Symbiosen im Garten: Von Pflanzen, die sich mögen und Tieren, die uns helfen

Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE


Das vielfältige Miteinander verschiedenster Tiere und Pflanzen ist in der Natur Lebensprinzip: Kein Organismus, keine Art lebt für sich allein. Insekten brauchen Pollen und Nektar von Pflanzen als Nahrung, die Pflanzen sind auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen. Ein solches enges Zusammenspiel unterschiedlicher Arten, eine Lebensgemeinschaft, von der beide Seiten profitieren, wird Symbiose genannt. Symbiosen lassen sich auch im naturnahen Garten beobachten und helfen uns sogar beim Gärtnern. In ihrem neuen Buch »Von Pflanzen, die sich mögen und Tieren, die uns helfen« erklärt Dr. Sonja Schwingesbauer, wie Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen zusammenarbeiten und zu einem gesunden Garten beitragen, der reiche Ernte bringt: Indem man die richtigen Gemüsepflanzen miteinander ins Beet setzt, Nahrung für wichtige Bestäuber bereithält oder Nützlinge fördert, die Schädlinge fernhalten.

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Bild: Lars Ternes

Dr. nat. techn. Sonja Schwingesbauer (Jahrgang 1976) ist Landschaftsarchitektin und Autorin für naturnahes, wildtierfreundliches Gärtnern.


»Ich hatte das Glück, in einer bunten Tier- und Pflanzenwelt aufzuwachsen«, berichtet sie. »Meine Faszination für Flora und Fauna hat mich in meiner Ausbildungs- und Berufswahl beeinflusst.« So studierte sie Landschaftsarchitektur an der Universität für Bodenkultur Wien und arbeitete als Pflanzplanerin in einem Planungsbüro. 2025 gründete Sonja Schwingesbauer ihr eigenes Ingenieurbüro für Pflanz- und Biodiversitäts­planung in Wien.


Ihr Garten ist ihr Experimentierfeld, in dem sie ihr theoretisches Wissen praktisch erprobt. Als sie ihn 2006 bekam, machte er einen öden und trostlosen Eindruck. In vielen kleinen Schritten gestaltete sie dieses Fleckchen Erde zu ihrem »Hortus Pannonicus« (Bild unten), wo sie inmitten einer bunten Tier- und Pflanzenwelt gärtnert.


Informationen: www.sonjaschwingesbauer.at

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»Mein Garten ist ein lebendiger und wunderbarer Ort«, schreibt Sonja Schwingesbauer zu Beginn ihres Buches. »Bei der Gartenarbeit oder beim Streifzug durch mein kleines Refugium erlebe ich hautnah mit, wie Lebewesen im Ökosystem Garten zusammenspielen.« Oft seien es kleine Beobachtungen, die zeigen, wie die »Rädchen der Natur« ineinandergreifen und beim Gärtnern unterstützen.

Im Frühsommer, wenn im Gemüsegarten Tomaten, Paprika, Bohnen, Kürbis und Gurken blühen, ist zum Beispiel die kleine Schwebfliege unterwegs. Sie fliegt von einer Gurkenblüte zur nächsten, um Pollen und Nektar zu essen und bestäubt sie dabei - nur so können Gurkenfrüchte gebildet werden. »Und genauso ist es bei vielen anderen Blütenpflanzen

im Gemüse- und Blumenbeet: Sie brauchen ein Tier zur

Bestäubung, um Früchte und Samen zu bilden«, erklärt die Pflanzplanerin und Landschaftsarchitektin. »Diese und viele andere Beziehungen zwischen den Lebewesen helfen uns beim Gärtnern und unterstützen uns dabei, die Pflanzen gesund und vital zu halten, sie beispielsweise auf natürliche Weise von Schädlingen freizuhalten, sodass wir uns an einer reichen Ernte erfreuen können.«

Am Beispiel eines alten Apfelbaumes zeigt sie, wie Lebewesen einander brauchen und in Kooperationen und Partnerschaften agieren: Im Frühjahr finden Bienen und Hummeln Nektar und Pollen und bestäuben die Blüten, so dass der Baum später viele Früchte trägt. Vögel finden Lebensraum und Nahrung und halten den Baum von Schadinsekten frei.

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»In allen Ökosystemen dieser Erde leben Pflanzen und Tiere miteinander.

Dieses Zusammenleben führt zu ganz unterschiedlichen und vielfältigen Beziehungen zwischen Lebewesen, die wir natürlich auch in unseren Gärten beobachten können. Einige davon unterstützen uns sogar ganz erheblich beim biologischen Gärtnern.«
Bild: (c) Rita Engl. Aus: Von Pflanzen, die sich mögen und Tieren, die uns helfen. Haupt Verlag, 2026

Miteinander als erfolgreiches Lebensprinzip

»In allen Ökosystemen auf unserer Erde leben Pflanzen und Tiere miteinander«, erklärt Sonja Schwingesbauer. »Arten koexistieren nebeneinander, sie kooperieren aber auch auf vielfältige Weise miteinander - dadurch entsteht ein vielschichtiges Beziehungsgeflecht unter den Arten und letztlich das große Netzwerk der Natur. Daran beteiligt sind alle Organismen: Pflanzen und Tiere, Bakterien, Algen und Pilze. Jedes Lebewesen erfüllt seine Funktion und hat daher eine Lebensberechtigung.« Auch wenn es scheine, als sei es nur ein »kleines Rädchen im Getriebe«, könne das Verschwinden dieses Rädchens fatale Folgen für andere Arten haben, die sich kaum abschätzen ließen. Und genau darum ist die Förderung der Artenvielfalt und der Erhalt der Biodiversität von so großer Bedeutung.

