Ausland sind ehemalige Straßenhunde. ABER nicht alle ehemaligen Straßenhunde sind dem Menschen gegenüber scheu. ABER nicht alle Straßenhunde leben glücklich und zufrieden in Rudeln. ABER es gibt sehr viele glückliche Auslandshunde in Deutschland.

Auf der Straße lauern zu viele Gefahren, deswegen müssen wir sie alle retten.
ABER
wir können unmöglich alle Hunde nach Deutschland retten. ABER die einzige Alternative ist, sie in Tierheimen unterzubringen. ABER die Hunde können eine Lebensqualität auf der Straße haben.

In dem Land XY gibt es keine tierlieben Menschen.
ABER
ich habe sehr viele hundeliebe Menschen in den jeweiligen Ländern kennen gelernt, auch in der Türkei! ABER in diesen Ländern hängt nicht hinter jedem zweiten Baum ein auf gehangener Hund. ABER auch in Deutschland gibt es Misshandlungen, Abschüsse durch Jäger, Giftköder etc.

In einem Tierheim sind sie vor Gefahren geschützt.
ABER
in einem Tierheim können die Hunde nicht ansatzweise ihre natürlichen Bedürfnisse ausleben. ABER viele Tierheime sind so voll, das auch da gefahren wie Verletzungen durch Beißereien entstehen. ABER die Vermittlungsrate im Ausland ist extrem niedrig. Usw. usw. usw.

Diese Aufzählungen könnte ich beliebig lang weiterführen. Wir müssen uns von diesen Pauschalisierungen lösen und jeden einzelnen Hund und seine Situation genau betrachten und entsprechend handeln , erklärt Stefan Kirchhoff. Wenn es nach mir gehen würde, hätte jeder Hund auf dieser Welt ein schönes Zuhause. Dieser Traum wird aber nie wahr werden. So bleiben uns zwei Möglichkeiten vor Ort, denn egal wie viele Hunde wir nach Deutschland holen, es werden immer jede Menge Hunde vor Ort bleiben. Für diese Tiere muss ich die Möglichkeit, sie wieder kastriert auf die Straße zu lassen, in Betracht ziehen.

Auch hier gibt es wieder ein ABER, denn diese Entscheidung ist nicht immer so einfach zu treffen. In Bukarest würde ich jetzt auch keinen Hund auf die Straße lassen. Ihr seht, es ist alles nicht so einfach.

Stefan Kirchhoff erzählt, dass er während seiner 12-jährigen hauptberuflichen Arbeit im Tierschutz sehr viele Hunde erlebt habe, die nicht für die Vermittlung nach Deutschland in Frage gekommen seien, welche die Tierschützer vor Ort aber auch nicht kastriert aussetzen wollten, obwohl die Bedingungen dafür gegeben waren. Auf der anderen Seite habe ich Streuner kennen gelernt, die seit Jahren ein freies Leben auf der Straße führen durften , berichtet der Tierschützer. Dieses Leben habe ich dokumentiert, nicht um zu glorifizieren oder zu verschönen, sondern einfach um das GANZE objektiv zu betrachten und Menschen die Möglichkeit zu geben, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

So ist das Buch Streuner! Straßenhunde in Europa einerseits eine sehr informative Tierschutz-Dokumentation, die ihresgleichen sucht, andererseits aber auch ein wunderschöner Bildband, der uns Hunde und ihr Verhalten von einer ganz anderen Seite näher bringt.

Der Autor

Stefan Kirchhoff, geboren 1978 in Emden, ursprünglich gelernter Tischler, entschloss sich mit 22 Jahren, im Tierheim Köln/Dellbrück vom Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V. (BMT) als Tierpfleger zu arbeiten. Nach seiner Ausbildung als staatlich anerkannter Tierpfleger im Bereich Tierheim und Pensionstierpflege arbeitete er eineinhalb Jahre in Italien am Tuscany Dog Projekt von Günther Bloch als stellvertretender Projektleiter. Danach leitete er das Tierheim Arche Noah des BMT in Brinkum, bis er sich Ende 2013 mit seiner Hunde schule in Achim selbstständig machte.

