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Studie: Geflügelfleisch erhöht Krebs-Risiko

Prostatakrebs, schwarzer Hautkrebs und Lymphkrebs:

Geflügelfleisch ist keine gesündere Alternative zu rotem Fleisch. · Swetlana Wall - Fotolia.com

Eine aktuelle Studie der Universität Oxford zeigt: Menschen, die Geflügelfleisch verzehren, haben ein erhöhtes Risiko, an Krebs zu erkranken.

Forscher der Oxford University haben zwischen 2014 und 2016 475.000 Briten mittleren Alters untersucht und ihre Ernährung analysiert. »Die jüngste Metaanalyse des World CancerResearch Fund/American Institute for Cancer Research ergab, dass rotes Fleisch eine wahrscheinliche Ursache und verarbeitetes Fleisch eine überzeugende Ursache für Darmkrebs ist«, schreiben die Wissenschaftler im Journal of Epidemiology and Community Health. Ziel ihrer Studie war es daher, die Zusammenhänge zwischen dem Konsum von Geflügel und Krebserkrankungen zu untersuchen.

Ergebnis: Der Verzehr von Geflügel erhöht das Risiko, an Lymphkrebs, Prostatakrebs und Melanom (schwarzer Hautkrebs) zu erkranken.

Auch für den Cholesterinspiegel ist weißes Fleisch genauso schädlich wie rotes Fleisch. Dies zeigt eine Studie von Forschern der University of California. Stattdessen sollte man seinen Protein­bedarf vorzugsweise mit pflanzlichen Eiweißen (Hülsenfrüchte, Tofu, Tempeh, Quinoa, Nüsse und Saaten) decken, die laut der Forscher für den Cholesterinspiegel am gesündesten sind.

Quellen:
· A. Kruppel et al.: Meat Intake and Cancer Risk: Prospectiveanalyses in UK Biobank. In: Journal of Epidemiology and Community Health, Sept. 2019.
https://jech.bmj.com/content/jech/73/Suppl_1/A15.2.full.pdf
· Nathalie Bergeron et al.: Effects of red meat, white meat, and nonmeat protein sources on atherogenic lipoprotein measures in the context of low compared with high saturated fat intake: a randomized controlled trial. In: American Journal of Clinical Nutrition, Juli, 2019
https://doi.org/10.1093/ajcn/nqz035