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Bild: (c) Rita Engl. Aus: Von Pflanzen, die sich mögen und Tieren, die uns helfen. Haupt Verlag, 2026

Miteinander im naturnahen Garten

Ein naturnaher Garten ist ein eigenes kleines Ökosystem mit vielen Tieren und Pflanzen. »Dieses einzigartige System an Beziehungen und Verflechtungen können wir beim Gärtnern nicht nur nutzen, sondern sogar gezielt fördern«, erklärt die Landschaftsarchitektin. Die in unseren Gärten lebenden Wildtiere leisten wertvolle Arbeit: Obstbäume, Obststräucher und Fruchtgemüse sind auf die Bestäubung von Bieren, Hummeln, Schmetterlingen und anderen Insekten angewiesen. Vögel ernähren sich und ihre Jungen von verfressenen Blattläusen, Raupen und Larven. Ebenso futtern auch Marienkäfer, Spinnen, Ohrenkneifer und Schlupfwesen Schädlinge - und halten so den Garten gesund. Kleinere Säugetiere wie Mauswiesel, Hermelin und Steinmarder machen Jagd auf Mäuse und Wühlmäuse und schützen so unser Gemüse vor Fraßschäden. Spitzmäuse und Igel vertilgen Larven, Käfer und Schnecken. Die nachtaktiven Fledermäuse fangen Motten und Käfer.

Naturnahes Gärtnern erhält das Gleichgewicht, in dem Pflanzen und Tiere sich gegenseitig fördern. »Um diese natürlichen Bestäuber und Helfer dauerhaft im Garten anzusiedeln, schaffen wir einen Lebensraum, in dem sie sich wohlfühlen«, schreibt Sonja Schwingesbauer. Und in einem Garten, in dem sich Vögel, Igel, Schmetterlinge, Hummeln und Igel wohlfühlen, können auch wir das großartige Miteinander der Natur hautnah miterleben und genießen.

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Bild: (c) Rita Engl. Aus: Von Pflanzen, die sich mögen und Tieren, die uns helfen. Haupt Verlag, 2026

Bestäuber im Garten ansiedeln

Insekten haben eine große Bedeutung als Bestäuber in der Natur, in der Landwirtschaft und in unseren Gärten: Bienen und Hummeln, Schmetterlinge und Nachtfalter, Schwebfliegen und andere Insekten bestäuben Gemüsepflanzen, Beerensträucher und Obstbäume. Tomaten, Johannis- und Stachelbeeren. Hülsenfrüchte wie Erbsen und Bohnen werden fast ausschließlich von Hummeln bestäubt, Frucht­gemüse wie Zucchini, Kürbisse und Gurken vorwiegend von Bienen, aber auch von Schwebfliegen.

Damit sich Bienen, Hummeln und andere Insekten in unserem Garten wohlfühlen, legen wir Blumenbeete, Wildblumenwiesen, Stauden wie Lavendel und Rosmarin und Kräuterbeete mit Salbei, Thymian, Bohnenkraut, Melisse und Minze an. Wichtig ist, dass die Insekten vom Frühling bis zum Herbstende Nahrung finden: Im Vorfrühling und Frühling mit Schneeglöckchen, Krokussen und Tulpen, mit blühenden Aprikosen-, Apfel- und Kirschbäumen, aber auch mit Wildblumen wie Gänseblümchen und Löwenzahn. Im Frühsommer bieten Wiesensalbei, Taubnesseln, blühende Kräuter und Stauden sowie blühende Gemüsepflanzen ein vielfältiges Nahrungs­angebot. Im Sommer blühen Rittersporn, Disteln, Natternkopf und Flockenblumen, aber auch Malven und Glockenblumen. Lavendel blüht nach Rückschnitt ein zweites Mal, auch Rosen bilden nach Rückschnitt immer wieder neue Blüten bis tief in den Herbst hinein. Achten Sie auf offene Rosen, denn bei gefüllten Zierrosen kommen die Insekten nicht an Pollen und Nektar heran. Im Herbst gibt es wertvolle Spätblüher: Astern, Herbstanemonen, Dahlien, Fetthenne, Silberkerzen, Hibiskus, Hortensien und Herbstkrokusse. Tipp: Blumen können nicht nur in Blumenbeete gepflanzt werden, sondern auch ins Gemüsebeet integriert oder rundherum gepflanzt werden.

Mit einem vielfältigen Nahrungs- und Lebensraumangebot können wir Wildbienen, Hummeln und andere Blütenbesucher dauerhaft im Garten ansiedeln. »Zugleich können wir damit einen positiven Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt leisten«, so Sonja Schwingesbauer. »Denn die zunehmende Intensivierung der Landnutzung, die Boden­versiegelung und die negativen Wirkungen der Klimaveränderung setzen Wildtieren und besonders auch Wildbienen und Hummeln zu.«

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Pflanzidee Insektenliebe - ein blumiger Rahmen für den Gemüsegarten.

Die Kräuter locken nicht nur Bestäubertiere und Nützlinge an, sondern haben mit ihren ätherischen Ölen und Gerüchen oftmals eine schützende und abwehrende Wirkung gegen Schädlinge wie Blattläuse, Larven und Schnecken, erklärt Sonja Schwingesbauer in ihrem Buch.
Bild: (c) Rita Engl. Aus: Von Pflanzen, die sich mögen und Tieren, die uns helfen. Haupt Verlag, 2026

Das Leben im Boden

Im Garten ist auch am Boden und im Boden unendlich viel Leben: Regenwürmer, Tausendfüßler, Springschwänze, Asseln und Mikroorganismen sind unerlässlich für einen gesunden und gut durchlüfteten Boden. Sie sorgen dafür, dass aus Laub und Pflanzenresten innerhalb weniger Monate nährstoffreicher Humus gebildet wird. Und weil das Leben im Boden so unglaublich wichtig ist, erfahren wir in dem Buch auch, wie wir mit schonender Bodenbearbeitung Pflanzenwachstum fördern und Bodenleben schonen.