Informationen:
www.hundeschule-kirchhoff.de

Das Buch

Stefan Kirchhoff: Streuner! Straßenhunde in Europa
KYNOS Verlag, 2014
ISBN 978-3-942335-25-6
Preis: 29,95 €

FREIHEIT FÜR TIERE 3/2026

Freiheit für Tiere 3/2026

Artikelnummer: 3-2026

Tiernachrichten: Verletzter Kormoran klopft an Notaufnahme in Bremen • Amsterdam verbietet Werbung für Fleisch • Plakate in Londoner U-Bahnen: Gaskammern für Schweine nicht »human« • Niedersachsen: Klage wegen CO2-Betäubung von Schweinen • Größter Legehennen-Schlachthof Bayerns: Mehrere Mitarbeiter wegen Tierquälerei verurteilt • Neues Tierschutzrecht in Italien: Tiere sind keine »Sachen« - Härtere Strafen für Tierquälerei • Verstoß gegen das Schweizer Tierschutzgesetz: Größte Lachsfabrik in der Schweiz geplant • Studie: EU gibt 23% des Gesamthaushalts als Subventionen für Fleisch und Milch aus • Rheinland-Pfalz: Grundstück in Winzeln ab sofort jagdfrei • Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere • Kulturlandschaft: Die Logik hinter dem Artenverlust - Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs • Symbiosen: Pflanzen und Tiere im Garten • Nachhaltigkeit: Vegane Ernährung im Sport • TAMU: Das vegane Afrika-Kochbuch

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FREIHEIT FÜR TIERE 2/2026

Freiheit für Tiere 2/2026

Artikelnummer: 2-2026

Tiernachrichten: Schutzgebiet für ehemalige Show-Delfine in Süditalien entsteht • Verhaltenforschung: Werkzeuggebrauch bei Kühen - wie Primaten • Hobbyjagd: Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe • Stoppt die Jagd auf Vögel! • Tierportrait: Deutschlands Wilde Wölfe • Mit Tieren leben: ERST das Buch, dann der HUND: Ratgeber VOR dem Hundekauf • 101 Empfehlungen von internationalen Wissenschaftlern: Vegane Ernährung als Schlüssel gegen zunehmende Gesundheitskrisen • Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund? • Ernährung ohne Tierleid: Tipps für ein langes, gesundes und tierfreundliches Leben • Forschungstrend »Longevity«: Mit Pflanzenkraft gesunde Lebensjahre gewinnen - mit Rezepten • Lifestyle: »VEGAN & Delicious« von Bianca Zapatka - Tierfreundliche Rezepte

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FREHEIT FÜR TIERE 1/2026

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Artikelnummer: 1/2026

Tierschutz aktiv: Delfinarien: Schluss mit Delfinen in Gefangenschaft! • Historisches Urteil in Spanien: Massive Umweltverschmutzung durch Massentierhaltungverstößt gegen Menschenrechte • Bayerns größter Milchviehbetrieb: Tierhaltungsverbot wegen schwerer Tierquälerei • Gesetz ab 2026 in Österreich: Heimtierhaltung mit Sachkundenachweis • Neues Gesetz zur Heimtierhaltung: Interview Prof. Rudolf Winkelmayer, Veterinär und Tierethiker • Ethik und Religion: Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche • Tierportrait: »Hase und ich« - Ergreifende Rettung und Aufzucht eines Feldhasenbabys • Studie: Schon eine Scheibe Wurst am Tag erhöht das Risiko für chronische Krankheiten • Studie: Pflanzliche Ernährung reduziert Krebsrisiko deutlich • Italienische Küche vegan: Kochen alla Nonna • Rezept: Cavatelli agli spinaci • Rezept: Pasta al forno • Rezept: Tiramisu • DVD-Tipp: »Gottes Gäste« - Jetzt drei Tiergemärchen von Manfred Kyber auf DVD

