Studie: Vegane und vegetarische Babys entwickeln sich völlig normal
Eine umfangreiche Langzeitstudie zeigt: Babys aus vegetarischen und veganen Familien entwickeln sich körperlich genauso schnell wie Babys aus Familien, die Fleisch essen.
Ein Forschungsteam der Ben-Gurion-Universität in Israel analysierte Daten von fast 1,2 Millionen Kindern über einen Zeitraum von zehn Jahren. In der Studie wurden Indikatoren wie Gewicht, Größe und Kopfumfang in den ersten beiden Lebensjahren untersucht.
Ergebnis: Die Entwicklungsverläufe bei veganen, vegetarischen und omnivoren Babys Gruppen waren fast identisch. Babys aus veganen Familien hatten zwar in den ersten 60 Tagen häufiger ein niedriges Geburtsgewicht, dieser Unterschied verschwand jedoch vor dem zweiten Lebensjahr. Die Wissenschaftler erklären, dass vegane Mütter tendenziell einen niedrigeren Body-Mass-Index haben, was zu einem leichteren Geburtsgewicht führe, das Wachstum der Babys sich aber anschließend normalisiert.
Die Studienleiter betonten, dass eine gut geplante, pflanzenbasierte Ernährung in Verbindung mit einer Ernährungsberatung die kindliche Entwicklung nicht beeinträchtigt. Im Gegenteil: Die wichtigste Botschaft an Eltern sei nicht, Fleisch zu konsumieren, sondern vielmehr auf nährstoffreiche Lebensmittel zu achten und hochverarbeitete Produkte zu meiden.
Fast jedes 3. Kind übergewichtig
Angesichts der dramatischen Zunahme von Übergewicht und Fettleibigkeit bei Kindern stellt sich die Frage, ob nicht alle Eltern - vor allem Fleischesser-Familien - Ernährungsberatung bräuchten. Jedes fünfte Kind im Alter von 5 bis 19 Jahren weltweit ist laut einem neuen UNICEF-Bericht übergewichtig - jedes Zehnte sogar fettleibig. In Europa sind laut WHO 29 % der Kinder im Alter von 7 bis 9 Jahren von Übergewicht betroffen.