Die Zersetzungsprozesse im Garten finden nicht nur im Boden, sondern auch auf dem Komposthaufen statt. Komposterde ist echtes Gold für unsere Gemüsebeete. So geht nichts verloren: Gartenreste und abgestorbene Blätter und Pflanzen werden dem Ökosystem Garten wieder zurückgegeben. Und weil dies so wichtig ist, erklärt die Landschaftsarchitektin in ihrem Buch genau, wie richtiges Kompostieren funktioniert - und dass das Anlegen eines Komposthaufens grundsätzlich keine schwierige Sache ist.

Tierische Helfer im Garten

In jedem natürlichen Garten gibt es Blattläuse und andere saugende Insekten, die sich an Pflanzensäften und Blättern laben. Es gibt pflanzenfressende Larven, Raupen und Käfer wie die Raupen des Kohlweißlings, die sichtbare Fraßschäden hinterlassen. Und dann natürlich Schnecken. Einzeln richten sie kaum Schaden an. Doch jeder Gärtner weiß: Gibt es (zu) viele davon, kann erheblicher Schaden an Pflanzen und deren Entwicklung verursacht werden.

Doch zum Glück haben wir in unserem Garten Tiere als Helfer. Wenn viele von ihnen in unserem Garten leben, sorgen sie dafür, dass sich Schädlinge nicht massenhaft vermehren. »Haben wir genügend Leuchtkäferlarven und Laufkäfer im Garten, haben wir mit ihnen zugleich Verbündete gegen unliebsame Schnecken, die unseren jungen Blattsalat verspeisen wollen, und sichten wir Marienkäfer, Schweb- und Florfliegen, brauchen wir nicht panisch zu werden, wenn wir an unseren Tomatenpflanzen einige Blattläuse sehen«, so Sonja Schwingesbauer. »Auch bei Kohlweißlingsraupen am Weißkohl bleiben wir gelassen, denn wir wissen, dass Raupenwespen und Blaumeisen sie auf dem Speiseplan haben und unser vermeintliches Problem nach und nach einfach auffressen.«

Die Pflanzplanerin weist auch darauf hin: »Zwischen Schädling und Nützling zu unterscheiden, ist gar nicht immer leicht, zumal alle Tiere ihre Daseinsberechtigung haben und wertvolle Funktionen im Ökosystem einnehmen.«

Wichtig ist, dass bestimmte Tiere nicht überhand nehmen, denn sonst kippt das Gleichgewicht. So suchen Blaumeisen unsere Bäume und Pflanzen gezielt nach Blattläusen ab. Marienkäfer, Ohrwürmer, Flor- und Schwebfliegenlarven und Weichwanzen vertilgen ebenfalls Blattläuse. Spitzmäuse und Igel verspeisen Larven, Käfer, Würmer und Schnecken. Nachts fangen Fledermäuse Motten und Mücken. Und Hermeline, Mauswiesel, Elstern und Steinkäuze vertilgen Mäuse und Wühlmäuse, die sich über unser Gemüse hermachen wollen.

Es geht also darum, unseren Garten attraktiv für die fleißigen Helfer zu machen, so dass sie sich dauerhaft ansiedeln: Je naturnaher und artenreicher der Garten, umso mehr Wildtiere, die uns helfen. Um kleinen Säugetieren wie Igeln, Hermelinen und Mauswieseln einen Lebensraum im Garten zu bieten, braucht es Rückzugsorte zum Schlafen, um ihren Nachwuchs aufzuziehen, als Schutz vor schlechter Witterung und als Winterquartier: Holzstapel, Totholz-, Reisig- und im Herbst Laubhaufen von mindestens einem Quadratmeter Fläche in abgelegenen Gartenecken eignen sich besonders gut. Diese werden auch gerne von Fröschen, Kröten, Käfern, Ohrwürmern und anderen Insekten genutzt. In ihrem Buch erklärt die Autorin, wie man einen Totholzhaufen richtig anlegt, wie man ein Igelhaus selbst baut und Fledermauskästen als Tagesversteck anbringt.

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Ohrenkneifer befreien Pflanzen von Blattläusen.

Bild: (c)Sonja Schwingesbauer

Vögel: die gefiederten Freunde der Pflanzen

»Gartenvögel erfreuen uns nicht nur mit ihrer Anwesenheit und ihrem Gesang. Viele Vögel sind auch besonders effektive Helfer«, erklärt Sonja Schwingesbauer. »Denn während der Aufzucht ihrer Jungen brauchen diese ständig Futter. Je nach Vogelart sind das Larven, Würmer, Raupen, Mücken, Fliegen, aber auch Schnecken und viele andere Schadtiere, die wir im Garten nicht so gerne haben wollen.« Sogar Raupen von Gespinstmotten und Apfelwicklern werden an die Jungen verfüttert. Je mehr Vögel und je mehr verschiedene Vogelarten in unserem Garten leben und zu Gast sind, umso besser. Denn je nach Vogelart unterscheidet sich der Speiseplan.

»Amseln und Drosseln ernähren sich überwiegend von Würmern, Käfern wie den schädlichen Rüsselkäfern, aber auch von Käferlarven, Schnecken und Ameisen«, erklärt Sonja Schwingesbauer. »Rotkehlchen fressen während der Brutzeit ebenfalls gerne Würmer, Insekten, Larven und kleine Spinnen. Auch Buchfinken lieben Spinnen, Insekten und deren Larven. Kleiber und Gartenbaumläufer sammeln von den Baumrinden alles Getier ab, das sich dort herumtreibt, wie Rindenläuse und Käfer. Sperlinge sind wenig wählerisch und mögen sowohl Unkraut und Samen als auch Käfer, Blattläuse, Larven und Raupen. Meisen, wie Kohl- und Blaumeise, fressen Insekten, deren Larven und Eier, aber auch Spinnengelege werden gerne verspeist.«

Um Vögel in unserem Garten anzusiedeln, hängen wir Nistkästen auf und sorgen für Futter- und Wasserstellen. Wir pflanzen Hecken mit heimischen Gehölzen und Obstbäume - und wir lassen alte Obstbäume stehen.