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Neuauflage: FREIHEIT FÜR TIERE - Fakten gegen die Jagd

FREIHEIT FÜR TIERE: Fakten gegen die Jagd (völlig überarbeitete und auf 60 S. erweiterte Neuauflage)

Artikelnummer: 522

Fakten und Argumente gegen das blutige Hobby der Waidmänner und Waidfrauen: Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger immer mehr: Immer weniger Spaziergänger, Hundehalter, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Hobbyjägern angepöbelt oder sogar bedroht werden. Immer mehr Menschen protestieren gegen die Ballerei in Naherholungsgebieten. Und Berichte, dass Jäger aus Versehen Liebespaare im Maisfeld oder Ponys auf der Weide erschießen, können einem draußen in der Natur durchaus Angst machen. Warum Jäger Jagd auf Hasen machen, obwohl sie auf der »Roten Liste« bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden. Zudem haben 99,6 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen. Da stellt sich die Frage: Warum jagen Jäger wirklich?

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Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere

Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE

Tiere folgen nur ihren Instinkten und können höchstens ein paar angelernte Arbeitsschritte ausführen? Weit gefehlt! Sie können so viel mehr, als wir geahnt haben! Von Bergpapageien, die verschlossene Rucksäcke und Taschen öffnen, bis zu Kakadus, die mehrstufige Werkzeuge herstellen: Die Kognitionsbiologin Prof. Dr. Alice Auersperg nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise über die erstaunliche Kreativität, den verblüffenden Einfallsreichtum und Erfindergeist von Tieren - und sie zeigt, wie nah uns Tiere wirklich sind! weiter

Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust. Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs

In seinem Buch »Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust« berichtet Guido Meyer, wie er erst als Spaziergänger und Mountainbiker, dann als Hundeführer und Fotograf immer tiefer in die Natur eintauchte und wildlebende Tiere wie Hirsche und Wölfe ganz nah erlebte. Und wie er dabei auf der anderen Seite immer öfter in Konfrontationen mit Jägern und sogar ernsthafte Bedrohungssituationen geriet, die ihn dazu brachten, intensiv über Jagd und Jäger zu recherchieren, über die dramatische Bedrohung der Arten und die Zerstörung von Lebensräumen, aber auch über das Ökosystem Wald, die wunderbare Kraft der Natur und die Symbiose von Natur und Tieren, an der auch wir Menschen teil haben können. Illustriert wird das Buch durch fantastische Fotografien, mit denen Guido Meyer seit Jahren auf seiner Plattform naturdigital.online begeistert. weiterlesen

Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe: Wie lange noch?

Im Februar 2026 hat ein 52-jähriger Hobbyjäger im Landkreis Bamberg seine 49-jährige Frau, seinen 14-jährigen Sohn, die 6-jährige Tochter und sich selbst erschossen.
Im Januar 2026 traf der Schuss eines Jägers einen 23-Jährigen in Nordrhein-Westfalen tödlich. In Niedersachsen verwechselte ein 77-jähriger Hobbyjäger eine Gruppe Spaziergänger mit Wildtieren - eine 58-jährige Frau wurde schwer verletzt. In der Steiermark wurde ein 42-jähriger Hobbyjäger aus Versehen tödlich in den Kopf getroffen - beim Verladen eines erschossenen Wildschweins ins Auto löste sich ein Schuss.
Im Dezember 2025
tötete ein Hobbyjäger in der Oberpfalz seinen Nachbarn zwei Stockwerke über sich mit einem gezielten Kopfschuss. Ein anderer Hobbyjäger schoss vom Hochsitz aus Versehen auf einen 20-Jährigen und verletzte ihn so schwer, dass er im Krankenhaus notoperiert werden musste.
Im November 2025
erschoss ein Hobbyjäger in Reutlingen vier Familienangehörige und sich selbst - mit einer Schusswaffe, die er als Jagdscheininhaber legal besaß. Spaziergänger wurden von Jagdmunition getroffen, das Projektil eines Jägers durchschlug die Jalousie der Küchentür eines Hauses und ein Jagdschein­inhaber aus Crailsheim kündigte an, die »größtmögliche Anzahl an Ausländern« umbringen zu wollen. weiterlesen

Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche

»Wenn jemand Fleischspeisen, die Gott den Menschen zum Genuss gegeben hat, für unrein hält und ... auf sie verzichtet ..., der sei mit dem Bannfluch belegt.«

Papst Johannes III., Synode von Braga, 561 n. Chr.