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Blaumeisen suchen gezielt nach Blattläusen.

Bild: (c)Sonja Schwingesbauer

Helfer gegen zu viele Schnecken

Jeder Hobbygärtner kennt es: Schnecken können in einer einzigen regnerischen Nacht die frisch gesetzten Jungpflanzen und neu gekeimten Saaten wegfuttern. Doch es gibt Helfer im Garten, bei denen Jungschnecken und Schneckeneier auf dem Speisplan stehen: Amseln, Drosseln, Stare, Igel, Blindschleichen, Eidechsen, Kröten, Spitzmäuse, Laufkäfer, Glühwürmchen- und Hundertfüßlerlarven. Schaffen wir Lebensräume für sie!

Drossel mit Schnecke Nick Vorobey - Shutterstock

Viele Vögel wie Amseln, Drosseln, Stare, Rotkehlchen, Elstern, und Krähen vertilgen Schnecken und Schneckeneier.

Bild: Nick Vorobey - Shutterstock.com

Die Spanische Wegschnecke stellt Naturgärtner vor besondere Herausforderungen, weil sie zu wenige natürliche Feinde hat und sich daher massenhaft vermehrt. Amseln, Igel, Laufkäfer & Co. vertilgen die Schneckeneier und die ganz jungen Schnecken, denn der Schleim der ausgewachsenen Schnecke und ihr bitterer Geschmack sind zu intensiv. Da hilft nur, Jungpflanzen mit Schneckenzäunen und Schneckenkrägen zu schützen sowie regelmäßiges Absammeln.

Eine Ursache für die schnelle Ausbreitung der Spanischen Wegschnecke ist Forschern zufolge die Erwärmung des Klimas. Hinzu kommt, dass vielen Gemüsesorten natürliche Abwehrstoffe, vor allem Bitterstoffe, gegen den Fraß von Schädlingen weggezüchtet wurden. Und während sich die Schnecken vermehren, gibt es immer wenige Jungschnecken vertilgende Tiere wie Igel, Kröten, Vögel und Insekten. Hier schließt sich der Kreis: Je mehr Lebensräume für Insekten, Vögel, Kröten und Igel geschaffen und erhalten werden, um so eher stellt sich wieder ein Gleichgewicht ein.

Und bei allen Sorgen nicht vergessen: Schnecken beseitigen Kot und Kadaver, bringen die Kompostierung auf Trab und tragen damit zur Gesundheit des Ökosystems bei!

Insekten- und wildtierfreundlich gärtnern

Damit Vögel im Garten für sich und vor allem für die Aufzucht ihrer Jungen genügend Nahrung finden, braucht es bekanntlich viele Insekten. Denn alle Vögel, auch die von Körnern und Saaten leben, füttern ihre Jungen mit Insekten. Viele Insekten sind, wie wir bereits erfahren haben, zudem wertvolle Helfer im Garten.

»Damit sich unsere nützlichen Insekten im Garten wohlfühlen und uns tatkräftig bei der natürlichen Schädlingsregulierung unterstützen, gärtnern wir biologisch und verzichten auf den Einsatz von Insektiziden und chemisch-synthetischen Spritzmitteln, denn nebst anderen Nachteilen werden mit diesen häufig nicht nur die Schäd-, sondern auch die Nützlinge vernichtet«, schreibt die Autorin. »Außerdem funktioniert die biologische Schädlingsregulierung wunderbar, sofern es uns gelingt, den Nützlingen einen ansprechenden Lebensraum zu bieten, der ihre verschiedenen Ansprüche erfüllt.«

Sonja Schwingesbauer empfiehlt Gartenpflege nach dem Laissez-faire-Prinzip: Nicht zu penibel sein und Wildnis im Garten zulassen. Das spart unnötige Gartenarbeit und die Insekten (und somit auch die Vögel) freut es.

Der wildtierfreundliche Garten ist reich an unterschiedlichen Strukturen mit Obstbäumen, Hecken aus heimischen Sträuchern, Stauden, artenreichen Blumen-, Kräuter und Gemüsebeeten, Wildblumenwiese statt Rasen und wilden Ecken mit Steinbiotopen und Holzhaufen sowie Wasserstellen. Wichtig: Lassen Sie Pflanzenstängel über den Winter stehen, denn Wildbienen und andere nützliche Insekten nutzen Stängel, leere Samenhüllen und Liegengelassenes wie tote Äste zum Überwintern und für ihr Gelege. Je naturnäher der Garten, umso mehr Nahrung und Schutz finden Wildbienen, Schmetterlinge und andere Insekten, viele verschiedene Vögel, Eidechsen, Kröten, Igel und andere kleine Säugetiere bei uns im Garten.

Das Buch

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Naturnahes Gärtnern mit Symbiosen: Das Buch bietet viele praktische Ideen und Anleitungen für Hobbygärtner und alle, die es werden wollen.


Das Buch ist in vier Teile gegliedert:


Teil I: Wir erfahren viel Wissenswertes über Symbiosen und Beziehungen von Pflanzen und zwischen Tieren und Pflanzen, die uns beim naturnahen Gärtnern unterstützen.


Teil II: Es geht um die wichtigen Prozesse, die im Boden ablaufen und die Organismen, die sich daran beteiligen, zum Beispiel die Symbiose zwischen Hülsenfrüchten und Knöllchenbakterien.


Teil III: Die Autorin stellt optimale Pflanzengemeinschaften vor, die miteinander harmonisieren und sich gegenseitig fördern. Wir finden Vorschläge für Mischkulturbeete mit Gemüsen, Kräutern und Blumen sowie Pflanzideen unter schattigen Bäumen oder an sonnigen Böschungen.


Teil IV: Wir erfahren über die vielfältigen Beziehungen zwischen Tieren und Pflanzen: über Bestäuber im Garten und über Tiere, die uns dabei helfen, lästige Blattsauger und Schnecken in Schach zu halten.

Sonja Schwingesbauer: Von Pflanzen, die sich mögen und Tieren, die uns helfen
Erfolgreich gärtnern mit Symbiosen

Hardcover, 192 Seiten, ca. 250 Fotos und Illustrationen

Haupt Verlag, 2026 · ISBN 9783258084411

Preis: EUR 34.00 (D) / EUR 35.00 (A) / CHF 34.00

FREIHEIT FÜR TIERE 3/2026

Freiheit für Tiere 3/2026

Artikelnummer: 3-2026

Tiernachrichten: Verletzter Kormoran klopft an Notaufnahme in Bremen • Amsterdam verbietet Werbung für Fleisch • Plakate in Londoner U-Bahnen: Gaskammern für Schweine nicht »human« • Niedersachsen: Klage wegen CO2-Betäubung von Schweinen • Größter Legehennen-Schlachthof Bayerns: Mehrere Mitarbeiter wegen Tierquälerei verurteilt • Neues Tierschutzrecht in Italien: Tiere sind keine »Sachen« - Härtere Strafen für Tierquälerei • Verstoß gegen das Schweizer Tierschutzgesetz: Größte Lachsfabrik in der Schweiz geplant • Studie: EU gibt 23% des Gesamthaushalts als Subventionen für Fleisch und Milch aus • Rheinland-Pfalz: Grundstück in Winzeln ab sofort jagdfrei • Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere • Kulturlandschaft: Die Logik hinter dem Artenverlust - Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs • Symbiosen: Pflanzen und Tiere im Garten • Nachhaltigkeit: Vegane Ernährung im Sport • TAMU: Das vegane Afrika-Kochbuch

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FREIHEIT FÜR TIERE 2/2026

Freiheit für Tiere 2/2026

Artikelnummer: 2-2026

Tiernachrichten: Schutzgebiet für ehemalige Show-Delfine in Süditalien entsteht • Verhaltenforschung: Werkzeuggebrauch bei Kühen - wie Primaten • Hobbyjagd: Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe • Stoppt die Jagd auf Vögel! • Tierportrait: Deutschlands Wilde Wölfe • Mit Tieren leben: ERST das Buch, dann der HUND: Ratgeber VOR dem Hundekauf • 101 Empfehlungen von internationalen Wissenschaftlern: Vegane Ernährung als Schlüssel gegen zunehmende Gesundheitskrisen • Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund? • Ernährung ohne Tierleid: Tipps für ein langes, gesundes und tierfreundliches Leben • Forschungstrend »Longevity«: Mit Pflanzenkraft gesunde Lebensjahre gewinnen - mit Rezepten • Lifestyle: »VEGAN & Delicious« von Bianca Zapatka - Tierfreundliche Rezepte

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FREHEIT FÜR TIERE 1/2026

Freiheit für Tiere 1/2026

Artikelnummer: 1/2026

Tierschutz aktiv: Delfinarien: Schluss mit Delfinen in Gefangenschaft! • Historisches Urteil in Spanien: Massive Umweltverschmutzung durch Massentierhaltungverstößt gegen Menschenrechte • Bayerns größter Milchviehbetrieb: Tierhaltungsverbot wegen schwerer Tierquälerei • Gesetz ab 2026 in Österreich: Heimtierhaltung mit Sachkundenachweis • Neues Gesetz zur Heimtierhaltung: Interview Prof. Rudolf Winkelmayer, Veterinär und Tierethiker • Ethik und Religion: Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche • Tierportrait: »Hase und ich« - Ergreifende Rettung und Aufzucht eines Feldhasenbabys • Studie: Schon eine Scheibe Wurst am Tag erhöht das Risiko für chronische Krankheiten • Studie: Pflanzliche Ernährung reduziert Krebsrisiko deutlich • Italienische Küche vegan: Kochen alla Nonna • Rezept: Cavatelli agli spinaci • Rezept: Pasta al forno • Rezept: Tiramisu • DVD-Tipp: »Gottes Gäste« - Jetzt drei Tiergemärchen von Manfred Kyber auf DVD

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Neuauflage: FREIHEIT FÜR TIERE - Fakten gegen die Jagd

FREIHEIT FÜR TIERE: Fakten gegen die Jagd (völlig überarbeitete und auf 60 S. erweiterte Neuauflage)

Artikelnummer: 522

Fakten und Argumente gegen das blutige Hobby der Waidmänner und Waidfrauen: Trotz beharrlicher Propagandaarbeit der Jagdverbände sinkt das Image der Jäger immer mehr: Immer weniger Spaziergänger, Hundehalter, Reiter und Mountainbiker lassen es sich gefallen, wenn sie von Hobbyjägern angepöbelt oder sogar bedroht werden. Immer mehr Menschen protestieren gegen die Ballerei in Naherholungsgebieten. Und Berichte, dass Jäger aus Versehen Liebespaare im Maisfeld oder Ponys auf der Weide erschießen, können einem draußen in der Natur durchaus Angst machen. Warum Jäger Jagd auf Hasen machen, obwohl sie auf der »Roten Liste« bedrohter Arten stehen, kann irgendwie auch niemand mehr gut finden. Zudem haben 99,6 Prozent der Bevölkerung andere Hobbys, als Tiere tot zu schießen. Da stellt sich die Frage: Warum jagen Jäger wirklich?

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Werkzeuge, Ideen und Innovationen: Der Erfindergeist der Tiere

Buchvorstellung von Julia Brunke, Redaktion FREIHEIT FÜR TIERE

Tiere folgen nur ihren Instinkten und können höchstens ein paar angelernte Arbeitsschritte ausführen? Weit gefehlt! Sie können so viel mehr, als wir geahnt haben! Von Bergpapageien, die verschlossene Rucksäcke und Taschen öffnen, bis zu Kakadus, die mehrstufige Werkzeuge herstellen: Die Kognitionsbiologin Prof. Dr. Alice Auersperg nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise über die erstaunliche Kreativität, den verblüffenden Einfallsreichtum und Erfindergeist von Tieren - und sie zeigt, wie nah uns Tiere wirklich sind! weiter

Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust. Mit Herz und Augen in der Natur unterwegs

In seinem Buch »Kulturlandschaft - Die Logik hinter dem Artenverlust« berichtet Guido Meyer, wie er erst als Spaziergänger und Mountainbiker, dann als Hundeführer und Fotograf immer tiefer in die Natur eintauchte und wildlebende Tiere wie Hirsche und Wölfe ganz nah erlebte. Und wie er dabei auf der anderen Seite immer öfter in Konfrontationen mit Jägern und sogar ernsthafte Bedrohungssituationen geriet, die ihn dazu brachten, intensiv über Jagd und Jäger zu recherchieren, über die dramatische Bedrohung der Arten und die Zerstörung von Lebensräumen, aber auch über das Ökosystem Wald, die wunderbare Kraft der Natur und die Symbiose von Natur und Tieren, an der auch wir Menschen teil haben können. Illustriert wird das Buch durch fantastische Fotografien, mit denen Guido Meyer seit Jahren auf seiner Plattform naturdigital.online begeistert. weiterlesen

Freizeitvergnügen mit tödlicher Schusswaffe: Wie lange noch?

Im Februar 2026 hat ein 52-jähriger Hobbyjäger im Landkreis Bamberg seine 49-jährige Frau, seinen 14-jährigen Sohn, die 6-jährige Tochter und sich selbst erschossen.
Im Januar 2026 traf der Schuss eines Jägers einen 23-Jährigen in Nordrhein-Westfalen tödlich. In Niedersachsen verwechselte ein 77-jähriger Hobbyjäger eine Gruppe Spaziergänger mit Wildtieren - eine 58-jährige Frau wurde schwer verletzt. In der Steiermark wurde ein 42-jähriger Hobbyjäger aus Versehen tödlich in den Kopf getroffen - beim Verladen eines erschossenen Wildschweins ins Auto löste sich ein Schuss.
Im Dezember 2025
tötete ein Hobbyjäger in der Oberpfalz seinen Nachbarn zwei Stockwerke über sich mit einem gezielten Kopfschuss. Ein anderer Hobbyjäger schoss vom Hochsitz aus Versehen auf einen 20-Jährigen und verletzte ihn so schwer, dass er im Krankenhaus notoperiert werden musste.
Im November 2025
erschoss ein Hobbyjäger in Reutlingen vier Familienangehörige und sich selbst - mit einer Schusswaffe, die er als Jagdscheininhaber legal besaß. Spaziergänger wurden von Jagdmunition getroffen, das Projektil eines Jägers durchschlug die Jalousie der Küchentür eines Hauses und ein Jagdschein­inhaber aus Crailsheim kündigte an, die »größtmögliche Anzahl an Ausländern« umbringen zu wollen. weiterlesen

Die Verfolgung von Vegetariern durch die Kirche

»Wenn jemand Fleischspeisen, die Gott den Menschen zum Genuss gegeben hat, für unrein hält und ... auf sie verzichtet ..., der sei mit dem Bannfluch belegt.«

Papst Johannes III., Synode von Braga, 561 n. Chr.


Diesen Bannfluch verkündete Papst Johannes III. im Jahr 561 nach Christus auf der Synode von Braga in Portugal. Ein Bannfluch hatte die »Vogelfreiheit« zur Folge: Der Gebannte verlor als Ausgeschlossener aus der Gesellschaft alle Rechte.


Ganz in diesem Geiste wurden im Jahre 1051 durch die Bischofsversammlung in Goslar »Ketzer«, die ausschließlich von Pflanzennahrung lebten, zum Tode verurteilt, weil sie sich geweigert hatten, Hühner zu töten. Das Töten von Hühnern wurde zum »Test«, um Ketzer zu erkennen!
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DVD-Tipp: Jesus und die Tiere

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Jesus treibt die Tierhändler aus dem Tempel.

Jesus von Nazareth wurde im Stall mitten unter den Tieren geboren. Gab Gott damit den Menschen nicht ein Symbol, dass Sein Sohn nicht in einem Palast, sondern bei Schafen, Rindern, Eseln und Katzen zur Welt kam?

Zu Zeiten des Jesus von Nazareth wurden Lämmer und Tauben im Tempel für die Sünden der Menschen geopfert. Jesus trat gegen diesen blutigen Kult ein. Bekannt ist die Szene, wie Jesus nach seinem Einzug in Jerusalem die Tierhändler aus dem Tempel hinaustrieb und die Tiere freiließ. Und er rief: »Steht nicht geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker? Ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht!« (Markus 11,17)

Über die Tierliebe des Jesus von Nazareth ist in der Bibel kaum etwas zu finden. Doch aus der frühchristlichen Geschichtsschreibung wird deutlich, dass Jesus kein Fleisch gegessen hat und sich für die Tiere einsetzte... weiterlesen

DVD: Jesus und die Tiere

Artikelnummer: 318

Vergleicht man die Bibel mit apokryphen Schriften, dann ist gut zu erkennen, dass die Kernaussagen oft die Gleichen sind, aber die Tierliebe Jesu, gänzlich fehlt. In dieser DVD werden viele Begebenheiten, bei denen Jesus über die Tiere sprach, wiedergegeben.

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»VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker«

Die Rezepte für unser Kochbuch »VEGGIE FOR KIDS. Vegan - kinderleicht & lecker« - sind allesamt von Kindern und Jugendlichen erprobt worden: Sie sind einfach zuzubereiten, schmecken richtig lecker und sind obendrein auch noch gesund! Und das Wichtigste: Wer so kocht, hilft unseren Freunden, den Tieren! weiterlesen

VEGGIE FOR KIDS

Artikelnummer: 053

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Neue Studie: Ist pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund?

Die gesundheitlichen Auswirkungen von vegetarischer und veganer Ernährung im Kindesalter sind immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass eine vollwertige pflanzliche Ernährung für Kinder und Jugendliche gesund und bedarfsdeckend ist. Auch die bisher größte Studie dieser Art bestätigt nun: Pflanzliche Ernährung ist für Kinder und Jugendliche sicher und vorteilhaft. weiterlesen

Ernährung ohne Tierleid: Ein gesünderes Leben

Viele Menschen, die sich entscheiden, kein Fleisch mehr zu essen, tun dies aus ethischen Gründen: weil sie nicht möchten, dass Tiere für sie leiden und sterben müssen. Viele gehen den konsequenten Schritt weiter und lassen aus Liebe zu Kühen und Kälbchen Milch und Käse weg, essen aus Mitgefühl zu Hühnern keine Eier und leben rein pflanzlich. Und dann erfahren sie, dass eine vegane Ernährung ohne Tierleid auch die gesündeste ist!

Eigentlich würde uns dies schon der logische Menschenverstand sagen: Wie sollen Nahrungsmittel, die durch Leid und Tod entstehen, für uns gesund sein? In den letzten Jahren und Jahrzehnten sind tausende wissenschaftliche Studien veröffentlicht worden, die nachweisen: Eine Ernährung mit vollwertigen pflanzlichen Lebensmitteln ist gesund und versorgt uns auch mit allem, was wir brauchen. Diese Ernährungsweise beugt überdies zahlreichen Krankheiten vor, von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Krebs, Diabetes und Adipositas bis zu Demenz - und schützt damit vor vorzeitigem Tod. weiterlesen

Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis

Wir fangen gerade erst an, zu begreifen, dass das Gehirn von Tieren ähnlich komplex ist wie unser eigenes. Die Warnrufe von Präriehunden etwa sind nicht nur hektische Pfeiftöne, sie übermitteln damit differenzierte Nachrichten. Gorillas nutzen Zeichensprache, um vergangene Ereignisse zu schildern - wissen sie also, was heute, gestern und morgen ist? Nicht nur Primaten oder Elefanten, selbst kleinste Ameisen, denen man einen Farbtupfer auf dem Kopf angebracht hat, wollen diesen loswerden, sobald sie in einen Spiegel blicken - ein Beweis für ihr Ich-Bewusstsein, das Menschen erst ab dem zweiten Lebensjahr entwickeln. In ihrem Buch »Was Tiere denken - Intelligenz und Emotion in der Wildnis präsentiert Marianne Taylor 60 Tierarten, ihre bemerkenswerten kognitiven Fähigkeiten, ihre Gefühle und ihre ausgefeilte Kommunikation. weiter

Bayerischer Tierärztetag: Tierqual bei Milchkühen

Razzia auf Skandalhof in Bad Grönenbach. Pressemitteilung SOKO Tierschutz Kopie

Kühe, die nicht mehr laufen können, werden mit Treckern weggeschleift, Mitarbeiter treten ein liegendes Kalb:

Die aktuelle Undercover-Recherche von SOKO Tierschutz in Bayerns größtem Milchviehhof in Bad Grönenbach zeigt erneut massive Verstöße gegen den Tierschutz. · Bild: SOKO Tierschutz

Von Annemarie Botzki, Recherche und Kampagnen bei der Verbraucherschutzorganisation foodwatch e.V.

»Alle haben die Nase voll« - das ist der Satz, der mir vom bayerischen Tierärztetag in Kulmbach besonders im Ohr hängen bleibt. sitze mit 150 amtlichen und Amtstierärzt:innen in einem Konferenzraum. Normalerweise sind sie in detaillierte, fachliche Diskussionen vertieft. Aber diesmal ist die Stimmung anders. Angespannt. Frustriert. weiter

Die dunkle Seite der Milch: Das Leid der Kälbchen

Die Milchindustrie gaukelt uns in der Werbung gerne vor, dass Kühe ein glückliches Leben auf grünen Weiden führen. Wie sieht die Realität aus? Milchkühe müssen ihr Leben in den meisten Fällen ganzjährig im Stall verbringen - zum Teil sogar immer noch in besonders tierquälerischer Anbindehaltung. So hält nach Angaben des Bayerischen Bauernverbands rund die Hälfte der circa 25.000 Milchviehbetriebe in Bayern ihre Tiere in Anbindehaltung. Damit die Kühe immer Milch geben, werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet. Die neugeborenen Kälber werden ihren Müttern kurz nach der Geburt weggenommen. Die Milch, welche die Natur für die Kälbchen bestimmt hat, wird maschinell abgepumpt, industriell verarbeitet und im Supermarkt verkauft. Was passiert dann eigentlich mit den Kälbern? weiter

Gestatten. Biber. Eine außergewöhnliche Freundschaft mit einer wildlebenden Biberfamilie

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Christian Kuschenreiter Aug’ in Aug’ mit einem Biber. Das freilebende Tier hat Vertrauen wie zu einem Familienmitglied.

Schwarze Knopfaugen, beeindruckende Schneidezähne, großer Paddelschwanz, Stupsnase und dichter Pelz: Biber sind entzückende Tiere, und obendrein schlau, empathisch, kommunikativ, verspielt - und eigentlich sehr scheu. Als Bettina und Christian Kutschenreiter im Jahr 2003 beim Fotografieren an einem Fluss in Oberbayern auf eine Biberfamilie treffen, ist das der Beginn einer außergewöhnlichen Freundschaft, die bis heute anhält. Die Biber lassen die beiden Tierfreunde nach und nach an ihrem Leben teilhaben und suchen schließlich sogar bewusst ihre Nähe. Jetzt haben die beiden ein Buch über ihre Erlebnisse mit den Bibern geschrieben - mit vielen wunderschönen und sicher einzigartigen Fotos. weiter

Die Intelligenz der Hunde

Die internationale Forschung hat sich in den letzten Jahren zunehmend mit der Intelligenz von Hunden beschäftigt und dabei so manches bestätigt, was Hundefreundinnen und Hundefreunde längst wussten: Hunde denken viel komplexer als gedacht. Aber: Was genau ist Hundeintelligenz? Wie misst man sie? Haben wir dazu überhaupt die richtigen Werkzeuge und Vergleichsmaßstäbe? Sind »Menschenschläue« und »Hundeschläue« überhaupt vergleichbar? Und in welchen Bereichen haben Hunde andere oder viel mehr geistige Kompetenzen als wir? weiter

Trügerische Küstenidylle: Jagd auf Seehunde im Wattenmeer

Wussten Sie, dass Hobbyjäger an der deutschen Nordseeküste und auf den Nordseeinseln jedes Jahr Hunderte Robben und Robbenbabys erschießen? Und das, obwohl laut EU-FFH-Richtlinie die Jagd auf Seehunde streng verboten ist? Denn die geschützten Seehunde unterliegen in Deutschland dem Jagdrecht. Sie haben zwar ganzjährig Schonzeit, doch »Seehundjäger« in Schleswig-Holstein und »Wattenjagdaufseher« in Niedersachsen sind befugt, sich um gestrandete, verletzte, verlassene und kranke Robben zu »kümmern«. weiter

Für Bienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel & Co.: Natürlich gärtnern für die Artenvielfalt

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

»Lass wachsen«: Wildblumenwiesen sind für uns eine Augenweide und bieten Wildbienen, Schmetterlingen und Vögeln Lebensraum und Nahrung.

Wichtig: Lassen Sie Wiesen und Stauden über den Winter bis in den Mai hinein stehen. Viele Insekten nutzen hohle Stängel als Winterquartier, darunter viele Wildbienenarten. An Stängeln und Gräsern verbergen sich Eier, Raupen und Puppen von Schmetterlingen. Die Samenstände bieten Vögeln Nahrung. · Bild: Freiheit für Tiere

Was hat unser Garten mit Tierschutz und Artenvielfalt zu tun? Auf den ersten Blick erst einmal nicht so viel. Doch vor dem Hintergrund des dramatischen Artensterbens könnten private Gärten und öffentliche Parks eine bedeutende Rolle spielen, um Inseln der Artenvielfalt zu schaffen. Und erfreulicher Weise erscheinen immer mehr Ratgeber für nachhaltiges und natürliches Gärtnern - als Gegenentwurf zum weltweit fortschreitenden Lebensraumverlust von Tieren und Pflanzen - die zeigen, wie wir auch ohne Vorerfahrung aus unserem Garten ein kleines Paradies schaffen können: für Tiere und Pflanzen, aber auch für uns selbst. weiter

Ein Jäger steigt aus

Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer aus Niederösterreich war seit seiner Jugend leidenschaftlicher Jäger. Schon sein Vater war Jäger und nahm ihn als Kind oft mit auf die Jagd. Mehr als 100 Tiere hat der 67-Jährige in seinem Leben geschossen. Vor 14 Jahren machte er eine Kehrtwende: Von heute auf morgen beendete er das Schießen und verkaufte alle seine 16 Gewehre. Jetzt hat Prof. Winkelmayer ein Buch geschrieben: »Ein Beitrag zur Jagd- und Wildtier-Ethik«. Damit wendet er sich an seine ehemaligen Jagdkollegen und an die nicht jagende Bevölkerung und macht deutlich: »Töten als Freizeitvergnügen ist ethisch nicht vertretbar«. weiter

Interview: Ein Jäger steigt aus

Mit 16 machte er den Jagdschein, 37 Jahre lang ging er auf die Jagd. Dann hörte er von einem Tag auf den anderen mit dem Tiere töten auf. Freiheit für Tiere sprach mit dem Veterinär Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer über seine Erfahrungen und die Gründe, warum er mit der Hobbyjagd Schluss gemacht hat. weiter

Mehr Freiheit für Pferde

Nach § 2 des Tierschutzgesetzes gilt: Wer ein Tier hält, muss dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. Und er darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen, vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Doch was bedeutet dies für die heutige Pferdehaltung? weiter

Grausame Tierquälerei für Grana Padano-Käse

Die italienische Tierschutzorganisation Essere Animali dokumentierte in Milchviehbetrieben, die Grana Padano herstellen, schockierende Lebensbedingungen für Kühe und Kälber. Auch Gewalt durch Arbeiter gegenüber Tieren wurde dokumentiert. Grana Padano gehört neben Parmesan und Mozzarella zu den bekanntesten Käsesorten Italiens und ist der weltweit am meisten konsumierte Käse. weiter