Diesen Bannfluch verkündete Papst Johannes III. im Jahr 561 nach Christus auf der Synode von Braga in Portugal. Ein Bannfluch hatte die »Vogelfreiheit« zur Folge: Der Gebannte verlor als Ausgeschlossener aus der Gesellschaft alle Rechte.


Ganz in diesem Geiste wurden im Jahre 1051 durch die Bischofsversammlung in Goslar »Ketzer«, die ausschließlich von Pflanzennahrung lebten, zum Tode verurteilt, weil sie sich geweigert hatten, Hühner zu töten. Das Töten von Hühnern wurde zum »Test«, um Ketzer zu erkennen!
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DVD-Tipp: Jesus und die Tiere

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Jesus treibt die Tierhändler aus dem Tempel.

Jesus von Nazareth wurde im Stall mitten unter den Tieren geboren. Gab Gott damit den Menschen nicht ein Symbol, dass Sein Sohn nicht in einem Palast, sondern bei Schafen, Rindern, Eseln und Katzen zur Welt kam?

Zu Zeiten des Jesus von Nazareth wurden Lämmer und Tauben im Tempel für die Sünden der Menschen geopfert. Jesus trat gegen diesen blutigen Kult ein. Bekannt ist die Szene, wie Jesus nach seinem Einzug in Jerusalem die Tierhändler aus dem Tempel hinaustrieb und die Tiere freiließ. Und er rief: »Steht nicht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker? Ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht!« (Markus 11,17)

Über die Tierliebe des Jesus von Nazareth ist in der Bibel kaum etwas zu finden. Doch aus der frühchristlichen Geschichtsschreibung wird deutlich, dass Jesus kein Fleisch gegessen hat und sich für die Tiere einsetzte... weiterlesen

DVD: Jesus und die Tiere

Artikelnummer: 318

Vergleicht man die Bibel mit apokryphen Schriften, dann ist gut zu erkennen, dass die Kernaussagen oft die Gleichen sind, aber die Tierliebe Jesu, gänzlich fehlt. In dieser DVD werden viele Begebenheiten, bei denen Jesus über die Tiere sprach, wiedergegeben.

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»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

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Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund?

Die gesundheitlichen Auswirkungen von vegetarischer und veganer Ernährung im Kindesalter sind immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass eine vollwertige pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund und bedarfsdeckend ist. Auch die bisher größte Studie dieser Art bestätigt nun: Pflanzliche Ernährung ist für Kinder und Jugendliche sicher und vorteilhaft. weiterlesen

Ernährung ohne Tierleid: Ein gesünderes Leben

Viele Menschen, die sich entscheiden, kein Fleisch mehr zu essen, tun dies aus ethischen Gründen: weil sie nicht möchten, dass Tiere für sie leiden und sterben müssen. Viele gehen den konsequenten Schritt weiter und lassen aus Liebe zu Kühen und Kälbchen Milch und Käse weg, essen aus Mitgefühl zu Hühnern keine Eier und leben rein pflanzlich. Und dann erfahren sie, dass eine vegane Ernährung ohne Tierleid auch die gesündeste ist!

Eigentlich würde uns dies schon der logische Menschenverstand sagen: Wie sollen Nahrungsmittel, die durch Leid und Tod entstehen, für uns gesund sein? In den letzten Jahren und Jahrzehnten sind tausende wissenschaftliche Studien veröffentlicht worden, die nachweisen: Eine Ernährung mit vollwertigen pflanzlichen Lebensmitteln ist gesund und versorgt uns auch mit allem, was wir brauchen. Diese Ernährungsweise beugt überdies zahlreichen Krankheiten vor, von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Krebs, Diabetes und Adipositas bis zu Demenz - und schützt damit vor vorzeitigem Tod. weiterlesen

Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis

Wir fangen gerade erst an, zu begreifen, dass das Gehirn von Tieren ähnlich komplex ist wie unser eigenes. Die Warnrufe von Präriehunden etwa sind nicht nur hektische Pfeiftöne, sie übermitteln damit differenzierte Nachrichten. Gorillas nutzen Zeichensprache, um vergangene Ereignisse zu schildern - wissen sie also, was heute, gestern und morgen ist? Nicht nur Primaten oder Elefanten, selbst kleinste Ameisen, denen man einen Farbtupfer auf dem Kopf angebracht hat, wollen diesen loswerden, sobald sie in einen Spiegel blicken - ein Beweis für ihr Ich-Bewusstsein, das Menschen erst ab dem zweiten Lebensjahr entwickeln. In ihrem Buch »Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis präsentiert Marianne Taylor 60 Tierarten, ihre bemerkenswerten kognitiven Fähigkeiten, ihre Gefühle und ihre ausgefeilte Kommunikation. weiter

Bayerischer Tierärztetag: Tierqual bei Milchkühen

Razzia auf Skandalhof in Bad Grönenbach. Pressemitteilung SOKO Tierschutz Kopie

Kühe, die nicht mehr laufen können, werden mit Treckern weggeschleift, Mitarbeiter treten ein liegendes Kalb:

Die aktuelle Undercover-Recherche von SOKO Tierschutz in Bayerns größtem Milchviehhof in Bad Grönenbach zeigt erneut massive Verstöße gegen den Tierschutz. · Bild: SOKO Tierschutz

Von Annemarie Botzki, Recherche und Kampagnen bei der Verbraucherschutzorganisation foodwatch e.V.

»Alle haben die Nase voll« - das ist der Satz, der mir vom bayerischen Tierärztetag in Kulmbach besonders im Ohr hängen bleibt. sitze mit 150 amtlichen und Amtstierärzt:innen in einem Konferenzraum. Normalerweise sind sie in detaillierte, fachliche Diskussionen vertieft. Aber diesmal ist die Stimmung anders. Angespannt. Frustriert. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Gestatten. Biber. Eine außergewöhnliche Freundschaft mit einer wildlebenden Biberfamilie

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Christian Kuschenreiter Aug’ in Aug’ mit einem Biber. Das freilebende Tier hat Vertrauen wie zu einem Familienmitglied.

Schwarze Knopfaugen, beeindruckende Schneidezähne, großer Paddelschwanz, Stupsnase und dichter Pelz: Biber sind entzückende Tiere, und obendrein schlau, empathisch, kommunikativ, verspielt - und eigentlich sehr scheu. Als Bettina und Christian Kutschenreiter im Jahr 2003 beim Fotografieren an einem Fluss in Oberbayern auf eine Biberfamilie treffen, ist das der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft, die bis heute anhält. Die Biber lassen die beiden Tierfreunde nach und nach an ihrem Leben teilhaben und suchen schließlich sogar bewusst ihre Nähe. Jetzt haben die beiden ein Buch über ihre Erlebnisse mit den Bibern geschrieben - mit vielen wunderschönen und sicher einzigartigen Fotos. weiter

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Die internationale Forschung hat sich in den letzten Jahren zunehmend mit der Intelligenz von Hunden beschäftigt und dabei so manches bestätigt, was Hundefreundinnen und Hundefreunde längst wussten: Hunde denken viel komplexer als gedacht. Aber: Was genau ist Hundeintelligenz? Wie misst man sie? Haben wir dazu überhaupt die richtigen Werkzeuge und Vergleichsmaßstäbe? Sind »Menschenschläue« und »Hundeschläue« überhaupt vergleichbar? Und in welchen Bereichen haben Hunde andere oder viel mehr geistige Kompetenzen als wir? weiter

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Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

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»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter